Ich will mich einfach nur öffnen Teil 2
Lauf weg!
Ich hab ein Bild gemalt, mit Schafen im Himmel und die Schafe sind Wolken. Der Himmel ist in Streifen, deswegen hat [...] gesagt, du hast die Chem Trails gemalt. Und dann hat er dieses Bild seinen kritischen Denker Freunden gezeigt. Dann haben die gesagt: "Sie ist so tief in der Matrix, dass sie nicht zu retten ist. Lauf weg von ihr!", Hab mich gefragt, ob das dann eine Sekte ist. Und wenn jetzt jemand zu denen sagen würde: "Halte dich fern von denen, weil das eine Sekte ist!", ob der dann selber sektenhaft denkt.
Und warum die jeweils andere Partei so denkt. Weil sie beide glauben, dass sie die Wahrheit haben.
Glauben und Wissen
Aber wenn ich glaube, dass es richtig ist zu glauben, die Wahrheit nicht zu wissen und deshalb weder das eine noch das andere glaube, sondern glaube, nicht zu wissen. Glaube ich dann, dass das die Wahrheit ist oder glaube ich nur, dass ich die Wahrheit nicht weiß?
Weil wenn ich glaube, dass das die Wahrheit ist, die Wahrheit nicht zu wissen, bin ich dann nicht genau so, wie die die entscheiden, dass sie die Wahrheit wissen und die die nicht so glauben sich irren?
Der Unterschied
Nein, weil ich glaub ich kann mich irren. Deshalb sag ich nicht, dass sich die anderen irren, die nicht so glauben. Das ist der Unterschied.
Liebe und Vertrauen und Demut
Weil vielleicht hat ja einer von denen, die sagen, dass sie wissen die Wahrheit. Und vielleicht hab ich, der ich sage, dass ich glaube und nicht weiß die Wahrheit. Und vielleicht hat überhaupt keiner die Wahrheit, außer Gott. Vielleicht hat jeder ein bißchen davon. Vielleicht ist die Wahrheit garnicht so wichtig. Vielleicht ist Liebe und Demut und Vertrauen in Jesus viel wichtiger.
Will wieder was teilen:
Für den größten Teil des Neuen Testaments stimmt der Codex Sinaiticus im Allgemeinen mit dem Codex Vaticanus und dem Codex Ephraemi Rescriptus überein, was den alexandrinischen Texttyp bestätigt. Ein bemerkenswertes Beispiel für eine Übereinstimmung zwischen den Texten des Sinaiticus und des Vaticanus ist, dass beide das Wort ("ohne Grund", "vergeblich") aus Matthäus 5:22 weglassen: "Ich aber sage euch: Wer ohne Grund wütend auf seinen Bruder ist, dem droht das Urteil."
- https://textus-receptus.com/wiki/Codex_Sinaiticus
Wenn ich wütend war, weil der Pastor keine Zeit für meine Fragen hatte, war ich dann wütend auf den Pastor oder wütend wegen dem Umstand?
War das eine Sünde?
Glaub ja.
Glaub der Grund, warum ich wütend war, war nicht berechtigt ihm gegenüber. Hatte nur mit mir selbst zu tun.
@pumuckl97 Hej,
Römer 8
(HfA) 1 Wer nun mit Jesus Christus verbunden ist, wird von Gott nicht mehr verurteilt.
(GN) 1 Vor dem Gericht Gottes gibt es also keine Verurteilung mehr für die, die mit Jesus Christus verbunden sind.
(NGÜ) 1 Müssen wir denn nun noch damit rechnen, verurteilt zu werden? Nein, für die, die mit Jesus Christus verbunden sind, gibt es keine Verurteilung mehr. 2 Denn wenn du mit Jesus Christus verbunden bist, bist du nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes; das Gesetz des Geistes, der lebendig macht, hat dich davon befreit.
Wenn ich das richtig mitbekomme, fragst du immer wieder mal danach, ob etwas Sünde ist. Diese Frage hat einen Ursprung, ein Motiv, eine Motivation. Und ich möchte dir noch einmal Römer 8,1 zusprechen, jetzt mal in der Luther-Version: "1 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind." Keine.
Vom Rest hab ich, wenn ich ehrlich bin, eher nur Bahnhof verstanden.
Niemand hier kann aus deiner Beschreibung die näheren Umstände der Situation (mit dem Pastor) erfahren. In welcher Situation war der Pastor, welche Zeit oder Tageszeit war es, wie viel Ablenkung war da (volles Haus? Gottesdienst?)? Wurde er "im Vorbeigehen" angesprochen? Hatte der Pastor noch Termine? War es morgens, mittags, abends? War er vielleicht mit anderen im Gespräch? Hat er Verpflichtungen/Familie? Und, und, und ... Da spielen wirklich viele Faktoren rein, um etwas genauer beurteilen zu können. Von außen - wie hier für uns - ist das superschwierig. Niemand will jemanden verurteilen, weder die fragende Person noch den Pastor.
Wut hat etwas mit mir selbst zu tun, mit den Gefühlen in mir. Es ist in Ordnung, diese Gefühle zu haben. Der Umgang mit den Gefühlen ist eher entscheidend. Die Bibel lehrt, wie ich das verstehe, dass wir uns in unserer Wut nicht gegen den anderen versündigen mögen. Wut kommt aus dem Umstand, dass etwas nicht so läuft, wie ich mir das gedacht habe. Wut, die mich unter Kontrolle hat, kann viel Schaden anrichten. Sie darf mich nicht unter Kontrolle haben. Das können wir lernen, wie es geht, die Kontrolle Jesus zu überlassen - es gibt einen Ausweg: der heißt Jesus (ich musste grad an das Lied denken, auch wenn das vielleicht nicht so ganz passt 😉 ). Es hilft immer, auf den anderen zu schauen, also von mir weg.
Gott lehrt uns in der Schrift, wie wir mit Konflikten umgehen. Er lebt es uns vor. Wir sind seine Nachfolger und tun es ihm nach (sind ge-/berufen, es ihm nachzutun). Ja, auch hier sage ich, es ist keine Verdammnis in Christus Jesus, es ist in Ordnung, wenn wir versagen, es ist in Ordnung, Dinge nicht zu können, wir sind Lernende, in Ausbildung (mal den Willen dazu vorausgesetzt), wir machen Fehler. Wir sind aber nun, die wir glauben, in das Reich Gottes versetzt, stehen auf anderem Fundament und die Sünde hat keinerlei Macht derart über uns, dass sie uns anklagen und verurteilen könnte dafür. Sie hat kein Recht mehr darauf. Das Recht gebührt Gott allein, denn er hat unser Leben freigekauft. Es gehört ihm. Und Gott verurteilt uns nicht. Er lehrt uns, begleitet uns, führt uns (durch seinen Heiligen Geist). Wir dürfen in seinem Frieden leben, frei von Verurteilung, frei von der Lüge, die Sünde hätte noch Macht über uns (uns zu verurteilen).
Ja, wir sündigen, auch wenn wir von dem Urteil der Sünde freigekauft sind. --> „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen,“ sagt die Bibel, „dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen.“ (1. Johannes 1,9 HfA).
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Die Stelle, die du zitierst - Matthäus 5,22 ist eingebettet in einen Kontext. Ich betone, dass es wichtig ist, einzelne Sätze nicht aus ihrem Zusammenhang zu reißen. Der Zusammenhang/Kontext ist hier die Erfüllung des Gebotes, nicht zu töten/morden, sondern sich mit dem Gegner zu versöhnen. Hier geht es um Menschen, die einen anderen umgebracht haben. Ich vermute, der Pastor lebt noch. 😉 - Darf ich hier außerdem fragen, welche Übersetzung du verwendest? Diese - die deine - kann ich so gar nicht im Internet finden (ich bin aber auch kein "Experte" im Suchen).
Lieben Gruß und ein schönes Wochenende dir! 🌼
@neubaugoere Hallo du. Danke. Das hast du so schön geschrieben. Hab beim Lesen geweint und gelacht. Also die Übersetzung hatte ich von dem Link kopiert, keine Ahnung welche das war. Hatte dann aber mal einige verglichen und bei der Sch2000, die ja auf Textus Receptus zurückgeht, da steht halt "ohne Ursache", bei den anderen fehlt das. Also prinzipiell scheint das wohl richtig zu sein, auch wenn ich den genauen Wortlaut so auch nicht finden konnte
Matthäus 5:21-22 Sch2000
21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«[7], wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!,[8] der wird dem Hohen Rat[9] verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr![10], der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.
Aber wie kommst du darauf, dass das Zürnen (mit oder ohne Ursache) nur darauf bezogen ist vor dem Töten zu Zürnen?
Veröffentlicht von: @pumuckl97@neubaugoere Hallo du. Danke. Das hast du so schön geschrieben. Hab beim Lesen geweint und gelacht. Also die Übersetzung hatte ich von dem Link kopiert, keine Ahnung welche das war. Hatte dann aber mal einige verglichen und bei der Sch2000, die ja auf Textus Receptus zurückgeht, da steht halt "ohne Ursache", bei den anderen fehlt das. Also prinzipiell scheint das wohl richtig zu sein, auch wenn ich den genauen Wortlaut so auch nicht finden konnte
Matthäus 5:21-26 Sch2000
21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht töten!«[7], wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. 22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!,[8] der wird dem Hohen Rat[9] verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr![10], der wird dem höllischen Feuer verfallen sein.
23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh zuvor hin und versöhne dich mit deinem Bruder, und dann komm und opfere deine Gabe!25 Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter ausliefert und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergibt und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Wahrlich, ich sage dir: Du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Groschen bezahlt hast!
Aber wie kommst du darauf, dass das Zürnen (mit oder ohne Ursache) nur darauf bezogen ist vor dem Töten zu Zürnen?
Vielleicht klingt die Übersetzung wortwörtlich so anders, weil mein Handy das vom Englischen ins Deutsche übersetzt hatte.
@neubaugoere Hab bis eben gebraucht, mehrere Tage, bis ich mich innerlich mit allem wieder versöhnen konnte. Mit Wut und Trauer und Depression. Jetzt ist wieder alles gut. Hatte ein Verlangen darnach, dass mir ein Mensch die wahre Lehre erklärt. Das Verlangen ist jetzt wieder weg.
Mag jetzt meinen Namen ändern von Pumuckl97 in Schlüsselkind
Magst du erzählen, was dich mit dem neuen Namen verbindet?
@deborah71 Nee, die Büroleitung auf der Arbeit hat ihn mir gegeben. Es gibt verschiedene Ebenen, wie man Dinge betrachten kann.