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Jesus oder vielmehr Christus als das, woraus wir alle bestehen.

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Stern
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Themenstarter
Beiträge : 3482

Guten Morgen,☀️😃

in Anlehnung an Joh 1,3

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist

(man kann auch statt gemacht „geworden“ einsetzen steht in einer Fussnote)

 

frage ich mal ganz offen in die Runde:

ist es dann nicht so, dass wir jede Trennung  im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?

Steht da nicht immer Christus vor uns?

(das ist sicher kein neuer Gedanke, das ist mir klar, aber er macht doch jede Unterscheidung völlig obsolet, wenn wir eh alle in Christus sind - auch wenn uns das nicht bewusst ist)

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Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078
Veröffentlicht von: @stern

ist es dann nicht so, dass wir jede Trennung  im Geiste aufheben können? Ist es dann nicht völlig egal ob wir einen Atheisten, einen radikalen Islamisten, einen Satanisten, einen Franziskaner, eine Marienschwester, einen Esoteriker, Donald Trump (oder wahlweise Putin), Hitler- wenn er noch vor uns stehen könnte, unseren Nachbarn oder wen auch immer vor uns haben?

Steht da nicht immer Christus vor uns?

Ich versteh die Frage bzw. den Gedanken dahinter nicht. 

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@chai 

Ich versteh die Frage bzw. den Gedanken dahinter nicht. 

Wenn alles auf der Welt durch ihn erschaffen wurde, dann unterscheide ich mich nicht von etwas anderem Geschaffenem. 

Also vielleicht habe ich eine andere Form und eine andere Funktion, aber ganz grundsätzlich habe ich mit allem die gleiche Quelle.

stern antworten
Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078

@stern Natürlich unterscheiden sich die Lebewesen trotzdem sie alle von Gott gemacht wurden. 
Mein Hund ist kein Pferd und das Schaf ist kein Fisch. 
Und mein Bruder hat die gleichen Eltern wie ich und trotzdem sind wir nicht gleich.

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@chai 

Und mein Bruder hat die gleichen Eltern wie ich und trotzdem sind wir nicht gleich.

Ja. 

Aber kämst du jetzt auf die Idee zu sagen, dass deine Eltern dir alles vererben sollen, weil dein Bruder Mist baut? Hättest du nicht Verständnis dafür, wenn sie ihn auch lieben würden?

Oder deine Eltern, würden sie sagen: weil dein Bruder nicht auf uns hört und Sachen macht, die uns nicht gefallen, haben wir dich viel lieber und helfen nur noch dir, aber ihm nicht mehr?

 

stern antworten
Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078

@stern Ich kann Deinen gedanklichen Verknüpfungen nicht folgen.

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@chai 

Ich kann Deinen gedanklichen Verknüpfungen nicht folgen.

Ja, verständlich. Sorry.

Was ich meinte : wieso fühlen wir uns als Christen „safe“, wieso trennen wir in „Christ“ und „Nichtchrist“, wo doch alle Menschen den gleichen Ursprung haben? (=„durch dasselbse geworden sind“)

stern antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6250

@stern Wenn alles auf der Welt durch ihn erschaffen wurde, dann unterscheide ich mich nicht von etwas anderem Geschaffenem. 

Je nachdem, ob man da alle Dinge oder nur alle Lebewesen betrachtet, ist das entweder die Position des Pantheismus (Gott=Welt) oder folgt dem altindischen, vedischen Gedanken das "Tat tvam asi" (das bist du). Der z.B. seinen Niederschlag fand in der hinduistischen Religion, in welcher auch die Tiere sozusagen ein Anrecht darauf haben, als moralische Subjekte behandelt zu werden. Und worauf ein paar tausend Jahre später sich Schopenhauer bezog, als er als die Grundlage aller Moral das Mitleid auszumachen meinte.

Dieser Gedanke, dass sich Einzelne genaugenommen nicht von allem anderen (Geschaffenen oder auch einfach so Da-Seienden) unterscheiden, dass alle Grenzen zwischen den Dingen mehr oder weniger willkürlich definiert sind. Wo hört mein Körper auf, wenn doch andauernd ein Austausch zwischen ihm und der Umwelt durch Körperöffnungen/Hautporen statt findet? Und wenn ich etwas sehe, wo endet es und wo fange ich an? Da reflektiert ein Gegenstand einen Lichtstrahl - der von einer Lichtquelle ausgehend dann durch den Raum zwischen dem Gegenstand und meinem Auge sozusagen wellt... Wo ist die Grenze zwischen ihm und mir? Wo liegt die, wenn ich nur an einen solchen Gegenstand denke  (oder z.B. einen Menschen oder einen Hund oder an ein Bild von einer Blume...)?

Der Gedanke, dass alles eins sei und das Eine Alles umfasse - der ist nicht so ganz neu, sondern sozusagen ein Dauerseller der Mystik; aber halt doch immer wieder interessant neu zu durchdenken. Mir kam er kürzlich, als wir hier an anderer Stelle darüber diskutierten, was ein Axiom sei und was nicht. Da kam mir ein Interview mit einem der "Erfinder" der KI in den Sinn, der darüber sprach, wie die LLMs (Large Language Models /Große Sprach-Modelle) gerade die Konzepte von Linguisten (erwähnt wurde Noam Chomsky) über den Haufen würfen, weil Worte offenbar anders "funktionieren" würden, als man lange meinte, und Grammatik viel weniger wichtig sei für das Denken. Falls dies stimmen sollte, wären also Logik und Vernunft nicht sonderlich wichtig und damit auch nicht die Frage, ob Gedanken/Sätze/Aussagen wahr sind oder nicht.

Keine Ahnung, ob Du darin noch eine Verbindung sehen kannst zu dem, worum es Dir hier im Thread geht. Aber so ging grad mein Assoziieren. 🙂

jack-black antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@jack-black 

weil Worte offenbar anders "funktionieren" würden, als man lange meinte, und Grammatik viel weniger wichtig sei für das Denken. Falls dies stimmen sollte, wären also Logik und Vernunft nicht sonderlich wichtig und damit auch nicht die Frage, ob Gedanken/Sätze/Aussagen wahr sind oder nicht.

 

Wie funktionieren sie denn stattdessen? Und was wäre das Ziel bzgl. des „funktionierens“? 

Also, ich fand es früher sehr verwirrend, wenn ich zu einer „Lehrmeinung“ eine gegenteilige „Lehrmeinung“ gehört habe. (Das passiert häufiger in der Medizin oder in der Ernährungswissenschaft.) Das hat zu einer Blockade im Hirn bei mir geführt, weil ich nicht wusste, was ich denn jetzt lernen soll, was kann ich als „wahr“ ansehen.

Wenn der Wahrheitsgehalt keine Rolle mehr spielt, kann man dann noch etwas (aufeinander aufbauendes) lernen?

(Dass man durch Worte, auch wenn sie nicht wahr sind, jemanden „erreicht“ (verletzt oder aufmuntert, egal), das kennen wir wohl alle.)

Was das jetzt mit dem Nichtgetrenntsein zu tun hat, weiss ich grad auch nicht, aber es ist trotzdem interessant.

 

stern antworten
CredoGer
(@rudi)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 153
Veröffentlicht von: @stern

 

Steht da nicht immer Christus vor uns?

Ja.

Denke ich mal, gehe davon aus, dass es alles Kinder Gottes sind.

Oder liege ich Falsch?

Liebe Grüße

rudi antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@rudi 

Oder liege ich Falsch?

Für mich nicht. Aber vielleicht liegen wir beide falsch 🙂.

Es gibt eine Bibelstelle, da sagt Jesus zu irgendwelchen Leuten: „ihr habt den Teufel zum Vater“….also scheint es zumindest geistig gesehen einen Unterschied zu geben.

Das ist besagte Stelle in Joh 8,44:

Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.

stern antworten
Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078
Veröffentlicht von: @stern

Es gibt eine Bibelstelle, da sagt Jesus zu irgendwelchen Leuten: „ihr habt den Teufel zum Vater“….also scheint es zumindest geistig gesehen einen Unterschied zu geben.

Das ist besagte Stelle in Joh 8,44:

Denn ihr seid Kinder des Teufels. Und deshalb tut ihr bereitwillig das, was euer Vater wünscht. Der war schon von Anfang an ein Mörder und stand nie auf der Seite der Wahrheit, denn sie ist ihm völlig fremd. Sein ganzes Wesen ist Lüge, er ist der Lügner schlechthin – ja, der Vater jeder Lüge.

Das kannst Du doch nicht einfach aus dem Kontext reißen.

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@chai 

Das kannst Du doch nicht einfach aus dem Kontext reißen.

Weil?

Es geht mir doch hier darum, ob ich überhaupt noch irgendwas unterscheiden muss. Und an dieser Stelle sagt er etwas, das mich darauf schließen lässt, dass es wohl einen Unterschied macht, wie man geistig „drauf“ ist. 

Wieso ist das deiner Ansicht nach nicht passend?

stern antworten
Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078

@stern Hm. Für mich ist es logisch, dass es Unterschiede gibt.

chai antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3482

@chai 

Für mich ist es logisch, dass es Unterschiede gibt.

 

Für mich ist es nur vordergründig logisch. Tiefer nicht mehr.

Klar haben wir unterschiedliche Ansichten und Prägungen - aber darunter?

Sind wir darunter nicht alle sein?

Es gibt eine Stelle die heisst: 

Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen*.10Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.11Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Es geht weiter mit der Bedingung, dass jene, welche ihn aufnahmen, Kinder Gottes wurden.

Aber davor: sie gehören alle ihm, sind sein Eigentum.

stern antworten
Chai
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(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5078

@stern Sorry, Du hast andere Denkschleifen als ich. 
Ich kann Deiner Eingangsthese, dass in jedem (beispielhaft genannten) Menschen Christus ist, nicht folgen und nicht zustimmen.

chai antworten
Holger F.
Beiträge : 163
Veröffentlicht von: @adjutante

Bei einigen dieser Denkmodelle wären aber manche Bibelstellen zu streichen.

Nein!

Situations- und verfasserbedingt beleuchten verschiedene Bibelverse verschiedene Aspekte des „Rettungsplans“ Gottes. Aus all diesen Versen eine abschließende (!) theologische Theologie oder gar Lehre abzuleiten zu wollen, ist zwar verständlich, führt aber natur- und erfahrungsgemäß zu Verengungen, die der frei- und frohmachenden „Guten Nachricht“ und der darin verkündeten Gnade Gottes Grenzen setzen.

Es ist deshalb nicht zu tadeln, solche Vorstellungen zu entwickeln, sehr wohl aber sie zu verabsolutierten…

Dahinter steckt noch ein viel grundsätzlicheres Problem, nämlich die Frage, ob die Heilige Schrift überhaupt die Intention verfolgt, uns zu verschiedenen Themen eine strukturierte und bis ins Einzelne nicht zu widersprechende Lehre zu vermitteln. (Oder ist dieses Ansinnen nicht viel mehr nur dem neuzeitlichen Denken geschuldet?)

Für mich wäre das erstaunlich, denn dann hätte Jesus bei seinen Jüngern ein systematisches Handbuch in Auftrag geben müssen. Hat er aber nicht! Stattdessen hat er seine Apostel und Jünger in die Welt hinausgesandt zu taufen und zu lehren. Zu lehren? Ja, was denn? Dass, was sie von Jesus gehört und gesehen hatten…

🙏

holger-f antworten


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