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Wozu der Baum des Lebens wenn es noch keinen Tod gab?

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Stern
 Stern
Themenstarter
Beiträge : 3686

Guten Morgen,

ich meine das so in einem Thread die letzten Tage gelesen zu haben, weiss aber nicht mehr von wem. Arcangel vielleicht?

Auf jeden Fall eine bearbeitungswürdige Frage, zu der ich selbst nicht viel beitragen kann, zumindest habe ich keine Idee, wieso das so da beschrieben wurde.

Ihr vielleicht?

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64 Antworten
Martha
 Martha
Beiträge : 1568

@stern 

In der jüdischen Tradition ist der Baum des Lebens eine Metapher für die Tora und die göttliche Weisheit.

​In den Sprüchen Salomos (3,18) heißt es direkt über die Weisheit: „Ein Baum des Lebens ist sie allen, die sie ergreifen.“

​Das bedeutet: Der Baum stand nicht als Schutz vor dem Tod im Garten Eden, sondern als Bauplan der Welt. Er zeigt, wie das Leben gedacht ist und wie Mensch und Welt Sinn, Struktur und Orientierung bekommen – ganz egal, ob es den Tod gibt oder nicht.

Hier ist eine bildliche Darstellung des Ez Chaim (Baum des Lebens) im jüdischen und künstlerischen Kontext.

​In der jüdischen Tradition wird diese Metapher oft bildlich aufgegriffen:

​Die Holzrollen der Tora-Rolle werden im Hebräischen selbst als Azei Chaim („Bäume des Lebens“) bezeichnet.

​In der Buchmalerei und Synagogenkunst wächst die Tora oft bildlich wie ein Baum, dessen Wurzeln und Äste die göttliche Weisheit in die Welt tragen.

 

martha antworten
3 Antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1568

Nachtrag Torarolle:

 

martha antworten
Stern
 Stern
(@stern)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3686

@martha 

​Das bedeutet: Der Baum stand nicht als Schutz vor dem Tod im Garten Eden, sondern als Bauplan der Welt. Er zeigt, wie das Leben gedacht ist und wie Mensch und Welt Sinn, Struktur und Orientierung bekommen – ganz egal, ob es den Tod gibt oder nicht.

Das bedeutet aber, da Gott gesagt hat, sie dürfen von allen Bäumen im Garten essen (ausser von du weisst schon welchem) wäre der Baum des Lebens nur einer unter vielen, auch wenn er in der Mitte steht. Also wäre es quasi nicht zwingend, davon zu essen. Die anderen Bäume sind auch ok und von Gott gepflanzt.

stern antworten
Martha
 Martha
(@martha)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 1568

@stern 

Richtig.

​Der Mensch hätte auch ohne diesen Baum glücklich im Garten gelebt. Er war wie eine Sicherheits- und Kraftquelle in der Mitte, die immer bereitstand.

Erst als der Mensch das verbotene Gebot brach, sperrte Gott den Zugang, damit der Mensch seinen fehlerhaften Zustand nicht für ewig behält.

 

martha antworten


kerygma
Beiträge : 739
Veröffentlicht von: @stern

Ok, da kann ich mitgehen. Und in seiner Bestimmung gibt es dann keine Persönlichkeit mehr? Denn ich verstehe dich so, als gäbe es ewiges Leven nur ohne ein persönliches ewiges Leben.

Doch, gibt es. Aber in der Bestimmung niemals ohne Gott. Denn dies wäre die Verdammnis.

Veröffentlicht von: @stern

Du meintest vorhin, dass Gott den Menschen ursprünglich unsterblich geschaffen hat sagst aber gleichzeitig, dass der Mensch von Gott mit Lehm als sterblich erschaffen wurde.

Der Körper wurde aus Material der Erde gemacht, aber die Bestimmung des Menschen ist die Gemeinschaft mit Gott. Gott hauchte Adam das Leben ein und bewahrte ihn im Paradies vor dem Verfall. Mit dem Sündenfall verlor der Mensch die Gemeinschaft mit Gott und seine Gnade, weshalb der ganze Adam sterblich und nicht mehr bewahrt wurde. Trotz des Falls haben wir die Fähigkeit, uns für Gott zu entscheiden. Lassen wir uns taufen und glauben, sind wir wieder in der Gemeinschaft und haben ewiges Leben, Anteil am ewigen Leben Gottes. Wir werden in das Buch des Lebens aufgenommen und kommen nicht mehr in die Verdammnis. Mit dem Tod trennen sich Körper und Seele und der Körper verfällt, beide vereinigen sich zum Tage des Gerichts wieder, und wir werden als ganze verklärte Menschen in der ewigen Gemeinschaft mit Gott wohnen, als Personen, die wir sind, nur in einer erfüllten Version von uns selbst. Wer hingegen nicht die Gemeinschaft Gottes sucht, außerhalb seiner Gnade lebt, wird durch das Gesetz verurteilt und am jüngsten Tag nach seinen Taten gerichtet und in die ewige Verdammnis geworfen werfen.

kerygma antworten
Maria
 Maria
Beiträge : 1357

@stern

Für mich stehen die Bäume für den Menschen. Der Baum des Lebens beschreibt den Menschen, der mit Gott, der Quelle des Lebens verbunden ist, aus Gott seine Kraft schöpft und sein Leben meistert. Das ist das ewige Leben, das immerwährend aus Gott fließt und unerschöpflich ist. Jesus spricht davon, dass Er den Menschen den Quell des lebendigen Wassers öffnen will, dass Er den Menschen von dem Wasser zu trinken geben wird, dass sie den Durst nie mehr spüren werden. Damit meint Er das selbe. Diese Quelle ist versiegt, seitdem die Menschen nicht mehr die Frucht des Baumes des Lebens essen.

Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse steht für den Menschen, der selbst sein Leben meistern will, der nicht aus seinem Sein in Gott lebt sondern nach Moral, Vernunft u.ä.

 

maria antworten


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