Wie sieht es in eurer Gemeinde mit Beichte aus?
in den katholischen Kirchen findet man immer noch die guten alten Beichtstühle, wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten.
Eben kam im Radio, dass die katholische Kirche eh sehr unter Mitgliederschwund leidet.
Wie ist es denn bei den Protestanten und Freikirchen?
In unserer landeskirchlichen Gemeinschaft hatte mich eine Frau tief beeindruck, weil sie -nun schon in den siebzigern- im Gebetstreff öffentlich gebeichtet hatte, dass sie als junges Mädchen mal außerehelichen Sex mit einem verheirateten Manne gehabt hat.
Mich hat das tief beeindruckt und ich habe mich gleich da mit angeschlossen............. ich bin jetzt zum zweiten Male verheiratet und hatte in der Ehe noch nie Sex mit einer anderen, aber in meiner Junggesellenzeit hatte ich mehrmals Sex mit verheirateten Frauen.....
So hatte ich es auch gebeichtet.
Dann ist unser studierte Profitheologe eingesprungen und hat quasi "Stopp" gerufen, hört nun mit dem "Schweinkram" auf, wir sind nicht hier, um mit unseren Bettgeschichten anzugeben.
Sein Punkt ist schon irgendwo verständlich, der eine beichtet er habe mit 2 Frauen geschlafen, ein anderer, er habe mit 20 verheirateten Frauen geschlafen, so dass es den Eindruck macht, man wollte mit seinen Jugend-Bettgeschichten nur angeben.
Was ist jetzt denn richtig? Seine Jugendsünden einfach für sich zu behalten oder sie im Gebetskreis zu beichten und vor Gott oder Jesus zu bringen um dafür um Vergebung zu bitten?
Veröffentlicht von: @florianAber wer bereut schon ehrlich seine sexuellen Jugendsünden, wenn sie ihm auch noch Spass gemacht haben??
Ich nicht !!!!!
Ich verbuche sie als Entwicklungsstufen und Erfahrungshintergrund - zumal ich zu einer meiner früheren Beziehungen, die in unserer Region wohnt, immer noch sehr gute freundschaftliche Kontakte habe.
@bepe0905 Ich wünschte, ich könnte das auch so sehen. Ehrlich gesagt, habe ich ein Problem mit meiner Vergangenheit, obwohl es objektiv gesehen, gar nicht so schlimm war. Ich kann auch keine alten Fotos ansehen ... daran müsste ich mal arbeiten, es belastet mich.
@mariposa22 Es tut mir leid für dich, dies zu lesen. Wenn dich das Anschauen alter Fotos belastet, dann gibt es wohl noch eine Menge nicht wirklich aufgearbeiteter und "abgehakter" Punkte in deinem Leben.
Hast du Menschen, mit denen du darüber reden kannst?
Denn nur selbst daran zu arbeiten, ohne (möglichst geschulte/n) Gesprächspartner/in dreht man sich gedanklich eher im Kreis, statt einen guten Ausweg zu finden. Bei manchen Sachen sollte man nicht versuchen, sie ausschließlich mit sich selbst zu klären, denn sonst fressen sie sich fest und man kommt nicht darüber hinweg.
liebe mariposa
DU auch ich habe in meinem Leben schon viel Mist gebaut. Und manchmal plagt mich da auch noch
ein schlechtes Gewissen. Christen sagen, Christus Jesus hat alle Schuld auf sich genommen.
Aber warum gibt es dann kaum jemanden, der mehr unter Schuldgefühlen leidet, als wir Christen.?
(meine persönlichen Erfahrungen.)
Schuldgefühle scheinen in frommen Kreisen allgegenwärtiger zu sein, als der Christus, an den wir
glauben. Und häufig sind diese Schuldgefühle eine große Qual. Man fühlt sich nicht gut genug,
nicht fröhlich genug, nicht entschieden genug, nicht entschieden genug, nicht diszipliniert genug,
vergleicht sich oft mit anderen Christen, die diese Probleme scheinbar nicht haben.....
Man scheint zu wenig zu beten, zu wenig in der Bibel zu lesen, liebt zu wenig, alles zu wenig.
Man leidet an seinen Gedanken, Phantasie, Vorstellungen, Versuchungen.......
Und wenn man einmal keine Schuldgefühle hat, fühlt man sich zu schuldig, womöglich
wurde man zu stolz.
Und in vielen Gesprächen, Predigten wird Druck gemacht......
Mehr Hingabe......Und wenn man sich einmal etwas Gutes im Leben gönnt, braucht man einen
guten Grund dafür, es nicht gleich beichten zu müssen.
Oft ist die Sprunglatte unter Christen , für unsere Handlungen so hoch, das auch ich immer
wieder reißen.
Ein natürliches offenes Eingestehen vor Gott, könnte manches sofort klären.
Aber so einfach und natürlich kann es doch nicht sein, und wir entwickeln bestimmte
Bußübungen, Wiedergutmachungsrituale, bestrafen uns selbst, Beichtzwang..
Gute Vorsätze, die wir nicht einhalten können, und die nächsten Schuldgefühle sind sorfort
wieder da.........
Aber alle diese unsere Schuldgefühle sind komplett überflüssig................
Gott hat nichts davon, wenn wir uns nicht in Liebe annehmen können, uns schlecht und schuldig
fühlen. Er vermisst die Beziehung zu uns, wenn wir uns selbst zerstören, schuldbewusst keine
Beziehung zu IHM haben. Unsere menschlichen Beziehungen haben auch nichts davon.....
weil wir so viel Zeit brauchen, um irgendwie wieder in ein Gleichgewicht zu kommen.
Wir selbst haben nichts davon. Davon werden wir keine besseren Christen.....
Eigentlich dürfen wir getrost auf unsere Schuldgefühle verzichten....
Gottes Haltung gegenüber uns, unserem Versagen......ist einfach nur G n a d e..........
Veränderung bedeutet nicht, ein ein guter Christ zu werden. Das sind wir schon.
Veränderung geschieht, wenn wir Gott dankbar sein dürfen, wie viel Gutes sich in unserem
Leben schon verändert hat.
liebe Grüße,
https://www.youtube.com/watch?v=CDdvReNKKuk&list=RDCDdvReNKKuk&start_radio=1&rv=CDdvReNKKuk
amacing grace.........
@mariposa22
Also ich sehe mir gerne meine alten Fotos an, damals wurden ja noch nicht bei jeder Gelegenheit Nacktfotos gemacht wie heute. Meine alten Fotos kann jeder ansehen, nichts Unanständiges oder unehrenhaftes dabei.
Ich denke gern an die alten Zeiten zurück, ein Zeichen allerdings auch das man älter wird. Wie bepe schon sagte, "Jugendsünden" kann man auch als (fast schon notwendige) Entwicklungsstufen betrachten.
es sind nicht nur Menschen die uns mit Schuldgefühlen, alten und neuen, immer wieder belasten
wollen. Die Bibel spricht von einem "bösen Verkläger", der uns immer wieder verklagen möchte.
Aber wir dürfen und müssen vor ihm keine Angst haben, weil Gott größer ist. Er hat
am Kreuz auch den Bösen besiegt. Trotzdem versucht der Böse immer wieder, uns Schuldgefühle
einzureden.
Viele Schuldgefühle, viele Vorwürfe, und wir scheinen uns da nicht entziehen zu können.
Aber es sind alles Lügen.
Das Wort Gottes sagt, das wir diesen Lügen widerstehen sollen. Das klingt nach eigener
Verantwortung, und so ist es auch. Es ist unsere Verantwortung, zu widerstehen.
Das bedeutet nicht, mit dem Bösen zu diskutieren. Widerstehen bedeutet, zu wissen
und zu sagen, das wir jetzt zu Christus Jesus gehören......
Es ist egal, wenn ein Fehler bei uns gefunden wird. Wir gehören zu Christus Jesus,
und seit daher gibt es keine Schuld, und keine Schuldgefühle mehr.
Wir dürfen den Mut haben, zu widerstehen, bis der Böse die Nase voll hat.
liebe Grüße,
Veröffentlicht von: @bepe0905Veröffentlicht von: @florianAber wer bereut schon ehrlich seine sexuellen Jugendsünden, wenn sie ihm auch noch Spass gemacht haben??
Ich nicht !!!!!
Apropos sexuelle Jugendsünden und Spass, nun muss ich doch noch mal meine weitere Geschichte hinzufügen, quasi zur Ehre Gottes und weil es immer noch Leute gibt, die meinen, Gott erhört Gebete ja eh nicht.
Also in meiner Jugendzeit war es wie verhext, ich war quasi ständig verliebt und hatte auch einige nette Frauen kennen gelernt, die als Ehepartnerinnen durchaus in Frage gekommen wären.
Einige von denen konnten sehr gut küssen, ich erinnere mich noch heute an die Hecke, wo ich ab und zu nochmal vorbei fahre, an den Kuss mit Birgit (Namen von der Redaktion geändert.) Von Gudrun ganz zu schweigen, die war wahre Weltmeisterin im Küssen.
Ein gesunder Mann verlangt da naturgemäß natürlich nach mehr, aber dieses „mehr“ fand immer seltsamerweise nur mit verheirateten Frauen statt. Ich hatte sogar mit Birgit im Bett gelegen, ohne das was passiert ist, das ging zu der Zeit nicht.
Zu Birgit und Gudrun habe ich heute keinen Kontakt mehr, aber zu Heidrun manchmal noch, eine andere Angebetene von mir damals.
Heidrun hat inzwischen geheiratet und ihre Ehe ist kinderlos geblieben, so wie meine auch. Wenn ich Heidrun heute sehe, bedaure ich oft ihren Ehemann und bin dankbar, dass mir eine Ehe mit ihr erspart geblieben ist. Damals war sie die bezaubernde blonde verführerische mädchenhafte Traumfrau und heute hat sie sich in eine ewig nörgelnde und kränkliche früh gealterte Frau gewandelt, so kann es gehen, die Zeit verändert uns nicht nur zu unserem Vorteil.
Also als es mit Birgit „nix wurde“, sie hatte schnell einen anderen gefunden, war ich „am Boden zerstört“ und obwohl ich damals nur Weihnachten und Ostern in eine Kirche ging, kam ich auf die Idee, zu Gott um eine liebe Frau zu beten.
Dann habe ich gestaunt und mich gewundert, was danach passiert ist.
Es hatte gar nicht lange gedauert (ein paar Monate) und meine Erinnerung an dieses Gebet war noch da, als ich meine erste Ehefrau Yvonne kennenlernte. Ich musste dafür gar nichts tun, nicht baggern oder imponieren, nur kommunizieren.
Ein Freund von mir hatte mich quasi verkuppelt mit einer Bekannten von ihm.
Yvonne war perfekt für mich, niemand hätte mir eine so bildhübsche Frau zugetraut, sie kam aus einer kinderreichen, armen Familie, sie war sehr fromm, jedenSonntag Kirche war für sie normal als streng katholische Frau.
Und ich hatte mich gewundert, warum sie nicht längst einen anderen Mann kennen gelernt hatte, besser aussehend und vermögender als ich, warum sie quasi bis dann auf mich „gewartet“ hatte oder hatte Gott sie für mich reserviert?
Dann ging alles ganz schnell, Verliebung, Verlobung, Hochzeit, standesamtlich und kirchlich, alles vorschriftsmäßig, wie es sich gehört.
Seit dem habe ich nie wieder mit verheirateten Frauen geschlafen.
Ist das nicht toll, wie Gott manchmal unerwartet Gebete erhört?
So, aber jetzt werde ich keine weiteren Fragen dazu mehr beantworten sonst wird es zu privat hier. Ich wollte hauptsächlich belegen, dass es Gott wirklich gibt und Er ernste Gebete auch erhört.
Ich habe ja fast schon meinen gesamten Lebenslauf hier gepostet, wenn man meine “anonym“ postings noch dazu nimmt, fast von der Wiege bis jetzt. 😐 😘 😋 🤤 😒 😞 😆
"Ich wollte hauptsächlich belegen, dass es Gott wirklich gibt und Er ernste Gebete auch erhört."
Das ist eine gute Geschichte, aber nur ein schwacher "Beleg".
Entscheidend war wohl, dass Du die ganze Frage nach einer Partnerin "abgegeben" hast - an Gott oder sonst wen oder was ist dabei gar nicht entscheidend, nur, dass sie Dich selbst nicht mehr umtreibt.
Man kann in allen möglichen Lebenssituationen sehen, dass etwas gelingt, wenn man aufgehört hat, sich darum sorgen zu machen. Ich hab das einige Male bei Menschen erlebt, die ähnliche Probleme mit Partnerschaften hatten, einige, die trotz - oder wegen - aller Anstrengung keinen Job bekamen und einmal bei einem Unternehmer, der drohte pleite zu gehen. Bei allen löste sich die Problematik, kurz nachdem sie sie ad acta gelegt hatten.
Veröffentlicht von: @queequeg"Ich wollte hauptsächlich belegen, dass es Gott wirklich gibt und Er ernste Gebete auch erhört."
Das ist eine gute Geschichte, aber nur ein schwacher "Beleg".
Entscheidend war wohl, dass Du die ganze Frage nach einer Partnerin "abgegeben" hast - an Gott oder sonst wen oder was ist dabei gar nicht entscheidend, nur, dass sie Dich selbst nicht mehr umtreibt.
Man kann in allen möglichen Lebenssituationen sehen, dass etwas gelingt, wenn man aufgehört hat, sich darum sorgen zu machen. Ich hab das einige Male bei Menschen erlebt, die ähnliche Probleme mit Partnerschaften hatten, einige, die trotz - oder wegen - aller Anstrengung keinen Job bekamen und einmal bei einem Unternehmer, der drohte pleite zu gehen. Bei allen löste sich die Problematik, kurz nachdem sie sie ad acta gelegt hatten.
Das ist die alte Eugen-Drewermann-Theorie, dass man alles durch Tiefenpsychologie erklären könnte.
Aber wenn Du zum Beispiel um einen Lottogewinn betest und nächste Woche einen sechser im Lotto hast, kann man das tiefenpsychologisch erklären? Eine gute Ehe ist ja eher mehr als ein sechser im Lotto.
Ich sehe das eindeutig als Antwort Gottes, nur Gott kann Zufälle zusammen fügen und ist auch ein Herrscher der Zufälle.
Das hat diesmal mit Drewermann nix zu tun, sondern ist ganz allgemeine psychologische Weisheit. Sobald man nicht mehr in Gedankenkreisen gefangen ist, können Wahrnehmung und Einstellung und Reaktionen frei werden und sich auf neue Gegebenheiten einstellen. So etwas geschieht ohne Gebet genauso gut wie mit.
@florian Sehnst du dich denn danach, Lasten und Schuld an Gott abgeben zu können?
@florian Ist das in deinem Kopf oder ein Bedürfnis, das jetzt aktuell ist?
Ich frage, weil mir aufgefallen ist, dass du mehrmals Bemerkungen und Vermutungen über kirchliche Praktiken machst, die vom Thema wegführen. Diese Betrachtungen habe ich nicht erwartet bei der Überschrift.
Es könnte sein, dass du innerlich noch nicht ganz zugeben magst, dass du das Bedürfnis hast, mal richtig reinen Tisch zu machen vor Gott. Irgendwie lässt du dich ablenken und suchst nicht zielgerichtet nach dem Seelsorger, der geeignet ist. In dem Fall würde ich dir Mut machen, das zu tun. Ein Gebetskreis ist ein guter Ort, so jemanden zu finden. Findest du keinen vor Ort, kannst du vielleicht eine Freizeit mit dem Thema mitmachen.
Vielleicht steht für dich auch im Vordergrund, deine Beobachtungen und persönlichen Gedanken rund um das Thema mitzuteilen, dann vergiß, was ich gerade geschrieben habe.
Wichtig ist immer im Auge zu behalten, was der Sinn der Beichte ist.
Und wo und wem man es beichtet, ist je nach Sünde auch mal mehr oder weniger Sinnvoll.
Wenn dich deine damalige Sünde noch belastet, wäre der Richtige Ort die Seelsorge. Dort kannst du dann darüber sprechen und schauen, warum dich dies heute noch belastet.
Wenn es um Sündenvergebung geht ist die einzige Person, der du es beichten musst, Gott.
Wenn es um Sünden gegenüber anderen Menschen geht, dann kann es Sinnvoll sein auch mit denen darüber zu sprechen. Beim Thema Fremdgehen wäre dies der eigene Partner. Wenn man etwas gestohlen hat, währe es der Besitzer des gestohlenen Gutes. usw. Aber das kann man nicht verallgemeinern. Das ist Fallabhängig. Je nach Grad der Schuld gehört natürlich auch die Übernahme der Konsequenzen dazu (z.B. Schadensersatz etc.).
Eine Fehlplatzierte Beichte kann ebenso eine Sünde sein. Denn oftmals sind ja auch andere Personen in solche Geschichten involviert. Und denen Gegenüber kann es unfair sein, das Geschehen öffentlich zu machen. Aber auch das: Fallabhängig.
Das katholische Beichtverständnis ist da ja ein ganz anderes. Dieses Teile ich nicht. Kein Mensch kann fremde Sünden vergeben.
Hm 🤔
Und wie ist es mit Johannes 20 Vers 23
"Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert."
?
lieber Gorch-Fock,
das ist ein Satz aus der Bibel. Und mit einem Satz aus dem Zusammenhang gerissen, kannst du
Menschen fertig machen. Das ist für mich so etwas wie eine Evangelistenfalle........
Der Erfolg einer Evangelisation und anderen Veranstaltungen wird nur daran gemessen, wie viele
Menschen sich bekehrt haben. Dies bringt Menschen und Evangelisten unter einen großen Druck.
Deshalb gehen auch so wenige Menschen zu einer Evangelisation...
Diese nicht manipulationsfreien Aufrufe haben eine bußfertige Schar von Christen hervor gebracht,
sehr anfällig für Schuldgefühle sind...........
Denn wer fühlt sich schon perfekt, wenn von ganz vorne jedes denkbare Defizit angesprochen wird?
So kommt es, das sehr viel ins Minus gepredigt wird, nicht weil es einem Menschen hilft, oder dazu
beiträgt, das sich im Leben etwas positiv verändert.
Sondern weil Menschen es für ihren eigenen Erfolg brauchen. Das sind so meine Erfahrungen..........
Lies mal 2. Korinther 11,20......Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet......und wenn euch jemand
gefangen nimmt, wenn euch jemand erniedrigt.........
Nein, ich finde es nicht gut, wen man sich gegenseitig mit Bibelstellen erschlägt.......bis einer
gewinnt.. Das soll jetzt nur ein Beispiel sein.
Es gibt leider auch "christliche Bekehrungsopfer,"
liebe Grüße,
@gorch-fock
Bitte genau lesen und ganz besonders den Kontext beachten!
Denn es ist keine allgemeine Handlungsanweisung für alle, sondern richtet sich an die Jünger, die Jesus zuvor unter Vollmacht, Schutz und Führung des Heiligen Geist (Vers 21 und 22) gestellt hat und die er nun aussendet.
Und damit ist eigentlich ganz deutlich: nur wer vom Heiligen Geist erfüllt ist (nach katholischem Verständnis ist das jeder (geweihte) Priester, daher dürfen sie die Beichte abnehmen), kann und darf auch Sünden vergeben.
Kein Mensch kann Schuld vergeben. Das kann nur Gott. Auch kein Katholischer Priester.
Aber jeder Christ darf die Vergebung zusprechen........im Namen Christus....
Eine verbreitete Form von Manipulation besteht auch darin, Schuldgefühle in anderen
Menschen hervor zu rufen, wenn sie nicht das tun, was man von ihnen erwartet.
Dazu gehören auch christliche Bettelbriefe. "Du bist schuld wenn das Volk...........
in die Hölle kommt, denn ohne deine Spende bricht unser Missionswerk zusammen."
Moralischen Druck auf einen anderen Menschen legen...........
Müssen wir alles tun was Priester, Pfarrer, Prediger........von uns verlangen, Druck machen..
Nein, wir dürfen und müssen Gott fragen, auch Priester, Pfarrer usw. sind nicht perfekt,
können sich auch einmal irren........
Und wir dürfen uns auch einmal unschuldig fühlen..
Freiheit ist im Neuen Testament ein sehr hoher Wert.......Gott sei Dank!
liebe Grüße,
"Und damit ist eigentlich ganz deutlich: nur wer vom Heiligen Geist erfüllt ist kann und darf auch Sünden vergeben. "
Nun, wir können von Jesus auch mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
Ich zitiere mal mich selbst und markiere das Wort, dass du wohl überlesen hast: "Kein Mensch kann fremde Sünden vergeben."
Wenn ich in der Fußgängerzone eine Mann schlage, dann kann einzig und allein der Mann mir vergeben und nicht irgend ein Priester, der rein gar nicht mit der Angelegenheit zu tun hat.
lieber Gorch-Fock,
warum die katholische Kirche außer Acht lassen. Das klingt jetzt echt für mich
wie evangelikal brutal. Auch in der katholischen Kirche gibt es Christen............
Kann das christliche Leben nicht auch einmal ganz einfach sein, das es jeder Mensch
begreifen kann. Müssen wir uns immer wieder gegenseitig mit Bibelstellen erschlagen?
Genügt nicht die Vergebung und Versöhnung von Christus am Kreuz, und das ganz
einfach anzunehmen. Egal ob evangelisch, katholisch, freikirchlich.....
In Christus ist Vergebung und Versöhnung, und das kann nur ER schenken.
Dahinter lauert eine Urangst von uns Menschen, am Ende doch abgelehnt zu werden,
nicht gut genug zu sein.......
Diese Ängste, überwinden wir nicht durch Argumente, wer hat die besseren, sondern
nur durch Vertrauen in Christus Jesus.
Ein beliebter Vergleich. Ein kleines Kind sitzt auf dem Schrank, vor ihm steht der
Vater, fordert es auf, in seine Arme zu springen. Das Kind hat Angst, hart auf dem
Boden aufzuschlagen. Aber schließlich springt es doch, und es macht die Erfahrung,
aufgefangen und gehalten zu werden. So steht Gott vor uns, und lädt ein, in seine
Arme der Vergebung und Versöhnung zu springen.
Wir dürfen darauf verzichten, uns auf jede andere Art, uns mit unserer Schuld zu
beschäftigen. Und darauf ankommen lassen, das sie durch Christus geklärt ist.
Natürlich darf jeder einfache Christ Vergebung der Schuld zusprechen, im vier
Augen Gespräch, in der Seelsorge.........
So wie wir auch ein kaltes Glas Wasser bei der Hitze reichen dürfen. Da muss man
nicht warten, bis ein besserer Christ kommt.....mit besonderer Autorität..........
mit dem Heiligen Geist erfüllt.......Das sind wir immer, mal mehr mal weniger.
liebe Grüße,
Hallo @hundemann
"
Genügt nicht die Vergebung und Versöhnung von Christus am Kreuz, und das ganz
einfach anzunehmen. Egal ob evangelisch, katholisch, freikirchlich.....
In Christus ist Vergebung und Versöhnung, und das kann nur ER schenken."
Das praktiziere ich ja auch.
Ich weiß das ich direkt zu Jesus gehen kann und ihm meine Sünden bekennen.
Beichte hat etwas mit gleichzeitiger Seelsorge zu tun.
Vielleicht sehen wir es mal so, dass es einerseits die vielen Christen gibt in der katholischen Kirche, die für Jesus brennen, die Christus erkannt haben etc. und andererseits "die katholische Kirche" eben auch ein "System" ist. - Ich denke, die meisten gehen nicht gegen Geschwister, gegen Menschen, sondern gegen das System "katholische Kirche" an.
Vielleicht - so denke ich gerade - gibt es eine Art "Ursache" dafür, warum sich Christen (mich eingeschlossen) gern "mit Bibelstellen erschlagen". Als Jesus versucht wurde vom Teufel, "konterte" er mit Schriftstellen ... - Könnte das nicht sein, dass diejenigen das quasi intravenös haben und deshalb denken, es wäre gut?
liebe neubaugoere,
meine persönliche Erfahrung ist, das es in fast jeden System Machtmissbrauch gibt.
Es geht oft um die Macht geht. Egal ob jetzt evangelische Kirche, katholische Kirche,
Freikirchen. Zur Machtausübung gehören immer zwei, jemand der die Macht ausübt,
andere die es zulassen.....
Macht hat nur deshalb eine Chance, wenn alle mit spielen. Es liegt in der Verantwortung
aller Menschen, wenn es um Macht geht.
Auch ich bin nicht frei vom Machtdenken.....Auch ich habe gerne recht, möchte
besser sein als andere............es besser wissen.....
Was habe ich schon ohne Ende diskutiert, gestritten.......................
Jetzt bin ich wieder in der evangelischen Kirche, mit Mensch die gläubig sind,
"bekehrt", aber auch anderen Menschen. Da gibt es immer wieder gute Gespräche.
Wir wandern oft gemeinsam, und außerhalb von Kirche und Gemeinde, ist
es viel leichter, in Beziehung zu kommen.
Frei vom System, gemeinsam laufen, reden.....das ist oft viel natürlicher....
Wir haben in der Kirche jetzt auch einen Fairteiler, der vom Supermarkt, Bäckereien,
gefüllt wird, oder Menschen die Essen übrig haben....
Für Menschen, die nicht so viel Geld haben.
Christ sein, für Körper, Seele und Geist.............
liebe Grüße,
Ich hatte auf das "die katholische Kirche außer Acht lassen" (zwischen dir und Gorch-Fock) reagiert (und wollte erklären, dass damit in der Regel nicht die Menschen gemeint sind, sondern das "System").
@florian Mich hat das tief beeindruckt und ich habe mich gleich da mit angeschlossen............. ich bin jetzt zum zweiten Male verheiratet und hatte in der Ehe noch nie Sex mit einer anderen, aber in meiner Junggesellenzeit hatte ich mehrmals Sex mit verheirateten Frauen.....
So hatte ich es auch gebeichtet.
Bekommt man eigentlich von der Heiligen Siglinde des Sündenstolzes für jedes Vergehen, das man öffentlichkeitswirksam zu bereuen vorgibt, auch gleich noch ein Pünktchen gespendet, um es dann frei nach Schnauze beim schriftlichen Recycling des Prahlbeichtens verteilen zu können?
Gibt's die Pünktchen nur bei sexuell konnotierten Sünden oder auch, wenn man damit prahlt, wie deftig man damals (vor der Verjährungsfrist) gelogen, gelästert, gestohlen, hartherzig sich gegenüber Armen und Schwachen verhalten, seine Eltern nicht geehrt und beim Wechselgeld beschissen hatte?
Veröffentlicht von: @jack-black
Gibt's die Pünktchen nur bei sexuell konnotierten Sünden oder auch, wenn man damit prahlt, wie deftig man damals (vor der Verjährungsfrist) gelogen, gelästert, gestohlen, hartherzig sich gegenüber Armen und Schwachen verhalten, seine Eltern nicht geehrt und beim Wechselgeld beschissen hatte?
Keine Ahnung, aber so macht es der Apostel Paulus doch auch. Warum sollten wir es ihm nicht nach machen?
Du beziehst dich auf Römer 7?
Paulus prahlt da nicht, sondern beschreibt seine inneren Kämpfe bevor er durch Christus erlöst wurde von der Herrschaft der Sünde (Röm 8,1ff) Er nennt auch keine Liste aus einem expliziten Beichtspiegel ( 7 mal unreinen Gedanken gefrönt, 3 mal gelogen, 5 mal Äpfel geklaut .... ), sondern sein Verlangen, das Gute zu tun und dass er es unerlöst nicht schaffte.