nicht nur in der kirche zu gott finden
versteht mich nicht falsch aber ich persönlich bin zum beispiel an ruhigen orten so wie auf einem berg mehr mit gott verbunden
@katharina00 TECHNISCHE FRAGE:
Wolltest du auf etwas Bestimmtes antworten?
@neubaugoere nein ich wollte das nur teilen mit anderen
Ja, Gott 'wohnt' nicht nur in Kirchen.
Ja, Gott 'wohnt' nicht nur in Kirchen.
Nee, Gott wohnt nicht nur in Kirchen, aber immerhin hat er da seine "Sprechstunden".
Ich hatte mal (anlässlich eines besonderen Gottesdienstes) an die Gemeindetür ein Schild gehängt, ähnlich einer Arztpraxis:
___________________________
Dr. GOTT
Sprechstunden:
nur Sonntags
zwischen 10 und 12 Uhr
___________________________
Der Gemeindepfarrer fand es so gut, dass es noch wochenlang dort hängen blieb.
Und wenn wir davon ausgehen, dass Gott überall zu finden ist (vielleicht sogar ganz besonders in der Natur),
dann müssen wir ihn nicht in der Enge geschlossener Räume suchen (obwohl er auch da wohl kein Hausverbot hat).
Kirchen waren (wie Tempel anderer Glaubensgemeinschaften und Religionen) schon immer als besondere Orte der geschützten und besonders intimen Anbetung gedacht und dementsprechend "heilige Orte".
Und es ist den Erbauern von Kirchen positiv anzumerken, dass sie sich Mühe machten, hier besonders schöne, weihevolle Orte zu schaffen, wo sich die Gläubigen gerne versammeln. Und wobei sie es mit der Hoffnung verbanden, dass sich auch Gott in einem solch schönen, kunstvoll ausgeschmückten Haus wohlfühlen würde.
Und so sind Kirchen - konsequent weitergedacht - eine Einladung an Gott wie auch an uns, hier zur Begegnung zusammen zu kommen, aber sie sind keine Verpflichtung. Weder für Gott noch für uns - Treffpunkte sind überall möglich!
Ich wünsche dir viele schönen, bereichernde und belebende Treffen mit Gott - wo auch immer!
LiGrü
Dschordsch
🙂 Ich sinniere gerade, während ich deine Worte lesen ...
Ist es dann nicht vermessen von den (Er-)Bauern, Gott in ein Gebäude "einzusperren", wenn sie so wunderschöne heilige Orte kreieren? - weil sie Menschen ja dann eben auf die Idee kommen, mei, das is so ein heiliger Ort, hier muss Gott sein (und nirgendwo anders)? Ist das das Übel? 😉
@neubaugoere
übel wohl nicht unbedingt, aber vielleicht war das ein Grund, weshalb viele Städte (auch Bischöfe) darum wetteiferten, die schönste Kirche mit dem höchsten Turm zu bauen.
Also das Bestreben, Gott immer schönere Plätze zu bieten, um ihn und seine Gunst möglichst nahe an der eigenen Residenz zu haben.
Ich will solche Überlegungen zumindest nicht ausschließen...
Veröffentlicht von: @bepe0905@neubaugoere
übel wohl nicht unbedingt, aber vielleicht war das ein Grund, weshalb viele Städte (auch Bischöfe) darum wetteiferten, die schönste Kirche mit dem höchsten Turm zu bauen.
Das ist wohl ein Männerding ...
Ja, die Wirkung war wirklich cool.
Es war nicht meine eigene Gemeinde, aber eine, in der ich häufiger Vertretungsgottesdienste halten durfte.
Zu Anfang des Gottesdienstes waren einige Gemeindeglieder etwas verunsichert und fragten mich danach, aber ich "vertröstete" sie auf die Predigt.
Die war dann auch recht locker, aber klar und hatte den Leuten gefallen.
Nach dem Gottesdienst vergaß ich allerdings, das Schild wieder abzunehmen. Da die Gemeinderäume aber auch von zwei weiteren Gemeinden genutzt wurden, rief in der Woche danach im Gemeindebüro an, wo statt der Gemeindesekretärin der Pfarrer ans Telefon ging.
Und er fand es gut, denn da hatten ihn schon einige Leute (die nicht im Gottesdienst waren) direkt darauf angesprochen. Und er meinte sinngemäß "So komme ich wenigstens auch mit solchen Leuten ins Gespräch, die es normalerweise nicht suchen".
Hi, ich knüpfe bei Chai an: Gott wohnt in deinem Herzen, näher geht nicht, verbundener durch das Kreuz Christi geht nicht verbundener.
Aber...ich kann sehr gut nachvollziehen, dass der Umgebungslärm, die Unruhe anderer Menschen um dich, viele Impulse das Gefühl der Gegenwart stark beeinflussen.
Du erwähnst Ruhe in deinem Eingangspost. Schaffe dir Ruheorte.... so kann jemand z.B. nach innen ins Herz fühlen zu Gott hin und damit den Aussenlärm ein wenig ausblenden. Dafür gibt es auch einen Hilfsbegriff: sich Minutenpausen anzugewöhnen:
Du hast eine Arbeit fertiggestellt und konzentrierst dich 1 Minute innerlich auf deinen Schluck Kaffee und Gott (danke, dass die Aufgabe gut erledigt ist) oder falls du aus dem Fenster schauen kannst an deinem Arbeitsplatz, betrachte das wechselnde Lichtspiel der vorbeiziehenden Wolken, ein Bildschirmschoner kann auch eine Kurzpause bieten.... usw.....
Ich kann sogar Nebel etwas abgewinnen: die neblige Welt sieht klein aus, aber Gott ist trotzdem da und alle Menschen, Straßen und Bauwerke werden sichtbar, wenn man sich ihnen nähert.
Finde ich gut.
Wenn es dich glücklich macht. Aber was ist mit "weitergeben"? Redest du mit Menschen über Gott?
@meriadoc ja ich versuche sehr viel zu reden mit menschen über gott aber das große problem ist nur das ich sehr häufig belechelt oder abgewiesen werde.die leute distanzieren sich teilweise dann auch komplett und machen sich lächerlich und lästern noch mehr über Gott und das tut im Herzen sehr weh das zu hören!
Hey,
ich bin seit zig Jahren in einer freien Gemeinde und bringe mich hier und da ein. Aber dort seit zig Jahren leider auch keine tiefgehende Freundschaft gefunden. Ich mag viele Menschen dort sehr gerne. Aber es ist leider nur eine innerhalb-gemeindliche Bezziehung ohne feste Tiefe. LEIDER!
Ich hatte mal eine Freundschaft und die war nie tief. Er wurde immer öfter ausfälliger und langweiliger und dann am Ende arrogant und gleichgültig. Irgendwann brach ich das ab. Für ihn war ich nur noch das "Kameradenschwein". Sonntags geht er in die Gemeinde und hob die Hände und woanders ist er das Ar...h.
Andere langjährige Freunde sind in Verschwörungen und Desinformationen und AfD Freundlichkeit gwandelt. Hab das lange mitgemacht und jetzt flaut es ab.
Trotzdem gehe ich in die Gemeinde. Nicht wegen der Menschen, sondern weil ich was erwarte...von Jesus...von Gott. Alles andere ist mir schnuppe. Ich mähe den Rasen, helfe hier und da und akzeptierte es dort keine tiefe Freundschaft zu finden. Aber ich gehe gerne in die Gemeinde. Komisch oder??
Ich habe in einem Biergarten eine sehr nette Frau kennengelernt. Sie war mal vor langer Zeit in einer Gemeinde und wurde bitter enttäuscht. Mit ihr habe ich eine sehr gute und enge Freundschaft. Leider hat sie jetzt trotz OP starke Rückenschmerzen und amn sieht sich weniger. Ich bin wütend darauf. Sie fehlt mir. Museen, Konzerte, Kino, Wandern. Schwierig im Moment.
Ich versteh dich.
M.
"Ich hatte mal eine Freundschaft und die war nie tief."
Das ist bedauerlich, aber leider nicht so ganz selten. Vielleicht waren früher - bis zum 2. WK - die Beziehungen der Menschen zueinander näher und offener. Ich habe den Eindruck, dass zunehmend wenig Verbundenheit erlebt wird. Insofern ist das, was Du erlebst nichts, wo Du einen Fehler gemacht hast.
Wenn man fragt, woran das liegt: Zumindest auch, weil schon einzelne Familien sehr auseinander driften und es nichts zu geben scheint, was die Lücken füllen könnte.
Die Anlehnung an eine Gemeinde kann manchmal da schon eine Hilfe sein, wenn die Menschen da sehr miteinander verbunden sind, aber nicht vereinnahmend.
Vielleicht noch geeigneter wäre ein Verein oder sonstige Zusammenschlüsse, bei denen es nicht um schwierige Glaubensfragen (religiös, politisch oder sonstwie) geht, sondern um irgendwelche gemeinsame Projekte. In einem solchen Rahmen kann man ohne Angst vor eingenommen oder manipuliert zu werden, langsam und behutsam mit den anderen warm werden.
Aber dort seit zig Jahren leider auch keine tiefgehende Freundschaft gefunden. Ich mag viele Menschen dort sehr gerne. Aber es ist leider nur eine innerhalb-gemeindliche Bezziehung ohne feste Tiefe. LEIDER!
Ich bin gerade froh und dankbar und traurig zugleich.
Froh und dankbar, dass du in deiner Gemeinde viele Menschen gerne magst.
Traurig, dass du da bisher keine tiefere tragfähige Freundschaft finden konntest.
Hast du mal versucht, etwas genauer zu schauen, ob da nicht doch Leute sind, wo du dich mit Gefühlen und Zeit etwas investieren magst, dass da eventuell doch mal mehr als nur unverbindliche Bekanntschaft entstehen kann?
Und hast du Gott immer wieder dein Bedürfnis nach guter Freundschaft gebracht? (bei mir selbst hat es viele viele Jahre gedauert, bis ich wirklich andere als „meine Freundinnen“ bezeichnen konnte. Und hoffentlich selbst auch Freundin bin. Was sehr viel mit meiner Prägung und meiner Geschichte zu tun hat. Mein Herz musste ziemlich „beschnitten“ werden, damit neues wachsen kann und ich dauerhaft in gute Wege komme.)
Ich wünsche dir, dass du dort in deiner Gemeinde doch noch bei vielleicht einem neuem Schauen und dann auch Öffnen auf mindestens ein oder zwei Menschen triffst, die dir das Gefühl geben, dass sie dich grundsätzlich mögen und annehmen und du dich in diesen Begegnungen öffnen kannst.
Dass du Anerkennung und Wertschätzung erfährst, weil du du bist.
Ich denke, dass das mit engeren Freundschaften für Männer manchmal noch etwas schwerer sein kann als für Frauen.
Obwohl es auch für Frauen schwer sein kann, wenn man nicht so dem allgemeinen Bild von Weiblichkeit entsprechen mag oder sonst irgendwie stärker aus der Rolle fällt.
Ich bin jetzt tatsächlich schon seit einigem über 10 Jahren in meiner jetzigen Gemeinde mit viel Unverbindlichkeit meinerseits. Wider Erhoffen und Erwarten hab ich da inzwischen auch wirklich ein paar gute Freundinnen gefunden. Insgesamt ist es Familie. Unter dem Vorzeichen, von Gott geliebt zu sein und nicht durch Zufall dazuzugehören sondern mit Bedacht zusammen gestellt zu sein um mit seiner Hilfe zusammen ihm zu dienen. Und wie es meist in einer Familie so ist, versteht man sich mit manchen besser als mit anderen. Aber manchmal stellt man nach längerer Zeit auch fest, dass man die etwas anstrengende Cousine doch sehr lieb hat, weil man erst über die Jahre entdeckt hat, welche tollen Eigenschaften die hat und was die alles kann oder dass die immer bereit war zu helfen und man hat das gar nicht zuerst so wahrgenommen, weil man hauptsächlich das Störende oder Anstrengende sah.
Ich hatte lange Zeit gedacht, ich sei nicht „Gemeinde kompatibel“. Und dass meine Geschichte/meine Eigenarten mich davon abhalten würden, länger in einer Gemeinde zu bleiben (zu können).
Tja, Gott schickte mir dann eine gläubige Kollegin aus meiner jetzigen Gemeinde und sie hörte nicht auf zu erzählen.😅 Von Gemeindeleben und Aktivitäten.
Bin meinem himmlischen Vater immer noch dankbar, dass Er sie da gebraucht hatte. Für ihre beständige freundliche Hartnäckigkeit und ihr mitfühlendes Herz und ihre grundsätzliche Bereitschaft zu helfen. Wobei ich anfangs nur die Hartnäckigkeit mitbekommen habe. Und dass ihr die Gemeinschaft dort wichtig ist. Ein Zuhause.
Irgendwann hab ich mich dann auf eine Art „Projektchor“ eingelassen. Obwohl ich mich nicht für eine gute Sängerin hielt. 😅 Aber ich singe sehr gerne. Und durfte da lernen, dass ich zum einen gar nicht so „schief“ singe, wie ich das von mir selbst immer fürchtete und dass man auch mal etwas „unsauber“ singen darf, ohne dass es einem vorgehalten wird. Dort herrschte eine Wertschätzung des Anderen. Und das hatte mir geholfen, mich dort sicher zu fühlen. Und das war wohl mein Hauptthema, die Sicherheit „sein“ zu dürfen. Weil ich gar nicht wusste, dass ich nur wenig so war, wie ich eigentlich bin. Weil ich zwischen Anpassung und Rebellion wechselte. Mehr Anpassung, eben für die Sicherheit, aber Rebellion ganz früher und später dann eher Rückzug wenn ich mich wieder mal zu sehr kontrolliert hatte und erschöpft war oder weil ich keine Konflikte aushalten/austragen konnte/wollte.
Seitdem ist mein Platz für mich dort. Auch, wenn ich mich zwischendurch mal „enthalten“ habe.
Ich weiß auch, dass ich diese engere Bindung auch an einzelne Personen knüpfe. Wobei da teils „neue“ dazugekommen und „alte“ weggegangen sind.
Aus unterschiedlichen Gründen.
Vieles von dem, was ich in Sachen persönlicher Heilung und Fortschritten in Sachen Freiheit und Ehrlichkeit gegenüber mir selbst erfahren habe, verdanke ich auch meiner Gemeinde.
Das klingt jetzt so, als ob der geistliche Aspekt für mich da wegfallen würde. Aber das stimmt so nicht. Die Lehre, was SchwieMu „unters Wort“ kommen nannte, ist wichtig und war das, was mich in die erste Gemeinde, wo ich länger war, geführt hat. Ein geistlicher Hunger. Wie ein trockener Schwamm, der aufsaugt.
Noch wichtiger finde ich inzwischen für mich, dass Gemeinde auch ein Ort ist oder wird, wo mein Glaube nicht nur in meinem Kopf bleibt, reine Worte(ich mag Worte gerne!), er stattdessen auch praktisch sicht- und erfahrbar und einübbar wird. Dass mein Herz begreift und meinen Alltag immer mehr prägen kann. Lebendiges Wort.
Das kann in einzelnen Begegnungen mit Geschwistern sein und ist auch so, aber es ersetzt mMn nicht unbedingt eine Ortsgemeinde.
Da zeigt sich allerdings ein Problem, das auch ich manchmal mit anderen Menschen (insbesondere Christen) habe.
Grundsätzlich muss man wissen, dass es heutzutage den meisten Menschen schwer fällt, über persönlich wichtige Dinge zu reden, besonders in Weltanschauungs- und Glaubensfragen. Weil dies eben ein sehr persönlicher Bereich ist - und gleichzeitig ein unsicherer, bei dem seelische Verletzungen vorkommen können.
Wenn ich über meinen Glauben rede, über meine Ehe, über mögliche eigene Krankheiten, über mein berufliches Umfeld, über persönliche "Pleiten, Pech und Pannen", also über eigenes Scheitern - immer gebe ich Geheimnisse preis, die u.U. an andere Leute weitererzählt und ggf. auch gegen mich verwendet werden können. Also hält man sich eher bedeckt.
Ein weiterer Grund kann auch gegenseitige Rücksichtnahme sein. Wenn ich nämlich meinen Glauben und meine Überzeugung offensiv verkünde, dann kann es auch sein, dass ich damit meinen Gesprächspartner verletze (oder dass er sich angegriffen fühlt), wenn er anderer Überzeugung ist. Also ein weiterer Grund zur Zurückhaltung.
Und noch ein Punkt könnte die (scheinbar) geforderte Verbindlichkeit sein. Manche Leute (darunter auch Zeugen Jehovas), zeigen Ihre Haltung in einer Form, dass man den Eindruck hat, man müsse sich auch ganz schnell entscheiden. Aber die meisten Menschen sind eher abwartende Beobachter und wollen möglichst lange auf einer Ebene der Unverbindlichkeit bleiben. Wenn dann jemand in einer Form mit ihnen spricht, die sie als "missionierend" empfinden, dann geht bei ihnen "die Klappe runter": entweder sie ziehen sich zurück, distanzieren sich diskret oder sie gehen in die Gegenoffensive, indem sie lästern und die Sache ins Lächerliche ziehen.
Alles fast schon ganz natürliche menschliche Reflexe.....
Aber manchmal ist es einfach nur der falsche Zeitpunkt für ein Gespräch. Ich kann nicht davon ausgehen, dass mein Gegenüber genau zu dem Moment mit mir über Gott und die Welt reden will, wenn es mir auf dem Herzen liegt. Gerade solche Gespräche, bei denen man zu tieferen, wesentlichen Dingen des Lebens kommt, müssen sich erst entwickeln. Vielleicht, indem man zuerst mal ganz banal über das Wetter spricht, über Beruf, Urlaub und Hobby..., um dann auch auf Glaubensdinge zu kommen,
@bepe0905 Du hast da ein paar sehr aufmerksam-kluge Beobachtungen typischen menschlichen Verhaltens aufgelistet! Ein Punkt, der vielleicht noch hinzuzufügen wäre, ist dieser:
Warum sollte man sich mit jemandem über ein Thema unterhalten, bei dem man vermutet, dass die Sachkompetenz fehlt? Um mal ein anderes Beispiel als das "Thema Gott" zu bemühen: Ich interessiere mich für Politik und Geschichte. Aber ich habe nicht Lust, über diese Themen mit Leuten zu diskutieren, bei denen ich davon ausgehe, dass sie ihrerseits so wenig von der Materie verstehen, dass nichts von dem, was sie zu sagen hätten, mir Erkenntnisgewinn brächte, während gleichzeitig eher die Gefahr bestünde, dass ich mich über ihre platten Meinungsäußerungen einfach nur (noch mehr... 😉 als eh schon ständig) ärgern würde. Ein Indikator ist für mich dabei durchaus das Alter. Wenn ein Achtzehn- oder Zwanzig-Jähriger mit mir die zeitgeschichtlichen Weltenläufte diskutieren möchte, dann komme ich kaum gegen den Reflex an, innerlich abzuwinken: Werde erstmal das Grün hinter den Ohren los!
Damit kann ich natürlich falsch liegen und lag auch schon mehrfach falsch, beispielsweise bei dem Sohn eines Freundes, der (was ich nicht wußte) Geschichte auf Lehramt studiert und sich vor allem für das Forschungsgebiet "Imperialismus im 20. Jahrhundert" interessierte. Mit dem hatte ich immer nur etwas altväterlich mich über seine mir bekannten (und auch an seiner Figur erkennbaren...) Hobbies Handball, Kraftsport und Mountain-Biking unterhalten, bis er sich mal von der Seite in ein Gespräch zwischen mir und seinem Patenonkel einmischte und eine Fakten-Behauptung von mir so nebenbei korrigierte, wie man nebenbei ein Laubblatt wegwischt, das gerade auf den gedeckten Kaffeetisch geweht wurde: kein großer Akt, aber es störte halt ^^.
Ich erwähne dies, weil ja die Threaderöffnerin meines Wissens noch recht jung ist und also die Vermutung naheliegt, dass sie auch hinsichtlich ihres Gottesglaubens noch gar nicht die Zeit hatte, wirklich interessante eigene Gedanken zum Thema entwickelt zu haben. Die Vermutung liegt nahe - unabhängig davon, ob sie am Ende auch zutrifft. Die Jugend hat viele (beneidenswerte *schnief* ) Vorzüge - aber gewiß nicht denjenigen, dass man sie unbewußt mit Kompetenz und Erfahrung assoziiert...
Jesus ging auch auf Bergen beten, alles gut, aber trotzdem steht geschrieben;
"Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen kommen, bin ich Mitten unter ihnen"
Das heilige Abendmahl oder die Eucharistie ist alleine auch unmöglich. Christentum ist eine gemeinschaftliche Sache. Kein Einzelkämpfertum.
Auch wenn Christen nicht perfekt sind.
@kappa Zu dem Thema "Christentum ist eine gemeinschaftliche Sache. Kein Einzelkämpfertum" -
Können "Einzelgänger - Christen" nicht trotzdem tiefgläubige Menschen sein, weil sie Jesus im Herzen tragen? Eine lebendige Beziehung zu ihm haben? Dass das Glaubensleben sicher vielleicht in manchen Punkten schwieriger ist, ja, aber ich persönlich denke, absolut nicht unmöglich! Das kann ja auch so viele verschiedene Gründe haben, warum manche Menschen nicht in Gemeinschaft eingebunden sind, auch Zeitgründe, starke Introversion usw...
Sicher können sie das.
Aber es ist nicht das, was Jesus und seine Jünger vorlebte.
Klar, es gibt auf der Welt viele Christen, die teilweise auch keine Möglichkeit haben andere zu treffen.
Sich bewusst dem Verschließen finde ich , wenn man über das Leben der ersten Christen reflektiert, mit Vorsicht zu genießen.
Allerdings meine ich das explizit nicht zu Zeiten der Ruhe und Gebete in Einsamkeit. Das sollte man differenzieren, was ich nicht getan hab;)
@kappa Ich glaube, sich dem wirklich ganz bewusst verschließen wird wohl ein eher geringerer Teil.
Ich erinnere mich an einen Priester, der auf die Frage hin, wie man denn im Glauben wachsen könne, antwortete, die Gemeinschaft mit anderen sei seiner Meinung nach unabdingbar; alleine bist du mit dieser Meinung also auf gar keinen Fall 🙂
Klar hat Gemeinschaft mit anderen sehr viele Vorteile, gar keine Frage! Es ist wahnsinnig viel wert, Gleichgesinnte um sich herum zu haben, mit anderen Menschen beten zu können, Gottesdienste zu besuchen... Ja, Jesus & seine Jünger haben Gemeinschaft auch vorgelebt, ganz klar 🙂
Jedoch denke ich, wenn man sich für Jesus entscheidet (& das ist letzten Endes auch eine Entscheidung, die man ganz für sich persönlich & alleine trifft 😉), Jesus nachfolgt, von Herzen glaubt, an ihm festhält, ihm vertraut, eine lebendige Beziehung zu ihm hat - dann ist das Allerwichtigste bereits getan.. Auch als "Einzelkämpfer", auch wenn man außerhalb einer Gemeinde/Gemeinschaft steht & keinen oder wenig Kontakt zu anderen Christen hat; klar, das wäre dann sicher in einigen Fällen wahrscheinlich NOCH bereichernder für das Glaubensleben, aber ob es wirklich dazugehören muss? Ich persönlich denke, nein... 😉