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Wie stark ist der Glaube?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich frage mich manchmal, wie würden viele Christen, in den sicheren, westlichen Ländern, reagieren, wenn man sie aus ihren Gebieten vertreiben würde.
Wenn sie gezwungen wären, in ein anderes Land zu flüchten, in dem Christen verfolgt würden.

Würden sie ihren christlichen Glauben aufgeben? Was würden sie tun, um Verfolgung und Repressalien zu entgehen oder schlichtweg um ein halbwegs akzeptables, menschenwürdiges Leben zu führen?
Wie viele Christen würden Jesus Christus verraten?
Wie viel Druck wäre nötig um viele Christen von ihrem Glauben abzubringen?

Das Zusammenpferchen in Lagern mit unmenschlichen Lebensbedingungen?
Der Zwang zu täglicher, schwerer Arbeit, mit 14 oder 16 Stunden Arbeitszeit, ohne Aussicht auf Verbesserung und letztlich kaputt machender Arbeit, nur um das Nötigste zum Leben zu bekommen?
Die Drohung die Familie zu töten? Ihre Kinder zu verschleppen und zur Prostitution zu zwingen?

Folter?
Vergewaltigung?
Versklavung?
Mord?

Wie viele christliche Familien würden das für ihren Glauben aushalten?
Na ja manche Fragen bleiben wohl besser unbeantwortet.

Antwort
1083 Antworten
Deborah71
Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @abomet

Ich frage mich manchmal,

und was antwortest du dir?

deborah71 antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem Repressalien an der Tagesordnung waren. Rate mal, was das mit meinem Glauben (und mit dem meiner Familie) gemacht hat.

Rate mal, in welche Ländern- trotz (oder wegen?) der massiven Verfolgung - der Glaube auf dem Vormarsch ist!

Und, was bedeutet das jetzt für deinen persönlichen Glauben, deine persönliche Authentizität als Christ?

herbstrose antworten
23 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ich bin Christ.
Es gelingt mir meinen christlichen Glauben in mein tägliches Leben einzugliedern, auch nur mal besser mal schlechter.

Ich gehe aber davon aus, dass ich durchhalte und auch als Christ sterben werde.
Für mich ist es ein leichtes Leben hier.

Aber wenn ich so im TV sehe was andere Christen auf der Welt so zu erleiden haben, dann denke ich so, dass die es viel mehr verdient haben, das ewige Leben von Jesus Christus zu erhalten.

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Dann lies mal die Berichte von Open Doors. Glaube wächst in Bedrängnis. Im Frieden schläft er (leider) oft ein.

herbstrose antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Da hast du vollkommen recht. Da brauchen wir uns nur mal in unserem Land umzuschauen. Das Evangelium wird nicht bekämpft. Jedem ist es freigestellt, daran zu glauben oder nicht. Und gerade diese Freiheit suggeriert: eigentlich ist es egal.

ungehorsam antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685
Veröffentlicht von: @abomet

Ich gehe aber davon aus, dass ich durchhalte und auch als Christ sterben werde.

Interessante Formulierung. Paulus oder Johannes haben nicht formuliert: "Ich gehe davon aus, dass ich durchhalte". 🤓

Veröffentlicht von: @abomet

Für mich ist es ein leichtes Leben hier.

Ich verstehe, was du meinst. ... Aber sind es wirklich die Kategorien "leicht" und "schwer", von denen her man sein Leben im Glauben versteht? Hast du dafür einen biblischen Hinweis?

Du meinst doch, dass es ein unterschiedliches Mass an Anfechtung gibt. Und damit hast du natürlich recht. Anfechtung "macht etwas" mit dem eigenen Glauben - wie herbstrose schrieb. Sie wird zur Prüfung des Glaubens und wirkt die Bewährung des Glaubens.

Meine Meinung ist, dass ich - die ich (ähnlich wie du) ein Leben mit wenigen Anfechtungen habe, darum auch weniger über meinen Glauben Bescheid weiss als Christen, die verfolgt sind. Ich stehe in Gefahr, einer Täuschung über mich und meinen Glauben zu erliegen.

Veröffentlicht von: @abomet

Aber wenn ich so im TV sehe was andere Christen auf der Welt so zu erleiden haben, dann denke ich so, dass die es viel mehr verdient haben, das ewige Leben von Jesus Christus zu erhalten.

Gott wird jedem seinen Lohn geben. Gut, dass das Gottes Sache ist, und dass wir Menschen mit der Zuteilung des Lohns nichts zu tun haben 😉

jeddie-x antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Gott wird jedem seinen Lohn geben. Gut, dass das Gottes Sache ist, und dass wir Menschen mit der Zuteilung des Lohns nichts zu tun haben

Alle, die an Christus glauben, bekommen den gleichen Lohn: das ewige Leben.

herbstrose antworten
maggie.x
(@jeddie-x)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1685
Veröffentlicht von: @herbstrose

Alle, die an Christus glauben, bekommen den gleichen Lohn: das ewige Leben.

Alle, die an Jesus glauben, bekommen teil am ewigen Leben.
Der Lohn aber ist nicht für uns alle derselbe.

jeddie-x antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Alle, die an Christus glauben, haben das ewige Leben.

herbstrose antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Die Bibel spricht beim ewigen Leben nicht von Lohn. Ich denke, darauf wollte jeddie dich aufmerksam machen. Lohn ist in der Bibel was anderes. Durch Glauben (HG) haben wir Anteil am ewigen Leben, ja. - Lohn ist das aber nicht.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Wie war das noch mal mit dem "Erbsen zählen?"

Deine Sichtweise, beziehungsweise Bewertung,
hat mich an diesen uralten Begriff erinnert....❤🤨😇😯😐

Anonymous antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Für gewöhnlich zähl ich die nicht, die kommen einfach alle immer in einen Topf. 😉

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Hätte ich mir bei dir eigentlich auch nicht voestellen können...😨😀😀

Anonymous antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Dieses ist aber in Gefahr solange wir hier leben.

Der Lohn ist schon unterschiedlich in der Ewigkeit

derneinsager antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Ja? Worauf beziehst du dich da, also schrifttechnisch?

neubaugoere antworten
Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 163

Hallo liebe Neubaugoere,

spontan kommt mir Lk 19:17 und Lk 19:19 in den Sinn, also eine Ungleichbehandlung. Auch Mt 6:20 spricht dafür, dass mehr Lohn zuteil werden kann, als allein ewiges Leben (weiterer dem zustimmender Gedanke siehe Mt 19:29).

Gottes reichen Segen und Erkenntnis in Christus Jesus wünsche ich dir.

jan-s antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Und nun für alle anderen, die auch nicht nachschlagen können (oder wollen) im Zusammenhang (ist immer gut für eine Verständigung ohne "Umwege" 😉):

Lk 19,17 ›Sehr gut‹, sagte sein Herr, ›du bist ein tüchtiger Diener. Weil du in so kleinen Dingen zuverlässig warst, mache ich dich zum Herrn über zehn Städte.‹
Lk 19,19 Der Herr sagte zu ihm: ›Dich mache ich zum Herrn über fünf Städte.‹
Mt 6,20 Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden.
Mt 19,29 Wer auch immer um meinetwillen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Felder zurücklässt, wird das alles hundertfach wiederbekommen und dazu das ewige Leben.

Aus meiner Sicht geht es hier nicht um "Lohn" ... also wer mehr arbeitet, kriegt auch mehr ... dieser Lohn, den wir im Himmel haben werden (nach Mt 6,20) ist - wie die Bibel sagt, ein Schätze sammeln ... etwas haben für die Ewigkeit, nichts Vergängliches, darauf weist die Bibel immer wieder hin, weshalb ich das nicht als "Lohn" einordne (viel getan, also auch viel verdient - Denkweise der "Welt")

Lukas verstehe ich gerade so gar nicht im Zusammenhang ...da geht es meines Erachtens im Kontext (!) nicht um Lohn ... und auch nicht Lohn, den "wir" bekommen werden ...

Magst du das erläutern, wie die Lukas 19 im Kontext verstehst?

neubaugoere antworten
Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 163

Aus meiner Sicht geht es hier nicht um "Lohn" ... also wer mehr arbeitet, kriegt auch mehr ... dieser Lohn, den wir im Himmel haben werden (nach Mt 6,20) ist - wie die Bibel sagt, ein Schätze sammeln ...

Wo ist für dich der Unterschied zwischen "Schätze sammeln" und "Lohn bekommen"?

Magst du das erläutern, wie die Lukas 19 im Kontext verstehst?

Jesus geht zum Vater und stattet jeden Gläubigen mit Gaben aus, mit denen er, für das Reich Gottes, Frucht bringen soll. Abhängig von der Treue des Gläubigen mit den irdischen Gaben wird er nach der Widerkunft Christi belohnt. Wer mit seinen Gaben liederlich umgeht, bekommt sie abgenommen (Lk 19:24).

Magst du erläutern, wie du die Stelle verstehst?

jan-s antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794
Veröffentlicht von: @jan-s

Wo ist für dich der Unterschied zwischen "Schätze sammeln" und "Lohn bekommen"?

Angerissen hatte ich es schon ... Lohn ist für mich ein "weltliches Denken", also in dem Sinne, wenn ich nur viel tue, krieg ich auch viel, wenn ich wenig tue, krieg ich auch wenig. Leistungsdenken, Leistungsprinzip - damit sind wir in dieser Welt ja überall umgeben. Gott fährt das genaue Gegenprogramm: alle sind vor ihm gleich. Niemand wird mit dem anderen "verglichen". Alle haben wir nichts und stehen vor Jesus und sind auf seine Gnade angewiesen.

Veröffentlicht von: @jan-s

Magst du erläutern, wie du die Stelle verstehst?

Die hab ich noch nie wirklich verstanden, wenn es mir auch immer wieder erläutert wird. 😊

neubaugoere antworten
Jan.S
(@jan-s)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 163

Alle haben wir nichts und stehen vor Jesus und sind auf seine Gnade angewiesen.

❤️

So sehe ich das auch. Unser Leben ist ein Geschenk. Die irdischen Gaben sind ein Geschenk. Das ewige Leben ist auch Gnade. Die Kronen bekommen wir aus Gnade. Und auch unser Lohn ist meiner Meinung nach letztenendes nichts als Gnade.

jan-s antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @jan-s

Wer mit seinen Gaben liederlich umgeht, bekommt sie abgenommen (Lk 19:24).

Ist er liederlich damit umgegangen? Er hat sie doch sorgfältig aufbewahrt. Aber er hat sie nicht angewendet.

Worüber spricht Jesus mit diesem Dritten?
Ich finde da ein Gespräch über das Bild, das sich der Dritte von seinem Herrn gemacht hat.
Jesus fragt nach der Grundlange für die Furcht des Dritten springt mir da entgegen.

Wusstest du, dass ich ein harter Mann bin?
Wusstest du, dass ich nehme, was ich nicht angelegt habe?
Wusstest du, dass ich ernte, was ich nicht gesät habe?

Im Grunde ist es die Frage nach der Liebe zu Gott, die hier zwischen einem Herrn und seinem Knecht besprochen wird.

Die Furcht liess dem Dritten seinen Herrn als harten Mann erscheinen.
Die Furcht liess ihn nicht erkennen, dass sein Herr Vertrauen und Ermutigung in ihm angelegt hatte durch die Beauftragung.
Die Furcht liess ihn nicht erkennen, dass sein Herr mit dem Auftrag einen Samen zum Wachstum der Beziehung gelegt hatte.

Hier ist wieder ein Dreierrhytmus drin wie im Gespräch Jesu später mit Petrus: Petrus, liebst du mich?

deborah71 antworten
DerNeinsager
(@derneinsager)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1449

Hi Neubaugöre 🙂

Nun zb. Paulus spricht an einer Stelle davon, das es wohl Dinge gibt wo er in der Pflicht ist. Dann gibt es welche scheinbar wo er freiwillig handelt und er erwartet Hier scheinbar mehr Lohn.

Öfters liest man auch das der Herr kommen wird den Menschen nach ihren Werken zu vergelten.

Im Himmel bei Christus zu sein ist dann eher die kausale Folge, zu Lebzeiten schon mit Gott zu leben. Erst im zweiten empfinden wir das als Belohnung. Eine Belohnung für gewisse Dinge geht denke ich noch weiter.

Liebe Grüße Eddie

derneinsager antworten
Neubaugöre
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 11794

Hej,

würdest du vielleicht etwas konkreter werden als "öfters liest man ..." und "scheinbar ..."?
Und der Kontext des Verses täte mich dann natürlich auch noch interessieren.

Ich sehe Lohn am Ende einer "Leistungskette".
Ich betrachte z.B.:

Mt 6,1 »Hütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen! Denn dann habt ihr keinen Lohn mehr von eurem Vater im Himmel zu erwarten.«
Mt 6,2 »Wenn du also einem Bedürftigen etwas spendest, dann häng es nicht an die große Glocke! Benimm dich nicht wie die Scheinheiligen in den Synagogen und auf den Straßen. Sie wollen nur von den Menschen geehrt werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert.
Mt 6,5 »Wenn ihr betet, dann tut es nicht wie die Scheinheiligen! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, damit sie von allen gesehen werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert.
Mt 6,16 »Wenn ihr fastet, dann setzt keine Leidensmiene auf wie die Scheinheiligen. Sie machen ein saures Gesicht, damit alle Welt merkt, dass sie fasten. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn schon kassiert.

Veröffentlicht von: @derneinsager

Im Himmel bei Christus zu sein ist dann eher die kausale Folge, zu Lebzeiten schon mit Gott zu leben. Erst im zweiten empfinden wir das als Belohnung. Eine Belohnung für gewisse Dinge geht, denke ich, noch weiter.

Ich tät gern wissen, wie du auf dieses "denke ich" kommst.

LG

neubaugoere antworten
Elfentanz
(@elfentanz)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 52
Veröffentlicht von: @abomet

Aber wenn ich so im TV sehe was andere Christen auf der Welt so zu erleiden haben, dann denke ich so, dass die es viel mehr verdient haben, das ewige Leben von Jesus Christus zu erhalten.

Auch wenn ich deinen Gedankengang vollkommen verstehen kann, erscheint es mir doch etwas falsch zu meinen einige Menschen hätten das ewige Leben mehr verdient als andere. Ich wünsche jedem Menschen das ewige Leben denn jeder Mensch möchte doch den Tod entkommen und dem Leid entfliehen. Klar bei Menschen, die anderen Menschen sehr großes Leid zugefügt haben, da kann selbst ich diesen Menschen keine ewige Glückseligkeit mehr wünschen. Aber das ist nicht meine Entscheidung sondern Gottes Entscheidung und ich möchte ihm das Urteilen diesbezüglich überlassen. (Sollte ich sowieso in allen Bereichen.)

elfentanz antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 15895
Veröffentlicht von: @abomet

Aber wenn ich so im TV sehe was andere Christen auf der Welt so zu erleiden haben, dann denke ich so, dass die es viel mehr verdient haben, das ewige Leben von Jesus Christus zu erhalten.

Christus hat uns das ewige Leben "verdient" am Kreuz. Wir Menschen dürfen es dankbar im Glauben annehmen. In dem Moment beginnt es, bis es seine Vollendung nach unserem Ableben erfährt.

deborah71 antworten
joe390
Beiträge : 465
Veröffentlicht von: @abomet

Ich frage mich manchmal, wie würden viele Christen, in den sicheren, westlichen Ländern, reagieren, wenn...

Und wie würdest du reagieren?

joe390 antworten


Johannes22
Beiträge : 2973

Die Stärke eines Glaubens zeigt sich eher wenn alles gut läuft. Eine Religion die nur funktioniert wenn Menschen leiden ist nichts was ich für positiv halten würde. Ich würde da auch nicht die Stärke einer Religion nach beurteilen.
Ohne jetzt natürlich abzuwerten das Religion in Krisenzeiten viel viel stabilität geben kann.

johannes22 antworten
1 Antwort
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Stimmt, das beobachte ich auch, dass viele Menschen sich auf Gott besinnen, wenn sie in Not sind, im Alltag aber Gott einen guten Mann sein lassen.

Dabei ist es wichtig, immer mit Gott zu leben, 24/7 sozusagen. Ein Glaube, der im Alltag reifen konnte, den wird auch in Krisenzeiten nichts erschüttern können.

herbstrose antworten
Lucan-7
Beiträge : 15312
Veröffentlicht von: @abomet

Ich frage mich manchmal, wie würden viele Christen, in den sicheren, westlichen Ländern, reagieren, wenn man sie aus ihren Gebieten vertreiben würde.
Wenn sie gezwungen wären, in ein anderes Land zu flüchten, in dem Christen verfolgt würden.

Frustration und Verzweiflung, würde ich mal schätzen. Das ginge jedem so.

Veröffentlicht von: @abomet

Würden sie ihren christlichen Glauben aufgeben? Was würden sie tun, um Verfolgung und Repressalien zu entgehen oder schlichtweg um ein halbwegs akzeptables, menschenwürdiges Leben zu führen?

Das hängt von vielen Faktoren ab. Ganz entscheidend ist die Frage, ob man selbst dabei andere Menschen gefährdet und was die konkreten Konsequenzen sind. Es ist leichter, für sich selbst verantwortlich zu sein und dabei die möglichen Risiken abzuwägen, als beispielsweise die eigenen Kinder in Gefahr zu bringen.

Ich nehme übrigens an, dass du mit "Glauben aufgeben" an dieser Stelle den "gelebten Glauben", meinst, also das, was auch für andere sichtbar ist.

Veröffentlicht von: @abomet

Wie viele Christen würden Jesus Christus verraten?

Interessante Frage... vor allem, was denn hier "Verrat" bedeuten soll. Unter der Folter wird praktisch jeder irgendwann alles sagen, was gewünscht ist... das würde ich aber nicht als "Verrat an Jesus" werten, weil man in so einem Moment schliesslich kaum noch Herr seiner Selbst ist. Und Jesus ist niemand, den man selber in Gefahr bringen könnte, es gibt also keinen Grund, hier nach aussen standhaft zu bleiben.

Veröffentlicht von: @abomet

Wie viel Druck wäre nötig um viele Christen von ihrem Glauben abzubringen?

Das halte ich beinahe für unmöglich, zumindest so lange es sich nicht um eine Glaubensform handelt, die davon ausgeht, dass Jesus überall und jederzeit hilfreich zur Seite steht und für körperliches Wohlergehen sorgt. Aber Glaube ist nichts, was man mal eben so aus einem Menschen herausprügeln könnte.

Mit gezielter Manipulation und psychologischem Vorgehen ist da natürlich mehr möglich... aber auch da stellt sich wieder die Frage, inwiefern man dann eigentlich noch "man selbst" ist.

Grundsätzlich wird der Glaube in Extremsituationen eher gestärkt... ich halte es für einfacher, jemanden in schwierigen und lebensbedrohlichen Situationen zum Glauben zu bekehren als ihn davon abzubringen.

Veröffentlicht von: @abomet

Wie viele christliche Familien würden das für ihren Glauben aushalten?
Na ja manche Fragen bleiben wohl besser unbeantwortet.

Ja, ich denke auch nicht dass es hier in allen Fällen hilfreiche Antworten gibt.
Aber die Fragen zu stellen... und sich darüber im Klaren zu sein, dass viele Menschen tatsächlich sehr konkret mit diesen Fragen konfrontiert sind - das halte ich für wichtig.

lucan-7 antworten


Seite 1 / 3
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