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Therapieablehnung bei unheilbarer Krankheit

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ke56
 ke56
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo,

ich habe eine Krebsdiagnose erhalten, unheilbar, schlechte Prognose. Restlebensdauer schwer zu sagen, kleine einstellige Zahl an Jahren. Der durch diese Krankheit verursachte Tod ist langsam und grausam. Unerträgliche Schmerzen, Knochenbrüche, Lähmungen, usw. Ich habe mir überlegt, wenn ich jetzt eine akute Krankheit bekommen sollte, wie z.B. eine schwere Lungenentzündung, die durch entsprechende Behandlung, z.B. Antibiotika, überstanden werden könnte: ist es mit der Unverfügbarkeit unseres Lebens, gehört ja zur "Glaubens-DNA" jeden Christen, vereinbar, jede Behandlung abzulehnen, und dem "Leben seinen Lauf zu lassen"? Oder ist eine solche Krankheit dann vielleicht sogar ein "Gnadenangebot"? Es sit ja auch nicht sicher, dass ich diese Krankheit auch ohne Behandlung überlebe. Mich würden möglichst viele Meinungen dazu interessieren.

LG ke56

 

Antwort
36 Antworten
Deborah71
Beiträge : 23519

Hast du mal die Diagnose "unheilbar" bei Doktor Jesus auf den Tisch gelegt, um eine zweite Meinung zu erhalten?

deborah71 antworten
25 Antworten
ChrissBee
(@chrissbee)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 15

@deborah71 wow, das nenne ich Mal eine gute Antwort 🙂

Psalm 103:1-2

@ke56 wie geht es dir inzwischen?

chrissbee antworten
Wellermadche
(@wellermadche)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 29

@deborah71 

Die Antwort finde ich leider ziemlich daneben. Ich weiß nicht, ob du es gut gemeint hast, aber leider gibst du eine häufig benutzte Standardantwort von Christen/-innen, die meist mehr schadet und abschreckt, als nützt.

 

wellermadche antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@wellermadche

Warum? 

tristesse antworten
Wellermadche
(@wellermadche)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 29

@tristesse 

weil, wenn man kein Christ ist, dann mi diesem gut gemeinten Rat nichts anfangen kann - 

und wenn man Christ ist, wird einem ja indirekt unterstellt, man hätte vergessen, sich an Jesus zu wenden - oder noch schlimmer, als wäre man nicht gut genug im Glauben und käme da nicht von selbst drauf.

Mein Rat an alle, die wirklich helfen wollen und nicht nur ihr eigenes frommes Gewissen beruhigen wollen:

Geht auf Menschen in Not ohne fertige Lösungen und Rezepte zu.

Und besser als „ich bete für dich, dass du gesund wirst“ ist

“darf ich für dich beten? Und wenn ja: wofür soll ich beten?“

Manchmal ist für den Kranken wichtiger, dass für seine Familie gebetet wird, manchmal, dass ein offenes Gespräch mit den Angehörigen stattfinden kann.

 

Als Nichtbetroffener von schwerer Krankheit kann man sich einfach nicht in die Situation von Kranken und Angehörigen hineinversetzen, so sehr man sich auch bemüht. 
Aber meist wird Offenheit und ehrliche Fragen positiv aufgenommen 😊

 

wellermadche antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@wellermadche

Danke für die Antwort, ich sehe es genau so. Mich hat nur einfach die Begründung interessiert. 🙂 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@wellermadche 

weil, wenn man kein Christ ist, dann mi diesem gut gemeinten Rat nichts anfangen kann -

Trifft hier nicht zu, denn es wurde christliche Glaubens-DNA erwähnt.

und wenn man Christ ist, wird einem ja indirekt unterstellt, man hätte vergessen, sich an Jesus zu wenden - oder noch schlimmer, als wäre man nicht gut genug im Glauben und käme da nicht von selbst drauf.

Das ist nun dein Reaktionsknopf, auf den du reagiert hast.

Mir geht es um konkrete spezifische Anfrage durch die Kranke an Jesus, denn ihre Entscheidung in so einem schwerwiegenden Erkrankungsfall mit dem Gedanken an  Medikamentenverweigerung resp. Palliativbegleitung mit Schmerzlinderung oder nicht, sollte nie auf Menschenmeinung aus der Umgebung beruhen.

Als Nichtbetroffener von schwerer Krankheit kann man sich einfach nicht in die Situation von Kranken und Angehörigen hineinversetzen, so sehr man sich auch bemüht.

Klares Jein.

Ja, denn jede Person erlebt Krankheit aus ihrer persönlichen Prägung heraus.

Nein, denn hier setzt du voraus, dass alle anderen einschließlich meiner Person ständig wohlbehütet in einem Paradies ohne Herausforderungen gelebt haben. Das ist seltenst der Fall.

Soweit meine Antwort zu deinem Einwand. 

sei gesegnet

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71

Was soll denn eine "christliche Glaubens DNA" sein? 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse 

Da frag doch bitte die TE, sie hat diesen Ausdruck verwendet im Eingangspost.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71

Ach so. Ich dachte du wüsstest, was du zitierst. 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse

Mir hat der Hinweis auf christlich genügt.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71

Echt?

Ich find es unabdinglich, dass man inhaltlich versteht, was man zitiert. Wenn man nämlich rät oder sich drauf verlässt, dass alles was "Christlich" klingt auch automatisch biblisch sein muss, kann man ganz schön auf die Nase fallen.

Aber gut, macht das Leben natürlich leichter, wenn man nicht prüft. 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse 

Echt. 

Übrigens wurde keine Vers so oft ausserhalb des Kontextes von Prophetieprüfung verwendet, wie derjenige mit "prüfet alles".  😉 

deborah71 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@deborah71 Moin.

Verstehe ich dich richtig: Du beziehst 1.Thess. 5,21 ausschließlich auf 1.Thess 5,20?

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@lubov 

Bislang ja an dieser Stelle.

Lu17 setzt zwischen beide Verse einen Punkt. Die Elb macht ein Komma und verbindet so beide Aussagen.

Prüfen von Lehre anhand der Schrift steht woanders in einem anderen Zusammenhang.

Prüfen von Propheten, also die Personen anhand der Frucht, steht auch woanders.

Hier im Threadthema geht es um keinen der Punkte. 

 

 

deborah71 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@deborah71 Du hast völlig Recht, das ist hier offtopic. Da ich es eine interessante Frage und eine gute Möglichkeit finde, ins Gespräch zu kommen, habe ich einen neuen Thread eröffnet, vielleicht magst du ja dort teilnehmen.

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@lubov 

Danke für die Einladung. Da schau ich gerne rein und bin gespannt, was so zusammengetragen werden wird an persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen damit.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71

Ja und?

Ich hab den Vers ja nicht zitiert.

Ich hab lediglich gesagt, dass es unabdinglich ist, Aussagen zu prüfen bevor ich sie übernehme. Dazu brauch ich kein Gebot, das sagt mir mein Menschenverstand.  Nur weil es im Kolosserbrief vermutlich um Prophetie in der Stelle geht, bedeutet es ja nicht, dass wir alles ausser der Prophetie ungefiltert durchwinkem sollen. 

 

 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse 

Um biblisch ging es gar nicht und auch nicht um irgendeine Lehre. Ich habe den Ausdruck so verstanden, dass er beschreiben sollte, ob ihre Gedanken mit christlichem Glauben vereinbar wären und sie kein passendes umgreifendes Wort gefunden hat. Wozu sollte ich den Ausdruck jetzt so hoch hängen, wo es nicht um den Ausdruck an sich geht, sondern um die Notsituation in der sich die TE befindet? Schließlich ist das hier kein Thread in Theologie....

Also, das sehr hoch hängen ist bei der Prüfung gerade durchgefallen. 😉 

 

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71 

Um biblisch ging es gar nicht und auch nicht um irgendeine Lehre. 

Mir aber, es ergab sich aus dem Gespräch.

Du hast einen Ausdruck verwendet, den ich nicht verstanden habe. Also hab ich nachgefragt und Du wolltest / konntest mir nicht erklären, was damit gemeint ist. Daraufhin hab ich meiner Verwunderung Kenntnis verliehen und es hat sich ein Austausch darüber entwickelt, der sogar einen neuen Thread hervorgerufen hat. So unwichtig scheint das ja nicht zu sein.

Ich nehme zur Kenntnis, dass Du mir in dem Punkt nicht weiterhilfst und damit ist es jetzt auch gut. Ich hoffe, dass die TE sich dazu noch äußert.

Also, das sehr hoch hängen ist bei der Prüfung gerade durchgefallen. 

Dass ich hier vor einem Prüfungsausschuss sitze und "durchfallen" kann, war mir nicht klar. Danke dass Du mich darüber informierst. 

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse 

Ach nein, Trissi, nicht du sitzt vor einem Prüfungsaussschuß, sondern auf einfach Deutsch: habe ich das Hochhängen des Ausdruckes Christliche-DNA  einfach für mich unter "will ich so nicht handhaben" abgelehnt.

Da es gerade aber um das Thema Prüfen ging, fiel meine Wortwahl auf prüfen als Fortführung im Wortspiel.

Ja, bei dem Ausdruck kann dir nur die TE weiterhelfen. Sagte ich ja bereits.  Vielleicht meldet sie sich ja nochmal und hilft dir weiter mit ihrer Erklärung.

deborah71 antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@deborah71 

Ich danke Dir, da hab ich Dich falsch verstanden und das war keine Absicht.

Für mich ist damit die Diskussion um das Thema hier beendet, einverstanden?

tristesse antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@tristesse 

Einverstanden 🙂 

deborah71 antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@tristesse Ich lese Deborah da anders - nicht du wurdest geprüft und bist durchgefallen, sondern sie fand es einfach nicht so wichtig, den Begriff zu prüfen - nachdem das dann kritisiert wurde, hat sie geprüft, ob es für sie wichtig (hochzuhängen) sei, den Begriff zu hinterfragen - und das ist für sie weiterhin nicht so, also "bei der Prüfung durchgefallen".

Mal gucken, was sie sagt, was sie tatsächlich meint.

lubov antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2026 Jahren

Beiträge : 19561

@lubov 

Hat sie schon, vielen Dank fürs vermitteln 😉 

tristesse antworten
lubov
 lubov
(@lubov)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 2684

@tristesse Ja, gerne - ich bin manchmal doch zu langsam. Aber mir ging's eher um den Austausch über Worte mit dir - zu vermitteln zwischen Deborah und dir war da eher "angenehmer Nebeneffekt.".

lubov antworten


Kintsugi
Beiträge : 831

@ke56 Zunächst mal tut es mir leid, dass Du so eine Diagnose erhalten hast und ich werde gerne im Gebet an Dich und Deine Lieben denken.

Dann möchte ich Dich (und/oder Deine Angehörigen, wenn Dir die Kraft fehlt) doch bitten und ermuntern, nach aller Unterstützung zu suchen, die Du bekommen kannst. Sowohl in seelischer, therapeutischer, seelsorgerischer Hinsicht als auch in Hinblick darauf, dass Du nicht unerträgliche Schmerzen leiden musst.

Deine konkrete Frage kann ich für Dich nicht beantworten. Ich nehme doch an, Du bist weiter in ärztlicher Betreuung und nicht einfach quasi ins Nichts entlassen worden. Dieses Frage würde ich ruhig auch mit einem Mediziner Deines Vertrauens (den Du hoffentlich hast) erörtern.

 

kintsugi antworten
Jack-Black
Beiträge : 3961

@ke56 

ist es mit der Unverfügbarkeit unseres Lebens, gehört ja zur "Glaubens-DNA" jeden Christen, vereinbar, jede Behandlung abzulehnen, und dem "Leben seinen Lauf zu lassen"?

 

Zu dieser Frage kann ich Dir als Nicht-Christ selbstverständlich keine Antwort geben, vermute aber, dass es trotz aller "Glaubens-DNA" da die unterschiedlichsten Antworten auch von Christen geben dürfte.

Als Mensch und als Deutscher kann ich nur sagen: Jeder sollte das Recht und die Möglichkeit haben, selbst darüber zu bestimmen, ab wann ihm/ihr das Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Ich habe "als Deutscher" hinzugefügt, weil wir hier in Deutschland eigentlich längst ein Recht darauf haben sollten, in Situationen wie Deiner auch Hilfe zu bekommen, wenn wir unserem Leben ein würdiges Ende setzen wollen, statt, wie Du es beschreibst, auf grausame und schmerzvolle Weise sterben zu müssen. Indirekt wurde so längst höchstrichterlich entschieden, nämlich mit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2020, in welchem klar gesagt wurde, dass das Verbot der "Gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung" nicht mit der Verfassung vereinbar sei.

Seit Februar 2020 drückt sich die deutsche Politik darum, diese Urteil in der Praxis anwendbar zu machen, dafür dürfen wir uns ganz direkt bei unseren Gesundheitsministern bedanken.

Also: in meinen Augen (und ich sehe mich da auf einer Linie mit unserem höchsten deutschen Gericht) hast Du das Recht, selbst zu bestimmen, ob und wann Du eine Abkürzung der von Dir befürchteten Leidens-Prozedur nimmst. Entsprechend halte ich es für Dein ganz selbstverständliches Recht, in einem Fall, wie Du ihn hier skizzierst, auf eine lebensverlängernde Behandlung zu verzichten.  Mir wäre so ein eventuelles "Gnadenangebot" ehrlich gesagt noch zu wenig. Wäre ich an Deiner Stelle, ich suchte nach einer Möglichkeit, [ - gestrichen -; mfg fr:-)sch80-mod ], um es genau dann, wenn ich es entscheide, einnehmen zu können. Jede zur Selbstbestimmung fähige Person hier in Deutschland sollte das können.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, mit Deiner Diagnose umzugehen und dass Du in deiner verbleibenden Lebensspanne noch viele schöne Dinge erleben mögest!

jack-black antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 20857

@ke56 

Wie sieht es denn mit deinem Gewissen in der Hinsicht aus? Wenn du hier im Forum fragst, bist du dir selbst nicht ganz klar? Widersprechen sich dein Wunsch und das, was du glaubst? Oder dein Wunsch und das, was von christlicher Seite dazu kam?

Du solltest m.M.n. für dich selbst forschen und im Gespräch mit Jesus zu einer Entscheidung kommen. Die Überzeugungen oder Erkenntnisse anderer werden dir am Ende nicht helfen können, wenn du nicht selbst im Glauben dahinter stehst. 

Ich gebe nur zu bedenken, dass eine andere schwere Krankheit unbehandelt zwar zum Tod führen kann, wenn der Organismus bereits geschwächt ist, andererseits aber nicht zwingend muss und evtl. nur zusätzliches Leid verursacht. Es ist nicht unbedingt die Garantie, schneller oder 'leichter' zu sterben, falls du dir überlegst, dich z.B. bewusst dem Risiko einer Lungenentzündung auszusetzen.

Egal, welche Entscheidung du am Ende triffst, ich wünsche dir Mut, Weisheit, die Kraft und den Frieden Gottes!

 

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ke56
 ke56
Themenstarter
Beiträge : 2

Hallo,

danke für die Antworten, die inhaltlich teils doch sehr weit auseinander liegen.

Zunächst mal zu Doktor Jesus: natürlich gibt es immer wieder Spontanheilungen, auch bei so "aussichtslosen" Fällen wie meinem, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen. Warum soll da nicht Jesus der Heilende gewesen sein? Das halte ich durchaus für möglich, absolute Gewissheit kann ich nicht haben, ich bin gläubig, nicht wissend. Aber dennoch muß ich darauf vorbereitet sein, dass an mir kein Wunder vollzogen wird. Vielleicht ist mein Glauben ja zu schwach, kleiner als ein Senfkorn, aufgrund dessen an mir kein Wunder geschehen kann, Stichwort "Ein Glaube wie ein Senfkorn kann Berge versetzen". Wir alle treffen ja auch Vorsorge für unser Leben, obwohl wir ja auch wortwörtlich darauf vertrauen könnten, wie geschrieben steht: "Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? 26Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?"

Ich möchte nicht, wie von Goldapfel vermutet, mich bewusst dem Risiko einer akuten Zweiterkrankung aussetzen. Ich halte es eben nur für möglich, dass mich eine solche ereilen kann, zumal mein Körper sowieso schon geschwächt ist. Als Beispiel habe ich eine Lungenentzündung angeführt, aber es kann natürlich auch etwas ganz anderes sein.

Natürlich erwarte ich keine konkrete Antwort, nach der Art, so ist es richtig oder falsch. Ich möchte eigentlich nur eine Art Stimmungsbild von Geschwistern im Glauben bekommen. Ich muß ich am Ende ganz selbst entscheiden, aber wir sind im Glauben ja nicht allein, und jeder Beitrag kann mir dabei helfen, zu der für mich richtigen Entscheidung zu kommen.

@Goldapfel: die Fragen am Anfang deiner Antwort kommen meiner seelischen Notlage recht nahe. Glaube, Verstand, Gewissen und Emotionen sind nicht im Gleichklang. Ich bin gerade dabei, für mich selbst zu forschen und im Gespräch mit Jesus Klarheit zu bekommen. Das ist aber ein längerer Prozeß, und ich hole mir da Hilfe, wo ich nur kann. Auch hier im Forum.

ke56 antworten
3 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@ke56 

Vielen Dank für deine Offenheit, deinen Mut.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr beide zu einer Lösung kommen werdet, die zu dir passt, einen Weg findet, der gangbar ist. Dass das Zeit braucht, müsste jedem klar sein. Aber ich wünsche dir von Herzen, dass du bald deinen Frieden darüber findest.

Das mit dem bewussten Risiko "musste" ich schreiben, ich kenne dich ja nicht. 😉  Aber ich bin froh, dass du das nicht vorhast.

Was mögliche Infekte o.ä. angeht, ist die Frage, ob es nicht genug Zeit ist, darüber nachzudenken, wenn du einen hast.                                                    Auch da im Gespräch mit Jesus und deinem Arzt. Es hinge für mich sicherlich davon ab, wie die Prognose zu diesem Zeitpunkt wäre, ließe ich ihn nicht behandeln, in welchem Gesamtzustand ich dann wäre.

Für den Fall, dass ich bereits halb im Koma läge, hätte ich vermutlich eine Verfügung, was gemacht werden darf und was nicht mehr. Wobei ich nicht weiß, ob man das festlegen kann, dass dann nicht mehr behandelt werden soll. Ob Antibiotika Gabe beispielsweise in Richtung lebensverlängernde Maßnahmen geht...Da ist dein Arzt der richtige Ansprechpartner. Wobei ich eine Patientenverfügung immer für sinnvoll halte.

Ich hoffe, du hast in deinem Leben Menschen zur Seite, die dich begleiten können. Ziemlich sicher bin ich mir jedoch, dass ab jetzt einige zusätzliche Gebete für dich emporsteigen. 

 

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Evana2
 Evana2
(@evana2)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 475

@ke56 

was ich dir mit auf dem Weg geben kann, ist ein Gedicht, eine Reaktion und eine Lebensveränderung darauf und auch
eine eigene Erfahrung im Umgang mit einem Schwangerschaftsabbruch. Es kann dir helfen, eine Entscheidung zu treffen,
bzw. deinen Glauben zu stärken.

Vor vielen Jahren arbeitete ich als Praktikantin in einem Altenheim. Mir wurde die Essensgabe bei einer dementiell erkrankten 
Frau (etwa fast 100 jährig) anvertraut, die unter heftigen Kontrakturen litt und wohl auch beim An- bzw. Ausziehen heftig schrie.

Um diese Frau kümmerte ich mit mit größtmöglicher Liebe beim Essen reichen und streichelte ihre Hand dabei. Es tat ihr sichtlich
gut, da ab und an eine Träne der Rührung zu sehen war. 

In dem Essraum bzw. Tagesraum waren etwa 6 Personen anwesend, als ich einmal in einer ruhigen Minute, folgendes Gedicht
vortrug.

 

König im Herzen

Es regiert in meinem Herzen 
dieser König lieb und mild.
Ja, Er nimmt mir meine Schmerzen,
denn Er ist mein Trost und Schild.

Dieser König ist die Wahrheit,
dieser König ist das Licht.
Folge Ihm, Er gibt dir Klarheit,
bleibe doch im Dunkeln nicht.

Folge Ihm, so wirst du leben
bis in alle Ewigkeit.
Ja, Er wird dir noch mehr geben:
Friede, Freiheit, Seligkeit.

Ja, Er gibt dir auch die Liebe,
die zu jedem Menschen spricht:
Folge nicht dem eignen Triebe,
folge doch dem ew´gen Licht.

Dieser König hat ´nen Namen
und das ist: Herr Jesu Christ.
Dazu sage ich nur: "Amen",
weil Er mein Erlöser ist.

(Evana 1997)

Neben mir hörte ich plötzlich eine Stimme: "Ich habe keinen Herrn!" Die Frau, von der ich nicht wusste, dass sie reden konnte,
bat darum, dass ich ihr halt, Jesus als ihren Herrn anzunehmen.
Später habe ich dann in ihrem Zimmer mit ihr gebetet. Es war so niedlich, wie sie Jesus bat, in ihr Leben zu kommen.
Einige Zeit danach, ich hatte mittlerweile andere Arbeiten zu erledigen, sah ich sie, wie sie mit friedlichen Gesicht selbstständig aß.

Eine Pflegerin, die sie an- und auszog, sagte mir, dass diese Frau nach diesem Gebet, so lieb geworden war. Jesus hat wohl in dieser Zeit in ihr einige Schmerzen beseitigt und sie selig gemacht.

----

Nun noch zu meinem Erlebnis mit der Schwangerschaft. 1989 war ich in der 5. Schwangerschaftswoche. Kurz nach dem Schwangerschaftstest setzten Blutungen ein und der Arzt verordnete Bettruhe, damit sich das befruchtete Ei einnisten konnte.
Eine Woche später konnte er immer noch nicht das Ei sehen und ich musste ins Krankenhaus: Verdacht auf Eileiterschwangerschaft.
Dort waren die Ärzte am Rätzeln. Rechter oder linker Eileiter? Schwanger, aber nichts zu sehen.
In meiner Not betete ich zu Gott: Herr, dein Wille geschehe! Du weißt, was zu machen ist. Ich gebe mich in deiner Hand.
Kurz nach dem Gebet setzten heftige Schmerzen ein und das Ei ging von selbst ab. Ich war froh und erleichtert, dass ich nichts unters Messer musste.

 

Wie es auch bei dir aussehen und ausgehen wird. Gott hat dein Leben in seiner Hand und sein Wort und Wille steht über allen anderen Äußerungen der Ärzte. Ich wünsche dir seinen Frieden.

Liebe Grüße

Evana

evana2 antworten
speedysweety
(@speedysweety)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 3771

@ke56

 

Hallo ke56, es tut mir sehr leid, dass Du so schwer erkrankt bist. Ich hatte Krebs immer wieder im persönlichen Umfeld, sowohl mit gutem als auch mit schlechtem Ausgang. 

Mit der Beantwortung Deiner eigentlichen Frage tue ich mich schwer, weil ich darüber erstmal tiefer nachdenken müsste. Mein erster Gedanke, der aber noch nicht zu Ende gedacht ist, geht aber schon in die Richtung, dass es in Ordnung ist, eine Behandlung unter den Umständen abzulehnen. Ich persönlich denke, dass Gott so ein weites Verständnis hat, dass er das durchaus versteht und erstmal Dich und Dein Leid wahrnimmt, moralische/philosophische Fragen denke ich sind da erstmal zweitrangig für ihn. Es geht ihm um den Menschen.

Das sind mal meine ersten spontanen Gedanken dazu. Zu was ich aber dann schon eine klarere Meinung habe ist dazu:

. Vielleicht ist mein Glauben ja zu schwach, kleiner als ein Senfkorn, aufgrund dessen an mir kein Wunder geschehen kann, Stichwort "Ein Glaube wie ein Senfkorn kann Berge versetzen".

Ich glaube nicht, dass es an Deinem schwachen Glauben liegen würde, wenn kein Wunder geschieht. Ich hatte früher einen geistlichen Mentor, er war wie ein Vater für mich und hatte einen unerschütterlichen Glauben. Leider hat er Lungenkrebs bekommen. Er hat unerschütterlich geglaubt, dass er geheilt wird, hat Chemos abgelehnt. Sein Zustand ging auf und ab, aber die Tendenz ging dazu, dass es insgesamt schlechter wurde. Er hat weiter geglaubt und im Endeffekt kam erst wenige Stunden vor seinem Tod eine Nachricht von ihm, in der man herauslesen konnte, dass er nun weiß, dass er sterben wird. Er ist trotz seines Glaubens an Heilung innerhalb von 4 Monaten nach Diagnosestellung gestorben. 

Wieso schreibe ich das? Deine Situation ist eine sehr schwierige Situation und ich denke, das Letzte, das Du dazu noch brauchen kannst, ist ein Leistungsdruck, bei dem Du denkst, dass Dein Leben von Deiner Glaubensleistung abhängt. Denn das wäre ein falscher Leistungsdruck und Herausforderungen hast Du gerade sicher wahrlich genug. Versteh mich nicht falsch, ich glaube schon, dass Gott heilen kann. Ich glaube aber nicht, dass es davon abhängt, wie sehr wir glauben. Ehrlich gesagt erschließt sich mir nicht, warum Gott manchmal heilt und manchmal nicht. Ich persönlich habe beides schon im Umfeld erlebt. 

 

Deine Einstellung, die Du hier beschreibst, halte ich übrigens für eine realistische, rationelle und gute Einstellung: 

Zunächst mal zu Doktor Jesus: natürlich gibt es immer wieder Spontanheilungen, auch bei so "aussichtslosen" Fällen wie meinem, die sich wissenschaftlich nicht erklären lassen. Warum soll da nicht Jesus der Heilende gewesen sein? Das halte ich durchaus für möglich, absolute Gewissheit kann ich nicht haben, ich bin gläubig, nicht wissend. Aber dennoch muß ich darauf vorbereitet sein, dass an mir kein Wunder vollzogen wird.

 

speedysweety antworten


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