Bist du Christ oder nennst du dich nur so?
Hallo ins Forum,
was sagt es über Christen aus, wenn sie sich ein Urteil erlauben, ob andere „richtige Christen“ sind? Dabei wird auch gerne das Wort „überzeugte Christen“ verwendet. Ich kann das einordnen. Ich habe verschiedene Freunde, mit denen ich Glaubensthemen unterschiedlich intensiv anschneide und nehme in dem Bereich auch unterschiedliche Übereinstimmungen wahr. Ich nehme auch hier im Forum verschiedene Glaubenshaltungen wahr. Ja, wir alle leben unseren Glauben unterschiedlich. Und ja, es gibt zum Beispiel Mitglieder insbesondere in der ev. und kath. Kirche, für die Glaube im Alltag (abgesehen z.B. von Feierlichkeiten) keine Rolle spielt. Nur, wozu Wertung oder vielmehr Abwertung? Wem steht es zu, sich über andere zu erheben? Und, was erreicht er damit?
Gott ist es, der uns durch und durch kennt. Er sieht auf unser Herz - jenseits von Glaubenszuschreibungen. Möglicherweise können wir das sogar auch - ausschnittsweise. Oft werden wir uns auch täuschen können? Um einen guten Dialog zu pflegen, hilft es nicht, den anderen in eine Ecke zu stellen oder gar zu brandmarken. Ich glaube so, der andere anders oder evtl auch gar nicht. Ja, und? Suchen wir das Verbindende. Fragen wir nach, was uns irritiert. Halten wir fest, was uns wichtig ist. Lassen wir dem anderen Raum darauf zu reagieren oder auch nicht.
Hab ich mich jetzt über jene überhoben, die es sich herausnehmen, Christen einzuteilen? Womöglich. Es ist nicht meine Absicht. Vielleicht konnte ich dennoch Verständnis wecken, dass es nicht darauf ankommt, zu den „Vorzeige-Christen“ oder zu den „richtigen“ zu gehören und dass wir vor Gott alle „auf einer Stufe“ stehen.
LG Seidenlaubenvogel
Danke für eure Antworten. Was will ich für mich festhalten? Der Begriff ist - wie zuvor bekannt - nicht klar definiert, was bestätigt, dass ich es niemanden absprechen kann, Christ zu sein oder sich so zu nennen.
Was Gott angeht, gehe ich davon aus (genauer: bin ich mir sicher), dass es Ihm nicht auf Selbstbenennungen oder Zuschreibungen anderer ankommt. 😊
Ich würd den Thread damit gerne schließen, das steht aber nicht in meiner Hand.
Be-urteilen, Ver-urteilen, Unterscheiden.... das sind verschiedene Dinge.
Jesus hat be-urteilt: Was nennt ihr mich Herr (ich bin Christ) und tut nicht, was ich euch sage?
Jesus hat das Ver-urteilen scharf verurteilt. Beispiel ist die Stelle mit den verschiedenen Gerichten über Idiot und Ungläubiger.
Der Bote in der Offenbarung hat eine Gemeinde gerügt, weil sie nicht unterschieden haben zwischen echten und falschen Propheten (Täuschung durch den religiösen Geist der Isebel).
Dann gilt es auch zu unterscheiden zwischen Wölfen im Schafspelz (keine Christen, zerstörerische Reinschleicher) und Schafe im Wolfspelz (verletzte, bissige Christen)
Denominationen benennen hat nicht wirklich was mit verurteilen zu tun, sondern mehr mit dem Hinweis auf andere Glaubenstraditionen und nachfolgend Kommunikation, um verstanden zu werden.
@deborah71 Und manchmal bildet man sich einfach eine Meinung.
Das ist ja auch manchmal nötig und hat gar nichts mit ver-urteilen zu tun.
Wobei der liebe Gott uns ja durchaus auch eine Urteilsfähigkeit gegeben hat.
Deswegen steht Be-urteilen ja in meinem Post am Anfang.
Unser Hirn be-urteilt ständig, vor allen Dingen bzgl unserer Sicherheit (heiße Herdplatte, keine Stufe übersehen, nichts Seltsames im Internet anklicken, Intuition bzgl Geschäften oder Menschen beachten.....)
So sind wir gestrickt. 🙂
@deborah71 Genau.
Be-urteilen, einschätzen, abwägen - geht alles in diese Richtung.
Und so guck ich ja auch Kontakte an - vieles davon läuft ja vollkommen unbewusst ab.
Ich lese hier interessiert mit, weil ich mich in dieser Hinsicht oft auf der ausgegrenzten Seite fühle, auch wenn ich den Eindruck habe, dass viele mir nicht offen sagen, was sie denken. Ich denke dann immer: gut, dass du/ihr das nicht entscheidet. Und ich bin dann wieder meiner Kirche dankbar, dass sie mir da eine lange Leine lässt. Bei manchen Freikirchen oder fundamentalistischen Gemeinde wäre ich da längst unten durch.
Was sagt es über Christen aus, wenn sie sich ein Urteil erlauben..
Also ich erlaube mir relativ viel. Ob ich Christ bin oder nicht, sei nun mal dahingestellt.
Sagt es denn für Nichtchristen etwas anderes aus, wenn sie sich ein Urteil erlauben?
Wem steht es zu, sich über andere zu erheben? und was erreicht er damit?
Wem es zusteht weiss ich nicht, und was er damit erreicht, zeigt sich normalerweise erst im Nachhinein.
dass wir Gott alle auf einer Stufe sehen
Wichtiger, beziehungsweise wünschenswert wäre wohl eher, dass Gott uns auf der gleichen Stufe sieht.
@musil
Eine Bitte - wenn du zitierst, dann bitte im Wortlaut. Ich schrieb
und dass wir vor Gott alle „auf einer Stufe“ stehen.
Ungenau lesen und falsch verstehen. Ja, passiert. Aber aus dem Gedächtnis heraus zitieren, … schwierig. Das ließ sich hier schnell lösen, hat aber extrem viel Missverständnispotential.
Im ersten Mose steht geschrieben, dass der Mann über die Frau herrscht.
@musil
Aber vor dem Sündenfall waren sie gleichgestellt.
Das Beherrschen ist eine Folge des Sündenfalles und ist durch Christus Jesus erlöst. Nix mehr mit Machotum!
Das Beherrschen ist Folge des Sündenfalls
Also was Beherrschung betrifft, haben wir offenbar verschiedene Auffassungen.
Und was bitte schön bedeutet Machotum?
Und möchte noch klarstellen, ich kann lesen, somit auch die Bibel.
@musil
Machotum ist sich in einer Art Selbstherrlichkeit über die Ehefrau zu erheben und zu meinen, sie müsse sich allen seinen Launen und Vortsellungen fügen.
Wie sieht es den aus, wenn man also Mann und Frau nur im Konkubinat lebt?
@musil
Bist du Römer? 😀
@musil
Im ersten Mose steht geschrieben, dass der Mann über die Frau herrscht.
also ganz am Anfang, oder (um es mit BAP zu sagen): "Verdamp lang her!"
Eigentlich schlimm, wenn man soooo weit zurückgehen muss, um Belege zu finden, die die eigene Meinung bestätigen.
Denn seitdem hat sich viel getan - auch in der Bibel.
Am deutlichsten siehst du es im Wirken Jesus.
Karfreitag sollte eine gute Gelegenheit sein, mal darüber nachzudenken.
I froge mi langsam aber sicher, öbs nid gschider wär, we mä zwöi getrennti Forum würd mache. Eis für d´Manne, und eis für d´Froue.
@musil Ich bin mir sicher, auch für eine Diskussion unter Männern ist es hilfreich, korrekt zu zitieren und nicht etwas als Zitat zu kennzeichnen, was nur eine Erinnerung ist (unabhängig davon ob sie dann auch noch den Sinn verändert).
Was dich angeht, ich freu mich über inhaltliche Beiträge. Sticheleien oder (für mich) sinnfreie Kommentare - wahrscheinlich ist es am besten, sie zu ignorieren; wenn sie nicht zumindest amüsieren oder eine andere positive Gemütsregung hervorrufen.
@musil
hallo Herr musil,
wenn du mit einem Finger auf andere zeigst, bedenke, dass vier Finger auf dich persönlich zeigen.
Leben mit Gott ist Beziehung, und die meisten Probleme haben wir mit unseren Beziehungen.
Vermute, dass Du auch Beziehungsprobleme hast, mit Gott, dir selbst, anderen Menschen.
Und dass deine ganze Wut, Enttäuschung an Menschen hier rauslässt, die gar nichts
für deine Probleme können.......
Hey, dann eröffne doch hier einen Männerthread, reden über Fußball, Bier, Hartz IV usw.
Selbst bin ich Fan vom FC Freiburg. ......................................................................
Und beißen tut dich nur mein Hund, wenn du dich hier weiter so cool tust, und das
gar nicht bist.
Es braucht nun mal unter uns Meschen Schiedsrichter, Moderatoren, die sagen wo es lang
geht, ob es dir jetzt passt oder nicht. Ohne diese Moderatoren würde es unter so
vielen unterschiedlichen Meinungen hier noch Mord und Todschlag geben.
Selbst habe ich mich hier auch so verrannt,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
Wir Menschen sind alle verschieden, und wir hören die gute Nachricht unterschiedlich,
verschieden. Ein Mensch mit Wut im Bauch, auch gegen Frauen, hört anders als ein
ausgeglichener Mensch.
Bin jetzt 40 Jahre verheiratet mit der gleichen lieben Frau, nach vorher vielen Enttäuschungen
mit anderen Frauen........von daher weiß ich, Frauen und Männer sind zur Ergänzung
erschaffen, gegenseitige annehmende Wertschätzung und Liebe.
Also pass auf, mein Hund ist sehr schnell und kann zubeißen..............
https://www.youtube.com/watch?v=jNDwuX4HUZA&pp=ygUgTWVpbiBIdW5kIGJlacOfdCB6dSBMaWVkLCBsdXN0aWc%3D
"wenn Hund zubeißt, aber dann............"
liebe Grüße,
Hallo Hundemann
Ob sich deine Drohung mit den Netiquetten und der Bibel verträgt, ist für mich gar nicht so wichtig.
Jedenfalls hast du gewonnen, ich gratuliere.
Ich werde eine E-mail schreiben an info@jerus.de, sie sollen meinen Account löschen.
Ich wünsche dir eine gute Zeit
es geht doch nicht darum wer hier gewinnt oder verliert............................................
Ich habe nur versucht dir zu helfen.
Aber mache es so wie es für dich am Besten ist. Gott möge dich segnen.
liebe Grüße,
hundemann, außerdem ist mein Hund ein Dackelmix, der kann gar nicht so zubeißen.
"mache das was Du am Besten kannst........"
@musil
Hallo musil,
nun wollte ich gerade aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen ein Verbleib von dir im Forum möglich sein könnte, aber nun hast du ja selber die Initiative ergriffen:
"Ich werde eine E-mail schreiben an info@jerus.de, sie sollen meinen Account löschen."
Gut. Das ist natürlich auch eine Lösung; dann mach das. Vorab werde ich dich jetzt aber schon mal sperren, damit du es dir nicht, etwa wegen veränderten Alkoholspiegels, wieder anders überlegst und doch weitere Postings schreibst.
Solltest du ernsthaftes Interesse an einer erneuten Teilnahme am Forum haben, dann befasse dich bitte ausführlich mit den Regeln, was dir ja schon mehrfach ans Herz gelegt wurde. Dort findest du auch eine Mail-Adresse, unter der du mich ggfls. erreichen kannst.
Freundliche Grüße
fr 🙂 sch
@musil
I froge mi langsam aber sicher, öbs nid gschider wär, we mä zwöi getrennti Forum würd mache. Eis für d´Manne, und eis für d´Froue.
Also Geschlechtertrennung?
Wie in einer Synagoge, einem Betsaal der Amish, einer sehr orthodoxen oder anderer fundamentalistischen Gemeinschaft?
Oder wie in einem WC?
Und wo sollen dann binäre und transsexuelle User diskutieren?
Neee, werklich, des wolle mer nit!
Wir Menschen beurteilen einander ... wie man das nennt, ist mir schnurz. Wir tun das in vielen Situationen, Momenten, um uns zurechtzufinden. Wir suchen Grenzen bei anderen, wir suchen Gemeinsamkeiten, wir staunen über Anderssein und manchmal macht es uns Angst, und wir verhalten uns entsprechend. Das geschieht daheim, im Supermarkt, auf der Straße, im Club ... überall. Nur bemerken/sehen wir das nicht immer und nicht alle. Ich finde das ganz normal.
Was dann sozusagen "nicht normal" ist, ist, wenn dieses sich-zurechtfinden umschlägt in ein "ab- oder verurteilen", in ein abwerten ... die Motivationen dazu sind vielseitig ... Und es macht schon auch noch einen Unterschied, ob ich die Dinge denke oder ob ich sie ausspreche. Wir wissen ja, wie Gott schuf --> er sprach und es ward. So holen auch wir die geistlichen Dinge (der unsichtbaren Welt) in die sichtbare Welt (was entsprechende Folgen hat).
Ich sehe und erlebe auch Geschwister in meiner Gemeinde, auch Besucher. Und von einigen weiß ich, wie sie ticken, wie sie denken, wie sie glauben, von anderen weniger. Und von einigen hören ich, wie sie ticken und glauben und denke mir: ah ja, nee, ich kenn das anders. That's all. Ich muss dem kein Label aufsetzen, keinen Namen geben, darf aber über mich und meine Wahrnehmung reden (so ich mit der Formulierung bei mir bleibe) - und kann trotz allem mit jedem Kaffee trinken. Wir haben den einen, der uns eint. That's all. Nichts ist wichtiger. Deshalb erhält auch nichts einen höheren Stellenwert, als Gott.
Da lebst du eine Weite und Reife, die nicht Jede/r hat. Das freut mich und klingt wirklich gut.
Persönlich erlebe ich die Übergänge zwischen be-urteilen und ver-urteilen, im christlichen Kontext oft fließend und wenig (differenziert) reflektiert.
Darum find ich es gut, ein Bewusstsein dafür zu schaffen.