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Jesus in der Essenz


thbode
Themenstarter
Beiträge : 10

Für mich ist Jesus das Wichtigste, aber paradoxerweise fühle ich mich damit sehr einsam. Obwohl es in Deutschland Millionen Christen gibt, kenne ich keinen der Jesus unmittelbar, also ohne theologische Gedankenkonstrukte, erlebt.

Er ist für mich ohnehin kein Monopol der Christen sondern "gehört" allen Menschen.
Für ich ist absolut klar, dass es bei Jesus um Liebe und Mitgefühl geht, und zwar in intensivster Form, die uns über die Grenzen der isolierten Person hinaus führt. Das hat sehr wenig mit Theologie, Dogmen und Verhaltensvorschriften zu tun. Sondern wird nur zugänglich über inneres Erfahren, das unmissverständlich ist, da es tief und brennend ist.
Es steht in untrennbarem Zusammenhang mit dem schonungslosen Blick auf das Leid, dem keiner entgeht, wie Alter, Krankheit und Tod.
Wenn man selbst diesen Schrecken zutiefst erlebt, kann man erkennen, dass er universell ist, und daraus kann die Bereitschaft entstehen die Menschen auch durch ein Selbstopfer davon zu erlösen. In kleinerer Form kann man das öfter in einer Liebesbeziehung erleben.

Das ist die zentrale Botschaft von Jesus. Die zu realisieren, ist leider alles andere als üblich oder leicht. Wenn es gelingt, werden alle anderen Ideen und Konzepte unbedeutend. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass nicht Liebe und Mitgefühl wichtig sind weil ein "Superwesen" Jesus sie befiehlt, sondern Jesus ist Jesus und von Bedeutung, weil er diese eben verkörpert.

Aber wie gesagt beobachte ich, dass die allermeisten Christen ein seltsames, laues und kopflastiges Christentum kultivieren, bei dem es um alles Mögliche geht, beispielsweise soziale Kontaktpflege oder kluge Gedanken, recht haben, und dabei nie mit dieser strahlenden, inneren Energiequelle in Kontakt kommen, die alle Schrecken besiegen kann.
Formales Christentum und Theologie scheinen mir sogar meist als Methoden um sich gerade davon fern zu halten, weil sie die Illusion vermitteln, dass schon alles ok ist und genügt, wenn man nur Vorschriften beachtet und sich als Christ bekennt.

Antwort
5 Antworten
Johannes22
Beiträge : 2973
Veröffentlicht von: @thbode

Für mich ist Jesus das Wichtigste, aber paradoxerweise fühle ich mich damit sehr einsam. Obwohl es in Deutschland Millionen Christen gibt, kenne ich keinen der Jesus unmittelbar, also ohne theologische Gedankenkonstrukte, erlebt.

Das ist ja faszinierend, dann hast du ja den Status eines

https://de.wikipedia.org/wiki/Starez

und das ohne jahrelange Einsiedelei und als Ergebnis eine jahrzehntelangen Klosteraufenthaltes. Was für eine Gnade, du bist weltweit der einzige der das geschafft hat.

johannes22 antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Obwohl es in Deutschland Millionen Christen gibt, kenne ich keinen der Jesus unmittelbar, also ohne theologische Gedankenkonstrukte, erlebt.

Möglicherweise bewegst du dich in den falschen Kreise. Ich kenne deutschlandweit viele Christen, die Jesus erleben.

herbstrose antworten
Tagesschimmer
Beiträge : 945

Verbringst du viel Zeit mit Jesus? Erlebst du dann auch, dass er mehr und tiefer von sich offenbart? Hältst du es für möglich, dass andere Christen andere Seiten von Jesus kennengelernt haben, vielleicht ihren Berufungen und Gaben entsprechend? Vielleicht wirst du nach einer Zeit erkennen, dass es sehr viele Christen gibt, die wirklich Umgang mit Jesus haben.

tagesschimmer antworten


Pankratius
Beiträge : 1322

Hm. Du schreibst:

Veröffentlicht von: @thbode

kenne ich keinen der Jesus unmittelbar, also ohne theologische Gedankenkonstrukte, erlebt.

Dann führst du einiges zu deinem Gottesbild aus und konstatierst:

Veröffentlicht von: @thbode

Das ist die zentrale Botschaft von Jesus. Die zu realisieren, ist leider alles andere als üblich oder leicht. Wenn es gelingt,
werden alle anderen Ideen und Konzepte unbedeutend.

Richtig, andere Ideen und Konzepte, denn auch deine Vorstellung ist eine Idee und ein Konzept, ist eine theologische Reflexion.

Vllt. liegt es auch daran, dass du dich allein mit deiner Vorstellung fühlst, weil du dich selbst abgrenzt mit der Annahme, du würdest du unmittelbar erleben, während alle anderen nur 'theologisieren' würden.

Christen, die Jesus aufrichtig lieben und in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen, habe ich in vielen unterschiedlichen Gemeinschaften getroffen, auch wenn die Gottesbilder in einzelnen Aspekten differieren mögen.

pankratius antworten
OpaStefan
Beiträge : 968
Veröffentlicht von: @thbode

Für mich ist Jesus das Wichtigste, aber paradoxerweise fühle ich mich damit sehr einsam. Obwohl es in Deutschland Millionen Christen gibt, kenne ich keinen der Jesus unmittelbar, also ohne theologische Gedankenkonstrukte, erlebt.

Ich habe den Eindruck, du suchst nicht Gemeinschaft mit anderen sondern Bestätigung deiner Meinung. Das macht jedoch einsam.

Veröffentlicht von: @thbode

Für ich ist absolut klar, dass es bei Jesus um Liebe und Mitgefühl geht, und zwar in intensivster Form, die uns über die Grenzen der isolierten Person hinaus führt. Das hat sehr wenig mit Theologie, Dogmen und Verhaltensvorschriften zu tun. Sondern wird nur zugänglich über inneres Erfahren, das unmissverständlich ist, da es tief und brennend ist.

Über die Grenzen der isolierten Person führt keine innere Einkehr hinaus, diese kann den Zustand eher verschlimmern, sondern indem wir seine Liebe und sein Mitgefühl leben und hinausgehen.
Der Weg zu Jesus führt zum Nächsten, zu denen die geängsteten Herzens und zerschlagenen Geistes sind, in die Gemeinschaft (Gemeinde) der Sünder.

LG OpaStefan

opastefan antworten


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