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Gott loben und ihm die Ehre geben, was bedeutet das?


Yaeli
Themenstarter
Beiträge : 308

Nachdem ich heute das Lied Ihn zu sehn ... vom Harmony-Quartett hörte, bewegte mich die Frage: warum ist das ein Ziel, dem man nachstreben sollte (?)

Was möchte der Liederdichter und die Sänger damit ausdrücken?
Haben sie länger darüber nachgedacht, was sie da singen?
Es hört sich im ersten Moment gut (fromm) an… vielleicht soll es wie eine Liebeserklärung klingen (?)

Meine Gedanken laufen weiter …
… vielleicht wollen sie damit Gott loben und ehren.
Das ist etwas, das im christlichen Sprachgebrauch öfter vorkommt: „Gott die Ehre geben“.

Mensch will Gott etwas geben (?) Funktioniert das nicht ohnehin nur mit Dingen, die Gott den Menschen selbst gegeben hat?

Bei Jesus geschah das oft ganz ohne das besonders zu betonen.... zB in Mk 2,12 heißt es nach dem Wunder schlicht, dass die Menschen über die Taten von Jesus staunten und dafür Gott lobten
Markus 2,1-12

Dazu kommen mir nun einige Frage auf:

- was bedeutet es überhaupt, Gott zu loben, und wie geht das ganz praktisch?

- warum will/sollte man Gott loben ?

- braucht Gott das Lob von Menschen, um mit ihm kommunizieren zu können?

- soll das so eine Art Eintrittskarte zum Himmel sein (oder woimmer man Gott vermutet)?

- kann ein Mensch durch Gotteslob Gott zu etwas bewegen, was ohne ein solches nicht passieren würde ?

Ich suche eigentlich schon länger nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn von „menschlich erzeugtem Lobpreis“ und dachte, vielleicht hat hier jemand ja eine oder mehrere mögliche Antworten darauf.

Antwort
33 Antworten
lubov
Beiträge : 2443

Ich erlebe es so, dass Gotteslob/Lobpreis... etwas ist, was im Grunde aus einer Gotteserfahrung entsteht. Nicht muss, aber kann. So, wie z.B. David, der vor der Bundeslade tanzte, oder Mirjam, die nach dem Durchschreiten des Meeres und dem Tod der Ägypter sang und tanzte. Viele Psalmen loben Gott, weil der Mensch Gottes Wirken erfahren hat.

Und solcher Lobpreis kann laut werden oder ganz leise. Er kann in Form oder informell sein. Formeller Lobpreis, also Psalmen, Gebete, Lieder... hat den Vorteil, dass man ihn leichter teilen und überliefern kann. Menschen, die nicht so kreativ sind oder nicht so extrovertiert oder... können sich solchen "vorgefertigten" Lobpreis aneignen (das können natürlich auch kreative, extrovertierte Leute). Dabei erfahren sie gleichzeitig auch, dass seit tausenden von Jahren Menschen ähnliche Erfahrungen mit Gott machen und darauf reagieren. "Ritualisierter" Lobpreis ist (bzw. kann sein) also zusätzlich gemeinschaftsfördernd und gemeinschaftsstärkend - man findet sich als Gemeinde dazu zusammen, weil man ähnliche Erfahrungen macht, und man findet sich in der Tradition all der Menschen, die das auch schon getan haben, bis hin zu denen, die die überlieferten Worte, die wir in der Bibel finden, niedergeschrieben haben.

Das nur mal ein paar Aspekte zu

Veröffentlicht von: @yaeli

- warum will/sollte man Gott loben ?

und

Veröffentlicht von: @yaeli

Ich suche eigentlich schon länger nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn von „menschlich erzeugtem Lobpreis“ und dachte, vielleicht hat hier jemand ja eine oder mehrere mögliche Antworten darauf.

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
5 Antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308

Danke Lubov, für deine schöne Beschreibung, was für dich Lobpreis bedeutet.

Veröffentlicht von: @lubov

Ich erlebe es so, dass Gotteslob/Lobpreis... etwas ist, was im Grunde aus einer Gotteserfahrung entsteht. Nicht muss, aber kann. So, wie z.B. David, der vor der Bundeslade tanzte, oder Mirjam, die nach dem Durchschreiten des Meeres und dem Tod der Ägypter sang und tanzte. Viele Psalmen loben Gott, weil der Mensch Gottes Wirken erfahren hat.

Lobpreis, der aus dem übervollen Herzen strömt ... ja, das ist Lobpreis, der auch anstecken kann. So erlebe ich es auch oft und kann das auch so nachvollziehen.

Veröffentlicht von: @lubov

Formeller Lobpreis, also Psalmen, Gebete, Lieder... hat den Vorteil, dass man ihn leichter teilen und überliefern kann.

Das ist eine Art, die ich nicht (mehr) so ganz nachvollziehen kann. Vielleicht aber auch, weil es eine lange Zeit die einzige Art war, Lobpreis zu erleben. Für mich war es in dieser Zeit eher etwas, das mit "Gehorsam" zu tun hat. Also: weil Gott gelobt und geehrt werden muss, weil man (nur) so Gott seine Anerkennung und Ehrerbietung zeigen könne.

Veröffentlicht von: @lubov

Menschen, die nicht so kreativ sind oder nicht so extrovertiert oder... können sich solchen "vorgefertigten" Lobpreis aneignen (das können natürlich auch kreative, extrovertierte Leute).

Ich verstehe inzwischen Lobpreis nicht mehr als "kreativ", sondern eher aus einem Impuls heraus, in dem man "automatisch" das weiter gibt, was man selbst empfangen an. So etwas wie überfließen ... im Sinne von Johannes 7,38 ...es also weitergibt an Menschen - nicht, weil Gott auf diese Art geehrt werden will.

Veröffentlicht von: @lubov

....gemeinschaftsfördernd und gemeinschaftsstärkend - man findet sich als Gemeinde dazu zusammen, weil man ähnliche Erfahrungen macht, und man findet sich in der Tradition all der Menschen, die das auch schon getan haben, bis hin zu denen, die die überlieferten Worte, die wir in der Bibel finden, niedergeschrieben haben.

Ja, so kann man das wohl in Gemeinden zu verstehen. Eigentlich sollte es angetrieben werden durch das eigene Erleben und so einen Strom bilden. Aber Gott kann es auch bewirken durch erlernten Lobpreis, der daran erinnert, was man schon mit Gott erlebt hat.
So wie es im Psalm 103,2
beschrieben wird, wo der Dichter an seine eigene Seele appelliert, nicht zu vergessen, was Gott ihm Gutes getan hat.

yaeli antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 742

@lubov Hallo Lubov, 

Deine Antwort ist wirklich schön beschrieben, da stimme ich Yaeli zu. 

Von Dir kommen in letzter Zeit immer so gute Antworten, was die Beziehung zu Gott/zu Jesus betrifft. 🙂 Danke!

feliciah antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

@feliciah 😊 Danke dir!

Der Beitrag war zwar schon etwas älter, trotzdem freut mich die Rückmeldung. Schon seit längerer Zeit wird für mich - im Grunde fast paradox - einerseits der Aspekt "Glaube ist Beziehung zu Gott" immer wichtiger, also im Grunde der "persönliche" Aspekt.

Gleichzeitig wird mir immer stärker bewusst, dass diese Beziehung ohne die biblische Grundlage nicht bestehen kann, und das heißt für mich auch, dass die "Gemeinschaft der Heiligen", sprich die Geschwister im Glauben durch alle Zeiten und an allen Orten, da ganz wichtig ist. Was wiederum mein Bibelverständnis beeinflusst, denn als ehemalige Deutschlehrerin sehe ich den Sinn eines "verbalinspirierten" bzw. "historisch wortwörtlich wahren" Bibelverständnisses immer weniger, wenn ich mir (z.B. - das ist jetzt nur sehr verkürzt gesagt) klar mache, wie viele Bibelübersetzungen es in wie viele Sprachen und basierend auf welchen "Urtexten" gibt, und wie sich Sprache im Laufe der Zeit verändert etc. pp.

Während also einerseits mein Glaube immer enger wird im Sinne von "aus vertrauensvoller Beziehung gespeist", wird er gleichzeitig immer weiter im Sinne von Gelassenheit und Offenheit. Vielleicht spiegelt das manchmal wieder.

lubov antworten
Feliciah
(@feliciah)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 742

@lubov @feliciah 😊 Danke dir!

Gerne! 🙂 

Was das Bibelverständnis betrifft, glaube ich auch nicht, dass alles "wortwörtlich" zu verstehen ist. Jesus ist ja schließlich kein Brot oder eine Tür. Ich glaube aber, dass die Bibel historisch wahr ist (damit meine ich nicht die Gleichnisse). Bei der Jungfrauengeburt gibt es für mich überhaupt kein Zweifel, dass Maria eine Jungfrau war. 

Schon seit längerer Zeit wird für mich - im Grunde fast paradox - einerseits der Aspekt "Glaube ist Beziehung zu Gott" immer wichtiger, also im Grunde der "persönliche" Aspekt.

Und genau das merkt man in letzter Zeit bei Dir. Ist wirklich inspirierend. 😊 Ich habe mich schon gefragt, ob Du ein besonderes Erlebnis hattest... 🙂 

Finde ich jedenfalls schön, weil die Beziehung zu Gott, zu Jesus, eben so wichtig ist und den Glauben lebendig werden lässt. 

feliciah antworten
lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2443

@feliciah Ach nein, ein Erlebnis hatte ich nicht. Ich hab schon mein ganzes Leben lang ein Verhältnis zu Gott, dass wie durch mehr oder minder starken Wind geprägt ist. Also... wie die Luft ist er schon immer da. Manchmal muss ich allerdings darum kämpfen, überhaupt noch Atem holen zu können - aber das liegt in der Regel nicht daran, dass keine Luft da wäre. Manchmal ist Luft ganz selbstverständlich und unauffällig - es ist windstill. Und manchmal umbläst es mich stärker (ich mag Lenkdrachen und sowas, das ist also ungemein positiv assoziiert). Grade umbläst es mich mal wieder etwas stärker, ich habe auch mehr Gelegenheit (gehabt), mich da zu fokussieren. Das gibt auch Kraft, die dann im besten Fall auch noch durch die nächste Atemnot trägt.

lubov antworten


Amalia
Beiträge : 411

Hallo Yaeli,

Veröffentlicht von: @yaeli

Was möchte der Liederdichter und die Sänger damit ausdrücken?

Vielleicht ihre Sehnsucht nach Jesus?

Veröffentlicht von: @yaeli

„Gott die Ehre geben“.
Mensch will Gott etwas geben (?) Funktioniert das nicht ohnehin nur mit Dingen, die Gott den Menschen selbst gegeben hat?

Mir kommt da der Gedanke, wie oft doch auch zwischen den Menschen geehrt und gelobt wird. Wenn man etwas Lobenswertes/ Ehrbares tut, bleibt dies erstmal auf der Menschebene und es besteht die Gefahr von Hochmut, wovor uns die Bibel warnt.
Wenn man nun aber seinen Lob und seine Ehre von der menschlichen Ebene im Herzen zu Gott erhebt, also ihm die Ehre erweist, ist es eine Tat der Demut Gott gegenüber. Man drückt dann damit aus, nicht ich habe dies getan, sondern du Vater hast das in mir gewirkt. Für mich spielt da Dankbarkeit Gott gegenüber auch eine große Rolle.

Ich denke, wir tun dies dann zu unserem Besten, wenn wir Gott die Ehre geben und erkennen, dass alles Gute von ihm kommt.

Zu deiner Frage, ob wir als Menschen Gott etwas geben können, fällt mir folgende Bibelstelle ein:

3 Johannes 4
4 Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.

Anscheinend können wir Gott durch unseren Lebenswandel Freude bereiten. Auch wenn das Gute von ihm kommt, scheint es Gott doch Freude zu bereiten, wenn wir diese Wahrheit annehmen und darin wandeln.

amalia antworten
2 Antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @amalia

Vielleicht ihre Sehnsucht nach Jesus?

Ja, es klingt so ... wobei ich "Sehnsucht" eher als etwas verstehe, das im Moment nicht anwesend ist, aber in der Zukunft erhofft wird.

Wobei Christen ja eigentlich davon ausgehen, dass Jesus immer anwesend (im Herzen) des Einzelnen sei, und in der Mitte solcher, die sich um ihn herum versammeln möchten.... in der Gegewart: JETZT

Veröffentlicht von: @amalia

Mir kommt da der Gedanke, wie oft doch auch zwischen den Menschen geehrt und gelobt wird. Wenn man etwas Lobenswertes/ Ehrbares tut, bleibt dies erstmal auf der Menschebene und es besteht die Gefahr von Hochmut, wovor uns die Bibel warnt.
Wenn man nun aber seinen Lob und seine Ehre von der menschlichen Ebene im Herzen zu Gott erhebt, also ihm die Ehre erweist, ist es eine Tat der Demut Gott gegenüber. Man drückt dann damit aus, nicht ich habe dies getan, sondern du Vater hast das in mir gewirkt. Für mich spielt da Dankbarkeit Gott gegenüber auch eine große Rolle.

Gut ... du siehst hier also die Tat: Lobpreis, auf Gott gerichtet, als einen Akt der Demut. So kann man es verstehen.

Leider habe ich oft den Eindruck (wie auch im obigen Video), dass man in emotionalen Ausdruck viel mehr zeigen will, wie sehr man das irdische Leben (mitsamt der Lebewesen) nicht wirklich achtet, indem man ihnen Gott näher bringt, sondern eher auf den Bereich "danach" hinweist, auf dem man sein "Konto" aufladen möchte.

Veröffentlicht von: @amalia

Ich denke, wir tun dies dann zu unserem Besten, wenn wir Gott die Ehre geben und erkennen, dass alles Gute von ihm kommt.

Ja, ist wahrscheinlich so. Wobei ich diese Erkenntnis nicht unbedingt als eine Tat der Vernunft verstehen möchte, als viel mehr einen Ausdruck der Erfüllung, die sich selbst vermehrt und Gutes bewirkt unter Menschen.

Veröffentlicht von: @amalia

Anscheinend können wir Gott durch unseren Lebenswandel Freude bereiten. Auch wenn das Gute von ihm kommt, scheint es Gott doch Freude zu bereiten, wenn wir diese Wahrheit annehmen und darin wandeln.

Das verstehe ich auch so. Indem man MIT Gott lebt, bewirkt Gott selbst die Erfüllung - welche sich dann im Lobpreis äußert ... von innen heraus.
Nicht deshalb, weil man eben loben sollte, um Gott damit die Ehre zu geben.

Ich denke, Gott braucht unsere Ehre nicht. Gott ist, der er ist - vollkommen. ER gibt den Menschen, die mit ihm leben, immer mal wieder einen kleinen Einblick in seine Unendlichkeit ... welche Lob Gottes im Herzen auslöst, und Gutes bewirkt.

yaeli antworten
Amalia
(@amalia)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 411
Veröffentlicht von: @yaeli

Ja, es klingt so ... wobei ich "Sehnsucht" eher als etwas verstehe, das im Moment nicht anwesend ist, aber in der Zukunft erhofft wird.
Wobei Christen ja eigentlich davon ausgehen, dass Jesus immer anwesend (im Herzen) des Einzelnen sei, und in der Mitte solcher, die sich um ihn herum versammeln möchten.... in der Gegewart: JETZT

Ja, das ist richtig. Allerdings, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich nehme ihn nicht 24 h am Tag wahr. Dafür ist der Tag zu sehr gefüllt mit Aufgaben und Pflichten, dass meine Konzentration nicht ununterbrochen bei Gott ist.
Und es gibt zwei weitere Aspekte. Ich finde es ist ein Unterschied, ob man ihn "nur" geistig hört und seine Anwesenheit wahrnimmt oder ob eine wirkliche Face- to- Face Unterhaltung möglich ist.Vielleicht liegt es daran, dass ich noch einen Körper habe und deshalb zu sehr auf meine körperlichen Sinne fixiert bin, doch wenn ich daran denke ihn nur einmal kräftig, herzlich lange umarmen zu können, kommt auch Sehnsucht in mir auf.

Der zweite Aspekt ist, dass man mit seinem Wiederkommen ein Ende der leidigen Umstände hier auf Erden erhofft. So wunderschön dieses Leben auch ist und man die Möglichkeit vieler Freuden hat, ist "nebenan" doch ein Mensch, dem es gerade hundeelend geht und das geht ja auch nicht spurlos an einem vorbei.
Ich habe berufsbedingt so viele Menschen leiden und sterben sehen, dass es mir unmöglich ist mir diese Welt schöner zu reden, als sie ist.

Veröffentlicht von: @yaeli

Gut ... du siehst hier also die Tat: Lobpreis, auf Gott gerichtet, als einen Akt der Demut. So kann man es verstehen.

Ja und auch als überquillen der Freude und des Dankes Gott gegenüber.

Veröffentlicht von: @yaeli

Leider habe ich oft den Eindruck (wie auch im obigen Video), dass man in emotionalen Ausdruck viel mehr zeigen will, wie sehr man das irdische Leben (mitsamt der Lebewesen) nicht wirklich achtet, indem man ihnen Gott näher bringt, sondern eher auf den Bereich "danach" hinweist, auf dem man sein "Konto" aufladen möchte.

Also diese Art des Lobpreises wie auf dem Video ist wirklich nicht mein Ding, aber dass man damit das irdische Leben missachtet und alles auf das Jenseits richtet, habe ich jetzt nicht so empfunden.
Ich stimme dir aber absolut zu, dass dieses Leben wertvoll ist und ich gehe auch davon aus, dass es Gottes Wille ist das nicht zu verachten.

Veröffentlicht von: @yaeli

Ja, ist wahrscheinlich so. Wobei ich diese Erkenntnis nicht unbedingt als eine Tat der Vernunft verstehen möchte, als viel mehr einen Ausdruck der Erfüllung, die sich selbst vermehrt und Gutes bewirkt unter Menschen.

Ja.

Veröffentlicht von: @yaeli

Ich denke, Gott braucht unsere Ehre nicht. Gott ist, der er ist - vollkommen. ER gibt den Menschen, die mit ihm leben, immer mal wieder einen kleinen Einblick in seine Unendlichkeit ... welche Lob Gottes im Herzen auslöst, und Gutes bewirkt.

Auch hier Zustimmung. 😉

amalia antworten
bepe0905
Beiträge : 1095
Veröffentlicht von: @yaeli

Dazu kommen mir nun einige Frage auf:
- was bedeutet es überhaupt, Gott zu loben, und wie geht das ganz praktisch?

Ja, diese Frage stelle ich mir auch manchmal. Aber ich denke, dass man den Begriff "Loben" dabei nicht so eng sehen darf. Denn "Lob" kommt normalerweise immer von einer höhergestellten Person (Eltern, Chef, Lehrer) und Menschen, die beruflich oder familiär einen "Rang" tiefer stehen (Kinder, Mitarbeiter, Untergebene, Schüler).
Denn wenn wir das Wort "Loben" in diesem Kontext sehen, dann würden wir uns mit unserem Verstand und unseren Möglichkeiten) über Gott erheben, sozusagen "Lieber Gott, das hast du aber fein gemacht..."
Und das steht uns ja wohl kaum zu.
Insofern wäre es angebracht, statt "loben" das Wort "preisen" oder auch "lobpreisen" zu verwenden, denn in diesem Sinne ist es wohl auch in den Liedern gemeint. Und zwischen "lobpreisen" und "die Ehre geben" sehe ich eigentlich keinen Unterschied.

Veröffentlicht von: @yaeli

Ich suche eigentlich schon länger nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn von „menschlich erzeugtem Lobpreis“ und dachte, vielleicht hat hier jemand ja eine oder mehrere mögliche Antworten darauf.

Nehmen wir als Beispiel: Mir ist etwas geglückt, was ich mir früher nie zugetraut hatte. Oder ich kam auf Grund meiner guten Reaktionsfähigkeit aus einer brenzligen Verkehrssituation gerade noch mal mit heiler Haut raus ohne Andere zu verletzen und Schäden zu verursachen. Oder ich konnte im Job einen eigentlich schon verlorenen Auftrag mittels meiner Erfahrung und meines Verhandlungsgeschicks retten.
Also alles Ergebnisse, wo ich auf mich selbst stolz sein könnte. Ich kann mir aber auch die Frage stellen, ob es wirklich mein ureigenster Verdienst war oder ob meine persönliche Weiterentwicklung, meine Reaktionsgabe, meine Erfahrung und mein Verhandlungsgeschick nicht letzten Endes doch Gaben Gottes sind, die er mir anvertraut hat, damit ich sie nutze.
Und dann wird mir klar, dass es nicht mein Verdienst war und ich guten Grund habe, Gott die Ehre zu geben und somit ihm zu danken.

Veröffentlicht von: @yaeli

- braucht Gott das Lob von Menschen, um mit ihm kommunizieren zu können?

Der Schwabe sagt: "Net geschennt is genug gelobt". Ja, so geht's auch, auch Gott gegenüber.
Aber es hat noch niemandem geschadet, "Danke" zu sagen. Und wenn ich Gott danke, dann kommuniziere ich bereits mit ihm. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich dann auch eine Antwort erhalte.

Veröffentlicht von: @yaeli

- soll das so eine Art Eintrittskarte zum Himmel sein (oder woimmer man Gott vermutet)?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott so kleinlich ist, unseren Dank abzuwiegen - und danach entscheidet, ob wir im Jenseits einen Stehplatz oder einen Polstersitz erhalten oder überhaupt nicht reinkommen.

Veröffentlicht von: @yaeli

- kann ein Mensch durch Gotteslob Gott zu etwas bewegen, was ohne ein solches nicht passieren würde ?

Ich denke schon. Denn dadurch bewegt er erst mal sich selbst und löst sich aus seiner passiven Erwartungshaltung. Und das ist doch schon mal ein Anfang...

bepe0905 antworten
21 Antworten
ichsen
(@ichsen)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 191

Hallo Dschorsch,

Veröffentlicht von: @bepe0905

- kann ein Mensch durch Gotteslob Gott zu etwas bewegen, was ohne ein solches nicht passieren würde ?

Ich denke schon. Denn dadurch bewegt er erst mal sich selbst und löst sich aus seiner passiven Erwartungshaltung.

Was meinst Du in diesem Zusammenhang denn mit "passiver Erwartungshaltung"?
Ich empfinde diese Vorgehensweise, erst Recht, wenn man um etwas bittet irgendwie als "Bestechungsversuch"...

Veröffentlicht von: @bepe0905

und ich guten Grund habe, Gott die Ehre zu geben und somit ihm zu danken.

Das ergibt durchaus Sinn, aber an der Stelle

Veröffentlicht von: @bepe0905

lobpreisen

kommt mir immer moderne Lobpreismusik in den Sinn und die na ja, empfinde ich durchaus als "brutalstmöglichst vor sich hintönende Schlicht-Reim-Theologie"...

LG

Stefan

ichsen antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

Hallo Stefan,

Veröffentlicht von: @ichsen

Was meinst Du in diesem Zusammenhang denn mit "passiver Erwartungshaltung"?
Ich empfinde diese Vorgehensweise, erst Recht, wenn man um etwas bittet irgendwie als "Bestechungsversuch"...

Der Begriff "Bestechungsversuch ist in diesem Zusammenhang
ebenso deplatziert wie wie eine Fetttriefende Schweinshaxe in einer
Wight Watchers Rezeptanleitung!
Anbetungszeit oder auch Lobpreiszeit bedeutet vor allem, der Versuch, das Bemühen mit Gott in Kontakt zu kommen.
Das kommt aus einem dankbaren und gläubigen Herzen und hat nichts, aber auch gar nichts mit irgendeiner List oder die erwähnte bestechlichkeit zu tun!

Veröffentlicht von: @ichsen

kommt mir immer moderne Lobpreismusik in den Sinn und die na ja, empfinde ich durchaus als "brutalstmöglichst vor sich hintönende Schlicht-Reim-Theologie"...

Das ist doch nichts Schlimmes, wenn dir das so vorkommt...

Aber darum sollte niemand sich so (brutal) herablassend über die modernen Lobpreislieder äussern. Eine solche Aussage paßt ganz sicher nicht zu den Gefühlen, die die Sänger von modernem, aber auch älteren Lobpreis, wie z.B. die wunderbaren Choräle von Paul Gerhardt und auch Martin Luther hervorufen können.

Hör mal bei YouTube die Lieder wie zB. "Ihn zu sehen" vom Harmony Quartett..

Das hat mit "brutalsmöglichst vor sich hintönende Schlicht-Reim-Theologie"[ zu tun !!/i]

Sei gegrüßt

Klaus

paramaribo1954 antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1095

Hallo Stefan,
fast möchte ich sehr pauschal mit "sowohl als auch..." antworten.....
Denn ich sehe dabei die Vielfalt und Unterschiede bei und zwischen den Christen aller Richtungen.
So habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Christen das Beten, der Lobpreis und auch das Danken zu einem "alltäglichen Ritual" wurde, leider manchmal oberflächlich und abgespult.
So ist mir noch eine (lange zurückliegende) Szene bei einem Mitarbeitertreffen eines christlichen Jugendverbands in Erinnerung, wo der Versammlungsleiter mit dem ersten Tagesordnungspunkt beginnen wollte, als ihn eine Mitarbeiterin mit den Worten unterbrach "Mir wolle doch erst noch a Gebetle spreche".
Ich lasse das jetzt mal einfach so im Raum stehen und da darf sich jeder gern seine eigenen Gedanken zu machen....

Ich sorgte jedenfalls für einen kleinen Eklat, als ich (scheinbar) zustimmte mit den Worten "Jau, lasst uns schnell mal a Gebetle nonderhudele". Mit der vorgesehenen Tagesordnung wurde es nix, dafür aber mit einer längeren (und nicht schlechten) Diskussion über Beten, Kontaktsuche zu Gott und Dank an ihn. Es war jedenfalls für alle Beteiligten (so denke ich) ein guter Abend.

Andererseits ist klar, dass zwar für viele Christen (wohl für die meisten) ein Gebet nicht mit unmittelbaren Erwartungen (bzw. Wünschen an Gott) verbunden ist, aber erfahrungsgemäß betet der Mensch häufiger und intensiver wenn er ein wichtiges Anliegen (Probleme, Wünsche) hat.

Und wenn ich meine, das sich der Mensch im Gotteslob aus einer passiven Haltung heraus bewegt, weil er dabei nicht ruhig sitzen bleiben kann, dann sehe ich 2 Gestalten im Gespräch (Mensch und Gott). Und wenn einer dieser 2 Gesprächspartner aktiv und dynamisch ist, dann wird sich der andere vielleicht mitreißen lassen.
Vor allen Dingen aber sehe ich, dass ein aktiver Beter, also einer, der Gott im Gebet preist, dabei kreativ ist, seinen Gedanken freien Lauf lässt und sich nicht ins Schneckenhaus zurück zieht. Und alleine schon dadurch wird er wohl freier, bekommt er eine andere. vll. offenere Sicht auf Dinge und Situationen, die ihm am Herzen liegen oder ihn bedrücken.
Insofern könnte das Gotteslob schon fast eine Art "Autosuggestion" sein, also der gelingende Versucht, sich am eigenen Zopf aus einer mieslichen Situation zu lösen.

Veröffentlicht von: @ichsen

kommt mir immer moderne Lobpreismusik in den Sinn und die na ja, empfinde ich durchaus als "brutalstmöglichst vor sich hintönende Schlicht-Reim-Theologie"...

Gut, mit 80% der modernen Lobpreismusik kann auch ich nichts anfangen. Aber wir sollten Lobpreis nicht darauf reduzieren, sondern die Vielfalt sehen, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat und doch immer auch eine ganz persönliche Sache ist.

LiGrü
McDschordsch

bepe0905 antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

ich möchte ergänzen

Veröffentlicht von: @bepe0905

Gut, mit 80% der modernen Lobpreismusik kann auch ich nichts anfangen. Aber wir sollten Lobpreis nicht darauf reduzieren, sondern die Vielfalt sehen, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat und doch immer auch eine ganz persönliche Sache ist.

Und "Lobpreis" ist weit mehr als "nur" "Musik". 😉

neubaugoere antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16865
Veröffentlicht von: @bepe0905

Gut, mit 80% der modernen Lobpreismusik kann auch ich nichts anfangen. Aber wir sollten Lobpreis nicht darauf reduzieren, sondern die Vielfalt sehen, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat und doch immer auch eine ganz persönliche Sache ist.

Danke 😊
Das hat mir sehr gut getan, nachdem Du Dich vor längerer Zeit in einem Thread über moderne Lobpreismusik ziemlich lieblos ausgelassen hast. Das hat mich jetzt damit versöhnt.

tristesse antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @ichsen

Das ergibt durchaus Sinn, aber an der Stelle

"lobpreisen"

kommt mir immer moderne Lobpreismusik in den Sinn und die na ja, empfinde ich durchaus als "brutalstmöglichst vor sich hintönende Schlicht-Reim-Theologie"...

Lobpreis ist mehr als Musik. Und wenn dir der Musikstil nicht gefällt, dann kannst du ja neue Lieder dichten, die besser sind? Oder andere Formen des Lobpreises finden, ohne Musik?
Nur, weil sich ein vielleicht nicht gefälliger Musik- und Textstil durchgesetzt hat, heißt das ja nicht, dass Lobpreis per se nichts taugt.

Übrigens: Es ist sehr aufschlussreich, alte Liedtexte anzusehen. Das, was wir heute in den Liederbüchern der ev. und kath. Kirche finden (und davon nochmal die Auswahl, die auch regelmäßig gesungen wird), ist gewissermaßen die Crème de la Crème der damaligen Lieder. Der Rest ist zum Teil ähnlich grausam wie das, was heute gesungen wird...

Gruß, Tineli

tineli antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

Lobpreis

Veröffentlicht von: @tineli

Lobpreis ist mehr als Musik.

Witzig, dass du (wir alle immer mal wieder) dann dennoch nur über Musik redest. 😉 (Musikstil, Textstil - meint auch bei Liedern)

Lobpreis mit Worten, mit "Taten" als Tanz, als Gemälde, als Lebensstil ...

neubaugoere antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Lobpreis mit Worten, mit "Taten" als Tanz, als Gemälde, als Lebensstil ...

Das wäre spannend, und ich gebe zu, mir fällt da wenig ein. Tanz ist nicht so meins. Malen auch nicht.
Worte... Ich bemühe mich gerade, öfter im Gebet nicht nur Bitten vorzutragen, sondern Gott auch zu sagen, was er mir bedeutet. Ich übe noch...
Taten - was fällt euch da ein? "Gute Taten" (also anderen irgendwie helfen) sind sicher eine Möglichkeit. Habt ihr noch andere Ideen? Ich denke, man kann auch einfach alles, was man tut, in einer lobpreisenden Haltung tun. Statt zu mosern, dass die Arbeit grad anstrengend ist, Gott dankbar sein, dass man Arbeit hat und in dieser Haltung die Arbeit tun. Das geht dann in "Lebensstil" über.

Habt ihr noch andere Gedanken dazu? Es beschäftigt mich grad, und da dachte ich, der Thread gibt mir vielleicht Anstöße.

Gruß, Tineli

tineli antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16865

Für mich ist Lobpreis ein Lebensstil. Gut, meine Sprache der Liebe ist Musik und so umgebe ich mich ständig mit Lobpreis, auch mit dem, über den hier schon hergezogen wurde. Das tut mir dann ein wenig weh 😊

Aber ich schätze auch das "alte Liedgut", die Evangeliumslieder der 70er Jahre, alte Choräle wie Luther und Gerhardt, aber ich höre auch Bethel, Jesus Culture, Hillsong, Phil Wickham, etc. Mich berührt viel und ich unterteile nicht in Genres.

Aber Gott zu ehren bedeutet für mich z.b. auch, so gut es geht, nachhaltig zu leben vor allem was Müll, Ernährung und Verbrauch anbelangt, den anderen wahr zu nehmen und dann bekommt jemand in der Bahnhofstrasse auch was in den Becher geworfen. Oder meiner Gemeinde mit meinen Gaben zu dienen, Quarantäneopfer Essen vor die Tür zu stellen oder meinem Patenkind eine CD zu schicken. Oder zu einem sehr anstrengenden Kunden dennoch nett zu sein und ihm das Gefühl zu geben, dass er meine volle Aufmerksamkeit hat.

Für mich sind alle diese Dinge, die im Einklang mit Gottes erstem Gebot "Liebe Gott und Deinen Nächsten" Lobpreis und Anbetung. Ich ehre Gott, indem ich sein Wesen und seine Botschaft weitergebe, egal auf welche Art und Weise.

Vielleicht hilft Dir ja dieser Impuls bei Deinen Fragen.

tristesse antworten
paramaribo1954
(@paramaribo1954)
Beigetreten : Vor 7 Monaten

Beiträge : 504

In tiefer Überzeugung stelle ich mich mit allem, was du geschrieben hast, gerne an deine Seite.

paramaribo1954 antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367
Veröffentlicht von: @tristesse

Gut, meine Sprache der Liebe ist Musik

dito... Mit Musik kann ich viel ausdrücken. Und ja, auch ich höre und singe gern die moderne sog. Lobpreismusik.

Aber danke für all deine anderen Ideen!

tineli antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11799

Lobpreis ... Gott loben und preisen.
Wie machst du das bisher?

Mit "Taten" - deshalb in Anführungszeichen - meinte ich schon Dinge wie Tanzen, Malen und so, also Handlungen quasi, in denen unsere Anbetung, unser (Gottes)Lob sichtbar wird, womit wir Gott preisen.

Vielleicht denkst du oder andere hier an irgendwas mächtig Außergewöhnliches oder an etwas Auffälliges oder sowas. Dabei ist es doch so einfach, im alltäglichen Leben über Gott zu reden, auf Gott zu verweisen und sich die Ehre nicht selbst einstecken, von Gott zu erzählen, wie er mich tröstet, von Gott zu erzählen, wo er mir den Rücken stärkt, von Gott zu erzählen, was er mir an Ideen schenkt etc. Auch da gibt es unterschiedliche "Wie's" sozusagen. Einander in Gemeinschaften Gottes Wahrheiten zusprechen, Dinge im Gebet vom Himmel in die Wirklichkeit holen, einander erinnern an das, was Gott Großes getan hat, denn das hat er nämlich: Großes getan. - Das sind dann Worte, mit denen ich Gott lobe und seinen Namen preise.

Veröffentlicht von: @tineli

Ich denke, man kann auch einfach alles, was man tut, in einer lobpreisenden Haltung tun.

Ja, das geht in die Richtung, in die ich denke, wenn ich über "mit Worten" Gott anbeten, loben und preisen rede.

Ein von Grund auf veränderter Boden, auf dem ich stehe, verändert mein Leben, weil es der "Grund" ist, auf dem ich stehe, der sich verändert hat. Das allein war der Grund für eine innere Wandlung, eine andere Haltung. Das ist die Liebe, die dies vollbringt. Sie ist diese Kraft, die Veränderungen schafft. Oh what? Ich hab gereimt 😀 😀

Alles, was wir haben (was ich habe) kommt doch von Gott. Ob es die Tasche ist, die ich mir selbst gekauft habe oder die Blumen in der Vase, die ich im Laden erstand. - Alles ist von Gott, er gibt mir diesen megakrasscoolen Job, der so viel anders ist als die vielen, vielen Jahre, die ich davor hinter mir hatte. Ich habe durch ihn so viel mehr und so viele neue Möglichkeiten, mein Leben zu gestalten, mein Leben auch zu genießen, viel mehr Grund, mich zu freuen (by the way stellte schon Karl Barth fest, dass Freude die einfachste Form der Dankbarkeit ist) und eben dankbar zu sein. Das ist - wie trissi schon ansprach - ein Lebensstil ... Gott betrifft ja nicht nur meinen Sonntag von 11 bis 13 Uhr oder meinen Mittwoch von 19.30 bis 20.30 Uhr. Gott ist immer bei mir, umsorgt mich immer, umgibt mich immer von allen Seiten (Psalm 139,5) und hält immer seine schützende Hand über mir. Gott ist immer vor und hinter mir, immer neben mir, immer der Boden, auf dem ich täglich laufe, immer das Dach überm Kopf als Schutz.

Niemand muss jetzt unbedingt "künstlerisch" tätig werden oder an solche Dinge denken. Die kommen eh von alleine ... 😉 ... (oder sind schon da) - Ich denke, diese Dinge - Lob, Anbetung, Dank - kommen aus einer Freiheit, die Gott schafft. Frei zu sein von Ansprüchen und Erwartungen, frei zu sein, Gott zu sehen, frei zu sein, mit Gott zu gehen, frei zu sein, in seiner Stärke zu gehen und Dinge loszulassen oder hinter sich zu lassen ... aus dieser Freiheit, die aus der Gebundenheit an ihn kommt, kommen diese Dinge. - Es heißt nicht umsonst, dass Gott im (oder über dem) Lobpreis seines Volkes wohnt. In ihm steckt eine Kraft ... die kann und darf jeder entdecken ... Ich hab sie z.B. grad (neu) entdeckt, ich erzählte es im Frauenforum kurz.

Mit Gott zu leben ist sooo großartig.
Mit so einem einfachen Zeugnis kann doch jeder mal anfangen ... *schmunzel* (denn selbst das kommt nicht jedem einfach so über die Lippen - oder in die Finger) 😉

neubaugoere antworten
Tineli
(@tineli)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1367

Danke auch dir für deine Gedanken!

Die Losung heute: "Ich denke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände." (Psalm 143,5)

Und da musste ich einfach an all die vielen Erlebnisse denken, wo ich Gott in meinem Leben erfahren hab. Schon das dran denken ist Lob, und es weckt auch den Wunsch, Gott zu lieben und zu loben.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Mit Gott zu leben ist sooo großartig.

Amen!!

Sei gesegnet,
Tineli

tineli antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @bepe0905

... diese Frage stelle ich mir auch manchmal. Aber ich denke, dass man den Begriff "Loben" dabei nicht so eng sehen darf.

Ja, Worte kann man unterschiedlich verstehen. Dass es dabei besonders dort, wo man sich nur über den schriftlichen Austausch kennt, manchmal zu ganz unterschiedlichen Vorstellungen kommt, ist klar.

So habe ich auch zunächst über deine Überschrift nachgedacht. Das Verhältnis zu Gott geradestellen könnte dann bedeuten, dass es in Worten manchmal schief (oder schräg) verstanden wird.

Darum schreibe ich auch manchmal, dass Menschen *über* Gott nicht wirklich etwas sagen können.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Insofern wäre es angebracht, statt "loben" das Wort "preisen" oder auch "lobpreisen" zu verwenden, denn in diesem Sinne ist es wohl auch in den Liedern gemeint. Und zwischen "lobpreisen" und "die Ehre geben" sehe ich eigentlich keinen Unterschied.

Ich würde es angemessen finden, wenn man die "Ehre" in Ehrerbietung umwandeln würde, die man nicht gibt, sondern zeigt. Man ehrt Gott (für das, was er an den Menschen tut).
Ich habe den Eindruck, so manche Worte sind im christlichen Bereich einfach irgendwann als eigene "Sprache" gebildet und übernommen worden. Denn ich kann mich nicht erinnern, jemals im Umgang mit (höher gestellten) Menschen das so ausdrückt: "man wolle ihm die Ehre geben".

Veröffentlicht von: @bepe0905

... Ergebnisse, wo ich auf mich selbst stolz sein könnte. Ich kann mir aber auch die Frage stellen, ob es wirklich mein ureigenster Verdienst war oder ob meine persönliche Weiterentwicklung, meine Reaktionsgabe, meine Erfahrung und mein Verhandlungsgeschick nicht letzten Endes doch Gaben Gottes sind, die er mir anvertraut hat, damit ich sie nutze.
Und dann wird mir klar, dass es nicht mein Verdienst war und ich guten Grund habe, Gott die Ehre zu geben und somit ihm zu danken.

Ja, so kann ich das sehr gut nachvollziehen. In diese Richtung gehen meine Gedanken seit einiger Zeit auch verstärkt. Ich habe manchmal sogar den Eindruck, dass Gott mir das besonders an solchen Stellen zeigt, wo ich scheitere, oder in eine Lage komme, vor der ich Angst hatte. Oder dass er mich sogar in eine Lage führt, wofür ich ausdrücklich gebetet habe, dass ich da nicht (mehr) reinkommen wollte .... um mir zu zeigen, dass ich mit IHM auch in solchen Situationen Auswege schaffen kann und er mich schützt vor Gefahren, vor denen ich mich gefürchtet habe.

Wo ich früher nach einem stolpern oft fragte: was habe ich falsch gemacht - da sage ich heute: danke, dass du mich auch da durch sicher geführt hast.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Aber es hat noch niemandem geschadet, "Danke" zu sagen. Und wenn ich Gott danke, dann kommuniziere ich bereits mit ihm. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich dann auch eine Antwort erhalte.

Das Wort "Danke" finde ich auch unanfechtbar. Es passt immer. Man zeigt Wertschätzung für etwas, das man empfangen hat. Es ist schlicht und ohne Schnörkel. und passt in jeder Beziehung.

Veröffentlicht von: @bepe0905

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott so kleinlich ist, unseren Dank abzuwiegen - und danach entscheidet, ob wir im Jenseits einen Stehplatz oder einen Polstersitz erhalten oder überhaupt nicht reinkommen

Ich auch nicht. (Wobei im Himmel vielleicht ein Stehplatz sogar von Vorteil ist, wenn man über die Sitzenden drüber weg gucken kann, in die Ferne) 😉

- kann ein Mensch durch Gotteslob Gott zu etwas bewegen, was ohne ein solches nicht passieren würde ?

Veröffentlicht von: @bepe0905

Ich denke schon. Denn dadurch bewegt er erst mal sich selbst und löst sich aus seiner passiven Erwartungshaltung. Und das ist doch schon mal ein Anfang...

Der Mensch setzt sich selbst in Bewegung - dem stimme ich zu. Aber ob man Gott zu etwas bewegt, was er nur wegen dem Gotteslob tut, bezweifle ich.
Mir ist schon mehrmals in Predigten oder öffentlichen Gebeten aufgefallen dass jemand meinte: mit Gebet kann man Gottes mächtigen Arm bewegen. Das finde ich schon manchmal ziemlich schräg.

Und gerade fällt mir noch was ein, was mir auch in Lobpreis-Liedern aufgefallen ist: wenn man singt "ich erhebe dich" und meint Gott (oder Jesus) damit. Ich finde solche Sätze tatsächlich ziemlich schräg. Weil ich finde, das steht Menschen nicht zu, Gott zu erheben.

yaeli antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1095
Veröffentlicht von: @yaeli

Ich würde es angemessen finden, wenn man die "Ehre" in Ehrerbietung umwandeln würde, die man nicht gibt, sondern zeigt. Man ehrt Gott (für das, was er an den Menschen tut).

"Ehrerbietung" - das ist eine sehr gute Definition, besser als nur "Ehre" und tausendmal besser als "Lob" oder "Lobpreis" - vielen Dank!

Veröffentlicht von: @yaeli

Der Mensch setzt sich selbst in Bewegung - dem stimme ich zu. Aber ob man Gott zu etwas bewegt, was er nur wegen dem Gotteslob tut, bezweifle ich.

Ja, aber "der Mensch setzt sich in Bewegung..." - das könnte ja durchaus eine Reaktion auf das Gebet oder Lobpreis sein. Und weiß man, ob diese (scheinbar eigenständige) Bewegung nicht sogar von Gott bewirkt wurde?

LiGrü
McDschordsch

bepe0905 antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @bepe0905

Ja, aber "der Mensch setzt sich in Bewegung..." - das könnte ja durchaus eine Reaktion auf das Gebet oder Lobpreis sein. Und weiß man, ob diese (scheinbar eigenständige) Bewegung nicht sogar von Gott bewirkt wurde?

Genau das meine ich ja. Gott bewirkt, dass der Mensch sich in Bewegung setzt.
Eben nicht umgekehrt.... der Mensch bewirkt durch sein Gebet, dass Gott etwas in Bewegung setzt.

LG 😊

yaeli antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16865
Veröffentlicht von: @bepe0905

"Ehrerbietung" - das ist eine sehr gute Definition, besser als nur "Ehre" und tausendmal besser als "Lob" oder "Lobpreis" - vielen Dank!

Ich finde mich ehrlich gesagt in meiner Beziehung zu Gott in "Ehrerbietung" nicht wieder. Das klingt fürchterlich kalt und distanziert.

tristesse antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @tristesse

Ich finde mich ehrlich gesagt in meiner Beziehung zu Gott in "Ehrerbietung" nicht wieder.

Ich, ehrlich gesagt, auch nicht. 😊
Zu "Beziehung mit Gott" passt dieses Wort auch nicht wirklich.

Ich hatte damit nur versucht, den Unterschied klar zu machen, zwischen Ehre, die man Gott gibt, und der einfachen Feststellung, dass Gott unsere Ehre nicht nötig hat, weil er über allem steht. Sich dann aber den Menschen zuwendet, ihm damit eine Beziehung anbietet.

Wenn ich nachdenke über "Ehre" in Bezug zu "Anbetung", dann passt vielleicht besser "verehren". Wenn man von einer Beziehung zwischen zwei Menschen sagt, man würde jemand anbeten, dann meint man meistens, man verehrt ihn. Nicht, weil man damit dem oder der Angebeteten etwas geben will, sondern dafür, wer er/sie IST. Vielleicht passt das besser zu einer Beziehung.

yaeli antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @bepe0905

"Ehrerbietung" - das ist eine sehr gute Definition, besser als nur "Ehre"

Vielleicht aber auch nicht wirklich. Mir geht es hier besonders um die Aussage, man wolle "Gott die Ehre GEBEN".

Meistens höre ich das, wenn ein Gläubiger zunächst ganz viel über sich selbst erzählt, was er alles geschafft hat - und dann so als Nachsatz, um Gott eben auch noch ein Stück der Ehre abgeben zu wollen. Zumindest empfinde ich solche Nebensätze oft so.

yaeli antworten
bepe0905
(@bepe0905)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1095
Veröffentlicht von: @yaeli

Vielleicht aber auch nicht wirklich. Mir geht es hier besonders um die Aussage, man wolle "Gott die Ehre GEBEN". Meistens höre ich das, wenn ein Gläubiger zunächst ganz viel über sich selbst erzählt, was er alles geschafft hat - und dann so als Nachsatz, um Gott eben auch noch ein Stück der Ehre abgeben zu wollen. Zumindest empfinde ich solche Nebensätze oft so.

Ja, so kommt es in der Praxis leider oft rüber. Und wieweit die Aussage, man wolle "GOTT die Ehre geben" wirklich echt ist oder nur gespielte Bescheidenheit, das bleibt offen und wird sich in vielen Fällen nie ganz feststellen lassen.

bepe0905 antworten
Yaeli
(@yaeli)
Beigetreten : Vor 10 Monaten

Beiträge : 308
Veröffentlicht von: @bepe0905

Und wieweit die Aussage, man wolle "GOTT die Ehre geben" wirklich echt ist oder nur gespielte Bescheidenheit, das bleibt offen und wird sich in vielen Fällen nie ganz feststellen lassen.

Das sehe ich im Grunde genommen auch nicht als meine Aufgabe an. Möchte nur dazu ermuntern, besonders so perfekt klingende Aussagen nicht einfach ungeprüft zu übernehmen, was leider ziemlich oft der Fall ist. So entsteht dann manchmal eine ganz besondere Sprache der "Insider", die letztendlich dann eine ganz andere Botschaft vermitteln, als man eigentlich vermitteln will.

Vor Allem auch die Menschen, die nicht aus dem christlichen "Millieu" kommen, verstehen es nicht, oder so falsch, dass ein "Muster" entsteht, das nicht mehr die wirkliche Botschaft vermittelt.

Ich sage das, weil ich früher selbst solche Redewendungen gerne übernommen habe, wenn sie toll klangen und bei den Verkündigern, die durch Wortgewandtheit hervortraten, gerne benutzt wurden.

Als ich dann nach und nach in "die Welt" hinaus kam, wurde ich zunächst völlig verunsichert, weil vieles, was für mich selbstverständlich zu sein schien, hinterfragt und kritisiert wurde, und sichtbar auch ganz gegensätzliche Reaktionen auslösten bei den Hörern/Lesern.

Darum fallen mir solche Bezeichnungen, die immer noch kursieren, inzwischen besonders auf. Ja, und ich gestehe, dass ich inzwischen bei manchen "Rednern" dieser Art auch etwas allergisch reagiere. Woran ich aber auch weiterhin versuche, zu arbeiten.... u.a. eben, indem ich es zum Thema im Forum mache. 😉

yaeli antworten


Yaeli
Themenstarter
Beiträge : 308

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
.... fiel mir gerade ein, in Form eines Liedes, wie wir es in den 70er Jahren im Chor sehr oft gesungen haben

Die Himmel erzählen...

.... übernommen aus diesem Psalm:
Psalm 19,2

Ich finde gerade, das drückt es perfekt aus, wie Gottes Ehre entstehen kann: indem man seine Taten/Schöpfung anschaut und staunt, Freude ausdrückt, Lieder davon singt ... und vieles mehr.

yaeli antworten
mgr
 mgr
Beiträge : 9
Veröffentlicht von: @yaeli

- was bedeutet es überhaupt, Gott zu loben, und wie geht das ganz praktisch?

Hallo zusammen,

meiner Meinung nach loben wir Gott dann, wenn wir auch unseren Nächsten nicht vergessen!
Das soll nicht heißen das wir wir nicht die Bibel lesen, keinen Lobpreis halten sollen...
Im Gegenteil: Das ist natürlich genauso wichtig.

Ich muss immer an meine Nachbarin denken (sie ist über 95!). Ihr Mann war ein hervorragender Prediger, er hat sie aber mit einer anderen Frau betrogen...

Hier noch ein Bibelstellen:

Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.
1. Joh 4,20

Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.
1. Joh 4,21

Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht.
Mt 23,3

mgr antworten


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