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Ich will mich einfach nur öffnen Teil 2

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Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Lauf weg!

Ich hab ein Bild gemalt, mit Schafen im Himmel und die Schafe sind Wolken. Der Himmel ist in Streifen, deswegen hat [...] gesagt, du hast die Chem Trails gemalt. Und dann hat er dieses Bild seinen kritischen Denker Freunden gezeigt. Dann haben die gesagt: "Sie ist so tief in der Matrix, dass sie nicht zu retten ist. Lauf weg von ihr!", Hab mich gefragt, ob das dann eine Sekte ist. Und wenn jetzt jemand zu denen sagen würde: "Halte dich fern von denen, weil das eine Sekte ist!", ob der dann selber sektenhaft denkt.
Und warum die jeweils andere Partei so denkt. Weil sie beide glauben, dass sie die Wahrheit haben.

Glauben und Wissen

Aber wenn ich glaube, dass es richtig ist zu glauben, die Wahrheit nicht zu wissen und deshalb weder das eine noch das andere glaube, sondern glaube, nicht zu wissen. Glaube ich dann, dass das die Wahrheit ist oder glaube ich nur, dass ich die Wahrheit nicht weiß?
Weil wenn ich glaube, dass das die Wahrheit ist, die Wahrheit nicht zu wissen, bin ich dann nicht genau so, wie die die entscheiden, dass sie die Wahrheit wissen und die die nicht so glauben sich irren?

Der Unterschied

Nein, weil ich glaub ich kann mich irren. Deshalb sag ich nicht, dass sich die anderen irren, die nicht so glauben. Das ist der Unterschied.

Liebe und Vertrauen und Demut

Weil vielleicht hat ja einer von denen, die sagen, dass sie wissen die Wahrheit. Und vielleicht hab ich, der ich sage, dass ich glaube und nicht weiß die Wahrheit. Und vielleicht hat überhaupt keiner die Wahrheit, außer Gott. Vielleicht hat jeder ein bißchen davon. Vielleicht ist die Wahrheit garnicht so wichtig. Vielleicht ist Liebe und Demut und Vertrauen in Jesus viel wichtiger.

Antwort
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Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Wenn Massentierhaltung schlecht ist, wer hat die größere Schuld?

1) Der die Tiere groß zieht und zum schlachten weg gibt?

2) Der/Die Betriebsleiter, die Massentierhaltung ermöglichen?

3) Die die Tiere in den Betrieb transportieren? 

4) Die die Tiere darin halten?

5) Der das Tier aus dem Betrieb tötet?

6) Der Käufer?

pumuckl97 antworten
2 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19144

@pumuckl97 

1) Der die Tiere groß zieht und zum schlachten weg gibt?

2) Der/Die Betriebsleiter, die Massentierhaltung ermöglichen?

3) Die die Tiere in den Betrieb transportieren? 

4) Die die Tiere darin halten?

5) Der das Tier aus dem Betrieb tötet?

6) Der Käufer?

 
Ich finde diese Aufrechnung wer mehr oder weniger Schuld an irgendwas hat, wenig zielführend. Der Handel bestimmt den Bedarf und der Konsument auch das Produkt. Würde der Konsument konsequent keine Tierprodukte aus der Massentierhaltung mehr kaufen, würde sich der Markt anpassen. Würden keine dieser Produkte auf den Markt gelangen, würde der Kunde sie auch nicht kaufen. Klassische "Ei-Henne" Diskussion.
 
Du hast für Dich erkannt, dass Du keine Tiere aus Massentierhaltung essen möchtest und das ist eine sehr gute Entscheidung. Was aber meiner Meinung überhaupt nicht okay ist, Deine Meinung anderen aufzuzwingen. Das ist überhaupt nicht Deine Aufgabe. Wenn Du nicht mehr damit leben kannst, im Supermarkt solche Produkte auf Wunsch des Kunden zu kaufen, bist Du im Job falsch, das hast Du ja schon für Dich so erkannt. Aber Du hast weder die Aufgabe, einen Kunden zu erziehen oder ihn finanziell zu benachteiligen, weil er selbst die Produkte nicht mehr auswählen kann.
 
Du kannst Deine Kunden informieren, vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit in Deinem Job anderes zu machen als einzukaufen und Dich so rauszuwinden, aber wenn sie Waren aus Massentierhaltung haben wollen bzw. das Günstigste möchten, dann hast Du Dich als Dienstleisterin daran zu halten. Das ist in meinen Augen eine sehr einfache Sache. 
 
Jesus hat übrigens auch niemandem seine Botschaft aufgedrängt, es war ein Angebot. Und er hat den Menschen trotzdem gedient, auch wenn er wusste, dass sie sich von seiner Botschaft irgendwann abwenden würden. Er ist auch nicht vom Kreuz gestiegen und hat die Leute, die ungläubig waren zur Vernunft gebracht.  Vielleicht hilft Dir das bei der Entscheidung, wie es für Dich weiter geht.
tristesse antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@tristesse Hab mich ja schon entschieden. Hatte den Einkauf verweigert. Hab eigentlich mit einer Kündigung gerechnet. Da ich niemanden meinen Glauben aufzwingen wollte, war der Job unter den Bedingungen nicht für mich geeignet. Ich arbeite jetzt weniger und mache keine Einkäufe mehr.

pumuckl97 antworten


Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Mag wieder was erzählen. Anfang der Woche hatte ich eine Situation, in der ich zu dem stehen musste, was ich glaube, obwohl alle anderen anders glauben. Und ich hatte Angst, mich zu irren. Ich wusste nicht, ob ich Recht habe. Aber ich kann nur nach dem handeln, was ich glaube, das richtig ist. Und die Situation war so schlimm. Ich hab mich so abgewertet gefühlt. Es ist garnicht an mir abgeprallt. Und dann war ich 4 Tage in einen Zustand gefallen, indem ich extrem dissoziiert und wertend war. Es hat sich angefühlt, als würde jemand anderes denken und reden und als wäre ich nicht ganz da. Als müsste ich erstmal richtig aufwachen. Ich hab alles plötzlich ganz anders wahrgenommen. Aufgefallen war mir das an den Bettlern. Ich hab NIE auf die herabgesehen. Aber in diesem Zustand hab ich es so gefühlt. Und ich hab mich gefragt: "Warum fühle ich so?", das war voll unangenehm so zu fühlen. Und ich wollte das garnicht. Und dann war mir aufgefallen, dass das angefangen hat, als ich in dieser Situation war. Das es damit zu tun haben muss. Und mir kam das Wort Projektion in den Sinn. Und ich hab das recherchiert. Und gefragt, was das mit mir selber zu tun hat. Und dann hab ich angenommen, dass ich so glaube wie ich glaube, auch wenn alle anderen anders glauben. Und ich bin aus dem Zustand rausgekommen. Jetzt weiß ich garnicht, ob ich tatsächlich abgewertet wurde und es richtig wahrgenommen hab und deshalb dissoziiert und projiziert habe, oder ob es eine Angst vor Ablehnung oder ein Wunsch nach Annahme war, oder eine Mischung daraus. Und stell dir vor ich hätte meinem Gefühl geglaubt, und auf die Bettler herabgesehen, nur weil ich was auf die projiziert habe.

Glaube ist nicht ein Gedanke oder Gefühl.

Wie kann man erkennen, ob man sich gerade in der Wahrheit oder in einem unbewussten Abwehrmechanismus befindet? 

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Plastikschuhe

Hab mir so gedacht: Was hab ich eigentlich verändert? Jetzt tut ja jemand anders die Arbeit. Hab erst gedacht: Nur ich hab mich verändert. 

Dann kam eine neue Situation.

Ein Patient hat mir erzählt, dass eine Pflegerin IMMER die Plastikschuhe überzieht, obwohl wir das nur bei Regen MÜSSEN, mit der Begründung: "Bei mir zuhause würde ich das auch so machen."

Hab darüber nachgedacht. Wenn ich die Plastikschuhe nicht anziehe, würde ich die Umwelt weniger verschmutzen. Aber der Mensch war mir da wichtiger. Und ich hab mir gedacht: "Sie hat Recht. Die Begründung ist gut. Ich würde das selber auch nicht wollen, dass jemand bei mir zuhause mit Straßenschuhen läuft.", und mir erstmal vorgenommen die auch immer anzuziehen.

Später hab ich mir so gedacht: Was hat das für einen Sinn, wenn sie und ich in Plastikschuhen laufen, wenn die anderen in Straßenschuhen laufen?
Was hat das dann gebracht, wenn es nicht alle so machen?
Und ich hab mich gefragt, was hat es dann gebracht, wenn ich nicht mehr für die Patienten die Lebensmittel, die Tier und Menschenquälerei unterstützen kaufe, wenn es jetzt ein anderer tut? 
Was hat es gebracht, wenn es nicht alle Angestellten so machen, wenn sich doch nichts verändert?

Und dann hab ich gedacht: Die Pflegerin mit den Plastikschuhen, die hat aber was verändert. Weil ich hab mich durch sie verändert. Also hat sie was verändert, was mehr war, als sie selbst. Und ich hab die Plastikschuhe wieder getragen.

Vielleicht hab ich ja auch was verändert. Vielleicht kauft ja der Chef privat jetzt anders ein als vorher. Und vielleicht wird ein anderer deshalb anders einkaufen. 

Vielleicht war es sogar richtig, dass der Laden genau so weiter geführt wird, wegen der Ausnahmen. Es gibt Patienten, die brauchen eine bestimmte Ernährung, bei denen es nicht möglich ist auf Tierleid zu verzichten. Aber vielleicht gäbe es ja auch eine Möglichkeit, wenn man sich bemüht. Das kann ich nicht beurteilen, weil mir das Wissen fehlt. Vielleicht war es aber trotzdem richtig, dass ich die Arbeit verweigert hab, weil es für mich nicht das Richtige ist. Ich muss ja auch kein Soldat sein. Vielleicht ist ja einer im Recht, wenn er z.B. aus Notwehr tötet, oder vielleicht sind beide sind im Unrecht. Aber ich muss trotzdem nicht Soldat sein und entscheiden, wer Recht hat. Ich kann auch einfach anders leben, wenn ich damit mehr Frieden hab. 

Ja. Ich weiß. Viel vielleicht. 

pumuckl97 antworten
33 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

PS: Nur damit ich nicht missverstanden werde: Ich glaube, dass Christen alles essen dürfen außer Blut. Aber ich glaube nicht, dass es richtig ist Tieren unnötigerweise Leid zuzufügen, indem man sie nicht artgerecht hält. Wer weiß, ob die glücklichen Tiere nicht auch glücklich sind, nachdem sie geschlachtet wurden. Ich bin also für eine gute Tierhaltung. Und gegen unnötig zugefügtem Leid. 

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

Nachtrag: Hab gerade erfahren, dass es bei dem Blut auch wieder verschiedene Interpretationen gibt. Würde meine Interpretation jetzt gern wieder löschen, geht aber nicht. Wollte ja keine Bibel lehren. Das ist nicht meine Stärke. Also ich weiß jetzt nicht, was richtig ist. Bitte prüft immer, was ich sage. Und das Gute behaltet. 

pumuckl97 antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@pumuckl97 Wenn es dir so wichtig ist, werde doch vegetarier oder Veganer. Aber Die Leere in deinem Herzen wird die eigene Leistung nicht füllen. Ich weiß noch als ich und ein Freund uns vor ca. 20 Jahren Gedanken gemacht haben, überhaupt kein Fleich mehr zu essen weil wir ja nicht sicher sein können, ob da Blut drin ist. Das hat mich Gott kein Stück näher gebracht. Nur weiter weg von den anderen Menschen. Schief angeschaut wurden wir und es hat sich nicht einmal gelohnt. Das Endscheidenste war all die Jahre direkt vor meinen Augen. Aber es erschien mir so unwichtig, dass ich nicht im Traum darauf kam, es einmal auszuprobieren. Ich sage nur das Blut Jesu ist stärker als das Blut eines Tieres. Er hat mit seinem Blut für unsere Schuld bezahlt für alle Zeit. Egal was für eine Übersetzung, das ist die Hauptaussage der Bibel. Doch er möchte auch dass wir es bekennen und im Herzen glauben.

wisefool antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@wisefool Danke für das Teilen deiner Erfahrung. Die Angst unwissentlich zu sündigen und die Reaktionen darauf scheinen schlimm gewesen zu sein. Ja, Jesus hat uns befreit von der Schuld. Egal welche Übersetzung.

pumuckl97 antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@pumuckl97 Ja, das Alles war sehr schlimm, aber nur weil ich nicht in Anspruch genommen habe dass Jesus für mich bezahlt hat.

Schlüsselkind, wirklich guter Name!

Geht es dir eigentlich mittlerweile besser? Ich muss gestehen dass mich das Thema hier einigermaßen beschäftigt hat, weil ich mich darin selber sehe von früher. Aber mit dem Wissen von heute wäre ich diesen langenund einsamen  Weg nicht gegangen, wenn ich die Wahl gehabt hätte. (Hatte ich die ganze Zeit, aber ich habe es nur nicht verstanden!)

Das Problem ist, wenn man neu in eine Freikirche kommt, hört man die ganze Zeit so radikalisierende Predigten wie zum Beispiel dass Abraham seinen Sohn opfern wollte, oder dass "wer sein Leben verliert um meinetwillen, es finden wird." Und deshalb kann man als Newcomer do reinrutschen, zu glauben man könnte Gott beeidrucken.  Funktioniert nur nie. Man manövriert sich nur ins Aus, weil die ganzen anderen Christen alle nicht ihr Leben aufs Spiel setzen wollen und dir Menschen "in der Welt" auch nicht. Und das müssen sie auch nicht.

Also ist da eine Diskrepanz zwischen Lehre und Leben. Das hatte ich von Anfang an wahrgenommen, es aber verdrängt, nachdem Leute unter Handauflegung für mich beteten. Ich fühlte Gottes Geist in meinem Herzen und hoffte von da an, wenn ich mich nur ganz ganz genau an alle Gesetze halte und mir das Christenchinesisch angewöhne, dann werde ich das schon irgendwie auch bekommen. Wie würde ich nur den Weg wiederfinden in die Einheit mit Gott, die ich gefühlt hatte?

Nur dass ich nicht verstand, dass die ja auch die Verheißungen Gottes in Anspruch genommen hatten über meinem Leben. Es ist wie wenn Gott mit uns einen Vertrag hätte, wo drin steht, dass eir eine neue Schöpfung werden können. Gott möchte aber, dass wir ihn auch daran erinnern und sagen: "Hey Gott, du und ich, wir haben da diesen Vertrag und da steht drin, dass du für mich bezahlt hast, damit meine Schuld getilgt ist, ich eine neue Schöpfung werden kann, du mich segnen und mir Frieden geben kannst und wir Gemeinschaft haben können."

Und das mache ich immer wieder. An manchen Tagen öfter, manchmal weniger, es kommt auch auf die Situation an. Zum Beispiel wenn ich das Gefühl habe, dass eine Sünde zwischen mir und einem anderen Menschen steht, dann nehme ich es dafür in Anspruch. Oder wenn ich zum Beispiel in einer Situation Angst habe, wo ich längere Zeit in der Öffentlichkeit bin, nehme ich das in Anspruch. Oder aber wenn ich Angst habe, in einem Gespräch etwas Falsches zu sagen oder falsch zu reagieren. Oder wenn man ein schlechtes Gewissen hat und nicht mehr aus dem Grübeln raus kommt, dann nehme ich das in Anspruch. Oder wenn man das Gefühl hat, dass der Teufel einen quält auch.

Ich weiß, dass einige Christen das möglicherweise einseitig finden mögen, dass das Alles so blut- und opferlastig ist, aber es wird auch oft gepredigt, dass Jesus starb um die Brücke zwischen uns und Gott zu werden. Genau das ist damit gemeint. Das wusste ich jedoch Alles schon relativ lange, nur dass ich es auch wie einen Vertrag einfordern muss, kam mir nicht in den Sinn. Ein Onkel pflegte immer zu mir sagen: "Schrift und Papier ist geduldig". Damit wollte er zum Ausdruck bringen, dass er keine Zeit für die Bibel hat und er auch nicht glaubt, dass die Bibel ihm etwas bringt. Irgendwie habe ich das Misstrauen gegen das Vertragswesen unterbewusst tief verinnerlicht und das war eine der Festungen, die mich davon abgehalten hat, mein Recht vor Gott einzufordern.

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool 

Veröffentlicht von: @wisefool

Irgendwie habe ich das Misstrauen gegen das Vertragswesen unterbewusst tief verinnerlicht und das war eine der Festungen, die mich davon abgehalten hat, mein Recht vor Gott einzufordern.

Sehr coole Erkenntnis! 😀 Danke fürs Teilen. Das freut mich für dich. - Ich persönlich bin da weniger "fordernd" unterwegs, weil ich auf diesem Fundament stehe. Nur wenn der Feind mir wieder mal Zweifel einflößen will und mich verunsichern will, dann muss ich mich und meine Seele immer wieder daran erinnern, dass wir auf dem Boden Jesu Blutes stehen und er kein Recht mehr hat. Auch er muss immer mal wieder dran erinnert werden, dass er schon verloren hat. 😉

Wie darf ich mir das vorstellen, wenn du "das für dich in Anspruch" nimmst?? Wie sieht das praktisch aus in so einer Situation? Magst du das beschreiben?

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@neubaugoere Ja, bei uns auf dem ländlichen Raum, da gibt es so eine Denkweise: Die Menschen, die in dem Denken von Ackerbau und Viehzucht verhaftet sind, sehen die Neuerungen der "Vertragsmenschen" nicht ein.

Ist das selbe wie bei den Nazis vor hundert Jahren. Das Denken gibt es leider immer noch. Man merkt auch, dass die Nazis immer mit solchen ideologischen Bildern aus der Biologie argumentiert haben, um die Menschen von dem Vertragswesen wegzubringen und die Menschenrechte zu diskreditieren. Leider wanzen sich rechte Gruppen schon immer auf dieser Grundlage an gläubige Christen ran.

Scheinbar wolkte Gott, dass ich das bei mir ändere, und hat mir einen Traum gegeben, wo ich auf einem Hochzeitsfest war, die jedoch gleichzeitig ein Seminar war. Eine türkische Frau hat einen Workshop gehalten, wo jeder einen Korb bekam und wir sollte uns am Buffet Sachen aussuchen und am Ende einander zeigen, wie wir uns ernähren.

Aber ich habe dann draußen von einem alten Heuwagen irgendwelchen Müll in meinen Korb getan und als wir uns drinnen wieder getroffen haben, fiel mir auf, dass ich meinen Essenskorb schon mit dem Müll von draußen versaut hatte, es drinnen aber ein Buffet gab. Ich hatte also nicht mal das Vertrauen, dass ich zu dem Korb auf der Veranstaltung auch etwas zu Essen bekommen würde. Ich traute mich nun nicht mehr, nach einem neuen Korb zu fragen und wachte mit einem erschrocken auf.

Dieser Traum hat mich schwer geschockt. Es handelte sich hier um das Hochzeitsfest des Lammes, das gleichzeitig eine Hochzeit und ein Seminar war! Die Türkin symbolisiert meine damalige Verachtung für die "Vertragsmenschen". Ich hatte oft den Eindruck gehabt, dass Moslems dazu neigen, sich einen sehr Zivilisationsbezogenen Beruf zu suchen und dann einfach zu vertrauen, dass damit auch die erhofften Möglichkeiten kommen würden. Ein Vertrauen in die Zivilisation, das ich immer für falach gehalten hatte, wollte nun Gott in mir bewirken. Ich muss gestehen, ich habe dieses Vertrauen in meinem Leben bei weitem noch nicht voll verwirklicht.

Doch es bewog mich, beim Anhören von Seminaren von Peter Sloterdijk über den Kontraktualismus nachzudenken und dies auf das Christentum zu beziehen. Darum denke ich heute, die Menschenrechte sind fast sowas wie der Sinn des Christentums in der Post-Aufklärungs-Neuzeit.

Naja fordernd... Gott scheint dafür Verständnis zu haben. Ich meine, ich motze da nicht direkt mit ihm rum, aber wenn man jahrelang gegen eine Wand gelaufen ist wird man irgendwann recht direkt. Am Anfang habe ich eher gemotzt, z.B. als ich in einer Situation war, wo ich eigentlich immer Ängste hatte, sagte ich irgendwann: "Gott, dein Wort sagt, ich kann eine neue Schöpfung werden, dann mach bitte, dass in der Situation alle Gründe, weshalb diese Personen etwas gegen mich haben könnte, einfach verschwinden." Ich habe es erst gar nicht gespürt, doch es war dann in der Situation noch am selben Tag besser. Da wusste ich, dass ich damit weiter machen muss.

Aber was heißt fordernd? Wenn ich mir Zeit nehme, Gottes Gegenwart zu genießen, dann ist das nicht so fordernd. Schon direkt. Aber Gott will uns das ja auch geben. Er hat ja Nichts dagegen, sondern wartet nur darauf dass wir das annehmen. Der Teufel mag diesen Trick gar nicht. Aber er kann nicht viel dagegen tun.

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool 

Danke für deine Geschichte.

Verzeih mir, ich habe nur noch nicht verstanden, wie du nun "in Anspruch nimmst". Vielleicht gelingt es mir einfach nicht, das aus deinen Worten, deiner Erzählung herauszulesen. Ich weiß es nicht, ich kann es nicht erkennen.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich einen Unterschied sehe zwischen uns, zwischen meinem "ich stehe auf dem Fundament" des Erlöstseins, des Beschenktseins, des Seins an sich in Gott, des Gottes seins, also sein (Kind) zu sein, sein "Besitz", denn er hat mich freigekauft, ich gehöre ihm und zu ihm, und dem von Gott fordern, und deinem "ich fordere genau das von Gott ein" - so hab ich es verstanden.

Mit diesem hier

Veröffentlicht von: @wisefool

"Gott, dein Wort sagt, ich kann eine neue Schöpfung werden, dann mach bitte, dass in der Situation alle Gründe, weshalb diese Personen etwas gegen mich haben könnte, einfach verschwinden."

komme ich nicht klar. Ich bin doch eine neue Schöpfung, seit wir - Gott und ich - uns kennengelernt haben und er mich in sein Reich rübersetzte (Herrschaftswechsel). Meines Erachtens ändert Gott auch niemals meine Umstände, sondern mich in den bzw. durch die Umstände/n. Ich bin es, die verändert wird, um eine neue Perspektive zu erhalten, neue Sichtweisen oder neu zu sehen sozusagen. Gott arbeitet mit mir in meiner Situation an mir. (Ein Satz, wo ich beinahe jedes Wort betone, nur, damit du dir das vorstellen kannst.) 🙂

Magst du vielleicht noch einen Versuch unternehmen, mir das zu erklären? Du musst nicht, das ist nur eine Bitte. Ich möchte dieses dein "fordern" (von Gott) verstehen (weil ich schon nicht verstehe, wie ich etwas von Gott "fordern" könnte).

Ich danke dir. 🙂

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@neubaugoere Das ist interessant, denn genauer als ich es hier geschrieben habe geht es eigentlich nicht. Außer vielleicht wenn man noch anmerkt: "Wenn du in deinem Herzen glaubst und mit deinem Mund bekennst, wirst du gerettet werden." Halten wir mal fest: Gott mag Glauben. Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit gerechnet.

Sagen wir es mal so: Wenn du etwas einforderst, oder auch vor Gericht einklagst, dann beleidigst du dadurch ja auch nicht den Richter und auch nicht den Gesetzgeber. Vielleicht gibt es eine Gegenpartei, die nicht will dass du zu deinem Recht kommst. Oder das Recht ist zwar schon einige Zeit in Gebrauch, aber es wurde aus Gewohnheit nicht eingehalten. Die Gegenpartei wird damit leben müssen, dass die Entscheidung des Richters bindend ist. 

Aber ich verhalte mich ja nicht dem Gericht gegenüber ungebührlich, wenn ich meine Sache vorbringe.

Kennst du "Das Gesetz" von Kafka?

Ich kann nur sagen, dass ich sehr lange nicht auf dem Wort stand, obwohl ich gerne zu Gott gehört hätte. Und diese lange Zeit der Not hat mich geprägt. Ist aber interessant, wie unterschiedlich das ankommt.

Nur: Nicht mal Eltern sind dem Kind böse wenn es schreit weil es Hunger hat. Menschliche Eltern sind vielleicht genervt wenn sie schon seit Wochen nicht geschlafen haben. Aber Gott ist ja nicht cranky weil er unausgeruht ist oder Sorgen wegen der Mieterhöhung hat. Er hat Millionen Kinder und freut sich wenn sie ihn anrufen. Warum sollte ihn das ärgern?

Ich bin sehr gespannt, ob das deine Frage beantwortet. Und falls nicht, würde ich gerne genauer wissen, was noch unklar ist.

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool 

*hm* mal sehen 🙂

Vielleicht benennen wir Dinge unterschiedlich. Womit ich Schwierigkeiten habe, ist das "einfordern". Von zwei Seiten aus. Seite 1: wer bin ich, dass ich von Gott zu fordern hätte (mal überspitzt gesagt). Seite 2: Ich habe doch alles, es ist mir doch längst gegeben. Ich "muss" es mir lediglich noch nehmen.

Möglicherweise meinst du mit "einfordern" genau das, was ich mit "in Anspruch nehmen" betitele *denküberleg*. Wenn mir etwas schon gegeben ist, ich es mir aus der Sicht des Vaters nur noch nehmen brauche, dann gibt es vielleicht dort eine Schwierigkeit, sich der Dinge bewusst zu sein und sie eben für sich in Anspruch zu nehmen. Beispiel: Es steht geschrieben ....... und ich nehme das nun für mich in Anspruch --> als Bekenntnis in die sichtbare und unsichtbare Welt. Oder: Die Schrift sagt ........ und auf diesen Grund stelle ich mich (als Inanspruchnahme).

Meinst du es so ungefähr? - Ich finds grad auch spannend, wie unterschiedlich Menschen Dinge benennen und vielleicht auch aneinander vorbeireden, oder auch was anderes meinen. Wir finden es heraus. Ich finde es zudem auch grad spannend, dass unterschiedliche Sichtweisen oder Auffassungen so gar nicht mit einem rüden Ton einhergehen müssen. Das nenne ich mal Austausch nach meinem Geschmack. Vielen Dank dafür. 🙂

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@neubaugoere

Hallo Neubaugöre.

Ich sehe überhaupt nicht, weshalb man nicht sagen dürfte: "Ich nehme diese Verheißungen in Anspruch." Was ist daran deiner Meinung nach der "Fehler"?

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool 

Hej du, DAS klingt ja in der Tat schon anders ... "ich nehme die Verheißungen in Anspruch" ... das tue ich auch. Sag ich doch, wir benennen die Dinge unterschiedlich, meinen aber wohl dasselbe. Für mich "klingt" das dann eben danach, Dinge (geschenkt) bekommen zu haben - Verheißungen -, die ich dann in Anspruch nehme, oder auf deren Boden ich mich stelle etc.

Für mich passt das Wort "fordern" oder "einfordern" nicht so recht. Deswegen fragte ich nach. Bei dir ist vielleicht dieses Wort (fordern) anders belegt als bei mir. Deshalb ist es gut, sich darüber auszutauschen. - Vielen Dank.

Danke, dass wir uns darüber verständigen konnten. 🙂

Segen dir! ✝️

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@neubaugoere Hej du. Klappe zu Affe tot oder wie? Mich interessiert das aber noch, warum du mich jetzt wegen diesem Scheinwiderspruch zwei Tage gegrillt hast. Also ganz ehrlich: Wie meinst fu denn das überhaupt, dass dir ja "Alles gegeben ist, du musst es dir nur nehmen"?

Also wenn ich dir jetzt zehn Euro gebe, dann musst du sie dir nicht mehr nehmen, sondern du hast sie bereits. 

Wenn du sie nicht hast, kannst du mich darum bitten, dann gebe ich sie dir, oder aber nicht. Sagen wir, ich habe unendlich Euro, also gebe ich sie dir.

Wenn du Gott um Frieden bittest und er gibt ihn dir. Hattest du ihn dann schon, oder hast du ihn erst bekommen?

Du bist bist mir die Erklärung immer noch schuldig, warum das jetzt soooo schwer zu verstehen gewesen sein soll, mit dem in Abspruch nehmen.  Du sagtest: "Weil wir die Dinge anders benennen."

Aber ist das so? Wir benennen sie ja gar nicht anders. Watum tust du dann so, als würdest du den Zusammenhang nicht verstehen. Ich komme mir gerade echt versrscht vor.

Zwinker Smiley Kreuz

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool | zum Beitrag, auf den ich Bezug nehme

Ich hab den Grill nicht angeworfen, das muss wer anders gewesen sein. 🙂

Also ganz ehrlich: Wie meinst fu denn das überhaupt, dass dir ja "Alles gegeben ist, du musst es dir nur nehmen"?

Dein Beispiel mit den Euro ist ganz gut. Gott hat uns bereits alles gegeben, was wir brauchen/benötigen, um hier bestehen zu können. Ja. Wir dürfen es uns nehmen. "Haben" tun wir es bereits, auch ich bin da kein Vorzeigebeispiel und muss es dann auch ergreifen oder eben für mich in Anspruch nehmen oder die Dinge halt einfach benutzen, die eben schon da sind. Ich denke, in der "Kinderphase" - die Bibel spricht von Ernährung mit Milch - rufen wir nur zum Vater: bitte gib dies, bitte gib das, mach dass dies, mach dass das ... ist auch typisch für Kinder. 🙂 Nach der Kinderzeit sollte die Erwachsenenzeit eintreten, wo wir - die Bibel spricht von Ernährung mit Schwarzbrot - die Dinge selbst tun, weil wir sie tun können, weil wir alles haben, was wir brauchen und weil wir eben das Brot kauen, feste Nahrung haben. Und wie das auch bei gutem Brot so üblich ist, sind da viele Ballaststoffe drin und werden die gut durchgekaut, sind sie sehr nahrhaft, halten lange satt. 

Du bist bist mir die Erklärung immer noch schuldig, warum das jetzt soooo schwer zu verstehen gewesen sein soll, mit dem in Abspruch nehmen.  Du sagtest: "Weil wir die Dinge anders benennen."

Verzeih, wenn ich manchmal etwas schwerer von Begriff scheine. Ist das ungewohnt für dich? Auch ich habe ein Leben hinter mir. 🙂 Zudem kommt, dass Menschen Worte mit ihren eigenen Erfahrungen füllen. Und meine Erfahrung mit "fordern" ist halt nicht positiv besetzt. Deshalb möchte ich verstehen, was der andere - in dem Fall du - mit "fordern" meint. Nach deinen Erklärungen meine ich verstanden zu haben, dass wir dasselbe meinen, es nur unterschiedlich ausdrücken. Das ist kein Drama und auch nicht schlimm. Oder empfindest du das so?

Du hattest in deinen Formulierungen ein "das war eine der Festungen, die mich davon abgehalten hat, mein Recht vor Gott einzufordern." In diesem Beitrag auf Schlüsselkind/Pumuckl. - Darauf bin ich "angesprungen". Ich wollte deine Sichtweise verstehen, wie du dieses "einfordern" meintest.

In diesem Abschnitt vorher:

Veröffentlicht von: @wisefool

Und das mache ich immer wieder. An manchen Tagen öfter, manchmal weniger, es kommt auch auf die Situation an. Zum Beispiel wenn ich das Gefühl habe, dass eine Sünde zwischen mir und einem anderen Menschen steht, dann nehme ich es dafür in Anspruch. Oder wenn ich zum Beispiel in einer Situation Angst habe, wo ich längere Zeit in der Öffentlichkeit bin, nehme ich das in Anspruch. Oder aber wenn ich Angst habe, in einem Gespräch etwas Falsches zu sagen oder falsch zu reagieren. Oder wenn man ein schlechtes Gewissen hat und nicht mehr aus dem Grübeln raus kommt, dann nehme ich das in Anspruch. Oder wenn man das Gefühl hat, dass der Teufel einen quält auch.

erwähntest du, Dinge "in Anspruch zu nehmen". Auch hier wollte ich wissen (weil interessiert), wie das für dich aussieht, etwas in Anspruch zu nehmen. Die Frage ist eher praktischer Natur quasi. Wie machst du das? (Das hatten wir, soweit ich sehe, noch nicht besprochen. Kann, muss aber nicht.)

Zu diesem Gedanken hier:

Veröffentlicht von: @wisefool

Wenn du Gott um Frieden bittest und er gibt ihn dir. Hattest du ihn dann schon, oder hast du ihn erst bekommen?

Da sprang in meinem Kopf aufgrund meiner Erfahrung an: Ich habe Gottes Frieden erhalten, als er mich zu sich in sein Reich pflanzte/herüberholte. Ich bemerke, dass ich durch oder in verschiedenen Situationen aus diesem Frieden falle/rutsche. Dann bitte ich Gott natürlich, mir entsprechend zu helfen und gestehe ihm das. Aus meiner Sicht kann niemand "ausführlich genug" über solche Dinge reden, weil wir zum einen ständig vor diesen Fettnäpfchen der Missverständnisse stehen und zum anderen das aus meiner Sicht Gott die Ehre gibt, über ihn und was er getan hat und zu geben hat, zu reden. 🙂

Veröffentlicht von: @wisefool

Klappe zu Affe tot oder wie?

Möchtest du nicht, dass das Gespräch aufhört? 😉

Segen dir! ✝️

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@wisefool | zum Beitrag, auf den ich Bezug nehme

 

Möchtest du nicht, dass das Gespräch aufhört? 😉

Segen dir! ✝️

Häää? Ich kann sehr gut verstehen, dass DU es jetzt gerne beenden möchtest, jetzt wo ich den spieß umdrehe und du mal gegrillt wirst. Schmeckt dir nicht so, oder?

Also dann, schnell Sargdeckel zu, ein Bisschen e nomini patri drüber... Kreuz Fisch Zwinkersmiley. Das war ja einfach, als würde man einem Kind den Schnuller klauen, nicht wahr?

Also bei dir war ja von Anfang an Alles Töfte Zwinkersmiley, du wurdest in Gottes Reich verpflanzt und dir war Alles gegeben, du musstest es dir nur noch nehmen. Du erwähntest aber mal, dass die Gemeinde dein Schleifstein ist und du ihrer. Das will ich gar nicht bezweifeln, ist aber ein herrlicher Allgemeinplatz. Das muss ja die perfekte Gemeinde sein... vielleicht habt ihr einen Alphakurs oder sonst irgendein perfektes System... Gibt es bei euch in der Gemeinde eigentlich irgendwelche Menschen mit schweren Krankheiten, Depressionen, Verlust des Partners, Suizid in der Familie oder im Freundeskreis?

Was sagst du eigentlich, wenn eine Person zu dir kommt und dir erzählt, dass er oder sie mal Gott erlebt hat, dann aber jahrelang eine Sehnsucht nach Gott hatte, auch regelmäßig betet, nur irgendwie hat diese Person das Gefühl, dass das Gebet nicht ankommt. Was sagst du dann? "Gott sieht das Herz", "Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hände Gottes" oder vielleicht "Selig sind die, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit Gottes"?

Was rätst du einer Person in dieser Situation, die du laut deinen Aussagen nicht mal selbst erlebt hast, und wenn, dann ging sie schnell wieder weg, denn "ich hab ja Alles, ich muss es nur nehmen"? Also entweder: es ist uns gegeben, oder aber nicht. Die Bibel sagt, es ist uns gegeben. Der Pastor sagt, es ist uns gegeben. Die Ruth aus dem Hauskreis sagt "Es ist uns gegeben". Die Person merkt davon aber nichts, außer vielleicht mal wenn sie mit Anderen zusammen ist, strahlt es auf sie ab. Das ist aber kein guter Dauerzustand. Sehnsucht kann schön sein, wenn sie irgendwann erfüllt wird. Aber eine Sehnsucht, die nicht erfüllt wird ist ein grausame Art zu leiden. Sie findet das Gefühl wunderschön und würde gerne damit auch autark erfüllt leben, statt dabei nur von anderen Menschen abhängig zu sein. Was kannst DU dieser Person mit auf den Weg geben, was ihre Situation zum Positiven verändert?

 

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool | Beitrag, auf den ich mich beziehe

Wann genau ist diese deine Stimmung so umgeschlagen? Hab ich was verpasst?

Also bei dir war ja von Anfang an Alles Töfte Zwinkersmiley, du wurdest in Gottes Reich verpflanzt und dir war Alles gegeben, du musstest es dir nur noch nehmen. Du erwähntest aber mal, dass die Gemeinde dein Schleifstein ist und du ihrer. Das will ich gar nicht bezweifeln, ist aber ein herrlicher Allgemeinplatz. Das muss ja die perfekte Gemeinde sein... vielleicht habt ihr einen Alphakurs oder sonst irgendein perfektes System... Gibt es bei euch in der Gemeinde eigentlich irgendwelche Menschen mit schweren Krankheiten, Depressionen, Verlust des Partners, Suizid in der Familie oder im Freundeskreis?

Ich hab leider keine Ahnung, was du damit meinst, aber ja, ich hab mich gefreut, das Gott mich liebt und mich umgepflanzt hat und ja, er führte mich in meine erste Gemeinde, ja, in der hab ich lauter tolle Sachen erlebt und auch lauter weniger tolle, die Gott immer wieder aufgedröselt hat, so dass es am Ende ja doch tolle Sachen waren. Er hat mich "gesundgeliebt".

Wenn dir meine Geschichten zu allgemein sind, frag doch bitte einfach nach, wenn du Details wissen möchtest. Ich kann nicht wissen, was dich interessiert. Für mich laufen Gespräche so. Man lernt sich kennen über Fragen.

Ja, es ist die perfekte Gemeinde, um mich umzugestalten. 🙂 Nein, wir haben keinen Alphakurs. Ja, wir haben einige Menschen mit schweren Krankheiten. Und ja, wir erleben auch, wie Gott heilt ... von Krebs ... von sagen wir "unbekannten Sachen" und und und. Ja, wir erleben auch, dass Gott nicht einzugreifen scheint oder nicht heilt. Von Depressionen weiß ich zumindest nichts in unserer Gemeinde, Verlust von Kindern erleben wir gemeinsam und gehen gemeinsam da durch, Suizid erlebten wir nicht, ich weiß zumindest nichts davon.

Ist es das, was du wissen wolltest?

Was sagst du eigentlich, wenn eine Person zu dir kommt und dir erzählt, dass er oder sie mal Gott erlebt hat, dann aber jahrelang eine Sehnsucht nach Gott hatte, auch regelmäßig betet, nur irgendwie hat diese Person das Gefühl, dass das Gebet nicht ankommt. Was sagst du dann? "Gott sieht das Herz", "Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hände Gottes" oder vielleicht "Selig sind die, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit Gottes"?

Das kann ich dir vorher nicht sagen. Ich höre, was Gott mir gibt oder schweige und bin einfach da. Ich persönlich habe so jemanden noch nie erlebt, ich kann also aus keinem Erfahrungsschatz reden. Aber auch da tät ich eher sagen, ich warte, was Gott mir gibt.

Als ich ansprach, dass uns Dinge gegeben sind, sprach ich von z.B. der Waffenrüstung, spreche ich von Gaben, von Versorgung, Verheißungen, Vollmacht. An diese Dinge erinnern wir uns gegenseitig, weil das wichtig ist. Auch in meiner Gemeinde vergessen das viele, dass sie bereits Vollmacht haben, und üben sie deshalb nicht aus.

Wie gesagt, ich warte in so einer Situation, was Gott mir gibt. - Ich habe das Gefühl, dass dich das aufregt, dass du da nicht mehr in der Ruhe bist, in Gottes Frieden. Was kann ich tun, um dir zu helfen?

Segen dir! ✝️

neubaugoere antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53
Veröffentlicht von: @neubaugoere

@wisefool | Beitrag, auf den ich mich beziehe

Wann genau ist diese deine Stimmung so umgeschlagen? Hab ich was verpasst?

Also bei dir war ja von Anfang an Alles Töfte Zwinkersmiley, du wurdest in Gottes Reich verpflanzt und dir war Alles gegeben, du musstest es dir nur noch nehmen. Du erwähntest aber mal, dass die Gemeinde dein Schleifstein ist und du ihrer. Das will ich gar nicht bezweifeln, ist aber ein herrlicher Allgemeinplatz. Das muss ja die perfekte Gemeinde sein... vielleicht habt ihr einen Alphakurs oder sonst irgendein perfektes System... Gibt es bei euch in der Gemeinde eigentlich irgendwelche Menschen mit schweren Krankheiten, Depressionen, Verlust des Partners, Suizid in der Familie oder im Freundeskreis?

Ich hab leider keine Ahnung, was du damit meinst, aber ja, ich hab mich gefreut, das Gott mich liebt und mich umgepflanzt hat und ja, er führte mich in meine erste Gemeinde, ja, in der hab ich lauter tolle Sachen erlebt und auch lauter weniger tolle, die Gott immer wieder aufgedröselt hat, so dass es am Ende ja doch tolle Sachen waren. Er hat mich "gesundgeliebt".

Wenn dir meine Geschichten zu allgemein sind, frag doch bitte einfach nach, wenn du Details wissen möchtest. Ich kann nicht wissen, was dich interessiert. Für mich laufen Gespräche so. Man lernt sich kennen über Fragen.

Ja, es ist die perfekte Gemeinde, um mich umzugestalten. 🙂 Nein, wir haben keinen Alphakurs. Ja, wir haben einige Menschen mit schweren Krankheiten. Und ja, wir erleben auch, wie Gott heilt ... von Krebs ... von sagen wir "unbekannten Sachen" und und und. Ja, wir erleben auch, dass Gott nicht einzugreifen scheint oder nicht heilt. Von Depressionen weiß ich zumindest nichts in unserer Gemeinde, Verlust von Kindern erleben wir gemeinsam und gehen gemeinsam da durch, Suizid erlebten wir nicht, ich weiß zumindest nichts davon.

Ist es das, was du wissen wolltest?

Was sagst du eigentlich, wenn eine Person zu dir kommt und dir erzählt, dass er oder sie mal Gott erlebt hat, dann aber jahrelang eine Sehnsucht nach Gott hatte, auch regelmäßig betet, nur irgendwie hat diese Person das Gefühl, dass das Gebet nicht ankommt. Was sagst du dann? "Gott sieht das Herz", "Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hände Gottes" oder vielleicht "Selig sind die, die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit Gottes"?

Das kann ich dir vorher nicht sagen. Ich höre, was Gott mir gibt oder schweige und bin einfach da. Ich persönlich habe so jemanden noch nie erlebt, ich kann also aus keinem Erfahrungsschatz reden. Aber auch da tät ich eher sagen, ich warte, was Gott mir gibt.

Als ich ansprach, dass uns Dinge gegeben sind, sprach ich von z.B. der Waffenrüstung, spreche ich von Gaben, von Versorgung, Verheißungen, Vollmacht. An diese Dinge erinnern wir uns gegenseitig, weil das wichtig ist. Auch in meiner Gemeinde vergessen das viele, dass sie bereits Vollmacht haben, und üben sie deshalb nicht aus.

Wie gesagt, ich warte in so einer Situation, was Gott mir gibt. - Ich habe das Gefühl, dass dich das aufregt, dass du da nicht mehr in der Ruhe bist, in Gottes Frieden. Was kann ich tun, um dir zu helfen?

Segen dir! ✝️

Ist schon okay, ich bin jetzt auch nur noch schießfreundlich und helfe keinem mehr. Es lohnt sich wirklich nicht.

wisefool antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@wisefool Das macht mich gerade traurig. Wünsch mir, dass unter uns Liebe und Frieden ist. Geht das?

pumuckl97 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19144

@wisefool 

Ist schon okay, ich bin jetzt auch nur noch schießfreundlich und helfe keinem mehr. Es lohnt sich wirklich nicht.

Ich finde es grad ein wenig schade, da sich Neubaugöre wirklich Mühe gegeben hat, auf Deine bitteren Worte und Vorurteile einzugehen und dann kommt nur noch so ein Satz dahingeworfen. 

Das macht es schwer, wenn man mit Dir kommunizieren will, weil Du zwar Deinen Frust unbebremst rauslässt, aber dann einfach abhaust, wenn man sich mit mit Deinen Beiträgen auseinandersetzt. 

Finde ich ziemlich unfair.

tristesse antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@neubaugoere Vielleicht hilft, wenn ich dir meinen Eindruck schildere, wie ich das Gespräch gerade wahrnehme. Ihr könnt mich auch gern korrigieren.

Stell dir vor, du warst im Krieg. Jeden Tag hast du dich gefragt: Was muss ich heute wieder erleben? Du hast überall Leichen rumliegen gesehen. Überall den Geruch von Blut und Kot gerochen. Überlebst irgendwie. Bist endlich in Sicherheit zuhause. Wirst getriggert. Dein Gefühl ist wieder im Krieg. Du sagst dir: "Ich bin jetzt in Sicherheit!", und dein Freund, der neben dir steht, der diesen Krieg nicht erlebt hat, der fragt: "Warum musst du das denn sagen? Hier besteht alles aus Blaubeerkuchen und Schokoladensoße. Ich fühl mich so unendlich geliebt und sicher und zuhause. Ganz genau so, wie es dort auf dem Schild steht. Warum kannst du das nicht so wie ich glauben? Ich will das verstehen!" Und man könnte noch weiter interpretieren: "Wenn du das nicht glaubst, so wie es auf dem Schild steht, bist du dann gerade im Krieg? Ist deine Angst wahr? Ich will das verstehen!", und die Reaktion kommt: "Du verstehst garnichts!", und dein Freund fragt sich: "Was ist gerade passiert? Ich wollte doch nur Liebe und Frieden. Und deinen Krieg verstehen. Bei meinem Krieg werd ich nicht so getriggert wie du.", und beide denken so: "Der versteht mich ja garnicht."

 

pumuckl97 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@pumuckl97 

Dein Eindruck ist ähnlich wie meiner.

Wobei ich nicht mit dem "Bei mir ist alles tutti (Blaubeerkuchen und Schokosauce) darum muss es auch für dich so sein" mitgehe. Das passt weder zur Goere noch zu ihrer Geschichte. 

Der Bruder, dessen Kriegstrauma noch besteht, dessen Wunden noch schmerzen, empfindet es evtl. so. Weil er sich immer wieder/immer noch? in Feindesland sieht, immer noch bedroht. Und ich wünsche ihm von Herzen, dass er Heilung erfährt und Befriedung durch die Liebe Gottes. Dazu mag auch gehören, dass man merkt, obwohl ich evtl. mal anecke, man mich vielleicht nicht versteht, werde ich dennoch gewertschätzt. , gehöre ich dennoch dazu.

Meine Gedanken zum Thema 

goldapfel antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@goldapfel Ich denke ich habe da ein paar wichtige Sachen vollkommen falsch verstanden. Mein Ziel in der Unterhaltung war von Anfang an, Schlüsselkind eine sehr wichtige Erkenntnis zu vermitteln, nämlich dass es allen Menschen zusteht, das Opfer Jesu in Anspruch zu nehmen, da ich in einigen Dingen, die sie geschrieben hatte, mich selbst wiedererkannt habe in einem Zustand der Verwirrung und des Verlorenseins, aus dem ich jahrelang nicht herausfand.

Dein hartnäckiges Infragestellen habe ich in etwa so aufgefasst, als würdest du argumentieren, dass das weder bei mir, noch bei ihr das Anrecht auf das Opfer Jesu zutreffen würde und der Eindruck, dass du dabei einen Scheinwiderspruch verwendet hast, erschien mir ein Beweis für diese Annahme zu sein. Ich kenne das so, dass man jemandem, dem man nicht glaubt, in der Diskussion einen Scheinwiderspruch unterschiebt, um demjenigen zuzusehen, wie er sich selbst zerlegt. 

 

Ich sehe mich nun gezwungen, dir den Vorschuss des Zweifels zu geben, dass das nicht so gemeint war. Allerdings habe ich das ab einem bestimmten Punkt nicht mehr geschafft. 
 
Dazu kam noch der Punkt, dass es mir erschien, als hättest du nicht einmal erfasst, was ich zu sagen versucht hatte, als ich dich fragte was du in einer bestimmten Situation einer bestimmten Person sagen würdest. Es machte mir nicht den Eindruck, als hättest du eine Idee, was mein Beispiel überhaupt mit dieser Unterhaltung zu tun haben könnte. Und daraufhin fingst du auch noch an, einige andere Erklärungen abzugeben, die ich ehrlich gesagt als Ablenkungem vom eigentlichen Thema wahrnahm. Es erschien mir als eine sehr gemeine absichtliche Abwiegelung nach der empfundenen Verwirrung und der empfundenen Absprache der Gnade, ebenso wie der Wahrheit. 
 
Ich muss mich dafür entschuldigen. Ich merke gerade wie falsch ich das eingeordnet hatte und werde mir mal ein paar Gedanken über meine eigenen Kommunikationsstrukturen machen. Tut mir echt Leid.
wisefool antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@wisefool 

Lieber wisefool,

kann es sein, dass du eigentlich der neubaugoere antworten wolltest?

Viele Grüße von Goldapfel

PS sollte ich mich irren, entschuldige bitte. Dann muss ich mich nochmal intensiver mit deinem Beitrag auseinander setzen 

goldapfel antworten
wisefool
(@wisefool)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 53

@goldapfel Ja du hast Recht, natürlich war sie gemeint.

wisefool antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15444

@wisefool 

Und diese neubaugoere ist froh darüber und verzeiht gern. Dank Jesus dürfen wir immer wieder neu anfangen. Mit rauchen hab ich's nicht (mehr) so, weshalb ich keine Friedenspfeife anbieten kann. 😉 😀

*Handhinhaltfür5* 🫸

neubaugoere antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

Das moralische Dilemma

Ich befinde mich immer noch in dem moralischen Dilemma. Die Stimmung auf der Arbeit ist plötzlich ganz anders. Die Einkäufe werden nicht mehr so gut erledigt und mindestens eine Person nimmt nach wie vor Anstoß daran. Ich fühl mich wie so ein Pharisäer, wenn ich darum gebeten werde beim Tragen zu helfen, aber den Einkauf nicht bezahle, weil ich glaube, der Käufer hat die meiste oder die ganze Verantwortung. Ich komm mir vor, als wäre ich im Unrecht und bin schuldig an der Stimmung. Ich hab seitdem Außernandersetzungen mit bestimmten Menschen. Andererseits tut es mir weh, Tier und Menschenleid mit dem Kauf zu unterstützen. Es tut in meinem Inneren weh. 

Die Taube

Hab vor einer Weile die Tauben an der Bushaltestelle beobachtet. Ich mache das öfter. Hab gedacht: DU hast sie so wunderbar erschaffen. Ich liebe Tiere einfach so. Ich kann denen nicht weh tun, nur weil das Menschen glücklich macht." Und zu der Taube: "Du bist so schön." Und geweint.

Mir fehlt doch eine Erkenntnis um das aufzulösen. Wer hat sie?

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23077

@pumuckl97 

Zum Beitrag

Gott selbst hat Fleisch essen erlaubt:

1. Mose 9, 1 Dann segnete Gott Noah und seine Söhne. Er sagte: "Seid fruchtbar, vermehrt euch und füllt die Erde.
2 Alle Tiere, alle Vögel, alles, was sich auf der Erde regt, und auch alle Fische sind in eure Gewalt gegeben. Sie werden vor euch erschrecken und sich fürchten.
3 Und alles, was da lebt und sich regt, soll euch wie die Pflanzen zur Nahrung dienen.
4 Nur das Fleisch, das sein Lebensblut noch in sich hat, dürft ihr nicht essen.

Befasse dich doch mal mit dem Passahlamm..

Gott selbst hat angewiesen, dass zum Auszug aus Ägypten ein Lamm geschlachtet und gegessen werden sollte.

2. Mose 12, 1 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
2 Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres!
3 Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am Zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm für ein Vaterhaus, ⟨je⟩ ein Lamm für das Haus!
4 Wenn aber das Haus für ein Lamm nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten ⟨wohnt⟩, nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen. 

 

An deiner Arbeitsstelle kannst du nicht wirklich etwas dafür tun, wie Tiere gehalten und geschlachtet werden. Aber du kannst entsprechende Tierschutzorganisationen unterstützen und die setzen am Anfang an  und nicht erst am Ende. Das ist wirkungsvoller.

z.B. beim BUND

und du kannst konkret dafür beten, dass die Herzen derjenigen verändert werden, die für unnötiges Tierleid verantwortlich sind.

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@deborah71 Danke. Ja, wir dürfen Fleisch essen, das ist richtig.

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

PS: mit Tierleid hab ich nicht artgerechte Tierhaltung gemeint

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23077

@pumuckl97 

Das war schon klar.  Es geht um nicht-artgerechte Tierhaltung und da gehört was gegen unternommen und zwar an der Wurzel, nicht aussen an einem Blättchen.

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@deborah71 Ist die Wurzel in deinem Inneren oder in der äußeren Welt?

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23077

@pumuckl97 

Du selbst kannst nicht das Herz der Tierquäler ändern, aber Gott kann. > also beten

Die Unterstützung von Tierschutzorganisationen bestärkt sie in ihrer Arbeit, dass Gesetze verbessert werden und besser kontrolliert wird und Tierquälerei zunehmend beendet wird.

Es hilft den Tieren in keinster Weise, so wie du gerade vorgehst. Wenn du nicht einkaufst, dann macht es ein anderer. Damit hast du nichts gewonnen, ausser dass du deinen Arbeitsplatz riskierst. Also völlig wirkungslos für die Tiere.

 

deborah71 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1999

@pumuckl97 

Ich kann Deborahs Beitrag

nur zustimmen.

Gebet halte ich auch für wesentlich sinnvoller. Was Umweltorganisationen angeht, bin ich etwas skeptischer. Ich tue mich mit der Ideologie, die teilweise dahinter steckt manchmal etwas schwer. Und auch artgerechte Tierhaltung bedeutet nicht unweigerlich weniger Tierleid. Wie so oft liegt es auch mit an den einzelnen Betrieben und deren Grundeinstellung bzw.  Umsetzung der Verantwortlichen.

Andererseits kannst du so sicherlich mehr Einfluss nehmen, als durch Arbeitsverweigerung. Also dann doch lieber Engagement im Verein.

 

goldapfel antworten


Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Bin gerade wütend. Ist es zuviel verlangt, dass ein Pastor sich Zeit nimmt für alle Fragen, die man zu Jesus hat? Gibt's hier auf dieser Erde noch eine Gemeinde, wo sowas möglich ist? Reagiere ich zu heftig, wenn ich nirgendwo mehr hin will, wo sich diese Zeit nicht genommen wird? Außerdem hab ich richtig Sehnsucht nach einem Abendmahl mit Wein aus einem Kelch und einem Brot. Ich will keine Salzstangen essen. 

pumuckl97 antworten
7 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19144

@pumuckl97 

Hallo Pumuckl,

Bin gerade wütend. Ist es zuviel verlangt, dass ein Pastor sich Zeit nimmt für alle Fragen, die man zu Jesus hat? 

Ja, irgendwie schon 😉 Ein Pastor ist auch nur ein Mensch, dessen Tag 24 Std. hat und wenn Du mit ihm tatsächlich alle Deine Fragen besprechen möchtest, die Du so hast, dann wird er irgendwann vermutlich an seine Grenzen kommen.

Gibt's hier auf dieser Erde noch eine Gemeinde, wo sowas möglich ist? Reagiere ich zu heftig, wenn ich nirgendwo mehr hin will, wo sich diese Zeit nicht genommen wird? 

Warum versuchst Du es nicht, wie so oft hier schon empfohlen, mit einer Kleingruppe, die mehr Zeit hat als ein Pastor oder eine einzelne Person? Oder einen Glaubensgrundkurs für die Basics? 

 Außerdem hab ich richtig Sehnsucht nach einem Abendmahl mit Wein aus einem Kelch und einem Brot. Ich will keine Salzstangen essen. 

Es gibt genug Landeskirchen, die regelmäßig Abendmahl mit Kelch und Hostie feiern. Ich feiere ab und an mit Freunden das Abendmahl, das können wir dann auch selbst gestalten.

Lass Dich nicht entmutigen, wenn etwas mal nicht so läuft, wie gedacht. Und hab Geduld, mit Dir und mit anderen  ❤️

tristesse antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@tristesse Ich suche einen Pastor, der fest in der Lehre steht, der die Gemeinde leitet. 

 
Weil stell dir vor: Ein Pastor hat mal gepredigt, dass es keine Heilsgewissheit gibt und dass die Pastoren, die predigen, dass es keinen freien Willen gibt, Irrlehre verbreiten. 
Ein anderer Pastor hat mir gesagt, dass er nicht an einen freien Willen glaubt und ich auf die Liebe hören soll. 
Noch ein anderer, der irgendwie mit "leitet" meint, dass es Irrlehre ist, wenn die Heilsgewissheit nicht gepredigt wird. 
Und in der selben Gemeinde glauben manche nicht an die Heilsgewissheit. O.o
 
Die sind sich nicht mal einig darin, was die wahre Lehre von Jesus ist.
pumuckl97 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19144

@pumuckl97 

Ich suche einen Pastor, der fest in der Lehre steht, der die Gemeinde leitet. 

Du hast geschrieben, ob es zu viel verlangt wäre wenn ein Pastor dir alle deine Fragen beantwortet. Darauf hab ich meine Antwort bezogen. 

Die sind sich nicht mal einig darin, was die wahre Lehre von Jesus ist.

Ich stimme mit dir überein, dass das betrüblich ist und ich find das auch schrecklich. Es sollte wirklich anders laufen im Leib Christi. 

Aber ich sehe dennoch keinen richtigen Zusammenhang mit meiner Antwort. 

tristesse antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@tristesse Ja, danke für deine Antwort. Hab wohl etwas um die Ecke geschrieben.

pumuckl97 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19144

@pumuckl97 

Alles gut 😊 

Sortier dich erst mal. Wenn sich über etwas geärgert hat hilft es manchmal, wenn man eine Nacht drüber schläft und dann erst Beiträge raus haut. 

Weiß ich aus Erfahrung 

tristesse antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 18002

@pumuckl97  Ich kenne einen bibeltreuen Christen, der in einem Satz sagt "Es gibt nichts, von dem Gott nicht möchte, dass es geschieht." und im nächsten "Gott möchte nicht, dass der Mensch sündigt." Du brauchst also nicht mal zwei verschiedene Personen für widersprüchliche Lehren.

Ich habe inzwischen den Eindruck, dass es die wahre Lehre von Jesus gar nicht gibt, also nicht das, was wir uns gerne darunter vorstellen. Etwas, das in sich rund und widerspruchsfrei klingt. Jeder Versuch so etwas zu erreichen geht irgendwie grandios in die Irre, scheint mir, weil er die Lebenswirklichkeit und auch die Erlösung und Heilsgewissheit vieler Menschen ignoriert oder negiert. Deshalb würde ich gar nicht mehr nach so etwas suchen. Jeder, der versucht so etwas anzubieten, ist auf seine Art ein Irrlehrer.

Du kannst auch fragen: Was bringt es mir, in einer Gemeinde zu sein, in der alle sagen "Es gibt die Heilsgewissheit" oder in der alle sagen "Es gibt die Heilsgewissheit nicht"? Wie Du hier im Forum in so einigen Diskussionen siehst, nimmt man gerne die Heilsgewissheit für sich in Anspruch, während man versucht, bei anderen Zweifel an ihrer Heilsgewissheit zu schüren.

deleted_profile antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 6 Monaten

Beiträge : 769

@suchender_2-0 "Es gibt nichts, von dem Gott nicht möchte, dass es geschieht." und im nächsten "Gott möchte nicht, dass der Mensch sündigt." 

Grins. Sehr schön.

Ist eine objektive Wahrheit widerspruchsfrei? 

Wollte Gott, dass der Teufel Hiob schlägt oder wollte Gott nicht, dass der Teufel Hiob schlägt, sondern der Teufel und Gott wollte ihn bis zu einem bestimmten Grad gewähren lassen? 

 

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Mag jetzt eine Zitate Sammlung machen:

pumuckl97 antworten


Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 769

Wenn du nicht mehr um die Ecke denkst, drehst du dich im Kreis.

pumuckl97 antworten
Seite 2 / 3
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