Gleichnis Pharisäer und Zöllner im Tempel
Guten Morgen,
- letzen Sonntag was dieses Gleichnis Thema der Predigt. Lukas 18, 9-14
Der Pharisäer und der Zöllner
Er sagte aber zu einigen, die überzeugt waren, fromm und gerecht zu sein, und verachteten die andern, dies Gleichnis: 10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. 11 Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst so: Ich danke dir, Gott, dass ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. 12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. 13 Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! 14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
Mir ist dabei zum ersten Mal klar geworden, dass jeder Christ, der sich ausruht auf seinem Christsein, eigentlich wie dieser Pharisäer ist. Also selbst wenn ich die Botschaft und Lehre von Jesus angenommen habe und mein Leben danach ausrichte, bin ich trotzdem immer noch wie dieser Pharisäer. Denn wenn ich denke, durch das Annehmen von Jesus „Gerechtigkeit vor Gott“ erlangt zu haben, dann ist das falsch, da mich dieser spezielle Gedanke über andere erhebt.
Wow. Deep shit. Daran hab ich nicht gedacht. Nachdem ich jetzt die ganze Woche immer wieder darauf rumgekaut habe, bin ich wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet: ich sollte mich besser als Sünder sehen. Wow.
(Bei all dem „gerecht machen vor Gott“, „gab ihnen die Macht Kinder Gottes zu werden“, Sündenvergebung“ , „er wirft die Sünden in den Abgrund“ hab ich das komplett aus den Augen verloren 😳).
Das erzähle ich jetzt mal so, falls noch jemand gerne landen möchte 😌😆.
Hej 🙂
ich schrieb grad woanders, dass wir für solche Betrachtungen auch immer gern auf Gott sehen dürfen - Wer ist Gott? - und auf die Schöpfung, unsere Identität.
"Wir sind gerecht gemacht." ja, das hören wir oft - Wissen wir alle tatsächlich, was das bedeutet? So ganz für uns? Es ist nicht einfach nur eine Tatsache wie "Gott hat mich gerettet." Es ist ein kleiner Teil in einem großen Ganzen. Warum und wozu sind wir gerecht gemacht? Biblische Begriffe sind immer Beziehungsbegriffe, also Begriffe, die etwas "zwischen ..." beschreiben - die sich auf etwas zwischen Gott und seine Menschen bezieht ...
Wir stehen seit Adam und Eva nicht mehr "gerecht" vor Gott und kennen Gott nicht (mehr). Um aber wieder mit ihm zusammenwachsen zu können - hin zu dem, wie es sozusagen früher einmal war (und noch viel mehr) -, braucht es unsere (Ge-)Recht-Fertigung. Warum? Wegen des himmlischen Gesetzes. Jesus sprang in diesen Riss. Es hat ihn viel gekostet - sein Leben. Er gab es - es füllt nun den Riss aus und so wir in dieser Wahrheit leben (lernen), leben wir mit Christus und können wieder mit dem Vater in Verbindung sein. Weil Jesus am Kreuz sein Leben ließ. Für uns. Für die, die da nicht mehr vertrauten. Was für eine Liebe. Kein "das haste nun davon". Er schuf uns in seine Welt hinein, er schuf uns aus Liebe. Wir gingen verloren. Deshalb hört seine Liebe nicht auf. Er sucht einen Weg ... und gibt ... sich selbst (in Form seines Sohnes). Er selbst tut alles - vor dem himmlischen Gesetz, das wir sehen dürfen/müssen, die bei der Schöpfung galten und immer noch gelen -, um uns zurückzuholen, zurückzugewinnen. Er hat es vollbracht. Und er bietet genau das jedem an. Natürlich gibt es da noch den anderen, dem das nicht so recht ist und der bei Leibe nicht untätig herumsitzt: der Meister/Vater der Lüge. Er raubt uns, wo er kann, die Wahrheit. Er hat sie uns ja schon einmal geraubt - die Konsequenz? Der "Abfall", der "Rausfall" aus der Gemeinschaft mit Gott. Das ist auch weiterhin sein Ziel. Und er hat Gehilfen dabei ...
Wir sind vor dem geltenden himmlischen Gesetz wieder ge-recht-fertigt ... damit wir wieder Gemeinschaft haben können mit dem Vater.
Wir dürfen größer denken (lernen).
So wir Gott erkennen, erkennen, was da eigentlich im Ganzen geschehen ist und warum, hilft uns Gottes Geist, "erfolgreich" leben zu können. Nicht zur Perfektion. In Beziehung, zur Beziehung, aufgrund der - wiederhergestellten - Beziehung. Wir müssen das Leben hier nicht allein bewerkstelligen. ER ist an unserer Seite. Der Ewige ist der Mit uns, ist für uns, ist Helfer, Ratgeber, Tröster, Retter, Heiland und sooo vieles mehr ...
(nur einige Gedanken von mir zu dem, was andere schon gesagt haben)