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Apg 2,46 damals ..... + Lk 24 Emmaus = Jesus unser Gastgeber


Deborah71
Themenstarter
Beiträge : 17242

Quelle: IsraelBiblicalStudies.com newsletter (englischer Text am Ende)

Die Geschichte der ersten Gläubigen
Der jüdische Hintergrund des Neuen Testaments

Mehr als nur "Brotbrechen".

Die meisten Christen gehen davon aus, dass sich die Worte "Brotbrechen" auf die Gemeinschaft beziehen. Sie stellen sich vor, wie Gläubige sich versammeln, um eine winzige Waffel zu nehmen und einen Schluck Wein zu trinken, wie es heute in Kirchen geschieht. Lukas beschreibt jedoch Jerusalemer Häuser aus dem ersten Jahrhundert, keine moderne christliche Kirche: Die ersten Gläubigen aßen tatsächlich zusammen! Später macht er es noch deutlicher: "Brot brechen von Haus zu Haus, sie haben ihr Essen mit Freude gegessen" (Apg 2,46).

Keine Mahlzeit ohne Schrift

Diese Mahlzeiten waren jedoch nicht nur gesellschaftliche Ereignisse. Das Studium der Schrift war schon immer das zentrale Element des jüdischen Lebens und jeder Lebensbereich musste mit diesem Studium verbunden werden, ".... Wenn es keine Mahlzeit gibt, gibt es keine Thora; und wenn es keine Thora gibt, gibt es keine Mahlzeit" (Avot 3:17). Deshalb sagt uns Lukas, dass beim gemeinsamen Essen die ersten Gläubigen "unerschütterlich in der Lehre der Apostel weitergemacht haben".

Sehen Sie die ersten Gläubigen im jüdischen Kontext.

Die gemeinsame Mahlzeit ist seit jeher ein wichtiger Bestandteil des jüdischen Lebens. Die Gläubigen aßen zusammen bei den jeweiligen Gastgebern. In der jüdischen Tradition war der Gastgeber derjenige, der immer den traditionellen Segen sagte und das Brot zu Beginn des Essens brach. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie der jüdische Kontext uns hilft, die Geschichte der ersten Gläubigen zu verstehen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

Das wirft ein Licht auf die Geschichte der Emmausjünger und gibt vllt einen Hinweis darauf, was unter anderem (brennendes Herz) dazu beigetragen hat, dass sie Jesus erkannten.

Lk 24, 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.
31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.

32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?
33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;
34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen.
35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach.

Regulär war Kleopas (Vers 18+29) der Gastgeber.... und nach jüdischer Sitte wäre es eine Ungeheurlichkeit gewesen, sich die Rolle des Hausherrn anzumaßen und das Tischbrot zu brechen.

Jesus, der Auferstandene jedoch, bringt das Brotbrechen von der natürlichen auf die geistliche Ebene... und knüpft am letzten Abendmahl an...

Was ist Avot, mögt ihr fragen... das ist ein Hinweis auf den Talmud:
https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/pirke-avot/ch/023d5a55de888c2f17e6a43d01641ed6/

Und hier kann man auch eine Verbindung zum Vater unser ziehen:

Unser tägliches Brot gib uns heute.... (natürlich und geistlich)

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Lässt diese Hintergrundinfo das damalige Leben lebendiger in der Vorstellung werden und hat es womöglich eine Auswirkung auf unser Lesen und Verstehen heute?

lg
Deborah71

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The story of the First Believers

The Jewish Background of the New Testament

More than just “breaking of bread”

Most Christians suppose that the words “breaking of bread” refer to communion. They imagine believers gathering together to take a tiny wafer and have a sip of wine, as is done in churches today. Luke, however, is describing first-century Jerusalem homes, not a modern Christian church: the first believers actually ate meals together! Later, he makes it even clearer, “Breaking bread from house to house, they ate their food with gladness” (Acts 2:46).

No Meal Without Scripture

However, these meals were not just social events. The study of Scripture has always been the central element of Jewish life and every area of life had to be connected to this study, “… If there is no meal, there is no Torah; and if there is no Torah there is no meal” (Avot 3:17). Therefore, Luke tells us that while eating meals together, first believers, “continued steadfastly in the apostles’ doctrine”.

See the first believers in the Jewish context

Sharing meals has always been an important part of Jewish life. The believers ate together each hosting in their turn. In Jewish tradition, the host was the one who always said the traditional blessing and broke bread at the beginning of meal. This is a good example of how the Jewish context helps us understand the story of the First Believers.

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15 Antworten
Suzanne62
Beiträge : 7570
Veröffentlicht von: @deborah71

Lässt diese Hintergrundinfo das damalige Leben lebendiger in der Vorstellung werden und hat es womöglich eine Auswirkung auf unser Lesen und Verstehen heute?

Unsere Gemeinde hat einen guten und regen Kontakt zur hiesigen Jüdischen Kultusgemeinde, was gegenseitige Einladungen zu Festen mit einschließt.
Mir selber hat die regelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen des christlich-jüdischen Dialogs nicht nur viele Texte des AT verständlicher gemacht, sondern auch viele Traditionen, Riten und Bräuche meines eigenen Glaubens - z.B. die Euchariste/das Abendmahl.
Als ich zum ersten Mal an einer Kiddusch- Zeremonie teilgenommen habe, habe ich das viel besser verstanden.
Ebenso habe ich die Taufe noch mal ganz anders verstanden, nachdem ich zum ersten Mal eine Mikwe (= das rituelle Tauchbad) gesehen hatte und uns erklärt wurde, dass u.a. Menschen, die aus einer anderen Religion zum Judentum konvertieren, in die Mikwe gehen und nach dem Untertauchen zum ersten Mal als Juden zu ihrem Gott beten.

suzanne62 antworten
4 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

Das würde ich gerne auch mal erleben....
Leider ist an meinem Wohnort keine solche Gemeinde.

Könntest du ein wenig ausführlicher erzählen und mich und die Leser mehr mit hineinnehmen in deine Erinnerung?

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7570

Ich habe mal an einem Gottesdienst zum Beginn des Schabbes teilgenommen - traditionell beginnt der Sabbat ja am Freitagabend.
Der größte Teil des Gottesdienstes besteht aus dem Beten von Psalmen - als Katholikin ist mir das vom Stundengebet her vertraut.
Allerdings wird auf Hebräisch gebetet.
Für diejenigen, deren Hebräischkenntnisse (noch) nicht gut genug bzw. nicht vorhanden sind, gibt es Transkriptionen in lateinische bzw. kyrillische Schrift (die meisten Mitglieder der Wuppertaler Gemeinde sind Zuwanderer aus den GUS-Staaten).
Es folgten Lesungen aus dem Tanach (=AT) und Gesänge, es gab auch eine kurze Ansprache auf Deutsch (mit Simultanübersetzung ins Russische).
Die Kiddusch-Zeremonie hat sich dann an den eigentlichen Gottesdienst angeschlossen - dazu wurde Brot und Wein gereicht und über beidem (vom Rabbiner) der Segen gesprochen, auch das auf Hebräisch.
Was Jesus also bei der Einsetzung des Abendmahls gemacht hat, war keine religiöse Zeremonie im engeren Sinn - dies findet ja nicht im Gottesdienstraum statt, sondern (auch) in privaten Häusern, so wird es ja auch in der Apostelgeschichte beschrieben.
Man macht das, so habe ich es jedenfalls verstanden, immer zum Auftakt des Sabbat oder eines Festes.

suzanne62 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

Danke dir. Ich stelle mir das sehr getragen vor 😊

Die Überleitung von der betirebsamen Woche in den Ruhetag und eine Ausrichtung zu Gott hin mit Dank und weiteren Texten bewusst zu begehen, das finde ich sehr gut.

Auf einer Schweigefreizeit in Gnadenthal hatte ich einmal die Gelegenheit an einer Sonntagsbegrüßungsfeier teilzunehmen,die am Vorabend gestaltet worden war.
Dort gab es dann auch Brot und Wein.... allerdings auch nicht unter dem Aspekt des Abendmahles, sondern eines Gemeinschaftmahles.
Das war sehr berührend.

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7570
Veröffentlicht von: @deborah71

Auf einer Schweigefreizeit in Gnadenthal hatte ich einmal die Gelegenheit an einer Sonntagsbegrüßungsfeier teilzunehmen,die am Vorabend gestaltet worden war.

Ich habe während meiner Studentenzeit die Jesus-Bruderschaft kennengelernt. Die Liturgie dort ist der katholischen sehr ähnlich.

Veröffentlicht von: @deborah71

Dort gab es dann auch Brot und Wein.... allerdings auch nicht unter dem Aspekt des Abendmahles, sondern eines Gemeinschaftmahles.

Das ist der jüdischen Kiddusch-Zeremonie sehr ähnlich.

suzanne62 antworten


OpaStefan
Beiträge : 968

Geben oder Nehmen?
Hallo deborah,
schon bei den Korinthern ging es nicht mehr so geordnet zu (1.Kor.11). Da fing jeder an zu essen, wie er es für richtig hielt. Paulus, ein Jude, gab dem Mahl eine Ordnung. Daraus geht ebenfalls hervor, wer der Gastgeber ist. Mir gefällt deshalb auch das Abendmahl in unserer Ev.-Luth. Kirche, wo man zum Altar gehen muss. Man muss der Einladung des Hausherren folgen und sich hinbegeben zum Tisch. Das erinnert mich an die Geschichte der Einladung zum Hochzeitsmahl, die Jesus erzählt.

In Freikirchen empfinde ich es nicht so. Es wird das "Wirgefühl" stark betont und weniger die Bedürftigkeit von Sündern. Da geht mancherorts ein Teller oder Korb und ein Kelch durch die Reihen und man nimmt sich die Elemente unter der Zusage des Nachbarn.

Ich denke schon einige Zeit darüber nach, worin beim Abendmahl meine Rolle als Teilnehmer besteht.
Wie erlebt ihr das? Ist es für euch ein Empfangen oder ein Nehmen der Elemente?

LG und einen schönen Sonntag - OpaStefan

opastefan antworten
7 Antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

empfangen...
Hi OpaStefan,

letzthin hörte ich eine Predigt darüber, was in Korinth so üblich war und Einzug in die Gemeinde gefunden hatte: nicht ein wenig Unordnung, dass jemand anfing zu essen, bevor das Essen vom Gastgeber begonnen worden war, sondern da ging es um römische Orgien.
Es soll für solche Gelage sogar einen eigenen Ausdruck gegeben haben: korinthern.

Da liegen Welten dazwischen, was ein gemeinsames Essen nach jüdischer Gewohnheit mit Abendmahlteil bedeutete.

Das war ein ganz anderes Spannungsfeld, als die unterschiedlichen Präsentationen des Abendmahls in unseren aktuellen Kirchen und Gemeinden.

Soweit mir bekannt ist, werden in den Kirchen und Freikirchen die Einsetzungs- und Segensworte immer von der abendmahlsverantwortlichen Person gesprochen, bevor die Hostien oder die Brotstücke ausgeteilt werden.
Es steht also grundsätzlich das Geben am Anfang, um empfangen zu können.

Da du ein Nehmen, und ich vermute, dass du da ein selbst Nehmen drunter verstehst, ansprichst...dazu wäre mein Bild:
der Pfarrer, Pastor, Leiter..spricht die Abendmahlsworte und stellt Brot und Wein dann auf den Tisch und jeder kann hingehen und sich daran bedienen.

Das wäre also meine Extremvorstellung gegenüber den korinthischen Orgien.

Ob nach den Einsetzungsworten in der Kirche z.B. Eucharistie- und Abendmahlshelfer (Ministranten, Diakone) oder Älteste, Lektoren oder in Freikirchen Älteste und danach Geschwister weiter-reichen, darin sehe ich persönlich kein Problem, denn der Leiter hat begonnen und hat die Freiheit zu delegieren.

Ich sehe mich z.B. grundsätzlich als von Christus Empfangende, denn ER ist der Gastgeber ....

Nachtrag vom 22.09.2019 1139
weiterdenk an dem Bild, in dem dann der Brotkorb durch die Reihen gegeben wird: gebt ihr ihnen zu essen...
Wie vermehrt sich das, was ich von Christus empfangen habe....
Mt 14, 16 .20

Nachtrag vom 22.09.2019 1136
Mk 14, 16 - 20 ...da sollte kein Punkt hin.

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

Hintergrundbild von Korinth - video wiedergefunden
In welche Situation Paulus hineinschrieb hatte ich ja schon angedeutet.
Streit, Neid, Stolz, Minderwertigkeitsdenken, die da oben gegen die da unten.... usw...

Gemeinsam statt Einsam (ICF München Videopodcast)
https://www.youtube.com/watch?v=V_9roykK2wc

deborah71 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242

*lol* die verunglückten Nachträge...

Nachtrag vom 22.09.2019 1139
weiterdenk an dem Bild, in dem dann der Brotkorb durch die Reihen gegeben wird: gebt ihr ihnen zu essen...
Wie vermehrt sich das, was ich von Christus empfangen habe....
Mt 14, 16 .20
Nachtrag vom 22.09.2019 1136
Mk 14, 16 - 20 ...da sollte kein Punkt hin.

Mt 14, 16 - 20 so... jetzetle... 😀

deborah71 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968
Veröffentlicht von: @deborah71

Da liegen Welten dazwischen, was ein gemeinsames Essen nach jüdischer Gewohnheit mit Abendmahlteil bedeutete.

Wie müssen wir uns dieses jüdische Essen mit Abendmahl vorstellen?

Veröffentlicht von: @deborah71

Das war ein ganz anderes Spannungsfeld, als die unterschiedlichen Präsentationen des Abendmahls in unseren aktuellen Kirchen und Gemeinden.

Das ist schon auch ein weites Spannungsfeld zwischen der strengen katholischen Ordnung und der Austeilung mit CocaCola und Burger.

Veröffentlicht von: @deborah71

Da du ein Nehmen, und ich vermute, dass du da ein selbst Nehmen drunter verstehst, ansprichst...dazu wäre mein Bild:
der Pfarrer, Pastor, Leiter..spricht die Abendmahlsworte und stellt Brot und Wein dann auf den Tisch und jeder kann hingehen und sich daran bedienen.

Wobei hier ich die handelnde Person bin - ich nehme mir.

Veröffentlicht von: @deborah71

weiterdenk an dem Bild, in dem dann der Brotkorb durch die Reihen gegeben wird: gebt ihr ihnen zu essen...
Wie vermehrt sich das, was ich von Christus empfangen habe....
Mt 14, 16 .20

Das ist ein guter Gedanke, über den ich nachdenken muss.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242
Veröffentlicht von: @opastefan
Veröffentlicht von: @opastefan

Da liegen Welten dazwischen, was ein gemeinsames Essen nach jüdischer Gewohnheit mit Abendmahlteil bedeutete.

Wie müssen wir uns dieses jüdische Essen mit Abendmahl vorstellen?

Das Abendessen war die Hauptmahlzeit des Tages. Der Tisch wurde ordentlich gedeckt und die Familie versammelte sich um den Tisch, samt den Gästen bzw. christlichen Geschwistern.
Wenn sie sich an den Ablauf des letzten Abendmahles gehalten haben, dann war damit auch der Zeitpunkt des Abendmahlteiles bestimmt.

Veröffentlicht von: @opastefan

Das ist schon auch ein weites Spannungsfeld zwischen der strengen katholischen Ordnung und der Austeilung mit CocaCola und Burger.

Ist dir CocaCola und Burger selbst schonmal begegnet irgendwo?

Veröffentlicht von: @opastefan
Veröffentlicht von: @opastefan

Da du ein Nehmen, und ich vermute, dass du da ein selbst Nehmen drunter verstehst, ansprichst...dazu wäre mein Bild:
der Pfarrer, Pastor, Leiter..spricht die Abendmahlsworte und stellt Brot und Wein dann auf den Tisch und jeder kann hingehen und sich daran bedienen.

Wobei hier ich die handelnde Person bin - ich nehme mir.

..und doch kannst du da nichts in die Hand nehmen, was nicht vorher von Gott (Getreide und Trauben), von der Arbeit des Bäckers und Winzers) von Jesus (die Bedeutung am letzten Abendmahl und am Kreuz) und geheiligt durch die Einsetzungs- und Segensworte gegeben ist.

Veröffentlicht von: @opastefan
Veröffentlicht von: @opastefan

weiterdenk an dem Bild, in dem dann der Brotkorb durch die Reihen gegeben wird: gebt ihr ihnen zu essen...
Wie vermehrt sich das, was ich von Christus empfangen habe....
Mt 14, 16 .20

Das ist ein guter Gedanke, über den ich nachdenken muss.

fein 😊

lg
Deborah71

deborah71 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7570
Veröffentlicht von: @opastefan

Wie erlebt ihr das? Ist es für euch ein Empfangen oder ein Nehmen der Elemente?

Bei uns (römisch-katholische Kirche) würde es niemandem einfallen, sich die Hostie einfach zu nehmen, und den Kelch schon gleich gar nicht.
Ganz klar ist der Gläubige, der zum Kommunionempfang nach vorne geht, ein Empfangender oder Beschenkter.
Das wird in den Haltungen, die man dabei einnehmen kann, auch deutlich: in Deutschland ist es überwiegend üblich, seine Hände zum Kreuz übereinander zu legen. Der Priester oder Kommunionhelfer hält die Hostie hoch und sagt "der leib Christi", der Gläubige antwortet mit "Amen" und bekommt dann die Hostie in die Hand gelegt. Mundkommunion im Stehen oder Knien ist aber auch möglich und wird vor allem von unseren zugewanderten Mitchristen aus Ost- und Südeuropa praktiziert.
Es ist aber auch möglich, die Rolle des Weitergebenden einzunehmen, indem man als Kommunionhelfer mitwirkt. Laien, die das möchten, werden in einem Wochenendseminar auf diesen Dienst vorbereitet und erhalten anschließend vom Bischof ihre Zulassung dazu.

suzanne62 antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 968

Hallo Suzanne,
ja, ihr habt hier wohl die strengste Ordnung, was mit eurem Abendmahlsverständnis zusammen hängt. Manchmal wünsche ich mir im evangelischen Lager auch eine ehrfürchtigere Haltung. Auch das hängt mit dem Verständnis zusammen. Wenn man das Abendmahl nur als reine Gedächtnisfeier begeht, steht man in der Gefahr, nur die menschliche Dimension im Blick zu haben.

LG OpaStefan

opastefan antworten
DerNeinsager
Beiträge : 1449

Sehr interessant. Irgendwie ist es mir auch schon so vorgekommen, das das Herrenmahl wie es im neuen Testament berichtet wird, ursprünglich einen sehr einfachen Charakter hat- und sich nicht auf ein Glas Wein oder ein Stück Brot bezieht- sondern auf ein Essen zwischen Geschwistern.

Jesus sagte tut das zum Gedächtnis= Das was sie taten, war ein Abendsessen- keine spezielle Feier. Paulus spricht davon das manche das Mahl vorneweg nehmen oder andere Beschämen welche nichts haben. Hier ist weniger von einem Stücken Brot die rede, für mich klingt das nach normalem Essen.
Dies war zumindest am Anfang so.

Da raus ergibt sich eine andere Sache- die Warnungen Paulus sich vorher selber zu Prüfen um nicht zum Gericht zusammen zu kommen. Wenn dies auch auf normales Essen zutrifft, kann ich nich nicht so einfach davon zurück ziehen indem ich beim Abendsmahl nichts esse- es trifft schon bei ganz normaler Gemeinschaft zu.

derneinsager antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17242
Veröffentlicht von: @derneinsager

Sehr interessant. Irgendwie ist es mir auch schon so vorgekommen, das das Herrenmahl wie es im neuen Testament berichtet wird, ursprünglich einen sehr einfachen Charakter hat- und sich nicht auf ein Glas Wein oder ein Stück Brot bezieht- sondern auf ein Essen zwischen Geschwistern.

eehmm..nein.... das Abendmahl, wie Jesus es einsetzte, war während eines Abendessens einer speziellen Feier... das Sedermahl vor dem Pessach.... und er nimmt explizit Bezug auf Pessach und erklärt seinen Leib und sein Blut, also sich als das Opferlamm, das für den neuen Bund geschlachtet wird.

Mt 26, 26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;
28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

Die heutige Teilnahme am Abendmahl stellt meiner Ansicht nach immer die Anfrage: Ist Jesus dein Hausherr.... und bist du dir des Bundes bewusst, den er für dich geschlossen hat und der geschenkten Gerechtigkeit, die vor Gott gilt und die er dir aus Glauben zugeeignet hat?

Ob nun in einer Gemeinde das Abendmahl gehalten wird, oder ob in einer Hausgemeinschaft das Abendmahl im Rahmen eines Essens mitgefeiert wird in einem gesonderten Teil....nicht profan zwischen Suppe und Hauptgericht.... die Bibel gibt den Zeitpunkt an: nach dem Mahl..... es geht immer um Jesus, wer ER für uns ist und was ER uns zugeeignet hat.

deborah71 antworten


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