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Christen, wollt ihr ewig leben...?

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Lucan-7
Themenstarter
Beiträge : 29821

Nun, die Antwort ist wohl klar: Natürlich, das ist ja schließlich ein Teil des christlichen Glaubens. Und warum auch nicht... die Furcht vor dem Tod ist nur natürlich, wer würde das nicht gerne vermeiden wollen...?

Aber ich komme auf das Thema aus einem anderen Grund, nämlich der Frage nach dem "Sinn". Ich höre immer wieder, dass ein Leben nach atheistischer Vorstellung, das mit dem Tod endet und danach nichts mehr kommt, automatisch "sinnlos" sei.

Und da frage ich mich: Wieso eigentlich? Ist es denn sinnvoll, ewig zu existieren? Ist ein Leben sinnvoller, wenn es einfach nicht endet? Liegt der Sinn eines Lebens in seiner puren Existenz... und wenn es endet, dann ist auch der Sinn verschwunden?

Wie seht ihr das? 

Inwiefern verleiht die Ewigkeit einem Leben "Sinn"...?

Antwort
181 Antworten
Simba
 Simba
Beiträge : 403
Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber "ewig", im mathematischen Sinne...? Das wäre tatsächlich eher eine Horrorvorstellung...

Mit diesem Leben, das wir hier haben und kennen, definitiv.

 

simba antworten


Chey
 Chey
Beiträge : 1311

@lucan-7 

Der Sinn des Lebens ist das Weiterleben.

Das gibt die Biologie vor. In der Natur ist der Hauptsinn ja nicht, ein tolles Leben zu führen sondern seine Gene weiter zu geben. Nicht wenige Tierarten sterben dabei oder gehen dafür erhebliche Risiken ein.

Das theologische ewige Leben ist letztlich eine Weiterentwicklung.  Nicht die Gene sondern die Seele lebt weiter.

VG

Chey 

chey antworten
4 Antworten
Mariposa22
(@mariposa22)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 1389

@chey 

Der Sinn des Lebens ist das Weiterleben.

Für mich ist der Sinn des Lebens, mich darin wohl zu fühlen, so wie in einer kuscheligen Decke.

mariposa22 antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 1311

@mariposa22 

Ich meinte es rein biologisch, da Lucan nicht gläubig ist.

Persönlich ist der Sinn für mich als Glaubender auch mehr.

VG

Chey

chey antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 8007

@chey 

Ist nur wieder einmal die Frage, was "Seele" überhaupt ist. Ich kenne keine allgemeingültige Definitioin.

queequeg antworten
Chey
 Chey
(@chey)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 1311

@queequeg 

Mir ging es bei dem Beitrag auch mehr um den Bezug zur Biologie.

'Seele' könnte ich jetzt auch nicht klar definieren. Ich habe da, wie wohl viele Gläubige,  eher eine gefühlsmäßig Erklärung. 

VG

Chey

chey antworten
AWHler
 AWHler
Beiträge : 2518

@lucan-7

Veröffentlicht von: @lucan-7

Aber ich komme auf das Thema aus einem anderen Grund, nämlich der Frage nach dem "Sinn". Ich höre immer wieder, dass ein Leben nach atheistischer Vorstellung, das mit dem Tod endet und danach nichts mehr kommt, automatisch "sinnlos" sei.

Und da frage ich mich: Wieso eigentlich? Ist es denn sinnvoll, ewig zu existieren? Ist ein Leben sinnvoller, wenn es einfach nicht endet?

Zunächst: Es ist spannend zu verfolgen, wie der Thread hier verläuft und wie sich hier das Reden & Antworten rund um das Ausgangsposting "herumrankt" ... 

Jedes Posting und jeder Gedanke, jede Frage und Antwort verdient Respekt. Mir selbst erscheint es aber hier und da fremd, wenn die Frage WAS NACH DEM TOD zu erwarten ist, zu sehr verknüpft ist mit Perspektiven, die unserem raum-zeitlichen, irdischen und "personalistischen" Lebens- und Daseinsverständnis entnommen sind.

Und mir ist danach, noch einmal meine Kurt-Marti-Zitate hier einzubringen (ich hatte die Quellenangabe vergessen, hier ist sie: Kurt Marti. Heilige Vergänglichkeit / Spätsätze, RADIUS Stuttgart 2010, S. 34ff.):

  • "Was kommt danach? Oft stelle ich mir vor, mein Ego werde sich alsdann in Gottes Ewigkeit verlieren, vielleicht sogar auflösen. 'Was immer zu Gott kommt, entfällt sich selbst' (Meister Ecksart)"
  • "Der Glaube, der auf das eigene Weiterleben nach dem Tod fokussiert ist, bleibt heillos egozentrisch. Ist der Wunsch, ewig zu leben, nicht ohnehin der menschliche Urfrevel (1. Mose 3,5), so sein zu wollen wie Gott, der allein Ewige?"
  • "Kurz vor ihrem frühen Tod sagte die heilige Therese von Lisieux (1873-1897): 'Ich glaube nicht mehr an das Ewige Leben, alles ist verschwunden, es bleibt nur noch die Liebe."
  • "Gott ist unser Jenseits. Das zu glauben genügt, und alles weitere (auch Verwandlung, Auferstehung usw.) bleibt ihm überlassen.

----------------------

Bezüglich der Sinnfrage denke ich an Camus und die philosophische Richtung des "Existentialismus", dass das irdische Dasein ohne metaphysische, post-mortale Hoffnung (auf "Auferstehung", "Ewiges Leben" etc.) und ohne Sinn-Vorgabe (durch "Gott", eine transzendente und religiöse  Dimension und Vorgabe von Sinn) KEINESWEGS sinnlos ist und sein muss. Die Auf-Gabe und Be-RUF-ung des Daseins und jedes Menschen liegt darin, dem Dasein / Leben SELBST einen Sinn zu geben, dem (oft absurden) Leben mit Eigenverantwortung Sinn abzugewinnen  ... für Camus in humanistischer "Solidarität" des uns gegebenen Mensch-Seins.

Und ich denke an die "existenz-philosophische Therapie" des großen Irvin D. Yalom und sein Buch "In die Sonne schauen". Yalom ist Jude, nicht-gläubig und schreibt darüber, dass gerade unsere Endlichkeit eine Tür ist um das Leben, das wir haben, als wertvoll, kreativ und schützenswert mit SINN zu füllen - ohne metaphysische Notwendigkeiten.

Wir Christen sollten das nicht zu vorschnell beiseite schieben oder übergehen. Zumal, wie ich zuvor auch schieb, der Glaube an ein individuelles Ewiges Leben im AT, der hebäischen Bibel und im Glauben Israels zunächst gar nicht vorhanden war.

L'Chaim

awhler antworten


AWHler
 AWHler
Beiträge : 2518
Veröffentlicht von: @ember

Nur wer Jesus Christus in sein Herz aufnimmt als Herrn und einzigen Retter , Busse tut und sich taufen lässt was die natürlich Folge ist wenn Jesus Christus in das Herz einzieht. NUR dieser Mensch ist dann mit Gott versöhnt.

Es ist gut, richtig und schön, wenn Menschen schon zu Lebzeiten dieses "Seligwerden" erfahren und erleben. ABER unzählige (!!!) Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hatten/haben ja (geschichtlich, kulturell, geistig) diese Botschaft in ihrem Leben und Lebens-Radius NIE gehört, nie so vermittelt bekommen, sind damit nie in Berührung gekommen. Deshalb kann, will und werde ich als Christ nicht daran glauben, dass das Heilsmysterium ("Gott HAT die Welt mit sich versöhnt!") im Blick auf ein EWIGES HEIL erst durch das menschliche Zutun GÜLTIG UND WAHR gemacht wird. 

Es kann ja auch rein geschichtlich nicht sein, weil schon allein in den ersten Jahrzehnten und Jahrhunderten die Nachricht von Jesus ersteinmal sich IN DER WELT ausbreiten, kund machen und verbreiten musste. Bis dahin war die Erde (geographisch und von den Menschenleben aus gedacht, die irgendwo auf dem Planeten geboren wurden, lebten und starben) ja noch völlig in Unkenntnis und im Unwissen.

JEDER Mensch ist in der Grund-Legung durch Gott (als handelndes Subjekt) "mit Gott versöhnt" - das haben wir einladend als "Frohe Botschaft" zu verkündigen -  in der Folge  evangeliums-mäßig Menschen "missionarisch" in diese Wahrheit (auf die wir mit unserem Leben antworten sollen und dürfen) mit hinein zu nehmen. Auch als Ruf zur Annahme, Umkehr und Lebensausrichtung. Aber ein EWIGES HEIL liegt letzt-endlich (eschatologisch) im Tun Gottes und nicht in der Gültigmachung durch uns.

L'Chaim 

awhler antworten
3 Antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 966

@awhler Das finde ich eine sehr gute, interessante und vielleicht auch wichtige Frage; wie erfahren Menschen Gottes Heil und Versöhnung, die nie von ihm erfahren konnten?

Ich denke, er offenbart sich nach dem Tod?

samira-jessica antworten
AWHler
 AWHler
(@awhler)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2518

@samira-jessica 

"Ich denke, er offenbart sich nach dem Tod?"

Ja, so kann man es vielleicht sagen - eine "Offenbarwerden" jenseits unseres kleinen, ambivalenten Erdendaseins.

Ich vertraue darauf (oder vielleicht bescheidener: möchte und will darauf vertrauen, gerade um der überwindenden, siegenden, umfassenden Liebe Gottes), dass in einer höheren, anderen Dimension (in der Bibel angedeutet mit "Ewigkeit", "Auferstehung", Ewiges Leben", "neuer Himmel, neue Erde", "Reich Gottes" u.a.) eine große Erkenntnis, Transparenz und "Er-leuchtung" für ALLE geschehen wird ... Hier liegt eben die Grenze unserer Sprache und Vorstellung.

Ähnlich wie viele Nahtod-Erfahrungen von einer unfassbaren "Lebens-Schau" berichten, die mit tiefster Einsicht, Reue, Vergehen, Versäumnis und Verfehlung verbunden ist, aber auch mit dieser (von den Betroffenen geschilderten) unfassbaren und zurechtbringenden LIEBE ...

Wie gesagt: Alles Worte, aber in diese Richtung glaube ich es als Christ.

Gott HAT ... DIE WELT ... MIT SICH ... versöhnt.

L'Chaim

awhler antworten
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 226

@awhler 

Auch als Ruf zur Annahme, Umkehr und Lebensausrichtung. Aber ein EWIGES HEIL liegt letzt-endlich (eschatologisch) im Tun Gottes und nicht in der Gültigmachung durch uns.

 

Was bedeutet das für dich?

Jeder Mensch ist gerettet,weil Gott rettet?

Ist es egal was der Mensch glaubt oder tut?

Natürlich kann kein Mensch etwas zu seiner Rettung tun als nur ja zu Jesus Christus zu sagen. Alles andere tut Gott allein 🙂.

Alles ist Gottes Werk ❣️

Und wer noch nichts von Jesus Christus gehört hat? Gott ist die absolute Gerechtigkeit ❣️❣️❣️

🙂

ember antworten
Mariposa22
Beiträge : 1389

@lucan-7 

Inwiefern verleiht die Ewigkeit einem Leben "Sinn"...?

Wenn man die Ewigkeit vor Augen hat, nimmt man den Druck raus, es im Leben "zu etwas bringen zu müssen". Man kann sich ganz im Hier und Jetzt auf Gott einlassen, dann wird alles auf einmal sehr sinnvoll.

mariposa22 antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 29821

@mariposa22 

Wenn man die Ewigkeit vor Augen hat, nimmt man den Druck raus, es im Leben "zu etwas bringen zu müssen". Man kann sich ganz im Hier und Jetzt auf Gott einlassen, dann wird alles auf einmal sehr sinnvoll.

So unterschiedlich kann man es sehen... ich würde es gerade umgekehrt interpretieren: Im Vergleich zur Ewigkeit ist das, was wir hier und jetzt tun, vergleichsweise unbedeutend und vergänglich - warum also zu viel Mühe darauf verwenden, wenn man sich doch gerettet glaubt...?

lucan-7 antworten
Samira-Jessica
(@samira-jessica)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 966

@lucan-7 Warum denn nicht trotzdem das Hier und Jetzt schön gestalten?

Ist ja genau wie die, die sich das Leben auf die Rente aufsparen ...

samira-jessica antworten


AWHler
 AWHler
Beiträge : 2518
Veröffentlicht von: @ember

Ist es egal was der Mensch glaubt oder tut?

Nein, natürlich nicht.

Man kann ein Leben lang Falsches glauben und Falsches tun.

Keiner ist entlassen aus der Selbst-, Lebens- und Weltverantwortung.

Aber hier geht es darum, dass Gottes Gnade, Barmherzigkeit & Liebe AM ENDE ALLE umfasst - auch die, die vielleicht ein Leben lang verkehrt, unwissend und schwach unterwegs gewesen sind.

Jesus betet ja z.B. auch noch am Kreuz: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun."

Das GERICHT über alles Böse und Schreckliche wird es auch geben, aber Menschen kommen nicht in eine ewige Verdammnis, weil sie Jesus nicht (nach dem evangelikalen Heilsschema) "als ihren Herrn und Heiland in ihr Herz aufgenommen haben", ich schrieb ja, dass Unzählige im Menschengeschlecht zu Lebzeiten dazu garnicht in der Lage waren und sind, weil sie davon nicht erreicht wurden oder nicht davon wussten.

L'Chaim

awhler antworten
1 Antwort
Ember
 Ember
(@ember)
Beigetreten : Vor 1 Monat

Beiträge : 226

@awhler 

Naja ich bin halt Christin und glaube an Jesus Christus und was die Bibel sagt ❣️ 

Daher lehne ich die Allversöhnungslehre ab ☺️ 🫣.

Jeder Mensch darf selbstverständlich glauben was immer er möchte niemand wird zu ihrendwas von Gott gezwungen 😸.

Da wie ich sagte der Bibel glaube gibt es aber auch Konsequenzen 😔....

Ich wünsche einen schönen Abend 👋

ember antworten
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