Jesus hören
Hallo Community,
weil wir es ja davon hatten, wie das mit dem Hören und so ist…
*3 Zwei Seiten einer Medaille*
_Ihr sollt den Herrn, euren Gott, lieben und auf ihn hören! Dt 11:1_
In unserer hektischen Welt definieren wir Liebe oft über Gefühle und das „Hören“ oft nur als das Aufnehmen von Informationen. Doch im biblischen Kontext sind Liebe und Hören untrennbar miteinander verwoben. Sie sind wie Einatmen und Ausatmen.
*Lieben heißt:* Den Fokus verändern! Gott zu lieben ist kein Befehl zur Gefühlsduselei. Es ist eine Entscheidung. Es bedeutet, Gott den Platz im Zentrum unseres Lebens einzuräumen, der ihm gebührt. Wenn wir jemanden lieben, suchen wir seine Nähe, wir interessieren uns für das, was ihn bewegt. Liebe ist der Motor, der uns dazu bringt, überhaupt erst hinhören zu wollen.
*Hören heißt:* Vertrauen wagen. Wenn Gott sagt: „Hör auf mich“, dann meint er: Vertrau mir so sehr, dass du meine Worte in deinem Alltag lebendig werden lässt. Wir hören nicht, um informiert zu sein, sondern um verwandelt zu werden.
Das fand ich sehr passend zum Thema der Wahrnehmung von Jesus.
Es ist aus der Seite jesus-impuls.de als Tagesimpuls für heute.
Schöner Text. Danke dafür. 🙂
Hören auf das geschriebene Wort (das graphe), das einen anspricht, ist eine Möglichkeit des Hörens. Wobei einzelne Sätze einen derart stark ansprechen können, dass sie ins Herz gesprochen wirken (rhema). Sie klingen dann im Inneren stark auf, als ob man jemanden tatsächlich sprechen hört.
In der Übersetzung der Bibel ins Deutsche kommen die drei unterschiedlichen Worte für "Wort" nicht deutlich heraus an den einzelnen Stellen. Logos, graphe und rhema haben eine andere Bedeutung. Es lohnt sich, über den Bible Hub interlinear, mal nachzuforschen, welcher Begriff an welchen Stellen steht und was er dann bei einem bewirkt.
Hören auf das geschriebene Wort (das graphe), das einen anspricht, ist eine Möglichkeit des Hörens. Wobei einzelne Sätze einen derart stark ansprechen können, dass sie ins Herz gesprochen wirken (rhema). Sie klingen dann im Inneren stark auf, als ob man jemanden tatsächlich sprechen hört
Genau. 👍🏻
Das ist meine Art der Wahrnehmung und dadurch fühle ich mich persönlich angesprochen.
Ein Beispiel zu direkter Ansprache im Inneren, das ich zwar schon mehrmals erzählt habe im Laufe der Jahre, aber es ändert sich ja nicht:
Ich lag mit Lungenentzündung und die Medikamente brachen nicht so wirklich durch. Schlapp herumliegend steckte ich fest.
Da "hörte" ich im Inneren: "Lies einen Psalm".
Ich war so gedämpft, dass zuerst nichtmal ein Gefühl der Verwunderung entstand. Ich reagierte einfach nicht.
Diese Aufforderung wurde noch zweimal wiederholt, bis sie bei mir durchdrang und ich endlich reagierte. Ich nahm die Senfkornbibel, die auf dem Nachttisch lag und steckte den Daumen ca mittig rein, wo ich die Psalmen verortete und landete bei Psalm 118. Ich begann ihn durchzulesen und bei Vers 17 passierte dann etwas. Kraft strömte spürbar in mich hinein und das war der Wendepunkt zur Gesundung. Ab da war ich schnell wieder fit.
Also zuerst ein direktes rhema, und dann wurde aus dem graphe des Verses 17 auch ein wirksames rhema.
Problem
Es wurden im AT immer nur bestimmte Leute ausgewählt oder auserwählt die direkt Gottes Stimme hörten. Sie schrieben es auf oder liesen es durch ausgewählte "Mitarbeiter" weiterleiten. Diese "Exklusivrechte" hatte nun mal nicht jeder. So mussten sich diese auserwählten oft harte Kritik anhören oder wurden nicht ernstgenommen.
M.
Es wurden im AT immer nur bestimmte Leute ausgewählt oder auserwählt die direkt Gottes Stimme hörten. Sie
Ja.
Diese "Exklusivrechte" hatte nun mal nicht jeder
Ja.
Aber ist das nicht heute anders? Sind wir nicht Tempel des Heiligen Geistes? Hat nicht Jesus da dauerhaft etwas verändert, indem er ihn schickte? Er verspricht Wohnung in den Gläubigen zu nehmen…
Und für mich persönlich ist das jetzt nicht so, dass ich dann akustisch Jesus Stimme bzw. den Heiligen Geist den ganzen Tag wahrnehme, es ist mehr so, dass ich darauf vertraue, dass er da ist und sich bemerkbar macht, wenn er denn was von mir will.
Wäre es so, dann bräuchte man keine Gemeinde mehr. Oder nicht?
Das denke ich nicht, denn der Mensch wie er von Gott geschaffen ist, ist nicht fürs Alleinsein gemacht.
Aber ich glaube, dass ich dieses Bedürfnis anders fülle. Ich meine nämlich eher Gemeinschaft als Gemeinde. Du hast an verschiedenen Plätzen Gemeinschaft: Büro, Familie, Sport, Freizeit, Freundesgruppe… mir reicht das als Mensch…ich brauche dann keine Gemeinde, wo ich Gemeinschaft haben kann. Weil ich festgestellt habe, dass es sich nicht gross unterscheidet. Aber das kann auch daran liegen, dass ich in einem sowieso christlichen Umfeld lebe, wo jeder irgendwie mit Jesus schon in Berührung gekommen ist.
Darüber hinaus habe ich ein echtes Bedürfnis nach Gemeinschaft, die den Himmel wiederspiegelt…und die habe ich aber bisher hier nicht gefunden, immer nur ansatzweise für einen Augenblick.
Das meine ich ja, man bräuchte keine Gemeinde. man hat einfach Gemeinschaft, man hat Beziehungen und man lebt das Christsein in vollen Zügen. Man geht zu denen, ist Gastrfreundlich und lädt ein und hilft.
Gemeinden kosten Unmengen an Geld. Da geht was kaputt, Heizen wird immer teurer, es muss ständig geputzt werden. Unser Gebäude hat 1,2 Millionen gekostet und noch ettliche jahre sind abzuzahlen. Jetzt kommen langsam die Abnutzungen die Geld kosten. Schrecklich! Aber das ist halt nun mal so mit den "Vereinshäusern" es kostet Geld.
@meriadoc Jein.
Manche Menschen betrachten Gemeinde als ihre Familie und für andere ist es ein erweiterter Bekanntenkreis; manche nennen diese Bekannten dann auch 'Geschwister'. Für manche ist die Gemeinde 'Heimat', für manche 'Tankstelle', für manche eher 'Zankstelle'.
In meinem Fall hat sich da vieles vermischt; aktuell bin ich mit meiner Familie und den Herausforderungen voll ausgelastet und auch das Zwischenmenschliche reicht mir vollkommen aus.
Ich kenne die Argumente der 'Pro-Gemeinde-Vertreter' gut; ich hab aber auch viel Verständnis, wenn es jemanden nicht ins Gemeindehaus zieht.
Das meine ich ja, man bräuchte keine Gemeinde. man hat einfach Gemeinschaft, man hat Beziehungen und man lebt das Christsein in vollen Zügen. Man geht zu denen, ist Gastrfreundlich und lädt ein und hilft.
bei mir rennst du da offene Türen ein, ich denke nicht für jeden passt Gemeinde
sie allerdings ganz abzuschaffen, nur weil man meint, man braucht sie nicht, fände ich jetzt nicht angemessen
aber vielleicht entwickelt es sich ja mal in diese Richtung, dass man Gemeindeleben anders gestalten muss, weil man es gar nicht mehr so finanzieren kann, wie es aktuell läuft