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Wozu der Baum des Lebens wenn es noch keinen Tod gab?

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Stern
 Stern
Themenstarter
Beiträge : 3686

Guten Morgen,

ich meine das so in einem Thread die letzten Tage gelesen zu haben, weiss aber nicht mehr von wem. Arcangel vielleicht?

Auf jeden Fall eine bearbeitungswürdige Frage, zu der ich selbst nicht viel beitragen kann, zumindest habe ich keine Idee, wieso das so da beschrieben wurde.

Ihr vielleicht?

Antwort
64 Antworten
Hesed
 Hesed
Beiträge : 154

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

hesed antworten
2 Antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@hesed 

Ja, aber die Frage war für mich : wieso steht da ein Baum des Lebens, wenn wir - falls wir nicht von der Frucht genascht hätten, die den Tod ja erst ins Spiel bringt- sowieso keinen Tod kennen.

stern antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 154

@stern 

die Frage ist beantwortet oder?

wie queequeg schon sagte eine Verbindung zu Gott 

 

Der Baum war ein sichtbares Zeichen für Gottes Zusage, dass der Mensch ewig leben kann, solange er in der Gemeinschaft mit Gott bleibt. Die Früchte dieses Baumes schenkten den Menschen physische Unendlichkeit

hesed antworten


kerygma
Beiträge : 739
Veröffentlicht von: @arcangel

lso das mit dem Fülle des Lebens lässt sich so nicht aus der Wortbedeutung ableiten. 

Ah interessant, hatte das im Hinterkopf, dass es begrifflich um Fülle bzw. Qualität ginge. Für mich ist interessant, dass es selbst in unserem Sprachgebrauch ein ähnliches Verständnis gibt. Ich denke an Fragen wie Ist das eigentlich noch ein Leben? Wir Menschen haben zur Frage des Lebens eine qualitative Vorstellung. Für uns ist Leben nicht nur Existenz. Für uns Christen ist erst ein Leben mit und in Gott wirklich erfüllend.

kerygma antworten
14 Antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Für uns Christen ist erst ein Leben mit und in Gott wirklich erfüllend.

Also, da kann ich dir sagen, dass ich subjektiv gefühlt am erfülltesten gelebt habe, als ich mich nicht viel um Gott geschert habe.

 

stern antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 739

@stern Ist das wirklich so? Wäre interessant mal darüber nachzudenken, wenn das wirklich so ist.

kerygma antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Ist das wirklich so?

Das weiss ich eben nicht. Ich beobachte nur, dass ich weniger intensiv lebe und anders lebe als Christ.

Jesus hat mich seit meiner ersten „Begegnung“ (auf dem Papier) nicht mehr losgelassen, ich glaube auch nicht, dass ich davon jemals wieder loskomme. Aber die gefühlte Intensität meines Lebens hat abgenommen.

Ein besonders schöner oder intensiver Traum ist nicht mehr wert als ein besonders langweiliger Traum…wenn du das Leben vor Jesus nimmst, ist es egal wie es war…so erkläre ich es mir zumindest.

stern antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 739

@stern Hm, hat die Qualität der Beziehungen zu anderen Menschen nicht eine ganz neue Dimension bekommen? Hast Du nicht mehr Hoffnung auf das, was Gott wieder ins Lot bringen wird? ist die Sicht auf die Welt nicht tröstlich geworden?

kerygma antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

hat die Qualität der Beziehungen zu anderen Menschen nicht eine ganz neue Dimension bekommen?

Meine Liebe, ja, hat eine andere Qualität und eine andere Dimension.

Hast Du nicht mehr Hoffnung auf das, was Gott wieder ins Lot bringen wird?

Da ich vorher nicht gut wahrnehmen konnte, was nicht im Lot war…es war nur so ein diffuses Gefühlt….bin ich jetzt natürlich froh,

dass ich bei all dem auf Gott zählen kann. 

Aber wenn du etwas nicht wahrnimmst- dann lebst du auch befreit davon. 

ist die Sicht auf die Welt nicht tröstlich geworden?

Ich weiss nicht. Was tröstet dich denn?

stern antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 739

@stern Am Ende die Zuversicht, dass Gott die Welt richten und vollenden wird.

kerygma antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Am Ende die Zuversicht, dass Gott die Welt richten und vollenden wird.

Doch, das geht mir tatsächlich auch so. Was vorher beängstigend war (die Vergänglichkeit) ist jetzt tröstlich geworden, weil man auch um einen guten Ausgang weiss.

stern antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 739

@stern Also ist doch in gewissen Bereichen eine bessere Qualität vorhanden?

kerygma antworten
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Also ist doch in gewissen Bereichen eine bessere Qualität vorhanden?

Ja, die Qualität ist besser, keine Frage. Und das ist auch gut, ich will mich gar nicht beschweren.

Nur die „Fülle“ kann ich darin noch nicht unbedingt entdecken, wieso auch immer…ausser, man meint damit die bessere Qualität…dann schon.

stern antworten
kerygma
(@kerygma)
Beigetreten : Vor 2 Monaten

Beiträge : 739

@stern Die Fülle gibt es letztlich erst in der Vollendung mit Gott. Alles andere für mich ein Vorgeschmack.

kerygma antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Die Fülle gibt es letztlich erst in der Vollendung mit Gott. Alles andere für mich ein Vorgeschmack

Achso.

Für mich war das schon für hier gedacht….

Na dann, mach ich ja alles richtig 🙂😉

stern antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7869

@stern 

"die gefühlte Intensität meines Lebens hat abgenommen"

Ja, verstehe ich gut. Allerdings habe ich das Problem eher von der anderen Seite wahrgenommen. Es haben mir eine ganze Reihe von Leuten, die vormals gläubig waren, gesagt, dass sie sich richtig befreit gefühlt und ihr Leben bedeutend "lebendiger" gefühlt haben, seit sie sich von dem katechetischen Glauben verabschiedet haben.

Nicht wenige haben sich dann ganz vom religiösen Glauben abgewandt, andere haben versucht, im Raum des Glaubens eine Ecke zu finden, in der nicht jeder Gläubige ihnen sagen kann, wo es langzugehen hat.

queequeg antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@queequeg 

Es haben mir eine ganze Reihe von Leuten, die vormals gläubig waren, gesagt, dass sie sich richtig befreit gefühlt und ihr Leben bedeutend "lebendiger" gefühlt haben, seit sie sich von dem katechetischen Glauben verabschiedet haben.

Ja, ich weiss auch noch  nicht wirklich etwas mit diesem Paradox anzufangen. 

Es sieht so aus, als wäre die Gottesfurcht antiproportional zur Fülle.

Ich bin mir aber gleichzeitig relativ sicher, dass es ein Wahrnehmungsfehler ist …🙂

stern antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 5279
Veröffentlicht von: @queequeg

Nicht wenige haben sich dann ganz vom religiösen Glauben abgewandt, andere haben versucht, im Raum des Glaubens eine Ecke zu finden, in der nicht jeder Gläubige ihnen sagen kann, wo es langzugehen hat.

Versteh ich. 

chai antworten
Queequeg
Beiträge : 7869

@stern 

Drewermanns Verständnis des Baums - nach Wikipedia, Die Symbolik bei Drewermann

  • Mütterlicher Ursprung: Drewermann deutet den Baum in religionsgeschichtlicher und psychoanalytischer Hinsicht (angelehnt an C. G. Jung) als ein weiblich-mütterliches Symbol. Er steht für den haltenden, nährenden Boden des Seins, aus dem der Mensch schöpft, ohne über das Leben verfügen zu müssen.

  • Gegenwart statt Angst: Im Gegensatz zum Baum der Erkenntnis (der für moralische Bewertung, Zwang zur Unterscheidung von Gut und Böse, Angst und das krampfhafte Machenmüssen des eigenen Schicksals steht) repräsentiert der Baum des Lebens die paradiesische Fülle des Seins. Von ihm zu essen hieße, in bedingungslosem Vertrauen zu leben, anstatt sich durch Ängste und Selbstanklagen von der Quelle zu trennen. 

  • Weltachse und Heilung: In seinen religionsgeschichtlichen Betrachtungen (etwa zur Symbolik von Baum und Kreuz) verbindet er den Lebensbaum mit der Idee der Weltenachse, die den Menschen mit dem Unendlichen verknüpft und den Tod in ein neues Licht taucht. 

 

queequeg antworten
2 Antworten
Stern
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(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@queequeg 

und den Tod in ein neues Licht taucht.

nämlich in welches?

stern antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 7869

@stern 

"Der Baum" spielt in vielen Kulturen eine mythologische Rolle als Verbindung zu etwas, was über die Wirklichkeit der Erde hinausgeht.

Der "Baum des Lebens" spiegelt das genau wieder, weil er so etwas ist wie eine Leiter zum Himmel. Die Verbindung zum Kreuz ist eigentlich auch klar: Der Baum ist für die Menschen außerhalb von Eden nicht mehr erreichbar. Erst durch seine Bearbeitung, Verwandlung, Verdichtung im Kreuz wird der Weg wieder frei gemacht. So ist das scheinbar tödliche Holz zu einem Holz des Lebens geworden.

queequeg antworten


neubaugoere
Beiträge : 19292

@stern @arcangel @hesed

Bei den Gesprächsfetzen hier komme ich ein wenig ins Straucheln, stelle ich grad fest ...

Ja, im Schöpfungsbericht steht nix von "ewig leben", also ein endliches Leben mit Tod eben; was die Zeugung von Nachwuchs erklärt. Irgendwie hab ich von irgendwoher in meinem Kopf, dass wir, wenn wir zurückkehren in die Gemeinschaft der Dreieinigkeit, ewig leben werden an Gottes Seite und demzufolge so etwas wie Ehe, also ein Zusammenschluss zweier Menschen mit dem Ziel, sich zu multiplizieren, nicht mehr gibt. - Oh je ... jetzt bin ich durcheinander ...

Hilfe *sagt* 😕 

neubaugoere antworten
3 Antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@neubaugoere 

dass wir, wenn wir zurückkehren in die Gemeinschaft der Dreieinigkeit, ewig leben werden an Gottes Seite und demzufolge so etwas wie Ehe, also ein Zusammenschluss zweier Menschen mit dem Ziel, sich zu multiplizieren, nicht mehr gibt

Halten wir das doch mal als guten Ausblick fest!

stern antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 154

@neubaugoere 

queequeg hat es beschrieben.

Ich habe das noch gefunden. 

Der Baum war ein sichtbares Zeichen für Gottes Zusage, dass der Mensch ewig leben kann, solange er in der Gemeinschaft mit Gott bleibt. Die Früchte dieses Baumes schenkten den Menschen physische Unendlichkeit

 

Das ist ein schönes Wort was du sagst Jesus ist der Baum des Lebens, wer sonst☺️

hesed antworten
Hesed
 Hesed
(@hesed)
Beigetreten : Vor 3 Wochen

Beiträge : 154

@neubaugoere 

Nachtrag noch, weil Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben wollte Gott nicht das sie mit diesem Zustand auch noch vom Baum des Lebens essen um ewig in der Sünde zu verbleiben…

hesed antworten
Queequeg
Beiträge : 7869

@stern 

Drewermanns Verständnis des Baums - nach Wikipedia, Die Symbolik bei Drewermann

  • Mütterlicher Ursprung: Drewermann deutet den Baum in religionsgeschichtlicher und psychoanalytischer Hinsicht (angelehnt an C. G. Jung) als ein weiblich-mütterliches Symbol. Er steht für den haltenden, nährenden Boden des Seins, aus dem der Mensch schöpft, ohne über das Leben verfügen zu müssen.

 

  • Gegenwart statt Angst: Im Gegensatz zum Baum der Erkenntnis (der für moralische Bewertung, Zwang zur Unterscheidung von Gut und Böse, Angst und das krampfhafte Machenmüssen des eigenen Schicksals steht) repräsentiert der Baum des Lebens die paradiesische Fülle des Seins. Von ihm zu essen hieße, in bedingungslosem Vertrauen zu leben, anstatt sich durch Ängste und Selbstanklagen von der Quelle zu trennen. 

 

  • Weltachse und Heilung: In seinen religionsgeschichtlichen Betrachtungen (etwa zur Symbolik von Baum und Kreuz) verbindet er den Lebensbaum mit der Idee der Weltenachse, die den Menschen mit dem Unendlichen verknüpft und den Tod in ein neues Licht taucht. 
queequeg antworten


kerygma
Beiträge : 739
Veröffentlicht von: @stern

Ja, wie denn jetzt? Wenn Gott ihn aus Lehm gemacht hat und er dem Verfall unterliegt, weil die Materialien vergänglich sind, dann hat er ihn doch auch gleichzeitig unsterblich gemacht?

Da stehe ich gerade auf dem Schlauch.

Veröffentlicht von: @stern

Also wenn ich am jüngsten Tag wieder auferstehe, dann hab ich doch persönliche Unsterblichkeit, oder etwa nicht?

Ewiges Leben ist eine Eigenschaft Gottes. Eigenschaften Gottes gehen nicht auf den Menschen über, sonst könnte jeder Mensch unabhängig von Gott existieren. Der Mensch erhält Anteil am göttlichen Leben in dessen Gegenwart. Die Bibel schreibt darüber, dass der Mensch am Weinstock bleiben muss, weil die Reben nichts ohne den Weinstock sind. Christus sagt immer wieder "Bleibt in mir und ich bleibe in Euch". Im Paradies ist das passiert, der Mensch hat gegen Gott rebelliert und die Gemeinschaft mit Gott verlassen und die Gnade verloren. Deshalb ist er unter das Gesetz gefallen. Die Sünde ist die Trennung von Gott, die Zielverfehlung der menschlichen Bestimmung.

 

kerygma antworten
1 Antwort
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@kerygma 

Die Sünde ist die Trennung von Gott, die Zielverfehlung der menschlichen Bestimmung.

Ok, da kann ich mitgehen. Und in seiner Bestimmung gibt es dann keine Persönlichkeit mehr? Denn ich verstehe dich so, als gäbe es ewiges Leven nur ohne ein persönliches ewiges Leben.

Da stehe ich gerade auf dem Schlauch.

Du meintest vorhin, dass Gott den Menschen ursprünglich unsterblich geschaffen hat sagst aber gleichzeitig, dass der Mensch von Gott mit Lehm als sterblich erschaffen wurde.

 

stern antworten
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