Apogryphen
Hallöchen...
Sollte man die Apogryphen kennen / gelesen haben?
Wie wichtig sind sie für uns?
"Apocrypha : Das sind Bücher : so der heiligen Schrifft nicht gleich gehalten / vnd doch nützlich vnd gut zu lesen sind", so steht es in Luthers Vorrede seiner Bibelübersetzung.
Kann man also machen, muss man aber nicht, so wie man auch sonst gute Bücher lesen kann von außerhalb der Schrift. Oder eben auch nicht.
@plueschmors Ja ich hätte jetzt auch Luther zitiert. und ich gehe von den Spätschriften aus die man in katholischen Bibeln findet.
Luther hat die ja nur etwas abgesetzt, da diese in der hebräischen Bibel in den Synagogen nicht verwendet wird.
Veröffentlicht von: @jigaLuther hat die ja nur etwas abgesetzt, da diese in der hebräischen Bibel in den Synagogen nicht verwendet wird.
es gibt die Apogryphen entweder nur in Luther - Bibeln oder als extra Bücher, oder?
@schreiberin Ich kann da auch nur bei Buecher de schauen da gibts die extra, aber nicht so dass ich sagen kann, bestell das, komplette Bibel ist vermutlich sinnvoller.
bei Thalia / ebay und amazon habe ich einiges gesehen...
mal sehen ob ich da wo was kaufe.
vielleicht werde ich erst mal was in der Stadtbücherei suchen.
Du kannst die auch online auf bibelserver.de lesen.
Wichtig ist etwas immer für einen bestimmten Zweck.
Die Makkabäerbücher sind als historische Quelle hilfreich, v.a. das erste (das zweite enthält auch viele Legen). Und aus einer Stelle darin ergibt sich, dass die »...2.300 Abende und Morgen« in Daniel 8,14 tatsächlich 1.150 Tage sind, und nicht etwa 2.300 Jahre.
Aber es ist gefährlich, aus Apokryphen eine Lehre abzuleiten, die sonst nirgends in der Bibel steht.
Wie wichtig diese Bücher für dich sind, musst du entscheiden.
Korrektur:
(das zweite enthält auch viele Legenden)
Da man den Tippfehler auch als »Lügen« deuten kann, ist mir die Klarstellung wichtig.
Ja, aber beim Lesen der Apokryphen und Makkabäer Bücher ist Vorsicht klug, aber nicht im Sinne von "Finger weg!", sondern eher wie bei einem zerbrechlichen Schatz, den man sorgfältig und behutsam auspackt.
Mit Vorsicht genießen!!!
- Nicht alle Lehren stimmen 1:1 mit dem Rest der Bibel überein. Zum Beispiel gibt es Gedanken wie „Almosen helfen, Sünden zu vergeben“, was sich im Licht von Gottes Wort als Lüge offenbart!
- Die Bücher sind historisch und literarisch wertvoll, aber nicht immer eindeutig dogmatisch (eine strikte verbindliche Lehre). Deshalb sollte man sie nicht als absolute Glaubensregeln sehen, sondern als nützliche "Ergänzung".
- Die Makkabäerbriefe und Apokryphen sind faszinierende Texte, die zwischen dem Alten und Neuen Testament entstanden sind. Sie sind nicht in allen Bibeltraditionen gleichwertig anerkannt, aber sie bieten wertvolle historische, ethische und geistliche "Einsichten".
- Makkabäer Bücher erzählen vom jüdischen Widerstand gegen die hellenistische Unterdrückung im 2. Jahrhundert v. Chr., insbesondere durch Judas Makkabäus und seine Familie.
- Apokryphen sind Schriften, die in der katholischen und orthodoxen Bibel enthalten sind, aber im protestantischen Kanon als „nicht gleichwertig“ gelten.
Es ist wie bei alten Weisheiten oder schönen Gedichten: Man nimmt sich das mit, was hilft, inspiriert und zum Nachdenken bringt, aber prüft dabei durch den Filter des kanonisch inspirierten Wortes Gottes die Bibel, ob es passt.
1. Thessalonicher 5:21 HFA "Prüft jedoch alles und behaltet das gute."
Apostelgeschichte 17:11 HFA "Die Juden in Beröa waren eher bereit, Gottes Botschaft anzunehmen, als die in Thessalonich. Sie hörten sich aufmerksam an, was Paulus und Silas lehrten, und forschten täglich nach, ob dies mit der Heiligen Schrift übereinstimmte."
Daher teste alles im Licht von Gottes Wort...auch das was ich hier schreibe! Gottes Gnade und Segen
Das ist eines meiner Lieblingsthemen – gerade weil ich eigentlich keine Ahnung habe.
Worüber sprechen wir genau? Über die Apokryphen im engeren oder weiteren Sinne? Die zum Alten oder Neuen Testament? Und aus welcher Perspektive – evangelisch, katholisch oder orthodox?
Je nach Definition sprechen wir über eine Handvoll – oder mehrere Hundert Schriften. Die orthodoxe Kirche ist in dieser Frage besonders offen und ehrt viele dieser Texte als geistlich inspirierend, ohne dabei den biblischen Kanon grundsätzlich infrage zu stellen.
Damit sind wir bei einer spannenden Kernfrage: Warum haben es bestimmte Apokryphen – etwa Jesus Sirach oder das Gebet des Manasse – aus evangelischer Sicht zumindest in einige Bibelausgaben „zwischen“ Altem und Neuem Testament geschafft, während andere protestantische Traditionen sie bewusst ausschließen?
Und weitergedacht: Was macht einen Text überhaupt „christlich“? Die Kriterien für die Kanonizität – wie apostolische Herkunft, Übereinstimmung mit der Lehre, beständige Nutzung in der Gemeinde – sind weitgehend bekannt. Aber schließen sie wirklich alles andere aus, was „von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Ermahnung und zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ ist?
Und was ist zum Beispiel mit Psalm 151 – in manchen orthodoxen Psaltern enthalten, im protestantischen Kanon aber unbekannt?
Wie gesagt: Ein faszinierendes Thema, das du da ansprichst.
Veröffentlicht von: @thow42
Und was ist zum Beispiel mit Psalm 151 – in manchen orthodoxen Psaltern enthalten, im protestantischen Kanon aber unbekannt?
Von dem Psalm habe ich auch noch nie gehört.
Es ist wirklich ein interessantes Thema...
