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Raum der Stille


neubaugoere
Themenstarter
Beiträge : 12622

Hi,

manchmal stehen "wir Christen" uns mit unserer eigenen (Babbel)Sprache im Weg und sind völlig unverständlich für "Außenstehende". Wenn ich eine Veranstaltung anbiete zu den Osterfeiertagen mit einem "Raum der Stille" - weiß dann überhaupt jemand, der "Nicht-Christ" ist, was das ist? Viele meiner Geschwister nehmen das so selbstverständlich, einzuladen, sich an einen Tisch zu setzen mit Jesus und einen Raum der Stille anzubieten und dazu einzuladen. Ich zweifle im Moment, ob diese Formulierungen wirklich geeignet sind ...

Wie seht Ihr das?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Hallole,

ich muss gestehen, daß, obwohl ich Christ bin, nicht genau weiß, was das ist. Was ist "Stille"? - ist das Geräuschlosigkeit, Schweigen, Langeweile, mit oder ohne Handy, still was lesen, was auch immer? - ich müsste erst nachfragen, was sich der Gastgeber darunter vorstellt.

Grüssle Katrin

Anonymous antworten
22 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

*hm* ... gut, das wird nachfolgend im Text wohl ein wenig erklärt; es geht um Formulierungen wie (auszugsweise) diese:

Raum der Stille, begleitet durch kleine Lesungen von Bibeltexten.

für mich würde auch die Frage aufkommen, was ist ein Raum der Stille ... Da folgt sicher eine Erklärung, aber diese ist nach meinem Dafürhalten schon wieder in kanaanäisch:

In Anlehnung an das letzte Abendmahl gibt es Gelegenheit sich an einen Tisch zu setzten um den Gedanken an Jesus und seine Bedeutung für mein persönliches Leben nachzugehen. Vielleicht möchte ich auch darüber nachdenken, warum ich Jesus nicht vertrauen oder glauben kann.

What? Wenn jemand noch nicht einmal glauben kann, ob es Gott gibt oder nicht, spricht den das wirklich an? Ich frage: wer oder was ist mein Ziel?

Und der Text der Einladung geht eben in diesem Stil weiter. Ich möchte nicht den ganzen Text hier veröffentlichen, deshalb nur ein Beispiel eben. - Vielleicht hab ich Schwierigkeiten damit, weil mich selbst als Christ, als Nachfolger diese Worte nicht ansprechen und sie hätten mich auch als Nicht-Christ nicht hinterm Ofen hervorgelockt. Ganz im Gegenteil ... Für mich klingen sie nicht einladend, also eine Tür auftuend und werbend (das nenne ich einladend), für mich klingt das wie "ich rede von Etwas, wo du erstmal hinsollst" - falls das ungefähr rüberkommt, was ich meine. Bei mir hier ist es soundso und ich will, dass du reinkommst und mitmachst ... in meinen Ohren klingt das nicht nach 'vor die Tore der Stadt gehen' ... zu den Verlorenen ... nicht einladend für die, die sich nicht einmal vorstellen können, dass es Gott überhaupt gibt. Für mich klingt die ganze Einladung (die ich wie gesagt nicht konkret wiedergeben möchte) nach Insider, nach "so und nicht anders" ... aber eben nicht "einladend" ... auch wenn sie noch so schön klingen ...

Ich frage mich, was ich tun soll ..
Wir haben bei uns das Prozedere, dass veröffentlicht werden kann, wenn es von Vorstand und Ältesten abgesegnet ist. Dem ist zwar so, so die Rückmeldungen, aber ich fürchte, niemand von denen hat so wirklich den Text gelesen, weil sie mit anderen Dingen beschäftigt sind (belastendere Dinge, mit denen wir gerade in der Gemeinde zu kämpfen haben).

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

„Raum der Stille“ ist ein mir geläufiger Begriff, ich könnte damit also was anfangen.

Niemals würde ich jedoch in einen Einladungstext schreiben: wir wollen darüber nachdenken, warum wir Jesus nicht vertrauen oder nicht glauben.

Damit setzt Du ein negatives Vorzeichen und unterstellst Du den neugierig gewordenen Besuchern, dass sie das nicht tun. Stimmt aber vielleicht gar nicht.

Wenn ich einen Raum der Stille besuche, möchte ich zur Ruhe kommen, den Alltagslärm und viele ablenkende Gedanken hinter mir lassen und darüber nachdenken, was Jesus und Gott in meinem Leben bedeuten und wie sie es mit Sinn erfüllen.

Das geschieht im Gebet, kann aber auch durch das Lesen und Nachdenken über einen Bibeltext ergänzt werden.

Nachtrag vom 03.04.2019 0714
Also nicht Du unterstellst das, sondern man, eben derjenigen, der diesen Text veröffentlicht.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Nur nochmal zum Verständnis: Das ist nicht mein Text, also nicht aus meiner Feder. Ich hab genau die gleichen Bauchschmerzen damit. - Mein "Gegenüber" will irgendwie nicht mit mir ins Gespräch gehen, wir kommunizieren schriftlich bisher *Augenroll* ... mich nervts jetzt schon ... auf meinen Gegenvorschlag, den ich zur Diskussion gestellt habe, kam alles zurück, nur kein inhaltliches Statement, eher sowas wie "zu lang" - dabei ist mein Text genau 10 Wörter kürzer (nur ein Beispiel) ... auf meinen Vorschlag, uns zu treffen und darüber zu diskutieren, kam nur: ich schreib nochmal neu und schick dir ... *Augenroll* ...

Veröffentlicht von: @janemarple

Das geschieht im Gebet, kann aber auch durch das Lesen und Nachdenken über einen Bibeltext ergänzt werden.

Was, wenn Du nicht an Gott glaubst? - Ich glaube schon, dass die Frage ist: WEN will ich erreichen? Die herumirrenden Christen ohne Gemeinde? Die gemeindeeigenen? Nichtchristen? ...

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, siehe dazu mein Nachtrag 😊

Also ich denke, Raum der Stille ist eher etwas für Leute, die schon glauben. Das ist die Zielgruppe.

Trotzdem könnte man das so aufziehen, dass Noch Nicht Glaubende nicht abgestossen werden, sondern halt dann zuhören können.
Und auch über ihr Leben nachdenken, was halt nicht so optimal läuft, wo man schuldig geworden ist, wo der Wunsch nach Heilung, Versöhnung mit anderen, der Wunsch nach Annahme usw. besteht.

Das erfordert aber ein gewisses Fingerspitzengefühl, das Dein Gegenüber, so wie Du das schilderst, irgendwie wohl etwas vermissen lässt.

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17807

In Anlehnung an das letzte Abendmahl gibt es Gelegenheit sich an einen Tisch zu setzten um den Gedanken an Jesus und seine Bedeutung für mein persönliches Leben nachzugehen. Vielleicht möchte ich auch darüber nachdenken, warum ich Jesus nicht vertrauen oder glauben kann.

Satz 1 : ist das nun still oder wird das ein Gespräch?

Satz 2: ist eine subtile Holzhammervorgabe und das verallgemeinernde ich passt für mich da auch nicht.

Es ist auch nicht eindeutig, wer denn nun angesprochen ist. Die Erwähnung von Abendmahl richtet sich an Christen mMn. Der nachfolgende Satz ist für Christen zu global und für Nichtchristen fehlt der Bezug zum Abendmahl.

Raum der Stille, begleitet durch kleine Lesungen von Bibeltexten.

Das klingt eher nach einem Meditationsangebot. Die Verbindung wäre mehr gegeben, wenn nicht auf das Abendmahl bezug genommen würde, sondern auf die Lesungen, die als Denkanregungen gegeben werden zum stillen Sinnieren drüber.

Raum der Stille verstehe ich als eine Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und sich auf die angebotenen Lesungstexte einzulassen. Raus aus der Geschäftigkeit und ein Ansatz, der leisen Stimme Jesu entgegenzukommen und auch sich selbst zu begegnen.

Rausgehen an Hecken und Zäune ist etwas ganz anderes und hat auch seine Berechtigung. Für mich gibt es hier kein entweder oder. Alles zu seiner Zeit. 😊

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

ja, der ganze Text strotzt von solchen "Widersprüchlichkeiten" und "Unklarheiten" ... ich kann es verstehen, wenn der bei uns in der Gemeindezeitung steht - alles gut. Aber ich kann nicht den gleichen Text nehmen und eben in der Nachbarschaft dazu einladen wollen.

Ich hab einen Vertreter (der zwei Initiatoren) heute Abend hier, ich werde mit ihm ins Gespräch gehen. Der andere Vertreter ist der, mit dem ich nur schriftlich verkehre offenbar.

Mir wird an solchen Stellen immer bewußt, warum ich eher allein gehe ... mir ist das oft zu mühsam alles ...

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17807

Es ist eine ganz bestimmte Zielgruppe, die ein Raum der Stille anspricht.... und dann aus dem Einladungstext eine eierlegende Wollmichsau machen zu wollen, das geht nicht.

Den besten Erfolg hat man mit einem klar umrissenen Angebot. Es werden nicht die Massen strömen, sondern die Personen, die da einen Draht zu haben und sich drauf einlassen wollen... die Stille suchen... die die Freiheit in der stillen Begegnung suchen.

Wir hatten das mal vom CVJM hier im Ferienhaus des CVJM angeboten. War gut... und mit einem kleinen Nachgespräch, wenn jemand sich äussern wollte, wie er das erlebt hat.
Ich war nachher selbst ganz entspannt und aufgebaut. 😀

Die Idee ist gut in der hektischen Welt.... jetzt feilt an der Einladung, dass auch die, die an die Hecken und Zäune gehen, das vertreten können.

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Ich hab das bei meiner Freundin kennengelernt. Wir haben das hier und da mal in der Gemeinde umgesetzt ... ist einfach nicht wirklich was für mich. Aber es gibt eben viele Menschen, die das anspricht. - Ich hab (eher) Erfahrungen mit unterstützenden Handlungen für das, was in einem vorgeht. Ich hoffe, die Beschreibung ist verständlich. Ein Beispiel: In einem Kurs (ca. 15 Leute/Gesprächskreis) boten wir (aus der damaligen Gemeinde) an, als Handlung für "ich wünsche dir alles Gute", wenn es nicht aussprechbar war, demjenigen eine Kerze anzuzünden und vor ihn zu stellen. Eine Geste sozusagen, wenn die Worte fehlen. Oder einen Stein in die Hand zu nehmen (gut, da fehlt jetzt der direkte Zusammenhang), alle "schlimmen" Gefühle (Wut, Ärger ...) da "reinzupacken", ihn fest zu drücken und als "Loslassen" den Stein wegzuwerfen, wegzuschleudern ... um frei(er) zu werden/sein ... Das ist ähnlich, denke ich. Nur still sein vor Gott - das bin ich dann doch eher allein oder eben mit den engsten Vertrauten um mich herum ...

JA, die Welt lechzt förmlich nach Ruhe, nach ENT-Spannung, nach Antworten ... nach Wegen/Lösungen ...

Ich werde mit beiden nochmal ins Gespräch gehen, was sie sich denn dabei gedacht haben. Ich vermute eher ein nicht wirklich durchdachtes "hey, das können wir doch auch gleich in der Nachbarschaft anbieten" ... Wir werden sehen. Ja, die Zielgruppe muss klar sein. Und ich muss mit Vorstand und Ältesten reden, ob (weia) und was sie sich dabei gedacht hatten, das auch noch abzusegnen.

So und nu weiter mit Leberwurschtbrötchen und Kaffee ... *schlürf* 😀

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17807

Es muss nicht perfekt sein..... aus Erfahrungen lernt man...

Still sein, ohne etwas tun zu können (Kerze anzünden, Stein in die Hand nehmen, ein Herz aus Papier falten.... ) ist eine Herausforderung und eine Kunst.

Durch die Lesungen gibt es eine leichte Führung.

Frag mal nach der Raumdeko und der Lichtgestaltung. Das macht auch viel aus.

Ich denke, wenn du dich im Gespräch mehr reindenken kannst und sie sich angenommen fühlen trotz "technischer" Mängel, das wäre hilfreich für beide Seiten.

lg
Deborah

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622
Veröffentlicht von: @deborah71

Ich denke, wenn du dich im Gespräch mehr reindenken kannst und sie sich angenommen fühlen trotz "technischer" Mängel, das wäre hilfreich für beide Seiten.

nehm ich mit ... Danke

Veröffentlicht von: @deborah71

Still sein, ohne etwas tun zu können (Kerze anzünden, Stein in die Hand nehmen, ein Herz aus Papier falten.... ) ist eine Herausforderung und eine Kunst.

Das ist es.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @deborah71

Es muss nicht perfekt sein..... aus Erfahrungen lernt man...

Sag ich neulich zu meinem Mann über eine christliche Veranstaltung: "Mein Gott, war die schlecht. Aber XY (= ein geistlich suchender Mensch) fand sie gut."

Sagt mein Mann: "Gott gibt Menschen auch die Gabe des Nicht-Hörens" 😀

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17807

Danke fürs Mitteilen der Story 😀

deborah71 antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1057
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich werde mit beiden nochmal ins Gespräch gehen, was sie sich denn dabei gedacht haben. Ich vermute eher ein nicht wirklich durchdachtes "hey, das können wir doch auch gleich in der Nachbarschaft anbieten" ... Wir werden sehen. Ja, die Zielgruppe muss klar sein. Und ich muss mit Vorstand und Ältesten reden, ob (weia) und was sie sich dabei gedacht hatten, das auch noch abzusegnen.

Das ist wohl schon die Antwort auf die Frage, die sich mir stellte: Was ist denn die ursprüngliche Idee für diese Veranstaltung, wendet sie sich überhaupt an Nichtchristen?

Ich finde "Raum der Stille" einen guten Titel, der aber noch nichts Konkretes aussagt. Wer sich davon angesprochen fühlt, wird auch bereit sein, weiterzulesen.

Ich lese dann ein Angebot an Christen oder besser, Menschen, die mit einem bestimmten Frömmigkeitsstil vertraut sind. "Abendmahl" und "an einen Tisch setzen" bewirkt bei mir in Verbindung mit "Stille" die Assoziation von einer vertrauten, eher kleinen Gemeinschaft, in der schon bestimmte Traditionen etabliert sind. Irgendwie soll es ja auch ums Eingemachte gehen - wer weiß, was da auf einen zukommt. Als Nichtchrist und auch als Christ, der sich nicht dieser Gemeinde anschließen will, würde ich das Gefühl haben, dass ich ein Bedürfnis nach einer besonderen Zeit innerhalb der Gemeinde respektieren sollte. Zum Kennenlernen gibt es ja sicher genug andere Gelegenheiten.

Meine Frage deshalb: Ist es vielleicht so gemeint, dass dort eine innigere, tiefere Gemeinschaft stattfinden soll?

tagesschimmer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Das sind gute Fragen.
Mir wurde der Text geschickt mit der "Anweisung", es in die Nachbarschaft zu geben, die Ältesten seien einverstanden mit dem "Projekt", hab ich beim Vorstand nachgefragt, der hat abgesegnet, dann erst hab ich mich genauer mit dem Text befasst. Der besteht ja aus weit mehr als nur diesem kurzen Ausschnitt. Alles in allem wird tatsächlcih nicht klar, an wen sich das richten soll.

Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Meine Frage deshalb: Ist es vielleicht so gemeint, dass dort eine innigere, tiefere Gemeinschaft stattfinden soll?

Nehme ich mal mit die Frage und kläre sie evtl. heute Abend. Danke.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich schreibe hier nur am Handy, kann nichts zitieren usw.

Was mir bei den bisherigen Posts aufgefallen ist: du merkst die Widersprüche, dich stört die inkludierende Sprache („ich“ als Chiffre für „du“). Es kann sein, dass die Eingeladenen das nicht mal bemerken.
Was nicht heissr, dass man es nicht klarer formulieren soll... Kann nur sein, dass es letztlich nicht drauf ankommt. Ich vermute, dass die Leute „Stille“ und „Abendmahl“ lesen.

Meine persönliche Frage ist, warum man gerade die Abendmahlsfeier mit einer Stille-Erfahrung verbinden will. Das ist doch Gemeinschaft, Fest, Gespräch. Und in dem allen feiern wir unsern Gastgeber (Jesus).

Ich bin in unserer Gemeinde übrigens auch für ein Abendmahl am Tisch mit verantwortlich (Gründonnerstag). Aber bei uns gibt es Musik, Gespräche, Essen 😊

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Ich wiederhole auch noch einmal gerne, dass der Text fast eine halbe Seite lang ist und ich nur einen Auszug als Beispiel zitierte. Ihr dürft mir also alle gern mal etwas mehr Urteilsvermögen zutrauen. 😉

Veröffentlicht von: @maggie-x

Meine persönliche Frage ist, warum man gerade die Abendmahlsfeier mit einer Stille-Erfahrung verbinden will. Das ist doch Gemeinschaft, Fest, Gespräch. Und in dem allen feiern wir unsern Gastgeber (Jesus).

Nein, es geht nicht um eine Abendmahlsfeier, sondern einen Raum der Stille, der als Idee an den Abendmahlstisch angelehnt ist. Die Idee wurde glaube ich auf der MEHR-Konferenz oder einer anderen aufgeschnappt, abgewandelt und nun bei uns in dieser Art eben geplant und umgesetzt.

😊

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ihr dürft mir also alle gern mal etwas mehr Urteilsvermögen zutrauen. 😉

Ich verstehe jetzt nicht, an welcher Stelle ich dein Urteilsvermögen angezweifelt haben könnte. Im Gegenteil. Ich habe geschrieben, dass du präzise liest und dass dir Widersprüche auffallen - andern Menschen aber vielleicht nicht.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Nein, es geht nicht um eine Abendmahlsfeier, sondern einen Raum der Stille, der als Idee an den Abendmahlstisch angelehnt ist.

Das habe ich nicht mitbekommen oder überlesen.
Aber dann leuchtet mir das Konzept schon mal mehr ein.
Ich hatte gelesen: Abendmahlszeit mit integrierter Stille.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622
Veröffentlicht von: @maggie-x

Ich verstehe jetzt nicht, an welcher Stelle ich dein Urteilsvermögen angezweifelt haben könnte. Im Gegenteil. Ich habe geschrieben, dass du präzise liest und dass dir Widersprüche auffallen - andern Menschen aber vielleicht nicht.

So, hab die Brille jetzt mal abgenommen 😀 ... ich habs tatsächlich anders gelesen ... krass ... Danke für den nochmaligen Hinweis.

Nachtrag vom 03.04.2019 1313
'tschuldigung *ranhäng*

neubaugoere antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1057

Mein Eindruck für eine innigere Gemeinschaft und das Verteilen in der Nachbarschaft widersprechen sich ja schon. Das bestätigt deinen Eindruck.

Gottes Segen für euer Gespräch heute Abend und besonders viel Weisheit dir. So viel Initiative ist ja eine super Sache. Vielleicht fehlen nur kleine Korrekturen, die gerade durch dich kommen sollen. 😊

tagesschimmer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622
Veröffentlicht von: @tagesschimmer

Gottes Segen für euer Gespräch heute Abend und besonders viel Weisheit dir. So viel Initiative ist ja eine super Sache. Vielleicht fehlen nur kleine Korrekturen, die gerade durch dich kommen sollen. 😊

Ja, diese "viele Initiative" ... war vorher nie da, wurde gerade auf dem Mitarbeiterwochenende angesprochen und schwupp, wird dann mal eben auf die Schnelle ... (ist mein Eindruck, ist mir auch klar)
mir ist zuerst aufgefallen, dass ich Nichtgläubige nicht in dem Slang von Gläubigen einladen kann. Nach und nach stellte ich dann auch fest, dass gar nicht klar ist, wen wir einladen wollen und ob das wirklich überlegt ist, diese Aktion (ist erstmalig dieser Art).
Ich selbst bin seit vier Jahren in der Nachbarschaft per Stammtisch unterwegs, nicht superaktiv, aber unterwegs. Ich habe vor einem halben Jahr angefangen, für das Café in unserer Gemeinde zu "werben", das wir ebenfalls vor vier Jahren ins Leben gerufen haben als einen Ort, einfach auszuspannen, aufzutanken etc. ... Anfänglich nur für die Gemeindeglieder, weil die einfach zu wenig Zeit "einfach so" miteinander verbringen. Für Freunde war es auch schon immer offen, nun haben wir in die Nachbarschaft geöffnet quasi ... Wir hatten auch zum Gospelchor über die Nachbarschaft aufgerufen. Es kamen auch Nachbarn, aber im Moment sind es mehr Gemeindeglieder als Nachbarn, das hat auch stark nachgelassen wieder ... Die Gemeinde ist in der Nachbarschaft überhaupt nicht bekannt. Trotz Reklameschildern & Co. ... Anfangen - ja, unbedingt. Aber die Art und Weise spielt schon auch eine Rolle, denke ich.

Danke für die guten Wünsche für heute Abend.
😊

neubaugoere antworten
Tagesschimmer
(@tagesschimmer)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 1057
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ja, diese "viele Initiative" ... war vorher nie da, wurde gerade auf dem Mitarbeiterwochenende angesprochen und schwupp, wird dann mal eben auf die Schnelle ... (ist mein Eindruck, ist mir auch klar)

Ging es denn um Initiative für Nichtchristen oder einfach insgesamt mehr anzubieten? Wenn die Motivation ist, brav ein Ziel der Gemeinde abzuhaken oder gar persönlich zu glänzen, wäre das natürlich doof. Bin gespannt, was du heute erreichst.

tagesschimmer antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Das Gespräch war gut, konstruktiv, erfolgreich.
😊 Wir haben verstanden, was der jeweils andere möchte und haben gemeinsam mit der dritten anwesenden (helfenden) Person nach Worten gesucht und einiges gefunden. 😊

neubaugoere antworten


Adjutante
Beiträge : 1981

Hi,
wir haben mal in einer Stadt in Verbindung mit dem Weihnachtsmarkt einen "Raum der Stille" angeboten, in dem man einfach an einer ruhigeren Stelle eine Gebetsecke mit wenigen Bibelversen in Din A4 und DinA 3 aufgebaut hat.
Während einem Kreiskirchentag für 1.300 Schüler stand ein Pavillion als Raum der Stille zur Verfügung. Es kamen sehr sehr viele Schüler, um "Briefe an Gott" zu schreiben. Dafür hatte ich zwei Schuhkartons bereit gestellt mit der Aufschrift "Dank" und "Bitte".

War gut und nachhaltig.

adjutante antworten
6 Antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

sehr cool
Schließe ich daraus richtig, dass sich das Angebot selbst an Christen oder Gläubige richtete?

Wir hatten in Gebetstreffen auch mal aus Stühlen und Decken einen Thron gebastelt, auf den man klettern und auf ihm verweilen konnte. Oder eine Ecke mit Ermutigungen ... eine Ecke als "Hand" gestaltet, in der man dann sich einkuscheln konnte ...

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1981
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Schließe ich daraus richtig, dass sich das Angebot selbst an Christen oder Gläubige richtete?

Nein. Das Angebot war offen für alle, die das Bedürfnis nach Stille hatten. Zum Kreiskirchentag waren alle Schulen von unserem Kirchenkreis von der ersten bis zur sechsten Klasse eingeladen. Samstag nachmittags waren dann auch Erwachsene dazu eingeladen. Viele haben diese Art zum ersten Mal erlebt ...

adjutante antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Schön, wenn (nichtgläubige) Menschen das Angebot angenommen haben. 😊 - Darf ich fragen, WIE Ihr dazu eingeladen habt?

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1981

Gar nicht besonders. Auf dem Weihnachtsmarkt und auch während dem Kreiskirchentag stand ganz einfach nur jeweils ein Pavillon mit einem Hinweis "Raum der Stille". Wenn die Leute gekommen sind wurde in kurzen Worten erklärt ...
Für die Kinder hatte ich den Pavillon drinnen und draußen mit Tüchern geschmückt und das letzte Mal ein paar Sorgenfresser aufgehängt (das vorletzte Mal also ohne). So wurde auch hier den Kindern kurz geschildert, um was es wirklich geht. Dass Jesus unsere Sorgen umwandeln kann ...

adjutante antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Ah. Sowas hatten wir mal hier in der Einkaufsmeile ...
Danke für den Einblick.

neubaugoere antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1981

Interessant 😊 Also, wir haben uns einfach eingereiht in den Markt der Möglichkeiten.

Sehr gerne!

adjutante antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie seht Ihr das?

Hi Neubaugöre,

als ich den Text heute morgen las, dachte ich spontan, das wäre was für mich. Ich bin ein Zweifler vor dem Herrn, wahrscheinlich in eurem Sinne kein Christ. Gleichzeitig suche ich immer wieder den Kontakt und der stille Raum mit kleinen Impulsen und Zeit zum Nachdenken über den eigenen Glauben und die eigenen Zweifel sprechen mich an.

Muss immer alles zielführend sein, so zielführend, dass man gleich ein (gewünschtes) Ergebnis hat, als Gemeinde? Kann es nicht genügen, dass man einen Raum (der Stille) für Menschen bereit hält, die das einladend empfinden?

Dieser Abend könnte ein kleiner Meilenstein auf dem langen Weg des Lebens sein, etwas an das man sich gerne wieder erinnert. Vielleicht nimmt man einen Impuls mit in den Alltag, der weiter wirkt.

Ich war früher öfters in der sog. Thomasmesse, ein Gottesdienst für Zweifler. Es sind im Rückblick diese Gottesdienste, an die ich mich noch gut erinnere. Auch an die Stimmung, die Stille, die gut tat.

Als ich heute abend die viele Kritik las, dache ich, ich muss dir das schreiben. Vielleicht wollte ihr ja Menschen wie mich erreichen, das dürfte dann vielleicht klappen 😊

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1 Antwort
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12622

Danke für Deine Rückmeldung.
Den Gedanken der vollkommenen Stille haben wir auch vertieft in dem Gespräch gestern, das sehr konstruktiv war. Die Initiatoren möchten alle Menschen ansprechen, sowohl die Zweifler als auch Gläubige und sogenannte Ungläubige. Für alle soll etwas dabei sein.

Wir haben den Gedanken der "Absicht" noch einmal vertieft.
Und ich glaube, wir dürfen alle lernen, zu vertrauen - IHM zu vertrauen, dass ER es mit seinem Geist wohl machen wird und uns leitet, wie ER es versprochen hat.

Ich glaube, es wird gut. 😊

neubaugoere antworten


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