Was war am Anfang?
Wie entsteht Glaube ((bisher? ; )) nicht)?
Wer kann erinnern und möchte teilen, wann/ wie/ wodurch es bei ihm "Klick" gemacht hat. Es sind auch Erfahrungen willkommen, bei denen sich Glaube eher vage und nach und nach entwickelt hat oder wie auch immer sich Glaube entstanden ist.
Wer nicht glaubt ist auch willkommen zu schreiben, was bei ihm den Glauben im Keim (oder später) erstickt hat oder auch weshalb er sich nicht darauf einlassen kann oder will.
Auf eure Beiträge freut sich Seidenlaubenvogel
Als ich 16 war, erwies sich der Mann, der bis dahin mein "Lehrer in Glaubensdingen" war, als völlig ungläubig und vertrauensunwürdig. Auf seinem religiösen Karton stand vielfach Jesus drauf, innen drin war, aber nix.
Viele Jahre später hörte ich dann, dass er das Gegenteil von dem war, als der er sich immer gestaltete.
Er entpuppte sich damit wieder als einer der Väter, für die ich dann Vater sein musste.
Jetzt überleg mal, was das für Gottesbild machen kann.
@queequeg Das tut mir leid und gleichzeitig hat es dich vielleicht auch dadurch gut zu deiner Arbeit befähigt?
Jetzt überleg mal, was das für Gottesbild machen kann.
Sag du es mir, wenn du möchtest. Es führt dazu das eigene und die Gottesbilder anderer in Frage zu stellen? Du legst besonderen Wert auf Glaubwürdigkeit und Kongruenz?
Na ja. Es entpuppten sich so ziemlich alle Männer, die zunächst mal stark rüberkamen, früher oder später als ziemlich schwach. Einer von ihnen, der für mich Vater sein sollte und wollte, ist dann so eingeknickt, dass ich ihn mit Trost und Unterstützung förmlich am Leben gehalten habe.
Wenn von den Erfahrungen etwas mit in den religiösen Raum diffundierten, konnte das nicht sehr förderlich sein.
Aber was Du im ersten Satz geschrieben hast, stimmt schon. Alles zusammen hat mir in meiner Arbeit sehr genutzt.
Hebräer 11,1
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht - Grundlage- dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln - Beweis dessen - an dem, was man nicht sieht.
(Zwischen den Bindestrichen andere Übersetzungsmöglichkeiten.)
Für mich ist der Glaube eine Entscheidung. Ich muss mich entscheiden, ob ich glaube (nicht wissen!), dass Gott, der Schöpfer des Universums, real ist oder nicht.
Und zwischen diesen beiden Optionen muss ich wählen. Solange ich vor dieser Entscheidung stehe und darauf warte, dass mir irgendjemand einen Beweis liefert, damit ich mich für eine Möglichkeit entscheiden kann - solange werde ich eben da stehen und es wird kein konstantes Weitergehen möglich, sondern ich würde ja immer wieder zurück an diese Weggabelung kommen und jedes Mal mich neu entscheiden müssen, wenn ich mich nicht entscheide oder an meiner ersten Entscheidung zweifle (egal welche).
Niemand wird dafür verurteilt, wenn er es nicht kann. Das wird seine Gründe haben, um die Gott auch weiss. Und er trägt die Sorge dafür, einen auch in dieser Sache zu unterstützen.
@stern Und kann Du benennen, wann Du dich entschieden hast? Oder lässt sich das innerhalb eines Entwicklungsprozesses nicht eindeutig festhalten? Und was hat dich zu der Entscheidung veranlasst? Und noch zuvor: Wie bist du auf Gott gestoßen?
Hast du das „ mit der Entscheidung“ so gelernt oder hast du das selbst so realisiert?
Hast du das „ mit der Entscheidung“ so gelernt oder hast du das selbst so realisiert?
Ich habe es nicht gelernt, also dass man eine Entscheidung treffen muss. Es steht zwar das da in Hebräer 11,6
„Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen.“
Und was hat dich zu der Entscheidung veranlasst? Und noch zuvor: Wie bist du auf Gott gestoßen?
Und so hab ich es dann gemacht. Das war soweit ich das bisher sagen kann, eine gute Entscheidung. Ich haben nur profitiert, aus meiner Perspektive.
Mein Glauben ist sehr langsam gewachsen. Da gab es nicht den einen Moment.
Aber ich war in meinem Glaubensleben immer auf der Suche nach- wie soll ich es sagen- meinen Glaubenskern. Und da gab es 2 solche Momente. Der erste war, als ich zum ersten Mal die 7 noachidischen Weisungen las und mich dort zu 100 % wieder fand. Das war mein Glauben, aber ohne Gemeinschaft.
Das 2. Mal vor ca. 3 Jahren, als ich meine heutige Glaubensgemeinschaft fand. Als ich an der Andacht teil nahm, wusste ich, hier gehöre ich hin. So hatte ich das in all den Jahrzehnten noch nirgends erlebt.
Ich hatte aber auch entgegen gesetzte Erlebnisse. Z.B. als ich in Taize war. Taize war eine wunderbare Erfahrung, aber nach 5 Tagen wusste ich plötzlich mit absoluter Gewissheit, dass das nicht mein Weg ist.
VG
Chey
hier gehöre ich hin
Das freut mich. ❤️ … ich hatte mir seit meiner Jugend und als junge Erwachsene immer gewünscht, eine Gemeinde könne mir „ein Zuhause“ sein. Ich empfand mich in Gemeinden oft (nur) als (Rand-)Gast, obwohl ich meist recht stark engagiert war.
Mein „hier gehöre ich in“ beziehe ich inzwischen stark auf Gott und realisiere: „bei dir(!) bin ich geborgen“. Gemeindezugehörigkeit erlebe ich auch - aber auf eine sehr freie Form (danke für meine beiden Gemeinden, die mir das so ermöglichen). Ich bin da offen für Veränderung, stärkere Anbindung - aktuell tut es mir so gut, wie es ist.
Ich weiß, dass für mich früh als Kind Glaube Thema war. An zwei biblische Geschichten als Bilderbücher erinnere ich mich dunkel. Und meine Kinderbibel habe ich noch klar vor Augen. Und ich weiß, dass ich gerne in den Kindergottesdienst ging. Am besten kann ich mich noch erinnern, dass wir immer eine Art Kinderzeitschrift mitbekommen haben. 😉 Wie ich in den Kindergottesdienst fand, weiß ich leider nicht mehr. Meine Eltern waren keine klassischen Kirchgänger; ich bin da auch nicht mit den Eltern hin - vermute ich. Vom Elternhaus her erlebte ich Glaube am ehesten als „Kulturgut“.
Woran ich mich auch noch gut erinnern kann - das war geraume Zeit später, wie ich mit ca 8/9 Jahren über die Narnia-Bücher den Stellvertreter-Tod Christi realisierte. … wie ich auf Narnia stoß war herrlich. Ich bin in der Bibliothek versehentlich „ein Regal zu weit“ gegangen, wo Bücher für „ältere Kinder“ standen und war begeistert von meiner Entdeckung, die ich später erst nicht wieder fand, weil ich mich danach wieder unbemerkt brav an die vorgegebene Ordnung hielt. 😅
Glaube/ Gott ist für mich - in meiner Erinnerung - „immer da“ gewesen. Einen Anfang kann ich daher nicht benennen.
Wie entsteht Glaube ((bisher? ; )) nicht)?
Heute bin ich über Joh 6,29 gestolpert.
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat
Ich habe den Vers zuerst falsch verstanden und dachte: ja, guck mal, da steht es doch: es ist Gottes Werk, dass wir glauben.
Als ich mir aber den Vers davor angeschaut habe, wurde der Inhalt ein anderer:
28 Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
Es ist also nicht Gottes Werk, dass wir glauben, sondern wenn wir Gottes Werke wirken wollen, sollen wir an Jesus glauben.
Das hat mir (mal wieder) eine Sicherheit gegeben, dass wir nicht verkehrt sind auf unserem Weg.
Einen schönen Sonntag!