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Alle Heiligen Schriften ...

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AWHler
 AWHler
Themenstarter
Beiträge : 2634

.... begegnen uns mit einem "Offenbarungsanspruch" - und das würde ich gerne hier mal zum Bedenken und Reflektieren einbringen.

Doch der Reihe nach und mit einem ersten Packende:

Häufig begegnet uns die Behauptung bzw. das Urteil, dass  alle (anderen) Religionen dieser Welt "Versuche sind, Gott/das Göttliche zu erreichen" oder durch eigene Bemühungen, Werke, Anstrengung & Erkenntnis-Bestrebungen mit Gott/dem Göttlichen "ins Reine zu kommen" - wie immer die Wege, Vorstellungen und Benennungen aussehen - während uns in der Bibel GOTTES OFFENBARUNG begegnet, die - von Israels Glaubensanfängen bis hin zum Neuen Testament die ALLEINIGE Wahrheit vermittelt.

Fakt ist nun, dass ALLE HEILIGEN SCHRIFTEN einen Offenbarungsanspruch haben - vom jüdischen Thora-& Schrift-Verständnis (das den nt.lich-christologischen Offenbarungsanspruch nicht als Wahrheit & Erfüllung akzeptiert) über den Koran (als "letzt-gültige" Gottesoffenbarung) bis hin zu den alt-indischen Heiligen Schriften (Veden, Upanishaden, Bhagavadgita), die ihre "Schau des Göttlichen" in ihrer Tiefe auch als Offenbarung verstehen, ebenso wie Gautama Buddhas Einsichten/Erkenntnise (auch ohne Gottesbezug) als Offenbarung (=Einsicht & Erfahrung in die Wahrheiten der Existenz) verstanden und weitergegeben werden.

Hinzukommt, dass Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten (und dazu noch manch andere religions-phänomenologische Verzweigungen) ebenso wie wir Christen in IHRER Offenbarung tiefe Erfüllungserfahrungen, inneren Frieden, Sinn, Trost, Lebenshilfe und Wegweisung "im Leben und im Sterben" finden - und u.U. (vorausgesetzt, dass sie ihre Heiligen Schriften nicht auch "exklusiv", "orthodox"  und ihren Glauben/ihre Spiritualität als "allein seligmachend" verstehen und gelehrt bekommen!) eine inter-religiöse Freiheit haben und entwickeln können, in der es so etwas wie einen gemeinsamen Grund von Liebe, Barmherzigkeit, Verbundenheit und Wertschätzung behaupten.

Erfüllung, Wahrheitsbezeugung, Gewissheiten, Gottes- und Transzendenzerfahrung und liebende Hingabe (Menschen- und Gottesliebe) gibt es also auch auf dem "Nährboden" anderer Heiliger Schriften.

Andererseits können ALLE Heiligen Schriften ebenso wie die Bibel missbraucht, missverstanden und instrumentalisiert werden. Sie können unduldsam und exklusiv verstanden werden. Und die Tatsache, dass sie geschichtliche, menschliche und in mancherlei Hinsicht auch relative BEZEUGUNGEN sind, kann man bestreiten ... wobei wir wieder bei der Tatsache sind, dass ALLE Heiligen Schriften den Anspruch haben, Offenbarung als Quelle & Ursprung zu haben.

Ist es also richtig, zwingend und nötig, die Bibel GEGEN andere Heilige Schriften mit ihren Wahrheiten zu stellen? Oder haben wir als Christen (ohne unseren Glauben zu verleugnen) die Freiheit, auch andere "Heiligen Schriften" mit Gewinn zu lesen - komplementär, das Gemeinsame suchend & findend, als Inspiration und im Wissen, dass Gottes Wirklichkeit, das Wirken seines Geistes und die in Jesus Christus (seinem Leben, Sterben und Auferstehen) offenbarte Wahrheit größer ist als alle "Schriften" ...?

L'Chaim

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466 Antworten
Salvatore23
Beiträge : 120
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Sie riskierten ihr Leben nicht, um anteilig am Himmelreich und errettet zu werden, sondern aus Dankbarkeit, weil sie durch Jesus schon errettet waren und nun alles dran setzten, dass möglichst viele Menschen auch diese Freiheit und Freude erleben können, so wie es die Triebfeder für uns alle sein sollte, das Evangelium weiterzusagen, egal was es uns kostet.

Aber im Gegensatz zu heute, galt für alle Jesusnachfolger (Jünger, Apostel Paulus) Jesus Christus Evangelium vom Reich Gottes, durch Abkehr einstiger Sünder vom Sündigen in die Welt zu tragen.

Lk 4,43 Er sprach aber zu ihnen: Ich muss auch den andern Städten das Evangelium predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt.

Seine Jünger waren durch getreuliche Nachfolge Jesus aus einstiger Finsternis errettet, Lichter geworden, und lehrten dann aus inniger Überzeugung das von Jesus Christus währen 3 Jahren Gelernte weiter, um möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, sich zu Kindern Gottes, Kindern des Lichts zu verändern. 

Eph 5,8 Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. 10 Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.

Joh 8,12 Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Den Missionsauftrag Jesus Christus nahmen sie sich gemäss NT vollkommen zu Herzen, was ich in keiner der besuchten christlichen Gemeinschaften vorfand, auch hier nicht. 

salvatore23 antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 30092

@salvatore23 

Zum Beitrag

Seine Jünger waren durch getreuliche Nachfolge Jesus aus einstiger Finsternis errettet, Lichter geworden, und lehrten dann aus inniger Überzeugung das von Jesus Christus währen 3 Jahren Gelernte weiter, um möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, sich zu Kindern Gottes, Kindern des Lichts zu verändern.

Zu welcher Gruppierung mit dieser altertümlichen Sprache gehörst du? Lorberianer, 4religion.org, eine andere? 

Heiligung lehrt die Bibel, aber sie lehrt nicht, dass man dadurch Kind Gottes wird. Das ist ein anderes Evangelium, eines der Selbsterlösung. So etwas hat Petrus an Pfingsten nicht gelehrt und es wurde von den Aposteln auch später nicht gelehrt. 

Erst der Glaube an den Retter und die Rettung durch sein Werk am Kreuz und danach das Wachstum in der Heiligung. 

deborah71 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19479

@deborah71 @salvatore23

JAWOLLJA, wir SIND Gottes Kinder, wir müssen es uns nicht verdienen durch Leistung. Wir SIND es, weil ER uns angenommen hat, weil ER uns liebt. Und diese LIEBE ist es, die uns verändert zu dem Bild, das ER bereits in uns sieht und angelegt hat.

neubaugoere antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4655

@salvatore23 Jesus Christus Evangelium vom Reich Gottes, durch Abkehr einstiger Sünder vom Sündigen

Falsche Reihenfolge - Es gibt keine Aufnahme in das Reich Gottes durch Abkehr vom Sündigen. Der Sünder wird durch Gnade von der Sünde befreit und in das Reich Gottes versetzt. Und weil er in das Reich Gottes versetzt wurde, kann er sich auch vom Sündigen abwenden. Er ist kein Sünder mehr, sondern ein geliebtes Kind Gottes.

Seine Jünger waren durch getreuliche Nachfolge Jesus aus einstiger Finsternis errettet, 

Nicht durch getreuliche Nachfolge errettet, sondern zu getreulicher Nachfolge errettet. Der Erlöste erst kann Jesus nachfolgen.

um möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, sich zu Kindern Gottes, Kindern des Lichts zu verändern. 

Nicht die Menschen können sich verändern, sondern sie werden verändert - durch den Heiligen Geist, durch den Christus in uns wirkt.

 

turmfalke1 antworten
koenigskind45
(@koenigskind45)
Beigetreten : Vor 2 Wochen

Beiträge : 63

@turmfalke1 sehr gut erklärt, genauso ist es!!!

koenigskind45 antworten


Salvatore23
Beiträge : 120
Veröffentlicht von: @deborah71

Heiligung lehrt die Bibel, aber sie lehrt nicht, dass man dadurch Kind Gottes wird. Das ist ein anderes Evangelium, eines der Selbsterlösung. So etwas hat Petrus an Pfingsten nicht gelehrt und es wurde von den Aposteln auch später nicht gelehrt. 

Erst der Glaube an den Retter und die Rettung durch sein Werk am Kreuz und danach das Wachstum in der Heiligung. 

Ach, steht z.B. folgendes nicht in Deiner Bibel?  Hat Jesus nach seiner Kreuzigung und Auferstehung den Auftrag gegeben, zu verbreiten ohne seine Kreuzigung gäbe es weder Vergebung gottseits, noch Wachstum in der Heiligung, Errettung aus einstiger Finsternis? 

1 Thess 4.3 Weiter, Brüder und Schwestern, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesus – da ihr von uns empfangen habt, wie ihr wandeln sollt, um Gott zu gefallen, was ihr ja auch tut –, dass ihr darin immer vollkommener werdet. 2 Denn ihr wisst, welche Ermahnungen wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus. 

3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht 4 und ein jeder von euch verstehe, sein eigenes Gefäß[1] in Heiligkeit und Ehre zu halten, 5 nicht in gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. 

salvatore23 antworten
2 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 22 Jahren

Beiträge : 30092

@salvatore23 

Ist da ein 'nicht' zuviel in deiner ersten Frage? mit der nachfolgenden Frage ergibt es keinen Sinn. 

deborah71 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 4655

@salvatore23 

Die zitierten Bibelstellen sind an Menschen gerichtet, die durch Jesus erlöst sind. Sicher ist die Heiligung wichtig, da man ohne Heiligung Gott nicht gefällt. Aber sie ist nicht Ursache der Errettung sondern deren logische Folge. 

turmfalke1 antworten
Seite 7 / 7
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