Paulus als genialer Coach für wahres Christsein
Hallo zusammen. Ich finde es höchst unfair, dass man Paulus unermüdlichen Einsatz für Jesus Evangelium vom Reich Gottes viel zu wenig würdigt. Schliesslich wurde er, der diese Lehren früher meinte zerstören zu müssen dann deswegen von einstigen gleichgesinnten AT-Gesetzeslehrer verfolgt, gefangengenommen.
Er ist sicherlich gegen die weitverbreitete Irrlehre in manch Christenkreisen. Menschen könnten nichts für ihre Errettung vom Bösen, Erlösung aus allfälliger Sündenknenchtschaft tun.
Das ist nur schon mal eines von mehreren Beispielenn, was zu wahrem sinnerfülltem Leben in Christus und Anteilhabe am Reich Gottes führt. Dies, so man nebst Leser auch getreulicher, beherzter Umsetzer sein wird. Man kann Jesus um den Hl.Geist bitten, der darin führt und unterstützt.
Gal 5,19 Es ist ja offensichtlich, was die Werke des Fleisches sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Eigennutz, Zwietracht, Parteiung, 21 Missgunst, Trunkenheit, Übermut und dergleichen mehr - ich sage es euch voraus, wie ich es schon einmal gesagt habe: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Güte, Rechtschaffenheit, Treue, 23 Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen all dies kann kein Gesetz etwas haben. 24 Die aber zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. 25 Wenn wir im Geist leben, wollen wir uns auch am Geist ausrichten.
Wieso Paulus Untugenden, oder auch unrein machende Gedanken wie Jesus ja Neid, Eifersucht etc. nennt, als fleischlicher Gesinnung bezeichnet, verstehe ich nicht wirklich. Doch worum es geht, ist ja offensichtlich. Ist doch genial, findet Ihr nicht auch? lg lulute
Ich finde nicht, dass Paulus zu wenig gewürdigt wird. Man nennt ihn ja Apostel der Heiden. Früher hatten die Bibeln auch Karten. immer zu finden war. Das Land zur Zeit von Jesus, die Reisen des Paulus.
Kirchen werden oft nach Petrus und Paulus benannt. Da er so weit unterwegs war gibt es vermutlich keinen Reisekatalog von Biblische Reisen ohne eine Reise auf den Spuren von Paulus. Man kann in der heutigen Türkei unterwegs sein. Der Geburtsort von Paulus liegt in der heutigen Türkei. Häufig zu finden auch Reisen nach Griechenland mit Kanal von Korinth, Klöstern hoch auf dem Berg, Athen. Paulus ist dann noch ganz wichtig für die Malteser. Auf dem Weg nach Rom kentert das Schiff und Paulus kommt auf eine Insel. Es wird erwähnt dass die Leute Paulus freundlich aufgenommen haben. Die Malteser sind sehr katholisch und stolz auf diese Erwähnung.
Auf die Bibelstellen möchte ich jetzt nicht eingehen. Bibelstellen aus den Briefen des Paulus gehören zu den klassischen Predigttexten in der Evangelischen Kirche. Also auch von der Seite erhält er viel Beachtung. Kritik erhält er praktisch nur durch sein Frauenbild. Interessant ist ja auch, auf diesen Reisen hat er nicht nur evangelisiert, er hat seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdient. Jugendlichen erzählt man wie er als Zeltmacher weiter gearbeitet hat.
Wieso Paulus Untugenden, oder auch unrein machende Gedanken wie Jesus ja Neid, Eifersucht etc. nennt, als fleischlicherGesinnung bezeichnet, verstehe ich nicht wirklich.
Ich würde dir gern eine Antwort dazu geben, aber ich merke, dass es gar nicht so einfach ist.
Wenn du geistlich gesinnt bist, dann ist dir die atemraubende Schönheit der Frau deines nächsten egal, wie gross sein Haus oder sein Bankkonto ist oder ob er überhaupt eins hat … wie sollst du da Gefühle wie Neid oder Habgier entwickeln, wenn dir irdische Besitztümer oder Erfolg unbedeutend sind? Du würdest die Schönheit der Frau vielleicht nichtmal wahrnehmen oder seinen Besitz. Dein Fokus liegt dann nicht auf der Welt und dem was sie zu bieten hat.
Veröffentlicht von: @sternWenn du geistlich gesinnt bist, dann ist dir die atemraubende Schönheit der Frau deines nächsten egal, wie gross sein Haus oder sein Bankkonto ist oder ob er überhaupt eins hat … wie sollst du da Gefühle wie Neid oder Habgier entwickeln, wenn dir irdische Besitztümer oder Erfolg unbedeutend sind? Du würdest die Schönheit der Frau vielleicht nichtmal wahrnehmen oder seinen Besitz. Dein Fokus liegt dann nicht auf der Welt und dem was sie zu bieten hat.
Das ist aber nicht 'geistlich gesinnt', sondern schon ziemlich abgehoben.
Solange Du Augen im Kopf hast, wirst Du gewisse Dinge wahrnehmen - was das dann mit Dir macht, ist eine andere Sache.
Das ist aber nicht 'geistlich gesinnt', sondern schon ziemlich abgehoben.
Ich verstehe was du meinst. Was ist denn dann deiner Meinung nach geistlich gesinnt?
Für mich hat jemand, der geistlich gesinnt ist, mehr als nur Selbstbeherrschung bezüglich „das was es mit einem macht“. Es ist bereits ein „anders-sein“ wie die Welt ist.
Veröffentlicht von: @sternDas ist aber nicht 'geistlich gesinnt', sondern schon ziemlich abgehoben.
Ich verstehe was du meinst. Was ist denn dann deiner Meinung nach geistlich gesinnt?
Tja - ein geistlich gesinnter Mensch hat schon einen anderen Fokus.
Tatsache ist aber auch, dass er doch mit beiden Beinen auf der Erde steht und sich auch entsprechend menschlich (oder 'fleischlich') verhält.
Für mich hat jemand, der geistlich gesinnt ist, mehr als nur Selbstbeherrschung bezüglich „das was es mit einem macht“.
Es ist bereits ein „anders-sein“ wie die Welt ist.
Wenn das denn so einfach wäre.
Ich bin mit Christen aufgewachsen und manchmal war's erschreckend, wie wenig von diesem 'Anders-Sein' durchschien.
Und doch waren es Christen, die für sich in Anspruch nahmen, 'geistlich gesinnt' zu sein.
Das ist jetzt auch überhaupt kein Vorwurf oder Angriff - es ist nur eine Analyse langjähriger Erfahrungen.
Es ist einfach eine Tatsache, dass ein Christ eben auch noch 'im Fleisch' ist und sich nicht immer geistlich verhält.
Und ich betrachte es als 'normal', dass auch ein christlicher Mann die attraktive Nachbarin oder das dicke Auto des Kollegen wahrnimmt - er sollte sich nur bewusst sein, dass es eben nicht seins ist.
Ich möchte das aufgreifen und verstärken, was Du schreibst.
Zunächst mit einer Anekdote, die ich irgendwo mal gelesen habe: Da hält Jemand eine vollmundige Andacht über das Neu-Werden in Christus und davon, dass er es selbst bezeugen kann, dass der "alte Adam" ein für allemal mit Christus gekreuzigt und abgelegt ist ... und Jemand, der den Prediger kennt, sagt halblaut: "Och, ab und zu scheint er doch noch da zu sein und ich sehe bei Dir noch ganz deutlich!"
Fakt ist jedenfalls, dass Jeder, der Gemeinde und Geschwisterlichkeit von innen kennt und erlebt (hat), zu der Erkenntnis kommen müsste, dass die Untugenden (die nach Paulus so definitiv vom Reich Gottes ausschließen) unter den Christen reichlich zu finden sind ... ich greife nur raus: Streit, Eifersucht, Zorn, Eigennutz, Zwietracht, Parteiung, Missgunst ...
Interessant, dass bei dem Stichwort "fleischlich gesinnt", schon schnell, "die atemberaubende Schönheit der Frau" als Verlockung und Beispiel genannt wird (tja, Ihr Frauen hier - und Ihr?) 😉 ... und ich kann bezeugen, dass die Liebe zu meiner Frau und meine geistliche Gesinnung auch für mich als Christenmensch nicht ausschließt, dass ich für andere erotische und sexuelle Anreize empfänglich geblieben und nicht immun geworden bin (der Umgang damit ist ne andere Frage, aber der gute alte Freud hat es schon recht erkannt, dass wir alle ein bisschen Durcheinander zwischen dem "Ich, Über-Ich und dem Es" der Triebe und des Unbewussten erleben, auch als Christen ... weil wir ein Leben lang eben immer wieder auch noch scheiternde, unvollkommene, strauchelnde und angefochtene (= der Vergebung bedüftige und davon lebende!) Menschen bleiben.
L'Chaim
@awhler Erinnert mich an einen amerikanischen Prediger.
Er erzählte wenn er in eine strenge Gemeinde kam sagte er gestern habe er die Ehefrau eines anderen Mannes umarmt. Was entsprechende empörende Reaktionen auslöste.
Am Ende erklärte er dann, seine Mutter umarmt zu haben, funktioniert auch mit einer verheirateten Schwester, falls man das hat.
@awhler Ja, das mit der 'fleischlichen Gesinnung' bezog sich in meinem Umfeld gern auf den weiten Bereich der 'Fleischlichkeit'. Und in diesem Zusammenhang waren natürlich immer die anderen die 'nicht-so-guten'. Denen wurden nämlich unzüchtige Gedanken unterstellt, während man(n) ja selber nie auf solche Gedanken gekommen wäre ...
Und wenn ein Mädel etwas zu leicht bekleidet war, wurde man(n) halt - völlig unfreiwillig - zu unanständigen Gedanken verführt ...
Tja - was ist mit den Frauen? Auch die nehmen wahr, wenn was schön anzugucken ist ...
(tja, Ihr Frauen hier - und Ihr?)
Kein Deut besser 🙂…das wollte ich damit nicht sagen, sorry.
Aber - und ich spreche jetzt nur von mir- ich habe erst angefangen andere Männer wahrzunehmen, als meine Ehe schon den Bach runterging, davor nicht. Das macht es im Grunde auch nicht besser, ich weiss. Aber es zeigt mir, dass echte Treue möglich ist in einer funktionierenden Beziehung und kein unerreichbares Ideal- denn ich habe es selbst so gelebt, ohne dass ich mich dafür anstrengen musste und mir das Weggucken auferlegen musste. Es war einfach eine Folge einer festen Bindung. Aber vielleicht ist das ja nur bei mir so.
Mir ist einfach bewusst, dass ich komplett „fleischlich“ gesinnt bin, wenn ich so denke…da brauch ich mir überhaupt nichts vormachen. Das ist ganz sicher nicht geistlich….selbst wenn ich „nur“ gucke.
Und ich betrachte es als 'normal', dass auch ein christlicher Mann die attraktive Nachbarin oder das dicke Auto des Kollegen wahrnimmt - er sollte sich nur bewusst sein, dass es eben nicht seins ist.
Ja, normal ist das sicher. Aber eben nicht geistlich.
dann ist dir die atemraubende Schönheit der Frau deines nächsten egal, wie gross sein Haus oder sein Bankkonto ist oder ob er überhaupt eins hat … wie sollst du da Gefühle wie Neid oder Habgier entwickeln, wenn dir irdische Besitztümer oder Erfolg unbedeutend sind? Du würdest die Schönheit der Frau vielleicht nichtmal wahrnehmen oder seinen Besitz.
also, da bin ich absolut anderer Meinung. Wir dürfen gern wahrnehmen, was schön ist, ästhetisch, ansprechend und gut gelungen.
Wenn meine Kinder eine schönes Bild gemalt haben, dann darf ich mich darüber freuen. So darf ich auch ein gut designtes Auto (z.B. einen Ferrari) als schön bezeichnen - auch wenn ich es mir nicht leisten kann oder will.
Und wenn ich eine schöne Frau sehe, dann werde ich nicht die Augen abwenden - und ansonsten gilt in diesem Fall das gleiche wie fürs schöne Auto...
Wir dürfen gern wahrnehmen, was schön ist, ästhetisch, ansprechend und gut gelungen.
Klar darfst du. Ich sage ja nur, dass dir das nicht mehr wichtig ist, wenn du geistlich gesinnt bist. Ich denke, dass man sich verändert. Eine neue Schöpfung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die genauso tickt wie die alte.
Klar darfst du. Ich sage ja nur, dass dir das nicht mehr wichtig ist, wenn du geistlich gesinnt bist
Doch - das ist es, mir jedenfalls!
Wenn es uns nicht mehr wichtig ist, ob wir etwas im Rahmen unseres Könnens und unserer Möglichkeiten schön, attraktiv, gut, sauber und möglichst perfekt machen, egal - ob es um ein Bild geht, um Musik, um unsere Kleidung, um Sauberkeit oder um eine Mahlzeit, dann denken und handeln wir falsch, faul, oberflächlich, nachlässig und gewiss nicht nach Gottes Willen.
Wenn ein Mensch, den ich als Gast eingeladen habe, ungepflegt erscheint, sehe ich das wahrscheinlich als Missachtung meiner Person (zumindest meiner Gastfreundschaft) an, oder als Gleichgültigkeit. Und wenn sich eine Frau betont nachlässig kleidet und sich sozusagen als "graue Maus" tarnt, dann wird sie dadurch nicht christlicher als eine, die "etwas aus sich macht" (gilt gleichermaßen auch für Männer). Von Übertreibung soll hier natürlich nicht die Rede sein. Aber schon Jesus hatte im Gleichnis vom Festmahl darauf hingewiesen, dass für die Besucher ein "festliches Gewand" angemessen sei.
Und deshalb werde ich nicht wegschauen, wenn ich einer hübschen Frau begegne und ihre Schönheit auch ganz bewusst wahrnehmen. Meine geistliche Gesinnung jedenfalls lässt das zu...
…dann denken und handeln wir falsch, faul, oberflächlich, nachlässig und gewiss nicht nach Gottes Willen.
Ich überlege gerade , ob mir eine entsprechende Stelle in der Bibel einfällt, die das was du sagst, untermauert.
Kolosser 3,23
Bei allem, was ihr tut, arbeitet von Herzen, als würdet ihr direkt dem Herrn dienen und nicht den Menschen! Menge Bibel
Das würde ich in die Richtung sehen…also bei allem was man tut den Herrn im Blick haben, nicht den Menschen…also weder sich selbst noch einen anderen.
Eine andere Stelle fällt mir nicht ein, um Dinge die wir tun, zu beschreiben. Und was ich da finde, ist dass es auf ein Tun aus dem Herzen, aus der Seele ankommt…nicht auf das Ergebnis äusserer Perfektion in Relation zu anderen/anderem.
Das festliche Gewand im Gleichnis ist glaube ich kein Bild für ein äusseres festliches Gewand, mit dem wir uns bekleiden sollen.
Dass wir kulturelle Kleidungs-Regeln haben für Angemessenes und Unangemessenes hat per se erstmal gar nichts mit der Bibel oder Jesus zu tun sondern nur mit unseren Vorstellungen.
Und deshalb werde ich nicht wegschauen, wenn ich einer hübschen Frau begegne und ihre Schönheit auch ganz bewusst wahrnehmen. Meine geistliche Gesinnung jedenfalls lässt das zu...
Das kannst du ja gerne machen…und ich habe das nicht zu beurteilen.
Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen wahrnehmen und begehren.
Ersteres ist ja im Prinzip neutral, letzteres nicht. Und ich kann dir als Frau sagen: letzteres ist meiner Meinung nach ein No-Go für eine Beziehung, die Gott gefällt.
Ich überlege gerade , ob mir eine entsprechende Stelle in der Bibel einfällt, die das was du sagst, untermauert.
Ich komme leider erst heute dazu, dir zu antworten.
Auf die Frage, wieweit unser Äußeres (oder die Mühe, die wir darauf ver(sch)wenden), eine Rolle spielt, nenne ich dir gern Matthäus 22, Vers 11.
9 Darum geht hinaus auf die Straßen und ladet zur Hochzeit ein, wen ihr findet. 10 Und die Knechte gingen auf die Straßen hinaus und brachten zusammen alle, die sie fanden, Böse und Gute; und der Hochzeitssaal war voll mit Gästen. 11 Da ging der König hinein zum Mahl, sich die Gäste anzusehen, und sah da einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Gewand an, 12 und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. 13 Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn in die äußerste Finsternis!
Natürlich ist auch hier nicht unser Äußeres Priorität, sondern die Einstellung, die dahinter steht, nämlich unsere Wertschätzung, die wir anderen Menschen entgegenbringen. Also eine innere Haltung, die sich durchaus auch in unserem Äußeren zeigen darf.
Mit Blick auf dieses Gleichnis wird verständlich, warum z.B. mein Großvater zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch stets seinen besten Anzug, weißes Hemd und Krawatte trug. Naja, vielleicht war auch ein bisschen Eitelkeit dabei und das Bedürfnis, vor Nachbarn und Bekannten gut auszusehen. Aber auch das ist ein natürliches Bestreben und gehört zum Menschen - egal, ob er "weltlich" oder "geistlich" gesinnt ist.
Und deshalb werde ich nicht wegschauen, wenn ich einer hübschen Frau begegne und ihre Schönheit auch ganz bewusst wahrnehmen. Meine geistliche Gesinnung jedenfalls lässt das zu...
Das kannst du ja gerne machen…und ich habe das nicht zu beurteilen.
Es gibt ja auch einen Unterschied zwischen wahrnehmen und begehren.
Ja - und bisher ging es in diesem Thread um das "wahrnehmen".
Von "begehren" war eigentlich nicht die Rede.
Aber um es gleich darzustellen: Etwas zu BEGEHREN ist nicht verwerflich, sondern eher ganz natürlich. Hätte damals mein Vater nicht meine Mutter begehrt, dann könnte ich dir jetzt nicht schreiben.
So steht auch in den 10 Geboten nirgendwo, etwas zu begehren sei verwerflich.
Sondern es heißt konkret: "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib ..... und alles was sein ist".
Aber um es gleich darzustellen: Etwas zu BEGEHREN ist nicht verwerflich, sondern eher ganz natürlich. Hätte damals mein Vater nicht meine Mutter begehrt, dann könnte ich dir jetzt nicht schreiben.
Ja, klar, ich wollte nicht in diese Richtung, also in eine Körperfeindlichkeit abdriften.
Ja - und bisher ging es in diesem Thread um das "wahrnehmen".
Von "begehren" war eigentlich nicht die Rede.
Ja, stimmt. Und was ich sagen wollte: wenn das Wahrnehmen nicht zur Begierde führt, dann bist du/ist man geistlich gesinnt.
Veröffentlicht von: @stern... wenn das Wahrnehmen nicht zur Begierde führt, dann bist du/ist man geistlich gesinnt.
Nö. Nicht zwingend.
Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz genagelt.
Hört sich aber schon so an.
Galater 5,24
Veröffentlicht von: @sternMenschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige Natur mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz genagelt.
Hört sich aber schon so an.
Galater 5,24
Und muss durch den Reality-Check.
Menschen, die zu Christus gehören, sind immer noch Menschen. Mit allem, was dazugehört.
Menschen, die zu Christus gehören, sind immer noch Menschen. Mit allem, was dazugehört.
Ja. Klar…was auch sonst. Mensch.
Ich habe keine Ahnung. Aber von den Aussagen, die ich in der Bibel finde, gibt es für die „fleischlich“ gesinnten Menschen (also mit Leidenschaften und Begierden) noch kein Happy End…bzw. noch Veränderungsbedarf in Richtung „geistlich gesinnt“.
Wobei ich nicht sagen kann, ob das ein entweder-oder- Zustand ist oder es eine Grauzone gibt, in der sich fleischlich und geistlich überlappt. Tendieren tue ich zu ersterem.
Veröffentlicht von: @sternMenschen, die zu Christus gehören, sind immer noch Menschen. Mit allem, was dazugehört.
Ja. Klar…was auch sonst. Mensch.
Ich habe keine Ahnung. Aber von den Aussagen, die ich in der Bibel finde, gibt es für die „fleischlich“ gesinnten Menschen (also mit Leidenschaften und Begierden) noch kein Happy End…bzw. noch Veränderungsbedarf in Richtung „geistlich gesinnt“.
Wobei ich nicht sagen kann, ob das ein entweder-oder- Zustand ist oder es eine Grauzone gibt, in der sich fleischlich und geistlich überlappt. Tendieren tue ich zu ersterem.
Ich kenne keinen einen Christen (und ich kenne einige), von dem ich sagen könnte, dass er 'nur noch' geistlich gesinnt ist.
Ich kenne keinen einen Christen (und ich kenne einige), von dem ich sagen könnte, dass er 'nur noch' geistlich gesinnt ist.
Ja, ich kenne auch keinen, (inklusive mir selbst).
Aber was heisst das jetzt? Doch einfach nur, dass wir nicht oder nicht nur geistlich gesinnt sind.
Ja, stimmt. Und was ich sagen wollte: wenn das Wahrnehmen nicht zur Begierde führt, dann bist du/ist man geistlich gesinnt.
Oh ja, dann könnte das jetzt gerade genau auf mich zutreffen. 😇 😇 😇
Ganz sicher bin ich mir aber nicht. 🤫 🤫 😧
Denn im Moment mache ich (bis Ostern) ein Alkohol-und Schokolade-Fasten. Aber gleich muss ich etwas einkaufen und werde im Laden jede Menge leckere Nougat-, Marzipan-, Trüffel-, Krokant-Ostereier 😋 😋 😋 wahrnehmen,
dazu auch ein reichhaltiges Spirituosenangebot 😉 😉 😉.
Und dann werde ich ganz gewiss auch ein "sanftes Begehren" spüren. Also glaube ich, dass es da noch etwas weiteres geben muss, was unsere Begierde bremst und verhindert, dass Begierde zu falschen Handlungen führt.
Vielleicht "innere Stärke", "Erziehung", "Glaube", "Treue", "ethische Grundsätze", "Verantwortung", "Selbstkasteiung", "Angst", "Geldmangel".
Du siehst, es kann viele und sehr unterschiedliche Gründe geben, dass wir uns an unsere (guten) Vorsätze halten und "anständig" bleiben.
Wenn aber "geistliche Gesinnung" ohne Mühe möglich ist - hat sie dann eigentlich noch einen Wert? 🤔 (grübel)
Nein. Die hat ein anderer in der Hand
Aus dem Joahnnes-Evangelium:
12Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden: denen, die an seinen Namen glauben, 13die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
…das ist was anderes, wie „nur“ Mensch…da passiert was mit dir.
das ist deine Eintrittskarte - und du bekommst es geschenkt, du machst das nichts selbst
Veröffentlicht von: @sterndas ist deine Eintrittskarte - und du bekommst es geschenkt, du machst das nichts selbst
Richtig. Die ist ein Geschenk, die hat ein anderer bezahlt.
Und Du bekommst sie nicht für 'geistliche Gesinnung' oder sonstwas, Du bekommst sie einfach so.
Und Du bekommst sie nicht für 'geistliche Gesinnung' oder sonstwas,
Die geistlich Gesinnung selbst ist ja schon ein Geschenk. Ein wieder-geboren sein von oben. Ohne das siehst du das Reich Gottes nicht, deswegen meinte ich, sie sei deine Eintrittskarte.
Da geht es nicht um ein Bemühen für etwas, sondern um ein Sein.
Ich bemühe mich nicht, geistlich gesinnt zu sein, sondern ich bin es, und das befähigt mich, das Reich Gottes zu sehen. (das „ich“ steht hier nur beispielhaft)
Steht zumindest so in der Bibel.
@bepe0905 Ich bin ja in den 60/70-ern fromm aufgewachsen.
Und da war's tatsächlich so, dass die 'Eitelkeit der Weiber' was gaaanz Schlimmes war. 😆
Entsprechend konnte man die frommen Frauen schon an ihrem Outfit erkennen - möglichst unattraktive Röcke (natürlich Röcke, und die nicht zu kurz - nicht Hosen) und die pflichtgemäße Halleluja-Zwiebel ...
Und dummerweise gab's auch damals die mehr und die weniger Hübschen - es gab auch Mädels, die mit (oder trotz) Halleluja-Zwiebel noch gut aussahen. Wobei das schon ein bissel gemein war - mit etwas typgerechterer Aufmachung hätten auch die weniger Hübschen etwas weniger unattraktiv aussehen können. Und logischerweise hatten auch die frommen Jungs Augen im Kopf und fanden die mehr Hübschen halt einfach ... begehrenswerter. Und natürlich gab's das auch umgekehrt - meine Mama hat auch schon erzählt, dass sie in jungen Jahren den XY 'gern gesehen' hat.
Also ich denke, dass man auch damals - im Rahmen der gegebenen und genehmigten Möglichkeiten - nicht komplett blind durch die Gegend gelaufen ist und geguckt hat, wie man sich ins rechte Licht rückt.
Was ja wiederum auch nicht nur vom sexuellen Aspekt her zu sehen ist - ein 'schöner' Mensch, ein 'schön' angezogener oder frisierter Mensch ist einfach angenehmer fürs Auge als jemand, der ausstrahlt, dass ihm Äußerlichkeiten komplett egal sind.
'
Ähem, egal ist das nicht.
Es sollte nuicht nur in Richtung
Begehren
Neid
Wolllust
Habgier
gehen. Genau das ist das Problem. Wenn die geistlichen Nester schon die ersten Äste hat, sollte man diese echt wieder verwerfen. Sonst wird blöd wenn die fertig wird..
Wenn die geistlichen Nester schon die ersten Äste hat, sollte man diese echt wieder verwerfen. Sonst wird blöd wenn die fertig wird..
Du meinst: wehret den Anfängen?
Hm, ja..das Problem das ich da sehe ist, dass du kein Mitgefühl mit denen hast, die das nicht gemacht haben, also den Anfängen gewehrt.
Von meinem Verständnis her hat die geistliche Natur diese Kämpfe gar nicht und hat auch noch Mitgefühl mit denen, die sie (noch) haben.
Wenn du geistlich gesinnt bist, dann ist dir die atemraubende Schönheit der Frau deines nächsten egal, wie gross sein Haus oder sein Bankkonto ist oder ob er überhaupt eins hat … wie sollst du da Gefühle wie Neid oder Habgier entwickeln, wenn dir irdische Besitztümer oder Erfolg unbedeutend sind? Du würdest die Schönheit der Frau vielleicht nichtmal wahrnehmen oder seinen Besitz. Dein Fokus liegt dann nicht auf der Welt und dem was sie zu bieten hat.
Einen derartig abgehobenen Menschen bräuchte man dann wohl auch nicht mehr um Rat fragen, wenn man irgendwelche Probleme weltlicher Natur hat... der kann das dann ja nicht mehr nachvollziehen und schwebt irgendwo in seinen geistigen Spähren herum.
Nein, ich habe das mit dem "Geist" und dem "Fleisch" immer so verstanden, dass man sich fragen muss woran man sich orientiert... der "alte Mensch" wird sich gerne seinen "fleischlichen" Gelüsten hingeben und in erster Linie sich selbst und seine Gelüste im Sinn haben. Der "neue Mensch", also wiedergeboren in Jesus, kennt diese Gelüste zwar auch noch (ist ja immer noch ein Mensch) - aber sie haben keine Priorität mehr für ihn, weil jetzt der "Geist" das Ruder übernimmt.
Das bedeutet beispielsweise auch, zu erkennen, dass einem diese "fleischlichen Freuden" in Wahrheit nicht wirklich gut getan haben, sondern eigentlich nur eine Flucht und eine Ablenkung darstellten. Aber der "Geist" ermöglicht es einem jetzt, den Weg zu gehen, der gut und richtig ist.
Das bedeutet auch keineswegs, allen fleischlichen Freuden abzuschwören, auch Jesus war ja Festen und dergleichen nicht abgeneigt. Aber das tut man dann eben unter der Führung des Geistes, und so wie es für einen gut und richtig ist.
Und ich wundere mich manchmal, dass viele Christen da sehr extrem zu denken scheinen, was man alles nicht mehr tun darf und wie sehr man sich da selbst kasteien muss und dass man gar keine Gelüste mehr haben darf, und schöne Frauen darf man gar nicht erst wahrnehmen... das halte ich für sehr übertrieben und auch nicht umsetzbar.
Deshalb denke ich auch nicht, dass es so gedacht war.
@lucan-7 Hallo Lucan, unter "fleischliche"Gesinnung sind in Galater 5,19-21 Untugenden aufgezählt mit denen, diejenigen Christen die Jesus angehören nichts mehr zu tun haben Gal 5,24..Und da steht nicht, dass man als Mann schöne Frauen nicht wahrnehmen dürfte.
Wieso Paulus z.B Neid, Eifersucht Zorn als fleischlich erwähnt und nicht wie Jesus als unrein machenden Gedanken....wer frei von Neid oder Eifersucht ist läuft ja wohl nicht mehr Gefahr, jemanden zu eigenem Vorteil zu verleumdem, Unwahrheiten über sie zu verbreiten.
Darum lehrt ja Paulus in Römer 13, 8-10 dass wer liebt dem Nächsten nichts Böses tue, und deshalb die Liebe als Erfüllung der Gesetze (im Reich Gottes) zählt, er erwähnt in diesem Zusammenhang du sollst nicht. Lg lulute
Hallo Lucan, unter "fleischliche"Gesinnung sind in Galater 5,19-21 Untugenden aufgezählt mit denen, diejenigen Christen die Jesus angehören nichts mehr zu tun haben Gal 5,24..Und da steht nicht, dass man als Mann schöne Frauen nicht wahrnehmen dürfte.
Ich denke nicht, dass diese Stellen als vollständige Aufzählung gemeint sind, sondern lediglich ein Prinzip verdeutlichen sollen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Hallo Lucan, unter "fleischliche"Gesinnung sind in Galater 5,19-21 Untugenden aufgezählt mit denen, diejenigen Christen die Jesus angehören nichts mehr zu tun haben Gal 5,24..Und da steht nicht, dass man als Mann schöne Frauen nicht wahrnehmen dürfte.
Ich denke nicht, dass diese Stellen als vollständige Aufzählung gemeint sind, sondern lediglich ein Prinzip verdeutlichen sollen.
Mein Beispiel sind 'Schuhe'.
Frag doch mal einen frommen Menschen, was die Bibel zum Thema Schuhe sagt und / oder ob Schuhe Sünde sind.
Die Bibel sagt nicht viel zum Thema Schuhe und als Sünde kann man sie auch nicht bezeichnen.
Wenn ich aber einen Schuhtick habe und mein Schuhregal überquillt, weil mein ganzes Denken nur noch darum kreist, wie ich an die nächsten Schlappen komme, werden sie für mich halt schon zum Problem. (Und für mich als frommen Menschen u.U. auch zur Sünde)
Nur damit wir mal weg von der sexuellen Begierde kommen.
Hej Chai,
"Wenn ich aber einen Schuhtick habe und mein Schuhregal überquillt, weil mein ganzes Denken nur noch darum kreist, wie ich an die nächsten Schlappen komme, [...]"
... dann bist du eine ganz normale Frau.
Liebe Grüße
fr 🤨 sch
Veröffentlicht von: @frosch80Hej Chai,
"Wenn ich aber einen Schuhtick habe und mein Schuhregal überquillt, weil mein ganzes Denken nur noch darum kreist, wie ich an die nächsten Schlappen komme, [...]"
... dann bist du eine ganz normale Frau.
Liebe Grüße
fr 🤨 sch
Oder so 😆
Wenn ich aber einen Schuhtick habe und mein Schuhregal überquillt, weil mein ganzes Denken nur noch darum kreist, wie ich an die nächsten Schlappen komme, werden sie für mich halt schon zum Problem.
Glücklicherweise gibt es (nicht nur bei Schuhen) eine ganz unbiblische, dafür aber meistens sehr wirkungsvolle Bremse: der Überziehungsrahmen unseres Girokontos.
So kann uns also der monetäre Rahmen vor Sünde bewahren 😌 😌 😌
Veröffentlicht von: @bepe0905Wenn ich aber einen Schuhtick habe und mein Schuhregal überquillt, weil mein ganzes Denken nur noch darum kreist, wie ich an die nächsten Schlappen komme, werden sie für mich halt schon zum Problem.
Glücklicherweise gibt es (nicht nur bei Schuhen) eine ganz unbiblische, dafür aber meistens sehr wirkungsvolle Bremse: der Überziehungsrahmen unseres Girokontos.
So kann uns also der monetäre Rahmen vor Sünde bewahren 😌 😌 😌
Mist. Jetzt wollt ich - nach der Ferndiagnose vom frosch, dass mein Verhalten ganz normal ist und ich nicht ungeistlich bin, grad fort und mal gucken, was es so Neues gibt. Aber irgendwas ist halt immer.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn du geistlich gesinnt bist, dann ist dir die atemraubende Schönheit der Frau deines nächsten egal, wie gross sein Haus oder sein Bankkonto ist oder ob er überhaupt eins hat … wie sollst du da Gefühle wie Neid oder Habgier entwickeln, wenn dir irdische Besitztümer oder Erfolg unbedeutend sind? Du würdest die Schönheit der Frau vielleicht nichtmal wahrnehmen oder seinen Besitz. Dein Fokus liegt dann nicht auf der Welt und dem was sie zu bieten hat.
Einen derartig abgehobenen Menschen bräuchte man dann wohl auch nicht mehr um Rat fragen, wenn man irgendwelche Probleme weltlicher Natur hat... der kann das dann ja nicht mehr nachvollziehen und schwebt irgendwo in seinen geistigen Spähren herum.
Nein, ich habe das mit dem "Geist" und dem "Fleisch" immer so verstanden, dass man sich fragen muss woran man sich orientiert... der "alte Mensch" wird sich gerne seinen "fleischlichen" Gelüsten hingeben und in erster Linie sich selbst und seine Gelüste im Sinn haben. Der "neue Mensch", also wiedergeboren in Jesus, kennt diese Gelüste zwar auch noch (ist ja immer noch ein Mensch) - aber sie haben keine Priorität mehr für ihn, weil jetzt der "Geist" das Ruder übernimmt.
Das bedeutet beispielsweise auch, zu erkennen, dass einem diese "fleischlichen Freuden" in Wahrheit nicht wirklich gut getan haben, sondern eigentlich nur eine Flucht und eine Ablenkung darstellten. Aber der "Geist" ermöglicht es einem jetzt, den Weg zu gehen, der gut und richtig ist.
Das bedeutet auch keineswegs, allen fleischlichen Freuden abzuschwören, auch Jesus war ja Festen und dergleichen nicht abgeneigt. Aber das tut man dann eben unter der Führung des Geistes, und so wie es für einen gut und richtig ist.
Und ich wundere mich manchmal, dass viele Christen da sehr extrem zu denken scheinen, was man alles nicht mehr tun darf und wie sehr man sich da selbst kasteien muss und dass man gar keine Gelüste mehr haben darf, und schöne Frauen darf man gar nicht erst wahrnehmen... das halte ich für sehr übertrieben und auch nicht umsetzbar.
Deshalb denke ich auch nicht, dass es so gedacht war.
Erstens: Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut Du, der Du Dich ja als nichtgläubig bezeichnest, diese Dinge auf den Punkt bringen kannst.
Zweitens: Ich denke schon, dass diese Dinge ein Ideal sind; ich vermute aber auch, dass sich Paulus sehr wohl bewusst war, dass wir nach wie vor Menschen sind und dieses Ideal eben nicht erreichen.
Manche Dinge verlieren für den 'geistlichen Menschen' sicher an Bedeutung; aber mit anderen Irdischkeiten wird er sich wohl im Lauf seines Lebens weiter rumschlagen müssen.
Drittens: Ich komme aus dieser reglementierten Ecke - da muss man tatsächlich aufpassen, dass das Leben nicht sehr ernsthaft und freudlos wird.
Erstens: Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut Du, der Du Dich ja als nichtgläubig bezeichnest, diese Dinge auf den Punkt bringen kannst.
Was vielleicht daran liegt, dass ich diese Dinge sehr nüchtern sehe und nicht "vergeistigt"... ich versuche das ganze praktisch zu sehen, weil ich auch Jesus für einen praktischen und volksnahen Menschen halte.
Ich denke schon, dass diese Dinge ein Ideal sind; ich vermute aber auch, dass sich Paulus sehr wohl bewusst war, dass wir nach wie vor Menschen sind und dieses Ideal eben nicht erreichen.
Ja, Paulus hat ja auch darüber geklagt, dass er nach wie vor Schlechtes tut. Aber deshalb hat er noch nicht aufgegeben oder den Glauben in Frage gestellt, er hat ja trotzdem daran festgehalten.
Ich komme aus dieser reglementierten Ecke - da muss man tatsächlich aufpassen, dass das Leben nicht sehr ernsthaft und freudlos wird.
In der Tat... Menschen lieben Regeln und Gesetze. Was ja auch sehr hilfreich sein kann, aber Jesus wollte das nicht, weil er wusste, dass daraus nichts Gutes kommt, weil man sie auch zum Schaden gegen die Menschen anwenden kann - ihm kam es auf die Herzenshaltung an. Und daraus ergeben sich die "Gesetze" dann ganz von allein.
Der "neue Mensch", also wiedergeboren in Jesus, kennt diese Gelüste zwar auch noch (ist ja immer noch ein Mensch) - aber sie haben keine Priorität mehr für ihn, weil jetzt der "Geist" das Ruder übernimmt.
Was heisst denn für dich, dass der Geist jetzt das Ruder übernimmt?
Heisst das dann, du siehst eine schöne Frau (ich nehme mal das Beispiel von weiter oben aus dem Thread) und kannst dich mit deinem Begehren zurückhalten, weil du weisst, dass das nicht gut tut?
Heisst das einfach, dass man sich selbst zähmen kann, indem man erkennt was einem gut tut und dann fortan danach lebt?
Und wenn ja, ist das realistisch?
Ich dachte lange, dass das geht…nur um dann irgendwann festzustellen, dass es eben nicht geht. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt, mehr als zwanzig Jahre später immer noch genauso fleischlich gesinnt bin wie früher. Ich lasse es mich nicht (mehr) dominieren, ja, aber ist das dann schon „geistlich gesinnt sein“?
Ich weiss es nicht. Könnte es nicht sein, dass in der neuen Natur wirklich alles anders ist, und nicht nur „gezähmt“?
Heisst das dann, du siehst eine schöne Frau (ich nehme mal das Beispiel von weiter oben aus dem Thread) und kannst dich mit deinem Begehren zurückhalten, weil du weisst, dass das nicht gut tut?
Im Prinzip ja.
Und wenn ich als verheirateter Mann tatsächlich eine andere Frau begehre, dann sollte mir das ein Zeichen sein, dass da in meiner Ehe etwas nicht stimmt. Möglicherweise mache ich mir auch selbst etwas vor, aber in jedem Fall gibt es da wohl etwas, das ich klären sollte.
Heisst das einfach, dass man sich selbst zähmen kann, indem man erkennt was einem gut tut und dann fortan danach lebt?
Es ist ein Ideal. Aber sogar Paulus hat ja darüber geklagt, dass er das auch nicht immer schafft. Es ist also ein Ziel, das wir anstreben sollten - aber wir sind eben immer noch Menschen. Daraus sollten wir keinen Vorwand und keine Ausrede machen (Ach, ich armer Mensch, ich bin ja so schwach, ich konnte nicht anders...), aber wir werden eben nie perfekt sein.
Und wenn ja, ist das realistisch?
Man sollte sehen, was möglich ist und was nicht... und immer an sich arbeiten.
Ich dachte lange, dass das geht…nur um dann irgendwann festzustellen, dass es eben nicht geht. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt, mehr als zwanzig Jahre später immer noch genauso fleischlich gesinnt bin wie früher. Ich lasse es mich nicht (mehr) dominieren, ja, aber ist das dann schon „geistlich gesinnt sein“?
Wenn es dich nicht mehr "dominiert", dann würde ich sagen: ja. Darum geht es meiner Ansicht nach. nicht darum, dass man nichts mehr begehrt... sondern dass man sich davon nicht mehr bestimmen lässt.
Ich weiss es nicht. Könnte es nicht sein, dass in der neuen Natur wirklich alles anders ist, und nicht nur „gezähmt“?
Ich denke, dass mit unerreichbaren Idealen in erster Linie Druck aufgebaut und ein schlechtes Gewissen erzeugt wird. Damit ist wohl niemandem geholfen.
Und wenn ich als verheirateter Mann tatsächlich eine andere Frau begehre, dann sollte mir das ein Zeichen sein, dass da in meiner Ehe etwas nicht stimmt. Möglicherweise mache ich mir auch selbst etwas vor, aber in jedem Fall gibt es da wohl etwas, das ich klären sollte.
Eben. Es sollte im Prinzip nicht vorkommen, wenn die Ehe in Ordnung ist.
Es ist also ein Ziel, das wir anstreben sollten
ok…anstreben…das ist vielleicht auch schon des Rätsels Lösung: solange ich unterwegs bin und noch nicht am Ziel (geistlich gesinnt zu sein), werde ich wohl noch meine alte Natur unterdrücken müssen anstatt schon so zu sein. Das fühlt sich nur nicht frei an.Und Jesus macht frei, da bin ich mir relativ sicher. Vielleicht ist das Übergangsstadium noch von Unfreiheit gekennzeichnet 🤔.
(Andererseits sagt er selbst, dass man sich lieber ein Auge rausreissen soll…was ich jetzt mal mit unterdrücken gleichsetze.)
Man sollte sehen, was möglich ist und was nicht... und immer an sich arbeiten.
Selbstoptimierung? Ich weiss nicht, ob das für Christen drin ist…die ja quasi erst mit Jesus und durch Jesus dazu in der Lage sind, überhaupt irgendwas Gutes zustande zu bringen.
Darum geht es meiner Ansicht nach. nicht darum, dass man nichts mehr begehrt... sondern dass man sich davon nicht mehr bestimmen lässt.
Vielleicht hast du recht. Ich meine, wir tun das ja auch in anderen Bereichen: wir gehen arbeiten, anstatt den ganzen Tag zu tun, worauf wir Lust haben. Wir beschneiden uns selbst auf vielerlei Weise um ein anderes, höheres Zieles Willen.
Wenn „geistlich gesinnt“ bedeutet, dass man sich von seinen Begierden nicht mehr bestimmen lässt, dann wird das ja aber bis zum Ende des Lebens so bleiben 😳…heißt es nicht, dass Jesus frei macht? Also auch frei von Begierden? Ich finde diese Variante immer noch attraktiver…und für mich ist das kein unerreichbares Ideal, das Druck aufbaut - denn ich muss es ja nicht selbst erreichen. „Von oben neu geboren werden“ hört sich nicht so an, als könnte ich da viel dazu tun.
Wann sind wir endlich da….quengel….
Veröffentlicht von: @sternWenn „geistlich gesinnt“ bedeutet, dass man sich von seinen Begierden nicht mehr bestimmen lässt, dann wird das ja aber bis zum Ende des Lebens so bleiben 😳…heißt es nicht, dass Jesus frei macht? Also auch frei von Begierden? Ich finde diese Variante immer noch attraktiver…
Also so ein Hebel, der umgelegt wird auf 'Begierde aus, geistliche Gesinnung an'?
Und das auch noch dauerhaft?
Wäre ja schon praktisch, aber steht das irgendwo geschrieben?
Ich geb Dir mal ein ganz banales Beispiel:
Meine Mama ist Diabetikerin. Und hat eine ständige Begierde nach Kuchen und Torte.
Und es ist ihren Zuckerwerten vollkommen egal, ob sie geistlich gesinnt ist oder nicht.
Sie darf sich halt nicht von ihren Begierden beherrschen lassen.
Sie darf sich halt nicht von ihren Begierden beherrschen lassen
Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.
Ich meine, vielleicht bin ich auch einfach nur faul oder bequem oder mag Abkürzungen und mag keine Bedrängnisse haben.
Veröffentlicht von: @sternSie darf sich halt nicht von ihren Begierden beherrschen lassen
Das stelle ich mir sehr anstrengend vor.
Ist es für sie auch. Für mich wäre das kein Problem, weil ich kein Süßschnabel bin.
Aber mir tät's weh, wenn ich keinen Käse mehr essen dürfte.
Ich meine, vielleicht bin ich auch einfach nur faul oder bequem oder mag Abkürzungen und mag keine Bedrängnisse haben.
Wer will das schon?
Ich hab lange darauf gewartet, dass ich nach meiner Frommwerdung näher an die gelobte tüchtige Hausfrau aus den Sprüchen bewegt werde. Ist bis heute nicht geschehen.
Der Schalter steht immer noch auf 'keine Lust zum Aufräumen'.
Ich hab lange darauf gewartet, dass ich nach meiner Frommwerdung näher an die gelobte tüchtige Hausfrau aus den Sprüchen bewegt werde.
Das wäre mir aber auch so gegangen, glaube ich, dass ich darauf gewartet hätte, dahin bewegt zu werden.
Stört es dich nicht, dass es nicht so ist?
Also so ein Hebel, der umgelegt wird auf 'Begierde aus, geistliche Gesinnung an'?
Ja, genau.
Und das auch noch dauerhaft?
Wäre ja schon praktisch, aber steht das irgendwo geschrieben?
Nee, das lese ich aus manchen Stellen raus, dass es sowas wie zwei getrennte Zustände gibt, eben ein fleischlich gesinnten oder ein geistlich gesinnten …und wenn es zwei getrennte Zustände sind, dann ist das ein entweder -oder.
Aber vielleicht ist das zu schwarzweiss von mir gedacht und es gibt einen Übergangsprozess, der beides beinhaltet.
Eben. Es sollte im Prinzip nicht vorkommen, wenn die Ehe in Ordnung ist.
Ja. Wobei das nur für Leute gilt, die wirklich eine lebenslange Ehe wollen. Das ist aber nicht bei allen der Fall. Es gibt auch Leute, die wechselnde Beziehungen möchten und sich nicht festlegen wollen.
Das ist natürlich nicht "christlich", aber so lange man dabei ehrlich bleibt sollte man das akzeptieren, denke ich. Auch wenn ich mir das schwieriger vorstelle.
ok…anstreben…das ist vielleicht auch schon des Rätsels Lösung: solange ich unterwegs bin und noch nicht am Ziel (geistlich gesinnt zu sein), werde ich wohl noch meine alte Natur unterdrücken müssen anstatt schon so zu sein.
Wie gesagt... selbst Paulus war ja nicht perfekt. Und wenn der es schon nicht geschafft hat, dann sollte man wohl besser realistisch blieben. Entscheidend ist eben, dass man es wirklich versucht.
Selbstoptimierung? Ich weiss nicht, ob das für Christen drin ist…die ja quasi erst mit Jesus und durch Jesus dazu in der Lage sind, überhaupt irgendwas Gutes zustande zu bringen.
In dem Punkt unterscheiden wir uns sicher, weil ich nicht an irgendeine übernatürliche Hilfe glaube. Schon gar nicht eine, die auf einen bestimmten Glauben festgelegt wäre - ich glaube, dass der "Geist" allen Menschen gegeben ist, nicht nur Angehörigen einer bestimmten Religion.
Wenn „geistlich gesinnt“ bedeutet, dass man sich von seinen Begierden nicht mehr bestimmen lässt, dann wird das ja aber bis zum Ende des Lebens so bleiben
…heißt es nicht, dass Jesus frei macht?
Ich weiss ja nicht, was du da konkret erwartest... ich verstehe es so, dass wir das tun, was uns wirklich gut tut - und dass uns das auch bewusst wird. Weshalb wir dann irgendwann auch gar kein Verlangen mehr nach dem "Schlechten" haben. Jedenfalls nicht so ausgeprägt.
ich glaube, dass der "Geist" allen Menschen gegeben ist, nicht nur Angehörigen einer bestimmten Religion.
Damit habe ich kein Problem. Der Geist darf gern zu allen kommen und allen gegeben werden. Dass Jesus laut der Bibel trotzdem derjenige ist, der ihn gibt und schickt, hilft mir beim Verständnis- aber ist vom Ergebnis her völlig irrelevant und Jesus und Gott finden das bestimmt gut, wenn Menschen in ihrem Geist handeln, egal ob oder welcher Religion sie angehören.
Das ändert aber nichts daran, dass das Gute vom Geist kommt…den du manchmal verneinst
weil ich nicht an irgendeine übernatürliche Hilfe glaube
und manchmal auch nicht
ich glaube, dass der "Geist" allen Menschen gegeben ist
Vermutlich weil du ihn als inhärenten Bestandteil des Menschen betrachtest (sonst käme er ja wieder von ausserhalb) ?
AWHler hat darüber letztens auch etwas geschrieben, ob der Heilige Geist als Geist Gottes nicht universeller gedacht werden muss.
Ich weiss ja nicht, was du da konkret erwartest... ich verstehe es so, dass wir das tun, was uns wirklich gut tut - und dass uns das auch bewusst wird. Weshalb wir dann irgendwann auch gar kein Verlangen mehr nach dem "Schlechten" haben. Jedenfalls nicht so ausgeprägt.
Das ist meiner Meinung nach eine schöne Umschreibung für ein gutes Leben.
Was ich erwarte? Nun, ich möchte gern die Frucht des Heiligen Geistes * in meinem Leben sehen (ich bin in der christlichen Terminologie gefangen) und stelle fest, dass ich es nicht tue…oder wenn, dann nur in Teilen. Und ich bin mir darüber bewusst, dass ich sie nicht selbst generieren kann mit Anstrengung, sondern am ehesten mit einer inneren Ausrichtung danach.
* Frucht d.HG : Liebe, Freude, Güte, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung, Treue, Frieden, Sanftmut, Geduld.
Vermutlich weil du ihn als inhärenten Bestandteil des Menschen betrachtest (sonst käme er ja wieder von ausserhalb) ?
Ja, ich denke, was immer man auch darunter versteht, dass es um etwas "Natürliches" geht... nicht um etwas, das sich irgendwelche "jenseitigen Wesen" aus anderen Spären ausdenken und steuern, um die Menschen damit zu beeinflussen.
AWHler hat darüber letztens auch etwas geschrieben, ob der Heilige Geist als Geist Gottes nicht universeller gedacht werden muss.
Erscheint mir sinnvoll. Ansonsten sind wir wieder bei der religiösen Ausgrenzung und der Erhebung über andere Menschen ("Ich habe den Heiligen Geist - und du nicht!").
Was ich erwarte? Nun, ich möchte gern die Frucht des Heiligen Geistes * in meinem Leben sehen (ich bin in der christlichen Terminologie gefangen) und stelle fest, dass ich es nicht tue…oder wenn, dann nur in Teilen. Und ich bin mir darüber bewusst, dass ich sie nicht selbst generieren kann mit Anstrengung, sondern am ehesten mit einer inneren Ausrichtung danach.
Vielleicht sollte man auch nicht zuviel erwarten...
Ja, ich denke, was immer man auch darunter versteht, dass es um etwas "Natürliches" geht.
Ja…vielleicht ist Gott das Natürlichste überhaupt. Trotzdem haben wir als Menschen die Eigenart, ihn nicht zu kennen oder zu erkennen.
"Ich habe den Heiligen Geist - und du nicht!".
Ja, absolut berechtigter Einwand.
Vielleicht sollte man auch nicht zuviel erwarten...
Zwar auch ein berechtigter und nachvollziehbarer Einwand, aber das ist ein bisschen wie mit der Aufforderung: sei spontan.
Ausserdem ist meine Erwartung, mich in dieser Frucht des Geistes auch mal ausruhen zu können und sie erleben zu können (anstatt nur darauf hinzusteuern) keine schlechte Erwartung.
Ja…vielleicht ist Gott das Natürlichste überhaupt. Trotzdem haben wir als Menschen die Eigenart, ihn nicht zu kennen oder zu erkennen.
Wenn Gott existiert, dann ist nach meinem Verständnis nach auch "natürlich".
Wobei ich selber denke, dass in der Bibel häufig natürliche Dinge gemeint sind, die wir heute aber anders einodnen würden - wie etwa Dämonen.
Zwar auch ein berechtigter und nachvollziehbarer Einwand, aber das ist ein bisschen wie mit der Aufforderung: sei spontan.
Na ja... wenn man "zu viel" erwartet, dann ist es halt - zu viel.
Und etliche scheinen da ja ganz enorme Erwartungen zu haben. So dass man durch den Glauben quasi zum Heiligen mutiert, der jeden denkbaren Trieb unter Kontrolle hat und womöglich sogar durch Gebet Wunder wirken kann.
Und wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, dann gerät man schnell in Widerspruch mit der Realität. Die Frage, was genau man erwartet ist also nicht ganz unwesentlich.
Wobei ich selber denke, dass in der Bibel häufig natürliche Dinge gemeint sind, die wir heute aber anders einodnen würden - wie etwa Dämonen.
Das weiss ich nicht. Ich kann keine wahrnehmen, genauso wenig wie ich Engel sehen kann. Aber mehr heisst das ja auch erstmal nicht, dass ich eben keine wahrnehme. Das heisst ja nicht zwangsläufig, dass es keine gibt.
Ich sage das, weil es doch einige gibt, die das behaupten zu können (abgesehen von Erzählungen in der Bibel).
Na ja... wenn man "zu viel" erwartet, dann ist es halt - zu viel.
Dieses „zuviel“ wird teilweise von der Bibel/Jesus Aussagen geschürt…
So dass man durch den Glauben quasi zum Heiligen mutiert, der jeden denkbaren Trieb unter Kontrolle hat und womöglich sogar durch Gebet Wunder wirken kann.
Ich kann verstehen, dass diese Erwartungshaltung eher zu einer ungesunden bzw. unrealistischen Lebenseinstellung führt. Aber an Jesus zu glauben ohne zumindest die Möglichkeit gelten zu lassen, dass es das gibt…das kann ich gar nicht.
Und wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, dann gerät man schnell in Widerspruch mit der Realität. Die Frage, was genau man erwartet ist also nicht ganz unwesentlich.
Auf jeden Fall tut man das! Das geht in eine ähnliche Richtung wie darüber nachzudenken, wie man die Welt und wie sie ist als gut bezeichnen kann.
Ich kann nur als wahrhaftig glaubender Mensch das (die Wunder) nicht ausklammern und sagen: das gibt es nicht, das sind nur erfundene Geschichten, das stimmt alles gar nicht und ich brauche das nicht zu glauben.
Ich erwarte also, dass das wahr ist und sich auch als wahr erweist. Weil ich es nicht abspalten und abtun kann von dem Rest.
Das ist aber etwas persönliches. Anderen Gläubigen fällt das gar nicht schwer und sie können das.
Und vermutlich weil ich das so mache, erwarte ich auch ständig, etwas anderes zu sehen.
Ich erwarte also, dass das wahr ist und sich auch als wahr erweist. Weil ich es nicht abspalten und abtun kann von dem Rest.
Letztlich denke ich kommt es nur auf eine Sache an: Tut dir dein Glaube gut oder nicht?
Wenn du damit zufrieden bist und das Gefühl hast, dass dein Leben durch deinen Glauben bereichert wird (auch wenn es nicht immer einfach ist, klar)... dann ist doch alles in Ordnung.
Wenn das Ergebnis aber nur Mühsal, Frust und Enttäuschung ist, dann stimmt da wohl etwas nicht und man sollte wohl ernsthaft über andere Wege nachdenken.
Ich selber habe bei gläubigen Menschen beides erlebt - und die Kunst ist wohl, selber zu erkennen was von beiden denn nun zutrifft - das konnten nicht alle.
Letztlich denke ich kommt es nur auf eine Sache an: Tut dir dein Glaube gut oder nicht?
Ich verstehe was du meinst und kann das auch so unterschreiben.
Ich werde probieren das so unvoreingenommen wie mir möglich ist, zu ergründen. Und letztendlich muss das auch jeder, der ernsthaft sich damit auseinandersetzt und nicht nur mitläuft.
Wenn das Ergebnis aber nur Mühsal, Frust und Enttäuschung ist, dann stimmt da wohl etwas nicht und man sollte wohl ernsthaft über andere Wege nachdenken.
Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich geht.
Die Strahlkraft oder Anziehungskraft von Jesus ist nicht zu unterschätzen. Trotz allen Frustes.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn das Ergebnis aber nur Mühsal, Frust und Enttäuschung ist, dann stimmt da wohl etwas nicht und man sollte wohl ernsthaft über andere Wege nachdenken.
*hm* Ich hab grad mal ne Weile über "den Weg" nachgedacht, wie du das meinen könntest. Ich komme immer wieder an bei: Es geht hier nicht um MICH, es geht um Christus (und mich, also um die Beziehung - Ja, ich reite drauf rum, weil Christus NICHT tot ist, sondern lebt mit allem, was dazugehört). [Hervorhebungen, um eine Betonung draufzulegen]
Ich denke z.B. nicht über "meinen Glauben" nach, sondern über mich und frage IHN, was mir im Weg steht, was ich übersehe, was ich falsch mache ...
Gott ist nicht tot. Er ist nicht nur eine Figur in einem großen Buch und/oder weit weg ...
Oder wie es Daniel Kolenda mal so schön sagte: "Der Sinn deiner Existenz liegt nicht darin, eigene Erfolge zu erzielen. Deine Aufgabe liegt darin, etwas voranzutreiben, was größer ist als du selbst."
*hm* Ich hab grad mal ne Weile über "den Weg" nachgedacht, wie du das meinen könntest.
Da habe ich nicht an was Bestimmtes gedacht und ich bin auch nicht von mir ausgegangen... ich denke halt nur, wenn man auf einem falschen Weg ist, dann sollte man halte einen anderen gehen.
Ganz simpel.
ich denke halt nur, wenn man auf einem falschen Weg ist, dann sollte man halte einen anderen gehen.
Ganz simpel.
Im Prinzip ja. Aber auch ein frustrierender Weg kann der richtige sein. So einfach ist das manchmal nicht.
Im Prinzip ja. Aber auch ein frustrierender Weg kann der richtige sein. So einfach ist das manchmal nicht.
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass der richtige Weg immer auch der leichteste ist... eher im Gegenteil.
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass der richtige Weg immer auch der leichteste ist... eher im Gegenteil.
Und woran machst du es dann fest, dass es der richtige ist? Woran erkennst du das? Ich meine, wenn er eben mühselig und frustrierend ist…
Und woran machst du es dann fest, dass es der richtige ist? Woran erkennst du das? Ich meine, wenn er eben mühselig und frustrierend ist…
Das ist wieder eine Frage der Erwartung.
Ich selber habe ja mit dem Glauben auch einen frustrierenden Weg hinter mir, aber der führte letztlich nirgendwo hin. Und das musste ich dann irgendwann einfach zur Kenntnis nehmen. Hätte ich mir nicht eingestanden, dass ich nicht an die Inhalte der Bibel glauben kann, dann hätte ich mir nur selbst etwas vorgemacht.
Das war zwar enttäuschend, aber dafür war ich auch wieder mit mir im reinen, weitestgehend.
Und das musste ich dann irgendwann einfach zur Kenntnis nehmen. Hätte ich mir nicht eingestanden, dass ich nicht an die Inhalte der Bibel glauben kann, dann hätte ich mir nur selbst etwas vorgemacht.
Ja, klar. So ein fake-Glauben tut nicht gut. Das kann ich nachvollziehen.
Es ist eine Kapitulation und eine Anerkennung vor den eigenen Grenzen.
Das empfand ich so, als mir klar wurde, dass ich mich aus eigener Kraft nicht verändern werde, egal wie sehr ich es möchte. Das war auch enttäuschend -und trotzdem befreiend gleichzeitig. Es macht Raum für etwas anderes, was vorher so nicht sein konnte.
Es ist eine Kapitulation und eine Anerkennung vor den eigenen Grenzen.
Eine "Kapitulation" würde ich das nicht nennen. Für mich war es einfach eine Erkenntnis.
Aber klar, aus der Perspektive eines Gläubigen sieht das natürlich anders aus...
Eine "Kapitulation" würde ich das nicht nennen. Für mich war es einfach eine Erkenntnis.
Ich finde schon, dass man kapituliert..vor etwas, das man nicht kontrollieren kann und nicht beeinflussen. Du kannst nichts selber tun, um es zu ändern.
Ich finde schon, dass man kapituliert..vor etwas, das man nicht kontrollieren kann und nicht beeinflussen. Du kannst nichts selber tun, um es zu ändern.
Ich denke, eine "Kapitulation" bedeutet, dass man seine selbst gesteckten Ziele nicht mehr erreichen kann.
Aber das war ja hier nicht der Fall. Mein Ziel war es, herauszufinden was am christlichen Glauben dran ist - und das habe ich ja am Ende erreicht.
Dass meine Hoffnungen dabei nicht erfüllt wurden steht auf einem anderen Blatt - darauf hatte ich ja tatsächlich keinen Einfluss.
Aber das war ja hier nicht der Fall. Mein Ziel war es, herauszufinden was am christlichen Glauben dran ist - und das habe ich ja am Ende erreicht.
Ja, das hat dann mit kapitulieren nichts zu tun.
Für mich war es Kapitulation, weil ich das, was Jesus da fordert, persönlich nicht leisten konnte. Sich das einzugestehen ist auch nicht ohne, weil man dann ja irgendwie schon Angst hat, dass man dann verloren ist und aus dem Glauben ganz rausfällt. Das ist zwar bei mir jetzt nicht passiert, aber das weiss man ja vorher nicht.
Für mich war es Kapitulation, weil ich das, was Jesus da fordert, persönlich nicht leisten konnte. Sich das einzugestehen ist auch nicht ohne, weil man dann ja irgendwie schon Angst hat, dass man dann verloren ist und aus dem Glauben ganz rausfällt. Das ist zwar bei mir jetzt nicht passiert, aber das weiss man ja vorher nicht.
Klingt für mich aber auch eher nach Erkenntnis... das du vorher einfach eine falsche Vorstellung hattest, und das ist dann korrigiert worden.
Klingt für mich aber auch eher nach Erkenntnis... das du vorher einfach eine falsche Vorstellung hattest, und das ist dann korrigiert worden.
Ja. Das ist so. Diese Erkenntnis veranlasst mich dann aber zur Kapitulation. Ich probiere nicht länger, was aufgrund meiner Erkenntnis sinnlos wäre bzw. unmöglich.
Klingt für mich aber auch eher nach Erkenntnis... das du vorher einfach eine falsche Vorstellung hattest, und das ist dann korrigiert worden.
Ich hatte dann aber auch jemanden vor dem ich kapitulieren konnte und wusste: das ist jetzt trotzdem ok.
*hm* Vielleicht erläuterst du dann nochmal, wie du das:
Veröffentlicht von: @lucan-7Wenn das Ergebnis aber nur Mühsal, Frust und Enttäuschung ist, dann stimmt da wohl etwas nicht und man sollte wohl ernsthaft über andere Wege nachdenken.
und das:
Veröffentlicht von: @lucan-7Im Prinzip ja. Aber auch ein frustrierender Weg kann der richtige sein. So einfach ist das manchmal nicht.
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass der richtige Weg immer auch der leichteste ist... eher im Gegenteil.
zusammenbringst. Wie unterscheidest du, wann der frustrierende (nicht so leichter) Weg falsch und wann er richtig ist?
Wie unterscheidest du, wann der frustrierende (nicht so leichter) Weg falsch und wann er richtig ist?
Spontan würde ich mal sagen, das ist so ähnlich wie im Sport... das ist auch anstrengend, aber letztlich tut es einem gut.
Natürlich kann das auch wesentlich härter sein. Der richtige Weg kann beispielsweise auch bedeuten, dass man Abstand von bestimmten Menschen nimmt, die einem nicht gut tun. Das kann auch sehr hart sein... und so etwas entscheidet man ja auch nicht spontan. Da hilft dann nur, so ehrlich wie möglich zu sein und sich nichts vorzumachen.
Wirkliche Sicherheit gibt es wohl nie. Manchmal ist es aber besser, einen Weg zu gehen, statt einfach stehenzubleiben... und dann muss man eben nach einer Weile schauen, wo man ist, und ob es sich immer noch richtig anfühlt...
Entscheidungen treffen ... ja. Dafür bin ich auch generell. Weil ich dann einfach weiß, ob sie richtig oder falsch war und kann etwas ändern. Andere - Geschwister, an die ich gerade denke - verbringen lieber eine zermürbende Wartezeit und "leiden" drunter, statt sich zu entscheiden.
Okay, das war deine spontane Reaktion. Wie sieht die Reaktion nach einiger Zeit des Nachdenkens aus?
Wenn der Weg, den du gehst, dich nicht erfüllt und auch anstrengend ist und dich frustriert - woher weißt du dann, ob er dir gut tut? Also in den Momenten, wo du dich ausgelaugt und frustriert fühlst ... worauf schaust du da, um zu unterscheiden?
Entscheidungen treffen ... ja. Dafür bin ich auch generell. Weil ich dann einfach weiß, ob sie richtig oder falsch war und kann etwas ändern. Andere - Geschwister, an die ich gerade denke - verbringen lieber eine zermürbende Wartezeit und "leiden" drunter, statt sich zu entscheiden.
Ja, handeln ist in der Regel besser als nichts zu tun. Natürlich nicht überstürzt, aber wenn sich nichts ändert, dann muss man halt was tun.
Wenn der Weg, den du gehst, dich nicht erfüllt und auch anstrengend ist und dich frustriert - woher weißt du dann, ob er dir gut tut? Also in den Momenten, wo du dich ausgelaugt und frustriert fühlst ... worauf schaust du da, um zu unterscheiden?
Auf das Ziel schauen und fragen, ob ich mich diesem Ziel noch nähere oder nicht. Wenn das Ziel stimmt, dann kann man dafür auch einiges an Entbehrungen auf sich nehmen. Wenn das Ziel nicht mehr da ist oder unerreichbar scheint, dann sollte man wohl etwas ändern.
Wobei man sich natürlich auch fragen muss, was man selbst überhaupt ändern kann. Manchmal gilt es eben einfach auch, sein Kreuz auf sich zu nehmen.
@lucan-7 (zum Beitrag und zum Beitrag)
zielorientiert ... zielgerichtet ... fokussiert (aufs Ziel) ... ja 👍
Ich möchte hieran anknüpfen:
Veröffentlicht von: @lucan-7Und woran machst du es dann fest, dass es der richtige ist? Woran erkennst du das? Ich meine, wenn er eben mühselig und frustrierend ist…
Das ist wieder eine Frage der Erwartung.
Ich selber habe ja mit dem Glauben auch einen frustrierenden Weg hinter mir, aber der führte letztlich nirgendwo hin. Und das musste ich dann irgendwann einfach zur Kenntnis nehmen. Hätte ich mir nicht eingestanden, dass ich nicht an die Inhalte der Bibel glauben kann, dann hätte ich mir nur selbst etwas vorgemacht.
Das war zwar enttäuschend, aber dafür war ich auch wieder mit mir im reinen, weitestgehend.
Was war dein Ziel? Was dein Weg?
Du sagst, der Weg war frustrierend. Du sagst, du bleibst dran, weil du zielgerichtet bist, dich so entschieden hast, auf das Ziel schaust und eben weiterläufst, auch, wenn es frustrierend ist und nimmst dafür auch einiges in kauf.
Ist dein Ziel jetzt anders? Und dein Weg?
Was war dein Ziel? Was dein Weg?
Mein Ziel war es, herauszufinden was am christlichen Glauben dran ist. Meine Hoffnung, die ich damit verknüpft hatte, war es damit auch einen Sinn in meinem Leben zu finden. Und mein Weg führte mich halt in verschiedene christliche Gemeinden.
Du sagst, der Weg war frustrierend. Du sagst, du bleibst dran, weil du zielgerichtet bist, dich so entschieden hast, auf das Ziel schaust und eben weiterläufst, auch, wenn es frustrierend ist und nimmst dafür auch einiges in kauf.
Ja, dieser Weg nahm ja einige Jahre in Anspruch. Gedanken hatte ich mir ja auch vorher schon gemacht, so richtig intensiv wurde es dann über fast zehn Jahre, würde ich sagen.
Und irgendwann hatte ich dann halt das Ergebnis, dass an der Bibel nicht viel dran ist. Genauer ging ich zwar davon aus, dass unsere Welt keineswegs so ausschaut, wie sie uns erscheint, dass es also viele Dinge gibt, die uns Menschen verborgen sind - dass aber die Schreiber der Bibel auch nicht mehr darüber wussten als andere Leute auch. Es ist einfach nur eine weitere religiöse Schrift wie viele andere.
Daran war dann auch nicht mehr zu rütteln, und das habe ich dann eben für mich zur Kenntnis genommen. Das war sicher enttäuschend, aber trotzdem war ich damit für mich ein Stück weiter, weil ja auch das eine Erkenntnis war.
Ist dein Ziel jetzt anders? Und dein Weg?
Jetzt bin ich wohl wieder auf der Suche, denke ich... aber aus einer besseren Position heraus.
Veröffentlicht von: @lucan-7Mein Ziel war es, herauszufinden was am christlichen Glauben dran ist. Meine Hoffnung, die ich damit verknüpft hatte, war es damit auch einen Sinn in meinem Leben zu finden. Und mein Weg führte mich halt in verschiedene christliche Gemeinden.
Du sagst, der Weg war frustrierend. Du sagst, du bleibst dran, weil du zielgerichtet bist, dich so entschieden hast, auf das Ziel schaust und eben weiterläufst, auch, wenn es frustrierend ist und nimmst dafür auch einiges in kauf.
Ja, dieser Weg nahm ja einige Jahre in Anspruch. Gedanken hatte ich mir ja auch vorher schon gemacht, so richtig intensiv wurde es dann über fast zehn Jahre, würde ich sagen.
Und irgendwann hatte ich dann halt das Ergebnis, dass an der Bibel nicht viel dran ist. Genauer ging ich zwar davon aus, dass unsere Welt keineswegs so ausschaut, wie sie uns erscheint, dass es also viele Dinge gibt, die uns Menschen verborgen sind - dass aber die Schreiber der Bibel auch nicht mehr darüber wussten als andere Leute auch. Es ist einfach nur eine weitere religiöse Schrift wie viele andere.
Daran war dann auch nicht mehr zu rütteln, und das habe ich dann eben für mich zur Kenntnis genommen. Das war sicher enttäuschend, aber trotzdem war ich damit für mich ein Stück weiter, weil ja auch das eine Erkenntnis war.
Noch mal die Frage: Was war wirklich dein Ziel?
Du formulierst zum einen "herauszufinden, was am christlichen Glauben dran ist", zum anderen ob und wie viel "an der Bibel dran ist".
Darf ich schlussfolgern, dass es dir nie um Gott ging, nie darum, ob das stimmt, dass es ihn gibt und ob er dich bedingungslos liebt und angenommen hat und wie er spricht und wie er wirkt etc. pp.? - Ich will erklären, warum ich so frage. Ich habe einen anderen "Horizont" als du, ich kenne Gott, lebe mit ihm, als wäre es das natürlichste dieser Welt, er ist einfach Teil meines Lebens, ganz lebendig direkt in meinem Leben, wir reden, lachen, weinen zusammen. Und vor diesem Hintergrund lese ich dann deine Worte "herauszufinden, was am christlichen Glauben dran ist" und ob und wie viel "an der Bibel dran ist" als - entschuldige die Formulierung - tote Worte, Worte ohne Inhalt, ohne lebenden (!) Inhalt. (vielleicht hilft es, mich zu erklären, dass ich auch niemand bin zum Stadtbummeln und Galerien anschauen oder Architektur, weil das für mich eben auch tot ist, ich mag es eher, mich mit Menschen zu treffen, Menschen kennenzulernen - da ist Leben inner Bude 😉 )
Aus meiner Sicht war das im Grunde vorauszusehen (für mich und/oder viele Christen, die Gott eben lebend kennen), dass dein Weg so verläuft. Es ist natürlich schade. But: es ist, wie es ist.
Wonach suchst du jetzt? Was ist nun dein Ziel? Was suchst du, wenn es NICHT mehr das Ziel ist, "herauszufinden, was am christlichen Glauben dran ist" bzw. ob und wie viel "an der Bibel dran ist"?
Ach und - ich weiß, du kennst es, ich möchte dennoch dran erinnern, da auch mal eingehender drüber nachzudenken - Enttäuschung (du sagst, es "war sicher enttäuschend" <-- weißt du's nicht genau? oder soll das heißen, es war enttäuschend?) ist eine Befreiung von einer Täuschung - eben eine Ent-Täuschung. Du warst also vorher einer Täuschung aufgesessen. 😱 Und das dir!!! 😉 Im Ernst ... denk mal drüber nach, worin die Täuschung bestand ...
Was machst du mit der Erkenntnis?
Darf ich schlussfolgern, dass es dir nie um Gott ging, nie darum, ob das stimmt, dass es ihn gibt und ob er dich bedingungslos liebt und angenommen hat und wie er spricht und wie er wirkt etc. pp.?
Gott brauchte ich nicht zu suchen, gläubig war ich ja schon. Ich habe ja auch vorher schon oft gebetet. Ich wusste halt nicht viel über die Bibel und Jesus, und ich wollte wissen, ob und wie ich das mit Gott zusammenbekomme.
Aber nach meinen Erlebnissen spielte das keine Rolle mehr... denn mein Glaube an Gott kam ja ursprünglich von meinen Kindheitserfahrungen mit Bibel und Gottesdiensten.
Enttäuschung (du sagst, es "war sicher enttäuschend" <-- weißt du's nicht genau? oder soll das heißen, es war enttäuschend?) ist eine Befreiung von einer Täuschung - eben eine Ent-Täuschung.
Genau deswegen schrieb ich ja, dass ich jetzt in einer besseren Position bin.
Wonach suchst du jetzt? Was ist nun dein Ziel? Was suchst du, wenn es NICHT mehr das Ziel ist, "herauszufinden, was am christlichen Glauben dran ist" bzw. ob und wie viel "an der Bibel dran ist"?
Das, was von damals noch übrig geblieben ist: Einen Sinn im Leben.
Veröffentlicht von: @lucan-7Gott brauchte ich nicht zu suchen, gläubig war ich ja schon. Ich habe ja auch vorher schon oft gebetet. Ich wusste halt nicht viel über die Bibel und Jesus, und ich wollte wissen, ob und wie ich das mit Gott zusammenbekomme.
Aber nach meinen Erlebnissen spielte das keine Rolle mehr... denn mein Glaube an Gott kam ja ursprünglich von meinen Kindheitserfahrungen mit Bibel und Gottesdiensten.
In meinen Ohren klingt das nicht danach, dass du in Gott jemals ein Gegenüber gesehen hast bzw. siehst.
Ich fragte nämlich genau deshalb (ich wiederhole mal):
Darf ich schlussfolgern, dass es dir nie um Gott ging, nie darum, ob das stimmt, dass es ihn gibt und ob er dich bedingungslos liebt und angenommen hat und wie er spricht und wie er wirkt etc. pp.?
Meine eigene Schlussfolgerung aus deinen Worten: Weder als Kind noch als Erwachsener hast du Gott als Gegenüber, vielleicht ist es dir nie vermittelt worden. Das ist äußerst schade. Deshalb sag ich es gern immer wieder so einfach und deutlich wie möglich: Gott ist kein fernes Konstrukt in/aus irgendeinem Buch, kein "Geschichts-Gott", kein "Gott aus alten Zeiten" (die längst vorbei sind, also nicht mehr wahr). Es ist wahr: Er lebt, er IST vom Tode wieder auferstanden und hat ihn somit besiegt.
Gott IST ein Gegenüber. Er IST erlebbar. In der YouVersion-BibelApp im Leseplan, fand ich Folgendes - da dachte ich gleich an dich:
Hebräer 11,6:
"Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist." (Elberfelder)
Vielleicht in einer anderen Übersetzung:
"Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt." (Luther)
oder
"Es ist aber unmöglich, dass Gott an jemand Gefallen hat, der ihm nicht vertraut. Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen." (Gute Nachricht)
Und was ich von dir hier wahrnehme (muss ja nicht stimmen, ist nur meine Wahrnehmung), ist, dass du nicht glaubst, dass er ist. Also - ich sag's mal im Jargon -: kannste suchen, bis'de schwarz wirst.
Als ich Gott damals anrief und er antwortete, war mir seit dem Moment klar: DAS war immer und ist der Sinn meines (!) Lebens: Gott kennen. Weil die Frage nach dem Sinn des Lebens in mir mit einem Mal ausgelöscht war. Ich hatte ihn gefunden. Er ist der Sinn meines Lebens.
Er liebt auch dich. - Sei gesegnet!
In meinen Ohren klingt das nicht danach, dass du in Gott jemals ein Gegenüber gesehen hast bzw. siehst.
Mir ist klar, dass diese Konstellation - erst glaube ich an Gott, dann lese ich die Bibel und suche Jesus - ein wenig ungewöhnlich ist.
Ich will da jetzt auch nicht zu weit ausholen, deshalb nur mal kurz zur Einordnung wie so etwas kommt:
Meine Mutter war selbst nie sonderlich gläubig, aber sie hat als Kind die Kirche selbst sehr positiv erlebt, so dass sie wert darauf legte, dass ich dort hinging und etwas lernte (sie selbst hat mir allerdings nie viel über den Glauben erzählt). Ausserdem hat sie mir eine große Kinderbibel gegeben, welche allerdings hauptsächlich vom AT handelte und Jesus nur kurz und unverständlich beschreibt.
Das war letztlich die Basis für meine Annahme, dass Gott existierte. Und das auch nicht irgendwo in der Ferne, sondern direkt bei mir. Da war einfach etwas sehr persönliches direkt in meiner Nähe, da war ich mir sicher.
Nur... einordnen konnte ich es nicht so recht. Aus dem AT ging für mich recht klar hervor, dass Gott nur wenige auserwählte Menschen gut behandelte, während es anderen Leuten oft sehr schlecht ging.
Ausserdem war Gott inkonsequent. Er schickte einen Engel zur Rettung, als Abraham seinen Sohn opfern wollte... aber Jephtas Tochter, die ja aus Versehen zum Opfer auserkoren wird, wird nicht verschont und Gott nimmt das Menschenopfer an (zumindest wird nichts Gegenteiliges gesagt).
Und auch als Kind fiel mir natürlich auf, dass es keinen Unterschied machte, ob man nun betete oder nicht - man wurde krank oder gesund, Unfälle passierten oder auch nicht, Kriege und Ungerechtigkeit gab es überall.
So glaubte ich nun also an Gott, und auch dass er da war... aber was er von mir wollte (falls er überhaupt etwas wollte), das wusste ich nicht. Manchmal betete ich zu ihm, manchmal nicht... einen großen Unterschied schien es nicht zu machen.
Bei meiner Konfirmationen hoffte ich, etwas mehr über den christlichen Glauben zu erfahren... aber die Pastorin war völlig weltfremd und konnte uns Jugendlichen nichts vermitteln.
Später dann , als mein Onkel mir von Paulus erzählte (Er befasste sich auch viel mit der Bibel, und war so etwas wie ein gläubiger Zweifler...) wollte ich es dann nochmal genau wissen, und das führte dann zu der erwähnten jahrelangen Suche.
Die Antwort, was Gott denn nun eigentlich wollte und ob das alles überhaupt irgendeinen Sinn machte bekam ich bekanntermaßen immer noch nicht... und damit relativierte sich dann alles, einschliesslich meiner Gebete und meines Glaubens...
Er liebt auch dich. - Sei gesegnet!
Nun... danke sehr, sage ich da mal 😉
Wie ich schon sagte, "glauben, dass er ist". - Ich danke auch dir.
Veröffentlicht von: @sternDer "neue Mensch", also wiedergeboren in Jesus, kennt diese Gelüste zwar auch noch (ist ja immer noch ein Mensch) - aber sie haben keine Priorität mehr für ihn, weil jetzt der "Geist" das Ruder übernimmt.
Was heisst denn für dich, dass der Geist jetzt das Ruder übernimmt?
Ich bin zwar nicht Lucan, aber das ist ja auch mein Gedanke (und meine Erfahrung - wobei ich da nicht weiß, ob das nicht auch am Älter- und damit Reiferwerden) liegt - die Prioritäten verschieben sich.
Heisst das dann, du siehst eine schöne Frau (ich nehme mal das Beispiel von weiter oben aus dem Thread) und kannst dich mit deinem Begehren zurückhalten, weil du weisst, dass das nicht gut tut?
Kann sich ein nicht-geistlich-gesinnter Mensch auf jede schöne Frau (oder jeden schönen Mann) stürzen?
Oder muss nicht auch er lernen, dass nicht alles grad auf ihn wartet?
Heisst das einfach, dass man sich selbst zähmen kann, indem man erkennt was einem gut tut und dann fortan danach lebt?
Das würde ich als Reife bezeichnen.
Und wenn ja, ist das realistisch?
Ist Dein Ideal des 'geistlich-gesinnten' Menschen realistischer?
Kann sich ein nicht-geistlich-gesinnter Mensch auf jede schöne Frau (oder jeden schönen Mann) stürzen?
Findest du nicht, dass es einen Unterschied macht, ob es nur keine Gelegenheit dazu gibt oder auch keinen Willen dazu?
Das würde ich als Reife bezeichnen.
Stimmt. Und die kommt halt, wann sie kommt, die Reife…
Ist Dein Ideal des 'geistlich-gesinnten' Menschen realistischer?
Hm. Ich hab es schon bei Lucan probiert in Worte zu packen: das ist nichts, was ich selbst erreichen muss. Das wird mir doch geschenkt. Oder nicht?
@luxlucetintenebris : Er ist sicherlich gegen die weitverbreitete Irrlehre in manch Christenkreisen. Menschen könnten nichts für ihre Errettung vom Bösen, Erlösung aus allfälliger Sündenknenchtschaft tun.
Eeehm.... nein. So plakativ geschrieben wirkt es falsch. Denn Paulus predigte das Kreuz Christi, das kein Mensch anstelle von Jesus Christus bewerkstelligen kann. Er kann es nur im Glauben annehmen als geschenkte Gnade zur Errettung. Das ist keine Irrlehre. Irrlehre entsteht da, wo gelehrt wird, dass es nicht nötig sei, das neue Leben zu fördern, sondern man im Alten weiterdümpeln könnte. Es wäre ja alles paletti.
Das Neue Leben eines frischgebackenen Christen sollte durchsetzen durch die Einwirkung des Heiligen Geistes, der seine Frucht im Christen entwickeln will... > die Änderung des Charakters um jesusähnlicher zu werden (Charakter = eine Sammlung von Gewohnheiten). Unter der Führung des Heiligen Geistes kann man nicht sündigend bleiben, wenn man auf Ihn hört.
@luxlucetintenebris: Wieso Paulus Untugenden, oder auch unrein machende Gedanken wie Jesus ja Neid, Eifersucht etc. nennt, als fleischlicher Gesinnung bezeichnet, verstehe ich nicht wirklich.
Es ist eine alte Ausdrucksform für die Gewohnheiten der alten Natur, die noch geprägt sind vom selbstsüchtigen Ego (Ich, Meiner, Mich, Mir - wir haben noch das Sagen). Gal 5,19 listet diese Prägungen, die du dazu zitiert hast. Diese sollen der Frucht des Geistes weichen. Gal 5, 22.23.
Im Brief an die Philipper mahnt Paulus an, sich dazu zu stellen, was Gottes Geist in einem positiv verändern will und die Herrschaft Jesu in Christen zum Vorschein bringen will.
Phil 2, 10 Denn vor dem Namen Jesus wird einmal jedes Knie gebeugt; / von allen, ob sie im Himmel sind, auf der Erde oder unter ihr.
11 Und jeder Mund wird anerkennen: / „Jesus Christus ist der Herr!“ / So wird Gott, der Vater, geehrt.12 Weil das so ist, meine Lieben – ihr wart ‹Christus› ja immer gehorsam, nicht nur als ich bei euch war, sondern gerade auch in meiner Abwesenheit – vollendet euer eigenes Heil mit Ehrfurcht und Gewissenhaftigkeit!
13 Denn Gott bewirkt den Wunsch in euch, ihm zu gehorchen, und gibt euch auch die Kraft, zu tun, was ihm gefällt.
14 Tut das alles ohne Murren und Bedenken,
15 damit euch niemand Vorwürfe machen kann. Als untadelige Kinder Gottes sollt ihr wie Himmelslichter mitten unter den verdrehten und verdorbenen Menschen dieser Welt leuchten
16 und so die Botschaft des Lebens anschaulich machen. Dann kann ich an dem Tag, an dem Christus wiederkommt, stolz auf euch sein, weil ich das Rennen nicht verloren habe und meine Arbeit nicht vergeblich war.
So plakativ geschrieben wirkt es falsch. Denn Paulus predigte das Kreuz Christi, das kein Mensch anstelle von Jesus Christus bewerkstelligen kann. Er kann es nur im Glauben annehmen als geschenkte Gnade zur Errettung.
Das ist luxes eigentlicher Shtik, dieses Thema hat er ja schon mehrfach durchgekaut, immer wieder mit einem anderen Aufhänger.
..und immer wieder eine gute Gelegenheit, auf das Kreuz und die Folgereaktion hinzuweisen. Ein von neuem geborener Mensch auf Grundlage des Kreuzes gibt seinen Lebenschrei kund. Fehlt er, ist es bedenklich.
Ein lebendiger Christ wachst, ja da stimme ich dir zu.
Aber Gott gab den Israeliten das Gesetz erst nach der Erlösung und nachdem er einen Bund mit ihnen geschlossen hat.
Ein gerechtes Leben ist eine Folge der Erlösung und nicht umgekehrt.
Also, ich hoffe ja, dass ich heil herauskomme aus diesem Thread. Denn ich bin in manchen Sachen gegen "paulinischen Eifer".
Er hat mit seiner Angleichung an die Griechen (manche nennen es Hellenisierung) vieles verintellektualisiert (gibt es dieses Wort?), wo ich bei Jesus mehr ❤️ vorfinde.
Aber ich achte ihn und finde beispielhaft, dass er seinen Unterhalt selbst verdiente (und nicht mit Spenden-Rundbriefen aufwartete).
Letztendlich hat er das Christentum theologisch untermauert und damit gegründet.
PS: Lasst mich leben.
Veröffentlicht von: @marthaLetztendlich hat er das Christentum theologisch untermauert und damit gegründet.
Und halt in der (damals bekannten) Welt verbreitet.
Ich persönlich mag sein 'den Juden ein Jude, den Heiden ein Heide' gern - sagt es mir doch, dass es nicht darum geht, sich von seiner Umwelt so weit wie möglich abzusondern.
PS: Lasst mich leben.
Was spräche dagegen?
Ich vermute von ihm stammt auch die Aussage wir wären nicht mehr Juden und Griechen sondern nur noch eins in Christus.
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„Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.“
Gal.3, 28
@jigal Ja, Jesus sagte ja auch,wer den Willen meines Vaters im Himmel tut ist mir Bruder, Schwester. Also egal ob Christ, Andersgläubiger, etc. Und auch Petrus stellte fest, dass es bei Gott kein Ansehen der Person gibt, sondern das alle die Recht tun ihm angenehm sind.
bei 8 Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; 9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen 10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. 11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.
12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. 15 Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. 17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
@martha Als Integrationsbeauftragte habe ich viel Kontakt mit Frauen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Ich wirke auch in Projektgruppen zur Förderung des Interreligiösen Dialogs mit.(mit Vertretern diverser Religionen, wie Islam, Buddhismus, Hinduismus, liberales Judentum.
Da verbindet uns die gegenseitige Wertschätzung und damit verbunden die GOLDENE REGEL des Weltethos. Was Du nicht willst das man Dir tu füg auch keinem andern zu.
Paulus Anleitungen zum wahren Menschsein, Ablegen aller Bosheit ist ja wohl nicht Religionsgebunden, im Gegenteil, habe ich festgestellt. So sehe ich auch Johannes Worte: 1 Joh 4,16.Gott ist Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott in ihm-
Guten Morgen. 🙂
Als Integrationsbeauftragte habe ich viel Kontakt mit Frauen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit. Ich wirke auch in Projektgruppen zur Förderung des Interreligiösen Dialogs mit.
Das klingt gut und spannend.
Da verbindet uns die gegenseitige Wertschätzung und damit verbunden die GOLDENE REGEL des Weltethos. Was Du nicht willst das man Dir tu füg auch keinem andern zu.
Interessant. An der Goldenen Regel bin ich hängengeblieben und habe mal beim Kantschen Imperativ gegoogelt.
Demnach grenzt sich die Goldene Regel von ihm ab, da sie auf subjektiven Wünschen beruht, während Kant nach der objektiven Allgemeingültigkeit fragt.
Also: jede bleibt erst mal ganz bei sich und öffnet sich für die Gruppe, ehe alle beginnen, die Welt zu retten?
Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.
Da gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Kant und der Bibel. Bei Jesus musst du von dir aus so handeln (subjektiv) wie du behandelt werden willst. Da geht es nicht gleich um die ganze Welt…sondern um Dein Verhalten deinem Nächsten gegenüber. Das ist viel praktikabler. Und es zieht viel mehr darauf ab, nicht nur etwas von anderen Leuten einzufordern (nur weil es richtig ist), was man selbst vielleicht auch gar nicht so drauf hat. Erst selber machen, dann…
Und für mich heißt das auch, dass es sowas wie eine allgemein gültige Wahrheit in jedem von uns gibt, denn schliesslich traut Jesus uns das zu, dass wir von unseren Wünschen auch auf den anderen schliessen können, und dass das dann auch passt.
für mich heißt das auch, dass es sowas wie eine allgemein gültige Wahrheit in jedem von uns gibt, denn schliesslich traut Jesus uns das zu, dass wir von unseren Wünschen auch auf den anderen schliessen können, und dass das dann auch passt.
Im Sinne von "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben?"
Im Sinne von "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben?"
Eigentlich meinte ich es anders: jeder von uns Menschen scheint trotz aller Unterschiedlichkeiten einen Kern zu haben, der gleich ist und der durch jeden erreicht werden kann. Was ich mir für mich wünsche zählt auch für dich, egal was uns sonst trennt, wie wir denken oder leben. Ich will Liebe, du willst Liebe. Was ich für mich will, muss ich bereit sein dir zu geben. Ich kann dir nichts vorenthalten, was ich für mich selbst will.
Dass Jesus dabei unser aller Kern sein könnte…das ist möglich und schlüssig.
jeder von uns Menschen scheint trotz aller Unterschiedlichkeiten einen Kern zu haben, der gleich ist und der durch jeden erreicht werden kann.
[...]
Dass Jesus dabei unser aller Kern sein könnte…das ist möglich und schlüssig.
Damit bist du für mein Verständnis auf einem mystischen Pfad unterwegs.
Es scheint der einzige zu sein, auf dem man sich nahe kommen kann, ohne einander auszugrenzen.
Aber ob er vom Apostel Paulus so gewollt ist? (Um ihn geht es ja in diesem Thread.)
Aber ob er vom Apostel Paulus so gewollt ist? (Um ihn geht es ja in diesem Thread.)
Ja, aber was will er denn, was Jesus nicht will bzw. umgekehrt? Der Spruch der goldenen Regel ist ja Jesus zuzuschreiben und da hat Paulus doch nichts dagegen 🤔…
Ja, aber was will er denn, was Jesus nicht will bzw. umgekehrt? Der Spruch der goldenen Regel ist ja Jesus zuzuschreiben und da hat Paulus doch nichts dagegen 🤔…
Diese Goldene Regel tut ja auch niemandem weh.
Aber Paulus ging es ja um viel mehr. Er hat eine theolog. Lehre entwickelt.
Ich zitiere mal aus Google-KI (die Theologen hier mögen mir verzeihen und sich bestenfalls ihrerseits dazu äußern):
- Auszüge -
Zentralität des Kreuzes und der Auferstehung:
Paulus fokussierte sich nicht primär auf das ethische Lehrleben Jesu, sondern auf dessen Tod und Auferstehung als kosmische Wende. Die Auferstehung ist der Garant für das ewige Leben und bezeugt Jesus als Christus.
"In Christus" – Eine neue Existenz:
Das Ziel des paulinischen Glaubens ist nicht bloße Regeltreue, sondern eine mystische Teilhabe an Christus ("in Christo"). Dies bedeutet eine ontologische Transformation, eine Neuschöpfung, die den Gläubigen aus dem Machtbereich der Sünde ("Adam") in den Herrschaftsbereich Christi versetzt.
[Google-KI verweist auf 8 Quellen: NewSpring.cc, University of Nottingham, Wikipedia, katholisch.de (youtube), www.whyislam.org, the Holy See, Integrity Seminary, Reddit, BYU Religious Study Center]
Paulus fokussierte sich nicht primär auf das ethische Lehrleben Jesu, sondern auf dessen Tod und Auferstehung als kosmische Wende
Ok, jetzt verstehe ich was du meinst.
Das ist ein Geheimnis, das wir vielleicht nach und nach ergründen können/dürfen.
Veröffentlicht von: @marthafür mich heißt das auch, dass es sowas wie eine allgemein gültige Wahrheit in jedem von uns gibt, denn schliesslich traut Jesus uns das zu, dass wir von unseren Wünschen auch auf den anderen schliessen können, und dass das dann auch passt.
Im Sinne von "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben?"
Es geht bei der Goldenen Regel des Weltethos darum,z.B. des Christentums Mitmenschen mit derselben Wertschätzung entgegenzutreten, wie man es sich von ihnen ja wünscht. Und eigentlich war das Christentum einst -seit Jesus gelehrten und vorgelebten Lehren hierfür - Religion der gelebten, aufrichtigen Liebe.
Röm 13,10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.
Du hast den Thread aber auf Paulus bezogen. Und dessen Werk sollte dann schon in Gänze betrachtet werden.
Siehe dazu meine Unterhaltung mit Stern 🌟.
Veröffentlicht von: @sternBei Jesus musst du von dir aus so handeln (subjektiv) wie du behandelt werden willst.
Du würdest leichter leben (und glauben), wenn Du nicht ständig meinen würdest, dass Du tun musst.
Im Idealfall bekommst Du auch Kraft für die Dinge, die Du als richtig erkennst.
... denn schliesslich traut Jesus uns das zu, dass wir von unseren Wünschen auch auf den anderen schliessen können, und dass das dann auch passt.
Er traut (oder mutet) Dir doch nicht zu, das allein zu schaffen.
Du würdest leichter leben (und glauben), wenn Du nicht ständig meinen würdest, dass Du tun musst.
Ja, mir war beim Schreiben schon klar, dass das so rüberkommt…
Was ich meinte ist, dass Jesus das uns als Richtlinie an die Hand gibt.
Er traut (oder mutet) Dir doch nicht zu, das allein zu schaffen.
Das denke ich auch nicht.
Ich sagte vor ein paar Tagen in einem anderen Thread, dass ich nicht glaube, dass man das alles leben kann ohne nicht bereits von ihm verändert worden zu sein.
@martha Es geht um die Goldene Regel des Weltethos, die Hans Küng aus allen Religionen zusammengetragen hat. Es geht um den interreligiösen gegenseitig wertschätzenden Umgang aller Menschen.
Mt 7,12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.
Sehe ich ganz anders. Mag sein das Pauklus hier und da deutlicher wurde....oder klarer. Also, ich schätze ihn sehr. Klar das manch einer mit manch seinem Glaubensverständnis nicht klar kam. Die stärken von Paulus sind sein Gesetzverständnis (als Ex Pharisäer und Christenverfolger) und die Liebe und Gnade Jesu die er erfuhr und weitergibz. Das finde ich hochinteressant.
@meriadoc Ja, die Veränderung vom einstigen Christenverfolger zum Apostel Paulus, der immens viel Engagement zeigte um Menschen für das Reich Gottes zu gewinnen wo alle Bosheit abgelegt wurde, damit ein künftig wertschätzendes Miteinander möglich ist.
Darum macht auch er, wie Jesus zuvor und auch Johannes den Weg zu inniger Gottverbundenheit von nurmehr gelebter Liebe abhängig, Und das vor mittlerweile 2000 Jahren.
Römer 13.8 Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
9 Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«
10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.