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Für was entscheiden? (Evangelisch/Katholisch/Orthodox)


jaanet
 jaanet
Themenstarter
Beiträge : 3

Hi 🙂 

 

Ich wollte gerne von euch wissen wie ihr für euch herausgefunden habt welcher Konfession ihr angehören wollt. Die Frage geht besonders an Erwachsene die erst später religiös geworden sind. Woher weiss man wo man sich z.b taufen lassen will, und welcher Gemeinde man angehören will?

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Tagesschimmer
Beiträge : 1248

Anfangs habe ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht. Ich wurde in einen Hauskreis eingeladen und habe den durch Umzug wieder verlassen. So war es später auch. Ich bin in die Gemeinde vor Ort gegangen, die irgendwie offen für Neue war und habe nach Kräften einfach mitgemacht. Nach dieser Zeit wusste ich dann, dass ich eher für eine Freikirche geeignet bin. Genauer würde ich es aber nicht bezeichnen, sondern schaue dann immer, wie ich die Gemeinde erreiche und wie die konkrete Gemeinde vor Ort ist. 

tagesschimmer antworten
2 Antworten
jaanet
 jaanet
(@jaanet)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 3
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Anfangs habe ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht. Ich wurde in einen Hauskreis eingeladen und habe den durch Umzug wieder verlassen. So war es später auch. Ich bin in die Gemeinde vor Ort gegangen, die irgendwie offen für Neue war und habe nach Kräften einfach mitgemacht. Nach dieser Zeit wusste ich dann, dass ich eher für eine Freikirche geeignet bin. Genauer würde ich es aber nicht bezeichnen, sondern schaue dann immer, wie ich die Gemeinde erreiche und wie die konkrete Gemeinde vor Ort ist. 

Was gefällt dir denn besonders am Leben in einer Freikirche?

jaanet antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1248

@jaanet Im Prinzip ist es bei mir, wie es auch GoodFruit schreibt, eine Sache der speziellen Gemeinde. 

Ich möchte in einer Gemeinde als erwachsener, freier Mensch behandelt werden, als von Gott berufene Person, die in der Gemeinschaft geben und nehmen darf. Ich liebe Anbetung, die wirklich Gott gilt. Mit der Zeit wünsche ich mir verbindliche Beziehungen und dass die verschiedenen biblischen Dienste und Begabungen angestrebt werden und Raum haben. 

Das muss nicht fertig vorhanden sein. Aber es gibt eine Atmosphäre, in der so etwas gedeihen kann. Es ist sicher subjektiv, wie ich das beurteile. Für mich passen am besten flache Strukturen, in denen angenommen wird, dass Gott durch jeden in der Gemeinde wirken möchte und in denen respektvolle, nahe und häufige Gemeinschaft gepflegt wird. Also einander tragen in Gebet, Lehre und praktischer Hilfe und gemeinsam in die Richtung gehen, die Gott zeigt.

Derzeit erlebe ich es so, dass wir z.B. keine ausgesprochenen guten Lehrer haben. Aber es gibt sehr viele Hinweise auf gute Predigten, die online verfügbar sind. Dafür haben wir ehrliche Beziehungen und trauen uns, mutig zu beten, auch wenn uns nicht immer alles theologisch ganz klar ist. Wenn jemand mal ganz falsch liegt, können wir das ansprechen. Das ist schon ein echter Schatz. 

tagesschimmer antworten


Jigal
 Jigal
Beiträge : 3927

Ich denke das muss man ausprobieren. Unterschiedliche Menschen möchten unterschiedliche Gottesdienste.

Orthodox empfinde ich als sehr streng und die Gottesdienste gehen deutlich länger, dann sind sie in der Regel nicht in deutscher Sprache, das die Oskirchen von den Leuten importiert wurden, die sie gründeten sind die syrisch-orthodoxen in aramäisch, die russisch-orthodoxen in russisch.

Wie sieht es mit dem Musikgeschmack aus?  ich weiß nicht ob die orthodoxen Instrumente verwenden, die großen Kirchen verwenden Orgeln und zum Großteil älteres Liedgut und moderne Lieder.  Freikirchen machen Musik mit einer Band und der Wechsel auf moderne Lieder ist nach meinem Empfinden schnell, wenn keine Bücher verwendet werden. Vor grob 20 Jahren kam das Buch feiert Jesus heraus, das in evangelischen Gemeinden für den Jugendkreis beschafft wurde. Die haben sich sehr gut verkauft und es gab immer wieder neue Versionen. Viele arbeiten mit Beamer und da sind neue Lieder leicht einzuspielen.  Evangelisch und katholisch haben so einen Mix im Liedgut da die Leute auch das singen möchten, das sie schon vor 30 Jahren gesungen haben. Also ich würde schauen, was ist in meiner Nähe und es einfach ausprobieren. Anonym sich umsehen ist in der evangelischen Landeskirche oder bei den Katholiken eher möglich als bei Freikirchen. Das liegt daran dass es bei freien Gemeinden oft noch Gelegenheit für einen Kaffee und Snacks gibt, das gibt es bei anderen auch, aber weniger z.B. nur einmal im Monat. Dort kommt man mit Leuten ins Gespräch, wenn man möchte. Gibt es das nicht kann man leichter wieder das Gebäude verlassen.

jigal antworten
GoodFruit
Beiträge : 2911

@jaanet Hallo jaanet,

Die Entscheidung für die Konfession ist das eine, die Entscheidung für eine Gemeinde ist das andere.

Der Papst wird mir zwar entschieden widersprechen - aber letztendlich sind alle der drei genannten Konfessionen christliche Kirchen und Du findest da auf Christus ausgerichtete Menschen. Dem Retter näherzukommen und ihn gemeinsam anzubeten - das ist doch letztendlich das Ziel.

Was da wichtig ist, das sind die Menschen in den Gemeinden. Fühlst Du Dich da angenommen, geliebt?

Ich habe Gemeinden kennengelernt, bei denen die theologische Ausrichtung fast 100%ig mein Ding war - aber die waren Kuschelgemeinschaft und wollten niemand dazu drin haben oder aber sie waren "schnöselig" im Sinne von elitär und man hätte sich da seinen Platz über Gegockel in einer Hackordnung erkämpfen müssen. Glaub mir: das willst Du nicht!

Letztendlich sind die Menschen in der Gemeinde und die Art, wie die Menschen miteinander umgehen, das vermutlich entschiedenste Kriterium. Spürt man den Menschen ihre Liebe zu Gott und dem Nächsten ab? Haben sie Liebe untereinander? Wie gehen sie mit Scheitern und mit Sünde um? Hat da jemand noch die Flecken auf dem Hemd, die er sich vor Jahren bei einem Fehltritt zugezogen hat - oder lebt man die rein machende Kraft des Blutes Christi und ehrt den Herrn, indem man den in Blut Christi gewaschenen Sünder als ganz reinen Bruder/Schwester annimmt?

Ich wünsche Dior von Herzen, dass Du eine wirklich gute Gemeinschaft findest, in der Du im Glauben wachsen kannst.

GoodFruit

goodfruit antworten


neubaugoere
Beiträge : 15759

Hej @jaanet 🙂

Ich fühl mich mal angesprochen, weil ich als Erwachsene - ich war ca. 34 Jahre alt - zu Gott fand (oder er mich zu sich holte).

In meinem Leben gab es einige "ungute Ereignisse", ich landete irgendwann nach plötzlichem Verlassen meines damaligen Freundes auf den Knien und schrie meine Not, meine Schmerzen, meine ungestillten Bedürfnisse ins Universum. (Das "Universum" sollte antworten.) - Parallel schaffte ich es, in meinem Leben schuldenfrei zu werden, genau zum Jahrtausendwechsel (nach meiner Scheidung "hinterließ" mir mein Exmann ca 16.000 DM Schulden). Die hatte ich "abgearbeitet".

Zur ungefähr gleichen Zeit lernte ich über das Internet einen jungen Mann kennen. Er war anders als andere. Er sah mich. Er sah mich. Das kannte ich bis dahin nicht. Wir redeten viel. Irgendwann trafen wir uns mitten in Deutschland auf der Hälfte der Strecke, die jeder zum anderen gebraucht hätte. Wir redeten viel, "lebten" ein paar Tage zusammen und er erzählte von seinem Gott, wie er mit ihm lebt, wie der so ist, erzählte mir irgendwas von diesem Sohn und sicher noch viel mehr. Er hat mir sicher auch was davon erzählt, dass mich dieser Gott lieben würde, ich kann mich nicht wirklich erinnern. Ich erlebte Dinge, die anders waren ... Unsere Wege trennten sich, als er sich dann verlobte, heiratete und eine Familie gründete.

Ein paar Jahre später befand ich mich in einer Situation, in der sich Schatten um mich herum bewegten. Ich sah sie. Ich rieb mir die Augen und redete mir ein, dass ich mir das alles nur einbilde. Mir fielen verschiedene Geschichten ein, die mir Leute erzählt hatten von übernatürlichen Dingen. Ich bekam es mit der Angst zu tun und geriet - als sie nicht verschwanden - in Panik. - Mir fiel etwas ein, was mir dieser junge Mann damals sagte, nämlich, wenn ich mal in Panik geraten würde, sollte ich den Namen seines Gottes - Jesus Christus - anrufen. Nun, ich hatte nichts zu verlieren, es konnte nicht schlimmer kommen ... So stand ich da und rief diesen Gott von XYZ an (genau so) und bat ihn um Hilfe, weil XYZ gesagt hätte, er würde mir helfen.

Gott beantwortete meinen Anruf. Ich sah etwas wie eine Hand, die eine Art Vorhang beiseite schob, es wurde hell, ich konnte wieder klar sehen, mich durchströmte ein Frieden, wie ich ihn nie vorher gekannt habe und beantwortete alle Fragen, die ich hatte, sogar die, die ich nicht mal gestellt hatte, die ich nicht mal kannte. Alles in mir wurde be-friede-t, alle Aufgewühltheit war weg, alle "Loser-Gedanken" weg ... nur noch Frieden und Licht/Helligkeit ... Wouw, das war genauso übernatürlich wie das vorher mit den Schatten.

Ein paar Jahre später - ich war noch nicht das, was ich heute "gläubig" nennen würde - lernte ich wieder einen jungen Mann kennen, der mir auch viele Fragen beantwortete über diesen Gott und die Zeiten damals. Er lud mich beständig ein in seine Gemeinde. - Irgendwann fing ich an, nach einer Gemeinde zu suchen, ich wollte mit anderen zusammen sein, die auch sowas erlebt hatten. Bei mir in der Gegend wurde ich nicht fündig, weshalb ich irgendwann zustimmte, mal mit diesem jungen Mann in einen Gottesdienst mitzugehen in seine Gemeinde. Der Typ damals (am Anfang) war bei den Baptisten. Ich suchte nach Baptisten, fand aber eben keine bei mir, die mir "zusagten". Nicht, dass ich hätte Details benennen können, weshalb "es" nicht "passte", es war irgendwie "alles". - Gesagt, getan. So kam ich in meine erste Gemeinde, das war eine Freikirche mit weltweiter Anbindung. Aus heutiger Sicht war dies meine "Brutstätte", mein "Kindergarten", wo jemand eben die ersten Dinge lernt, laufen lernt. - Diese Gemeinde sollte es irgendwann nicht mehr geben. Also fragte ich Gott, wo er mich hinschicken will, wo er mich sieht, ich wollte mir nichts selbst suchen. Ich kannte diesen Gott also schon eine Weile, ein paar Jahre und erlebte eben auch Übernatürliches in dieser Zeit, erfuhr seine Gedanken über mich, er heilte mich von vielen Dingen.

Ich kannte - ich war umgezogen - einige Gemeinden durch die Allianz-Gebetswochen hier in meiner Umgebung. Irgendwann als ich begriff, loslaufen zu müssen, sagte Gott mir den Namen der Gemeinde, wo ich heute noch bin. Ich lief also los, wurde freundlich begrüßt, auch von einem Dialekt, den ich aus der Familie kannte. Auch als ich um die Ecke in die Straße einbog, las ich über dem Haus einen Schriftzug (im Geist) "Familie" und wusste eben, dass das meine neue Gemeinde ist. (ich würde gern für mich behalten, in was für einer Gemeinde ich nun bin) Ich fand die alle ein bisschen ... *hm* ... 😉 ... nun ja ... gewöhnungsbedürftig, anders ... aber freundlich, nett, mich-hineinnehmend. Und ich fragte Gott, ob das sein ernst sei. Er bejahte. Acht Mal. (dann gab ich auf 😉 ). Er teilte mir irgendwann seine Gedanken mit, warum ich in der Gemeinde bin, was diese Gemeinde mir zu geben hat und was ich ihr zu geben habe. Da bin ich nun seit 2013. Es sind viele Dinge passiert seither. Ich habe viel Heilung erfahren auch in Bezug auf meine Familie (ich hatte keinen Kontakt mehr damals). Gott hat an mir gearbeitet, mich verändert und durch mich auch andere ...

Was will ich damit ausdrücken? - Es geht um deine Beziehung zu unserem großen Gott. Von ihm erfährst du all diese Dinge, denn er möchte dein Leben mitleben, er möchte dich begleiten, bei dir sein, mit dir gehen und für dich das Beste, weil er dich liebt. Frag ihn, wo er dich sieht, er wird dich führen. "Zu glauben" ist ja keine Sportart oder dergleichen. Gott lebt und will Beziehung, will alles mit dir gemeinsam erleben und durchleben. Es geht nicht so sehr darum, wo ich mich am wohlsten fühle oder was ich am meisten mag. Ich hoffe, ich hab das deutlich machen können.

Lieben Gruß

neubaugoere antworten
Kappa
 Kappa
Beiträge : 440

@jaanet Hi , ich war als Kind nicht in einer Kirche involviert. Später wurde ich dann charismatischer Freikirchler. Dann bin ich mit Mitte 20 abgekommen vom Glauben und habe mich ca. 15 Jahre später erneut zugewandt und mich dann aber neu orientieren wollen. Es fiel mir erst einmal schwer, aber durch einen Freund bin ich in Kontakt zur Katholischen Kirche gekommen und nach ein paar Jahren dann auch beigetreten.

 

Die Gründe, weil ich mich mit dem Hintergrund der Kirchengeschichte und über die Unterschiede von Protestanten und traditionellen beschäftige. Es brachte bei einigen Fragezeichen im Glauben für mich auch Klarheit.

liebe Grüße Eddie

 

 

 

kappa antworten


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