Benachrichtigungen
Alles löschen

Bergpredigt VII Mat.5,38-48


Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 140

Ich mache jetzt einen kleinen Sprung in der Reihenfolge und springen zu dem wohl umstrittensten Teil, zu den Themen Gerechtigkeitskalküle und Feindesliebe.

38          Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn! *

39          Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin.

40          Will jemand mit dir rechten und dir deinen Rock nehmen, dann laß ihm auch den Mantel.

41          Nötigt dich jemand, eine Meile weit mitzugehen, dann geh zwei mit ihm.

42          Wer dich bittet, dem gib; wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

43          Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. *

44          Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,

45          damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet, der seine Sonne aufgehen läßt über Böse und Gute, und es regnen läßt über Gerechte und Ungerechte.

46          Denn wenn ihr nur jene liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das gleiche nicht auch die Zöllner? 

47          Und wenn ihr nur eure Freunde grüßt, was tut ihr da Besonderes? Tun das gleiche nicht auch die Heiden? 

48          Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. *

 

Hier liegen die Problem wohl weniger im Verstehen des Textes selbst als in den Fragen der lebenspraktischen – alltäglichen Umsetzung. Eine zentrale Behauptung in diesem Zusammenhang lautet, dass gerade dieser Teil der Bergpredigt allein für den privaten Umgang, nicht aber für eine politische Orientierung tauge (siehe auch Wehpflichtdebatte). Ich bin mir dagegen sicher, dass die Aussagen auch im gesellschaftlichen und politischen Maßstab gelten sollen. Die Frage ist nur, was im konkreten Einzelfall Feindesliebe bedeutet, wo und ob es Grenzen der Barmherzigkeit gibt.

Rache ist eine uraltes Gerechtigkeitsprinzip, bei dem scheinbar Gleiches mit Gleichem vergolten wird. Was vielleicht bis zu einem gewissen Grad stimmen mag. Aber in der Konsequenz führt Rache zu Vergeltung und der Konflikt wird nicht beendet, sondern am Leben erhalte. Theologisch gesehen ist es verwerflich und hochmütig, anhand äußerer Merkmale die Äquivalenz zweier Taten zu beurteilen. Rache ist immer ungerecht. Man muss wohl kein Hellseher sein, um sich vorzustellen, dass nach dem militärische Sieg in einigen Jahren und Jahrzehnten dem Volk Israel durch die Rache der Nachkommen der Hamas und durch viele jetzt traumatisierte Kinder noch einen hohen Preis abverlangen wird. Rache gebiert Rache. Die Hamas hat ihre Politik und ihre Angriffe mit dem Recht auf Rache begründet, Israel tut nichts anderes. Selbst wenn man mit den herrschenden Köpfen der Kriegsparteien nicht sprechen kann, wird man es mit den meisten ´einfachen` Menschen (Soldaten) durchaus können.

Aus meiner Sicht kommt es darauf an, nicht allein den äußerlichen Handlungsablauf zu sehen (den Schlag), sondern, soweit es geht, die Motivation oder Gründe mit einzubeziehen (zur Erinnerung: „25 Verständige dich ohne Verzug mit deinem Gegner, solange du noch mit ihm unterwegs bist“;  hier meint der letzte Teil, solange man mit dem Gegner noch vernünftig reden kann, er also Argumenten zugänglich ist). Es kommt darauf an, nach dem Motto zu handeln „der Klügere gibt nach“, was beinhaltet, dass der Kluge zunächst einmal Besonnenheit an den Tag legt.

Im Notwehrfall, der dadurch definiert ist, dass es keine Möglichkeit des Austausches des ´Mitgehens` gibt, ist Gegenwehr mit gleichen – adäquaten Mitteln erlaubt. Der Begriff ´Verhältnismäßigkeit der Mittel` trifft das sehr gut.

Jesus der Herr lehrt und empfiehlt dringend (Vers 39) auf Rache zu verzichten und dem Kreislauf ein Ende zu setzen. Weiterhin verstehe ich diesen Vers als die Methode, den Gegner zu beschämen. Ich fantasiere mal: wenn jetzt irgendwelche russ. Soldanten hier ankommen, indoktriniert und durch Putins PR-Apparat und andere Sozialisationsagenten verdummt, und sie treffen auf bewaffnete Verteidiger, dann erleben sie genau dass, was ihnen vorher gesagt worden ist womit Putins Agenten recht behalten und der Soldat noch mehr seinem Staat traut.  Käme er in eine Stadt und träfe auf passiven Widerstand, er würde schweigend begrüßt und man würde ihm z.B. Nelken in den Gewehrlauf stecken = Nelkenrevolution in Portugal) dann käme auch der dümmste Soldat ins Zweifeln an der Propaganda derjenigen, die ihn in den Krieg geschickt haben (und selbst in der Etappe blieben). Praktisch gesehen ist das Hauptproblem unserer Zeit, dass überhaupt keinerlei Ressourcen in der Entwicklung nichtmilitärischer Widerstandsstrategien gesteckt wird. Ich erinnere an Ghandi und M.L. King, dass das auch erfolgreich sein kann. Wird zwar auch Opfer kosten, wohl aber deutlich weniger als im Krieg.

Schwieriger ist die Frage, ob man sich präventiv bewaffnen soll. Die Bibel verweist ja auf staatliche Strukturen (Richter, Könige etc.), die nicht nur Recht sprechen, sondern auch für öffentliche Ordnung und Schutz sorgen sollen. Das militärische Stärke wirkungsvoll abschreckt, hat sich ja als Illusion erwiesen. Wenn ein Staat Gründe für einen Krieg sucht, dann wird er sich solange aufrüsten, bis er sich stark genug fühlt. Bei der Hamas hat die Überlegenheit der israelischen Armee in keiner Weise dazu geführt, auf den Angriff zu verzichten. Wo kein militärischer Widerstand zu erwarten ist, ist es auch für den Angreifer sinnlos, Waffen einzusetzen. Wie gesagt es geht darum, andere Formen des Widerstandes zu finden.

 

40          Will jemand mit dir rechten und dir deinen Rock nehmen, dann laß ihm auch den Mantel.  Klar ist, Mantel und Rock steht zunächst für materielle Hilfe in existenziellen Situationen. Gemeint könnte sein, dass man mehr geben soll als erbeten, nämlich soviel wie es ausreicht, eine menschenwürdiges Leben zu führen. Dass erschließt sich aus des Sicht des Bittenden. Es geht hier nicht um den Nachbarn der um zwei Eier bittet und ich gebe ihm dann vier. Warum will jemand dir einen ´Rock` nehmen und nicht Geld oder Schmuck?

Im ersten Teil heißt es, Will jemand mit dir rechten“ – als nicht berauben. Das verstehe ich so, dass jemand aus Armut heraus bittet und die Mikroumverteilung quasi ein Schritt zur Gerechtigkeit ist. Derjenige der hat, kann besser als der Arme beurteilen, welchen Beitrag er zur Gerechtigkeit machen kann. Mit anderen Worten, es geht nicht allein darum einer Bitte wörtlich nachzukommen, sondern den Grund der Bitte unter dem Aspekt der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu beurteilen. Das heißt, ich erkenne, das ihm mehr fehlt als nur der Rock und ich bin bereit und in der Lage diesem Mehr als nur dem minimal Lebensnotwendigen zu entsprechen. D.h. Nächstenliebe ist das ´äußerliche` Eingehen auf den Bedürftigen, sondern mit dem liebenden Blick, der die Bedürftigkeit und seine eigenen Möglichen erkennt. Siehe dazu auch:

2Mos.22: 25 Nimmst du von einem anderen den Mantel in Pfand, so sollst du ihm dieses bis Sonnenuntergang wieder zurückgeben.

26 Denn er ist seine einzige Decke, die Hülle für seinen Leib. Worin soll er schlafen? Wenn er zu mir ruft, werde ich ihn erhören; denn ich bin barmherzig.

 

41          Nötigt dich jemand, eine Meile weit mitzugehen, dann geh zwei mit ihm.

42          Wer dich bittet, dem gib; wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Diese Verse verstehe ich als Verallgemeinerung und Verstärkung des bisher Gesagten, insofern es in Vers 41 um die persönliche Beziehung und nicht nur um den Austausch von Gütern geht bzw. dass das eine nicht gegen das anderen ausgespielt wird.  .

Ab Vers 43 handelt es sich nicht bloß um eine inhaltliche Wiederholung der bisherigen Aussagen, sondern um eine Steigerung bzw. weitere Konkretisierung, nämlich dass es nicht nur um das äußerliche Verhalten geht, sondern um die dazugehörige innere Haltung. „… die, die euch verfolgen“ bezieht sich nicht nur auf die, die Christen verfolgt haben oder noch verfolgen, sondern auf alle, von denen eine Anfechtung des Glaubens ausgeht. Für diese Beten heißt auch sich selbst geistig aufrüsten, da man so Gott näher kommt. Diese Sichtweise bestätigt sich durch die Verse 46 und 47. Insgesamt kommt dem Verhalten eines Nachfolgers Jesus des Herrn eine Vorbildfunktion zu. Zu glauben, das Reich Gottes wird durch fromme Sprüche und sonntäglichen Kirchgang vorbereitet der irrt gewaltig. Was hilft, ist die überzeugende gute Tat. Sie ist die Basis der Glaubwürdigkeit. Wer Glaubwürdig ist, der kann auch erfolgreich über den Glauben sprechen.

Der letzte Vers ist zwar leicht im wörtliche Sinne zu verstehen und fasst den Kern der Hausforderungen die mit der Nachfolge verbunden sind, zusammen.

Antwort
12 Antworten
hundemann
Beiträge : 236

oh das sind ja ganz wichtige Beziehungsverse, und nicht einfach zu leben........

In Matthäus 5 Vers 44 fordert uns Christus auf, unsere Feinde zu lieben. .......................

Wie oft habe ich selbst schon gerichtet, geschimpft über andere Menschen.

Aber Christus Jesus zeigt einen anderen Weg. ER ist gekommen auf unsere Erde, damit

alle Menschen die Liebe Gottes des Vaters im Himmel erfahren.

Indem ich auch versuche meine Feinde zu segnen. Eigentlich gibt es keinen Menschen den

ich verfluchen darf. Ganz egal, was mir ein Mensch angetan hat....

Jeder Mensch, natürlich auch ich, bin auf Christi Vergebung, Barmherzigkeit,  Liebe

angewiesen. Wenn ich das selbst in Anspruch nehme, darf, soll ich das auch weiter geben.

Aber breitet sich das Böse da nicht immer noch mehr aus? Stärke ich dadurch nicht

noch mein eigenes böses Tun, das Tun anderer Menschen. 

Aber gesegnet darf ich sein von Gott nicht für das was ich tue. 

Sein Segen soll mir helfen, dass das Böse in mir selbst nicht größer wird.

Wenn ich andere Menschen segnen kann, bewahrt mich das selbst von Hass, Neid, Groll...

Nur wenn ich selbst aus der Vergebung heraus leben kann, kann ich andere Menschen auch segnen......

Das ist für mich selbst ein lebenslanges Lernen..

 

liebe Grüße,

hundemann antworten


Lucan-7
Beiträge : 26928

@herbert 

Ich habe auch oft darüber nachgedacht, wie das denn mit der Nächsten- und Feindesliebe im größeren Maßstab funktioniert. Und ich denke, dass es in bestimmten Szenarien keine Lösung mehr darstellt.

 

Ich fantasiere mal: wenn jetzt irgendwelche russ. Soldanten hier ankommen, indoktriniert und durch Putins PR-Apparat und andere Sozialisationsagenten verdummt, und sie treffen auf bewaffnete Verteidiger, dann erleben sie genau dass, was ihnen vorher gesagt worden ist womit Putins Agenten recht behalten und der Soldat noch mehr seinem Staat traut. Käme er in eine Stadt und träfe auf passiven Widerstand, er würde schweigend begrüßt und man würde ihm z.B. Nelken in den Gewehrlauf stecken = Nelkenrevolution in Portugal) dann käme auch der dümmste Soldat ins Zweifeln an der Propaganda derjenigen, die ihn in den Krieg geschickt haben (und selbst in der Etappe blieben).

Nein, den Soldaten kämen weder auf die eine noch die andere Weise Zweifel. Sowohl bei heftigem Widerstand (Das sind unsere Feinde!) als auch  bei freundlichem Empfang (Wir kommen als Befreier!) wird die eigene Propaganda bestätigt.

Denn die Wehrmachtssoldaten wurden seinerzeit in der Ukraine in vielen Fällen freundlich empfangen. Das brachte ihnen aber keine Zweifel, sondern Bestätigung: Wir sind diejenigen, die das Land von den "Untermenschen" befreien! Und der Krieg ging mit der gleichen Härte und Grausamkeit weiter.

Ich halte Jesu Ratschläge hier für gut und richtig als grundsätzliche Regel für den Alltag. Es ist die Art, wie Menschen aufeinander zugehen sollten.

Aber ich fürchte, es ist nicht das Ende der Geschichte. Wenn bestimmte rote Linien überschritten werden, dann funktioniert das nicht mehr.

Für diese Fälle hat Jesus keine Ratschläge mehr parat...möglicherweise wusste er, dass die Menschen es nicht verstehen würden und seine Worte dann als Vorwand genommen hätten, einfach so weiter zu machen wie bisher.

lucan-7 antworten
4 Antworten
Chai
 Chai
(@chai)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 3281
Veröffentlicht von: @lucan-7

@herbert 

Ich habe auch oft darüber nachgedacht, wie das denn mit der Nächsten- und Feindesliebe im größeren Maßstab funktioniert.
Und ich denke, dass es in bestimmten Szenarien keine Lösung mehr darstellt. 

Ich fürchte, damit hast Du mehr recht als es mir recht ist. 

Und zum Szenario: Es ist ja nicht grundlos, dass Soldaten selten allein in Erscheinung treten. 
Wo Einer allein vielleicht noch ins Nachdenken käme (und entsprechend handeln würde) greift bei einer Horde dann die Gruppendynamik und natürlich auch die Kontrolle des Einzelnen durch die Gruppe. 

chai antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

@chai 

vielleicht sollte es erst mal im Kleinen beginnen. An meinen täglichen Beziehungen, da lernen,

miteinander umzugehen. Wenn verletzende, zerstörerische Worte meinen Alltag prägen.

 

liebe Grüße,

 

 

hundemann antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 26928

@hundemann 

vielleicht sollte es erst mal im Kleinen beginnen. An meinen täglichen Beziehungen, da lernen,

miteinander umzugehen. Wenn verletzende, zerstörerische Worte meinen Alltag prägen.

 

Ich denke, so sind die Worte auch gedacht.

 

 

 

lucan-7 antworten
hundemann
(@hundemann)
Beigetreten : Vor 4 Monaten

Beiträge : 236

 

Ja im Kleinen beginnen, mit meinen täglichen Beziehung im Alltag.

Früher hieß es Aug um Auge Zahn um Zahn, und Hass und Rache war da ganz normal.

Doch Jesus nachfolgen, versuchen zu verstehn, mit allen Menschen gut umzugehn.

Versuchen meine Feinde zu lieben, weil jeder Mensch seine einzigartige persönliche

Lebensgeschichte hat......

Und weil ich ja ein Kind Gottes sein darf. Verrückt, aber Kinder können manchmal

ganz schön verrückt sein.........

Ohne ein Beziehung zu Gott zu haben, kann man das unmöglich leben.....meine ich.

Christus als Vorbild, Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind.

 

liebe Grüße,

 

hundemann antworten
Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 140

Ich kann bei den bisherigen Posts gut mitgehen. Aber die Aktualität und Dringlichkeit der Frage der Feindesliebe im Zusammenhang mit der Wehrpflicht bleibt aber. Was soll man seinen Kindern / Enkelkindern raten?  

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass man auch als Soldat Feindesliebe praktizieren kann. Natürlich anders, als bliebe man Zivilist. Doch wie ist es zu bewerten, wenn man den ersten Schritt geht und sagt, ok. ich will als Soldat ´mein` Land verteidigen? Ist nicht schon der Beitritt in die Armee der erste Verstoß? Müsste man dann auch konsequent öffentliche gegen Wehr- bzw. Kriegsdienst auftreten?

herbert antworten
2 Antworten
Goldapfel
(@ga2)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1335

@herbert 

Die Hamas hat ihre Politik und ihre Angriffe mit dem Recht auf Rache begründet, Israel tut nichts anderes.

Ach ja? 
Ich hatte gehofft, solche billigen Vergleiche auf der Basis schlechter oder unzureichender Informationen hier nicht lesen zu müssen.

 

ga2 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@herbert 

Irgendwie passt das nicht in der Logik in deinem post. 

Als Soldat sich zur Verteidigung ausbilden zu lassen, sehe ich zuallererst als Nächstenliebe gegenüber der Familie und eigenen Bevölkerung und durch die Verteidigungsfähigkeit den Feind zur Überlegung bringen, dass es vllt doch besser ist, nicht anzugreifen.  Verteidigung ist erst der zweite Schritt in einem Krieg. Den ersten Schritt macht der Angreifer, der ein Land gewälttätig überfällt. 

Grundsätzlich vorbeugend wäre Fürbitte und Segnen, das kann ein Soldat genauso wie ein Zivilist. Und die Politiker brauchen Fürbitte, dass sie auf dem Weg des Friedens Politik machen, deeskalierend auftreten, nicht provozierend. 

Mt 5, 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, 45 auf dass ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. 

 

deborah71 antworten


Herbert52
Themenstarter
Beiträge : 140

Als Soldat sich zur Verteidigung ausbilden zu lassen, sehe ich zuallererst als Nächstenliebe gegenüber der Familie und eigenen Bevölkerung und durch die Verteidigungsfähigkeit den Feind zur Überlegung bringen, dass es vllt doch besser ist, nicht anzugreifen.

Diesen Teil teile ich mit der Einschränkung auf die Priorisierung von Familie und eigener Bevölkerung, denn dass tun auch die Heiden  (vgl. Mt.5, 45 ff)

Verteidigung ist erst der zweite Schritt in einem Krieg.

versus: Angriff ist die beste Verteidigung? 

Den ersten Schritt macht der Angreifer, der ein Land gewälttätig überfällt.

Es sei denn es gitl dass soeben gesagte. 

Grundsätzlich vorbeugend wäre Fürbitte und Segnen, das kann ein Soldat genauso wie ein Zivilist. Und die Politiker brauchen Fürbitte, dass sie auf dem Weg des Friedens Politik machen, deeskalierend auftreten, nicht provozierend.

Da gebe ich Dir völlig Recht, was aber tun, wenn sie nicht hören wollen? Ich meine politische Konstellationen sind ja in der Regel so, dass die, die bereit wären auf Gott / die Innere Stimme / zu hören, in der Politik kaum Chancen haben, verantwortliche Posten zu erringen und selbst dann gibt es genügend Berater, die den ´Zwang des Faktischen` betonen und dann bleibt eben nur noch Landesverteidigung und ggf. prophylaktische Verteidigung = vorbeugender Angriff, so wie es Israel in Palästina macht. 

herbert antworten
1 Antwort
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 27232

@herbert 

Deborah71: Als Soldat sich zur Verteidigung ausbilden zu lassen, sehe ich zuallererst als Nächstenliebe gegenüber der Familie und eigenen Bevölkerung und durch die Verteidigungsfähigkeit den Feind zur Überlegung bringen, dass es vllt doch besser ist, nicht anzugreifen.

Herbert: Diesen Teil teile ich mit der Einschränkung auf die Priorisierung von Familie und eigener Bevölkerung, denn dass tun auch die Heiden  (vgl. Mt.5, 45 ff)

Deswegen ist es aber nicht ausgehebelt, sondern dann geht es einen Schritt weiter zur Feindesliebe. Seinem eigenen Familien- und Nationen-Haus nicht gut vorzustehen und den Schutzbund zu verletzen, finde ich als nicht in Ordnung. 

 

deborah71 antworten
Lightfire89
Beiträge : 73

im Kleinen üben - Böses mit Gutem zu überwinden durch Jesus

- und zu den Soldaten - hat da Jesus nicht gesagt, dass sie nicht extra rauben sollen und sich mit dem Sold zufrieden geben sollen.

Lukas 3:14
Da fragten ihn auch die, Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset euch begnügen an eurem Solde.

Zum Thema Soldat werden - zu Gott zu beten, dass sein Wille geschehe - Andrew Wommack wurde mit 18 eingezogen, weil Gott ihm gesagt hatte, er solle die Schule abbrechen. Er war dann flugs in Vietnam und war umgeben von Gottes Gnade, er hatte viel Zeit im Wort Gottes. 4 Stunden nach seinem Ausflug wurde der Ort von den Vietnamesen übernommen, kein Amerikaner überlebte.

Alles fängt klein an. Im Hören und Sehen, im Denken, Sprechen und schließlich im Tun. 

Mit Gottes Gnade und seinem Wirken in unserem Leben können wir die Welt durch Jesus Christus überwinden. Es kostet uns was, ist kein Spaziergang! Aber die Ergebnisse sind halt auch göttlich!

Schließlich ist es ein Kampf um jede Seele. 

 

lightfire89 antworten


Teilen:

Hey du!

Dieses Forum ist für dich kostenlos.
Das funktioniert nur, weil uns treue Menschen regelmäßig mit ihrer Spende unterstützen.
Bist du dabei?