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Was ist die unverzeihliche Sünde?


Schlüsselkind
Themenstarter
Beiträge : 991

Wenn jemand an einer Eucharistie teilgenommen hat und öffentlich sagt, dass der dabei eine mystische Erfahrung hatte und nicht wusste, ob das gut war. Und falls die Katholiken Recht haben und dass der eucharistische Jesus war, hat der dann gegen ihn gelästert? Und wenn sich jemand öfter fragt, ob was er mystisch erfahren hat, vom heiligen Geist war oder nicht und den Gedanken hat, dass etwas, dass er mystisch erfahren hat vom Teufel war oder das zeitweise glaubt, obwohl es vom heiligen Geist war, ist das dann die unverzeihliche Sünde? Und falls nein, warum nicht? Kann mir jemand die unverzeihliche Sünde erklären?

Antwort
48 Antworten
Deborah71
Beiträge : 23519

Wenn jemand unsicher ist, ist er fragend und braucht Unterweisung in Unterscheidung.

Wenn jemand weiß, dass der Heilige Geist gewirkt hat und behauptet wider besseres Wissen, dass es vom Teufel sei , da ist die Sünde wider den Heiligen Geist.

deborah71 antworten
36 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Woher weiß man ob man unsicher war oder wusste? 

Also wenn jemand den heiligen Geist erfährt und nur sagt, dass der nicht weiß ob das gut war und wenn jemand den heiligen Geist erfährt und glaubt, dass das vom Teufel war, aber die Erfahrung nicht beschreibt und sagt, dass das vom Teufel war, ist das KEINE UNVERZEIHLICHE SÜNDE?

Hab ich das richtig verstanden?

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@pumuckl97 

Zum Beitrag

Hab ich das richtig verstanden?

Nicht ganz. Der Endlossatz bringt Verwirrung. Es ist besser, kurze Fragen zu stellen. 

Also wenn jemand den heiligen Geist erfährt und nur sagt, dass der nicht weiß ob das gut war ist das KEINE UNVERZEIHLICHE SÜNDE?

siehe meine Antwort 1:Wenn jemand unsicher ist, ist er fragend und braucht Unterweisung in Unterscheidung.

wenn jemand den heiligen Geist erfährt und glaubt, dass das vom Teufel war

Dann ist er sehr wahrscheinlich falsch gelehrt.  Gehört zu Antwort 1

Die Sünde ist eine bewusste Abweisung und Lüge.
Antwort 2: Wenn jemand weiß, dass der Heilige Geist gewirkt hat und behauptet wider besseres Wissen, dass es vom Teufel sei , da ist die Sünde wider den Heiligen Geist.

Woher weiß man ob man unsicher war oder wusste?

Du fühlst dich doch gerade unsicher und fragst. 

Wenn du unsicher bist, ob etwas vom Heiligen Geist gewirkt ist, dann bitte Ihn doch um eine weitere Bestätigung und ein Hinführen zu einer hilfreichen Stelle in der Bibel.

Gott gibt gute Gaben.

 

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

"Wenn jemand weiß, dass der Heilige Geist gewirkt hat und behauptet wider besseres Wissen, dass es vom Teufel sei"

Was soll das denn für einen Sinn machen?

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Die Pharisäer haben es vorgemacht. Sie wollten Jesus und den Heiligen Geist nicht anerkennen.

Nachzulesen hier:

Mt 12, 22 Dann wurde ein Besessener zu ihm gebracht, blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah.
23 Und es erstaunten die ganzen Volksmengen und sagten: Dieser ist doch nicht etwa der Sohn Davids?
24 Die Pharisäer aber sagten, als sie es hörten: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch den Beelzebul[9], den Obersten der Dämonen.
25 Da er aber ihre Gedanken wusste, sprach er zu ihnen: Jedes Reich[10], das mit sich selbst entzweit ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, die mit sich selbst entzweit sind, werden nicht bestehen.
26 Und wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst entzweit. Wie wird denn sein Reich[11] bestehen?
27 Und wenn ich durch Beelzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
28 Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich[12] Gottes zu euch gekommen.
29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den Starken bindet? Und dann wird er sein Haus berauben.
30 Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
31 Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird nicht vergeben werden.
32 Und wenn jemand ein Wort reden wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wenn aber jemand gegen den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter[13] noch in dem zukünftigen. 

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Und Du meinst, dass sie gewusst haben, wer Jesus war bzw. was der heilige Geist dazu sagt? Das bezweifle ich schwerstens.

queequeg antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

Das hab ich mich auch gefragt..

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Ja.... sie wussten anhand bestimmter Wunder, wer Jesus war. Es gab drei Wunder, die als Zeichen zum erwarteten Messias gehörten. Eines davon war Aussätzige heilen, und das hat er schon sehr früh in seinem Dienst getan (Matthäus 8 war vor Mt 12). Die anderen beiden muss ich nachfragen, die habe ich vergessen.

Was der Heilige Geist dazu sagte, war ihnen wohl nicht klar.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Wenn es wirklich so war, wie Du hier darstellst, hätten sie allesamt nicht alle Tassen im Schrank gehabt. So blöd kann niemand sein, zu glauben dass es Gott auch als oberste Gerichtsinstanz gibt, er also in jedem Fall von ihm zur Verantwortung gezogen würde, und dennoch eine Aussage, die er eindeutig ihm zuordnet, als nicht von ihm deklariert.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Blöd nicht, aber eifersüchtig und voll Machtstreben.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Das macht überhaupt keinen Sinn, wenn sie wussten, was los war.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Versetz dich mal in ihre Situation:

sie wären Jesus rechenschaftspflichtig; sie würden ihre religiöse Oberhoheit verlieren;  ihre Erwartung war über die drei Zeichen hinaus, dass er die Römer aus dem Land treiben würde und sie hatten Angst vor dem Kaiser..es war ja römische Besatzungszeit.....

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Das kann mir alles mögliche erklären, nicht aber, dass Menschen, die wissen, dass Jesus der Messias ist, genau dieses bestreiten - auch wissend, dass sie dafür die höchste aller denkbaren Strafen bekommen werden.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Zum Beitrag

Wissend um die Höchststrafe hast du nicht von mir. Das hast du dazugefügt.

Jesus nennt sie auch mal blinde Blindenführer...  und noch einiges andere. Sie müssen ziemlich verbohrt gewesen sein.

 

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

"die Höchststrafe hast du nicht von mir"

Was wird denn dem versprochen, der nicht an Jesus als Christus glaubt? 2 Tage Wochenendarrest?

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Zum Beitrag

Jetzt springst du über Stock und Stein. Wir sprachen über die Pharisäer in der Zeit vor dem Kreuz.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Verstehe ich Dich jetzt richtig: Die Menschen nach Jesu Tod sind zur Höchststrafe der Nichtigkeit - oder vielleicht auch ewiger Hölle - verurteilt, die Menschen vor seinem Tod aber nicht. Und das obwohl sie, wie ja auch immer wieder betont wird anhand ihrer Schriften wussten, dass der Christus schon längst - nämlich seit Ewigkeiten - da war.

Auch hier versagt mir die Logik.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Zum Beitrag

Nicht zwei Dinge durcheinanderbringen.

Die Theologen vertreten weitgehend die Meinung, dass die Strafe der Pharisäer in der  Zerstörung des Tempels durch die Römer mündete. Also eine Strafe in der Zeit beinhaltete.

Das ist etwas anderes, als die Entscheidung das stellvertretende Opfer Jesu auszuschlagen.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6286

@deborah71 

Deine Argumentation überzeugt mich in keiner Weise. Gerade das - das stellvertretende Opfer Jesu auszuschlagen, haben sie ja gemacht, sonst säßen wir heute nicht bei "jesus.de". Dass es dafür nur eine Zerstörung des Tempels geben soll, kann man dann ja noch ertragen.

Aber lassen wir es dabei bewenden.

 

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@queequeg 

Das stellvertretende Opfer war ja noch gar nicht passiert. Woher sollten sie es denn ausschlagen können.

Alter Bund und neuer Bund haben unterschiedliche Belange.

Aber wenn du alles in einen Topf wirfst, dann kommt natürlich ungeniessbarer Eintopf raus.

deborah71 antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3961

@queequeg Das macht überhaupt keinen Sinn, wenn sie wussten, was los war.

(...)

Aber lassen wir es dabei bewenden.

 

Kenn ich. Man kommt immer wieder mal in Versuchung, den Pudding an die Wand nageln zu wollen. Und immer wieder kommt dann der Punkt, wo man erkennt, dass das nicht geht. 😉

jack-black antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Und wenn die geschilderte Situation einherging mit vielen Wundern, aber derjenige Angst hatte, dass diese Wunder vom Teufel kamen und das zeitweise geglaubt hat, aber nicht laut ausgesprochen? Nur mal gesagt hat, dass er ein falscher Prophet ist, weil er damit meinte, dass Interpretationen der mystischen Erfahrungen ein Irrtum waren? Wusste er dann? Glaubst du, dass die Lästerung dann im Herzen passiert war oder muss man das dafür wissen UND laut vor anderen Menschen sagen, um wirklich den heiligen Geist zu lästern?

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@pumuckl97 

Konstruierst du hier was oder fragst du für jemand anderen?

Wenn du selbst Angst hast, diese unvergebbare Sünde begangen zu haben, dann hast du sie nicht begangen.

Diejenigen die sie begehen haben keinerlei Gewissensbisse.

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Hatte mal geglaubt und gesagt, dass der Teufel Abraham gesagt hat, dass er seinen Sohn umbringen soll und die Sinflut von ihm kam und alles was Lüge und Leid zufügt und hatte phasenweise monatelang richtige Panik, dass ich den heiligen Geist damit gelästert hab. Einmal hab ich es wirklich geglaubt. Dann hab ich mich gefragt, was ich jetzt mache, weil ich dachte die Strafe ist gerecht und richtig, weil Gott ist vollkommen. Da sind mir 3 Möglichkeiten eingefallen: 

Ich bringe mich um.

Ich lebe einfach richtig die Sünde aus und mache nur noch was mich glücklich macht, weil ich darnach eh in die Hölle komme.

Oder ich tue das, was ich für richtig halte, auch wenn ich darnach in die Hölle komme.

Die letzte Entscheidung, die hat Erfüllung gebracht.

Und ja, es ist ein konkretes Beispiel, also real.

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@pumuckl97 

Ach, was eine Qual.

Passt aber nicht zu der Pharisäergeschichte.

Gut, dass du da raus bist.

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Oke.. Danke dir. Manchmal kam dann trotzdem wieder Angst hoch. Aber nicht mehr so wie früher. Deine Antwort beruhigt mich. Ich glaub, ich kann die garnicht mehr tun, wenn Jesus mich führt. Weil er bewahrt mich ja. Wenn das wieder hoch kommt, glaub ich eher, dass ich mich wieder irre und dass ER das mit mir gemeinsam durch steht.

pumuckl97 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@pumuckl97 

Prima. Du hast nun die beiden Unterscheidungssätze und wenn du an der Hand Jesu bleibst, ihn kannst du alles fragen, wenn die Verunsicherung wieder anklopfen sollte. Man muss ja nicht jedem öffnen, ne? 😉

 

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Danke. Lieb von dir.

pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

PS: Die hauptsächliche Motivation, warum ich das mit den 3 Möglichkeiten geschrieben hab war, weil ich dachte, vielleicht kann das jemandem helfen, der sich in einer ähnlichen Lage befindet.. Und auch die 4., dass man sich immer noch irren kann.  

pumuckl97 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2680

@deborah71 

Vielleicht ist das eine kleine Ergänzung?: die Frage nach Jesus Vollmacht in Lukas 20:

1 Und es begab sich eines Tages, als er das Volk lehrte im Tempel und predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und die Schriftgelehrten mit den Ältesten 2 und sprachen zu ihm: Sage uns, aus welcher Vollmacht tust du das? Oder wer hat dir diese Macht gegeben? 3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch eine Sache fragen; sagt mir: 4 Die Taufe des Johannes – war sie vom Himmel oder von Menschen? 5 Sie aber bedachten’s bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht geglaubt? 6 Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen; denn sie sind überzeugt, dass Johannes ein Prophet war. 7 Und sie antworteten, sie wüssten nicht, wo sie her wäre. 8 Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue.

 

adjutante antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@adjutante 

Wie verstehst du das in diesem Zusammenhang?

deborah71 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2680

@deborah71 

Wie verstehst du das in diesem Zusammenhang?

Das bezog sich auf deinen Beitrag oben, dass die Pharisäer imgrunde viel wußten. Genauso, wie sie imgrunde genommen keine Juden werden konnten. Mit der Beschneidung müßten sie das ganze Gesetz halten, das wollten sie aber nicht.

Ja.... sie wussten anhand bestimmter Wunder, wer Jesus war. Es gab drei Wunder, die als Zeichen zum erwarteten Messias gehörten.

adjutante antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@adjutante 

Zum Beitrag

Ich gehe davon aus, dass die Pharisäer beschnitten waren.  Meinst du vielleicht Proselyten?

deborah71 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2680

@deborah71 Bin mir grad nicht mehr sicher. Der Proselyt brauchte ja die Beschneidung und mußte sich reinigen.

adjutante antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@adjutante 

Zum Beitrag

Kein Unbeschnittener durfte in den Tempel.  Du findest sicher heraus, was dir da quer  in den Sinn gekommen ist.

Paulus wurde mal der Vorwurf gemacht, er hätte welche mit in den Tempel gebracht, damals als es um die Naziräerreinigung ging.

deborah71 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2680

@deborah71 

Ja, danke!

adjutante antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@deborah71 Danke für die schnelle Antwort. Hab mich auch gefragt, ob die Absicht dabei eine Rolle spielt. Man kann ja etwas Schlechtes über jemanden erzählen, um anderen mit der Wahrheit zu helfen, aber auch, um einfach jemanden schlecht zu reden, um sich dadurch irrtümlicherweise besser zu fühlen.

pumuckl97 antworten


Gelöschtes Profil
Beiträge : 20857

Hallo Pumuckl,

die Sünde wider den Geist setzt voraus, dass der heilige Geist bereits in dem betreffenden Menschen gewirkt hat und dass der Mensch sich dann wieder von Gott abwendet. Das bedeutet, dass er wirklich Böses tun muss, zum Beispiel finstere Mächte anrufen und mit ihrer Hilfe Magie betreiben.

Zu sagen, eine mystische Erfahrung stamme vom Teufel, obwohl sie vom heiligen Geist gewirkt wurde, ist meiner Meinung nach auf Unsicherheit zurück zu führen, wenn nicht eine gravierende Bosheit gleichzeitig vorliegt.

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7 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@enar 

Zum Beitrag

Das bedeutet, dass er wirklich Böses tun muss, zum Beispiel finstere Mächte anrufen und mit ihrer Hilfe Magie betreiben.

Das ist nicht die Definiton der Bibel in der Geschichte mit den Pharisäern in Matthäus 12.

Was du beschreibst ist ein anderer Fall:  dieser Mensch braucht Befreiung von finsteren Mächten gemäß der Bibel.

 

deborah71 antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@deborah71 

Das geistige Band zu Gott muss zerreißen, also eine absolute Trennung vorliegen. Ansonsten kann die Sünde verziehen werden.

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Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 20 Jahren

Beiträge : 23519

@enar 

^^

deborah71 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@enar Danke. Also du glaubst, die Absicht spielt dabei auch eine Rolle..

Haben eigentlich Hananias und Saphira, die die Gemeinde wegen Geld angelogen hatten und damit Gott belogen, den heiligen Geist gelästert, dass sie deshalb sofort starben oder war das eine andere Sünde? 

pumuckl97 antworten
Gelöschtes Profil
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Beiträge : 20857

@pumuckl97 

Nein, aus meiner Sicht war es eine Lieblosigkeit gegenüber den Geschwistern ihrer Gemeinde, die wohl sehr schwerwiegend war, aber nicht der Absicht entsprang, sich von Gott völlig loszusagen.

Der heilige Geist muss absichtlich aus der Seele des betreffenden Menschen vertrieben worden sein und das bedeutet dass der Mensch gemeinsame Sache mit den Dunkelmächten macht.

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GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 2911

@enar die Sünde wider den Geist setzt voraus, dass der heilige Geist bereits in dem betreffenden Menschen gewirkt hat und dass der Mensch sich dann wieder von Gott abwendet. Das bedeutet, dass er wirklich Böses tun muss, zum Beispiel finstere Mächte anrufen und mit ihrer Hilfe Magie betreiben.

Wie begründest Du diese Lehre?

goodfruit antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 20857

@goodfruit 

Die Begründung liegt in der Bezeichung: Sünde wider den Heiligen Geist.

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GoodFruit
Beiträge : 2911

@pumuckl97 Was soll denn eine "unverzeihliche Sünde" sein?

Ich meine, dass die Behauptung, es könne eine Sünde größer sein als die Möglichkeit des Blutes Christi, diese auszulöschen wäre, schon mal einer üblen blasphemischen Behauptung sehr nahe ist. So eine Person sollte auf sich acht haben, nicht Jesus am Kreuz ins Gesicht zu spucken - denn das tut jemand, der Zweifle an der Macht des Blutes Christi sät. Aber auch hier muss man dann schauen, ob das aus einer dogmatischen Böswilligkeit herausgeprochen wurde, einem Willen zu richten und zu verurteilen, ober, ob eine kindliche Unwissenheit um die Größe Gottes und seiner Möglichkeiten die Ursache ist.

Jesus hat darauf hingewiesen, dass es eine Sünde gegen den Heiligen Geist gäbe. Diese ist nach Jesus eine Sünde, die nicht vergeben werden wird.

Zwei Bibelstellen habe ich dazu gefunden:

Hier der Kontext von Lukas 12,10:

https://www.bibleserver.com/LUT/Lukas12%2C10

1 Unterdessen kamen viele Tausend Menschen zusammen, sodass sie einander fast niedertraten. Da fing er an und sagte zuerst zu seinen Jüngern: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das ist die Heuchelei. 2 Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird. 3 Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was ihr ins Ohr flüstert in den Kammern, das wird man auf den Dächern verkündigen. 4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts mehr tun können. 5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der, nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den sollt ihr fürchten. [...]

8 Ich sage euch aber: Wer mich bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. 9 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes. 10 Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden. 11 Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeiten, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; 12 denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt.

Matthäus 12,32:

https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us12%2C32

22 Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er heilte ihn, sodass der Stumme redete und sah. 23 Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser etwa Davids Sohn? 24 Aber als die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen. 25 Jesus kannte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist, wird nicht bestehen. 26 Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so muss er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen? 27 Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28 Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen. 29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und ihm seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken fesselt? Und dann wird er sein Haus ausrauben. 30 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. 31 Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. 32 Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird’s nicht vergeben, weder in dieser noch in der künftigen Welt.

Markus 3, 34:

https://www.bibleserver.com/LUT/Markus3%2C34

Dies ist die Parallelstelle zu Matthäus 12. Wir lesen da denselben Kontext.

In Markus 3, 34 und Matthäus 12,32 geht es also im Kontext um die Behauptung der Schriftgelehrten, dass Jesus für seine Wunder in Verbindung mit dem Teufel stünde. Sein Wirken sei - in Jargon in einer heutigen frommen und gerne auch richtenden (calvinistisch geprägten?) Gemeinde als "von unten und nicht von oben gewirkt".

In deinem Beispiel geht es ja um eine mystische Erfahrung beim Abendmahl. Das könnte also in eine ähnliche Richtung gehen. Im Abendmahl begegnet uns Jesus ganz unmittelbar, wir verinnerlichen ihn, werden eins mit ihm. Da würde ich mal mystische Erfahrungen nie ganz ausschließen, vielleicht sogar erwarten. Das Problem ist in unseren entmystifizierten Kirchen, dass eine Gottesbegegnung und ihr Erleben theologisch nicht mehr vorgesehen ist. Das hinterlässt dann Gläubige mit starken Zweifeln in solchen Situationen. Ich bin mir sicher, dass auch Gott das sieht und wenn Dir das als sein Kind passiert - grade auch die Zweifel, dann drückt er Dich jetzt ganz fest an Dich und spricht Dir zu: "Hab keine Angst! Du bist mein Kind."

Wenn ich mir den Kontext des Abendmahls ansehe, dann begegne ich dort Jesus Christus selber und nicht den von ihm gesandten Tröster an seiner statt, dem Heiligen Geist. Es geht da um Jesu Leib und Jesu Blut in Brot und Wein. Für mich die engste Verbindung, die mir mit dem Herrn überhaupt nur möglich ist - und eine Bekräftigung des Bundes, der hier gefeiert wird:

Lk 22,20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird!

Jesus hat den Hinweis auf die Sünde wider den Geist nicht ohne Grund genannt. Wir müssen sicher immer prüfen, ob etwas von Gott ist oder ob es nicht von Gott sein kann. Vieles scheint mir heute aus dogmatischen Gründen abgelehnt zu werden. Nur, weil es theologisch nicht mehr vorgesehen ist und ganz lange nicht in Kirchen erlebt wurde, bedeutet das nicht, dass es nicht von Gott wäre. Wenn Jesus Kranke geheilt und Tote auferweckt hat und er sagt, wir würden größere Dinge tun:

Joh 14,12 Ja, ich versichere euch: Wer an mich glaubt und mir vertraut, wird auch solche Dinge tun, ja sogar noch größere Taten vollbringen. Denn ich gehe zum Vater,

Berührungen mit dem Heiligen Geist können oft zu unerwarteten Auswirkungen führen. Wer das nicht kennt, der darf gerne zweifeln - aber wegen der Schwere, die eine ablehnende Fehleinschätzung der Vorgänge hätte, kann ich nur dringend dazu raten, hier nicht gleich auf die "von unten" Argumentationsschiene zu verfallen. Das hat das Potenzial, die richtende Person in die Hölle zu bringen! Ich bin erstaunt, mit welch verwegener Dreistigkeit hier oft wirkliche Bibelkenner auf ganz dünnes Eis begeben. Ich bin mir sicher, dass viele in Erwartung himmlischer Ewigkeit sich am Ende in höllischen Umfeld wiedergefunden haben. Bei Gott ist kein Ding unmöglich - aber Gottes unmittelbares Wirken auf Erden nicht zulassen zu wollen, das steht einem angeblichen Christen schlecht zu Gesicht.

Aber es gibt natürlich auch Dinge, die Gott ganz sicher nicht von uns will und wo der Widersacher als Betrüger auftritt und unkritische Brüder und Schwestern verführt. Gott möchte nicht, dass wir zu Richtern über Menschen werden, Gott hat Freude, wenn wir jeden Lieben - aber dafür, Menschen zu hassen, hat Gott sicher kein Verständnis. Alles Destruktive kommt vom Teufel. Wenn Dich irgendwas dazu treiben will, Menschen Schaden zuzuführen (inklusive Dir selbst), dann ist ein guter Zeitpunkt gekommen, den Teufel zu konfrontieren und des Hauses zu verweisen. Du darfst Dämonen austreiben, aber keine Menschen dämonisieren. Das Wirken des Evangeliums ist befreiend und nicht knechtend.

Aber lass Dir das alles gerne selber vom Heiligen Geist zeigen und erklären - und lass Dich dann gerne auch anleiten, darin zu leben. Dafür ist ein Christ ein Christ.

Und vergiss nie, dass Du immer Kind des Höchsten bist: Unter dem besonderen Schutz und Erziehung des Schöpfers von Himmel und Erde, des Königs der Könige, ein Königskind - zugleich aber ausgestattet mit der Kraft aus der Höhe und in Abhängigkeit von Deiner geistlichen Reife und Treue mit Fähigkeiten ausgestattet, die entmystifizierten Kleingeistern gerne zum Zweifeln, niemals aber in die Ablehnung Deiner Person führen dürfen, denn damit lehnen sie auch den Herrn ab, der in Dir wohnt und durch Dich wirkt.

goodfruit antworten
2 Antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991
  • @goodfruit Hallo, danke für die Antwort.. Ich mag deine Kritik, auch wenn ich sie nicht verstehe. Wenn die Lästerung gegen den heiligen Geist eine Sünde ist, die nicht vergeben werden kann, ist sie dann nicht auch "unverzeihlich"? Weil du gesagt hast, dass die Behauptung, dass eine Sünde größer ist als die Möglichkeit des Blutes Christi, diese auszulöschen, einer üblen blasphemischen Behauptung sehr nahe ist. Ich will ja keine Blasphemie machen, also kannst du mir erklären was du damit meinst, damit, wenn du Recht hast, ich das nicht mehr mache? 
pumuckl97 antworten
Schlüsselkind
(@pumuckl97)
Beigetreten : Vor 8 Monaten

Beiträge : 991

@goodfruit Was ist, wenn man zeitweise geglaubt hat, dass etwas vom Teufel kam, was vom heiligen Geist kam, das aber so nicht ausgesprochen hat? Kann das dann vergeben werden?

pumuckl97 antworten


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