Johannes 15,7 - warum ich neue Übersetzungen gefährlich finde
Hallo,
in der Bibel App wird heute im Gebet Johannes 15,7 genannt. In der Hoffnung für Alle steht:
"Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten."
Das liest sich wie ein Wunschbrunnen. Ähnlich auch bei der Basisbibel und Neues Leben. Der 1. Teil liest sich als eine Bedingung für den 2. Teil ("dürfen"), der dann als Erlaubis für Wünsche gilt. Anders liest sich das bei Luther:
"So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren."
Es ist keine Erlaubnis mehr. Es ist eine Schlussfolgerung. Und man versteht: Nein, du kannst nicht alles bitten, was du willst und dann auch bekommen! Jeder Christ weiß mit Lebensalter dass so eine Haltung in Krisen endet (warum hat Gott ihn nicht heilen lassen, warum kam es so, obwohl ich Gott und mein ganzer Hauskreis betete). Wir bitten im Einklang der Worte.
Oder versteht ihr es anders? Seht ihr in den Übersetzungen auch einen Unterschied? Wie geht ihr mit dem Vers um?
Veröffentlicht von: @seramis1Hallo,
in der Bibel App wird heute im Gebet Johannes 15,7 genannt. In der Hoffnung für Alle steht:"Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten."
Das liest sich wie ein Wunschbrunnen. Ähnlich auch bei der Basisbibel und Neues Leben. Der 1. Teil liest sich als eine Bedingung für den 2. Teil ("dürfen"), der dann als Erlaubis für Wünsche gilt. Anders liest sich das bei Luther:
"So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren."
Es ist keine Erlaubnis mehr. Es ist eine Schlussfolgerung. Und man versteht: Nein, du kannst nicht alles bitten, was du willst und dann auch bekommen! Jeder Christ weiß mit Lebensalter dass so eine Haltung in Krisen endet (warum hat Gott ihn nicht heilen lassen, warum kam es so, obwohl ich Gott und mein ganzer Hauskreis betete). Wir bitten im Einklang der Worte.
Oder versteht ihr es anders? Seht ihr in den Übersetzungen auch einen Unterschied? Wie geht ihr mit dem Vers um?
Die beiden Übersetzungen, die ich bevorzugt benutze, sind die folgenden:
"Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren." LUT 2017
"Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen." ELB
Die Lutherübersetzung aus meiner Tradition heraus und die Elberfelder Übersetzung, weil sie als besonders dicht am Urtext ist oder sein sollte.
Die Unterschiede der beiden im Bezug auf Joh 15,7 äußerst gering. Die Gebetserfüllung ist immer an die Bedingung "Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben" geknüpft. Wenn ein Gebet also nicht erfüllt oder erhört wurde, war also anscheinend diese Bedingung nicht oder nicht hinreichend gegeben. Kann ja sein. Wer ist schon perfekt?
Bei der oben zitierten HfA-Übersetzung ist das aber auch nicht anders.
Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von neuen Übersetzungen bzw. eben Übersetzungen in die aktuelle Alltagssprache.
Oftmals sind sie verständlicher und manchmal ist es auch gut, wenn man vom gewohnten Luther-Deutsch abweicht.
Aber über eben den genannten Vers bin ich vor einiger Zeit auch gestolpert, weil er suggeriert, dass man nur ('richtig') beten muss und dann klappt's auch mit den Wünschen.
Nee, nee, man muss in Christus bleiben und seine Worte in einem. Und da es kein objektiv nachprüfbares Kriterium dafür gibt, ob das der Fall ist, kann es immer sein, dass ein Gebet nicht gehört oder erfüllt wird. Das fällt dann auf den Beter zurück. Mit der Formulierung des Gebets hat das aber nichts zu tun.
@seramis1 @chai
Ooooch, ich denke, aus dem Zusammenhang geht hervor, dass es nicht um Beliebigkeit geht:
Jesus ist der wahre Weinstock (Gute Nachricht)
1 »Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weinbauer.
2 Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt; aber die fruchttragenden Reben reinigt er, damit sie noch mehr Frucht bringen.
3 Ihr seid schon rein geworden durch das Wort, das ich euch verkündet habe.
4 Bleibt mit mir vereint, dann werde auch ich mit euch vereint bleiben. Nur wenn ihr mit mir vereint bleibt, könnt ihr Frucht bringen, genauso wie eine Rebe nur Frucht bringen kann, wenn sie am Weinstock bleibt.
5 Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten.
6 Wer nicht mit mir vereint bleibt, wird wie eine abgeschnittene Rebe fortgeworfen und vertrocknet. Solche Reben werden gesammelt und ins Feuer geworfen, wo sie verbrennen.
7 Wenn ihr mit mir vereint bleibt und meine Worte in euch lebendig sind, könnt ihr den Vater um alles bitten, was ihr wollt, und ihr werdet es bekommen.
8 Die Herrlichkeit meines Vaters wird ja dadurch sichtbar, dass ihr reiche Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist.
Es ist wichtig, Bibelverse nicht aus ihrem Zusammenhang (Kontext) zu nehmen, weil sie dann ihren Sinn verändern können. - Das hast du sehr schön herausgearbeitet. Danke.
Und es geht ja auch bei den "Wünschen" nicht um ein neues Auto, eine neue Tapetenrolle oder den Hund des Freundes. 😉
@neubaugoere Nein, es geht nicht um Beliebigkeit.
Aber es ist schon so, dass ein Vers, der zum Tagesvers oder als Tageslosung gewählt wird, für sich stehen sollte.
Sagt wer? 😉 ("Das gehört so!" ?? 😉 ) ... Schaust du dir die Verse nie im Zusammenhang an (also in der Tageslosung etc.)?
"Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten."
Nichtsdestotrotz geht es nicht um irgendwelche Bitten ...
@neubaugoere Du kennst das 'Prinzip Tageslosung'?
Es ist nun mal so, dass manche Verse für sich stehen können und andere, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, falsch (oder nicht richtig) verstanden werden können.
Und es steht im Eingangspost nun mal die Übersetzung, die suggeriert, dass man Wünsche erfüllt bekommt, wenn man mit Gott verbunden ist und dann auch noch 'richtig' betet.
Muss man nicht so verstehen, ist aber auch nicht sehr weit hergeholt.
@chai Also ich bin da schon zu 100% bei Neubaugöre, dass Verse immer im Kontext gelesen werden müssen. Aber ich finde hier alleine, sehe ich den Bedeutungssunterschied auch bei dem Kontext. Es ist einfach so dass das eine erlaubt und das andere im Rahmen geschieht
@seramis1
"So ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren."
"Wenn ihr aber fest mit mir verbunden bleibt und euch meine Worte zu Herzen nehmt, dürft ihr von Gott erbitten, was ihr wollt; ihr werdet es erhalten."
Beide Fettungen sehe ich übereinstimmend. - Beides in Kursiv sehe ich übereinstimmend.
Und DANN (ERST) - also DANACH (NACHDEM dies als "Bedingung erfüllt ist") ... nachdem ihr mit mir verbunden bleibt (!) UND euch meine Worte zu Herzen nehmt (meine Worte in euch bleiben) ... DANN ERST dürft und werdet ihr bitten - auch das steht in Übereinstimmung mit Gottes Willen, denn es gilt ja IN oder DURCH die Verbundenheit mit Gott -, was ihr wollt.
Das "Was ihr wollt" bezieht sich auf den Zustand des Verbundenseins, des Einswerdens vor und mit Gott. AUS IHM heraus kommt dann die Bitte und stimmt auch mit dem Willen des Vaters überein. Da ist nichts, aber auch gar nichts mit "ich wünsch mir ein Pony". 😉
Veröffentlicht von: @neubaugoereUnd es geht ja auch bei den "Wünschen" nicht um ein neues Auto, eine neue Tapetenrolle oder den Hund des Freundes. 😉
Wer sagt das?
Auch dafür gibt es 'Tipps'. Ich weiß Titel und Autor des Buches nicht mehr, aber ich weiß noch, dass geschrieben stand, man solle Gott nicht nur um irgendein Auto bitten, sondern solle ihm auch noch gewünschtes Modell und Farbe sagen ...
Der fromme Markt ist durchaus gespickt mit Merkwürdigkeiten.
Veröffentlicht von: @neubaugoereEs menschelt überall ... die Bibel ist klar.
Nun ja - es war ein Buch eines renommierten christlichen Autors.
Da besteht dann schon die Gefahr, dass solche Aussagen ernstgenommen werden.
@seramis1
Alles steht und fällt damit, wie man das „was ihr wollt“ interpretiert.
Betonung auf ihr: gefährlich? weil Egospielchen? Fantastereien? Grössenwahn? gottlos?
Betonung auf wollt: nützlich, notwendig, weil gerade gebraucht
Ich denke, solange man Bedingung 1 erfüllt (man ist ganz nah an Jesus dran) kann man bitten um egal was- deshalb ists egal welche Übersetzung man wählt- weil man ja nicht mehr in der alten Natur steckt….da ist doch was Neues…und das bittet ja in Übereinstimmung mit Gottes Willen, denke ich.
@stern Wenn ich in Jesus bin kann ich um Heilung eines Leidenden bitten. Gerade weil Heilung zentrales Thema in den Evangelien ist. Wir wissen alle dass es dabei keine Garantie gibt. Und deshalb hadere ich an der Stelle
@seramis1
Wir wissen alle dass es dabei keine Garantie gibt. Und deshalb hadere ich an der Stelle
Ich kann verstehen, dass Du haderst. Aber doch eher wegen dem Nichteintreten des Erwarteten…nicht wegen der Übersetzungsvarianten…das ist für mich eins der ganz grossen Herausforderungen in unserem Glauben. Jedes Nichtheilwerden muss ja zwangsläufig fast schon als Gottes Willen gewertet werden- und das kann nicht sein!!! Das sehen wir im NT nicht- Jesus heilt immer (selbst wenn er es eigentlich nicht will)…was machen wir also mit unseren Erfahrungen des Nichterhörtwordenseins?
Für mich ist es sowas wie ein „Forschungsgebiet“…vielleicht weiss ich irgendwann wie es geht…was die Bedingungen sind…dazu muss man dran bleiben…im Gebiet der Naturwissenschaften ist das auch nicht anders. Viele Forschungserfolge bauen auf 1) vielen anderen Ergebnissen auf 2) haben jahrelange oder jahrzehntelange Vorarbeit bis dann der entscheidende Durchbruch gelingt 3) passieren oft auch unabhängig voneinander von verschiedenen Forschenden…
Das scheint jetzt ein wenig weit ausgeholt... Aber wenn das Leute hinkriegen („haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben“), von denen Jesus sagt, er kennt sie nicht - wieso d
klappt das dann nicht bei denen, die glauben?
@seramis1
Es gibt eine Garantie. Jesus.
Doch was WIR gemeinhin meinen, wenn wir um Heilung bitten, ist, dass derjenige SOFORT/AUF DER STELLE oder in 1-2 Wochen geheilt sein MUSS.
Warum nicht geistlich denken? Es wird die Zeit kommen, wo er jede Träne abwischen wird und wo es keine Krankheiten mehr gibt. Zählst du dich zu IHM dazu? Dann wirst du auch gesund/heil. Es gibt nur keine Garantie, dass dies HIER auf Erden in DIESEM Leben geschehen wird und muss.
(Großschreibung als Hervorhebung von mir - quasi als Betonung)
@seramis1
Regulär vergleiche ich verschiedene Übersetzungen und schau, was sie mir sagen. Damit vermeide ich ziemlich gut einseitige Verirrungen.
Durch den Bibelserver sind wir ja in einer vorteilhaften Lage, viele Übersetzungen vergleichen zu können und auch Auslegungsangebite zu lesen.
@seramis1
Ich lesen den fraglichen Vers aus meiner Verbindung mit Jesus heraus. Was ist auf seinem Herzen und was soll ich demnach bitten oder proklamieren oder befehlen.
@deborah71 Ja, so macht er Sinn und stimmt mit Erfahrungen überein. Danke!
@seramis1
Es gibt einen zweiten Vers dieser Art im AT, somit hast du zwei Zeugen.
Ps 47, 4 und habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben die Bitte deines Herzens.
Auch hier ist wieder die Herzensübereinstimmung.
Und im Vater unser ist es auch:
Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie ihm Himmel so auf Erden (so in meinem Leben, so im Leben von XY)
Veröffentlicht von: @tojakWenn ein Gebet also nicht erfüllt oder erhört wurde, war also anscheinend diese Bedingung nicht oder nicht hinreichend gegeben.
Und was ist die Bedingung? Nehmen wir Gebet für eine kranke Person die doch nicht heilt
@seramis1 In einem Buch, das wir im Hauskreis durchgearbeitet haben, gab es mehrere Antwortmöglichkeiten, warum ein Gebet nicht 'funktioniert' (also warum es nicht erhört wurde).
- Man hat nicht 'richtig' gebetet. Wie immer das auch gehen mag - an anderer Stelle sagen wir ja, dass man mit Gott wie mit einem Freund reden kann. Und ich bin nach wie vor überzeugt, dass man mit Gott auch nicht in Formeln reden muss oder am Ende eines Gebets sagen muss 'in Jesu Namen, Amen.'
- Man hat nicht nach dem Willen Gottes gebetet. Auch der ist nicht immer so einfach zu erkennen.
- Man hat nicht mit reinem Herzen gebetet - irgendeine Sünde trennt von Gott. Da kann dann das große Suchen losgehen.
- Gott hat etwas 'Besseres' in der Hinterhand und hat deshalb nicht wunschgemäß reagiert. Hm.
- Gott sagt 'jetzt nicht' und erhört das Gebet später. Da braucht's halt Geduld und Glauben.
- Ich glaub, es gab noch mehr Möglichkeiten; die obigen konnte ich mir merken.
Und ich glaube, das kann tatschlich alles zutreffen; aber oft sind wir nicht in der Lage zu erkennen, welcher dieser Punkte grad passt. Und manchmal lässt sich das auch nicht einfach abgrenzen.
Und manchmal ist es eben einfach so.
Ich für mich kam zu dem Punkt, dass ich Dinge einfach akzeptiere (auch nicht immer leicht), bevor ich mich da zu sehr in die Suche nach der Begründung für ein 'Nein' reinsteigere.
@seramis1
"Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben" ist die Bedingung.
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben" ist die Bedingung.
Einverstanden.
Bedeutet aber auch, dass wenn keine Heilung/ Erhörung stattfindet ich nicht nah genug dran bin an Jesus, seine Worte noch nicht ganz aufgenommen habe….zumindest nach dieser wenn/dann Logik.
Veröffentlicht von: @sternBedeutet aber auch, dass wenn keine Heilung/ Erhörung stattfindet ich nicht nah genug dran bin an Jesus, seine Worte noch nicht ganz aufgenommen habe….zumindest nach dieser wenn/dann Logik.
Richtig. Und genau deshalb hab ich geschrieben, dass dann eine zermürbende Suche nach den Ursachen losgehen kann.
Das kann dann noch zusätzlich kaputt machen.
@seramis1
Das widerlegt das Leben
Für jemanden um Heilung zu bitten, ist vielleicht nochmal was anderes als zu bitten, um was man selbst will, ich weiss es nicht.
Aber selbst Jesus hatte Bedingungen. Er sagte, dass er nichts von sich aus tun kann…du kannst das ignorieren, aber wieso solltest du?
Nur weil wir den „Dreh“ nicht raushaben, heisst es nicht, dass es gar nicht geht.
Veröffentlicht von: @stern@seramis1
Das widerlegt das Leben
Für jemanden um Heilung zu bitten, ist vielleicht nochmal was anderes als zu bitten, um was man selbst will, ich weiss es nicht.
Aber selbst Jesus hatte Bedingungen. Er sagte, dass er nichts von sich aus tun kann…du kannst das ignorieren, aber wieso solltest du?
Nur weil wir den „Dreh“ nicht raushaben, heisst es nicht, dass es gar nicht geht.
Es gibt keinen 'Dreh'. Manches Gebet wird erhört und manches nicht.
Und sämtliche 'Tipps', wie ein Gebet 'gelingt', können Menschen in die Irre führen.
Das bedeutet nicht, dass man nicht beten soll - aber es funktioniert halt nicht auf Knopfdruck.
Und es gibt kein 'Falsch'.
D.h. wenn's nicht 'funktioniert' hat, hat man nicht zwingend 'falsch' gebetet.
Manches Gebet wird erhört und manches nicht
Da gehe ich nicht mir dir konform (auch wenn die Erfahrung uns beiden was anderes sagt)
Und sämtliche 'Tipps', wie ein Gebet 'gelingt', können Menschen in die Irre führen.
Ja. Ich hoffe, ich habe keine Tipps gegeben- wie denn auch, ich hab keine- aber ich habe darüber nachgedacht, was Jesus zu dem Thema sagt.
Veröffentlicht von: @sternManches Gebet wird erhört und manches nicht
Da gehe ich nicht mir dir konform (auch wenn die Erfahrung uns beiden was anderes sagt)
Und was willst Du mir dann sagen?
Natürlich hört Gott jedes Gebet, aber wir haben offensichtlich beide (wie viele andere) schon die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht erhört werden. Und somit gefühlt nicht 'funktioniert' haben.
Natürlich hört Gott jedes Gebet
Das wollte ich sagen. Und obwohl unsere Erfahrung eine andere ist, würde ich sogar soweit gehen und sagen, dass er sie auch erhört, nicht nur hört. Das sage ich, weil ich es glaube und weil ich Gott so verstehe. Nicht weil ich es bereits erlebe.
@seramis1
den Dreh nicht raus haben" klingt für mich nach Zauberstab und Harry Potter.
Ja…kann man so verstehen. Ich meinte es in Bezug auf „ihr werdet grössere Wunder als ich tun“…das ist eine Zusage und solange ich die nicht kn meinem Leben sehe, hab ich für meine Begriffe „den Dreh nicht raus“.
Das soll nicht heissen, dass ich irgendwas tun muss…kann ich ja gar nicht….aber ich kann eben auch nicht das was Jesus sagt dass ich tun soll (zB bitten, so dass es mir widerfährt) …also habe ich den Dreh nicht raus.
Wisst ihr, was mir dabei sprachlich ins Auge fällt?
Den Dreh raushaben….als wäre eine Leitung verdreht…und man muss den Dreh erst beseitigen, damit die Leitung wieder leiten kann 🙂💡🛜
Veröffentlicht von: @stern@seramis1
den Dreh nicht raus haben" klingt für mich nach Zauberstab und Harry Potter.
Ja…kann man so verstehen. Ich meinte es in Bezug auf „ihr werdet grössere Wunder als ich tun“…das ist eine Zusage und solange ich die nicht in meinem Leben sehe, hab ich für meine Begriffe „den Dreh nicht raus“.
Das soll nicht heissen, dass ich irgendwas tun muss…kann ich ja gar nicht….aber ich kann eben auch nicht das was Jesus sagt dass ich tun soll (zB bitten, so dass es mir widerfährt) …also habe ich den Dreh nicht raus.
Du neigst ein bissel zu 'Think big', kann das sein?
Du neigst ein bissel zu 'Think big', kann das sein?
🙂 Nicht bewusst im Sinne von absichtlich…aber ja, das tue ich. Wenn Jesus das sagt - dann ist das so. Da gibt es für mich keine Diskussion - also manchmal frage ich mich schon, ob das noch geht, was ich da mache…aber nur um dann zu merken, dass ich ihn einfach zu ernst nehme in meinem Leben, um daran vorbeizulesen. Das ist Bestandteil seiner Botschaft.
Aber wie Arcangel total richtig und gut herausgestellt hat: wenn man dieses Wunderdingens nur für sich losgelöst haben möchte - also ohne die Liebe, den Glauben und die Treue zu Jesus und nur um die Wundertaten zu vollbringen- dann hat man ihn verpasst…und ER kennt einen dann nicht, obwohl man vielleicht sogar solche Wundertaten vollbringen kann.
Verurteile mich bitte nicht dafür, dass ich Jesus glaube. Ich verurteile auch niemanden, der das nicht tut.
Wieso sollte ich Dich verurteilen?
Ich weiss nicht ob du es tust. Es war eine Bitte, es nicht zu tun.
Glauben tu ich trotzdem
Ja.
Es hat ja nicht jeder den gleichen Hintergrund und schaut doch mit ganz anderen Augen und einem anderen Herzen sich Jesus an.
Das Ziel ist ja auch nicht Wunder zu tun, oder Wünsche in Erfüllung bringen zu lassen, sondern aus Liebe zu handeln. Dies bedingt in 99.9% der Fälle keine Wunder, aber manchmal eben schon.
Veröffentlicht von: @arcangelDas Ziel ist ja auch nicht Wunder zu tun, oder Wünsche in Erfüllung bringen zu lassen, sondern aus Liebe zu handeln.
Dies bedingt in 99.9% der Fälle keine Wunder, aber manchmal eben schon.
So kann ich mitgehen.
Und manchmal ist ja schon Geduld ein kleines (oder sogar großes) Wunder.
Hab mitgelesen.... und diesmal kam eine lang bewahrte Frage in den Vordergrund: was bedeutet 'größere' im Bibelvers, in dem er steht.
John 14, 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.
größere griech. megas bedeutend, mächtig, groß in der Ausdehnung
Werk griech. ergon Arbeit, Tat, Handlung, Aufgabe, Mühe
die Werke tun, die ich tue = Predigen, Heilen, Befreien
Als Mensch kann ich nicht über die Auferstehungskraft des Heiligen Geistes und Autorität Jesu hinausgehen. Die Verheißung, seine Werke zu tun, ist schon immens.
Die Formulierung 'größere als diese' würde unter obigem Aspekt keinen Sinn ergeben.
Da megas sich auf eine Ausdehnung beziehen kann, tendiere ich zu dem Verständnis:
Jesus war auf einen bestimmen Raum begrenzt, vorwiegend Israel. Dann gab er den Sendungsbefehl mit einer Erweiterung: Jerusalem, Samaria und bis an die Enden der Erde. Das ist nun definitiv eine größere Ausdehnung, erhebt sich aber nicht über die Autorität und ausführende Kraft Jesu.
Wie denkst du/(ihr im Gepsräch) über meinen Gedankengang?
Ergibt komplett Sinn.
Ich für meinen Teil bin schon zufrieden mit heilen, befreien und predigen ( obwohl, als Frau 🤔…?)
Ich will gar nicht über Jesus Auferstehungskraft hinausgehen. Sie überhaupt zu haben, wäre für einen Menschen schon ein absolutes Privileg.
Jesus ist ungehalten über seine Jünger, wenn die es nicht drauf haben…. ( „ den Dreh nicht raushaben“) … sagt aber auch gleichzeitig, selbst wenn sie es „ drauf“ haben, sollen sie sich nicht darüber freuen, sondern darüber, dass ihr Name im Buch des Lebens steht.
Auch hier lenkt er den Fokus weg von den reinen Wundertaten ohne den Blick auf Gott . So👋🏻 ich muss jetzt was arbeiten …
Wir können nicht über die Auferstehungskraft des Heiligen Geistes hinausgehen, denn das ist die Fülle, die wir als neue Schöpfung von oben in Jesus geschenkt bekommen haben. Sich dessen bewusst zu sein, das das die Obergrenze ist und wir bis dahin ausgestattet sind durch den Heiligen Geist, ist schonmal umwerfend.
Ich für meinen Teil bin schon zufrieden mit heilen, befreien und predigen ( obwohl, als Frau 🤔…?)
Ja auch du als Frau. Eva /Chava, die Leben Gebende. Das wäre die geistliche Ebene. Die Empathie ist die Ebene der Seele, eine natürliche Geburt ist die körperliche Ebene.
Jesus ist ungehalten über ihren Kleinglauben, dass sie die Ausrüstung durch den Heiligen Geist nicht glauben.
sollen sie sich nicht darüber freuen, sondern darüber, dass ihr Name im Buch des Lebens steht.
Er sagt ihnen, bleibt nicht in der Freude des Erfolgs, sondern schaut auch auf die Quelle.
Ich habe es neulich erlebt. Da war eine Herausforderung meinen Stand im Glauben einzunehmen und das hatte positive Auswirkungen auf jemanden. Als ich das Erleben gedanklich verarbeitete, stieg auf einmal aus meiner Mitte eine Freude und Dankbarkeit auf, die aus meinem Geist kam: "Danke, dass mein Name im Himmel angeschrieben ist." Das war nochmal s e h r berührend, ehrfurchtgebietend, das so zu erleben. Nicht aus Wissen und Pflicht, sondern aus dem Herzen aufsteigend.
Und es hat die Beschämung gebrochen, die ein Leiter ausgeübt hatte, wenn ich mich über eine Heilung bei jemandem gefreut hatte. Er hatte ein Talent, andere zu beschämen, ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen und sie auszubremsen, den Willen Gottes zu tun.
Veröffentlicht von: @deborah71Wie denkst du/(ihr im Gepsräch) über meinen Gedankengang?
Keine Ahnung - das übersteigt mein geistiges Fassungsvermögen.
(Ich finde momentan aber auch nicht die Zeit, mich in mir so komplett fremde Gedankengänge hineinzudenken und vermute, dass ich diesem Beitrag - sollte ich mal die Zeit haben - nicht wieder finden werde. Bin ja immer noch am Abarbeiten von gefühlten 1000 Glöckchen.)
Wenn dich das Thema interessiert, speicher dir den Beitrag doch in den Lesezeichen deines pc.
Ansonsten, danke für deine klare Antwort über dein Zeitkontingent. Dann erwarte ich jetzt keine Antwort und hab Freiraum für andere Bereiche.
Danke für den Gedankenanstoß durch dein Post.
@deborah71 Ich find nicht so recht einen Zipfel, um den Gedanken aufzugreifen.
Aber ich hab während der Arbeit (beim Autofahren kann ich gut denken) nochmal ein bissel nachgedacht. Und ich merke, woran es hängt.
Es ist
a) der Gedanke, dass Wunder in der Stellenbeschreibung enthalten sind.
Damit schließe ich nicht aus, dass es Wunder geben kann. Aber ich erwarte nicht, dass ich Wunder tun kann. Sollte ein Wunder durch mich geschehen, war das nicht ich.
Und
b) der Gedanke / Anspruch, dass ich über dieses Wunder-tun-können verfügen kann.
Möglicherweise geschieht sowas, ohne dass ich das merke. Möglicherweise geschieht das nur einmal.
Auf jeden Fall hab ich darauf keinen Zugriff.
Danke für deine Überlegungen.
Das Geheimnis ist Christus in uns. Die Hoffnung der Herrlichkeit.
Ja.. es ist nicht unsere eigene Kraft.
Mir hat sich die Bedeutung von megas auf weltweite Ausbreitung soweit erschlossen. Damit komme ich nicht in Konflikt mit einem anderen Größenvergleich, der eine Überheblichkeit gegenüber Jesus beinhalten würde.
Veröffentlicht von: @deborah71Danke für deine Überlegungen.
Gern.
Ja.. es ist nicht unsere eigene Kraft.
Richtig.
Mir hat sich die Bedeutung von megas auf weltweite Ausbreitung soweit erschlossen.
Damit komme ich nicht in Konflikt mit einem anderen Größenvergleich, der eine Überheblichkeit gegenüber Jesus beinhalten würde.
Diesen Gedankenzipfel kann ich greifen. 🙂
Richtig. Und genau deshalb hab ich geschrieben, dass dann eine zermürbende Suche nach den Ursachen losgehen kann.
Das kann dann noch zusätzlich kaputt machen
Ja. Damit tut man sich keinen Gefallen. Ich glaube aber auch nicht, dass es so gedacht ist…
Petrus sagt zu dem Mann, der da am Tempeleingang liegt und kaputte Beine hat: „was ich habe, gebe ich dir…steh auf …“
Das sieht nicht nach Anstrengung aus. Er hat es einfach…
Der Vers oben mit „was ihr wollt“ bezieht sich ja eigentlich nicht auf Heilung, sondern auf Bitten um etwas.
Auch wenn ich bei Bitten durchaus schon manchmal die Erfahrung gemacht habe, dass sie sofort erfüllt wurden, muss ja bei einer Heilung der Kranke auch geheilt werden wollen…und da hat man ja keinen Zugriff darauf. Es gibt so viele Faktoren die das beeinflussen können, dass es keinen Sinn macht, sich damit näher zu beschäftigen. Man kann ja gar nicht beurteilen, woran es gelegen hat. Wie soll man dann eine Verbesserung erzielen, wenn man den Fehler gar nicht finden kann?
Veröffentlicht von: @stern.zumindest nach dieser wenn/dann Logik.
Im Kleingedruckten sollte man vielleicht noch erwähnen, dass es außer dieser Wenn/dann-Logik noch eine andere Möglichkeit gibt, nämlich dass Joh 15,7 einfach nicht zutrifft oder falsch überliefert ist. Das ist allerdings etwas, mit dem sich viele gläubige Christen auch ungern beschäftigen.
nämlich dass Joh 15,7 einfach nicht zutrifft oder falsch überliefert ist
Das denke ich ist nicht der Fall, weil es noch andere Bibelstellen gibt, die einen ähnlichen Inhalt haben und nicht von Johannes sind. (Markus 11, 24-25 und Matthäus 7,7)
Ausserdem wischt du mit dieser Aussage quasi alles weg, was das Thema Bitten bei Jesus ausmacht…und ich finde es war eine zentrale Aussage von ihm.
Bei Markus wird auch noch die eigene Vergebungsbereitschaft erwähnt als Bedingung, was man auch nicht ausser Acht lassen darf…darauf hat man nämlich Einfluss (auch wenn es dann letztendlich ein Prozess ist).
Ich persönlich glaube, dass es nicht anstrengend sein sollte sondern eine unwillkürliche Haltung…wenn man so nah dran ist, dass man eben schon gar nicht mehr darüber nachdenken muss.
Veröffentlicht von: @tojakVeröffentlicht von: @stern.zumindest nach dieser wenn/dann Logik.
Im Kleingedruckten sollte man vielleicht noch erwähnen, dass es außer dieser Wenn/dann-Logik noch eine andere Möglichkeit gibt, nämlich dass Joh 15,7 einfach nicht zutrifft oder falsch überliefert ist.
Das ist allerdings etwas, mit dem sich viele gläubige Christen auch ungern beschäftigen.
Möglich.
Wobei ich das jetzt auch nicht zu sehr durchdenken möchte - da ist mir meine ganz naive Sichtweise dann doch lieber. 🙂