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Wie stark ist der Glaube?

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Ich frage mich manchmal, wie würden viele Christen, in den sicheren, westlichen Ländern, reagieren, wenn man sie aus ihren Gebieten vertreiben würde.
Wenn sie gezwungen wären, in ein anderes Land zu flüchten, in dem Christen verfolgt würden.

Würden sie ihren christlichen Glauben aufgeben? Was würden sie tun, um Verfolgung und Repressalien zu entgehen oder schlichtweg um ein halbwegs akzeptables, menschenwürdiges Leben zu führen?
Wie viele Christen würden Jesus Christus verraten?
Wie viel Druck wäre nötig um viele Christen von ihrem Glauben abzubringen?

Das Zusammenpferchen in Lagern mit unmenschlichen Lebensbedingungen?
Der Zwang zu täglicher, schwerer Arbeit, mit 14 oder 16 Stunden Arbeitszeit, ohne Aussicht auf Verbesserung und letztlich kaputt machender Arbeit, nur um das Nötigste zum Leben zu bekommen?
Die Drohung die Familie zu töten? Ihre Kinder zu verschleppen und zur Prostitution zu zwingen?

Folter?
Vergewaltigung?
Versklavung?
Mord?

Wie viele christliche Familien würden das für ihren Glauben aushalten?
Na ja manche Fragen bleiben wohl besser unbeantwortet.

Antwort
1083 Antworten
Ratsdaed
Beiträge : 676

Ich frage mich, ob du gewillt bist selbst auf diese Frage zu antworten oder ob dieser Beitrag einem anderen dient.

ratsdaed antworten


Grimfrost
Beiträge : 19

Ein starker Glaube hält jeder Prüfung durch den Verstand stand. Wenn es aber Dinge in meinem Glauben gibt, die meinem Verstand widersprüchlich erscheinen und die mir auch niemand nachvollziehbar erklären kann, steht mein Glaube auf tönernen Füßen.

Derlei Dinge gibt es viele auf der Welt, Dinge die uns grausam und ungerecht erscheinen, zumal sie häufig ausgerechnet die Anständigsten und Rechtschaffensten unter uns zu treffen scheinen oder die Unschuldigsten.

Es ist ein stetiger Prozess Antworten auf solche Fragen zu erkennen und manchmal umso schwieriger diese dann auch zu akzeptieren. Der Austausch mit Gleichgesinnten, ebenso wie mit Kritikern ist in dieser Sache sehr nützlich (solange er konstruktiv und respektvoll geschieht), denn er hilft, die Dinge aus vielen Blickwinkeln zu betrachten und Erkenntnisse des Glaubens durch den Verstand zu prüfen und dadurch auf ein festes Fundament zu stellen.

In diesem Sinne wünsche ich uns einen fruchtbaren Diskurs! 😊

grimfrost antworten
Jimmy
 Jimmy
Beiträge : 169

Frag doch zuerst, wie Gott reagieren würde, wenn Christen in solche Not geraten!
Der Glaube ist ein Geschenk Gottes.
Und ein großer Glaube in schwierigen Zeiten ist ein großes Geschenk Gottes.
Der Glaube hängt nicht von den Menschen ab.

Aber du kannst nicht erwarten, dass jemand, der sich nicht in solch einer Notlage befindet, jetzt schon solche Kraft von Gott bekommt.

Gruß, Jimmy

jimmy antworten


GoodFruit
Beiträge : 2715

Ich frage mich, ob es viele geben würde, die die Verfolgung wie Stephanus ertragen würden und sagen können: Herr, vergieb Ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Ein krasses Beispiel habe ich da neulich vom Bibelraucher gehört:
Er hatte als Gangster einen Polizisten umgebracht.

Er hat sich irgendwann bekehrt und hat versucht all diejenigen, die er in seinen schlimmen Jahren Schaden zugefügt hat, zu besuchen und um Vergebung zu bitten. Als er die Familie des Polizisten ausfindig gemacht hatte, war man da total erfreut. Der Polizist war Christ gewesen. Die Lücke, die sein Tod gerissen hatte, war riesig - aber die Familie wusste ihn sicher bei Jesus, weil er ja Christ war.

Statt den Täter zu verfluchen hat man für ihn gebetet, dass er zum Glauben kommt und Vergebung und Rettung bei Jesus findet. Und so war sein Besuch und der Bericht seiner Lebensgeschichte eine Gebetserhörung.

Ich muss da sagen, dass ich das nicht mithalten kann. Sicher wünsche ich allen, die mir das LEben schwer machen und mir schlechtes wünschen, mich verfluchen und mir Steine in den Weg legen oder Schaden zufügen, dass sie die Rettung bei Jesus am Kreuz finden - und ich würde mich total freuen, wenn das passiert und ich würde kein Stück nachtragen.

Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt - und so wünsche ich ihnen die Strafe Gottes an den Hals - lang und schmutzig! Ich verfluche sie nicht, aber ich flehe Gott an um Gerechtigkeit, um Befreiung von Verfolgung und einer Gemeinschaft, der ich trauen kann.

Ich weiß, dass das nicht so klasse ist - aber mein Glaube mag groß sein, aber die Bereitschaft, Verfolgung zu ertragen, ist denn doch gering.

goodfruit antworten
36 Antworten
sa.br
 sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 483

Danke für das Beispiel dieser glaubensstarken Familie, die für den Bibelraucher - mit Erfolg - gebetet hatten. Ich finde,
dass sie ein besonderes Beispiel und Vorbild für Vergebung ist !
So etwas habe ich Gott sei Dank noch nicht in meinem Leben erfahren müssen, dass ein Familienmitglied ermordet wird - und
ich mag gar nicht ausdenken, was das für mich oder für uns bedeuten würde. Oder wie ich da reagieren würde.

sa-br antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Ermordet ist der falsche Begriff. Der Polizist starb bei einem Verkehrsunfall, den der Bibelraucher als Jugendlicher verursacht hatte.

herbstrose antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 2715
Veröffentlicht von: @herbstrose

Ermordet ist der falsche Begriff. Der Polizist starb bei einem Verkehrsunfall, den der Bibelraucher als Jugendlicher verursacht hatte.

Hallo Herbstrose,

danke für die Korrektur. Ich glaube aber, dass der Autounfall in Zusammenhang mit ner Flucht stand.

Ab 11:15 ca.
https://www.youtube.com/watch?v=mFZGYw4GHAE&t=319s

Viele Grüße
Holger

goodfruit antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Ich hab das Buch gelesen.

Als er geboren wurde, war er nicht willkommen. Seine Mutter hat ihn vernachlässigt. Als das rauskam, hat der Vater die Mutter fortgejagt. Weder Vater noch Stiefmutter kamen mit dem Jungen zurecht, so dass er letztlich im Heim landete. Statt ihn - wie das heute üblich ist - zu fördern, war er überall immer nur das schwarze Schaf.

Zu dem Unfall kam es, weil er als Jugendlicher mal wieder (wie schon des Öfteren) davonlaufen wollte. Er klaute ein Auto. Natürlich ohne überhaupt zu wissen, wie man fährt. Und statt an der Kreuzung einfach anzuhalten und den Polizeiwagen vorbeizulassen, geriet er in Panik und trat auf's Gas.

herbstrose antworten
sa.br
 sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 483

Liebe Herbstrose,

ja: Interessant. Danke für die ausführliche Schilderung, wie der Verkehrsunfall geschah (Bibelraucher-Biografie).

sa-br antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Ich weiß, dass das nicht so klasse ist - aber mein Glaube mag groß sein, aber die Bereitschaft, Verfolgung zu ertragen, ist denn doch gering.

Und doch ist es eine vollkommen nachvollziehbare Haltung. Es gibt viel Grausamkeit und Ungerechtigkeit auf der Welt und oft trifft sie die Wehrlosesten oder Rechtschaffensten unter uns. Wie kann man so etwas vergeben? Nur weil man es "soll"? Ich habe das Gefühl, dass mir noch irgendein Baustein fehlt, damit ich aufrichtig und voller Überzeugung vergeben könnte und nicht nur, weil man es von mir erwartet. Wie denkt ihr darüber?

Grüße,
Thorald

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Es gibt viel Grausamkeit und Ungerechtigkeit auf der Welt und oft trifft sie die Wehrlosesten oder Rechtschaffensten unter uns. Wie kann man so etwas vergeben?

Dem Baustein kommst du wohl leichter auf die Spur, wenn du mal für dich persönlich die Gedanken rausschreibst, die sich melden, wenn du vorhast, jemandem eine grausame und ungerechte Tat zu vergeben, die dich im Inneren betroffen gemacht hat.

lg
Deborah

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Oh das ist relativ einfach. Ich empfinde eine Abscheu gegenüber solchen Taten, die es mir nicht möglich macht, dem Verursacher aufrichtig zu vergeben. Nur bringt mich das nicht wirklich weiter...

Grüße,
Thorald

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

Abscheu gegen solche Taten ist ein Ausgangspunkt, mit dem man konkret umgehen kann.

Vergebung löst dich vom Verursacher und entschärft den emotionalen Impact in dein Leben. Vergebung bewahrt dich auch vor Richten im Sinne von Ver-urteilen.
Be-urteile ist wichtig, denn dann weiß man, was nicht in Ordnung ist und wie es einen beeindruckt (einen Eindruck, eine Prägung) hat.

Vergebung ist eine Entscheidung und dann eine Tat durch Sprache, die beiden Parteien Freiheit bringt. (Versöhnung ist etwas anderes).
Wenn man darauf wartet, dass sich ein positives Vergebungsgefühl einstellen muss, um zu vergeben, dann wird man sich nicht entscheiden, denn das Gefühl kommt nicht vorher.
Denn wenn du an das Ereignis denkst, kommen die unguten Gefühle hoch und hindern die Ausführung der Vergebung.

Es ist wie bei einem Splitter im Finger. Da geht man vorsichtig dran, denn er sticht ja noch bei Berührung. Das entlastende Gefühl und der Rückgang des Schmerzes kommt erst nach der Entfernung.

Kannst du mit dem Bild was anfangen?

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Ja ich verstehe schon, was du meinst. Zeitlicher und emotionaler Abstand, um wieder ins Reine zu kommen. Das funktioniert im Alltag auch wunderbar, denn ich bin kein nachtragender Mensch und lebe am Liebsten in Frieden mit allen.
Diese Art von Vergebung ist kein Problem, auch wenn es nicht immer leicht ist und ich so manches Mal auch meinen Stolz herunterschlucke, um des lieben Frieden Willens.

Was ich aber meine sind ganz und gar schändliche Taten von durch und durch bösen Menschen, die Freude daran haben anderen Leid zuzufügen und keinerlei Reue kennen. Wenn solche Menschen ungestraft mit ihren Taten davonkommen, macht mich das zornig, weil es ungerecht ist. Wie kann man diesen Menschen mit Vergebung begegnen? Ich vermag es nicht.

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Ja ich verstehe schon, was du meinst. Zeitlicher und emotionaler Abstand, um wieder ins Reine zu kommen.

Nein, das meinte ich nicht. Ich beziehe mich auf die Heilung der Seele, die nur Gott vollbringen kann: Splitter rausziehen, Wunde reinigen und heilen. Die Erlaubnis dazu gibt man Ihm durch das Aussprechen von Vergebung vor Gott, allein mit Ihm im stillen Kämmerlein.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Was ich aber meine sind ganz und gar schändliche Taten von durch und durch bösen Menschen, die Freude daran haben anderen Leid zuzufügen und keinerlei Reue kennen. Wenn solche Menschen ungestraft mit ihren Taten davonkommen, macht mich das zornig, weil es ungerecht ist. Wie kann man diesen Menschen mit Vergebung begegnen? Ich vermag es nicht.

Wenn solche Menschen ungestraft mit ihren Taten davonkommen, macht mich das zornig, weil es ungerecht ist.

Es ist eine Ungerechtigkeit auf Zeit.... Der Prophet Habakuk schlug sich auch damit herum. Das Buch finde ich sehr hilfreich zu lesen für diese Herausforderung.

Ist ein untergründiger Selbstzorn noch versteckt, weil du solche Bosheit nicht hast verhindern können? Machst du dich irgendwie mit verantwortlich? Da wäre die Vergebung sich selbst gegenüber not-wendend um Zorn nicht weiter kochen zu lassen und sich auf Ansätze zu Überverantwortlichkeit zu prüfen.

Dann ist es sehr notwendig, dass du dich nicht auf einen Richterplatz setzt. Gott sagte zu Paulus: lass dir an meiner Gnade genügen. Ich interpretiere mal dazu: versuche nicht eigene Gnade aus den Rippen zu quetschen, das klappt nicht... nimm von Gott.
Jesus nahm Gnade vom Vater: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Kann es sein, dass dein Gerechtigkeitsgefühl schon früher mal sehr sehr sehr verletzt worden ist und das immer wieder angetriggert wird, durch aktuelle Ereignisse, die du siehst?
Sollte das so sein, dann zieht eine Vergebung aktueller Ereignisse nicht wirklich durch... der alte Splitter feuert immer noch und macht sich bemerkbar, weil er entfernt werden soll.
Da kann Gott Einblick schenken, um was es damals ging und was nun aufgeräumt gehört.

deborah71 antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 676

Danke für das Gleichnis, Deborah. Darf man einen Trigger auch als ungereinigte Wunde verstehen, die eben durch den "Splitter" eitert?
Darf man dann davon ausgehen, sobald der Splitter entfernt, die Wunde gereinigt und geheilt wurde, der Trigger auch weg ist? Das klingt mir zumindest logisch, denn keine meiner körperlichen Narben hat jemals wieder einen Mucks von sich gegeben.

LG ratsdaed

ratsdaed antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

Ein Trigger ist eine Berührung des Splitters und der Wunde, der die Schmerz- und Angstreaktion wieder genauso stark hervorkommen lässt, wie bei dem ursächlichen Geschehen, weil er zu einem abgespeicherten Erinnerungsteilchen passt.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Die Erlaubnis dazu gibt man Ihm durch das Aussprechen von Vergebung vor Gott, allein mit Ihm im stillen Kämmerlein.

Da liegt das Problem ja, wenn man keine Vergebung aussprechen kann.

Ist ein untergründiger Selbstzorn noch versteckt, weil du solche Bosheit nicht hast verhindern können?

Nein, kein Selbstzorn, kein Splitter, keine Wunde.

versuche nicht eigene Gnade aus den Rippen zu quetschen, das klappt nicht... nimm von Gott.
Jesus nahm Gnade vom Vater: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Wieso soll ich Gott bitten ihnen zu vergeben, wenn sie gar nicht bestraft werden? Und selbst wenn die Strafe des Herrn über sie kommt, wäre es dann nicht in jedem Falle eine gerechte?

Grüße,
Thorald

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Da liegt das Problem ja, wenn man keine Vergebung aussprechen kann.

man ist in dem Fall du?

Veröffentlicht von: @grimfrost

Nein, kein Selbstzorn, kein Splitter, keine Wunde.

Die Bosheit zu erkennen hat doch dein Gerechtigkeitsempfinden verletzt.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Wieso soll ich Gott bitten ihnen zu vergeben,

Damit du vom Richterstuhl runterkommst, deinen Zorn los wirst und nicht in die Falle der Bitterkeit und des Nachtragens gerätst.

Veröffentlicht von: @grimfrost

wenn sie gar nicht bestraft werden?

Vor der Welt mögen sie davon kommen, vor Gott nicht. Seine beste Strafe ist ihre Überführung, dass sie ihre Schuld erkennen, umkehren und verändert werden durch Christus und die Gerechtigkeit werden, die vor Gott gilt.

Wahrscheinlich hängst du an der Theodizee-Frage fest: Warum lässt Gott Leid zu.

Jeder von uns Menschen hat die Kapazität andere übelst zu verletzen und viele Verletzungen entstehen aus dem "Gut meinen", weil sie über die Grenzen des anderen gehen.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Ja, "man" bin in diesem Fall ich 😊 Der mir von Gott geschenkte Sinn für Gerechtigkeit wurde nicht "verletzt", vielmehr lässt er mich Unrecht erkennen.

Also gut, kein Richterstuhl, sagst du. Gott gibt mir einen Sinn für Gerechtigkeit, ein Gefühlsleben und einen Verstand. Ich kann also Unrecht erkennen, es kann mich emotional aufwühlen, ich soll es aber nicht verurteilen? Macht das Sinn? Haben weltliche Gerichte dann überhaupt eine Legitimation im christlichen Glauben?

Seine beste Strafe ist ihre Überführung, dass sie ihre Schuld erkennen, umkehren und verändert werden durch Christus und die Gerechtigkeit werden, die vor Gott gilt.

Also egal wie abgrundtief böse jemand ist, er wird so oder so letztlich gut, ob er will oder nicht?

[...] viele Verletzungen entstehen aus dem "Gut meinen", weil sie über die Grenzen des anderen gehen.

Ich vermute eher, dass der Großteil dieser Verletzungen anderer aus reiner Selbstsucht geschehen.

Grüße,
Thorald

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Also gut, kein Richterstuhl, sagst du.

Das sagt auch die Schrift. Beurteilen ja, verurteilen(Richter spielen) nein. Mt 7 warnt eindeutig. Richter spielen hat böse Folgen.

Die Schwertgerechtigkeit des Staates steht einem nicht Autorisierten nicht zu. Sie ist von Gott eingesetzt für weltliche Gerechtigkeit und Schutz des Volkes durch die entsprechenden Personen.

Die geistliche Gerechtigkeit ist eine andere.... sauber bleiben von Bitterkeit, Nachtragen, Rache....

Veröffentlicht von: @grimfrost

Seine beste Strafe ist ihre Überführung, dass sie ihre Schuld erkennen, umkehren und verändert werden durch Christus und die Gerechtigkeit werden, die vor Gott gilt.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Also egal wie abgrundtief böse jemand ist, er wird so oder so letztlich gut, ob er will oder nicht?

Ich schrieb, die beste "Strafe" wäre.... ich habe nicht gesagt, dass er nicht die Freiheit hat böse zu bleiben und damit eine Anwartschaft auf den Feuersee pflegt.

Veröffentlicht von: @grimfrost

[...] viele Verletzungen entstehen aus dem "Gut meinen", weil sie über die Grenzen des anderen gehen.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Ich vermute eher, dass der Großteil dieser Verletzungen anderer aus reiner Selbstsucht geschehen.

Wie auch immer..... verletzte Menschen verletzen Menschen.
Daher ist es wichtig, Vergebung als Königsdisziplin zu erkennen und zu praktizieren.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Beurteilen ja, verurteilen(Richter spielen) nein.

Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Es geht mir nicht um Selbstjustiz, sondern darum Unrecht anzuprangern und zu verurteilen, wenn es mir begegnet. Dazu muss ich kein Richter sein, das kann jeder Mensch.

Die Schwertgerechtigkeit des Staates steht einem nicht Autorisierten nicht zu. Sie ist von Gott eingesetzt für weltliche Gerechtigkeit und Schutz des Volkes durch die entsprechenden Personen.

Soll das heißen, dass Richter von Gott berufen werden und nicht Kraft ihres eigenen gottgegebenen freien Willens?

Die geistliche Gerechtigkeit ist eine andere.... sauber bleiben von Bitterkeit, Nachtragen, Rache....

Daher ist es wichtig, Vergebung als Königsdisziplin zu erkennen und zu praktizieren.

Da stimme ich dir zu. Aber wie kann man Dinge, die man als Unrecht empfindet und durch den Verstand als solches erkennt, dennoch vergeben, wenn Gefühl und Verstand doch stattdessen Gerechtigkeit(und nicht etwa Rache) fordern? Mir ist, als fehlte dort etwas, eine Erkenntnis, um diesen Widerspruch zu lösen, um tatsächlich aus vollem Herzen zu vergeben.

Was mir in diesem Zusammenhang immer wieder durch den Kopf geht ist der Satz:

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun

Das klingt für mich so als wäre damit ein größerer Zusammenhang gemeint, den die anderen nicht erkennen können. Denn dass sie sündigen, dürfte ihnen schon klar gewesen sein.

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Es geht mir nicht um Selbstjustiz, sondern darum Unrecht anzuprangern und zu verurteilen, wenn es mir begegnet. Dazu muss ich kein Richter sein, das kann jeder Mensch.

Schau dir mal deine Wortwahl an .... anprangern... verurteilen... das ist von einem erhöhten Standpunkt aus nach unten und geht weit darüber hinaus, etwas nicht in Ordnung zu finden.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Soll das heißen, dass Richter von Gott berufen werden und nicht Kraft ihres eigenen gottgegebenen freien Willens?

Schau mal auf Jesu Worte an :
Joh 19, 10 Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich loszugeben, und Macht habe, dich zu kreuzigen? 11 Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn es dir nicht von oben gegeben wäre. Darum hat, der mich dir überantwortet hat, größere Sünde.

Pilatus war von Rom eingesetzt in seinen Beruf... aber von Gott kommt die Autorisierung der Judikative, denn ER selbst ist höchster Richter. Viele blenden aus, dass Gott auch Richter ist, weil sie damit nur an das Endgericht denken. Aber Gott ist jetzt auch schon Richter, der uns Recht verschafft und der begnadigt..vergibt. Nur der Richter kann begnadigen.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Da stimme ich dir zu. Aber wie kann man Dinge, die man als Unrecht empfindet und durch den Verstand als solches erkennt, dennoch vergeben, wenn Gefühl und Verstand doch stattdessen Gerechtigkeit(und nicht etwa Rache) fordern? Mir ist, als fehlte dort etwas, eine Erkenntnis, um diesen Widerspruch zu lösen, um tatsächlich aus vollem Herzen zu vergeben.

Alles, was an Sünden passiert, hat Jesus am Kreuz bereits vergeben, auch wenn der Übeltäter noch nicht aktuell umgekehrt ist und um Vergebung gebeten hat und noch seine gerichtliche Strafe absitzen muss.

Vergebung muss man nicht selbst produzieren... Gott hat ein Konto eingerichte am Kreuz, von dem wir jedesmal abheben können und einem anderen Vergebung gewähren können.

Veröffentlicht von: @grimfrost

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun

Veröffentlicht von: @grimfrost

Das klingt für mich so als wäre damit ein größerer Zusammenhang gemeint, den die anderen nicht erkennen können. Denn dass sie sündigen, dürfte ihnen schon klar gewesen sein.

Ja...der Satz hat Zündstoff. Weißt du denn wirklich immer, was du tust? Ich erweitere jetzt den Satz mal auf alles Handeln und versuche die Weite des Satzes nicht ausschließlich auf das Böse zu begrenzen.

Ich meine zu wissen was ich tue, wenn ich etwas mache.....sei es kochen, einkaufen, putzen, Briefe schreiben, postings schreiben, telefonieren...... aber was etwas bei einem anderen wirklich auslöst und bewirkt, davon habe ich keine Vorstellung ... vielleicht meldet es mir jemand zurück, ob etwas verletzend, schlecht oder gut und hilfreich für ihn war... aber vorher wissen, was genau ich auslöse.... da muss ich passen und meine menschliche Begrenztheit akzeptieren und auf Gott hoffen, dass er mein Handeln zum Guten nutzt.

Ich brauche diesen Satz auch als Gebet, gerade wenn Menschen es gut meinen und mich damit platt machen, meine Grenzen überschreiten, mich ungefragt verplanen (wollen), so in der Art....

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Schau dir mal deine Wortwahl an .... anprangern... verurteilen... das ist von einem erhöhten Standpunkt aus nach unten und geht weit darüber hinaus, etwas nicht in Ordnung zu finden.

Konkretes Beispiel, damit wir nicht aneinander vorbei reden: Jemand wird vor meinen Augen brutal zusammengeschlagen. Ich verurteile diese schändliche Tat und prangere sie öffentlich an und würde mir sogar anmaßen einzugreifen und den Täter solange festzuhalten bis die Polizei kommt. Das wäre also anmaßend und glaubenstechnisch verwerflich?

Pilatus war von Rom eingesetzt in seinen Beruf... aber von Gott kommt die Autorisierung der Judikative, denn ER selbst ist höchster Richter.

Dann hat Gott Pilatus zu verantworten?

Vergebung muss man nicht selbst produzieren... Gott hat ein Konto eingerichte am Kreuz, von dem wir jedesmal abheben können und einem anderen Vergebung gewähren können.

Wie soll das funktionieren? Wie soll man "automatisiert" vergeben von einem externen Konto? Muss Vergebung nicht aus dem tiefsten Inneren kommen? Aus Nächstenliebe mit einem großen Verständnis für die Natur menschlicher Sünden? Und geht das wiederum nicht nur von einem erhöhten moralischen Standpunkt aus, der mir deinen Ausführungen zufolge aber gar nicht zusteht?

Nicht wissen, was man tut, in dem Sinne, dass man nie die volle Tragweite seiner Handlungen bis ins Kleinste abschätzen kann, ist zutiefst menschlich. Als unvollkommene Wesen wird auch niemand eine solche Erwartung an uns stellen. Vielmehr ist es für uns wichtig in der richtigen Gesinnung, nämlich mit Nächstenliebe, unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen und positiv auf unser Umfeld einzuwirken.

Aber irgendwie bezweifle ich, dass der Satz mit Zündstoff sich auf versehentlich verursachtes Leid bezieht.

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Konkretes Beispiel, damit wir nicht aneinander vorbei reden: Jemand wird vor meinen Augen brutal zusammengeschlagen. Ich verurteile diese schändliche Tat und prangere sie öffentlich an und würde mir sogar anmaßen einzugreifen und den Täter solange festzuhalten bis die Polizei kommt. Das wäre also anmaßend und glaubenstechnisch verwerflich?

Wie muss ich mir dieses öffentlich Anprangern vorstellen in dem Moment, indem ich sehe, jemand wird zusammengeschlagen?

Das klingt alles sehr theoretisch bei dir. Ich habe nicht den Eindruck, dass du an einer echten Lösung interessiert bist. Dafür kommen jetzt zu viele Konstrukte.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Also es geht mir nicht um theoretische Konstrukte und ich bin mir auch nicht bewusst solche konstruiert zu haben. Mir ist nicht ganz klar, was du mit einer "echten Lösung" meinst, mir geht es um Erkenntnisse, ich möchte verstehen und ich dachte, wir waren auf einem guten Weg. Ein lebendiger Glaube lebt meiner Meinung nach dadurch, dass man aktiv und gerne auch kontrovers offene Fragen mit Glaubensbrüdern und - schwestern oder auch mit Andersgläubigen diskutiert. Mir ist bewusst, dass diese Einstellung nicht von allen hier geteilt wird und es tut mir leid, falls mein Diskussionseifer befremdlich auf dich wirkt. Sei versichert, dass ich dadurch meinen Glauben nicht wegdiskutieren, sondern ihn im Gegenteil festigen möchte.

Grüße,
Thorald

grimfrost antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 13 Jahren

Beiträge : 15502

Ich komme in dieses Dilemma mal mit einem Spruch:
"Erzähltes mag zu Denken geben.
Doch nur Erlebtes kann beleben."

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

Diskussionseifer ist an dieser Stelle ein passendes Wort. 😉

Glaube wird nicht durch Theorie gefestigt, sondern durch Tun und das Ergebnis erleben, dass Gott vertrauenswürdig ist und seine Anweisungen zweckmäßig sind.

Wenn Jesus sagt: vergib!... dann gehört da die Entscheidung hin, es zu tun...entschieden auszusprechen und zu erleben, wie Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber wirkt. Was dieser Gehorsamsschritt in einem auslöst..wie einen plötzlich der Zorn verlässt...der feind keinen Raum gewinnt und man fähig ist, für die Einsicht und Umkehr des Täters zu beten. ...das fällt unter Herzenshygiene (Tempelpflege) und Feindesliebe.

Neubaugöre hat das in Kurzform ausgedrückt in ihrem Spruchzitat.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Tun und das Ergebnis erleben praktiziere ich schon sehr lange. An meinen Fragen hat das allerdings nichts geändert. Wenn du sagst, man muss einfach glauben, christlich handeln und am Besten nichts hinterfragen, dann bringt mich das bei meiner Suche nach Erkenntnis nicht weiter, aber es ist ein Standpunkt den ich akzeptieren kann. Danke für deine Geduld! 😊

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Wenn du sagst, man muss einfach glauben, christlich handeln und am Besten nichts hinterfragen,

Das war nicht meine Aussage.
Hier geht es um Lernen durch Tun und dann mit Jesus Rücksprache halten.
In Deutschland läuft Unterricht meist so: erst bekommt man eine Menge Theorie vorgesetzt und dann soll man danach handeln.

In der Bibel ist es andersherum: tue auf Jesu Anweisung hin und lerne dadurch die Prinzipien und erlebe, wie dein Vertrauen wächst.

Veröffentlicht von: @grimfrost

und am Besten nichts hinterfragen,

Jesus fragen... nicht Menschen.

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Jesus fragen... nicht Menschen.

Mein Vertrauen ist da, aber auf konkrete Fragen hat er mir leider noch nicht geantwortet! 😊

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Mein Vertrauen ist da, aber auf konkrete Fragen hat er mir leider noch nicht geantwortet! 😊

Wie nah ist dir denn Jesus? Ist er Beifahrer in deinem Lebensauto oder sitzt er am Steuer?

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Oh sehr nah, mein täglicher Begleiter! Aber säße ich nicht selbst am Steuer meines Lebensautos, wäre die Reise vergebens 😊

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171

Aha.... Retter darf ER also sein, aber auch HErr?

Veröffentlicht von: @grimfrost

Aber säße ich nicht selbst am Steuer meines Lebensautos, wäre die Reise vergebens

Warum?

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Aha.... Retter darf ER also sein, aber auch HErr?

Was genau meinst du damit?

Warum?

Wenn ein anderer für mich steuert, gäbe es für mich weder Verdienst noch Tadel. Nur durch den freien Willen ist eine Wahl möglich und nur dann macht eine Beurteilung Sinn.

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Aha.... Retter darf ER also sein, aber auch HErr?

Veröffentlicht von: @grimfrost

Was genau meinst du damit?

Viele Christen möchten durch Jesu Tod und Auferstehung das ewige Leben haben, mit ihm leben... aber dass ER sie mit seinem Blut erkauft hat aus der Herrschaft der Sünde heraus und ER nun der neue HErr ist, ist vielen nicht bewusst.
Seine Herrschaft ist ganz anderer Art als die Herrschaftsvorstellung der Welt. Unter Jesu Herrschaft wird man frei, sich für Gottes Willen entscheiden zu können und diesem Willen zfolgen zu wollen jeden Tag in allen Entscheidungen, es wird selbstverständlicher Lebensstil.
Er berät durch seinen Heiligen Geist in uns, ermutigt, lobt, korrigiert, bildet aus, schenkt Gelingen, gibt Ausdauer zum Dranbleiben an einer Herausforderung....

Zu dieser Nachfolge gehört die Kommunikation mit Ihm... ER kommuniziert über verschiedene Kanäle mit einem:
von Geist zu Geist ins Bewusstsein der Gedanken
durch Bibeltext, der einen im Inneren total berührt
durch Gesagtes anderer Menschen, das diese Herzensberührung auslöst und man weiß, da spricht Jesus mit hindurch, das gilt jetzt gerade mir
durch Träume
durch alltägliche Beispiele, bei denen einem plötzlich aufgeht "ah, so ist das...das ist eine Antwort auf meine Frage xy"...
durch ein Inneres Drängen für Stop oder Go

deborah71 antworten
Grimfrost
(@grimfrost)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 19

Viele Christen möchten durch Jesu Tod und Auferstehung das ewige Leben haben, mit ihm leben... aber dass ER sie mit seinem Blut erkauft hat aus der Herrschaft der Sünde heraus und ER nun der neue HErr ist, ist vielen nicht bewusst.

Ein weiteres Thema, bei dem ich um Erkenntnis und Verstehen ringe, aber das ist ein anderes Thema.

Die Beispiele der indirekten Kommunikation sind mir sehr vertraut. Wie ein sanfter warmer Wind, der die Richtung weist. Und manchmal macht es einfach "Klick". Auf diese Weise habe ich bereits sehr viele Erkenntnisse gewonnen, beispielsweise, dass der Grund für viele Unwägbarkeiten im Leben nicht etwa bei irgendwelchen äußeren Umständen oder gar bei meinen Mitmenschen zu suchen ist, sondern in meiner eigenen inneren Einstellung.

Auf konkrete religiöse Fragen erhalte ich aber keine Antworten. Daher versuche ich sie mit Glaubensbrüdern und -schwestern zu ergründen.

grimfrost antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 23171
Veröffentlicht von: @grimfrost

Die Beispiele der indirekten Kommunikation sind mir sehr vertraut. Wie ein sanfter warmer Wind, der die Richtung weist. Und manchmal macht es einfach "Klick". Auf diese Weise habe ich bereits sehr viele Erkenntnisse gewonnen, beispielsweise, dass der Grund für viele Unwägbarkeiten im Leben nicht etwa bei irgendwelchen äußeren Umständen oder gar bei meinen Mitmenschen zu suchen ist, sondern in meiner eigenen inneren Einstellung.

Gut, Jesus redet also mit dir und du hast es auch als solches erkannt.

Unter konkrete religiöse Fragen kann ich mir gerade nichts vorstellen.

Wenn ich auf eine Frage keine Antwort bekomme, dann frage ich Ihn nach der richtigen Fragestellung. Die kommt mir dann recht schnell in die Gedanken.

Wenn es sich so anfühlt, als ob eine dunkle Wand vor mir steht, die mich am Antwortempfang hindert, dann befehle ich schonmal den Berg ins Meer, damit er den Blick auf die Lösung freigeben muss. Die Autorität hat Jesus uns gegeben.

Manchmal ist es so, als ob Jesus grinst... "du weißt es doch schon... brauchst dich nicht rückversichern" ... oder der Impuls kommt, darüber in der Bibel per Stichwort nachzulesen. Dann ist dort eine Antwort für mich vorhanden.

deborah71 antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Hallo, möcht' nur mal fragen, ob evtl. eine Überleitung zu einem neuen
Thread möglich wäre, es dauert immer sehr lang, bis sich alles
aufgebaut hat...

LG 🤨

Anonymous antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Naja, eigentlich ist der Thread ausdiskutiert. Was ihn vergrößert, ist die Diskussion zu einem anderen Thema, die in einem Seitenstrang immer noch läuft.

herbstrose antworten
Blackhole
Beiträge : 1134

Klar ist die Versuchung da, sich jetzt als Held hinzustellen: "Ich würde meinen Glauben nicht verraten! Ich gehe in Folter und Tod!"
Aber erstens spuckt man damit den Menschen die das tatsächlich erleiden ins Gesicht,
zweitens kann niemand mit Sicherheit sagen, was er/sie in einer Extremsituation in der er/sie noch niemals war tun würde.

Aber zum Glück müssen wir uns dafür vor keinem unbarmherzigen menschlichen Richter rechtfertigen, sondern vor Gott. Und Gott sieht keinerlei Grund, uns nicht mehr zu lieben, auch wenn der Punkt wo wir zerbrechen überschritten ist.

Selbst Petrus hat Jesus vor Angst dreimal verraten und doch hat ihm Jesus eine wichtige Aufgabe anvertraut.

blackhole antworten
11 Antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Klar ist die Versuchung da, sich jetzt als Held hinzustellen: "Ich würde meinen Glauben nicht verraten! Ich gehe in Folter und Tod!"
Aber erstens spuckt man damit den Menschen die das tatsächlich erleiden ins Gesicht,
zweitens kann niemand mit Sicherheit sagen, was er/sie in einer Extremsituation in der er/sie noch niemals war tun würde.

Du spuckst gerade den Menschen ins Gesicht, die genau das erlebt haben und immer noch erleben und dabei an ihrem Glauben festhalten.

Ich empfehle die Lektüre der Berichte bei Open Doors.

herbstrose antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 7672
Veröffentlicht von: @herbstrose

Du spuckst gerade den Menschen ins Gesicht, die genau das erlebt haben und immer noch erleben und dabei an ihrem Glauben festhalten.

Warum? Weil sie darauf hinweist, dass niemand von sich mit Sicherheit sagen kann, wie er mit einer solchen Extremsituation klarkommen würde?

Veröffentlicht von: @herbstrose

Ich empfehle die Lektüre der Berichte bei Open Doors.

Was soll das? Hat Blackhole mit irgendeinem Wort angedeutet, dass sie auch nur den geringsten Zweifel daran hegt, dass religiöse Verfolgung gibt?

suzanne62 antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @suzanne62

Warum? Weil sie darauf hinweist, dass niemand von sich mit Sicherheit sagen kann, wie er mit einer solchen Extremsituation klarkommen würde?

Es sind hier Menschen unterwegs, die von sich sagen können, wie sie sich entscheiden, weil ihr Glaube fest ist. Es sind hier Menschen unterwegs, die bereits in Extremsitutionen waren und an Jesus festhielten. Und in den Berichten von OpenDoors wird vielfältig berichtet, dass Menschen sich zu Jesus bekehrt haben, obwohl sie wussten, dass sie sich damit in Gefahr begeben. Sie haben für sich beschlossen, ihren Glauben nicht zu verleugnen, wenn es hart auf hart kommt. Ich sehe nicht, dass irgendjemand, der fest im Glauben ist und der festen Meinung ist, seinen Glauben nicht zu verleugnen, anderen ins Gesicht spuckt.

Vielmehr sehe ich, dass dieser feste Glaube anderen zum Vorbild werden kann.

herbstrose antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134

Wer diese Situationen nicht erlebt hat, aber sich hier im sicheren Deutschland hinstellt: "Ich bin ja soooo ein Held, nie würde ich meinen Glauben verraten!", der spuckt diesen Menschen ins Gesicht.

Niemand weiß im Voraus, wie er/sie sich in Extremsituationen verhält, das wusste nicht einmal Petrus.

blackhole antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

So etwas kann nur jemand schreiben, der nicht weiß, was es bedeutet, auf Christus zu vertrauen und seinen Zusagen zu glauben.

herbstrose antworten
Lombard3
(@lombard3)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 4292

Nach der Bibel ist vermutlich dennoch "Demut" angbracht:


1. Korinther 10:12-13
Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle! Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.

lombard3 antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 21996

Du beschwerst dich hier im Namen von Verfolgten - und maßt dir dabei noch an, den Glauben jener in Frage zu stellen, die Druck und Folter nicht standhalten oder nachgeben, um ihr eigenes und das Leben anderer Menschen zu schützen.

Damit tust du selber genau das, was du anderen Leuten hier vorwirfst.

lucan-7 antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134

Es geht um Anmaßung.
Es ist höchst überheblich, sich selbet als der allergrößte Held darzustellen obwohl man noch nie in einer entsprechenden Situation war.

Wer seinen Glauben aufrechterhalten kann, obwohl er mit Schlafentzug gequält wird, obwohl er zusammengeschlagen, bespuckt und bedroht wird, obwohl er tagelang in engen Zellen eingesperrt wird wo man sich nicht setzen kann, obwohl er Stromschläge in den Genitalien erleidet: Bewundernswert!
Sich aber selbstgerecht hinstellen: Ich bin ja sooo ein Held, mir macht das nichts aus!, obwohl es äußerst unwahrscheinlich ist daß man das jemals durchmachen muss, ist anmaßend, überheblich und taktlos.

blackhole antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194
Veröffentlicht von: @blackhole

Wer seinen Glauben aufrechterhalten kann, obwohl er mit Schlafentzug gequält wird, obwohl er zusammengeschlagen, bespuckt und bedroht wird, obwohl er tagelang in engen Zellen eingesperrt wird wo man sich nicht setzen kann, obwohl er Stromschläge in den Genitalien erleidet: Bewundernswert!
Sich aber selbstgerecht hinstellen: Ich bin ja sooo ein Held, mir macht das nichts aus!, obwohl es äußerst unwahrscheinlich ist daß man das jemals durchmachen muss, ist anmaßend, überheblich und taktlos.

Tut mir herzlich, aber Vieles davon kenne ich aus eigenem Erleben oder aus dem nahen Umfeld. Hier in Deutschland. Vielleicht gibt es das aktuell nicht mehr, aber ich kenne es noch.

So etwas übersteht man nur, wenn man fest im Glauben steht und in inniger Beziehung zu Jesus.

herbstrose antworten
Blackhole
(@blackhole)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 1134
Veröffentlicht von: @herbstrose

Tut mir herzlich, aber Vieles davon kenne ich aus eigenem Erleben oder aus dem nahen Umfeld. Hier in Deutschland. Vielleicht gibt es das aktuell nicht mehr, aber ich kenne es noch.

Ich saß auch schon in einem Büro mit 4 vehementen Atheisten und musste meinen Glauben verteidigen!
Und im darauffolgenden Job hat einer meinen Glauben bewusst lächerlich gemacht und ausgerechnet ein Muslim ist mir zur Seite gesprungen!

Dennoch blase ich das nicht zu so einem Heldentum auf daß ich mir einbilden würde, das mit Nordkorea oder Saudi-Arabien vergleichen zu können!

Ich habe auch schon anstrengende Situationen erlebt, mich zu meinem Glauben zu bekennen, aber ich maße mir nicht an, das mit Folter oder Lebensgefahr zu vergleichen.
Du wohl schon.

blackhole antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 9 Jahren

Beiträge : 14194

Du spuckst allen Menschen ins Gesicht, die gerade in unserem ach so sicheren Deutschland eine feste Glaubensgewissheit haben. Die hier geschilderte angenommene Situation ist nur ein Extrembeispiel von vielen, was den Glauben ins Wanken bringen kann.

herbstrose antworten


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