Das Gleichnis von den Talenten
Ich frage mich schon seit einiger Zeit wie das Gleichnis von den Talenten in Matthäus 25, Vers 14 - 30 gemeint ist. Talent war übrigens ursprünglich ein Ausdruck für einen großen Geldbetrag. Das Talent heute auch Begabung bedeutet, liegt daran weil schon früher das Gleichnis so interpretiert wurde, dass die Talente in den Gleichnis für Begabungen stehen und so kam das Wort Talent für Begabung in den Sprachgebrauch. Jesus könnte allerdings auch etwas anderes mit den Talenten (in einer anderen Übersetzung Zentner) gemeint haben zum Beispiel das Evangelium.
Wenn Begabungen gemeint sind, sagt das Gleichnis dann aus, dass wir sie für das Reich Gottes nutzen sollen, oder auch dass wir sie allgemein nutzen sollen und was aus unseren Begabungen machen sollen?
Was ist mit 'auf die Bank bringen gemeint'?
Könnte mit den Talenten auch Jugend und Chancen gemeint sein. Versündigt man sich nach den Gleichnis sogar wenn man nicht aktiv nach einen Mann sucht und noch bei den Eltern wohnt?
Der dritte Knecht sagt, er habe sein Talent verborgen weil er Angst hat, aber sein Herr bezeichnet ihn als faul und böse, wieso sagt er das? War die Angst nur vorgeschoben und der Herr weiß das? Wenn der Knecht wirklich Angst hatte, ist es nicht etwas ungerecht, dass der Knecht für etwas bestraft wird was er aus Angst tut? Bedeutet seine Angst wenig Gottvertrauen und wird er deshalb für sein fehlendes Vertrauen in Gott bestraft?
In 1. Petrus 4 Vers 10 schreibt Petrus:
...je nachdem ein jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dienet einander damit als gute Verwalter der mancherlei Gnade Gottes. Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, auf das in allem Gott verherrlicht werde durch Jesum Christum,..
Vielleicht sind diese Worte auf das Gleichnis bezogen. Petrus hat Jesus das Gleichnis ja selbst sagen hören und Jesus hat seinen Jüngern alle Gleichnisse erklärt, wenn er mit ihnen allein war. Vielleicht bin ich dumm aber meine Fragen sind mir dadurch immer noch nicht beantwortet und ich weiß immer noch nicht, ob ich mich versündigt habe, als ich aus Angst eine Ausbildung nicht begonnen habe.
Wie versteht ihr das Gleichnis? Was denkt ihr, wollte Jesus uns damit sagen?
Ich wäre euch dankbar wenn ihr euch, bevor ihr antwortet, das ganze Gleichnis noch mal durchlest.
Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten.
Wenn Begabungen gemeint sind, sagt das Gleichnis dann aus, dass wir sie für das Reich Gottes nutzen sollen, oder auch dass wir sie allgemein nutzen sollen und was aus unseren Begabungen machen sollen?
Im Gleichnis soll das Geld so eingesetzt werden, dass ein Gewinn erzielt wird, den der Firmenchef am Ende erhält.
Also so einsetzen, dass „Gott etwas davon hat“. Ausbreitung des Evangeliums, mehr Gerechtigkeit und Gottesfurcht, oder so ähnlich. Ich würde mich da nicht zu sehr festlegen wollen.
Was ist mit 'auf die Bank bringen gemeint'?
Je nach Übersetzung steht da auch was Anderes, gemeint ist immer eine risikoarme Anlage, die immerhin Zinsen bringt. Also so was wie ein Sparbuch (bei den damals üblichen Silbermünzen gab es das Problem der Inflation nicht).
Bringt nicht viel, aber immer noch besser als das Geld vergraben.
Versündigt man sich nach den Gleichnis sogar wenn man nicht aktiv nach einen Mann sucht und noch bei den Eltern wohnt?
Das finde ich schon etwas weit hergeholt. Zumal Ledige auch Chancen haben, die Verheiratete nicht (mehr) haben, weil sie weniger flexibel sind.
Zwischen den Zeilen lesen ich die Frage, ob es richtig ist, den Eltern so lange auf der Tasche zu liegen (wollte jemand, der dir die Frage stellte, darauf hinaus?). Das hängt natürlich von den jeweiligen Umständen ab …
aber sein Herr bezeichnet ihn als faul und böse
… und begründet das damit, dass minimaler Aufwand und (fast) kein Risiko (also das »Bankkonto«) mindestens Zinsen gebracht hätte. Bei damals eher geringen 7% immerhin eine Verdoppelung in 10 Jahren.
Denkfaul, zu faul zur »Bank« zu gehen, oder doch böse?
Vielleicht bin ich dumm
Du klingst nicht dumm.
Veröffentlicht von: @hkmwkVersündigt man sich nach den Gleichnis sogar wenn man nicht aktiv nach einen Mann sucht und noch bei den Eltern wohnt?
Das finde ich schon etwas weit hergeholt. Zumal Ledige auch Chancen haben, die Verheiratete nicht (mehr) haben, weil sie weniger flexibel sind.
Zwischen den Zeilen lesen ich die Frage, ob es richtig ist, den Eltern so lange auf der Tasche zu liegen (wollte jemand, der dir die Frage stellte, darauf hinaus?). Das hängt natürlich von den jeweiligen Umständen ab …
Ich habe eine Arbeit deshalb liege ich meinen Eltern nicht auf der Tasche. Aber ich wohne zurzeit wieder bei meinen Eltern. Das war eigentlich für kurzfristig gedacht. Aber ich merke langsam, dass ich eigentlich gar nicht mehr ausziehen möchte aus verschiedenen Gründen. (Es ist weniger einsam, ich könnte mir nur eine kleine Wohnung, die wahrscheinlich keine Spülmaschine hat, leisten etc.) Es ist nur so, dass mein Leben zurzeit etwas leer zu sein scheint und ich denke mir vielleicht würde Gott wollen, dass ich mehr aus meiner Zeit mache.
Könnte Geld auf die Bank legen z.B. meinen, dass man Missionare oder Gemeinden finanziell unterstützt?
Ich hatte den Verdacht, dass du in der Frage weitergibst, was Andere zu dir gesagt haben. Und schon vermutet, dass du deinen Eltern nicht auf der Tasche liegst.
Ob du bei deinen Eltern bleiben sollst, weiß ich nicht, hat wohl auch Nichts mit der Auslegung des Gleichnis zu tun.
Mehr aus deiner Zeit machen ist sicher eine gute Idee. Vielleicht in deiner Gemeinde (mehr) mitarbeiten, oder eine christliche Initiative unterstützen …
Am Besten betest du um Gottes Führung.
Könnte Geld auf die Bank legen z.B. meinen, dass man Missionare oder Gemeinden finanziell unterstützt?
Dafür würde ich andere Vergleiche aus der Bibel benutzen, z.B. Gott Geld leihen 😉
Aber auch da kann ich nur abstrakt reden und nichts Konkretes vorschlagen …
Ich fang mal mit dem für mich am offensichtlichsten an.
Könnte mit den Talenten auch Jugend und Chancen gemeint sein. Versündigt man sich nach den Gleichnis sogar wenn man nicht aktiv nach einen Mann sucht und noch bei den Eltern wohnt?
Nein, ich glaube das kannst du ausschließen, denn hier geht es um Sachen, die dir von Gott mitgegeben wurden.
Er hat ja seine Güter unter seinen Knechten aufgeteilt, also alles was er hatte, einem jedem nach seiner Kraft. Also sind die Knechte jetzt für seine Güter zuständig. Das hat für mich nichts mit „sich einen Mann suchen“ inhaltlich zu tun.
Was ist mit 'auf die Bank bringen gemeint'?
Vermutlich etwas, das am wenigsten mit Mühe deinerseits verbunden ist.
Wenn du dein Geld auf die Bank bringst, dann wird es ja mehr, ohne dass du etwas dafür tun musst (ausser es dahin zu bringen).
Für mich heisst das, das man mit allem, wofür man verantwortlich ist im Leben, es zumindest so handhaben soll, dass es was bringt. Das bedeutet zum einen, dass man sich im Klaren darüber ist, was man hat (kann) und zum anderen, dass man das so einsetzt, dass es nicht so ist, als wäre es gar nicht vorhanden (in der Erde verbuddelt).
Wenn Begabungen gemeint sind, sagt das Gleichnis dann aus, dass wir sie für das Reich Gottes nutzen sollen, oder auch dass wir sie allgemein nutzen sollen und was aus unseren Begabungen machen sollen?
Das Reich Gottes ist ja nichts Äusseres, es ist „innwendig in dir“, soll heissen: was auch immer du tust, bist du dabei innerlich im Reich Gottes (=> in der Liebe zu dir selbst, zu deinem Nächsten, zu Gott, innerhalb Jesus Gebote), dann ist es automatisch für das Reich Gottes, was du tust.
Der dritte Knecht sagt, er habe sein Talent verborgen weil er Angst hat, aber sein Herr bezeichnet ihn als faul und böse, wieso sagt er das? War die Angst nur vorgeschoben und der Herr weiß das? Wenn der Knecht wirklich Angst hatte, ist es nicht etwas ungerecht, dass der Knecht für etwas bestraft wird was er aus Angst tut? Bedeutet seine Angst wenig Gottvertrauen und wird er deshalb für sein fehlendes Vertrauen in Gott bestraft?
Mit Angst vor Gott und der Angst, etwas falsch zu machen, kannst du mit den Sachen, die deiner Verantwortung obliegen nicht wirklich sinnvoll was anfangen. Das heisst, mit Vertrauen darauf, dass die Sachen, die du kannst (das ist dir von Gott gegeben) auch sinnvoll/ gewinnbringend für Gott einsetzen kannst.
Die Angst ist vermutlich real, nicht vorgeschoben. Hinter der Angst steckt aber das Bild eines ungerechten Gottes, für den er nicht arbeiten/ sich einsetzen möchte, deshalb „faul und böse“.
Erstens denkt er etwas „böses“ über Gott und zweitens, verweigert er seine Arbeitsleistung, sprich „faul“.
Vielleicht bin ich dumm aber meine Fragen sind mir dadurch immer noch nicht beantwortet und ich weiß immer noch nicht, ob ich mich versündigt habe, als ich aus Angst eine Ausbildung nicht begonnen habe.
Dass du Fragen stellst, ist nicht dumm…das ist eine weit verbreitete Fehleinschätzung.
Ob die Ausbildung für dich das richtige ist, kann dir hier wahrscheinlich niemand beantworten, dazu fehlen zu viele Informationen. Selbst wenn man sich persönlich kennt, ist die Ausbildungswahl nicht immer einfach zu beurteilen.
Das kann auch ein längerer Prozess sein, bis man für sich herausgefunden hat, welchen Schritt man als nächstes gehen möchte.
Dabei hilft dir, soviel Vertrauen wie möglich in dich selbst zu haben…nicht soviel, dass es in der Selbstüberschätzung landet, aber doch genug, um keine Angst vor Fehlern, Versagen, Konflikten in der Familie, falsche Richtung usw. zu haben. Das
Wie versteht ihr das Gleichnis? Was denkt ihr, wollte Jesus uns damit sagen?
Mit diesem Gleichnis will Jesus auf verschiedenen Ebenen etwas sagen. Das ist nämlich das tolle an den Gleichnissen, dass sie für viele Situationen zu passen scheinen, je nachdem wo man sich gerade im Leben befindet.
Das oben Geschriebene bezieht sich ja zB eher auf die Bedeutung der Talente (Berufung, Kompetenzen) und er will damit schon sagen, dass die Angst vor Gott und das böse Bild von Gott den Knecht (uns) daran hindert, unser Leben sinnvoll und „im Geist Gottes“ zu leben. Also mit dem Bewusstsein, dass wir für ihn arbeiten.
Aber auf einer anderen Ebene sagt Jesus aber auch damit: je mehr Vertrauen du in Gott hast, umso mehr wird dein Vertrauen zu ihm wachsen (die Knechte bekommen bei der Rückkehr ihren Einsatz verdoppelt). Wenn du kein Vertrauen zu ihm hast und denkst, er ist ungerecht, hart und „gewinnorientiert“, dann verlierst du auch noch den letzen Rest an Vertrauen.
Wenn ich mir das Gleichnis heute anschaue, ist allen die Rollenverteilung klar. Hier Herr, dort Knechte, also aufs heutige Leben bezogen Chef und Arbeiter.
Der Chef gibt vor, was zu tun ist, in diesem Fall beauftragt er seine Arbeiter damit, einen bestimmten Geldbetrag nach ihrem Können zu verwalten. Alle bis auf einen Arbeiter scheinen das zu akzeptieren und tun etwas um Gewinn zu erzielen. Als Begründung gibt der letzte an, er hätte Angst gehabt und überhaupt sei sein Chef unfair, weil dieser Nutzen von der Arbeit anderer hätte.
Der Chef erkennt, dass der Arbeiter keinen Bock hatte, etwas zu tun für seinen Lohn und sich einfach nur rausreden will.
Ich verstehe das Gleichnis inzwischen in Bezug auf jemanden, der Erlösung wünscht, aber keine Lust darauf hat, eine wirkliche Beziehung mit Jesus zu haben und sein Leben wirklich ihm zu überlassen, sich nicht verändern lassen will. Man will das haben, was der Chef einem als Lohn anbietet, ist aber nicht bereit, den „Vertrag“ einzuhalten. Und das, was Gott einem mit der Erlösung schenken will, vergräbt man in seinem Inneren und lässt es im Verborgenen ohne es zu gießen und zu pflegen, es zu nähren zu lassen. Man bleibt eigentlich so, wie man vorher war
Die Bank mit Zinsen wäre vielleicht das Vertrauen darauf, dass Gott durch seinen Geist in einem wirken kann, entgegen aller Umstände, Schwachheit und Ängsten kombiniert mit der Bereitschaft das Wirken Gottes auch zuzulassen.
Sich gedanklich mit seinem Leben auseinanderzusetzen, seine Ziele zu definieren, nach Gottes Willen zu fragen, sehe ich generell als gut an. Es gibt dem Sein mehr Erfüllung, finde ich, wenn man sein Leben versucht nach Gottes Willen auszurichten.
Die Grundlage ist aber zu begreifen, wie sehr Gott dich liebt und was Jesus für dich getan hat. Gott meint es gut mit dir!
Wer das wirklich begriffen hat, so behaupte ich mal, wird nur sehr schwer mit dem untreuen Knecht in Verbindung gebracht werden können.
Sei gesegnet!
Bibeltext: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an; 15 dem einen gab er fünf Zentner[1] Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und ging außer Landes.
Gott erwartet unsere Mitarbeit - und zwar im Rahmen unserer Möglichkeiten. Nicht mehr und nicht weniger!
Deshalb vertraut er uns einiges an, aber immer mit Blick auf unsere persönliche Belastbarkeit.
Wer viel tragen kann (und von wem er vieles erwartet), der bekommt viel anvertraut (oder "aufgebürdet"), nach dem Motto "starke Schultern können viel tragen". Und wer schwach ist wird nicht zu stark belastet - und Gott verlangt von ihm auch keine übermenschliche Leistungen.
Bibeltext: ...der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu.
Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.
Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten und seine Gaben. Entscheidend ist nicht in erster Linie das Ergebnis unserer Bemühungen,
sondern, dass wir uns überhaupt bemühen! So ist es nicht entscheidend, ob wir mit unserem Glauben und Lebensstil 2 Menschen überzeugen und gewinnen oder 5, entscheidend ist, dass wir uns nicht verstecken, unauffällig verhalten, unseren Glauben verleugnen, also den anvertrauten Schatz verbergen und unsere Talente ungenutzt lassen.
Der dritte Knecht sagt, er habe sein Talent verborgen weil er Angst hat, aber sein Herr bezeichnet ihn als faul und böse, wieso sagt er das?
Der dritte Knecht war nicht nur ängstlich, sondern darüber hinaus auch faul und dumm.
Er erkennt zwar seinen Herrn an, ist aber weder bereit, sich offen gegen seine Forderungen zu stellen ("Chef, du verlangst da etwas, was ich einfach nicht leisten kann, weil meine Leistung vor dir ohnehin nicht zählt") noch ist er bereit, sich wenigstens zu bemühen, sondern er wählt den Weg des Duckmäusers ("Mund halten, still sein, wegducken - und hoffen, dass alles einigermaßen gut geht").
Was ist mit 'auf die Bank bringen gemeint'?
Ich sehe das eher als rhetorische Bemerkung. Man könnte aber auch weiter ausholen, auch ohne es theologisch zu sehr zu abstrahieren: Alles, was Gott einem Menschen gibt (zu Gute kommen lässt), vertraut er ihm absolut und unmittelbar an.
Hätte der dritte Knecht gleich zu Anfang gesagt, dass er die Verantwortung nicht will oder nicht übernehmen kann, dann hätte Gott die ihm anvertrauten Gaben anderen Menschen übergeben können. So aber war der "faule" Knecht zwar zu konfliktlosen, einfachen Zeiten mit dabei, aber als es ernst wurde, als von ihm etwas erwartet wurde, da war er nicht bereit. Also war der "Zentner", den ihm Gott anvertraute, letztlich verloren....
Könnte mit den Talenten auch Jugend und Chancen gemeint sein.
"Könnte" - ja, "Muss" aber nicht. In der Jugend steckt eine Chance, aber auch in jedem anderen Lebensabschnitt.
Versündigt man sich nach den Gleichnis sogar wenn man nicht aktiv nach einen Mann sucht und noch bei den Eltern wohnt?
Nee - wirklich nicht! Diese Überlegungen sind mir wirklich zu weit hergeholt, das gibt der Text absolut nicht her.
... meine Fragen sind mir dadurch immer noch nicht beantwortet und ich weiß immer noch nicht, ob ich mich versündigt habe, als ich aus Angst eine Ausbildung nicht begonnen habe.
Diese Frage wird dir hier niemand beantworten können.
Wir wissen zu wenig von dir, von deiner geplanten (und nicht begonnenen) Ausbildung und deinem persönlichen Umfeld.
Aber ich fürchte, dass du dich hier etwas zu sehr "verrennst", in dem du deine momentane Lebenssituation zu stark auf dieses Gleichnis beziehst.
Ansonsten: Menschen "versündigen" sich permanent, immer wieder und immer wieder neu!
Aber das ist nun mal menschlich - und deshalb dürfen wir uns über Gottes Gnade freuen.
Und schon dadurch, dass du darüber nun grübelst, dir Gedanken machst und wohl auch eine Menge Gewissensbisse mit dir rumschleppst, unterscheidest du dich ganz erheblich von dem im Gleichnis genannten "faulen, nichtsnutzigen Knecht"
Dir wünsche ich Gelassenheit und Gottes Segen"
LiGrü
Dschordsch
Ich denke nicht, dass um Funktionieren in der Gesellschaft und angepasst sein geht, sondern um eine innere Einstellung, dass das Wenige was man hat, Früchte bringen kann. Auch wenn es nicht viel ist, kann man seinen Talenten Raum zum Wachstum geben und muss sie nicht verstecken. Dieses Gleichnis kann doch eigentlich Mut machen, dass aus wenig mehr werden kann und dann noch mehr, bis hin zu viel und reichlich, finde ich, auch im Hinblick auf Glauben und Gottvertrauen.