Was ist der gemeinsame Nenner?
Wenn man wirklich alles einmal runter bricht: Was verbindet uns eigentlich letztendlich als Christen wirklich?
Und die einzig richtige Antwort ist jetzt nicht wie im Kindergottesdienst "Jesus" - oder vielleicht doch?!
Ist es nicht viel mehr das Wort? Und das Wort wurde Jesus?
Ich verstärke: Das für uns vergossene Blut Christi am Kreuz und der uns geschenkte Glaube durch den Heiligen Geist, der die permanente Gegenwart Christi in einem Christen darstellt.
Es geht niemals am Kreuz vorbei ins ewige Leben und zur Kraft, Christi Zeugen zu sein.
Wahrscheinlich meinst du alle, alle, oder?
Na ja, wenn ich mich bei den Christen so umschaue, da habe ich schon nicht unbedingt den Eindruck, dass sich da alle geistlich verbunden fühlen und Ansichten und Meinungen gibt es sehr unterschiedliche.
*hm* Fühlen ... is so'n Ding. Gottes Reich ist Geist. Und es ist Wahrheit, dass wir im und durch den Heiligen Geist miteinander und mit Gott verbunden sind. Ob das jede/r so fühlt, ist für mich was ganz anderes. Es ist der Heilige Geist, der uns in alle Wahrheit führt (nicht das Gefühl, das trügerische). Ich fühle mich auch oft mit Geschwistern nicht verbunden - und doch ist es so. Das ist der Unterschied zwischen Gefühl und Geist/Wahrheit.

@neubaugoere Ich "fürchte" es ist noch komplizierter, weil Fühlen dann doch zu uns Mensch dazugehört und wir durchaus was fühlen dürfen, auch den HG fühlen können, aber eben nicht nur auf Gefühle setzen. Irgendwie ganzheitlich, wenn der Begriff nicht so verbraucht wäre, oder eben vielschichtig. Es ist halt nicht zu fassen. Und Elia auf dem Berg hat den Geist Gottes wie eine sanfte Brise eben doch "gespürt".
Es gibt Fühlen des Körpers (Berührung) es gibt Fühlen der Seele (Emotionen, sensitive Wahrnehmung), es gibt Fühlen des Geistes (Präsenz von Gottes Geist....und dem wiedergeborenen Geist eines anderen).
Daher ist das Wort "Fühlen" alleine zu ungenau, um das Wahrnehmen im Geist, Kommunikation von Geist zu Geist darzustellen. Diese Kommunikation von Geist zu Geist zu Gottes Geist wird in einer sehr prägnanten Szene in der Schrift beschrieben, nämlich in der Begegnung des ungeborenen Johannes des Täufers mit dem ungeborenen Jesus und der Wahrnehmung dieses Ereignisses durch die Mütter. Es entsteht Freude im Inneren....sehr tief und ein Wissen, dass man weiß.
Fühlen des Geistes (Präsenz von Gottes Geist....und dem wiedergeborenen Geist eines anderen)
Das wüsste ich jetzt nicht genau, ob ich das kenne.
Nur erlebe ich es immer wieder so, dass wenn ich Menschen neu kennenlerne, die Christen sind, so ist da häufig von der ersten Sekunde an so etwas wie eine Vertrautheit da. Ich /wir wissen, dass wir den gleichen Nenner haben und das finde ich sehr hilfreich und bietet sofort eine gute Grundlage. (Gerade im Juni hatte ich solche Begegnungen).
Noch bevor ich die Frage stellen kann, wird sie beantwortet ... so mag ich das 😀
Danke für den Input. - Wieder was gelernt. 🙂

@deborah71 Ich würde aber das seelische Fühlen nicht gänzlich außen vor lassen. Die "Freude" ist ja auch ein Gefühl und zudem laut Schrift eine große Kraft. Angst, Zorn, Trauer, Wut, Schmerz, legitimer und natürlicher Teil der menschlichen Existenz und damit auch Gottes Schöpfung und damit ein Weg (einer, eben nicht der einzige) um Gott zu erfahren oder zu begegnen. David war da recht großzügig im Teilen einer ganzen Bandbreite an Emotionen.
Wovor "außen vor lassen"? - Nächster Gedanke von mir: Gefühl ist ja etwas, das auf etwas Vorhergehendes folgt. Es ist also eher ein "Anzeiger", als ein "Richtungsweiser". <-- Das war zumindest meine Intention bezüglich des Fühlens überhaupt.
Ich schrieb:
Es gibt Fühlen des Körpers (Berührung) es gibt Fühlen der Seele (Emotionen, sensitive Wahrnehmung), es gibt Fühlen des Geistes (Präsenz von Gottes Geist....und dem wiedergeborenen Geist eines anderen).
Nichts ist außen vor in meiner Erklärung, es geht um Unterscheidung, was ist was....

@deborah71 @neubaugoere Danke für Nachfrage und Klarstellung. So verstehe ich es besser.
Mir hilft das Wissen darum, dass es so ist. Es lässt mich anders handeln. Wenn ich es aber fühle, was ich theoretisch weiss, dann fühle ich mich 1000 Mal lebendiger.
Veröffentlicht von: @deborah71Diese Kommunikation von Geist zu Geist zu Gottes Geist wird in einer sehr prägnanten Szene in der Schrift beschrieben, nämlich in der Begegnung des ungeborenen Johannes des Täufers mit dem ungeborenen Jesus und der Wahrnehmung dieses Ereignisses durch die Mütter. Es entsteht Freude im Inneren....sehr tief und ein Wissen, dass man weiß.
Diese Stelle war meine „Bekehrungsstelle“. Ich habe Rotz und Wasser geheult über diese Freude, die Johannes empfindet und über die Verbundenheit.
Heute ist das schon Jahre her und ich vermisse das Fühlen dieses Wissens. Es ploppt nur selten auf, leider…obwohl es sicher da ist.
Veröffentlicht von: @tamaroda habe ich schon nicht unbedingt den Eindruck, dass sich da alle geistlich verbunden fühlen und Ansichten und Meinungen gibt es sehr unterschiedliche
Ja, das ist so. Ich bin trotzdem sehr froh, dass es so ein Raum wie hier zum „Treffen“ und Austauschen gibt…auch wenn es unterschiedliche Meinungen sind, sind wir doch hier unter dem Deckmantel von Gottes Sohn und „in seinem Geist oder Namen“ versammelt. Mir bedeutet das viel.
Was uns "letztendlich verbindet" ... Danke für die Frage.
Ich sag mal so:
Dass wir ALLE Menschen sind, die unter der Gnade Gottes stehen und seine Liebe in Christus annehmen.
Dass wir uns - auch wenn's manchmal schwer fällt - in unserer Verschiedenartigkeit geschenkt sind.
Und dass wir aufpassen müssen, uns nicht in unseren eigenen Blasen und "Echokammern" zu verlieren 😉
L'CHaim