Wozu der Baum des Lebens wenn es noch keinen Tod gab?
Guten Morgen,
ich meine das so in einem Thread die letzten Tage gelesen zu haben, weiss aber nicht mehr von wem. Arcangel vielleicht?
Auf jeden Fall eine bearbeitungswürdige Frage, zu der ich selbst nicht viel beitragen kann, zumindest habe ich keine Idee, wieso das so da beschrieben wurde.
Ihr vielleicht?
Aus der Geschichte geht doch hervor, dass die Sache mit dem Paradies noch nicht zu einem Abschluss gekommen ist. Adam und Eva mussten sich erst noch bewähren - und sind dabei gescheitert.
So lange sie also noch "auf Bewährung" im Paradies waren stand der Tod auch noch als Möglichkeit im Raum. Hätten sie sich bewährt wäre das dann nicht mehr der Fall gewesen.
Allerdings wird auch nicht gesagt, wann genau das eingetreten wäre. Wie lange hätten sie der verbotenen Frucht widerstehen müssen, um sich zu beweisen? Eine Woche? Zehn Jahre? Hundert Jahre? Eine Million?
Irgendwie sollte es halt wohl zu diesem Ende kommen... aber das wurde ja auch schon oft diskutiert.
Woran machst du das fest?
In einer der Gemeinden, in die ich ging, wurde mir erzählt dass es eigentlich vorgesehen war, dass der Mensch irgendwann vom Baum des Lebens essen sollte und unsterblich würde. Das ist wohl mehr eine indirekte Schlussfolgerung, da der Tod ja als Strafe ausgesprochen wurde, also eigentlich nicht hätte sterben sollen. Und der Baum des Lebens hätte genau das verhindert.
Die Schlange erzählt ja auch, dass sie "sterben" würden - demnach mussten Adam und Eva auch eine Vorstellung davon haben, was das bedeuten würde.
Und der Baum des Lebens hätte genau das verhindert.
Naja, um genau zu sein: auch ohne von diesem Baum gegessen zu haben, war der Tod eine „Strafe“ oder Konsequenz der Frucht. Daraus ließe sich auch folgern, dass er vorher auch schon nicht sterblich war und nicht nur, dass er nicht sterben sollte.
Adam und Eva mussten sich erst noch bewähren - und sind dabei gescheitert.
Das lese ich zwar nirgends so raus, aber ok..
So lange sie also noch "auf Bewährung" im Paradies waren stand der Tod auch noch als Möglichkeit im Raum. Hätten sie sich bewährt wäre das dann nicht mehr der Fall gewesen.
das ist eine zufriedenstellende Erklärung, wenn oben gemachte Annahme der Bewährungsprobe stimmt
@lucan-7 Ich verstehe deinen Gedanken, würde es aber nicht "Bewährung" nennen, sondern schlicht die Freiheit sich für zu entscheiden.
@stern Soweit ich weiß heißt es im hebräischen Original Baum der Fülle des Lebens. Daran knüpft auch Johannes 10,10 an: „Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben.“
also das mit dem Fülle des Lebens lässt sich so nicht aus der Wortbedeutung ableiten.
Aber wenn man den von dir genannten Kontext nimmt und Sprüche hinzuzieht
Spr 13,12Unerfüllte Hoffnung macht das Herz krank, ein Baum des Lebens aber ist ein erfüllter Wunsch.Spr 3,18Ein Baum des Lebens ist sie denen, die sie ergreifen, und wer sie festhält, ist glücklich zu preisen.Spr 11,30Der Gerechte isst vom Baum des Lebens, Unrecht aber raubt das Leben.Spr 15,4Eine sanfte Zunge ist ein Baum des Lebens, eine falsche aber bricht den Lebensmut.
Dann geht es eher um die Qualität des Lebens, als um die Länge des Lebens.
Veröffentlicht von: @sternHm, ok, das würde ja einen ganz anderen Sinn ergeben.
Ich denke immer an die Schöpfungsgeschichte, dass Adam aus Lehm, also natürlichen, vergänglichen Komponenten, gemacht wurde. Das bedeutet für mich, der Körper unterliegt auch dem Verfall und aus dem Verfall resultiert das Sterben. Aber er war von Gott nicht dafür gemacht zu sterben und in der Gemeinschaft mit Gott haben wir diesen Verfall nicht, sondern ewiges Leben, das Leben in Fülle. Deswegen wird ein jeder Mensch sterben, aber am jüngsten Tag körperlich wieder auferstehen. Unter Christen wird häufig ewiges Leben mit "persönliche Unsterblichkeit" verwechselt. Aber das Leben in Fülle gibt es nur in Gott durch seine Gnade. Entfernen wir uns vom ewigen Leben und von der Gnade, leben wir von Gott getrennt, sind wir im Tod. Deswegen glaube ich nicht daran, dass wer einmal geglaubt hat und sich von Gott wieder lossagt, ewiges Leben und das Heil hat.
. Aber er war von Gott nicht dafür gemacht zu sterben und in der Gemeinschaft mit Gott haben wir diesen Verfall nicht, sondern ewiges Leben, das Leben in Fülle
Ja, wie denn jetzt? Wenn Gott ihn aus Lehm gemacht hat und er dem Verfall unterliegt, weil die Materialien vergänglich sind, dann hat er ihn doch auch gleichzeitig unsterblich gemacht?
Deswegen wird ein jeder Mensch sterben, aber am jüngsten Tag körperlich wieder auferstehen. Unter Christen wird häufig ewiges Leben mit "persönliche Unsterblichkeit" verwechselt.
Also wenn ich am jüngsten Tag wieder auferstehe, dann hab ich doch persönliche Unsterblichkeit, oder etwa nicht?
@kerygma Deswegen wird ein jeder Mensch sterben,
Außer den Gläubigen, die bei der Wiederkunft Jesu noch leben werden. Da trifft zu:
1. Kor. 15, 51: Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
Um den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntniss zu verstehen, ist es glaube ich wichtig zu sehen das Gott beide Gepflanzt hat damit wir irgendwann davon Essen. Den Baum des Lebens findest du dann ja auch auf der Neuen Erde wieder und warum braucht es dann einen Baum des Lebens in der Ewigkeit wo es keinen Tod mehr gibt?
Wenn du dir Gedanken über den Garten Eden machst, dann ist es entscheident, dass man erkennt das dies ein Garten in Eden war, also ein Bestimmter Ort im Osten, genauere geografische Angaben gibt es nicht die vier Flüsse, die erwähnt werden sind auch nicht hilfreich.
Noch viel verwirrender wird es wenn wir betrachten was Hesekiel so alles über "Eden den Gottesgarten" (Hes 31,9) zu sagen hat.
In Kapitel 31 ist plötzlich Pharao als Baum der alle überagt im Gottesgarten und die Nationen sind dort. Ich dachte da waren nur Adam und Eva, wie kann Pharao plötzlich in "Eden den Gottesgarten" sein?
In Kapitel 28 ist dann Eden dem Gottesgarten plötzlich der Gottesberg.
Die Stiftshütte und der Tempel sind ja voll mit Bildern aus dem Paradies gefüllt mit Himmlischen Kreaturen. Der Gottesgarten/Gottesberg ist der Ort an dem Gott bei den Menschen 'Tabernakelt' (Wohnt/Gegenwärtig ist/Regiert).
Kommen wir zurück zu Adam und Eva, YHWH gab den Menschen den Auftrag, sein Reich von diesem Ort, an dem Er Gegenwärtig ist (Tabernakelt) in die Welt zu Tragen und dort seinen Willen zu erfüllen.
Warum also gab es einen Baum des Lebens in diesem Gottesgarten? Weil der vergängliche Mensch in eine vergängliche Welt* gesannt wurde um Gottes Reich zu bauen. Der Garten Gottes und damit der Baum des Lebes stand allen offen solange sie im Willen Gottes unterwegs wahren. Wie die Geschichte ausgegangen ist wissen wir ja.
Der Schöpfungsbericht beschreibt nicht was physisch geschehen ist, sondern was Geistlich geschen ist. Genauso wie Pharo nie in irgendeiner Form ein Baum in "Edem den Gottesgarten" war.
*(oder blieben etwa die Früchte die Adam und Eva gegessen haben am Leben nach dem sie gegessen wurden)
So spannt der Baum des Lebens den großen Bogen der Ewigkeit: Einst ein schmerzhaft verlorenes Privileg am Morgen der Zeit, wird er am Abend der Welt zur blühenden Verheißung des Endes – eine Krone der Schöpfung, aus deren fernen, bewachten Traum unserer Herkunft die greifbare Heimat unserer Zukunft wird, unter deren Blättern der Tod seinen letzten Atemzug tut und das Leben für immer das letzte Wort behält.
wichtig zu sehen das Gott beide Gepflanzt hat damit wir irgendwann davon Essen
Echt? Wir sollen davon essen?
16Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen,
17nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.«
Ich lese da was anderes.
Ist dann nicht Jesus der Baum des Lebens?
Ja die Paralelle ist offensichtlich auch zusammen mit der Quelle des Lebens, die Tempelvision von Hesekiel bringt diese Bilder ja zusammen.
Mit ein Grund warum ich die Schöpfungsgeschichte nicht tatsächlichen Hergangsbeschreibung verstehe, sondern rein Mythologisch Simbolisch.
@neubaugoere hmm, ich denke gerade an „Baum des Lebens“ und „Brot des Lebens“… Maria und Eva haben uns die Frucht gegeben.
öhm ........ Ich weiß jetzt nicht, was Maria und Eva damit zu tun haben ... is mir auch nich so wichtig. Jesus ist unsere Nahrung (Brot) und unser (Weg, Wahrheit &) Leben (Baum des Lebens). Er ist uns von Gott gegeben. Gehst du da mit? 🙂
@neubaugoere Achso… beim Sündenfall gab Eva die Frucht (Apfel) weiter…
bei der Geburt von Jesus gab Maria die Frucht ihres Leibes… eher eine gedankliche Analogie
ja, bei dem was Du geschrieben hast gehe ich mit.
Neeeeee, der Gedanke gruselt mich irgendwie, Jesus als unsere Frucht ... Eva gab Adam auch eine Frucht - wohin führte diese? Ins Verderben ... neee, dit passt nich ...
Es passt insofern, dass die Maria-Frucht die Eva-Frucht rückgängig macht.
@neubaugoere Das, was @stern gesagt hat, durch die erste Eva kam der Ungehorsam, durch die zweite Eva der Gehorsam.
Ich kann noch eine feministische Deutung liefern:
Die ungehorsame Schöpfung kam aus dem Manne, die gehorsame Schöpfung aus der Frau.
Wozu der Baum des Lebens wenn es noch keinen Tod gab?
Im Schöpfungsbericht lese ich nichts davon, dass der Mensch unsterblich wäre.
Im Schöpfungsbericht lese ich nichts davon, dass der Mensch unsterblich wäre.
Ergibt sich das nicht aus der Tatsache, dass der Tod erst mit dem Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis von G&B kommt?
Ergibt sich das nicht aus der Tatsache, dass der Tod erst mit dem Essen der Frucht vom Baum der Erkenntnis von G&B kommt?
Adam und Eva hatten die gleiche Entscheidungsfreiheit wie das Volk Israel, das vor die Wahl von Gut und Böse und von Leben und Tod gestellt war. Oder wie wir, ob sie mit Gott leben wollten oder nicht. Das Angebot Gottes steht und gilt.
An der Stelle in Kapitel 2, 17 heißt es "... mußt du des Todes sterben". Also wirklich, das ist eine verstärkte Aussage. Ein doppelter Tod bzw. zweifach. Das ist dann der Tod, der nicht zum ewigen Leben bei Gott führt. Es ist die Trennung von Gott bzw. der Tod, den man ewig stirbt ohne zu sterben.
Ein doppelter Tod bzw. zweifach. Das ist dann der Tod, der nicht zum ewigen Leben bei Gott führt. Es ist die Trennung von Gott bzw. der Tod, den man ewig stirbt ohne zu sterben.
Also ist der Baum des Lebens nur da, um den geistigen Tod zu verhindern? Weil den physischen stirbt der Mensch sowieso, da aus Lehm (vergänglich) gemacht?
Das wäre aber nur insofern richtig, wenn Adam und Eva dann auch auf jeden Fall von dem Baum des Lebens essen würden, denn sonst würden sie ja auch nicht ins ewige Leben gehen (wenn man den Baum des Lebens braucht, um ewiges Leben zu haben).
Also ist der Baum des Lebens nur da, um den geistigen Tod zu verhindern?
Erstmal nur soviel: es heißt geistlich, nicht geistig
Weil den physischen stirbt der Mensch sowieso, da aus Lehm (vergänglich) gemacht?
Zu "aus Lehm gemacht" ... Für mich gibt es da folgende Unterschiede:
- Die Pflanzen sind aus der Erde heraus entsprungen durch Gottes Schöpfungswort.
- Die Tiere sind aus der Erde heraus, wohl von Gott geschaffen. Sie sind mit der Erde verbunden.
- Der Mensch ist nicht der Erde entsprungen, obwohl er aus Staub ist. "Aphar" bedeutet Staub (der feinste Teil des irdischen Stoffes), nicht Erdmasse. Die Erde bleibt hier völlig passiv im Unterschied zu 1. Mose 1, 24, wo es sonst heißt "die Erde lasse hervorbringen". Mit eigenen Händen hat Gott persönlich den Menschen gebildet, er haucht persönlich seinen eigenen Atem ein. Mit der Einhauchung des Atem Gottes werden beim Menschen die Seele als auch der Geist erschaffen. Deshalb kann der Leib des Menschen Tempel Gottes sein. Darin besteht der Unterschied vom Leib des Menschen zum Leib der Tiere.
Das wäre aber nur insofern richtig, wenn Adam und Eva dann auch auf jeden Fall von dem Baum des Lebens essen würden, denn sonst würden sie ja auch nicht ins ewige Leben gehen (wenn man den Baum des Leben braucht, um ewiges Leben zu haben).
Öhm, nicht ganz so.
Der Mensch hatte keinen Mangel, Gott hat ihm die Fülle gegeben. Gott setzte den Menschen nur an einer Stelle eine Grenze und erwartete Gehorsam. Der Baum des Lebens war vom Gebot und Verbot ausgenommen, er stand in der Mitte des Gartens. Auf dem Glaubensweg hätte Gott dem Menschen den Weg zum Baum des Lebens hingeführt und damit den Weg der Verklärung.
Soweit ich das jetzt gelesen habe war der Mensch nicht unsterblich im garten Eden, der Verfall wurde durch den Baum des Lebens verhindert.
Offenbarung 2,7: Die Verheißung an die Überwinder in der Gemeinde von Ephesus: „Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht.“