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Zeugnisse von Menschen, die Christen wurden und dann war alles gut. Und meine Ve

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Elfentanz
Themenstarter
Beiträge : 51

Liebe Jesus.de community,

ich weiß nicht, ob das hier das richtige Unterforum für den Thread ist aber alle anderen Foren kamen mir noch unpassender vor. Wenn er aber eigentlich woanders rein gehört, können die Moderatoren ihn natürlich gerne verschieben.

Ich bin viel auf youtube unterwegs und in den letzten Jahren habe ich auf youtube viele Videos gesehen, wo Menschen praktisch (in der Quintessenz) aussagen, dass wenn man Christ ist, dann wird es einen automatisch gut gehen:
Da gibt es Menschen die berichten, wie sie sich bekehrt haben und danach hat Gott Wunder in ihrem Leben bewirkt, oder auch Menschen die sagen, dass wenn man Christ ist, man diesen großen inneren Frieden in sich spüren wird. Einige sagen Gott würde ihnen sagen, was sie zu tun haben und sie wissen sicher, dass das die Stimme Gottes ist etc.

Das Ding ist, dass mich das inzwischen ziemlich verbittert und frustriert weil bei mir ist es anders: Ursprünglich war ich katholisch, dann geriet ich in die Fänge der Esoterik, stieg da voll ein und dachte aber das liese sich mit dem Christentum vereinbaren (Damals entstand mein Username Elfentanz). Dann hatte ich eine kurze Phase in der ich das Christentum komplett ablehnte und 2018 entsagte ich dann der Esoterik, schmiss alle esoterischen Bücher und Kartendecks weg und begann damit regelmäßig in der Bibel zu lesen, sowie zu versuchen, nach ihrem Inhalt zu lesen. Aber seitdem geht es mir nicht besser und mein Leben ist (nach menschlichen Maßstab zumindest) auch nicht angenehmer. Tatsächlich geht es mir gar nicht gut. Ich habe keinen Job, keine Wohnsituation mit der ich glücklich bin, Lebensbereich Freunde läuft auch nicht so optimal und Partnerschaft ist auch nicht. Und einen inneren Frieden spüre ich auch nicht. (Und ich bin über 30, wodurch mir nicht mehr viel Zeit bleibt mein Leben auf die Reihe zu bringen.)

Ich weiß, dass man kein Christ sein sollte nur damit es einen zu Lebzeiten gut geht, aber ich fühle mich einfach häufig sehr verzweifelt und dann bete ich zu Gott, dass ich mich nicht mehr schlecht fühle.

Als ich hier bereits geschrieben habe, wurde mir bewusst, dass ein christlicher youtuber namens Philipp Mickenbecker auch nicht die Erfahrung gemacht hat, dass durch sein Christsein alles gut wurde: Kurz nach seiner Bekehrung starb seine Schwester bei einen Unfall, dann kam sein Krebs zurück und inzwischen ist er bereits mit Mitte 20 verschieden. Aber diese anderen Geschichten, die Menschen, die Wunder erlebt haben, die zu sagen scheinen, dass wenn man Christ ist, dann ist man automatisch glücklich die lösen in mir inzwischen ein großes Gefühl von Genervtheit aus. Es ist ja nicht so, dass ich ihnen das nicht gönne. Sie geben mir einfach nur das Gefühl, dass es bei mir auch so sein sollte und wenn nicht dann mache ich was falsch oder Gott liebe mich weniger. Das sagen sie natürlich nicht und sehr viele denken das noch nicht mal aber das ist die Botschaft die indirekt bei mir ankommt.

Antwort
836 Antworten
Plueschmors
Beiträge : 3738

Hallo Elfentanz,

Veröffentlicht von: @elfentanz

...in den letzten Jahren habe ich auf youtube viele Videos gesehen, wo Menschen praktisch (in der Quintessenz) aussagen, dass wenn man Christ ist, dann wird es einen automatisch gut gehen...

das mag für diese Menschen ja auch so sein. Aber dem einen gibt Gott Butter, dem andern gibt er Schiet. Warum? Gott weiß es.

Kuck Dir das Leben der Heiligen in der Bibel an: Da ist nicht viel mit Paradies auf Erden, unbeschwertem Genießen aller Güter und dauerhaftes süßes Leben. Ganz im Gegenteil. Ich persönlich erfahre das auch nicht oft. Hier und da. Meist ist der Alltag aber so: Von einem Unglück ins nächste. Der Teufel läßt einen nie in Ruhe. Das ist mit dem Glauben auch hundertmal schlimmer geworden. Dennoch geht es mit Gott allemal besser als alleine. Wenn mich sein Wort nicht täglich aufrichtete, ich hätte mich schon längst am nächsten Baume hängen lassen. Gott läßt mich aber nicht hängen, das erfahre ich immer wieder. Wie? Indem ich mit seinem Wort zur Ruhe komme. Anbetung. Stille. Lob. Dankbarkeit auch für geringe Dinge. Das ist wichtig. Dann ändern sich auch manchmal Dinge. Wege erscheinen plötzlich, die vorher nicht da waren. Oder jedenfalls hat man sie nicht gesehen.

Veröffentlicht von: @elfentanz

Aber diese anderen Geschichten, die Menschen, die Wunder erlebt haben, die zu sagen scheinen, dass wenn man Christ ist, dann ist man automatisch glücklich die lösen in mir inzwischen ein großes Gefühl von Genervtheit aus.

Wie gesagt, das mag für manche so sein. Es gibt aber keine Garantie für irdische Wohlfahrt, keinen Freifahrtschein ins Glück. Ich selber bin auch immer mißtrauisch, wenn es mir gut geht - so eine Art Angst davor, keine Angst zu haben (denn sagte unser Herr nicht, wir würden Angst haben in der Welt?) -, denn oft folgt nach hohem Glück ein tiefer Fall und im Glück vergessen wir Gott viel leichter, so daß Glück auf Erden an sich m.E. gar nicht sonderlich wünschenswert ist.

Mein Rezept für "Glück" im christlichen Sinne: Eigene Gedanken lassen, Gottes Wort fassen, vertrauen und glauben. Hören wir ihn, so hört er uns. Wünsche erfüllt er nicht unbedingt, aber ganz gewiß seine Zusagen.

Liebe Grüße und Segen,
Plueschmors.

plueschmors antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

Fehlschluss

Da gibt es Menschen die berichten, wie sie sich bekehrt haben und danach hat Gott Wunder in ihrem Leben bewirkt, oder auch Menschen die sagen, dass wenn man Christ ist, man diesen großen inneren Frieden in sich spüren wird. Einige sagen Gott würde ihnen sagen, was sie zu tun haben und sie wissen sicher, dass das die Stimme Gottes ist etc.

Daraus zu schließen, dass jetzt "alles gut" ist, ist ein Irrtum. Es ist nur alles anders. Gott ist bei mir. Spürbar, sichtbar, hörbar.

Gleichzeitig gilt: es wird weiterhin (vielleicht sogar mehr als bisher) Anfechtung geben. Jak. 1 lässt sich ziemlich ausführlich darüber aus. Eph. 6 lehrt uns, die Waffenrüstung richtig zu gebrauchen, denn laut 1. Petr. 5 sieht es der Widersacher gar nicht gern, wenn jemand an Christus glaubt. Er versucht mit allen Mitteln und Tricks, uns aus Gottes Gegenwart zu reißen.

Dass "alles gut" ist im Sinne von keine Krankheit mehr, kein Leid mehr, keine Kriege usw., das gilt erst für die Ewigkeit.

herbstrose antworten
Deborah71
Beiträge : 15878

Nicht jeder Tag ist eitel Freude Sonnenschein...

Als Jesus sich mir bekannt machte während eines Bibellesens, war einen Moment die Welt in Ordnung.... ich spürte das erste Mal echte Liebe und Hoffnung kam in mein Leben und eine immense Freude.

Doch niemand wollte diese Freude mit mir teilen bis auf eine Kollegin, die mir kurz davor von Jesus erzählt hatte. Rundum gab es Gewitter und Ablehnung....

Dann las ich Röm 8,28...denen die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Besten dienen... Ah, dachte ich, jetzt wird es besser... und dann ging es ins Eingemachte... ich musste lernen, dass alle Dinge nicht nur die erfreulichen Sachen meinte, sondern da kam ein Vollwaschgang mit Turboschleuder.....
ja, ich erlebe Wunder.. höre Gottes Stimme...sehe hinter den Vorhang und habe wichtige Träume, erfahre Seine Stärkung... aber ER nimmt mir nicht meine Lebensverantwortung ab. Da ist es anstrengend, holpert, Krankheit greift an, Menschen nerven bis zum auf den Mond schießen, unterläuft mir ein richtiger Fehler, bekomme ich immer noch Herzbeschwerden.... und immer wieder taucht eine Ermutigung auf: Gib niemals auf! ...ich lerne mehr und mehr zu vertrauen und dann öffnen sich Wege, jemand Hilfreiches begegnet mir, ein Blitzgedanke zeigt eine Lösung auf, Panik verflüchtigt sich, Gottes Gegenwart wird stärker spürbar, kleine Erinnerungen seiner Liebe tauchen auf: ein vergessener Euro im Einkaufswagen ist noch drin, wenn ich einen auslösen will (Ich bin dein Versorger), oder auch ein Metallchip mit einem Engel (Ich bin bei dir und schütze dich), große freundliche Menschen im rechten Moment, wenn ich mal wieder nicht an das obere Regal komme oder die hinterste Ecke der Kühltruhe (Ich helfe dir)...

Alles in allem kann ich es so ausdrücken anhand der Geschichte der stürmischen Seefahrt: Gott hat mir keine ruhige Überfahrt verheißen, aber eine sichere Ankunft. ER ist immer da... im selben Boot.

deborah71 antworten
5 Antworten
Ratsdaed
(@ratsdaed)
Beigetreten : Vor 3 Jahren

Beiträge : 674

Danke Deborah für deine Ermutigung. Ich dachte bisher immer das Gefühl wie ein Lachs immer dagegen zu halten stünde für meine Sturheit und nun kommst du mit einem unterstrichenem Gib niemals auf.

Aber ich gebe dir Recht Elfentanz. Die Beobachtung mach ich auch seit längerem. Ich fände es interessant nicht immer nur vom Paradies auf Erden zu erfahren, sondern auch mal von den Erfahrungsberichten vor dem vollen Vertrauen zu Gott.

LG ratsdaed

ratsdaed antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Danke
Für dieses wunderbare Bild:

Alles in allem kann ich es so ausdrücken anhand der Geschichte der stürmischen Seefahrt: Gott hat mir keine ruhige Überfahrt verheißen, aber eine sichere Ankunft. ER ist immer da... im selben Boot.

herbstrose antworten
sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 483

Liebe Deborah,

Ja: grün zu:

ja, ich erlebe Wunder.. höre Gottes Stimme...sehe hinter den Vorhang und habe wichtige Träume, erfahre Seine Stärkung... aber ER nimmt mir nicht meine Lebensverantwortung ab. Da ist es anstrengend, holpert

Grün zu deinem ganzen Beitrag. Und danke! 😉

Es ist schwierig ein Leben als Christin in diesen Zeiten zu beschreiben. Als ich mich als knapp 14-jährige zum Herrn bekehrt hatte, habe ich
auch gedacht, mein Leben liefe jetzt "rund" - und mir könne sozusagen nichts mehr "passieren". Dann habe ich in meiner Jugend - nun
rückblickend - doch dicke Fehler gemacht , und es lief keineswegs alles rund. Ich denke, es ist auch wichtig, aus eigenen Fehlern zu lernen
und sie nicht nur zu wiederholen. Einiges habe ich wohl schon gelernt - anderes muss ich noch begreifen... Aber auf jeden Fall kann ich
bezeugen, dass Gott mich in meinem ganzen Leben begleitet hat und ich nie allein war. Dabei ist mir nachwievor das Bibellesen und das
Gebet, auch das Singen zum Herrn, sehr wichtig. Dazu hier nochmal eine Empfehlung der Predigerin Maria Prean: "Loslassen - Gott lassen."
ER trägt uns durch. Wenn wir es zulassen.

sa-br antworten
MammaShatterbrain76
(@mammashatterbrain76)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 55

loslassen Gott lassen
Danke für den Tipp für eine gute Predigt, Sabr! Das braucht man manchmal!
Ich finde auch "du bist einmalig" von Max Lucado (bei Youtube) sehr schön.

mammashatterbrain76 antworten
sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 483

Danke, liebe MammaShatterbrain,

auch für deinen Tipp!
Sei gesegnet !

Und lieben Gruß

sa-br antworten


frosch80
Beiträge : 791

Immer fröhlich, immer fröhlich, alle Tage Sonnenschein
Hej Elfentanz,

beim Lesen deines Textes kam mir ein uraltes Lied (von 1876) in den Sinn, das ich allerdings schon vor vielen Jahren für mich "aussortiert" habe, weil ich mit dem Refrain überhaupt nicht einverstanden bin:

"Immer fröhlich, immer fröhlich,
alle Tage Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!"

So jedenfalls lautet der Text im "Kinderpsalter" des Bundes-Verlags von 1941, und so habe ich es auch in Erinnerung. Nein, es ist nicht alle Tage Sonnenschein, auch für Christen nicht. Irgendwann, das habe ich eben beim Recherchieren bemerkt, wurde das "alle Tage Sonnenschein" aber abgeändert in "Jesus, unser Sonnenschein". Na, schon besser. Aber der Weg des Lebens ist zwar auch, aber nicht nur voller Schönheit, und dieses "fröhlich lasst uns immer sein!" erscheint mir nach wie vor ein wenig naiv verklärt, auch wenn ich den Gedanken an eine innere Fröhlichkeit auch in schweren Situation und Leid durchaus nachvollziehen kann.

Die zweite Strophe gefällt mir aber recht gut:

Gott führt uns an Vaterhänden,
schützet uns in Kampf und Streit;
Seine Gnade ist's, die täglich
Kraft und Stärke uns verleiht.

Das ist realistisch. Es gibt auch Kampf und Streit.

Aber besser formuliert hat für meinen Geschmack Cyriacus Schneegaß 1598, also bald 300 Jahre früher die Thematik:

In dir ist Freude in allem Leide
O du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben
Du der wahre Heiland bist
Hilfest von Schanden, rettest von Banden
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet
Wird ewig bleiben. Halleluja

Veröffentlicht von: @elfentanz

Aber diese anderen Geschichten, die Menschen, die Wunder erlebt haben, die zu sagen scheinen, dass wenn man Christ ist, dann ist man automatisch glücklich die lösen in mir inzwischen ein großes Gefühl von Genervtheit aus.

Die Genervtheit kann ich nachvollziehen. Dazu ließe sich jede Menge sagen.

Einmal glaube ich, dass es eine Menge Christen gibt, in deren Leben fast alles gut läuft, die glücklich sind (was ich ihnen auch gerne gönne), und die häufig zu dem Denken neigen, dass Christsein zwingend zum Glücklichsein führt, und dass es, wenn jemand nicht glücklich ist, daran liegt, dass er entweder kein Christ ist oder mit seinem Christsein etwas nicht stimmt. Diese Schlussfolgerung halte ich für falsch.

Zum anderen habe ich solche "immer fröhlichen" Christen häufig in Verdacht, dass sie alles Nichtfröhliche ausblenden, verdrängen, verleugnen, um ihr "Fröhlichkeitsbild" nicht zu gefährden. Zuweilen fliegt solchen Christen das "Nichtfröhliche" irgendwann aber heftig um die Ohren.

Ferner möchte ich dich ermutigen: bleib bei dir und schau auf Jesus 😊

Alles Gute auf deinem Weg.

Ein schönes Offtopic noch zum Lied "Immer fröhlich": Köstlich finde ich ja, wie da bereits im 19. Jahrhundert prophetisch der Blick auf die Parteienlandschaft in Deutschland geworfen wurde. In der vierten Strophe heißt es ja:

"Aber die gerechten Grünen,
und ihr Pfad ist immer licht"

Kann aber sein, dass ich da jetzt die Groß- und Kleinschreibung durcheinandergebracht habe.

Die beiden Liedtexte finden sich weiter unten.

Liebe Grüße
fr😊sch

Lasst die Herzen immer fröhlich
und mit Dank erfüllet sein,
denn der Vater in dem Himmel
nennt uns Seine Kinderlein!

Refrain
Immer fröhlich, immer fröhlich,
Jesus, unser Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!

Strophe 2
Gott führt uns an Vaterhänden,
schützet uns in Kampf und Streit;
Seine Gnade ist's, die täglich
Kraft und Stärke uns verleiht.

Refrain (Wdh.)
Immer fröhlich, immer fröhlich,
Jesus, unser Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!

Strophe 3
Wenn wir uns von Ihm abwenden,
wird es finster um uns her,
unser Gang ist nicht mehr sicher
und das Herz von Freuden leer.

Refrain (Wdh.)
Immer fröhlich, immer fröhlich,
Jesus, unser Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!

Strophe 4
Aber die Gerechten grünen,
und ihr Pfad ist immer licht;
lasst uns deshalb Jesu dienen,
will'gen in die Sünde nicht.

Refrain (Wdh.)
Immer fröhlich, immer fröhlich,
Jesus, unser Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!

Text: Frances Jane (Fanny) Crosby (*1820 †1915)

In dir ist Freude

In dir ist Freude in allem Leide
O du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben
Du der wahre Heiland bist
Hilfest von Schanden, rettest von Banden
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet
Wird ewig bleiben. Halleluja
Zu deiner Güte steht unser G'müte
An dir wir kleben im Tod und Leben
Nichts kann uns scheiden. Halleluja
Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod
Du hast's in Händen, kannst alles wenden
Wie nur heißen mag die Not
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
Mit hellem Schalle, freuen uns alle
Zu dieser Stunde. Halleluja
Wir jubilieren und triumphieren
Lieben und loben dein Macht dort droben
Mit Herz und Munde. Halleluja

Cyriacus Schneegaß 1598

frosch80 antworten
4 Antworten
mamba
(@mamba)
Beigetreten : Vor 11 Monaten

Beiträge : 89
Veröffentlicht von: @frosch80

"Immer fröhlich, immer fröhlich,
alle Tage Sonnenschein!
Voller Schönheit ist der Weg des Lebens;
fröhlich lasst uns immer sein!"

Jetzt triggert mich doch gerade was gewaltig 😊
An dieses Lied habe ich auch nicht nur gute Erinnerungen. Zigmal in der Kinderzeit gesungen und mir hat vor allem der Text in der dritten Strophe Angst gemacht und daran wurde ich sofort erinnert:

Wenn wir uns von ihm abwenden,
wird es finster um uns her.
Unser Gang ist nicht mehr sicher
und das Herz von Freuden leer.
Immer fröhlich, immer fröhlich....

Damit wurde mir in meinen ersten 20 Lebensjahren Angst gemacht, das zog sich durch Liedgut und Predigten.

Ich hatte es auch schon seit 30, 40 Jahren "aussortiert". Es stimmt einfach nicht.

Der Weg eines Christen ist nicht anders als der Weg eines Menschen, der nicht an Gott glaubt. Es gibt Höhen und Tiefen, Freud und Leid, fröhliche Zeiten und weniger fröhliche Zeiten, und auch richtig richtig schwere Zeiten.

Wer Christ wird, weil er meint, dann werde das Leben voll easy und schön und alle Probleme würden sich in Luft auflösen, sorry, der hat was falsch verstanden. Und Leute, die sowas predigen und verbreiten, würde ich mit äußerster Vorsicht genießen.

mamba antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @mamba

Der Weg eines Christen ist nicht anders als der Weg eines Menschen, der nicht an Gott glaubt. Es gibt Höhen und Tiefen, Freud und Leid, fröhliche Zeiten und weniger fröhliche Zeiten, und auch richtig richtig schwere Zeiten.

Das hast du schonmal gut erkannt. So ist das Leben....

ABER, wer diesen, seinen Lebensweg mit Gott geht, wer sein Leben Gott anvertraut, geht diesen Lebensweg wesentlich anders als der, der seinen Weg ohne Gott geht!
Wer sein Leben Gott anvertraut, der vertraut auf Gott. Auf seine Zusagen, uns diesen lebensweg nicht allein gehen zu müssen!
Daraus entseht eine wunderbare Kraft, die uns in den Tiefen, aber ebenso in den Höhen des Lebens, Zuversicht, berechtigte Hoffnung und Lebensmut und Lebensfreude gibt!
Dietrich Bonhoeffer, der erwiesenermassen alle Höhen und Tiefen eines Menschenleben durchlebt hatte, durchleben mußte, sagte aus persönlicher Erfahrung:
"Gott erfüllt nicht all unsere Wünsche, aber er hält alle seine Zusagen"

Anonymous antworten
sa.br
(@sa-br)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 483

Danke, lieber Christosfilios,

du hast das sehr gut ausgedrückt, dass wir als Christen auf unserem Lebensweg nicht allein sind, sondern Gott
uns begleitet und hält!!
Da denke ich auch gern an den Psalm 23: Daraus z. B. "und wandere ich auch im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück,
denn du, Herr, bist bei mir. Dein Stecken und Stab trösten mich."

Lieben Gruß

sa-br antworten
Helmut-WK
(@hkmwk)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4753

Immer fröhlich, immer fröhlich, wenn auch nicht die Sonne scheint

Veröffentlicht von: @frosch80

Irgendwann, das habe ich eben beim Recherchieren bemerkt, wurde das "alle Tage Sonnenschein" aber abgeändert in "Jesus, unser Sonnenschein".

Ich kenne eine andere Version, da wurde diese Stelle in "wenn auch nicht die Sonne scheint" abgeändert. Aus den Gründen, die du erwähnt hast.

Helmut

hkmwk antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

Liebe Elfentanz,
Meine Vorposter haben schon sehr gute Gedanken dazu geschrieben, denen ich uneingeschränkt zustimmen kann.
Ich erlebe es so, daß man als Christ aus einer anderen Perspektive auf die Welt schaut. Jesus hat die Menschen, denen er begegnete, ermutigt, mehr auf ihre positiven Fähigkeiten zu schauen. Dazu möchte ich dich auch ermutigen. Du hast uns berichtet, was alles bei dir im Argen liegt. Überlege dir doch mal, was es bei dir Positives, ermutigendes gibt. Das ist oftmals von all dem Negativen so verschüttet, daß man es mühsam wieder hervorholen muß. Aber es lohnt sich! Daran kannst du dich aufrichten und mit deinem neuen positiven Selbstbewußtsein die Lösung der Probleme angehen. Auf diese Weise hat Jesus die Menschen geheilt.
Ich bin gerade im Briefwechsel mit einem Inhaftierten, der alles negativ sieht. Auch ihn habe ich dazu ermutigt, darauf zu schauen, worauf er stolz sein kann. Auch Straftäter haben positive Seiten. Diese sollten gestärkt werden, um das Negative zurückzudrängen.

ungehorsam antworten


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