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Bergpredigt IV Mt. 5, 10 – 16

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Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 244

Mt. 5, 10 – 16. Der gemeinsame Sinn dieser Verse ist, dass hier Erwartungen Jesus des Herrn an die Menschen ausgesprochen werden, die sich für Seine Nachfolge entschieden haben.

10          Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen; denn ihrer ist das Himmelreich.

Wer muss, weil er gerecht ist, Verfolgung von wem erleiden? Die Gerechten von den Ungerechten.

Gerechtigkeit die hier gemeint ist, die der Bergpredigt: also Barmherzigkeit und Nächsten- und Feindesliebe. >Verfolgung< verstehe einmal als inneren Kämpfe (Anfechtung), als Gewissenskonflikte zwischen den zwei Wegen, dem der Nachfolge und dem der Abkehr und Verführung durch das ´fleischliche Denken`, den Einflüsterung des Satans.

Zum zweiten verstehe ich darunter die Konsequenzen, die sich aus einem christlichen Lebenswandeln in der Welt ergeben. Je nachdem, wo man lebt und wie weit dieser von der Norm und vom herrschenden Zeitgeist abweicht, wird man Nachteile in Kauf nehmen müssen. Verfolgung ist weniger personifizierte Nachstellung, sondern der Umstand, dass man mit seinem Glauben und Überzeugung aneckt, vielleicht auch gar nicht mehr mit Menschen und der Gesellschaft klar kommt, weil sie völlige andere Werte verfolgen. Verfolgen kann auch das Aushalten eines Gruppendrucks meinen. Wie die Verfolgung konkret aussieht, prophezeit Jesus im nächsten Vers: 11    Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und euch lügnerisch alles Böse nachreden! 12          Freut euch und jubelt: denn groß ist euer Lohn im Himmel. Ebenso haben sie ja die Propheten, die vor euch waren, verfolgt

Ursprünglich hat sich das sicher auf die Aussendung der Apostel bezogen. Sie waren damals Außenseiter, wie die Propheten vor ihnen, was in gewisser Weise die heutigen Christen und Glaubenden anderer Religionen mit ihnen verbindet. „… lügnerisch alles Böse nachreden“ mag sich damals auf den ´Leumund` der Apostel bezogen haben. Heute mag es die `Gutmenschen` treffen, was ja eigentlich eine abwertende Bezeichnung ist (und tief in den Zustand unsere Gesellschaft blicken lässt)

 

13          Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz schal wird, womit soll man es salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; man wirft es hinaus und es wird von den Leuten zertreten.

Salz ist das wohl wichtigste Gewürz und fasst immer unentbehrlich eine Speise zu würzen. Insofern sind die Apostel und alle, die Jesus dem Herrn im Glauben und Tun nacheifern unentbehrlich, um das Himmelreich auf Erden vorzubereiten.
Schal werden´ hieße dann, dass man im Glaubens- und Missionseifer nachlässt. Mit Missionseifer meine ich weniger klassische Missionierungsunternehmen als das Leben des Glaubens im Alltag, und zwar nicht im verborgenen, sondern sichtbar. Wer sich im Alltag allzu schnell auf ´faule` Kompromisse einlässt, kann nicht nur nicht andere für den Glauben gewinnen, sondern wird auch sich selbst gegenüber nachlässig und ´faul`. Da Salz kostbar und köstlich (als Gewürz) ist, kann man davon ausgehen, dass die Menschen sich nach der Erkenntnis des Glaubens ´die Finger lecken`. Das Forum hier ist ein Beweis dafür dass es solche Menschen gibt. (Und das Forum wäre dann ein Refresher für das Salz)

 

14          Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

15          Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus.

16          So leuchte euer Licht vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Ich würde sagen, dass es im Prinzip erstmal anlog zum Thema Salz zu verstehen ist. Salz wirkt ja erst, wenn die Menschen es in ihre Nahrung tun, was wohl heißt, dass ein intensiver Austausch erforderlich ist, damit es sein Wirkung entfalten kann.

Wer leuchten, anderen den Weg weisen will, muss natürlich vorher selbst ´erleuchtet` sein. Auch muss er seine Lampe mit ausreichend Öl versorgen. Licht wirkt schon von weitem. Hier ist vielleicht mehr der Aspekt betont, dass Glauben und Frömmigkeit in verschlossenen Räumen nichts bringt. Beides kann sich nur im Leben verwirklichen, so das andere das sehen.

Wenn viele Lichter leuchten dann wird die Welt auch nachts hell, was heißt, dass dem Unglaube (der Finsternis) ein Gegengewicht entgegengesetzt wird.

Zugleich scheint mir in dem Bild auch eine Warnung zu stecken: Lichter aus verschiedenen Richtungen können die Menschen verwirren. Daher sollten sich die Lichter in einer Stadt (Gemeinschaft, Gemeinde, Kirche) auf einem Berg versammeln. Dann macht es auch nichts, wenn sie in verschiedenen Farben leuchten.

Soweit mein ersten Gedanken. Bin gespannt auf eure Anregungen.

Antwort
44 Antworten
Deborah71
Beiträge : 29331

@herbert 

Licht: 

Jesus, das Licht der Welt kann aus unseren Augen leuchten, so ER in uns wohnt

Das helle Auge und das finstere Auge (Lk 11,33-35) habe ich als symbolische Wortwahl für Güte und Geiz gelernt, Haltung und Handlung. 

Eine Öllampe war auf Sauerstoff angewiesen. Stellt man sie unter einen Scheffel,ein Hohlmaß, dann schneidet man die Luftzufuhr ab. Je nach Größe des Scheffels erstickt die Flamme eher oder später. > Dämpft weder den Heiligen Geist noch die Lebensflamme eines Menschen (der glimmende Docht : Mt 12,20 das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg führt;Jes 42,3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.)

Das sind so Verse, die mir spontan als erstes zu Licht einfallen. 

deborah71 antworten
1 Antwort
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 19 Jahren

Beiträge : 3438

@deborah71 

Licht - Ergänzung:

- Licht vertreibt die Dunkelheit

- Licht macht sichtbar, was die Dunkelheit verhüllt

- Licht gibt strahlende Wärme (nicht das kalte Neonlicht)

- Licht zeigt uns den Weg (Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg)

- Licht kann nicht verborgen bleiben

So können Jesu Jünger letztlich nicht verborgen bleiben, wenn Gottes Licht in ihnen brennt. Es ist das Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Die Wirkung soll so sein, dass die Leute ihre guten Werke sehen und den Vater im Himmel darüber preisen. Das heißt, dass die Leute Gott danken, dass es uns überhaupt gibt ...

adjutante antworten


hundemann
Beiträge : 597

ja in Christus Jesus bin ich auf der einen Seite Licht in dieser Welt und gleichzeitig auch Salz.

So als Kind Gottes in diese Welt gestellt. Am liebsten wäre ich selbst nur Licht..........................

Nur Liebe, Frieden, Freude....Aber Christus selbst ist auch Salz. Und das kann mal auch beißen.

Seine klaren Worte, gerade gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer, die Frommen, waren schon hart. 

Gleichzeitig war ER sehr einfühlsam, also beides.......

Das kann man nicht trennen, gehört zusammen.

 

liebe Grüße,

hundemann antworten
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