Gottes Wohnort
Wohnort Gottes
Ich habe gerade einen Beitrag über Multiversen gesehen, in dem auch ein Zusammenhang dieser Theorie mit den Vorstellungen der (christlichen) Religion angesprochen wurde. Das möchte ich jetzt aber nicht thematisieren, weil es mir einfach zu schwer ist.
Aber es hat mich an eine Frage erinnert, die ich schon seit Jahren immer wieder mal habe: Wo lebt Gott?
Eine solche Frage stellt sich nur, wenn man davon ausgeht, dass sein Sein auch dem entspricht, wie er in der Bibel beschrieben wird: mit einer Reihe körperlicher und geistig-seelischer Eigenarten, die genau denen von Menschen entsprechen. Dann müsste er auch einen Wohnort haben, irgendwo außerhalb unseres Universums.
Geht man aber davon aus, dass er „irgendwie“ anders ist, besteht dazu keine Notwendigkeit. Dann wäre aber auch die Frage nach seinem Wohnort ohne Sinn und seine biblischen Beschreibungen höchst zweifelhaft.
Veröffentlicht von: @queequegAber es hat mich an eine Frage erinnert, die ich schon seit Jahren immer wieder mal habe: Wo lebt Gott?
Außerhalb von Zeit und Raum. Da unsere Vorstellungen an Zeit und Raum gebunden sind, können wir im Grunde keine Aussagen über Gott machen, wenn wir sie nicht aus einer Offenbarung erhalten.
Gott lebt "Außerhalb von Zeit und Raum."
Das denke ich auch. Sonst wäre er ja, wie Menschen, ein physisches Wesen.
"können wir im Grunde keine Aussagen über Gott machen"
Ja, deshalb ist Gott für mich auch ein "schwarzes Loch", in dem man optisch nicht erkennen kann, von dem man aber weiß oder annimmt, dass etwas tief dadrinnen ist, dessen "Wellen" man spüren kann.
"aus einer Offenbarung erhalten"
Nur, was im AT steht, kann ich nicht als Offenbarung erkennen.
Hm. Ich denke zu verstehen, was Du meinst.
Aber ich denke auch, was im AT Gott zugeschrieben wird, bildet genau die Ängste und Wünsche der Menschen ab. Besonders auch die Hoffnung auf Befreiung.
Nachtrag zu "meiner Vorstellung von Gott" als "Schwarzes Loch".
In einem Schwarzen Loch sieht man nichts, also auch nichts, was präformierten Wünschen oder Ängsten entspricht. Wenn man etwas mit ihm zu tun haben will, muss man sich völlig ohne Vorbehalte und Sicherheiten und ohne spekulative Bilder, was jetzt kommt, hinein fallen lassen.
Ich empfinde das als ungemein befreiend.
Die Bibel gibt Auskunft im NT:
1. Tim 6, 14 Erfülle deinen Auftrag tadellos und sauber, bis unser Herr Jesus Christus sichtbar wiederkommt.
15 Wann das geschehen wird, bestimmt der in sich vollkommene und alleinige Herrscher, / der König aller Könige und Herr aller Herren,
16 der als Einziger Unsterblichkeit besitzt / und ein unzugängliches Licht bewohnt, / den kein Mensch je gesehen hat / und kein Mensch jemals sehen kann. / Ihm gebührt Ehre und ewige Macht! Amen.
Mit dem Stichwort Licht ist einiges zu finden über Gott und Licht.
Tja, das sagt mir nicht viel. Und ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man Licht bewohnen kann. Solche Aussagen und Metaphern verdunkeln mehr als sie erhellen.