Evangelikal, liberal ... ...**** egal?
Der Titel - ich hab' überlegt - ist wohl provokativ - aber ernst und positiv gemeint als eröffnende, neue Beitragsrunde hier.
Ich fange mal an.
Natürlich sind Schubladen und Etikette immer schwierig, aber im weiten Spektrum christ-licher Konfession (das eine Licht - BUNT entfaltet) gibt es halt Zuordnungen, Selbstdefinitionen und Sichtweisen, individueller und theologischer Art - und da erscheint mir auch hier auf Jesus.de immer wieder eine Menge Bewegung - im Zueinander und Gegeneinander 😉
Doch nun konkreter: Jesus Christus - das Evangelium - die Bibel - unsere persönliche Antwort darauf - auch die Berufung zur Nachfolge und zum Dienst an den Menschen und der Welt - darum gehts hier verbindend --- aber ich empfinde es überhaupt nicht als Problem, dass auch User und Beiträge hier sind, die hinterfragen, den Glauben nicht teilen und hier & da anregend unterwegs sind.
Wie seht Ihr das?
L'Chaim
Veröffentlicht von: @awhler-- aber ich empfinde es überhaupt nicht als Problem, dass auch User und Beiträge hier sind, die hinterfragen, den Glauben nicht teilen und hier & da anregend unterwegs sind.
Wie seht Ihr das?
Meine Erfahrung mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten in Foren ist, dass es davon lebt, sonst gäbe es nichts mehr zu diskutieren, wird langweilig und schläft ein, dazu gibt es manchmal Impulse, auf die man alleine im Denken nicht darauf gekommen wäre.
Meine hohen Erwartungen an das Forum hier, hab ich in die Tonne getan, es ist ok so, wie es ist, man muss die Menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine anderen. 😀
@blumenwiese
🤔welche Erwartungen hast du denn, die hier nicht erfüllt werden?
Veröffentlicht von: @stern@blumenwiese
🤔welche Erwartungen hast du denn, die hier nicht erfüllt werden?
Friede Freude Eierkuchen..:-D
Nee, im Ernst, einheitliches Glaubensleben und klares Stellung beziehen was Sekte ist und was echtes Christentum, ich hab Schubladen gesucht, ist halt einfacher, aber das soll wohl nicht sein.
@blumenwiese
Ah, ok…
Na dann, ists vielleicht besser so…
Veröffentlicht von: @stern@blumenwiese
Ah, ok…
Na dann, ists vielleicht besser so…
Ja, kann sein, kann aber auch sein, dass es die, in der Endzeit, angekündigte , verwässerung des Evangeliums, der Wahrheit, ist, ..
Satan ist sehr aktiv, die Wölfe im Schafspelz eifrig unterwegs, überall Verführung und Verfälschung, der grosse Abfall, wie es in der Bibel steht.
@awhler hallöchen!
Als ich mich hier angemeldet habe, war ich der festen Überzeugung endlich in einem (geschlossenen) Kreis von am Austausch interessierter Christen zu sein - und damit für mich automatisch irgendwie Familie. Als ich dann geschnallt habe, dass das nicht so ist, war ich erstmal ein wenig enttäuscht und dachte, hm, schade, doch nicht ganz Familie…aber dann habe ich sehr schnell gemerkt, dass der Austausch aufrichtig ist und wie ich persönlich finde, eine hohe Qualität hat. (Gelegentliche schräge Töne überlese ich.) Eigentlich genau das, was ich gesucht habe…und diejenigen, die gar nicht an Jesus glauben, sind nicht überheblich, sondern mit klarem Verstand dabei und sogar bibelfest…das alleine reicht mir persönlich schon um eine gute Grundlage zu haben. Wie die jeweilige Konfession heisst, ist mir persönlich ganz egal -und Gott glaube ich auch 🙂.
| Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, | ||
| Apg 10,35 | sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. | |
Ich komme ja sozusagen von der anderen Seite her in diesen Raum und glaube kaum dem Wortlaut der Bibel und den davon abhängigen Vorstellungen.
Aber ich glaube durchaus in manchen Belangen an den Sinn der Wörter der Bibel. Das sind denn oft auch Schnittstellen mit christlichen Gläubigen, was diese zumeist ganz und agr nicht so sehen.
Was will den Jesus eigentlich?
In seinen Aussagen finden sich Radikales sowie auch Selbstkontrolle.
hallo, das hast du finde ich ganz gut beschrieben…
Radikales: weil es dazu taugt als Basis (Grundstein, „Wurzel“) für dein ganzes Leben zu gelten, auf das alles andere aufgebaut/mit dem alles andere genährt werden kann
Selbstkontrolle: ist notwendig für ein Leben mit anderen Menschen
Johannes 10,10
„…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“
@awhler Es gibt auch unter denen die mit Glauben nichts anfangen können gute Leute. Bei Jesus de hätte ich aber schon gedacht auf eine bestimmte Klientel zu treffen. Im Forum für Feuerwehrleute vermute ich ja auch keine Brandstifter. Auf der anderen Seite bedeutet jemand der sich als Christ / Christin definiert nicht automatisch ein gutes Gespräch. Da gibt es sicher auch Leute die sehe ich lieber von hinten als von vorne und es wird auch Leute geben die sind froh wenn ich nicht an ihrem Tisch sitze.
Ich möchte da unterscheiden:
Mit anderen Christen sich austauschen ist für mich ein Kennenlernen Gottes - weil sich in jedem Christ durch den Heiligen Geist in ihm eine Facette seiner selbst offenbart. Die klassische Leib Christi Sache.
Mich mit anderen Menschen zum Glauben austauschen ist auch gut und wichtig, aber etwas anderes - da prüfe ich meine Haltung, finde spannend und ehrlich wichtig, ob das überhaupt Sinn macht, was ich da von mir gebe. Ob man es vielleicht nicht auch glauben kann, aber doch glaubhaft findet.
Ich finde die Unterscheidung "mit anderen Christen" und "mit anderen Menschen" ein bisschen fragwürdig.
- sowohl was die Spannbreite der Antworten angeht, WER überhaupt ein Christ ist, sich so nennen darf und wer nicht,
- als auch im Blick darauf, dass "ein Kennenlernen Gottes" (seine Präsenz und sein Wirken) für mich auch immer ungebunden und weit AUSSERHALB dessen zu denken ist, geschieht, sich vollzieht und erfahrbar ist, was wir die "klassische Leib Christi Sache" nennen und als solche definieren ...
Zugespitzt: Atheisten, Humanisten, Muslime, Buddhisten o.a. können für mich näher bei Jesus und im "Lichtkegel des trinitarischen Gottes" in dieser Welt sein, als unsere Verortungen, Verständnisse und Glaubens-Definitionen es *offiziell* erlauben 😉 ... in Mt 25 z.B. (Gleichnis vom Weltgericht) finden Menschen, die sich nie mit Jesus in Verbindung gebracht haben, selig gesprochen und in diesem Lichtkegel ... Als "Christen" und "zum Leib Christi" gehörig haben sie sich nie verstanden oder gesehen, aber sie gehören eschatologisch ZU JESUS ...
Mmhhh ... 😉
L'Chaim

@awhler Ich bin da recht einfach gestrickt und überlasse die Bewertung, wer Christ ist und wer nicht, gern anderen, die es besser beurteilen können. Aber wenn ich es wüsste, ist es eben doch ein Unterschied, ob jemand von neuem geboren ist und den Geist Gottes hat, oder eben nicht. Das mag an manch klugen Gedanken, frommer Tat oder edler Gesinnung keinen Unterschied machen, daran aber dann doch, denn wen der Geist Gottes treibt, ist eben sein Kind. Und wenn ich die Bibel richtig lese, dann wird der, der umgekehrt ist und sich taufen ließ auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung seiner Sünden; die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Aber wer bin ich, das final zu bewerten.

@ben-ahava Das ist natürlich eine grundlegende und wichtige Frage - nur müsste ich nun wissen, wer mich das fragt? Ein Christ, der den theologischen Diskurs über die Auslegung von Johannes 3 schätzt, oder ein Suchender, der wie Nikodemus fragt:
| Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden. |

Eigentlich ist das eine herrliche Frage – eigentlich so klar und einfach, und doch so komplex zu beantworten. Nikodemus hat sie auch gestellt, dieser hochdekorierte jüdische Glaubenskenner, der zu Jesus kam – und auch er hat es nicht gleich erfasst.
Du sagst: Du bist ein Jesus liebender Mensch? Wunderbar. Liebe ist vielleicht eines der besten Bilder für das, was Wiedergeburt bedeutet. Denn so wie man Liebe nicht erklären, aber doch ganz sicher spüren kann, ist es auch mit der Wiedergeburt. Wer sie erlebt hat, weiß es – wie ein Verliebter weiß, dass er verliebt ist. Und doch geht es dabei nicht nur um Gefühl, sondern um eine tiefgreifende Erkenntnis des Glaubens – eine Offenbarung, die der Heilige Geist wirkt.
Wiedergeboren zu sein heißt: Ich habe erkannt, dass Jesus der Messias ist. Dass er für mich gestorben und auferstanden ist. Dass ich durch ihn – und nur durch ihn – Zugang zum Vater habe. Und dass er mein Rabbi, mein Lehrer, mein Heiland ist – und sein muss, mein ganzes Leben lang, in allen seinen Ecken.
Und dass ich bereit bin, dafür alles hinter mir zu lassen, was mir vorher wichtig war: Geld, Ruhm, Sicherheit, Anerkennung, sogar mein eigenes Recht-Haben. Weil ich gemerkt habe: Er ist es wert. Es gibt nichts, was wichtiger ist.
Wiedergeburt ist der Beginn eines neuen Lebens. Ein Leben, das geistlich denkt und lebt. Das andere Maßstäbe hat. Das Gewinn nennt, was Jesus Gewinn nennt.
Nicht gleich in allem perfekt, aber eine echte Umkehr. Nicht vollständig, aber neu. Nicht aus mir, sondern aus ihm. Nicht für alle nachvollziehbar – aber für dich ohne jeden Zweifel.
Danke für deine lieben Worte, doch für mich gestaltet sich die Wiedergeburt entgegen den weitläufigen evangelikalen Annahmen in mehreren Schritten und ist final hier auf Erden kaum erreichbar. Aber du hast recht in allem, wenn die Liebe zu unserem Vater Jesus Christus im Vordergrund steht und man bestrebt ist nur Seinen Willen zu tun.
Mit anderen Christen sich austauschen ist für mich ein Kennenlernen Gottes - weil sich in jedem Christ durch den Heiligen Geist in ihm eine Facette seiner selbst offenbart. Die klassische Leib Christi Sache.
Ist denn jeder, der sich "Christ" nennt, auch ein solcher?
Oder ist es auch denkbar, dass du auf jemanden stößt, der sich zwar als Christ bezeichnet, der dich aber auf einen völlig falschen Weg führt?
Der Bezug ist immer Jesus. An ihm kann ich messen, „wessen Geistes Kind“ da vor mir steht, wenn ich auf jemanden treffe, der sich selbst Christ nennt.
„an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ zielt auch darauf ab, dass man das (früher oder später) sehen kann.
Und da der Mensch prüfen soll, denke ich nicht, dass man - unter Beachtung des oben gesagten - da so leicht in die Irre gelockt werden kann.
Der Bezug ist immer Jesus. An ihm kann ich messen, „wessen Geistes Kind“ da vor mir steht, wenn ich auf jemanden treffe, der sich selbst Christ nennt.
Ich frage das hier ja aus eigener Erfahrung. Ich war ja seinerzeit in sehr vielen Gemeinden unterwegs - evangelisch, katholisch, charismatisch, evangelikal. Und da sind mir natürlich die verschiedendsten Menschen begegnet... positiv wie negativ. Also Menschen, deren Glauben ich bewundert habe, Menschen die eine Sehnsucht hatten (die aber nicht immer erfüllt wurde), sehr merkwürdige Menschen, die auf mich seltsam wirkten... und solche, die mich eher abschreckten.
Und deshalb meine Frage. Denn ich könnte es mir ja einfach machen, und nur solche Leute beachten, die mir sympathisch sind und mich bestätigen. Aber vielleicht sind es ja gerade die Leute, die mir unangenehm sind, die einen Punkt haben, den ich vielleicht selbst nicht wahrhaben will.
Es ist also mit der Auswahl gar nicht so einfach... und einfach zu sagen "ich folge Jesus!" dürfte da kaum ausreichen.
Und wenn du dann selber auswählst und hinterfragst... dann besteht natürlich die Gefahr, dass du einfach nur nach Bestätigung suchst, weil das halt menschlich ist. Und wenn du aber auch auf andere Aussagen hörst, dann mag dich das zwar weiter führen... oder aber auch auf eine falsche Fährte.
Alles nicht so einfach...

@lucan-7 Für andere ist das wirklich kaum verlässlich zu beurteilen. Für einen selbst aber doch mit etwas Selbstprüfung schon. Zum einen an den eigenen Früchten im Leben (Liebe, Freundlichkeit, Sanftmut, Enthaltsamkeit etc.), zum anderen daran, was/wer einen antreibt im Leben - ist das der Geist Gottes, man selbst oder jemand anderes.
Für andere ist das wirklich kaum verlässlich zu beurteilen. Für einen selbst aber doch mit etwas Selbstprüfung schon.
Aber wie verlässlich kann so eine "Selbstprüfung" schon sein? Da läuft ja vieles auch unterbewusst ab.
Das war ja auch einer der Gründe, weshalb ich mich da wieder abgewandt habe... es gab einfach nichts wirklich Verlässliches...
Veröffentlicht von: @thow42@lucan-7 Für andere ist das wirklich kaum verlässlich zu beurteilen. Für einen selbst aber doch mit etwas Selbstprüfung schon. Zum einen an den eigenen Früchten im Leben (Liebe, Freundlichkeit, Sanftmut, Enthaltsamkeit etc.), zum anderen daran, was/wer einen antreibt im Leben - ist das der Geist Gottes, man selbst oder jemand anderes.
Die Grenzen sind fließend - und manchmal ist die Eigenwahrnehmung eine ganz andere als die von außen.
Das verstehe ich. Aber wenn du Jesus als Leitwolf (ähm, Hirten) hast, dann wird alles einfacher, weil du nicht mehr (zumindest etwas weniger) dich an anderen Menschen orientierst (bewundern, sympathisch finden /oder auch nicht usw.) sondern einzig und allein an ihm (was hat er gesagt/getan?) und am Heiligen Geist (Eingebung-Inspiration; hört sich jetzt vielleicht abgehoben an, ist es aber eigentlich nicht)
Kurz gesagt: wenn ich mich an ihm orientiere, dann komme ich nicht von der Bahn…oder noch mal anders ausgedrückt: dann leuchte ich entweder selbst für andere oder leuchte mit den anderen zusammen. Ja, dann gibt es immer noch Menschen, mit denen ich intensiver „leuchten“ kann, aber es spielt keine Rolle- Hauptsache leuchten 🙂🙂🙂.
Es ändert sich dann was, man ruht mehr in sich selbst.
Aber bei allen Leuten, die für mich früher von ihrem Wesen her attraktiv waren, mir scheint es, als hätten mich alle dahingeschubst wo ich jetzt bin - die mir unsympathischer waren, die hatten gar keinen Einfluss auf mich.
weil du nicht mehr (zumindest etwas weniger) dich an anderen Menschen orientierst (bewundern, sympathisch finden /oder auch nicht usw.) sondern einzig und allein an ihm (was hat er gesagt/getan?) und am Heiligen Geist (Eingebung-Inspiration; hört sich jetzt vielleicht abgehoben an, ist es aber eigentlich nicht)
Aber man orientiert sich immer noch an sich selbst, zumindest ist das meine Erfahrung.
Und mit dem "Heiligen Geist" ist das auch so eine Sache... da gibt es sehr viele Leute, die sich auf ihn berufen, und die sagen alle was Anderes...
Veröffentlicht von: @lucan-7Aber man orientiert sich immer noch an sich selbst, zumindest ist das meine Erfahrung.
Ja. Man ist aber nicht mehr nur auf sich allein zurückgeworfen.
Es mag Menschen geben, die keinen Leithammel brauchen und gut zurecht kommen mit der Vielfalt der Welt. Ich gehöre da nicht dazu - eigentlich aus den Gründen, die du selbst schon genannt hast: jeder sagt was anderes. Es gibt sooo viele Meinungen auf der Welt und das verwirrt mich. Es tut gut jemandem 100% zu vertrauen, dadurch traue ich dann wiederum mehr mir selbst und meiner Wahrnehmung…ich kann’s nicht anders erklären.
Veröffentlicht von: @lucan-7Und mit dem "Heiligen Geist" ist das auch so eine Sache... da gibt es sehr viele Leute, die sich auf ihn berufen, und die sagen alle was Anderes...
Ja, das ist so. Und deshalb musst du dich an Jesus orientieren und nicht an anderen Leuten. Dann hast du den Heiligen Geist und der leitet dich dann weiter an. (Dazu gibt es Bibelstellen, die das recht gut erklären. Schreibe ich dir gerne morgen, bei Bedarf, jetzt bin ich schon zu müde und gehe in die Haja.)
Ja, das ist so. Und deshalb musst du dich an Jesus orientieren und nicht an anderen Leuten. Dann hast du den Heiligen Geist und der leitet dich dann weiter an.
So etwas in der Art hatte ich mir ja erhofft... hat allerdings nicht gut funktioniert...
hallo,
ich habe jahrelang Gott um den heiligen Geist angefleht, ohne irgendeinen Erfolg (zumindest für mich in meinem Leben nicht sichtbar oder spürbar…wie das von oben aussah, weiss ich nicht, das könnte ja vielleicht trotzdem erfolgreich gewesen sein 🙃)
ich war in einigen Gemeinden, um zu gucken ob die ihn (den HG) vielleicht haben…nur um festzustellen, dass ich mich da nicht wohl fühle,
kurz: ich habe etwas erwartet, das nicht eingetreten ist, weder bei mir noch in der Gemeinschaft mit anderen Christen.
Jetzt ist das anders.
Ich kann nicht in Sprachen beten, kein Schauer hat mich erfasst, keine Offenbarung ist mir zuteil geworden.
ABER: ich habe etwas, das ich vorher nicht hatte: Vertrauen zu Gott.
Es hat sich entwickelt, weil ich keine andere Option gesehen habe, auf welcher Basis ich mein Leben sonst bestreiten soll. Rückblickend würde ich sagen, Gott hat mich einfach immer näher zu Jesus ran geschoben, ich habe angefangen immer mehr dem zu glauben und zu vertrauen, was er sagt und das als Basis für mein Leben zu nehmen.
Gott zieht dich, sonst wärest du nicht in einem christlichen Forum unterwegs, so sehe ich das. Für mich bist du schon Familie.
Liebe Grüße, Stern
kurz: ich habe etwas erwartet, das nicht eingetreten ist, weder bei mir noch in der Gemeinschaft mit anderen Christen.
Ich habe lediglich erwartet, glauben zu können, in der Hoffnung meinem Leben damit einen Sinn zu geben.
Sinngemäß wurde mir dann immer gesagt: "Um glauben zu können musst du vorher glauben!"
Was mir reichlich unsinnig erscheint. Ich habe dann also geprüft, ob das, was Christen so erzählen und das, was in der Bibel steht, für mich irgendeinen sinn ergibt. Und das tat es letztlich nicht... weshalb für mich die Sache immer unglaubwürdiger wurde.
Gott zieht dich, sonst wärest du nicht in einem christlichen Forum unterwegs, so sehe ich das. Für mich bist du schon Familie.
Glaube ist ja ein weites Feld. Jesus ist für mich ja in mancher Hinsicht ein Vorbild, und Kirchenmitglied bin ich auch noch. So gesehen könnte ich mich auf dieser Basis auch als "Christ" sehen - aber dazu gehört eben noch viel mehr, vor allem die Auferstehung und die ganzen "übernatürlichen" Dinge, von denen man zumindest einen Teil glauben muss, um wirklich Christ zu sein.
Ich sehe das aber auf einer sehr nüchternen, philosophischen Ebene. Da ergibt manches aus der Bibel Sinn, vieles aber auch nicht. Und der "Heilige Geist" ist für mich der Glaube an etwas gemeinsames Gutes, etwas, das die Menschen zusammenführen kann. Deshalb ja auch "wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind...".
Aber das ist halt auch alles meine persönliche Interpretation... das, was Menschen vor 2000 Jahren und mehr geglaubt haben hat für mich jedenfalls in erster Linie eine historische Bedeutung.
Ich habe lediglich erwartet, glauben zu können, in der Hoffnung meinem Leben damit einen Sinn zu geben.
Und wie ist es jetzt?
Sinngemäß wurde mir dann immer gesagt: "Um glauben zu können musst du vorher glauben!"
Ich habe für mich irgendwann in meinem Leben beschliessen müssen (nach vielen Jahren bewusster Hinwendung und nach vielen Jahren ererbtem Christentum) ob ich denn nun glaube oder nicht. Beides gleichzeitig schien nicht sinnvoll. Irgendwie schien ich beides in meiner Brust zu haben und ich wollte Klarheit schaffen.
Und dann habe ich einfach beschlossen zu glauben (weil mir der Gedanke, dass es eine Welt ohne Gott geben könnte sehr beängstigend vorkam - das pure Chaos ohne absehbar gutes Ende).
Erst ab dann ging es bergauf für mich und ich konnte die ein oder andere Frucht tatsächlich sehen.
Deshalb macht diese Aussage für mich schon Sinn, dass erst der Glaube kommt.
Deshalb fordert uns Jesus dazu auch auf („glaubt an Gott und glaubt an mich“.
Du wirst einwenden, dass nur weil du beschliesst an Marsmännchen zu glauben, sie damit nicht automatisch wahr werden.
Von Gott haben wir ein fettes Buch mit Zeugen.
Du wirst sagen, dass sind alles nur Menschen wie ich, die eine Welt ohne Schöpfer und gutes Ende nicht aushalten und sich deshalb Geschichten dazu ausgedacht haben bzw. Bedeutung in Ereignisse gelegt haben.
Das liegt daran, dass niemand für dich diesen Glaubensschritt machen kann, sowie niemand für dich leben kann.
Aber ich vermute schwer, dass dir das alles klar ist, und du damit in Frieden bist - nur wir nicht 🙂.
Jesus ist für mich ja in mancher Hinsicht ein Vorbild
Das ist schön.
„Wer mich liebt, liebt den Vater.“ 🙂
Ich sehe das aber auf einer sehr nüchternen, philosophischen Ebene
Vermutlich ist das absolut ausreichend, denn du machst dir Gedanken darüber.
In der Bibel gibt es die Stelle, wo Maria nach der Verkündigung beschrieben wird mit:…“und sie bewegte die Worte in ihrem Herzen“
Ich finde das eine gute Beschreibung für das Interagieren mit aufgenommenen Informationen.
das, was Menschen vor 2000 Jahren und mehr geglaubt haben hat für mich jedenfalls in erster Linie eine historische Bedeutung.
Ja…
…für andere ist Jesus lebensverändernd bzw. was damals passiert ist…oder sagen wir, wer damals gelebt hat…du wärst auch nicht du, so wie du jetzt bist, wärst du ihm nicht begegnet.
Er hat dich in irgendeiner Weise berührt, das merkt man.
Veröffentlicht von: @sternIch habe für mich irgendwann in meinem Leben beschliessen müssen (nach vielen Jahren bewusster Hinwendung und nach vielen Jahren ererbtem Christentum) ob ich denn nun glaube oder nicht. Beides gleichzeitig schien nicht sinnvoll. Irgendwie schien ich beides in meiner Brust zu haben und ich wollte Klarheit schaffen.
Das ist nicht immer einfach mit dem ererbten Christentum. Manchmal hab ich mir schon überlegt, wie es wohl wäre, wenn man - wie manchmal zu hören - gewissen Glaubensaussagen tatsächlich zum ersten Mal begegnet und die mitten ins Herz treffen.
In der Bibel gibt es die Stelle, wo Maria nach der Verkündigung beschrieben wird mit:…“und sie bewegte die Worte in ihrem Herzen“
Ich finde das eine gute Beschreibung für das Interagieren mit aufgenommenen Informationen.
In meinem Alltagsdeutsch ist das ein 'Drübernachdenken'.
Das ist nicht immer einfach mit dem ererbten Christentum
Dieses Problem hat sich für mich nicht ergeben. Das ererbte Christentum hat für mich überhaupt keinen Sinn gemacht. Wie wenn du etwas geerbt hast, aber nichts damit anfangen kannst.
Erst als ich wissen wollte, was Jesus denn zu sagen hat (so Anfang meiner zwanziger als Ratsuchende bezüglich Lebensfragen), habe ich begonnen, mich ernsthaft mit dem was Jesus wollte auseinanderzusetzen.
Insofern war das sehr unvoreingenommen, wie ich da ran gegangen bin.
Und wie ist es jetzt?
Jetzt suche ich immer wieder nach einem Sinn... vermutlich gibt es ohnehin mehr als einen.
Du wirst sagen, dass sind alles nur Menschen wie ich, die eine Welt ohne Schöpfer und gutes Ende nicht aushalten und sich deshalb Geschichten dazu ausgedacht haben bzw. Bedeutung in Ereignisse gelegt haben.
Das liegt daran, dass niemand für dich diesen Glaubensschritt machen kann, sowie niemand für dich leben kann.
Aber ich vermute schwer, dass dir das alles klar ist, und du damit in Frieden bist - nur wir nicht
Auch Frieden ist nicht endgültig... der muss immer wieder neu gefunden werden.
Vermutlich ist das absolut ausreichend, denn du machst dir Gedanken darüber.
In der Bibel gibt es die Stelle, wo Maria nach der Verkündigung beschrieben wird mit:…“und sie bewegte die Worte in ihrem Herzen“
Ich finde das eine gute Beschreibung für das Interagieren mit aufgenommenen Informationen.
Ja, das ist es wohl... manchmal ist der Prozess das Ziel.
Ja…
…für andere ist Jesus lebensverändernd bzw. was damals passiert ist…oder sagen wir, wer damals gelebt hat…du wärst auch nicht du, so wie du jetzt bist, wärst du ihm nicht begegnet.
Er hat dich in irgendeiner Weise berührt, das merkt man.
Auch das ist sicher richtig... egal auf welche Weise, das Leben einiger Menschen vor 2000 Jahren beeinflusst mich heute genau so wie viele andere Menschen auch...
dann wird alles einfacher, weil du nicht mehr (zumindest etwas weniger) dich an anderen Menschen orientierst (bewundern, sympathisch finden /oder auch nicht usw.) sondern einzig und allein an ihm (was hat er gesagt/getan?) und am Heiligen Geist (Eingebung-Inspiration; hört sich jetzt vielleicht abgehoben an, ist es aber eigentlich nicht)
Ist das wirklich so?
Im Christentum gibt es diverse Star-Prediger und wichtige Persönlichkeiten, die eine ganze Schar an Nachfolgern hinter sich haben. Und wenn es darum geht zu Fragen, "was hat Jesus gesagt", greift man ja auch immer zu Kommentaren oder Predigten, also orientiert sich an Menschen.
Das mit dem heiligen Geist hört sich immer toll an; aber so praxisnah scheint das wohl eher selten. Ansonsten gäbe es sicherlich viel weniger unterschiedliche Konfessionen als wir sie heute haben. Aber diese entstehen ja gerade, weil dann wieder etwas neu verstanden wird oder ein bestimmtes Detail als super Wichtig erachtet wird.
Nicht falsch verstehen; ich möchte dir nicht widersprechen. Ich hinterfrage nur gerne 😉
Alles gut, wir sind hier um uns auszutauschen…:)
Im Christentum gibt es diverse Star-Prediger und wichtige Persönlichkeiten
Sorry, das ist überhaupt nicht meine Welt…
Aber im Grunde hast du recht. Als wir einen tollen Pfarrer hatten, der für seine Schäflein auch Bibelkurse gegeben hat, war das für mich auch so, dass eine besondere Atmosphäre bei den Treffs da war…allerdinge dachte ich, das läge an dem überaus kompetenten Input über Jesus, den ich da bekommen habe…wir haben ihn aber schon auch sehr gehypt, das stimmt 🙂🤔…
Also nehme ich das zurück: man orientiert sich an anderen Menschen, wenn man sie bewundert oder für sehr kompetent hält.
Und wenn es darum geht zu Fragen, "was hat Jesus gesagt", greift man ja auch immer zu Kommentaren oder Predigten, also orientiert sich an Menschen.
Das nun weniger. Ich greife zwar auch manchmal für mein Verständnis auf Kommentare und Auslegungen zurück -und manchmal sind sie herausragend hilfreich- aber ansonsten guck ich erst in die Bibel, wenn ich wissen will, was Jesus gesagt hat. Und dann geht es mir auch wirklich um den Inhalt, weniger um die Person, die es auslegt.
Das mit dem heiligen Geist hört sich immer toll an; aber so praxisnah scheint das wohl eher selten.
Ich bin in keiner Gemeinde, gehe aber öfters in die ev. Kirche im Ort. Da gibts ausser mal eine Predigt zum HG sonst nicht viel, weil Landeskirche.
Aber für mich persönlich vertraue ich darauf, dass er mich führt und lehrt.

@lucan-7 Davon gehe ich nicht aus. Im Gegenteil, sonst würde das, was Jesus sagte, dass so mancher der "Herr, Herr" gerufen hatte (und es wahrscheinlich auch selbst glaubte) und doch kein Christ war, ja keinen Sinn machen.
Davon gehe ich nicht aus. Im Gegenteil, sonst würde das, was Jesus sagte, dass so mancher der "Herr, Herr" gerufen hatte (und es wahrscheinlich auch selbst glaubte) und doch kein Christ war, ja keinen Sinn machen.
Gell, thow42 - du beziehst dich mit deiner Aussage darauf?
Lucan schrieb: Ist denn jeder, der sich "Christ" nennt, auch ein solcher?
Ich möchte hier etwas ergänzen, was mir im Glauben wichtig geworden ist: Es steht uns grundsätzlich nicht an zu richten. Ah, da fällt mir ein - was ich ergänzen möchte, passt auch gut zu deiner Aussage vom 14.07. um 22.07 Uhr. Ich füg das gerade mal ein…
thow24 schrieb:
@awhler Ich bin da recht einfach gestrickt und überlasse die Bewertung, wer Christ ist und wer nicht, gern anderen, die es besser beurteilen können. Aber wenn ich es wüsste, ist es eben doch ein Unterschied, ob jemand von neuem geboren ist und den Geist Gottes hat, oder eben nicht. Das mag an manch klugen Gedanken, frommer Tat oder edler Gesinnung keinen Unterschied machen, daran aber dann doch, denn wen der Geist Gottes treibt, ist eben sein Kind. Und wenn ich die Bibel richtig lese, dann wird der, der umgekehrt ist und sich taufen ließ auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung seiner Sünden; die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Aber wer bin ich, das final zu bewerten.
Nun meine „5 Cent“:
Wozu sind wir als Christen aufgerufen? In der Liebe zu leben. Uns gelingt das in der Nachfolge Christi. Durch die Erfahrung von Vergebung und Barmherzigkeit wachsen wir auch im Scheitern.
Wir sind auch dazu aufgerufen, andere zu Jüngern „zu machen“. Am überzeugendsten sind wir dabei - meiner Meinung nach - durch „unser Zeugnis“, indem sichtbar ist, wie wir leben und worauf wir uns berufen, was uns Halt gibt.
Im Blick auf alle Menschen will ich auf Gott vertrauen, dass Er mit allen Seinen Weg geht. Wir sind alle Seine Geschöpfe. Jede*r versteht und lebt sein Leben anders; auch die die wir als Christ*innen wahrnehmen. Ich kann für das einstehen - soweit ich es vermag - was ich als „Wahrheit“ erkannt habe und ich will jede*n anderen in Liebe begegnen und in Respekt stehen lassen, ohne ein Urteil über ihn zu stellen. Das steht mir nicht zu. Und ich sag gern: Gott hat einen großen Hut. Es liegt an Ihm - Er ist der Allmächtige, wer alles darunter passt - nicht an unserer Auslegung oder unserem Verständnis.
@thow42 Wobei sich Gott nicht unbedingt auf sein Bodenpersonal beschränkt, wenn er jemandem etwas sagen will.
Es kann also gut sein, dass mir eine nicht-gläubige / nicht-so-gläubige / nicht-mehr-so-gläubige Freundin Dinge sagt, von denen ich ziemlich genau weiß, dass das genau die Botschaft war, die ich jetzt hören musste.
Und manchmal ist es interessant sich mit Menschen von außerhalb der frommen Blase über Glaubensdinge zu unterhalten.
Danke. Gute Worte. Ich finde sie klar und schließe mich da an.
Ich suche Christus in meinem Gegenüber, egal, wer mir gerade gegenüber ist. Natürlich den, den ich gerade "kenne bzw. erkannt habe" und irgendwie "erfasst" habe. (dass das nicht in Gänze geht, wissen wir unter Geschwistern ja) Ich freue mich, wenn ich Christus entdecke und gelange fast automatisch in einen Lobpreis Gottes, innerlich und auch - je nach Situation - äußerlich. Ich schaue in jeder Situation, was Er mir zu sagen hat, was Er mir zeigen will, mich lehren will, wo Er mich gebrauchen will (wobei ich letzteres auch ab und an nicht mitbekomme, mir die Rückmeldungen dann sagen, was los ist/war).