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Christen, wollt ihr ewig leben...?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29990

Nun, die Antwort ist wohl klar: Natürlich, das ist ja schließlich ein Teil des christlichen Glaubens. Und warum auch nicht... die Furcht vor dem Tod ist nur natürlich, wer würde das nicht gerne vermeiden wollen...?

Aber ich komme auf das Thema aus einem anderen Grund, nämlich der Frage nach dem "Sinn". Ich höre immer wieder, dass ein Leben nach atheistischer Vorstellung, das mit dem Tod endet und danach nichts mehr kommt, automatisch "sinnlos" sei.

Und da frage ich mich: Wieso eigentlich? Ist es denn sinnvoll, ewig zu existieren? Ist ein Leben sinnvoller, wenn es einfach nicht endet? Liegt der Sinn eines Lebens in seiner puren Existenz... und wenn es endet, dann ist auch der Sinn verschwunden?

Wie seht ihr das? 

Inwiefern verleiht die Ewigkeit einem Leben "Sinn"...?

Antwort
208 Antworten
Rafael
 Rafael
Beiträge : 556

@lucan-7 „sinnvoll“… „voll Sinn“ ist ein Begriff, der Leben in einer Tiefe beschreibt, ewiges Leben ist in Gott, es ist erfülltes Leben. 

rafael antworten
26 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

 ewiges Leben ist in Gott, es ist erfülltes Leben. 

Warum?
 
Wenn es nach einer Million Jahre vorbei wäre, dann wäre es nicht erfüllt?
 
lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Es geht um die Qualität, nicht um eine Zeitspanne.

Zeit und Raum sind Dimensionen der Schöpfung. Gott existiert außerhalb der Schöpfung. Damit ist Existenz in Gott außerhalb von Zeit und Raum.

Das ist erstmal eine reine Definitionsfrage, die mit der Qualität nichts zu tun hat.

 

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

Es geht um die Qualität, nicht um eine Zeitspanne.

Also sind Christen genau so tot wie Atheisten, nur in einer anderen Qualität...?

 

 

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 was verstehst du unter „tot sein“ ?

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

was verstehst du unter „tot sein“ ?

Für mich ist es das Nichts... also keine Sorgen und keine Nöte mehr.
 
Da die Christen hier offenbar etwas anderes meinen, also einen Zustand der Glückseeligkeit oder ähnliches, ist das wohl die interessantere Frage: Was ist das "ewige Leben"?
 
 
lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Das ewige Leben ist das Leben in Gott. Es ist für den Christen bereits hier und jetzt.

Wenn wir sterben, sind wir tot. Unser Geist trennt sich von unserem Leib und erfährt bereits Himmel oder Hölle direkt nach dem Tod. Beim jüngsten Gericht werden alle Toten auferweckt und erfahren diese Vergeltung auch in ihrem Leib.

 

rafael antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@rafael Allerdings ist der Leib dann längst verwest. 😀

tatokala antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@rafael 

ewiges Leben ist in Gott, es ist erfülltes Leben. 

Entschuldige, aber in meinen Ohren sind solche Sätze schlicht und einfach Phrasen. 

Unter Christen....., na gut, da darf man auch mal sowas rauslassen...
Und man kann fast sicher sein, dass alle Anwesenden bedeutungsschwanger zustimmend und verständnisvoll nicken. 

Aber ein solcher Satz in einer "gemischten" oder gar säkularen Gesellschaft wird in erster Linie verständnislose und irritierte Blicke hervorrufen. Bis jemand in die Gruppe hineinruft: "das hat gerade ein Christ gesagt".
Und dann wird man vielleicht befreites Lachen und Murmeln hören und irgendwer sagt bestimmt: "Jaja, die Christen...
die bringen oft solche Sprüche, die niemand versteht und mit denen keiner was anfangen kann". 

Aber um bei der Sache zu bleiben: eine Antwort auf lucans Frage kann ich da nicht erkennen.

 

bepe0905 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@bepe

du bist jetzt nochmal wer?

rafael antworten
frosch80-mod
Moderator
(@frosch80-mod)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 1590

@rafael 

Hej Rafael,

 

Bepe0905 ist ein (jedenfalls von mir sehr geschätzter) User, dessen Beiträge du dir ansehen kannst, wenn du in seinem Profil auf "Aktivität" klickst; so kannst du ihn ein wenig kennenlernen. Du könntest ihn auch in einer PN fragen, wenn dir etwas unklar ist. Dieses "du bist jetzt nochmal wer?" jedoch wirkt ein wenig abwertend in Richtung "was meinst du eigentlich, wer du bist, dass du dir einbildest, mir etwas sagen zu können!?" 

Wenn du gegen Bepes Ausführungen etwas einzuwenden hast, darfst du das freilich gerne tun, aber eine hingeknallte Frage, die dahingehend interpretierbar ist, dass du Bepes Anwesenheitsberechtigung in Frage stellst, ist geeignet, hier das Klima zu vergiften. Bitte lass solche Postings bleiben.

Liebe Grüße

fr 🙂 sch

frosch80-mod antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@frosch80-mod Oh, so war das nicht gemeint, Sorry. Kommt nicht wieder vor.

rafael antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@rafael 
Hallo Rafael, was meinst du mit "nochmal"?
Ich war schon immer der, der ich heute bin... und trotzdem geht es mir wohl ähnlich wie dir und Anderen: 
man ist zwar "Derselbe" wie früher, aber doch nicht mehr "der Gleiche".    🤔 

Wenn man kein zurückhaltend-ängstlicher Typ ist, dann zeigt man sich in den Jugendjahren oft spontan, direkt und meint manchmal, für seine Überzeugung "auf die Barrikaden" gehen zu müssen. 

Aber so, wie ein Gletscher das Gestein formt, so schleifen die Lebensjahre (Lebenserfahrung?) manche Ecken, Kanten und Spitzen ab, man wird ruhiger, gelassener und (vielleicht) auch diplomatischer (was mir aber nicht immer gelingt).  

Jetzt weißt du mehr über mich als ich von dir. Denn auf deinem Mitglieder-Profil finde ich sehe leider keine Infos. Weitere Informationen zu mir findest du, wenn du mein Profil anklickst (wo du sogar bis zu meiner Facebook-Seite weitergehen kannst). 

Soweit zu deiner Frage nach meiner Person. Aber zum eigentlichen Inhalt des Posts und zu meiner Bemerkung: 

Aber um bei der Sache zu bleiben: eine Antwort auf lucans Frage kann ich da nicht erkennen.

finde ich (noch) keine Antwort deinerseits. Kommt vielleicht noch?

LiGrü
"Dschordsch" (bepe0905)

 

 

bepe0905 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@bepe0905 

finde ich (noch) keine Antwort deinerseits. Kommt vielleicht noch?

ich bin mit @lucan-7 im Gespräch. Wieso Du glaubst, dass schon ein abschließendes Ergebnis gefunden sein muss, weiß ich nicht. Allerdings weiß ich auch nicht, warum man sich an einem herausgerissenen Teilsatz abarbeitet. Vielleicht ist es hilfreich den Gesprächsfaden anzuschauen, manche nennen das Kontext.

rafael antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@rafael 

ich bin mit @lucan-7 im Gespräch

OK, du bist mit lucan im Gespräch. Aber da dies ein offenes Forum ist, bist du eigentlich mit allen hier im Gespräch und jeder darf seine Meinung, Fragen und Einwände dazu geben. 

Wieso Du glaubst, dass schon ein abschließendes Ergebnis gefunden sein muss, weiß ich nicht. 

Ein abschließendes Ergebnis habe ich nicht gefunden und das wird mir genauso wenig gelingen wie dir oder lucan, denn dieses Forum lebt und bringt immer wieder neue Gedanken anderer User. Und bei extrem unterschiedlichen Standpunkten wird es erfahrungsgemäß nie ein abschließendes Ergebnis geben. 

Allerdings weiß ich auch nicht, warum man sich an einem herausgerissenen Teilsatz abarbeitet.

Der herausgerissene "Teilsatz" (ewiges Leben ist in Gott, es ist erfülltes Leben) war eine Behauptung und Kernaussage deinerseits. Also darf man den daher schon mal kritisch hinterfragen und kommentieren. 

Vielleicht ist es hilfreich den Gesprächsfaden anzuschauen, manche nennen das Kontext.

Naja, ich verzichte jetzt darauf, dir etwas über Gesprächskultur zu schreiben.....  

 

bepe0905 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@bepe0905 

OK, du bist mit lucan im Gespräch. Aber da dies ein offenes Forum ist, bist du eigentlich mit allen hier im Gespräch und jeder darf seine Meinung, Fragen und Einwände dazu geben. 

Deswegen freue ich mich, wenn Du den Gesprächsfaden verfolgst. Aber zu meinen, eine Frage wäre noch nicht beantwortet, obwohl das Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird, noch läuft, ist etwas merkwürdig. Darf ich doch finden oder?

 

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

Aber zu meinen, eine Frage wäre noch nicht beantwortet, obwohl das Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird, noch läuft, ist etwas merkwürdig. Darf ich doch finden oder?

Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird... die sich nicht nur Rafael, sondern ich mir auch gestellt habe.

Denn die Phrase "Ewiges Leben ist in Gott, er ist erfülltes Leben" sagt mir nun auch überhaupt nichts....

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Ich hatte Dir hier geantwortet https://forum.jesus.de/community/postid/470846/ und dachte, Du würdest nochmal drauf antworten.

Und ging eigentlich davon aus, wir sind noch im Gespräch, ich wollte mich der Lösung schrittweise annähern. Aber gut zu wissen, dass es für Dich kein Gespräch mehr gab. Dein Interesse am Thema war dann wohl doch nicht so groß.

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

Ich hatte Dir hier geantwortet  https://forum.jesus.de/community/postid/470846/  und dachte, Du würdest nochmal drauf antworten.

Und ging eigentlich davon aus, wir sind noch im Gespräch, ich wollte mich der Lösung schrittweise annähern. Aber gut zu wissen, dass es für Dich kein Gespräch mehr gab. Dein Interesse am Thema war dann wohl doch nicht so groß.

Was hätte ich darauf antworten sollen? Ich habe das Feststellung aufgefasst, nicht als Diskussionsbeitrag... für mich ist das eine reine Glaubensaussage, was soll ich dazu sagen?

"Der Geist trennt sich vom Leib"... na ja. Damit sind auch alle Gedanken, Erinnerungen und Gefühle weg (Denn die sind nachweislich materiell gebunden), wovon sprechen wir dann noch?

Das ist dann "irgendwas", mit dem "irgendwas" geschieht. Denn "Vergeltung" ohne Gedanken und Schmerzempfinden oder ähnliches... was soll das sein?

 

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Was hätte ich darauf antworten sollen? Ich habe das Feststellung aufgefasst, nicht als Diskussionsbeitrag... für mich ist das eine reine Glaubensaussage, was soll ich dazu sagen?

Es überrascht mich etwas, dass Du bei der Frage nach dem "ewigen Leben" mit etwas anderen als mit Glaubensaussagen rechnest. Aber gut, jetzt weiß ich bescheid.

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

Es überrascht mich etwas, dass Du bei der Frage nach dem "ewigen Leben" mit etwas anderen als mit Glaubensaussagen rechnest.

Glaubensaussagen können konkret oder schwammig sein. Wenn unklar bleibt, was genau gemeint ist, und einfach nur Worte verwendet werden, die alles mögliche bedeuten und auch nicht weiter erklärt werden können - dann bleibt es halt schwammig.  

 

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Stimmt natürlich. Nur wenn man vorher aus einer Diskussion aussteigt, bevor vielleicht das Bild klarer wurde, trägt man da auch selbst die Verantwortung. Ich verstehe zwar, wenn man durch ein Thema gelangweilt sein kann, aber wenn man schon nach 2 oder 3 Beiträgen keine Lust mehr hat, frage ich mich schon, ob das wirklich eine ernsthafte Frage war. 

rafael antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@rafael 

Ich verstehe zwar, wenn man durch ein Thema gelangweilt sein kann, aber wenn man schon nach 2 oder 3 Beiträgen keine Lust mehr hat, frage ich mich schon, ob das wirklich eine ernsthafte Frage war. 

Nur zur Erklärung: Die Benachrichtigungen allein zu diesem Thread lagen wieder irgendwo bei 40... ich hatte zwar gerade Urlaub, aber trotzdem schaffe ich es nicht, auf alles und jedes einzugehen, auch wenn sich nicht jeder Beitrag explizit an mich richtet.

Die ursprüngliche Frage richtete sich ja auch nach dem Sinn des Lebens und inwiefern ein begrenztes Leben sinnloser sein sollte als eines, das irgendwo bei Gott unendlich fortgeführt wird.

Denn dass "Gott zu dienen" dem Leben einen Sinn geben kann, das verstehe ich ja noch. Inwiefern aber "Ewigkeit bei Gott" dem Leben einen Sinn geben soll - das erschließt sich mir nicht.

lucan-7 antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@lucan-7 

Ok, das Thema mit den Benachrichtigungen kenne ich 😀 

Es ist auch kein Problem. Für mich war das Gespräch einfach noch nicht abgeschlossen, hatte mir aber einfach gedacht, vielleicht hast Du gerade keine Zeit, irgendwann wirst Du schon schreiben - oder auch nicht, was auch nicht schlimm wäre.

Ich wollte Dir ja vermitteln, dass "ewiges Leben" für mich eben keine Aussage über eine "unendliche Zeit" ist, sondern eben über eine besondere Tiefe und besondere Qualität. Christen gehen ja üblicherweise davon aus, dass wir in Christus bereits das ewige Leben im Hier und Jetzt haben und nicht erst in der Zukunft. 

Insofern stimme ich Dir zu, dass ein Leben im Hier und Jetzt genauso sinnvoll und sinnerfüllt sein kann wie ein unendlich fortgeführtes Leben. Ich glaube aber eben auch nicht daran, dass es ein unendlich fortgeführtes Leben gibt, weil das eine zeitliche Kategorie ist, die nach dem Tod nicht mehr existiert.

Das ist mein Ansatz dazu.

rafael antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @lucan-7

Ich bin schon sehr gespannt auf dieses Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird... 

Hast Du bei Eröffnung des Threads mit Antworten gerechnet, die Dich zufriedenstellen?

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@chai 

Hast Du bei Eröffnung des Threads mit Antworten gerechnet, die Dich zufriedenstellen?

Zufriedenheit ist viel verlangt.

Aber manchmal bekommt man Aussagen zum Nachdenken, die einen weiterbringen... das kann auch viel wert sein.

 

lucan-7 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@rafael 

Aber zu meinen, eine Frage wäre noch nicht beantwortet, obwohl das Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird, noch läuft, ist etwas merkwürdig. 

So lange ein Gespräch, das am Ende die Frage beantworten wird, noch läuft, ist die Frage noch nicht beantwortet. Sollte doch logisch sein, oder? Zumindest, so lange man noch nicht am Ende ist..

Oder leben wir hier in der "vorweggenommenen Zukunft" ?

Aber nun mal ganz ernsthaft: Fragen, die man in ein offenes Forum stellt, werden kaum jemals nur eine Antwort erhalten, sondern mehrere (in Je.de manchmal über Jahre verteilt). 
Und sie werden genauso oft neue Fragen generieren, und zwar so viele, wie sich User mit dem Thema befassen. Daran solltest du dich hier gewöhnen.....

🤔 😳 😔 

bepe0905 antworten


lhoovpee
Beiträge : 3588

Ob das Leben begrenzt oder ewig ist, sagt nicht über die Sinnhaftigkeit aus. 

lhoovpee antworten
28 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @lhoovpee

Ob das Leben begrenzt oder ewig ist, sagt nicht über die Sinnhaftigkeit aus. 

Davon geh ich auch aus. 
Auch das Leben eines Nicht-Gläubigen kann durchaus sinnvoll sein. 

chai antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@chai 

Ich bin überzeugt das der Sinn des Lebens ist ,wieder mit Gott versöhnt zu werden, weil wir sind ja als ein Gegenüber von Gott geschaffen worden.

Der Sündenfall hat uns von unserem Schöpfer getrennt.

Jesus Christus hat uns wieder ,mit seinem Opfer am Kreuz, mit Gott versöhnt 😊 .

Ohne eine Versöhnung mit Gott geht das Leben sinnlos verloren.

ember antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@ember Widerspricht sich das nicht?

Wenn Jesus uns wieder mit Gott versöhnt hat, warum müssen wir uns dann noch mit ihm versöhnen?

samira-jessica antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19478

@samira-jessica 

Ich lese das nicht aus ihren/seinen Worten und denke, das hat er/sie nicht gesagt. Woraus schließt du das?

neubaugoere antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@neubaugoere Aus dem ersten Satz "Sinn des Lebens ist, wieder mit Gott versöhnt zu werden" und dem dritten "Jesus hat uns wieder, (...), mit Gott versöhnt".

Aber ich habs derweil verstanden: Zur Versöhnung gehören ja zwei Seiten und Gott hat seine getan und wir müssen sie annehmen. 

samira-jessica antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@samira-jessica 

Deine Kritik fand ich schon richtig. Man kann nicht zweimal einseitig versöhnt werden. Entweder ist man versöhnt, oder nicht. Wenn Gott uns versöhnt hat, sind auch wir versöhnt. Gott hat in Jesus Christus den Menschen mit sich versöhnt, da gibt es nichts, was offen ist. Manche sagen auch: Gott hat die menschliche Natur angenommen.

rafael antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@rafael Weißt nicht ... für mich klingt es schon schlüssig, dass die andere Seite diese auch annehmen muss.

samira-jessica antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@samira-jessica

Ja, die Versöhnung findet erst statt, wenn beide Seiten annehmen. Es gibt keine Versöhnung ohne den anderen. Ich würde sagen, in der Versöhnung treffen sich beide.

Deswegen findet in Jesus Christus die Versöhnung von Mensch und Gott statt. Der Mensch, der sich für Christus entscheidet und in ihm aufgenommen wird, erfährt darin die Versöhnung, die der Vater anbietet.

Versöhnung ist für mich die Wiederherstellung einer gestörten Beziehung.

rafael antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19478

@samira-jessica 

Sehe ich auch so. Manchmal können Worte auch verwirren. - Gott schenkt uns in seinem Sohn die Versöhnung. Wir dürfen glauben. That's it. 

neubaugoere antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@neubaugoere 

Ich lese das nicht aus ihren/seinen Worten und denke, das hat er/sie nicht gesagt.

 

Bin ich hier gemeint?

 

😎 Schöne Grüße von einer    "Tochter des höchsten "🤣 👋

❤️

ember antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@samira-jessica 

Wenn Jesus uns wieder mit Gott versöhnt hat, warum müssen wir uns dann noch mit ihm versöhnen?

 

Nur wer Jesus Christus in sein Herz aufnimmt als Herrn und einzigen Retter , Busse tut und sich taufen lässt was die natürlich Folge ist wenn Jesus Christus in das Herz einzieht. NUR dieser Mensch ist dann mit Gott versöhnt.

Nur diese Menschen werden ins Buch des Lebens des Lammes eingeschrieben.

Alle anderen Menschen die nicht zu Jesus Christus kommen wollen, die haben keine Versöhnung mit Gott.

Diese Menschen bleiben weiterhin unter dem Zorn Gottes 🙁 .

 

1Joh 5,12

Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.

 

Joh 3,36

Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

 

 

 

ember antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@chai 

Auch das Leben eines Nicht-Gläubigen kann durchaus sinnvoll sein. 

das erinnert mich an meinen ehemaligen Hortenleiter in der Jungschar. 
Er meinte "Jeder Mensch ist wichtig. Die einen dienen als Vorbild, die anderen als Abschreckung".

 

bepe0905 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @bepe0905

@chai 

Auch das Leben eines Nicht-Gläubigen kann durchaus sinnvoll sein. 

das erinnert mich an meinen ehemaligen Hortenleiter in der Jungschar. 
Er meinte "Jeder Mensch ist wichtig. Die einen dienen als Vorbild, die anderen als Abschreckung".

Sicher. Aber so hab ich's gar nicht gemeint. 
Ich würde mich z.B. nie erdreisten zu behaupten, das Leben eines nicht-gläubigen Arztes wäre 'sinnlos', nur weil er nicht gläubig ist. 
Und ich mag's auch gar nicht auf einen Arzt reduzieren - ich kenne genug Menschen, die nicht (oder eben nicht so) gläubig sind und deren Leben ich sicher nicht als 'sinnlos' bezeichnen würde. 

 

chai antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@chai 

Ich würde mich z.B. nie erdreisten zu behaupten, das Leben eines nicht-gläubigen Arztes wäre 'sinnlos', nur weil er nicht gläubig ist. 

 

Mich beschleicht der Verdacht da redet man aneinander vorbei 🤔 .

Kann mich natürlich auch irren.

Der Sinn des Lebens? Den bestimmt selbstverständlich nur allein der Schöpfer selbst, der jedes Leben gegeben hat.

Wenn der Mensch "diesen Sinn" nicht erfüllt würde ich sagen er lebt am Sinn des Lebens vorbei,ergo sinnloses Leben 🤔 .

Was ja nicht bedeutet das er nicht sehr produktiv und " mit menschlicher Sichtweise gesehen sehr sinnvoll agieren kann" .

Aber am Ende gilt halt nur und ausschließlich was Gott zu diesem Leben,das ohne IHN, geführt wurde sagen wird.

😶

ember antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@ember 

Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern ein Leben, das erfüllt ist mit Zufriedenheit, soliden Finanzen, Glück und Erfolg in einer friedlichen Welt - und geben sich Mühe, dafür die Grundlagen zu schaffen (fröhliche Kinderjahre, gute Schule, Ausbildung und Studium, passende Berufswahl...), also meistens sehr menschliche Werte, bei denen oft die finanziellen Grundlagen eine Rolle spielen. 

Als Christ gehe ich selbstverständlich davon aus, dass Gott (als "Vater") jedem Menschen (jedem seiner "Kinder") ein mit positiven Erfahrungen und glücklichen Momenten erfülltes Leben wünscht. Wobei klar ist, dass Gottes Sicht sich durchaus von unseren Wünschen unterscheiden kann.  

Insofern unterschreibe ich deinen Satz voll und ganz:

Aber am Ende gilt halt nur und ausschließlich was Gott zu diesem Leben, das ohne IHN, geführt wurde sagen wird.

Es kommt nicht darauf an, welchen Glauben ein Mensch hat oder welcher Religion oder Ethnie er angehört, denn jeder Mensch kann Gutes bewirken, Großes schaffen, hilfreich sein. Und Gott wird dereinst bewerten, wie "sinnvoll" in diesem Sinne unser Leben war. 

Aber nicht nur Gott wird über uns urteilen - auch Menschen tun das (und sie dürfen das auch).
Und so denke ich, dass ein Leben auch dann seinen Sinn erfüllt hat, wenn dereinst andere Menschen mit Liebe, mit Freude (und vielleicht auch Trauer), mit positiven Erinnerungen an uns denken. 
Und da spielt es keine Rolle, ob wir gläubig waren oder nicht!  
Ich habe manchmal den Eindruck, dass dies bei Diskussionen unter Christen zu oft vergessen wird.

bepe0905 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@bepe0905 

Die meisten Eltern wünschen ihren Kindern ein Leben, das erfüllt ist mit Zufriedenheit, soliden Finanzen, Glück und Erfolg in einer friedlichen Welt - und geben sich Mühe, dafür die Grundlagen zu schaffen (fröhliche Kinderjahre, gute Schule, Ausbildung und Studium, passende Berufswahl...), also meistens sehr menschliche Werte, bei denen oft die finanziellen Grundlagen eine Rolle spielen. 

Als Christ gehe ich selbstverständlich davon aus, dass Gott (als "Vater") jedem Menschen (jedem seiner "Kinder") ein mit positiven Erfahrungen und glücklichen Momenten erfülltes Leben wünscht.

Den Vergleich lese ich jetzt nicht zum ersten Mal.

Und wie immer hinkt er: Menschliche Eltern sind nicht allmächtig. Gott schon.

Eltern sind den Umständen unterworfen und kommen schnell an ihre Grenzen. Gott nicht.

Und das bedeutet: Die Menschen - und zwar JEDER Mensch - führen GENAU das Leben, das Gott will. Alles andere wäre absurd.

Auch die vermeintliche "Freiheit" des Menschen spielt hier keine Rolle. Wir sind in unseren Möglichkeiten extrem eingeschränkt. Unsere Freiheit hat keinen Einfluss auf Krankheiten und Unglücke.

Der Vergleich kann nicht stimmen.

lucan-7 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@lucan-7 

Und das bedeutet: Die Menschen - und zwar JEDER Mensch - führen GENAU das Leben, das Gott will. Alles andere wäre absurd.

Hallo lucan,

dies ist m.E. eine sehr steile These, die ich sonst nur aus der calvinistischen Ecke kenne. Denn auch wenn Gott allmächtig ist, bedeutet dies keineswegs, dass er stets bestrebt ist, seine Macht zu nutzen, um seinen Willen durchzusetzen. Denn in diesem Fall wäre er nicht allmächtig, sondern Gefangener seines Planes. 

Auch die vermeintliche "Freiheit" des Menschen spielt hier keine Rolle. Wir sind in unseren Möglichkeiten extrem eingeschränkt. Unsere Freiheit hat keinen Einfluss auf Krankheiten und Unglücke.

Wir haben keinen Einfluss auf externe Gegebenheiten, die uns und unser Leben beeinflussen. Aber ich sehe die menschliche Freiheit als Fakt, auch wenn ich glaube, dass Gott in manchen Fällen (bei manchen Menschen) eingreift und dadurch die "Freiheit" begrenzt. 

bepe0905 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@bepe0905 

dies ist m.E. eine sehr steile These, die ich sonst nur aus der calvinistischen Ecke kenne. Denn auch wenn Gott allmächtig ist, bedeutet dies keineswegs, dass er stets bestrebt ist, seine Macht zu nutzen, um seinen Willen durchzusetzen. 

Auch auf seine Macht zu verzichten ist Ausdruck seines Willens. 

Wenn du den Wasserhahn deiner Badewanne aufdrehst, die Badewanne überläuft und die Wohnung flutet, dann ist es offensichtlich dein Wille, dass die Wohnung überflutet wird, so lange du neben der Badewanne sitzt und den Wasserhahn nicht zudrehst, obwohl es dir ein Leichtes wäre.

Und Gott kontrolliert ja nicht nur einen einzelnen Wasserhahn, sondern jedes einzelne Atom im gesamten Universum. Das macht die Aussage, dass irgendetwas geschehen könnte, das Gott nicht gewollt hat, schlicht absurd.

 

Denn in diesem Fall wäre er nicht allmächtig, sondern Gefangener seines Planes. 

Na ja, auch das Thema hatten wir hier mal. Wenn Gott das "absolut Gute" ist, dann KANN er tatsächlich gar nichts anderes tun als das, was nach seiner Ansicht das absolut und total Richtige ist.

Denn Gott ist ja nicht frei. Der kann nicht mal eben auf die Welt gehen und ein paar böse Streiche spielen. Er kann auch nicht sein Wesen ändern, denn dann wäre er nicht mehr vertrauenswürdig.

Wenn wir nach dem "Wesen" Gottes fragen, dann kann er tatsächlich nicht viel anderes sein als eine Maschine, die ihren Plan abspult, ohne davon auch nur einen Millimeter abzuweichen...

 

Aber ich sehe die menschliche Freiheit als Fakt, auch wenn ich glaube, dass Gott in manchen Fällen (bei manchen Menschen) eingreift und dadurch die "Freiheit" begrenzt. 

Ergibt für mich auch keinen Sinn.

lucan-7 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@lucan-7 

Und Gott kontrolliert ja nicht nur  (......), sondern jedes einzelne Atom im gesamten Universum. Das macht die Aussage, dass irgendetwas geschehen könnte, das Gott nicht gewollt hat, schlicht absurd.

Ja, falls dem so sein sollte.....
Selbstverständlich gibt es theologische Richtungen, die das glauben (ich nicht!): dass Gott "kontrolliert". 
Andere sind eher dar Meinung "Gott lässt zu...". 
Zwei im ersten Moment ähnliche Meinungen, die aber letztlich total unterschiedlich sind. 

Mag vielleicht von unserem Bibelverständnis abhängen. Ich jedenfalls nehme mir die Freiheit, nur wenige Texte wörtlich zu verstehen...  😇 😇 😇 

bepe0905 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@bepe0905 

Selbstverständlich gibt es theologische Richtungen, die das glauben (ich nicht!): dass Gott "kontrolliert". 
Andere sind eher dar Meinung "Gott lässt zu...". 
Zwei im ersten Moment ähnliche Meinungen, die aber letztlich total unterschiedlich sind. 

Nein, das ist komplett dasselbe. Für den allmächtigen Gott gibt es keine Unterscheidung zwischen "aktiv" und "passiv", weil er jederzeit zu 100% die Kontrolle über jedes Ereignis hat.

Ob und wie ein Ereignis stattfindet (oder nicht) obliegt jederzeit und überall Gottes souveräner Kontrolle. Es gibt keinen Augenblick, wo Gott die Kontrolle entgleiten würde, sie ist jederzeit vorhanden.

Den Dingen ihren Lauf zu lassen ist genau so eine souveräne Entscheidung Gottes wie in ein Geschehen einzugreifen. Und alles entspricht seinem Willen - täte es das nicht, würde es nicht geschehen.

lucan-7 antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@lucan-7 

Den Dingen ihren Lauf zu lassen ist genau so eine souveräne Entscheidung Gottes wie in ein Geschehen einzugreifen. Und alles entspricht seinem Willen - täte es das nicht, würde es nicht geschehen.

ja nun, wo liegt da eigentlich dein Problem?
entweder lässt Gott etwas zu - oder Gott greift ein,
entweder verzichtet Gott darauf, seinen Willen durchzusetzen - oder er tut es,

Für den allmächtigen Gott gibt es keine Unterscheidung zwischen "aktiv" und "passiv", weil er jederzeit zu 100% die Kontrolle über jedes Ereignis hat.

das ist deine Interpretation. 
Ich frage mich nur, warum du "Allmacht" mit "100% Kontrolle" gleich setzt. 
Warum geben sich Nichtchristen solche Mühe, ein besonders schwieriges Gottesbild (oder Gottesverständnis) zu kreieren? 

Übrigens... sowohl in meiner Zeit bei der Luftwaffe sowie später im Beruf als Vorgesetzter hatte ich eine gewisse "Machtfülle". Manchmal habe ich sie genutzt, manchmal darauf verzichtet. Und nicht alles, was meine Mitarbeiter taten, entsprach meinem Willen....

bepe0905 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @bepe0905

Warum geben sich Nichtchristen solche Mühe, ein besonders schwieriges Gottesbild
(oder Gottesverständnis) zu kreieren? 

Dafür gibt's einen extra 👍 

chai antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

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@bepe0905 Denn auch wenn Gott allmächtig ist, bedeutet dies keineswegs, dass er stets bestrebt ist, seine Macht zu nutzen, um seinen Willen durchzusetzen.

Warum überhaupt sollte er "bestrebt" sein? Erfüllt sich der Wille Gottes nicht stets und überall? Allmächtig bedeutet doch nicht nur, zu allem, das innerhalb von Raum und Zeit so getan werden könnte, in der Lage (mächtig) zu sein, sondern auch alles so, wie's ist, gemacht zu haben. Einen anderen Gott als den exklusiven Schöpfer der Welt kenne ich aus christlichen Lehrgebilden eigentlich gar nicht. Gott braucht also keine "Macht" nutzen, um "seinen Willen" durchzusetzen: der ist logischermaßen stets schon erfüllt/geschehen gemäß der Selbstauskunft Jesu bei Johannes (auf dessen Evangelium ja die Gott=Jesus-Idee beruht) 8,58: Ehe denn Abraham ward, bin ich.

 

jack-black antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@jack-black 

Erfüllt sich der Wille Gottes nicht stets und überall?

Wie kommst du darauf? 

bepe0905 antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@bepe0905 

Es kommt nicht darauf an, welchen Glauben ein Mensch hat oder welcher Religion oder Ethnie er angehört, denn jeder Mensch kann Gutes bewirken, Großes schaffen, hilfreich sein. Und Gott wird dereinst bewerten, wie "sinnvoll" in diesem Sinne unser Leben war. 

 

 

Joh 3,18

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

 

 

ember antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@ember 

Joh 3,18

Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Es gibt allerdings auch Bibelstellen, die eine andere Aussage zulassen.

Das Besondere an der Bibel ist ja, dass jeder genau die Aussagen finden kann, die seiner festgefügten Meinung entsprechen und diese stützen.
Genauso, wie jeder solche Aussagen finden kann, die seiner persönlichen Meinung widersprechen und die ihn verunsichern. 

 

 

bepe0905 antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@bepe0905 

Es gibt allerdings auch Bibelstellen, die eine andere Aussage zulassen.

Welche meinst du?

ember antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @bepe0905

Aber nicht nur Gott wird über uns urteilen - auch Menschen tun das (und sie dürfen das auch).

Und so denke ich, dass ein Leben auch dann seinen Sinn erfüllt hat, wenn dereinst andere Menschen mit Liebe, mit Freude (und vielleicht auch Trauer), mit positiven Erinnerungen an uns denken. 
Und da spielt es keine Rolle, ob wir gläubig waren oder nicht!  
Ich habe manchmal den Eindruck, dass dies bei Diskussionen unter Christen zu oft vergessen wird.

So ähnlich meinte ich das auch. 
Natürlich bewertet Gott evtl. nach anderen Kriterien, aber wenn ein Mensch Gutes in die Welt trägt, hat sein Leben einen 'Sinn'. 

chai antworten
Queequeg
Beiträge : 8138

Wenn ich von "ewigen Leben" höre oder lese, frage ich mich immer, was damit gemeint ist. Wenn man es wörtlich nimmt und unter Leben das versteht, was wir kennen, muss es fürchterlich sein. Selbst wenn es im Bereich ewigen Lebens überaus friedlich, gut und schön zugehen würde, dann wäre es doch nach kurzer Zeit - vielleicht wenig nach 100 Jahren - unerträglich langweilig.

Wenn es so nicht sein sollte, wie ist es dann?

queequeg antworten
58 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702

@queequeg Es muss irgendwie anders sein. Aber ich mag's mir nicht vorstellen. 
Dieser Gedanke an 'Friede, Freude, Orgelmusik' ist für mich auch nicht sehr verlockend. 
Also muss es auch noch was anderes geben.

chai antworten
BePe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 692

@queequeg 

Ich stelle mir ein "ewiges Leben" nicht so vor, wie jetzt und hier von uns gewohnt, also als aneinandergereihten Ablauf von Tagen, Wochen, Monaten und Jahren. 

Sondern eher als einen "ewigen Moment" oder eine "ewige Zeitspanne" ohne Zeitgefühl. 
Denn in der Ewigkeit braucht man weder Kalender noch Uhr. 

Aber das ist eine sehr persönliche Überlegung zu einem Thema, das auch mich immer wieder beschäftigt 
und auf das auch ich keine umfassend zufriedenstellende Antwort habe...

bepe0905 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@bepe0905 

Hast Du schön formuliert, vor allem, dass es Deine persönliche Überlegung ist. Das ist es natürlich immer von jedem, aber ich vergesse es auch oft, das eigens zu erwähnen.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

Ich finde es irgendwie immer befremdlich, wie manche hier ein glückliches, friedvolles Leben ohne Sorgen usw., in dem man einfach sich und seine Leidenschaften ausleben und ein gutess Miteinander hat. ... langweilig oder sogar fürchterlich findem...

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Jede Art von Leben das nach Alltagsverständnis "ewig" sein soll, alte ich für fürchterlich.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@queequeg Traurig, wenn man ein glückliches und zufriedenes Leben fürchterlich findet, für mich absolut unverständlich.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Willst Du es nicht verstehen? Mir geht es nicht um die Art des Lebens, sondern um die Zeit.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@queequeg Ein glückliches Leben ... ewig.... langweilig, fürchterlich? Nein. Im Gegenteil.

Ich bin gerade nach langen Jahren immer wieder Scheiße gerade endlich wieder frei, glücklich und zufrieden und möchte es nicht mehr missen. Weil es schön ist, ruhig.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Ja, ist doch gut so.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@queequeg Eben, deshalb versteh ich nicht, wie man hergehen kann und sagen "aber ohne dass ab und zu mal was Schlimmes, Schlechtes ... passiert, ist's doch langweilig"...

samira-jessica antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@samira-jessica Das funktioniert bei dir aber auch nur wegen deiner Vorerfahrung so. Wenn du die nicht hättest, und alles immer Friede, Freude, Eierkuchen gelaufen wäre, dann würdest du eher sagen:

ist's doch langweilig...

😉

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@tatokala Tatsächlich bin ich gedanklich auch beim Schreiben der Antwort darüber gestolpert und sage immer noch, dem ist nicht so. ^^

Ich kenne Langeweile gar nicht, weil ich mich aber auch schon immer sehr gut selbst beschäftigen kann. Vielleicht hängt das auch damit zusammen?

Und gerade bin ich endlich an einem Punkt in meinem Leben, ab dem ich mich endlich voll und ganz auf meine Leidenschaften und das was mir Spaß macht konzentrieren kann, und es erfüllt mich so viel mehr als alles andere! Und es gibt ja nicht nur eine Sache im Leben, die Spaß macht und erfüllend ist ... 

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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@samira-jessica 

Ich hab nicht gesagt, dass was Schlimmes passieren muss, damit es nicht langweilig wird. Ich sage, das "ewig" keine Zeitangabe ist.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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@queequeg Klang so;

Wenn man es wörtlich nimmt und unter Leben das versteht, was wir kennen, muss es fürchterlich sein.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Das war Deine Fantasie, aber nicht meine Aussage.

queequeg antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

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@samira-jessica Was glaubst du, warum Adam und Eva sich an dem Baum der Erkenntnis zu schaffen machten? Ihnen war langweilig!

mariposa22 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@mariposa22 äh nein, die Schlange, der Teufel, die Verführung und so ... wurde ihnen eingeredet, dass es langeweilig war.

samira-jessica antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1389

@samira-jessica Stimmt!

mariposa22 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

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@samira-jessica 

Dass Du Dich jetzt in Deinem Leben frei, glücklich und zufrieden fühlst, ist doch prima. Unter "Leben" verstehe ich aber nur das, was wir hier in diesem Leben darunter verstehen. Sollte es etwas anderes geben, z.B. nachdem man verstorben ist, würde ich das eher "Dasein" nennen.

Ansonsten - wenn man sich ein ewiges Leben oder Dasein vorstellt, muss das ja auch für andere gelten. Das würde bedeuten, dass man mit großer Wahrscheinlichkeit auf Menschen trifft, die man aus seinem Leben kennt. Das könnte dann eine große Freude sein.

Niemand weiß, wie das Jenseits sein würde oder ob es das überhaupt gibt. Ich kann deshalb auch keine allgemein gültige Wirklichkeit beschreiben, nur das, was ich persönlich glaube.

Ich habe zwar durchaus den Wunsch, dass es eine zeitlose "Ewigkeit" gibt, in der ich dann auch einem paar Dutzend Menschen begegne, die ich gerne wiedersehen würde. Aber ich weiß auch, dass ein Wunsch nicht schon deshalb erfüllt wird, weil man ihn hat. Auch, wenn ich darüber durchaus traurig bin, glaube ich nicht, dass dieser Wunsch erfüllt wird.

Deshalb fühle ich mich trotzdem frei, glücklich und zufrieden.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 976

@queequeg Das ist etwas ... was man ja oft hört (oder nicht?), und ich glaube das, und freue mich darauf.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Schön für Dich. Kann man ja nur hoffen, dass es auch so wird.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 976

Vielleicht hat es diesen Sinn, dass wir nicht alles erfahren und die Zukunft wissen sollen: Dass wir hoffen und uns darauf freuen können.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Das wäre eine Möglichkeit. Das wäre aber für mein Empfinden mit einem liebevoll umsorgenden Vater nur schlecht vereinbar, jedenfalls nicht, wenn er erwachsene "Kinder" haben will.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 976

@queequeg Was meinst du?

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Jetzt weiß ich nicht, worauf Du Deine Frage beziehst.

queequeg antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 976

@queequeg auf deinen zweiten Satz.

samira-jessica antworten
Queequeg
(@queequeg)
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Beiträge : 8138

@samira-jessica 

Ich meine damit, dass Gott uns nicht im Ungewissen lassen würde, wenn er noch etwas in Aussicht hätte, was wir nicht wissen. Worauf sollte ich mich auch freuen, wenn ich gar nicht weiß, worüber? Und worauf sollte ich hoffen, wenn ich nicht weiß, worauf?

queequeg antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@queequeg 

Und worauf sollte ich hoffen, wenn ich nicht weiß, worauf?

 

1Kor 2,9

sondern, wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen ins Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben«.

😊

ember antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@ember 

Prima. Jetzt weiß ich es.

queequeg antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 285

@queequeg 

Schön 👍 😀 

ember antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg ... eine typisch christliche Antwort wäre doch: "damit unser Vertrauen geprüft wird" o.ä.

Nicht gut? Meinst du?

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@tatokala 

Na ja, so ähnlich ist ja die Antwort. Wenn man auf etwas hoffen und sich darauf freuen soll, wozu man gar nicht sagen, was es ist, wäre das ja sehr wohlwollend beschrieben Vertrauen.

queequeg antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg Sagen was es ist, kann man schon insofern daß es besser werden soll als jetzt. Problem ist nur die Unsicherheit darüber, ob das so wird. In Unsicherheit gewogen zu werden, gerade wenn man Sicherheit braucht, ist eigentlich kein liebevolles Verhalten eines fürsorglichen Vaters, meinst du das?

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@tatokala 

Ja, genau das. Das passt einfach nicht zu einem liebenden Vater.

queequeg antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg Ja, ich habe da auch manchmal ein Problem mit Gott.

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

Wie ich es sehe: Ich habe kein Problem mit Gott, einfach, weil ich nicht glaube, dass mit dem Wort wirklich eine Person gemeint ist, sondern ein Bild für die Sehnsucht des Menschen nach Sinn und Sicherheit. Das sind auch die Hoffnungen der Menschen aus der Steinzeit, aus der heraus sich dann in langer Zeit die Religionen aller Kulturen entwickelt haben. Dabei sind die jüdischen Vorstellungen schon sehr tiefgehend auf das Leben der Menschen damals bezogen. Aber es fehlte offenbar so etwas wie liebende Geborgenheit, die nicht auf Erfüllung irgendwelcher Gebote basiert. Vor dem Hintergrund hat sich dann mit Jesus von Nazareth die christliche Religion entwickelt.

Ich habe es irgendwo schon einmal erwähnt: Für meine Vorstellung ist ein "Schwarzes Loch" als Bild und nicht als physische Realität bedeutend näher liegend, gerade, weil man nicht weiß, was einen darin erwartet. Das fordert und gibt mir mehr Vertrauen und Sicherheit in dem Vertrauen als personalisierte Bilder.

Und das ist etwas, was jetzt in meinem Leben stattfindet und nicht erst in einem Jenseits.

 

queequeg antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg 

mehr Vertrauen und Sicherheit

... wobei man argumentieren könnte, daß, nur wenn jemand Unsicherheit schon gefühlt, kann er Sicherheit auch wirklich schätzen...

Also, deswegen schaukelt uns das Leben (bzw. Gott) so hin und her zwischen Sicherheit und Unsicherheit. Damit wir dann für die Sicherheit auch dankbar sind.

Oder ist das keine gute Rechtfertigung?

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@tatokala

Hm. Rechtfertigung wofür?

Ansonsten - ja klar, Sicherheit kann man wohl nur empfinden, wenn man Unsicherheit kennt. 

queequeg antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg So gesehen meinst du "Schwarzes Loch" also eher als Bild für einen diffusen Abgrund, dessen Abgrenzungen man nicht erkennen kann? Und der einen dann nach einem bodenlosen Fall warm, weich und trocken auffängt?

Ich denke nämlich da zuerst an den astronomischen Begriff, und da konnte ich nicht soviel mit anfangen, da ich jetzt nicht so der Hobby-Astronomen-Freak bin... Ob diese Schwarzen Löcher sich dementsprechend verhalten, ist doch ungewiss, würde ich jetzt mutmaßen - aber vielleicht bin ich da auch nicht soo informiert...

 

lg

tatokala antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@tatokala 

Ja, ich sehe das "Schwarze Loch" nur als Bild, das mir deutlich macht, dass mit Eintritt des Todes mein Ich nicht einfach weg ist, sondern innerhalb des schwarzen Lochs einen Prozess durchmacht, der von außen nicht erkennbar ist.

Das Nicht-erkennen ist für mich nicht bedrohlich, sondern beruhigend, weil ich nicht irgend etwas tun muss, sondern einfach nur geschehen lassen kann.

Das setzt einerseits eine Menge Vertrauen voraus, gibt es mir aber andererseits auch wieder.

queequeg antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@queequeg 

 innerhalb des schwarzen Lochs einen Prozess durchmacht, der von außen nicht erkennbar ist.

Ah so... jetzt verstehe ich besser. 🤗 Danke.  

lg Tatokala

tatokala antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@tatokala Aber wir haben doch zu Zusicherung, dass es besser wird als alles bisher, dass es keinen Schmerz usw. mehr geben wird und Er all unsere Tränen abwischen wird. Das ist eine wundervolles "Wissen, was kommt"!

samira-jessica antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@samira-jessica Ja, ich weiß. Brauche aber noch was vor dem Tod. 🙁

tatokala antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
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Beiträge : 976

@tatokala Was denn?

samira-jessica antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@samira-jessica Persönliche Dinge... mag mich jetzt nicht hier so ausbreiten. 😀 

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @queequeg

Worauf sollte ich mich auch freuen, wenn ich gar nicht weiß, worüber?
Und worauf sollte ich hoffen, wenn ich nicht weiß, worauf?

Es ist vielleicht keine befriedigende Antwort - aber mir reicht sie: 
Ich weiß, dass es gut wird.
Gut im Sinne von 'es wird keinen Schmerz, kein Leid mehr geben'.

chai antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@chai 

Das weiß ich auch ohne einfach so dahingeknallte Bibelzitate.

queequeg antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @queequeg

@chai 

Das weiß ich auch ohne einfach so dahingeknallte Bibelzitate.

Ja, ich auch. 

chai antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1389

@queequeg 

Aber ich weiß auch, dass ein Wunsch nicht schon deshalb erfüllt wird, weil man ihn hat. Auch, wenn ich darüber durchaus traurig bin, glaube ich nicht, dass dieser Wunsch erfüllt wird.

Was ist das denn für eine traurige Einstellung? Das kann nicht stimmen - mir wurden sehr sehr viele Wünsche von Gott erfüllt.

mariposa22 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@mariposa22 

"Was ist das denn für eine traurige Einstellung? Dass kann nicht stimmen..."

Sicher ist das traurig, aber es gibt vieles Traurige, es ist also nicht besonders. Irgendwelche andere erfüllte Wünsche sind da kein Widerspruch.

queequeg antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@samira-jessica 

Ich finde es irgendwie immer befremdlich, wie manche hier ein glückliches, friedvolles Leben ohne Sorgen usw., in dem man einfach sich und seine Leidenschaften ausleben und ein gutess Miteinander hat. ... langweilig oder sogar fürchterlich findem...

Na ja, die ersten tausend Jahre mögen ja noch ganz interessant sein. Nach zweitausend Jahren wiederholt es sich dann doch etwas.

Und hat man erst die erste Million rum beginnt es einem zu dämmern, dass da jetzt auch nichts Anderes mehr kommt... ausser die nächste Million, Milliarde, Billiarde Jahre...

...und dann wird diese Aussicht, wenn man es rein zeitlich betrachtet, doch wirklich unheimlich.

 

Es sei denn, man vergisst jeden Tag aufs Neue, was vorher war. Dann mag es interessant bleiben...

lucan-7 antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1389
Veröffentlicht von: @lucan-7

 

Es sei denn, man vergisst jeden Tag aufs Neue, was vorher war. Dann mag es interessant bleiben...

Vielleicht ist es ja tatsächlich genau so. Nicht dass man jeden Tag vergisst, aber die Erinnerung mit der Zeit schwindet.

mariposa22 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6385

@queequeg Selbst wenn es im Bereich ewigen Lebens überaus friedlich, gut und schön zugehen würde, dann wäre es doch nach kurzer Zeit - vielleicht wenig nach 100 Jahren - unerträglich langweilig.

Ich halte das für eine schlechte, bzw. undurchdachte Schätzung. Gebt mir tausend (auch mental) gesunde Jahre; und ich bin mir recht sicher, an deren Ende immer noch nicht gelangweilt zu sein. Insbesondere, da es Tätigkeiten gibt - wie Tieren beim Fressen oder Spielen zuzuschauen, um mal ein jugendfreies Beispiel zu wählen - die meiner bisherigen Erfahrung nach nie langweilig werden, egal wie häufig man sie auch (freilich mit Pausen zwischendurch) wiederholt. Den Traum von einem ewigen Leben halte ich also allein deswegen: weil Wiederholungen von positiven Erlebnissen denen wenig bis gar nichts "abziehen" - ganz und gar nicht für fragwürdig. Im Gegenteil vermute ich, dass es sich bei Argumenten, weswegen es unsinnig sei, sich ein ewiges Leben zu wünschen, um Zweckrationalisierungen handelt, die dazu dienen Frustrationsgefühle angesichts der Einsicht, dass es kein ewiges Leben gibt/geben kann, zu mildern.

Dass Du ausgerechnet auf etwas über 100 Jahre, also die ungefähr maximale natürliche Lebensspanne* von Menschen, kommst bei Deiner Einschätzung, bestätigt mich in diesem Verdacht.

 

 

 

 

 

*Manche Schildkröten können drei - oder vierhundert Jahre alt werden. Langweilen die sich die meiste Zeit ihres Lebens?

jack-black antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8138

@jack-black 

Was soll es. Wir werden es erleben oder auch nicht. Wenn nicht, ist es sowieso egal. Wenn doch denke ich, wird es außerhalb Zeit sein.

queequeg antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6385

@queequeg Was soll es. Wir werden es erleben oder auch nicht.

Wir werden es (also ewiges Leben) nicht erleben, dessen bin ich mir ziemlich ganz doll sehr absolut sicher: mit jeder Mücke, die ich totschlage, bestätige ich mir diese Sicherheit von Neuem... Mir ging es nicht um die Wunschtraum-Frage nach der Möglichkeit ewigen Lebens, sondern allein um Dein diesen Wunschtraum abwehrendes Argument und dessen Stimmigkeit. Und darum, dass wir, wenn wir Gründe für unsere spekulativen Ansichten vorbringen, am meisten Erkenntnisgewinn darin finden können, diese Gründe daraufhin zu überprüfen, ob es sich um rationale oder zweckrationalistische Gründe handelt. Von wegen: gnothi seauton! 😉

Wenn doch denke ich, wird es außerhalb Zeit sein.

Da ich keine Vorstellung davon habe, was das sein soll: außerhalb Zeit - kann ich mit der Aussage schlicht nichts anfangen. Ist, was Du da denkst, nun tiefsinnig, oder ist es leer? Solche Fragen stellen sich mir ständig, wenn ich mich wieder mal, obwohl ich's doch eigentlich lassen wollte, auf metaphysische Spekulationitis einlasse. 😉

 

Also: ich finde den Wunschtraum vom ewigen Leben sehr nachvollziehbar. Und dementsprechend kann ich sehr gut nachvollziehen, wenn Leute, die ernsthaft glauben, dieser Traum könne sich erfüllen, so gut wie alles dafür geben und riskieren, diese Erfüllung auch zu erleben.

Solchen Leuten mit Argumenten zu kommen, wonach ihr Traumziel gar nicht so erstrebenswert sei, ergibt m.A.n. wenig Sinn. Dass sie es als erstrebenswert empfinden, ist für sie selbstevident.

Ich suche nach einer veranschaulichenden Analogie und lande wieder bei dem Veganer, der einen Fleischliebhaber überzeugen möchte, mit dem Fleischkonsum aufzuhören. Er listet ihm alle möglichen Argumente auf: wie ungesund Fleischkonsum sei, wie im Rahmen der industriellen Produktion von Fleisch die Tiere leiden, wie sehr der ökologische Fußabdruck durch Fleischkonsum wachse und so weiter und so fort. Der Fleischliebhaber nickt zustimmen bei all diesen Argumenten, und das macht den Veganer ganz rammdösig: "Ja wie nun? Ich habe dir zig Gründe aufgezählt, warum man kein Fleisch essen sollte. Was hast du denn jetzt noch für Gründe für's Fleischessen?!"

Der Fleischliebhaber antwortet: "Es schmeckt mir eben gut."

Darauf der Veganer ganz verzweifelt: "Aber das ist doch kein echter Grund!!!!"

Womit er sich irrt: der Fleischliebhaber weiß nämlich, dass ihm Fleisch echt schmeckt, und dass dies der Grund für ihn ist, weiter Fleisch zu fressen, ganz egal, worum seine Blutwerte flehen...

Der Traum vom ewigen Leben ist unter Menschen vermutlich so weit verbreitet wie der Appetit auf Fleisch. Ihn in falschen Farben a la "das wird soooooo langweilig!" anzumalen wird kaum jemanden überzeugen können.

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@jack-black 

Ich halte das für eine schlechte, bzw. undurchdachte Schätzung. Gebt mir tausend (auch mental) gesunde Jahre; und ich bin mir recht sicher, an deren Ende immer noch nicht gelangweilt zu sein.

Es geht aber nicht um "tausend" Jahre, sondern um eine mathematische Unendlichkeit.

Also auch nicht eine Million oder eine Milliarde. Sondern unendlich. Das bedeutet, dass du alles durchlebst was überhaupt nur denkbar möglich ist. Und wenn du das dann endlich alles durchlebt hast - geht es von vorne los.

Und die Sache ist: Wenn auch nur die theoretische Möglichkeit besteht, dass du dich langweilst und dir wünschtest, doch lieber tot zu sein... dann wird auch genau das geschehen. Weil: Unendlichkeit.

Das Ganze ergibt also nur dann Sinn, wenn das Gedächtnis immer wieder gelöscht wird. Dann würde es genügen, denselben Tag wieder und wieder zu erleben.

Oder dieselben fünf Minuten, in denen man glücklich ist. Spielt dann auch keine Rolle...

lucan-7 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6385

@lucan-7 Es geht aber nicht um "tausend" Jahre, sondern um eine mathematische Unendlichkeit.

Mir ging's spezifisch um die Schätzung queequegs, die sich auf etwas über 100 Jahre bezog, bis das Leben "unerträglich langweilig" werde. Entsprechend zitierte ich die auch. Mathematische Unendlichkeit interessiert mich hingegen nicht, da ist ja kein Fleisch dran, nix Konkretes, sondern bloße Abstraktion. Wenn man das Konzept vom ewigen Leben ernst nehmen möchte: als Wunsch von Menschen, der entweder der Freude am Leben oder der Angst vor dem Tod entspringt, dann muss man ihn als das betrachten, was er ist: als der Traum von einem sehr, sehr, sehr langen - und selbstverständlich nicht sorgenverseuchten Leben. So ein Traum oder Wunsch lässt sich nicht sophistisch abbügeln mit dem Hinweis auf irgendwelche Unvorstellbarkeiten mit inflationär vielen Nullen hinten dran.

 

Mir schien, dass die runden hundert Jahre, die queequeg da "vorschlug", einer konkreten Vorstellung entsprangen, und meine Überlegung war, wie man wohl gerade auf so eine Zeitspanne verfallen könnte. Als inzwischen älterer Mann überlege ich ja inzwischen auch öfter, wann wohl mein Leben enden wird, ob ich mir ein baldiges Ende wünsche oder ob ich mich lieber gerade irgendwo im Mittelteil sähe... Und da geht's mir dann vor allem darum, mich nicht selbst zu bescheißen: ja klar, ich möchte nicht so richtig alt werden, weil altern eben auch Verfall bedeutet. Entsprechend hoffe ich, lange vor meinem hundertsten, ja sogar vor meinem achtzigsten Geburtstag zu sterben. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann der Sensenmann von mir aus auch schon deutlich vor meinem Siebzigsten vorbeischauen, auf chronische Schmerzen z.B. hab ich absolut keinen Bock.

Aber darüber, warum ich lieber etwas früher als zu spät den Löffeln abgeben möchte, will ich mir nichts vormachen: Langeweile befürchte ich nicht, die kenne ich eigentlich nur aus vagen Kindheitserinnerungen: wie ich als kleiner Junge meine Eltern während der Autoreise nach Österreich nervte, wann wir denn nun endlich da wären... Nachdem ich dann das Lesen gelernt hatte, störte mich an langen Autofahrten eher, dass ich bei deren Ende meine Lektüre unterbrechen musste. Und heutzutage genieße ich's bei langen Fahrten in Bus oder Bahn, einfach aus dem Fenster zu gucken, weil da immer was Interessantes zu sehen ist. Da kaufe ich dann vor Beginn der Reise hastig und aus alter Gewohnheit ein Buch im Bahnhofsshop, um es im Zielort immer noch nicht mal aufgeschlagen zu haben...

jack-black antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@jack-black 

Mir ging's spezifisch um die Schätzung queequegs, die sich auf etwas über 100 Jahre bezog, bis das Leben "unerträglich langweilig" werde. Entsprechend zitierte ich die auch. Mathematische Unendlichkeit interessiert mich hingegen nicht, da ist ja kein Fleisch dran, nix Konkretes, sondern bloße Abstraktion. 

Ob es nun "ein wenig mehr" als 100 Jahre oder 1000 Jahre sind, bevor die Langeweile einsetzt... am Prinzip ändert das nichts. 

Ich selber wäre schon neugierig, wie die Welt wohl in 500 Jahren aussehen wird. Ich bin also einem sehr viel längerem Leben auch nicht abgeneigt.

Dennoch würde ich am Prinzip der Endlichkeit nichts ändern wollen. Und "ewiges Leben" heißt eben nicht "sehr langes Leben", sondern "endloses Leben". 

Dass man sich das nicht vorstellen mag oder kann macht die eigene Argumentation wohl kaum besser, sondern eher hinfällig.

 

lucan-7 antworten


MrOrleander
Beiträge : 2486

@lucan-7 

Aber ich komme auf das Thema aus einem anderen Grund, nämlich der Frage nach dem "Sinn". Ich höre immer wieder, dass ein Leben nach atheistischer Vorstellung, das mit dem Tod endet und danach nichts mehr kommt, automatisch "sinnlos" sei.

Automatisch sinnlos ist natürlich Quatsch. Wobei ich mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern kann, wann ich so eine Äußerung zuletzt gehört hätte. Ein nicht-christlicher Mensch muß sich aber selbst daran machen, einen Sinn für sein Leben zu finden, während der Christ diesen in einem möglichst gottgefälligen Leben bereits gefunden hat. Am Ende winkt dann die Aussicht auf ewiges Leben. Darunter kann sich zwar niemand etwas konkret vorstellen, aber das ist auch gar nicht so schlimm. Denn wer daran glaubt, daß es Gott gibt und die Worte der Bibel wahr sind, dem reicht die Zusage, daß ein ewiges Leben in unmittelbarer Nähe Gottes gut ist. Darüber mag man spotten (ewiges Singen im Chor der Engel - was soll daran erstrebenswert sein?), trifft damit m.E. aber nicht den Kern. 

mrorleander antworten
11 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@mrorleander 

Ein nicht-christlicher Mensch muß sich aber selbst daran machen, einen Sinn für sein Leben zu finden, während der Christ diesen in einem möglichst gottgefälligen Leben bereits gefunden hat. 

Richtig, wobei es diese Art von Sinn natürlich auch in den anderen Religionen gibt.

Dieser Sinn im gottgefälligen Leben wäre allerdings auch dann gegeben, wenn das Leben danach einfach endet. Aber diese Vorstellung scheint dann doch zu wenig zu sein - ohne die ganz große Belohnung am Ende mag man offenbar auch Gott weniger freudig dienen. Oder gar nicht.

Denn ein solches Belohnungsversprechen findet sich ja auch in anderen Religionen. Gott "einfach so" zu dienen scheint offenbar nicht zu genügen, da muss also noch was kommen... und das gleich bis in alle Ewigkeit! 

lucan-7 antworten
MrOrleander
(@mrorleander)
Beigetreten : Vor 24 Jahren

Beiträge : 2486

@lucan-7 

Richtig, wobei es diese Art von Sinn natürlich auch in den anderen Religionen gibt.

Ja. Und?

Dieser Sinn im gottgefälligen Leben wäre allerdings auch dann gegeben, wenn das Leben danach einfach endet.

Jep! 

Aber diese Vorstellung scheint dann doch zu wenig zu sein

Wieso? Im Judentum war die Frage nach einem Leben nach dem Tod lange Zeit umstritten. Die Sadduzäer haben diese Vorstellung strikt abgelehnt. Denkst Du, die konnten deshalb nicht richtig glauben?

Der Gedanke hinter allem ist doch, am Ende bei Gott zu sein. Ob man das jetzt ewiges Leben oder sonstwie nennt, ist in meinen Augen zweitrangig. Und das ist doch ein sehr schöner Gedanke. 

 

mrorleander antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@mrorleander 

Der Gedanke hinter allem ist doch, am Ende bei Gott zu sein. Ob man das jetzt ewiges Leben oder sonstwie nennt, ist in meinen Augen zweitrangig. Und das ist doch ein sehr schöner Gedanke. 

Ich schätze mal, dass niemand hier beurteilen kann, inwiefern das tatsächlich ein schönes Erlebnis wäre... das spiegelt wohl allein eine Hoffnung wieder.

 

Wieso? Im Judentum war die Frage nach einem Leben nach dem Tod lange Zeit umstritten. Die Sadduzäer haben diese Vorstellung strikt abgelehnt. Denkst Du, die konnten deshalb nicht richtig glauben?

Damals hat man sich seine Belohnungen im hier und jetzt erhofft. Das wird ja im AT auch beschrieben: Ein gottgefälliges Leben führt zu Belohnungen, bis hin zu militärischen Siegen. Wird man darin nachlässig, etwa indem man den Zehnt nicht mehr bezahlt, wird es ungemütlich.

Ganz ohne Belohnung geht es halt nicht...

lucan-7 antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702
Veröffentlicht von: @lucan-7

@mrorleander 

Ein nicht-christlicher Mensch muß sich aber selbst daran machen, einen Sinn für sein Leben zu finden, während der Christ diesen in einem möglichst gottgefälligen Leben bereits gefunden hat. 

Richtig, wobei es diese Art von Sinn natürlich auch in den anderen Religionen gibt.

Dieser Sinn im gottgefälligen Leben wäre allerdings auch dann gegeben, wenn das Leben danach einfach endet. Aber diese Vorstellung scheint dann doch zu wenig zu sein - ohne die ganz große Belohnung am Ende mag man offenbar auch Gott weniger freudig dienen. Oder gar nicht.

Denn ein solches Belohnungsversprechen findet sich ja auch in anderen Religionen. Gott "einfach so" zu dienen scheint offenbar nicht zu genügen, da muss also noch was kommen... und das gleich bis in alle Ewigkeit! 

Ich weiß nicht. 
Sicher ist es schön, wenn man die Aussicht auf 'irgendwas' (in diesem Fall die Ewigkeit bei Gott) hat. 
Aber das ist es nicht, was ich als den Sinn meines Lebens sehen würde. 
Zumal ich den in der Kinderphase auch anders definiert hätte als heute. 
Und möglicherweise wird der sich in den kommenden Jahren ja auch noch mal ändern.

Ich finde es auch den falschen Ansatz, zu fragen, was 'die Christen' darüber denken. 
'Die Christen' sind ja auch keine homogene Masse und ein gläubiger Mensch bringt genauso seine individuelle Biographie mit wie ein ungläubiger. 

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@chai 

Ich finde es auch den falschen Ansatz, zu fragen, was 'die Christen' darüber denken. 
'Die Christen' sind ja auch keine homogene Masse und ein gläubiger Mensch bringt genauso seine individuelle Biographie mit wie ein ungläubiger. 

Deshalb frage ich ja auch möglichst viele Christen und nicht nur einen Einzigen...

 

 

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@lucan-7 ... um nach mathematischem Prinzip einen Durchschnitt zu ermitteln?

Und das funktioniert?

 

 

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@tatokala 

 ... um nach mathematischem Prinzip einen Durchschnitt zu ermitteln?

Und das funktioniert?

Nicht mathematisch... aber Gemeinsamkeiten sollte es schon geben. 

Und man muss ja auch nicht alles unter einen Hut bringen. Meistens gibt es allgemeine Tendenzen, und hier und da Ausnahmen und andere Interpretationen.

 

 

 

lucan-7 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 4827

@lucan-7 

Gemeinsamkeiten sollte es schon geben. 

Die Diskussion hatten wir auch schon mal.

 

lg Tatokala

tatokala antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5702

@lucan-7 Wenn ich jetzt 50 Leute frage, warum sie nicht glauben - welche Gemeinsamkeiten wird es da wohl geben?

chai antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29990

@chai 

Wenn ich jetzt 50 Leute frage, warum sie nicht glauben - welche Gemeinsamkeiten wird es da wohl geben?

Dass sie nicht glauben, weil sie es für unglaubwürdig halten.

 

lucan-7 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@mrorleander 

Ein [nicht-christlicher] Mensch muß sich aber selbst daran machen, einen Sinn für sein Leben zu finden, während der Christ diesen in einem möglichst gottgefälligen Leben bereits gefunden hat.

Ich find ja beides zusammen sehr gut. ^^

Und vielleicht ist das auch von Gott so gewolllt ...

samira-jessica antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2634

@lucan-7 

Was mir dazu einfällt:

Antworten auf die Frage, was ein "erfülltes Leben" ist und was der "Sinn des Lebens" (individuell und grundsätzlich) ist, gibt es Viele. Alle Antworten sind letzt-endlich "gläubige" Antworten 😉 ... weil sie immer (mal mehr, mal weniger reflektiert) ein bestimmtes Verständnis vom LEBEN haben - und den daraus sich ableitenden Zielen, Idealen und Prioritäten.

Im frühen Glauben Israels (Hebräische Bibel) stellte sich die Frage nach dem individuellen Weiterleben zunächt überhaupt nicht: Gott schenkt uns und der Welt LEBEN und im Einklang mit seinen "Weisungen zum Leben" (das jüdische Verständnis der Gebote: Eben nicht als VER-bote, sondern als Eröffnungen zu "gelingenden Leben") darf ein Leben gelingen, erfüllt und gsegnet sein - in irdischen Genüssen, in Freud und Leid, im Miteinander, in der Welt- und Lebensgestaltung ... Im besten Fall stirbt man "alt und lebenssatt". Erst später wurde die post-mortale Frage relevant, weil auch der Gerechte leidet und der Böse triumphiert. Es war und bleibt aber mehr eine Frage nach der "Gerechtigkeit Gottes", nach Gott selbst, seiner Treue und seinen Verheißungen. Erst spät wurde sowohl für den Einzelnen, wie für Israel und die Welt ein "Danach" in den Blick genommen - von der "Auferstehung der Toten" bis hin einem "Weltgericht" und apokalyptischen Vorstellungen vom Ende der Welt und einem "neuen Himmel & einer neuen Erde".

Im Blick auf mein Leben und meinen Glauben finde ich mich im folgenden Sätzen von Kurt Marti gut wieder:

"Was kommt danach? Oft stelle ich mir vor, mein Ego werde sich alsdann in Gottes Ewigkeit verlieren, vielleicht sogar auflösen. 'Was immer zu Gott kommt, entfällt sich selbst' (Meister Ecksart)"

"Der Glaube, der auf das eigene Weiterleben nach dem Tod fokussiert ist, bleibt heillos egozentrisch. Ist der Wunsch, ewig zu leben, nicht ohnehin der menschliche Urfrevel (1. Mose 3,5), so sein zu wollen wie Gott, der allein Ewige?"

"Kurz vor ihrem frühen Tod sagte die heilige Therese von Lisieux  (1873-1897): 'Ich glaube nicht mehr an das Ewige Leben, alles ist verschwunden, es bleibt nur noch die Liebe."

"Gott ist unser Jenseits. Das zu glauben genügt, und alles weitere (auch Verwandlung, Auferstehung usw.) bleibt ihm überlassen.

L'Chaim

awhler antworten
4 Antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 976

@awhler 

"Der Glaube, der auf das eigene Weiterleben nach dem Tod fokussiert ist, bleibt heillos egozentrisch. Ist der Wunsch, ewig zu leben, nicht ohnehin der menschliche Urfrevel (1. Mose 3,5), so sein zu wollen wie Gott, der allein Ewige?"

Warum, wenn Gott selbst uns doch ewiges Leben schenken möchte? Oder ist es womöglich doch nicht so?

samira-jessica antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2634

@samira-jessica 

Was wir uns vorstellen können, ist doch alles raum-zeitlich, wahrnehmungs- und denkmäßig begrenzt.

Und Ewigkeit, Ewiges Leben, Gott ist mMn eine so "jenseitige", transzendente Dimension, dass auch das, was wir irdisch-diesseitig "unser Ich" nennen (und als solches wahrnehmen, ohne darüber hinaus 'denken' zu können) nicht ausreicht, um zu erfassen, was post-mortal SEIN wird ... "Gott Alles in Allem" 

Unser irdisches ICH (als "Mensch" auf diesem Planeten) gab es vorgeburtlich nicht und wird es mit unserem Tod nicht mehr geben. Auch die Vorstellung einer davon zu trennenden, substantiellen unsterblichen "Seele" ist bei genauerem Hinsehen nicht biblisch, und nicht hebräisches, sondern eher griechisches Denken.

"Ich" mache mir da keine Sorgen, "mich als Ich" irgendwie wiederfinden zu müssen, IN GOTT wird ALLES "voll-endet" sein IN IHM ... und auch diese Worte sind nur Worte, die "wie die Finger zum Mond zeigen" (ein ZEN-Spruch)

L'Chaim

awhler antworten
Rafael
 Rafael
(@rafael)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 556

@awhler 

Wobei wir IMO ein Empfinden über einen zeitlosen Moment haben können. Ich würde sagen, Menschen, die meditieren, wissen über die Erfahrbarkeit eines Moments, der über die erfahrene Vergänglichkeit ("Zeit") hinausgeht, und auch unsere Schlaf- oder Narkoseerfahrungen sind etwas, was diesen einen Moment jenseits verstreichender Momente andeutungsweise vermitteln kann.

rafael antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2634

@rafael 

Ja, Zustimmung.

Ein trans-personales Erleben (Stichwort "Peak Experience") gibt es in der Tat in der Mystik, Meditation und Versenkung, ebenso wie in ekstatischen sexuellen, sozialen und naturverbundenen Momenten.

L'Chaim

awhler antworten


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