Neigen Christen dazu, alles negativ zu sehen...?
Es gibt ja gerade einen Thread hier, in dem es darum geht ob die Welt jetzt besser oder schlechter ist als früher... und ja, es gibt natürlich einige Entwicklungen, die besorgniserregend sind, Stichtwort: Klimawandel und KI. Und Atombomben, die gibt es nun auch schon ein Weile...
Aber ich frage mich: Neigen Christen - in Erwartung der Apokalyse, der Endzeit, was auch immer - dazu, alles möglichst negativ zu sehen, weil alles auf etwas Finsteres hinausläuft, weil eh das Ende kommt, weil alles ganz furchtbar schlecht werden wird, weil alles zwangsläufig auf finstere Ränke hinausläuft... oder können Christen auch positive Entwicklungen sehen, weil es auch Dinge in der Welt gibt, die gut laufen, weil es vielleicht auch die ein oder andere Entwicklung in die richtige Richtung gibt, weil wir sensibler werden, aufmerksamer, weil wir auch Menschen ausserhalb unserer eigenen Kultur wahrnehmen, weil wir Dinge anstoßen, über unseren Tellerrand schauen, uns kümmern, Meinungen haben, Wahlentscheidungen treffen und vielleicht auch hier und da etwas ändern...?
Konkret gefragt: Ist das Christentum nun darauf ausgelegt, das Schlimmste und die Endzeit zu erwarten... oder die Welt im Positiven zu verändern...?
Wie seht ihr das?
Ich sehe hier jedenfalls immer wieder sehr negative Aspekte...
Menschlich gesehen mag das mies klingen. Aber immer mehr Menschen sehen die Zukunft negativ.
Aber ja, die Bibel zeichnet oft ein düsteres Bild. Deswegen spricht man von Hoffnung. Weil Gott hat für diese kaputte Welt keine Hoffnung mehr.
Menschlich gesehen mag das mies klingen. Aber immer mehr Menschen sehen die Zukunft negativ.
...und das sind dann meist jene Menschen, die Menschen und Parteien wählen, die die Welt NOCH schlimmer machen wollen... 🙄
Vielleicht würde etwas mehr Optimismus ja dazu führen, solchen Leuten zu folgen die Lösungen haben und die Welt ein wenig besser machen könnten...
Der einzige Optimus ist der, den Menschen HOFFNUNG auf das zukünftige zu legen. Sich Verändern zu lassen. So lange die Menschheit die Dunkelheit mehr liebt als das Licht wird es NIX mit Optimismus.
@meriadoc Gott selbst sagt ja, diese Erde (und der Himmel?) wird vergehen und er wird eine neue machen.
Daran sollten wir uns erinnern, wenn wir all das Übel sehen.
In der Ausbildung kam mir ein Gedanke, der mir seither immer wieder kommt und sehr schlüssig scheint: Diese Erde ist für uns auch eine Art Ausbildung und Prüfung. Die weltlichen Dinge können wir nicht mitnehmen, nicht in den Tod und nicht auf die neue Erde. Aber die seelischen, geistigen und charakterlichen Erkenntnisse, Fähigkeiten, Erfahrungen usw., die bleiben. Deshalb finde ich lebenslanges Lernen (nicht nur super toll ^^) sehr wichtig und das Ausleben der eigenen Leidenschaften, die wir so weiterentwickeln und dann im neuen Reich Gottes einsetzen können, wofür wir uns sie aneignen sollten.
@lucan-7 Ja, ist ein Hobby von mir, das ich recht amüsant finde. Auch das Gegenteil, alles immer positiv zu sehen kann ziemlich lustige Ergebnisse nach sich ziehen. Mir helfen beide Perspektiven bisweilen, denn indem ich sie einnehme und in meiner Phantasie konsequent zu Ende führe entspricht dies meinem Humor, hilft mir nicht in Fanatismus abzugleiten, demütig zu sein sowie mich wie andere Menschen in liebevoller Weise nicht über Gebühr ernst zu nehmen. Liebe Grüße.
"Die Christen" kann man da denke ich schlecht über in Kamm scheren.
Mir macht aber durchaus Angst, wie einige mächtige Menschen das sehen, z.B. J.D. Vance:
Wenn meine Arbeit zur Endzeit führt, okay, und wenn das dazu führt, dass wir eine bessere Welt aufbauen, die gedeiht und noch sehr lange nach meinem Tod weiterbesteht, dann ist das auch großartig.