Bibelstellen zum Thema Abtreibung?
Hallo in die Runde!
Ich habe zwei Fragen insbesondere an diejenigen, die aus christlichen Motiven eine kritische bis ablehnende Haltung zu Schwangerschaftsabbrüchen haben:
- Hast du deine Position aus allgemeinen ethischen Überlegungen heraus, oder spielen konkrete Bibeltexte für dich eine entscheidende Rolle?
- Falls Letzteres zutrifft: Welche Bibeltexte sind das, und wie verstehst du sie, wenn du sie auf das Thema Abtreibung beziehst?
Zum Hintergrund der Fragen: Ich habe vor Kurzem einen Social-Media-Kanal eröffnet, in dem ich mich auf biblischer Basis mit christlichen Pro-AfD-Positionen kritisch auseinandersetze. Weil dabei das Thema Abtreibung oft eine große Rolle spielt, habe ich darin eine Playlist zum Thema "Abtreibung und die Bibel" erstellt, die ich in den nächsten Monaten nach und nach erweitern werde. Ich möchte die Positionen, mit denen ich mich dort auseinandersetze, besser verstehen und zugleich darüber ins Gespräch kommen. (Damit unterstelle ich nicht, dass alle, die gegen Abtreibung sind, auch die AfD gut finden; oft gibt es dabei aber Schnittmengen.)
Zur Transparenz meiner eigenen Position: Ich bezeichne mich nicht als Abtreibungsbefürworter. Ich denke, dass es in einer idealen Welt keine Abtreibungen geben müsste. Zugleich denke ich aber, dass aus der Bibel keine klare Position zu dem Thema zu gewinnen ist und viele Bezugnahmen auf Bibelstellen bei genauerer Betrachtung ihre Schwächen haben. Ich halte das Thema Schwangerschaftsabbruch für ein schwieriges ethisches Konfliktthema, bei dem es sich keine Seite leicht machen kann und sollte.
Mir geht es hier aber nicht um die große ethische Diskussion, sondern konkret um den Bezug zur Bibel. Darum auch das Unterforum "Bibel und Bibelstellen". (Mir ist bewusst, dass es im Forum "Ethik" hier eine längere Diskussion gegeben hat.)
Danke schon mal für euer Interesse an der Diskussion und viele Grüße
suivant
Folgende Bibelstelle erscheint mir hier auch recht eindeutig:
Wenn Männer miteinander streiten und stoßen dabei eine schwangere Frau, sodass ihr die Frucht abgeht, ihr aber sonst kein Schaden widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wie viel ihr Ehemann ihm auferlegt, und er soll’s geben durch die Hand der Richter. (2. Mose 21,22)
Das ungeborene Leben wird hier zwar als Verlust angegeben, der zu entschädigen ist - es wird aber nicht mit der Tötung eines Menschen gleichgesetzt.
(Weiss jetzt nicht, ob wir die schon hatten, ich habe jetzt nicht alles gelesen)
Wobei das eine unbeabsichtigte Folge ist, ein Kolateralschaden.
Das ist denke ich von der Motivation her nicht unbedingt gleichzusetzen mit einer absichtlich abgebrochenen Schwangerschaft.
Richtig. Aber es wird eben auch nicht als Verlust eines Menschenlebens gerechnet. Dafür fallen die Strafen drastischer aus.
Ich hatte oben nur kurz auf die Stelle verwiesen und leite dasselbe aus ihr ab wie du. Fairerweise muss man sagen, dass bei der Formulierung "sodass ihr die Frucht abgeht" nicht ganz klar ist, ob es um eine Fehlgeburt (dann wäre der "weitere Schaden" in V. 23 der Tod der Schwangeren) oder um eine Frühgeburt geht (dann wäre der "weitere Schaden" der Tod des Kindes, was einiges ändern würde). Ich würde aber mit der Mehrheit der Auslegungsgeschichte und der Forschung für die Fehlgeburt votieren.
Ich mache zu der Stelle aber auch noch ein eigenes Video. 🙂
Ich hatte oben nur kurz auf die Stelle verwiesen und leite dasselbe aus ihr ab wie du. Fairerweise muss man sagen, dass bei der Formulierung "sodass ihr die Frucht abgeht" nicht ganz klar ist, ob es um eine Fehlgeburt (dann wäre der "weitere Schaden" in V. 23 der Tod der Schwangeren) oder um eine Frühgeburt geht (dann wäre der "weitere Schaden" der Tod des Kindes, was einiges ändern würde). Ich würde aber mit der Mehrheit der Auslegungsgeschichte und der Forschung für die Fehlgeburt votieren.
Interessant ist, dass hier nicht auf die Entwicklung des Kindes eingegangen wird... es wird also kein Unterschied gemacht, in welchem Schwangerschaftsmonat das Kind Schaden nimmt, lediglich die Schwangerschaft als solche ist entscheidend.
Interessant ist, dass hier nicht auf die Entwicklung des Kindes eingegangen wird... es wird also kein Unterschied gemacht, in welchem Schwangerschaftsmonat das Kind Schaden nimmt
Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass traditionell/ kulturell gesehen (also nicht medizinisch) die Juden einen Menschen erst als „Mensch“ sehen, wenn er geboren ist. Also ab diesem Zeitpunkt.
Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass traditionell/ kulturell gesehen (also nicht medizinisch) die Juden einen Menschen erst als „Mensch“ sehen, wenn er geboren ist. Also ab diesem Zeitpunkt.
Habe ich auch gehört, ich meine allerdings hier aus dem Forum. Keine Ahnung, was da dran ist, aber ich halte es für plausibel.
Die Gegnerschaft zur Abtreibung ist jedenfalls nicht so einfach aus der Bibel herzuleiten, wie es viele Christen vorgeben. Mit dem Ausspruch: "Du sollst nicht töten!" allein ist es jedenfalls nicht getan, weil die Bibel keine Aussage dazu trifft, wann genau ein Mensch als Mensch gilt. Meiner Ansicht nach spricht die Bibel eher dagegen, dass ein ungeborener Mensch als vollwertiger Mensch gilt.
Ich denke ohnehin, dass Abtreibung heutzutage eher eine politische denn eine moralische Frage darstellt, mit der sich bestimmte Leute positionieren und abgrenzen. Wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass Abtreibungen grundsätzlich vermieden werden sollten, heisst, dass wir nach einer Gesellschaft streben sollten, in der so etwas gar nicht nötig ist...
Wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass Abtreibungen grundsätzlich vermieden werden sollten, heisst, dass wir nach einer Gesellschaft streben sollten, in der so etwas gar nicht nötig ist...
Ja, das sehe ich auch so.
Ich denke, dass diese Fragen immer Einzelfallentscheidungen sind und sein müssen, weil hier viele, viele Seiten in eine Entscheidung hineinfließen. Zumal Pauschalität in im Grunde allen Bereichen immer der Tod von Kommunikation und einem Miteinander sind.
@suivant hi, zunächst denke ich das aus Christlicher Sicht bei dem Thema alle anderen Parteien mehr Angriffsfläche bieten.
Über 100.000 Abtreibungen im Jahr allein in Deutschland dürften Gott ein Greuel sein und anhand der Überalterung unseres Staates eine Dummheit.
Da ich katholisch bin beise ich mich nicht an einzelnen Bibelstellen fest, sondern an der Sichtweise welche sich aus der Tradition seit 2000 Jahren hier ergibt. Das ist dann Schrift plus Auslegung oder Verständnis der Christen.
Logisch betrachtet ist jede Grenze ein Kind vor der Geburt nicht als Mensch zu bezeichnen, pure Willkür. Man muss einem Mensch in einem frühen Stadium seine Menschlichkeit aberkennen. Anders kann man es nicht legitimieren.
Da man diese klare Grenze von Gott her nicht findet (also zum Beispiel bis zur 8 ten Woche oder was immer) geht man aus christlicher Sicht das Risiko ein, ein Mensch zu töten. Alleine deshalb müsste man theoretisch dagegen sein Abzutreiben auch als Nicht-katholischer oder Nicht - Orthodoxer Gläubiger.
Meine Meinung. Ich find's schlimm das in Deutschland aufgrund der Historie das ganze so leicht genommen wird.
Hi,
ich war mal so frei und habe die KI Antwort hinzugezogen. Ich selber schreibe noch was dazu.
Hier nun die KI Antwort:
- Keine Systematik: Die Bibel bietet keine geschlossene Ethik oder moderne rechtliche Bewertung zum Schwangerschaftsabbruch. [1]
- Gott als Schöpfer: Stellen wie Psalm 139 (wonach Gott den Menschen im Mutterleib kennt und webt) werden heute oft von Lebensgegnern zitiert, bezogen sich im Urtext jedoch meist auf Gottes allgemeine Allmacht und Vorsehung.
Meine Gedanken dazu.
Entweder gab es bei den Schreibern damals keine "Abtreibung" wie es im heutigen Sinne gibt. Also durch medikamentöse oder mechanische Methode. Oder, im Sinne Gottes, das er überhaupt nicht darüber nachgedacht hat, weil Leben für ihn Leben bedeutet und kein Wort darüber verschwenden muss. Dann kann man darüber nachdenken. Selbst Jesus sagte nichts dazu. Man weiß nur, er liebt Kinder.
Die allermeisten Abtreibungen entstehen aus egoistischen Motiven. Einige nur aus medizinischer Sicht. Da wäre, das Leben der Frau die wegen der Schwangerschaft bedroht ist. Viele andere treiben ab, weil das Kind durch eine Vergewaltigung entstand.
Für mich ein sehr schwieriges Feld.
@meriadoc Du schreibst:
„Die allermeisten Abtreibungen entstehen aus egoistischen Motiven. Einige nur aus medizinischer Sicht. Da wäre, das Leben der Frau die wegen der Schwangerschaft bedroht ist. Viele andere treiben ab, weil das Kind durch eine Vergewaltigung entstand.“
Woher stammt dein Wissen? Das würde mich ehrlich interessieren. Vollständig ist deine Auflistung aus meiner Sicht jedenfalls nicht…
Weil es nur wenige Fälle sind, wegen Vergewaltigung.
Die Abtreibungen wo ich mitbekommen habe waren weil man nicht zur Verantwortung stehen wollte oder kein weiteres Kind wollte. Man redet es sich schön, weil man sich sagt "was für ein Leben sollte man ihm bieten".
Was sagt Jesus? Ist Leben nicht mehr als Kleidung....
3* teils dämlicher vorehelicher Sex und 2* in der Ehe
Ich kenne Christen die haben sich für sehr viele Kinder entschieden und man kann sagen, Gott hat deren Leben trotz allen Schwierigkeiten versorgt und gesegnet.
Veröffentlicht von: @meriadoc@chai was ist deine Sicht?
vielleicht sind einige Tausende Abtreibungen aus Schutz entstanden.
Man will Jugendliche eben schützen. Trotzdem fatal.
Tja.
Ich denke an ein Gespräch vor vielen Jahren zwischen zwei ehemaligen Klassenkameradinnen.
Da waren beide schwanger (mindestens eine nicht ganz freiwillig) und dann entschieden deren Eltern, dass die Kinder nicht zur Welt kommen sollen. (Das war noch die Zeit, wo ein uneheliches Kind schlimmer war als heute)
Somit wurde diesen jungen Frauen praktisch zwei mal Gewalt angetan.
Bei erwachsenen Frauen würde ich sagen, dass es in erster Linie deren Entscheidung ist, mit der sie dann auch ihr weiteres Leben zurechtkommen müssen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Wobei ich persönlich der Ansicht bin, dass Abtreibungen grundsätzlich vermieden werden sollten, heisst, dass wir nach einer Gesellschaft streben sollten, in der so etwas gar nicht nötig ist...
Genau das ist der Punkt.
Wenn man eine Gesellschaft ohne Abtreibung will, muss man eine Gesellschaft aufbauen, in der Menschen nicht Bange haben müssen, Kinder in die Welt zu setzen. Wenn man sich die Gründe für Abtreibungen ansieht, liegen diese genau dort. Leider machen "religiöse Fundis" nicht gerade die Welt zu einem besseren Platz.
Für mich geht daher die Ablehnung von Abtreibung und die Entscheidungsfreiheit der Frau zusammen. Ein Einsatz für eine bessere Welt ist der Weg, um Abtreibungen zu verhindern oder zumindest zu minimieren. Wenn eine Frau in meinem Bekanntenkreis vor diesem Problem steht, würde ich, sofern sie mich nach Rat fragt, sie nach bestem Wissen und Gewissen dabei unterstützen, für sich die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn das für eine Abtreibung sein sollte, werde ich ihr da nicht reinreden.
Ich musste einmal im Rahmen einer Vorstandsarbeit über die Finanzierung der "Pille danach" entscheiden. Ich habe mich für die Enthaltung entschieden und das auch klar so kommuniziert, dass ich mich an der Entscheidung nicht beteiligen werde, da es überhaupt nicht mein Recht ist, die Gründe der Frau zu beurteilen.
dass ich mich an der Entscheidung nicht beteiligen werde, da es überhaupt nicht mein Recht ist, die Gründe der Frau zu beurteilen.
Grundsätzlich liegt die letzte Entscheidung bei der Frau. Trotzdem ist es eine Entscheidung darüber, ob ein Mensch leben wird oder nicht, und das halte ich schon für schwerwiegend genug, um hier und da auch einmal zu widersprechen.
Ich hatte hier im Forum ja schon einmal den Fall einer Frau geschildert, die bereits Töchter hatte und sich einen Sohn wünschte. Als das nächste Kind dann auch eine Tochter gewesen wäre hat sie sich zur Abtreibung entschieden. Kurz darauf war sie wieder schwanger, diesmal mit dem gewünschten Sohn.
Das ist eine Einstellung, die ich einfach nicht gutheissen kann. Aber das gehört für mich auch zu den Rahmenbedingungen einer Gesellschaft, etwa dass wir alle Geschlechter gleich viel wertschätzen und so etwas keine Rolle spielen sollte.
Und natürlich bleibt die Sache schwierig. Ich kann dem Sohn, der inzwischen wohl in die Schule gehen wird, auch nicht an den Kopf werfen: "Du hättest eigentlich gar nicht geboren werden sollen, sondern deine abgetriebene Schwester!".
Die Situation ist jetzt halt so wie sie ist, und stattdessen ist da jetzt ein anderes Kind willkommen.
Dass aber über das Thema geredet werden sollte, das denke ich schon... und es ist nicht allein ein Frauenthema.
Ärgerlich ist es nur dann, wenn Menschen einseitig aggressive Positionen vertreten und sich weigern, auch andere Perspektiven zuzulassen.
Du bist mit dieser von dir beschriebenen Frau wohl von einem sehr krassen Fall geprägt worden. Da fehlen mir bei dieser Frau auch die Worte, geht gar nicht.
Wenn du aber schon von einseitigen Sichtweisen redest, die begegne ich hier im Forum auch, unter anderem bei dir.
Ich erzähle meine Geschichte hier im Forum nicht zum dritten Mal, wird sowieso von dir nicht gelesen.
ich bin hier dann mal raus.
Du bist mit dieser von dir beschriebenen Frau wohl von einem sehr krassen Fall geprägt worden. Da fehlen mir bei dieser Frau auch die Worte, geht gar nicht.
Mir ist auch klar, dass das kaum typisch ist und die Frau eine große Ausnahme darstellt. Es ist halt ein Beispiel, wo ich schwer sagen kann, dass mich das nichts angeht... auch wenn man am Ende natürlich nichts machen kann.
Ich erzähle meine Geschichte hier im Forum nicht zum dritten Mal, wird sowieso von dir nicht gelesen.
Klar... besser Dinge unterstellen und Nichts schreiben, bevor ich dich noch positiv überrasche und du womöglich noch umdenken musst. Das wäre ja anstrengend...
Es geht hier nicht um umdenken, es geht hier um die Erweiterung der eigenen Perspektive. Damit habe ich persönlich echt keine Probleme.
Mühsam wird die Teilnahme an einer Diskussion dann, wenn man das Gefühl bekommt, dass der eigene Beitrag keinen Einfluss auf den Verlauf der Diskussion hat. Und so ein Gefühl entsteht dann, wenn keine Reaktion „sicht- oder merkbar“ ist, und starre Sichtweisen einfach weiter verkündet werden.
Macht mir so keine Freude, aber ist natürlich auch irgendwie „Forum-bedingt“.
Mühsam wird die Teilnahme an einer Diskussion dann, wenn man das Gefühl bekommt, dass der eigene Beitrag keinen Einfluss auf den Verlauf der Diskussion hat. Und so ein Gefühl entsteht dann, wenn keine Reaktion „sicht- oder merkbar“ ist, und starre Sichtweisen einfach weiter verkündet werden.
Das passiert mir hier im Forum ständig, dass Beiträge, die ich eigentlich für bemerkenswert und wichtig halte, komplett ignoriert werden. Liegt halt daran, dass andere Leute andere Schwerpunkte setzen. Oder vielleicht wollten sie auch antworten, haben den Beitrag dann aber wieder aus den Augen verloren. Geht mir auch oft so mit Beiträgen, über die ich selber erst mal nachdenken muss.
Also, da kann es viele Gründe geben, und die müssen nichts mit der Person selber zu tun haben. Sorry also wenn du dich an irgendeiner Stelle übergangen gefühlt hast, da war keine böse Absicht dabei.
Das passiert mir hier im Forum ständig, dass Beiträge, die ich eigentlich für bemerkenswert und wichtig halte, komplett ignoriert werden.
Auf die Idee, daß es bewusst darum gehen könnte, von einer unkonstruktiven Richtung herunter zu kommen, kommst du auch nicht. 😐
lg Tatokala
Auf die Idee, daß es bewusst darum gehen könnte, von einer unkonstruktiven Richtung herunter zu kommen, kommst du auch nicht.
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Nein. Ich mache mir Gedanken über Antworten, nicht über Antworten die nicht gegeben werden. Wenn ich da auch noch anfange darüber zu grübeln, warum jemand nicht antwortet, dann mache ich mich doch nur selbst verrückt.
Wenn jemand meine Antwort unkonstruktiv findet, mir das aber nicht mitteilt, dann war ihm diese Mitteilung anscheinend nicht wichtig.
Und dann muss ich mir auch keine Gedanken drum machen.
Veröffentlicht von: @lucan-7Auf die Idee, daß es bewusst darum gehen könnte, von einer unkonstruktiven Richtung herunter zu kommen, kommst du auch nicht.
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Nein. Ich mache mir Gedanken über Antworten, nicht über Antworten die nicht gegeben werden. Wenn ich da auch noch anfange darüber zu grübeln, warum jemand nicht antwortet, dann mache ich mich doch nur selbst verrückt.
Wenn jemand meine Antwort unkonstruktiv findet, mir das aber nicht mitteilt, dann war ihm diese Mitteilung anscheinend nicht wichtig.
Und dann muss ich mir auch keine Gedanken drum machen.
Nun ja - es ist ja Dein Argument, dass man nicht antworten soll, wenn man nicht in eine Diskussion mit Dir geraten will.
Entsprechend schluckt man dann halt manchmal eine gern gegebene Antwort runter.
Nun ja - es ist ja Dein Argument, dass man nicht antworten soll, wenn man nicht in eine Diskussion mit Dir geraten will.
Entsprechend schluckt man dann halt manchmal eine gern gegebene Antwort runter.
Richtig. Mache ich ja auch so.
Und ich erwarte auch nicht, dass Leute jetzt darüber nachdenken, warum ich nicht antworte. Wo soll das denn auch hinführen...?
Wenn die Frau um Rat fragt, kann man sicher seine Position dazu nahebringen, aber wenn man nicht gefragt wird, hat man sich meiner Meinung nach aus diesem Bereich rauszuhalten.
Spätestens dann wenn es das eigene Kind ist, das da abgetrieben werden soll, wird man sich da wohl kaum raushalten können. Auch wenn ich selber nie in der Situation war erscheint mir der Gedanke jedenfalls unerträglich.
Veröffentlicht von: @lucan-7Spätestens dann wenn es das eigene Kind ist, das da abgetrieben werden soll, wird man sich da wohl kaum raushalten können.
So hat sich die Diskussion hier aber bisher nicht angehört.
Und gerade hier bei dieser Diskussion sind es hauptsächlich Männer, die gern von 'Ausreden' und 'Egoismus' der betroffenen Frauen reden.
Und gerade hier bei dieser Diskussion sind es hauptsächlich Männer, die gern von 'Ausreden' und 'Egoismus' der betroffenen Frauen reden.
Wer der Ansicht ist, dass bei einer Abtreibung ein Mensch ermordet wird, kann wohl auch kaum anders argumentieren als der betroffenen Frau niederste Motive vorzuwerfen. Das bedingt sich quasi gegenseitig.
Leider fehlt bei der ganzen Geschichte auch die objektive Grundlage. Es ist letztlich mehr oder weniger willkürlich, ab wann genau man einen Menschen als solchen betrachtet. Somit bleibt es auch eine sehr subjektive Einschätzung der Situation.
Klar ist auch, dass sich wohl die meisten Frauen mit so einer Situation nicht leicht tun werden... aber manche eben doch. Ich weiß auch von Frauen, die mit größter Selbstverständlichkeit eine Abtreibungspille einwerfen, sobald sie fürchten, schwanger geworden sein zu können. Da passt das Kind halt nicht in die eigene Lebensplanung.
Ist das egoistisch? Sicherlich. Aber ist es auch verwerflich? Das ist wieder eine völlig subjektive Wertung.
Die Bibelstelle bezieht sich nicht auf Abtreibung. Sie bezieht sich darauf, das Gott den Menschen im Mutterleib sieht und kennt.
Jeremia 1,5 sagt uns, dass Gott uns kannte, bevor er uns im Mutterleib entstehen ließ.
Man kann also sagen. Man tötet das Leben was Gott sieht und kennt.