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Der Herr ist mein Hirte

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Seidenlaubenvogel
Themenstarter
Beiträge : 1063

Psalm 23 - Der gute Hirte
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

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152 Antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Danke für den Beitrag. Wie schön ist es diesen Psalm langsam zu lesen, den Wahrheitsgehalt mit dem vergangenen Jahr zu vergleichen.

Und wie schön und tröstlich ist es doch, das Christi Nachfolger mit diesem Psalminhalt in das Jahr 2019 gehen dürfen.

Es sei jedem Leser das offene Auge und Herz für den Abgleich dieses Psalms und dem Nachfolgealltag gewünscht.

Gelobt sei der Name des Herrn.

Anonymous antworten
1 Antwort
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

langsam lesen
bekanntes, vertrautes bewusst sehen und schmecken...

danke dir, das will ich mir als haltung fürs bibel lesen 2019 versuchen zu bewahren.

seidenlaubenvogel antworten


Deborah71
Beiträge : 17879

Das Geheimnis Davids... er fürchtete sich nicht und wusste sich in der Liebe Gottes geborgen.

Mein Versuch, den Schwerpunkt gestalterisch sichtbar zu machen.
1-4 der Hirte geht voraus
5 der Hirte ist dabei
6-9 der Hirte bildet die Nachhut
😊

Das entspricht für mich der Vorstellung der Wolkensäule bei Tag und der Feuersäule bei Nacht beim Auszug aus Ägypten.

1# Ein Psalm Davids. (=des Geliebten)

.....2# Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

......3# Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.

.......4# Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

........5# Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

.......4# Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

......3# Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

.....2# Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,

1# und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

deborah71 antworten
4 Antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

Ja, Er ist bei uns. Und bei all den Bildern ist es dennoch fast unfassbar, einen Blick dafür zu haben.
Er ist bei dir, bei mir - genau jetzt und immerdar. ❤

Und auch bei dir
Und bei dir.
Bei dir.
...

seidenlaubenvogel antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Von dem Gesichtspunkt habe ich's auch noch nicht gesehen. Danke dafür.
Was mir groß geworden ist in dem Psalm:
Ab Vers 4 geht David vom Er zum Du über, von der Betrachtung über den guten Hirten zum Gespräch mit Ihm. 😊 Und das geschieht gerade dort im finstern Tal, im Tal der Todesschatten.

Interessant sind auch die Hintergründe aus der Praxis des Hirten:
Vers: Du salbest mein Haupt mit Öl.
Was hat ein Schafkopf mit Öl zu tun? Nun, die Hirten im Orient bestrichen den Kopf des Schafes mit Öl, um ihn vor Fliegen zu schützen. Ist das nicht ein treffendes Bild für den Heiligen Geist, der Schutz bietet vor den lästigen Fliegen finsterer Gedanken. Da fällt mir gleich der Helm des Heils aus Epheser 6 dazu ein. Ich glaube, Du schriebst, dass der Helm kein löchriges Sieb sein darf.
Oder der Stab - da steht nicht: "Dein Stecken und Stab schlagen mich", nein, sie "trösten mich." Wenn das Schaf den Stab des Hirten sah, wusste es: Der Hirte ist in der Nähe. Ich brauche mich nicht zu fürchten.
Oder Vers 5: "Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde." Da sehe ich das Schaf im Schafstall, wo es sicher geborgen ist, während draußen die Feinde - wilde Tiere, Räuber, etc. - herumschleichen. Wir dürfen doch auch im Schafstall, in unserem guten Heiland Jesus Christus sicher geborgen sein, während der brüllende Löwe draußen lauert. Solange wir drin sind, kann uns nichts passieren.

Deshalb wollen wir sagen:
"ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." Halleluja!

turmfalke1 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17879

Danke für deine wundervolle Ergänzung 😊

Der Wechsel zum Du war mit bislang entgangen.... ganz feine Findung!

und des weiteren..... ich bin be-geist-ert 😀

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Deshalb wollen wir sagen:
"ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar." Halleluja!

Amen 😊

deborah71 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Freut mich.
Ich habe viele Gedankenanstöße bei Hans-Peter Royer gefunden (vom Er zum Du) sowie in einem Bibelgarten, wo die Hintergründe sehr schön erklärt worden sind. Man muss sich's nur verinnerlichen. 😊 Und damit - Ihn verinnerlichen.

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
Beiträge : 353

Lieber Seidenlaubenvogel!

Soll bzw. darf ich hier mitdisk.?
Meine Ansicht zu der Textstelle kennst du bereits...ich will dir deinen Thread nicht verderben.

servus
kahei2

kahei2 antworten
78 Antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @kahei2

Soll bzw. darf ich hier mitdisk.?

Zwar bin ich nicht die TE, aber da wir uns hier in keinem der Christen reservierten Unterforen ("Jesus nachfolgen"/"Mit Gott erlebt") befinden, gibt es keinen Grund, warum es dir verwehrt sein sollte, hier deine Meinung zu äußern.
Ich wüsste auch nicht, warum irgendeine Meinung dazu angetan sein sollte, einen Thread zu "verderben", solange sie sachlich und respektvoll vorgetragen wird.

suzanne62 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

Lieber kahei2,

natürlich bist du hier willkommen. Gedanklich gehörst du sozusagen ins Geleitwort, auf das ich verzichtet habe. Du warst es doch der mich auf das Kantige in Psalm 23 aufmerksam gemacht hat. Und es bleibt wohl leider kantig /sperrig, für den der nicht glaubt. Weiter unten habe ich mich ja mit einer Auseinandersetzung versucht. Als Schaf /Kind Gottes ist mir mein Ansatz stimmig. Dich wird er - so befürchte ich - zurecht (?) nicht überzeugen. Es macht einen Unterschied, ob ich mich Gott glaubend oder in-Frage-stellend nähere. Was sich dem Gläubigen erschließt, wird dem Hadernden vermutlich immer ein Rätsel/ ein nicht klärbarer Widerspruch bleiben.
Ich kann Leben nicht ohne Gott denken - erlebe, deute und verstehe daher aus dem Glauben heraus. Du kannst nicht glauben, ohne alles ausreichend verstanden zu haben und erlebst, deutest und verstehst ohne Gott wahrhaft mit einbeziehen zu können. Es ist eine Sache der Perspektive. ... das fällt auch bei Psalm 23 auf. "Der Herr ist mein Hirte" - so der Beginn. Nicht - "Ich bin Gottes Schaf". Als was /wen siehst du dich Kahei? Und wie siehst du dich Gott gegenüber verortet?

Auf einen guten Austausch in 2019
Und rückblickend danke für all deine bisherigen Impulse!

Die Seidenlaubenvogel

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353

Liebe(r) SLV.!

(Nun, ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, ob ich hier schreiben soll, es mögen sich manche an meinen Ansichten stoßen.

Zum Text:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Da mag für David zutreffen, dazu kann ich nichts sagen.
Der Text wird aber gerne für alle Christen herangezogen und da muss ich schon anmerken, dass er nicht stimmig ist, denn:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
ist im tägl. Leben unzutreffend, denn der Mängel gibt ja viele -auch für Christen.

Du schreibst:
Ist dieser Mangel von Gott?
Ist er hausgemacht? Haben ihn Menschen zu verantworten?

Ich weiß es nicht, ich weiß nur Gott hat die Welt SO geschaffen...von Paradies keine Spur (mehr).

Du schreibst weiter:
Kriege, Hunger, Krankheit, Leid - Not und Tod. Enttäuschungen, Scheitern, Versagen, Verzweiflung - Erschütterung und Absturz.
In alledem - der Herr als Hirte und in Ihm kein Mangel?
Ja, denn Gott versorgt uns und wir sind Ihm wichtig. Immer.

Immer? Ich habe eine andere Lebenserfahrung...manche Menschen versorgt er keineswegs.

Du schreibst weiter:
Er schenkt, versorgt, tröstet, heilt.
Er gibt - nicht immer offensichtlich. Aber Er ist da für uns.
Er nimmt sich unser an. Uns wird nichts mangeln. Er ist bei uns.

Nein, er ist nicht immer da, deshalb erleiden wir Mängel.

Obige Textstelle ist also nicht stimmig.....(wenn man's genau durchliest ist auch eine Widerspruch enthalten).

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Du kannst nicht glauben, ohne alles ausreichend verstanden zu haben und erlebst, deutest und verstehst ohne Gott wahrhaft mit einbeziehen zu können.

"Ausreichend verstehen" würde ich gar nicht sagen aber wenn ich einen Text lese, der mit den Fakten nicht übereinstimmt, dann stört mich das.
(Das ist so ähnlich wie bei:
"bittet und es wird euch gegeben werden",
das trifft auch nicht (immer) zu.

Wie gesagt: Christen leiden unter so manchen Mängel, so wie Nicht-Christen auch.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

was unstimmig erscheint. was unstimmig ist.
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Wie stimmig leben wir? Wie stimmig erleben wir?
... kann Stimmigkeit nur konstruiert werden? Und wie entscheidend ist dann unsere Perspektive?

Auch wenn du ausschließlich Psalm 23 betrachtest, dann ist doch dieser Text schon in sich nicht stimmig, hat Brüche, irritiert.
- auf rechter Straße geführt und wandernd im finsteren Tal?
- kein Unglück fürchtend, aber getröstet?
- kein Mangel und keine Furcht vor Unglück, aber Feinde?

Deine Aussagen will ich nicht weg reden. Ich will dir (fast) sogar zustimmen. 😉

1) Ja, Gott hat die Menschen SO geschaffen. Wir sind widerspenstig, anstrengend, mühsam, verdorben. Aber eben nicht nur. Warum ist der Mensch, wie er ist? Wer ist dafür verantwortlich - Gott, Gott allein, Gott und Mensch, Mensch allein? Bringt uns diese Frage weiter? Was bringt uns weiter? Was bringt mich weiter?
Mich bringt es weiter, mich mit mir auseinander zu setzen, an mir zu arbeiten, mich in Demut zu üben, mich zu lieben, mich zu achten und mich darin zu üben, meinem Nächsten stets! Liebe und Respekt zu erweisen. Mich bringt es weiter, mich Gott anzuvertrauen - im Gelingen, in Dankbarkeit, im Scheitern und im Frust. Mich hat es weiter gebracht, mit Gott zu ringen, zu (hinter)fragen und auch zu ringen. Nie hatte ich das Bedürfnis, Ihn komplett in Frage zu stellen. Am meisten bringt es mich weiter, Ihm in allem zu vertrauen und mein Unverständnis bei Ihm abzugeben. Wenn ich mich mit Gott "auseinandersetze", dann war früher meine Perspektive recht eng (für mich war offensichtlich, wie alles zu sein hat), nun ist meine Perspektive eine andere - sie lebt u.a. davon, dass es Gott gut mit uns (Christ wie Nicht-Christ) meint und sie ist unfassbar weit geworden.
Wenn wir Probleme mit unserem Gottesbild oder in unserem Glauben haben, dann liegt das aus meiner Sicht meist daran, dass wir Gott zu klein, zu menschlich denken. Das darf sein, Gott lastet uns das nicht an. Aber wir werden uns immer daran reiben, so lange bis es/ Er unsere Sicht verändert.

2) Menschen erleben Mangel. Und dennoch ist Gott da und nimmt den Mangel (nicht so klar und offensichtlich wie wünschenswert - das aber liegt in der menschlichen Verantwortung).
3) Von Gott keine Spur, auch das ist der Menschen Wahrheit. Doch es ist nicht Gottes Wahrheit.

Zu 2) + 3) später.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Zu 2) + 3) später.

Lass' dir Zeit....werde wahrscheinlich einige Tage nicht schreiben können.

Schönen Sonntag!

kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

zu 2)
2) Menschen erleben Mangel. Und dennoch ist Gott da und nimmt den Mangel (nicht so klar und offensichtlich wie wünschenswert - das aber liegt in der menschlichen Verantwortung).

Ich weiß, das gefällt dir nicht und du siehst darin einen Widerspruch in der Aussage: Mir wird nichts mangeln. Oder auch in: Wer bittet, dem wird gegeben. Mache ich mir etwas vor, wenn ich das für wahr halte? Konstruiere ich mir etwas zurecht? ... ja, letzteres stimmt wohl. Nur - so "funktioniert" der Mensch. Wir machen das die ganze Zeit. Wir leben, erleben, denken, erinnern und konstruieren. Was wissen wir schon von der Wirklichkeit? Was weißt du von dem, was war? Was weißt du, wer du bist? Was weißt du, wem du wer bist und wer wie zu dir steht? Du konstruierst es, es wird sich erweisen oder du wirst deine Sicht verändern.
Nichts anderes ist mein Erleben und Verstehen von Gott. Nur - das kann wohl nur der verstehen, für den Gott ist, war und sein wird - jetzt und immerdar. Du wünschst dir eine andere Reihenfolge, kann das sein? Erst wenn du Gott ergründet hast, bist du bereit an Ihn zu glauben. Und erst wenn die Bibel deiner stichhaltigen Prüfung standgehalten hat, kannst du sie für wahr halten. Du vertraust dir damit mehr als Gott. Macht das Sinn? Was genau ist es, dem du Vertrauen schenkst? Deinen Sinnen, deiner Logik? Und ist das, was ich glaube auch nur Ausdruck meiner Logik und dessen, was meine Sinne wahrnehmen? Ja, vermutlich ist es so. Den entscheidenden Unterschied sehe ich darin, dass ich Gott voraussetze als der, der ist/ war/ sein wird und du dagegen Gott gerne erst greifen/ fassen / erfassen möchtest, bevor du Ihm sein Sein zugestehst. Oder stellst du Gott an sich gar nicht in Frage und sind es nur die widersprüchlichen Aussagen der Bibel und der Christen und auch die ungerechte Welt voller Leid, die dich ins Fragen bringen?
Warum die Welt so ist, wie sie ist? ... mein Konstrukt: Wir sind hier um zu wachsen und zu lernen. Wir haben eine Bürde zu tragen, sind ihr aus eigener Kraft nicht gewachsen und dürfen genau dahin kommen, diese Bürde abzulegen und befreit leben und sterben - bereit werden für einen neuen Himmel und eine neue Erde, in der Gerechtigkeit wohnt.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Menschen erleben Mangel. Und dennoch ist Gott da und nimmt den Mangel

Das sehe ich nicht so.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

nicht so klar und offensichtlich wie wünschenswert - das aber liegt in der menschlichen Verantwortung

Auch das nicht.
Es ist doch einfach: die zitierte Textstelle ist nicht stimmig. Punkt.

Aber das siehst du ja eigentlich auch so:
Auch wenn du ausschließlich Psalm 23 betrachtest, dann ist doch dieser Text schon in sich nicht stimmig, hat Brüche, irritiert.
- auf rechter Straße geführt und wandernd im finsteren Tal?
- kein Unglück fürchtend, aber getröstet?
- kein Mangel und keine Furcht vor Unglück, aber Feinde?


Deine Aussagen will ich nicht weg reden. Ich will dir (fast) sogar zustimmen
.
Warum nur "fast"?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich weiß, das gefällt dir nicht und du siehst darin einen Widerspruch in der Aussage: Mir wird nichts mangeln. Oder auch in: Wer bittet, dem wird gegeben. Mache ich mir etwas vor, wenn ich das für wahr halte?

Ja.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Konstruiere ich mir etwas zurecht?

Ja.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nur - so "funktioniert" der Mensch. Wir machen das die ganze Zeit.

Nein, nur bequeme Menschen machen das.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was wissen wir schon von der Wirklichkeit?

So gut wie nichts.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Erst wenn du Gott ergründet hast, bist du bereit an Ihn zu glauben.

Für mich ist Gott, jenseits meines Denkens.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Und erst wenn die Bibel deiner stichhaltigen Prüfung standgehalten hat, kannst du sie für wahr halten.

Richtig!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Du vertraust dir damit mehr als Gott

Nein wieso? Wenn dort steht, die Sonne blieb einen Tag stehen, die Welt ist in 6 Tagen erschaffen worden, die Welt wäre 6000 Jahre alt, so kann ich das nicht glauben, weil es, nach allem was ich von der Welt weiß, nicht stimmen kann.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was genau ist es, dem du Vertrauen schenkst? Deinen Sinnen, deiner Logik? Und ist das, was ich glaube auch nur Ausdruck meiner Logik und dessen, was meine Sinne wahrnehmen?

Auch das bin ich sehr mißtrauisch, das Gehirn erfindet oft Dinge, die es gar nicht gibt.....

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Den entscheidenden Unterschied sehe ich darin, dass ich Gott voraussetze als der, der ist/ war/ sein wird und du dagegen Gott gerne erst greifen/ fassen / erfassen möchtest, bevor du Ihm sein Sein zugestehst.

Ich orientiere mich gerne an Fakten.
Fakt ist, dass es keinen Beweis für die Existenz Gottes gibt.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Oder stellst du Gott an sich gar nicht in Frage und sind es nur die widersprüchlichen Aussagen der Bibel und der Christen und auch die ungerechte Welt voller Leid, die dich ins Fragen bringen?

Die christl. Lehre + Bibel ist -für mich- ziemlich unlogisch, voller Widersprüche, Fehler und deswegen schwer zu glauben (obwohl ich -für mich jetzt fast unglaublich- es einmal glauben konnte.)

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wir sind hier um zu wachsen und zu lernen.

Möglich, aber eigentlich weiß das niemand wirklich.

Die Frage, die mich noch immer antreibt:
würde ein liebender Gott eine solche Welt, voller Leid und Ungerechtigkeiten +ewiger Hölle erschaffen?

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

Eine der wiederkehrenden Fragen
würde ein liebender Gott eine solche Welt, voller Leid und Ungerechtigkeiten +ewiger Hölle erschaffen?

Was wir sicher wissen:
Wir leben in einer Welt, in der es Leid und Ungerechtigkeit gibt.
Wir erleben unsagbar Schönes wie Grausames in Natur, Tier- wie Menschenwelt.

Nehmen wir an, es gäbe keinen Gott. Warum gibt es diese Welt? Warum ist sie so beschaffen?
Weil alles in einem steten Kreislauf ist, wäre aus meiner Sicht spontan die plausibelste Antwort. Was ist deine?

Was hat Gott aus Sicht der Christen geschaffen?
- All, Welt, Natur, Tiere, Menschen

Wozu hat er es geschaffen?
- Damit sie die Erde mit Leben füllen.
- Damit sie Tier und Mensch als Nahrung dienen.

Die Hölle wurde nicht erschaffen. Sie ist Konsequenz.
Dasselbe gilt auch für Leid und Ungerechtigkeit.
Warum gibt es diese Konsequenz?
- mangelndes Vertrauen
- Versuchung
- Unzufriedenheit
- Gier
- Verleugnung
- Sich aus der Verantwortung stehlen
- Betrug
- Täuschung
- Sich verstecken
- Sich etwas vormachen

Woher kommt das? Warum gibt es für den Menschen diese Fallstricke?
Warum ist der Mensch u.a. auch so? So negativ? So böse?
Und ist Gott auch so? Ist doch der Mensch Sein Ebenbild.
Da muss ich noch drüber nachdenken.

PS: War die letzten Tage wegen Festnetz-Störung so schweigsam.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was wir sicher wissen:
Wir leben in einer Welt, in der es Leid und Ungerechtigkeit gibt.
Wir erleben unsagbar Schönes wie Grausames in Natur, Tier- wie Menschenwelt.

Richtig!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nehmen wir an, es gäbe keinen Gott. Warum gibt es diese Welt? Warum ist sie so beschaffen?
Weil alles in einem steten Kreislauf ist, wäre aus meiner Sicht spontan die plausibelste Antwort. Was ist deine?

Ich habe keine.....alles was ich mir hierzu ausdenken würde, wäre nur Spekulation.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was hat Gott aus Sicht der Christen geschaffen?
- All, Welt, Natur, Tiere, Menschen

Ja.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wozu hat er es geschaffen?
- Damit sie die Erde mit Leben füllen.
- Damit sie Tier und Mensch als Nahrung dienen.

Das erklärt noch nicht, das WARUM?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Die Hölle wurde nicht erschaffen.

Natürlich wurde sie nach der christl. Lehre erschaffen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Dasselbe gilt auch für Leid und Ungerechtigkeit.

Sehe ich nicht so, aber vielleicht ist's nur ein Mißverständnis.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Warum ist der Mensch u.a. auch so? So negativ? So böse?

Tja, die alte Frage:
warum hat Gott uns Menschen nicht "besser" erschaffen?
Er wusste doch, wie wir sein werden, was wir tun würden.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ist doch der Mensch Sein Ebenbild.

Das kann nicht sein, das wäre fast schon blasphemisch.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

PS: War die letzten Tage wegen Festnetz-Störung so schweigsam.

Kein Problem, ich war auch ein paar Tage auf Urlaub.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

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ich sammel noch gedanken
Eben in einem Thread bei maggie.x folgendes Zitat entdeckt:

«Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten: Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt uns dies gleichsam entgegen. Wir aber sind oft blind. Wir bleiben in den schönen und in den bösen Stunden hängen. Wir erleben sie nicht durch bis zu dem Punkt, an dem sie aus Gott hervorströmen. Das gilt für das Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, liebende Antwort.» Alfred Delp (1907-1945)

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten

Für mich ist das nicht spürbar.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Ein Bild in Worten
Alles dreht sich

Stell dir vor - ein jeder von uns bildet seinen Mittelpunkt. Dein Blick geht von innen nach außen. Um dich herum drehen sich Kreise in unterschiedlichem Durchmesser, die sich auch überlagern können - alles Facetten deiner Wirklichkeit. Vielleicht gelingt dir das auch in einer kugelförmigen dreidimensionalen Vorstellung.
Dein (wie eines jeden Menschen) äußerster Kreis ist Gottes Wirklichkeit. Gott sieht und durchdringt alles. Du kannst immer nur in eine Richtung gucken. Je nachdem wie deine Blickrichtung und wie die Kreise / Kugeln gesetzt sind, siehst du mehr / weniger / nichts von Gottes Wirklichkeit. Gott sieht immer deine Wirklichkeit. Wie viel du von Gottes Wirklichkeit und auch von Gott siehst, hängt davon ab, welche Position deine Kreise einnehmen und in welche Richtung du schaust.

Gott ganz schauen können wir alle nicht - noch nicht. Dafür sind wir hier auf Erden alle nicht bereit. Aber wir können sehen, was von Gott zeugt und wie Er an uns handelt und so sehen, erleben wir auch Ihn. Wenn das jemand nicht sieht, dann liegt das nicht an Gott. Das hängt von den Kreisen der Wirklichkeit eines jeden ab. Ja, Gott kann daran drehen und tut das auch - individuell und zu Seiner Zeit. Gott hat uns aber als Sein Ebenbild geschaffen und nicht als Marionetten oder Spielfiguren. Dessen sollten wir uns dessen würdig erweisen - nicht in Überheblichkeit und auch nicht in Anklage, aber in der Auseinandersetzung (mit uns, mit unseren Mitmenschen, mit Gott, mit Gut und Böse, Lüge und Wahrheit, Leid, Gerechtigkeit, ...) und in Demut.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Stell dir vor - ein jeder von uns bildet seinen Mittelpunkt.

Jeder IST sein Mittelpunkt.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie viel du von Gottes Wirklichkeit und auch von Gott siehst, hängt davon ab, welche Position deine Kreise einnehmen und in welche Richtung du schaust

Hm. Ganz egal wo ich hinschau', Gott seh' ich nicht.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Aber wir können sehen, was von Gott zeugt und wie Er an uns handelt und so sehen, erleben wir auch Ihn.

Ich sehe weder irgendein Zeugnis, noch irgendeine Handlung, die konkret auf Gott schließen ließe.
Aber vllcht. kannst du ein paar Bsp. bringen, wo du Gottes Handeln erkennen kannst.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Gott hat uns aber als Sein Ebenbild geschaffen und nicht als Marionetten oder Spielfiguren

Wie schon gesagt, mit dem Ebenbild habe ich meine Probleme, wenn man sich umschaut, wie Menschen sein können.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

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Darf ich das denken?
Ist Gott böse?

Je nach Blick meiner Wirklichkeit sehe ich das so. Schaue ich auf aktuelle Krisen-Situationen, schaue ich auf unverschuldetes Leid in Familien schaue ich auf scheinbare Unbarmherzigkeit in der Natur, schaue ich auf Schilderungen im Alten Testamend und glaube ich an einen allmächtigen Gott, dann sehe ich - Er greift nicht ein oder ich sehe, Er verhält sich völlig anders als ich mir das vorstelle. Dann kann ich das als falsch / ungerecht / böse sehen. Nur - wie weit sehe ich die Konsequenzen Gottes Handeln oder scheinbaren Nicht-Handelns?
Weite ich meinen Blick weiter und immer weiter und gelingt es mir meinen menschlichen Blick zu verlassen und einen ewigen Blick (so weit ich es vermag) einzunehmen, dann erschließt sich mir eine andere Wirklichkeit und ich sehe wie vorherige Bewertungen sich auflösen.

Wie etwas ist. Es ist eindeutig, aber nicht immer so zu sehen.
Wie etwas erscheint. Es kann sein, aber auch täuschen.
Entscheidend ist, was sich erweist und bleibt.

seidenlaubenvogel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ist Gott böse?

Je nach Blick meiner Wirklichkeit sehe ich das so. Schaue ich auf aktuelle Krisen-Situationen, schaue ich auf unverschuldetes Leid in Familien schaue ich auf scheinbare Unbarmherzigkeit in der Natur, schaue ich auf Schilderungen im Alten Testament und glaube ich an einen allmächtigen Gott, dann sehe ich - Er greift nicht ein oder ich sehe, Er verhält sich völlig anders als ich mir das vorstelle. Dann kann ich das als falsch / ungerecht / böse sehen

Ist Deine fragende Haltung gleichbleibend wenn Du gebetet hast und / oder in Gottes Wort gelesen hast? Alarmierst Du den Heiligen Geist das ER Deine Zweifel, Deine Ängste(?), Deine Kritik vor Gott trägt?

Röm 8,26 Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie sich's gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich1 für uns in unaussprechlichen Seufzern.

Weil Du als Mensch etwas weder verstehst noch akzeptieren möchtest ...

Röm 9,21 Oder hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus derselben Masse ein Gefäß zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen?

Jes 29,16 O über eure Verkehrtheit! Soll denn der Töpfer dem Tone gleichgeachtet werden? daß das Werk von seinem Meister spreche: Er hat mich nicht gemacht! und das Gebilde von seinem Bildner spreche: Er versteht es nicht!

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

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denken glauben
Danke für deine unterstützenden Worte, pvm. Denken ist das eine. Glauben das andere. Welch ein Glück. Gott hält mich und mein Denken aus. Und welch Glauben, welch Vertrauen Er mir in Seine Liebe, Gnade und Barmherzigkeit geschenkt hat, das wiederum hält mich. Da darf ich - dem Thema des Threads gemäß - ganz Schaf sein, geborgen in des Hirten Hand.

seidenlaubenvogel antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @pvm

Alarmierst Du den Heiligen Geist das ER Deine Zweifel, Deine Ängste(?), Deine Kritik vor Gott trägt?

Psalm 121:4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch ...
https://bibeltext.com/psalms/121-4.htm

Lutherbibel 1912 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht

Anonymous antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Ich weis was du meinst. Ich fürchte die sogenannte Sünde hat eine immens gewichtige Bedeutung in Ihrer Auswirkung wie uns bewusst ist. Ich vermute nur, das selbige schon lange vor dem Menschen in die Schöpfung gekommen ist und deren Auswirkungen für diverse Dinge verantwortlich sind, wie zb. die grausame Natur. Sicher lässt Gott alles zu wie es ist, ich versuche Gott zu vertrauen das dies seine Richtigkeit hat.

Grüsse

Anonymous antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Je nach Blick meiner Wirklichkeit sehe ich das so. Schaue ich auf aktuelle Krisen-Situationen, schaue ich auf unverschuldetes Leid in Familien schaue ich auf scheinbare Unbarmherzigkeit in der Natur, schaue ich auf Schilderungen im Alten Testamend und glaube ich an einen allmächtigen Gott, dann sehe ich - Er greift nicht ein oder ich sehe, Er verhält sich völlig anders als ich mir das vorstelle. Dann kann ich das als falsch / ungerecht / böse sehen.

Schön, dass du das so sehen kannst.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Weite ich meinen Blick weiter und immer weiter und gelingt es mir meinen menschlichen Blick zu verlassen und einen ewigen Blick (so weit ich es vermag) einzunehmen, dann erschließt sich mir eine andere Wirklichkeit und ich sehe wie vorherige Bewertungen sich auflösen.

Wie soll das gehen? Mord bleibt Mord, Grausamkeit bleibt Grausamkeit.
Das musst du mir schon näher erläutern.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie etwas ist. Es ist eindeutig, aber nicht immer so zu sehen.
Wie etwas erscheint. Es kann sein, aber auch täuschen.
Entscheidend ist, was sich erweist und bleibt.

Das ist mir zu kryptisch.....

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Den Blick weiten
Sehe ich auf eine Naturkatastrophe, dann sehe ich Zerstörung. Ich sehe Leid für Natur, Tier und Mensch.
Und - es entsteht Raum für Neues, für Regeneration, für Wiederaufbau. Verlieren und gewinnen.

Sehe ich auf eine Krankheit, dann sehe ich Schmerz, Kampf und Resignaton, Hoffung und Angst.
Es verändert sich etwas - im Kranken, im Umfeld. Es sortiert Beziehungen, es entsteht Zusammengehörigkeit, Trost. Sinn und Werte werden neu ausgerichtet. Heilung kann geschenkt sein oder es kann den Tod zur Folge haben. Im Leben und Sterben Mensch bleiben.

Sehe ich auf vergangene oder aktuelle Völker - Kriege, Epidemien, Hungersnöte, ... - Ich sehe Leid, Verzweiflung, Not. Vernichtung ist beherrschend. Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, Grausamkeit, Schmerz, Ungerechtigkeit. Es erscheint / ist sinnlos. Es zerstört Vergangenes, es hinterlässt Spuren, es fordert heraus, es weckt ungeahnte Kräfte, es inspiriert, es korrigiert, es setzt in Gang. Hoffnung, Mut können neue, bessere Wege weisen.

Entscheidend in allem ist mir eines: Gott geht es immer "um alle" wie "um das Individuum". Gott schuf alles, Gott schuf den Menschen - und spricht sie einzeln an. Gott ließ verschiedene Völker entstehen - und griff Israel heraus. Gott ist der Hirte aller Schafe - und geht dem einen nach. Alles ist zueinander in Beziehung, alles hat Auswirungen aufeinander. Alles bewirkt etwas in allem - in dir, in mir. Und Gott? Gott aber sieht das Herz an.
Wir Menschen können einander nicht ins Herz sehen, daher sollten wir uns hüten, untereinander zu richten, wer wie zu Gott steht oder richtig glaubt oder für andere zu meinen, was richtig / falsch ist.

Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln. Ich (ein jeder) kann alleine meinen (seinen) Weg gehen. Wer ist Gott für mich? Welche Erfahrungen sammle ich? Gott ist immer derselbe und Er meint es mit uns allen gut. Wir gehen alle unterschiedliche Wege. Das ist verwirrend, anstrengend und dennoch gut. Gott begegnet uns individuell, wie wundervoll. Er schenkt uns weiten Raum. Und Er kennt unser Herz. Er weiß, was wir brauchen und hat den allumfassenden Überblick. Was meinen wir, urteilen zu können, welche Wege wohin führen werden, was im Großen, welche Konsequenzen haben wird?
Haben wir die Dinge im Blick, die wir überschauen können - uns, unseren Nächsten und richten wir uns nach dem aus, der uns geschaffen hat - mehr braucht es nicht. Damit haben wir genug zu tun und damit ließen sich großen Fragen (auf)lösen.

Ist das eine Ausrede? Für mich nicht. Für mich ist das Glaube, Lebenshalt, Erleben und Leben. Und für mich ist das auch eine Zuversicht im Sterben, das für uns Menschen Teil des Lebens ist. Von Gott und zu Gott hin so sehe ich Leben und Sterben - für mich, für jeden.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Dein Beitrag ist mir zu nebulös; ich kann damit wenig anfangen.

Das:

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Der Herr ist mein Hirte. Mir wird nichts mangeln.

ist und bleibt unstimmig.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ist das eine Ausrede?

Ich denke schon.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Was ist Liebe?*
*ein altbemühtes Beispiel.

Entschuldige, dass es mir nicht gelungen ist, mich konkreter und präziser zu fassen. Es ist so ein Thema, das sich für mich schwer mitteilen lässt. Was ich so klar sehe, sind Prinzipien / Kreisläufe / ..., die sich all überall durchziehen. Auf der einen Seite ist es die Tiefe, auf der anderen Seite die Vogelperspektive. Ich kann das leider schwer besser vermitteln.

Wie geht es dir mit der Liebe?
Wie kannst du sie in ihrer Tiefe in Worten ausloten und gleichzeitig konkret beschreiben, ohne banal zu werden?

Wie stehst du zu diesen Worten der Bibel?

1. Korinther 13, 1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

1Joh 4,8 Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
1Joh 4,16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat: Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

Gott erscheint dir widersprüchlich. Du hast dein Augenmerk auf Punkte, in denen sich Gott als Gott der Liebe für dich beißt. Was kann dir helfen, Gott umfassend als liebenden Gott zu sehen?
Gerne fragst du uns nach Beispielen. Dir genügt dass dann aber nicht, was wir nennen. Ich denke, du bräuchstest einen anderen Blick, eine andere Bewertung. Nur was kann dir helfen dahin zu kommen, mal einen Perspektivwechsel ausprobieren - das frag ich mich, will dich aber nicht bedrängen. Und keineswegs will ich dir Gott weichspülen. 😉

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Entschuldige, dass es mir nicht gelungen ist, mich konkreter und präziser zu fassen.

Mach' dir keine Sorgen....ich kenn' das..oft ist es schwer, es auf den Punkt zu bringen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie geht es dir mit der Liebe?

Gut. Ich liebe.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie stehst du zu diesen Worten der Bibel?

Nicht so gut.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Gott erscheint dir widersprüchlich. Du hast dein Augenmerk auf Punkte, in denen sich Gott als Gott der Liebe für dich beißt.

Wie wahr!
Ich habe das schon oft geschrieben:
wer liebt lässt nicht leiden.
Wer liebt lässt keine Sintflut zu.
Wer liebt tötet nicht ganz Völker (um deren Land in Besitz nehmen zu können.)
Wer liebt erschafft keine ewige Hölle.
usf.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was kann dir helfen, Gott umfassend als liebenden Gott zu sehen?

Das weiß ich wirklich nicht.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nur was kann dir helfen dahin zu kommen, mal einen Perspektivwechsel ausprobieren - das frag ich mich, will dich aber nicht bedrängen.

Ich weiß nicht, wie das gehen sollte. Mein ganzes Leben lang probier' ich alle möglichen Perspektiven, suche, suche, und .......

...scheitere.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Wenn du scheiterst ...
... wenn du so richtig scheiterst, musst du aufgeben. Wenn ich dir einen Rat geben darf, gib es auf Gott verstehen zu wollen.

Ich mache genau das gerade mit der Liebe, auch wenn es mir anders lieber wäre und ich auch nicht weiß, wo das hinführen wird. Ich verstehe es nicht und dennoch - ich liebe. Glauben ohne alles, ohne Gott zu verstehen, vielleicht wäre das der Ansatz, den du zu wagen versuchst. Denn Gott, an den du nicht verstehend glauben kannst und den du gerne anders hättest, Er lässt dich nicht los - soviel ist offensichtlich.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wenn ich dir einen Rat geben darf, gib es auf Gott verstehen zu wollen.

Das hab' ich schon längst getan.....

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich mache genau das gerade mit der Liebe, auch wenn es mir anders lieber wäre und ich auch nicht weiß, wo das hinführen wird. Ich verstehe es nicht und dennoch - ich liebe.

Das ist mir zu unklar: wen oder was liebst du? Und warum?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Glauben ohne alles, ohne Gott zu verstehen, vielleicht wäre das der Ansatz, den du zu wagen versuchst.

Warum nur sollte ich das tun?
Warum ist dieses "glauben müssen" SO wichtig?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Denn Gott, an den du nicht verstehend glauben kannst und den du gerne anders hättest

Ich sehe das so: Gott ist jenseits jedes menschl. Denkens, daher kann ich mir auch nicht einen "anderen" Gott wünschen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Er lässt dich nicht los - soviel ist offensichtlich.

Das ist korrekt.

Schönes Wochenende!
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Was ist dir Gott?
Gott ist mir nichts.
Gott ist mir ein Rätsel.
Gott ist mir fern.
Gott ist mir Hirte.

Er tangiert mich nicht.
Er beschäftigt mich.
Er gibt mir Zeit.
Er sorgt für mich.

Was bedeutet dir Gott? Wie stehst du zu Ihm?
Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für dich?

Nein, glauben muss keiner. Jeder lebt, denkt, glaubt, liebt ... - wie er es tut. Und jeder wird dementsprechend Konsequenzen tragen. Das ist zu Lebzeiten so und das wird auch nach unserem Tod so sein. Himmel / Hölle - du zitierst die Hölle gern als völlig irrige Konsequenz eines liebenden Gottes. Ich denke, du verstehst sie falsch - eventuell aus Angst und wegen falscher Vorstellungen. Mir wäre es lieber, uns wären Höllenvorstellungen über die Jahrhunderte hinweg fremd und wir würden unseren Blick schlichtweg nur nach dem ausrichten, wonach wir uns sehnen - dem Reich Gottes, das jetzt schon da ist, wo wir es zu leben verstehen und zu sehen vermögen und das für uns bereit ist von Anbeginn und in alle Ewigkeit. Ein neuer Himmel und eine neue Erde, in der Gerechtigkeit wohnt - haben werden wir es hier nicht, wir können aber bereits davon schmecken und dazu beitragen.

Nach wie vor bleibt: Es ist eine Sache des Fokus. Wir können Gottes Herrlichkeit, Liebe und Güte erleben, ohne sie zu verstehen und auch dann, wenn wir sie unserer Vorstellung nach an vielerlei Punkten vermissen. Sie ist da da. Er ist da. Halten wir uns doch nicht damit auf, wo uns Gott und Seine Herrlichkeit, Liebe und Güte fehlen, sondern versuchen stattdessen genau dann, sie zu leben. So geht es mir auch mit der Liebe (in einem ganz konkreten Beispiel, das ich hier nicht vertiefen möchte), die ich nicht verstehe. Was will ich? Verstehen oder lieben? Und werde ich nicht je mehr verstehen, je mehr ich liebe? Nichts gegen Verstehen-Wollen, Sinn-Suchen, Erkennen ... nur das Wertvollste erschließt sich im Tun und nicht im Denken. Was sind Gedanken der Liebe wert im Vergleich zu ihren Taten?

Gott glauben muss man nicht. Wenn Gott ist, dann ist Er - ob du glaubst oder nicht. Über Gott denken kannst du, was du willst. Er ist, wer Er ist. Wichtig ist, dass du lebst, erlebst und liebst. Alles andere kommt von allein. Lieber kahei2, ich bin mir sicher, du bist Gott näher als du denken kannst, so sehr du dich wahlweise zu Ihm hin- oder zu Ihm wegdenkst. Hadere nicht, lebe! Wer Gott sucht, wird Ihn finden.
Nichts gegen das Denken (gegen dein Denken), doch du wirst Gott (nur) im Leben, im Erleben, in der Begegnung finden, nicht in deinen Denk-Konstrukten.

Nachsinnen über Gott macht vor allem dann Sinn, wenn du Ihn gefunden hast!

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nein, glauben muss keiner.

Doch, natürlich nach der christl. Lehre schon.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Himmel / Hölle - du zitierst die Hölle gern als völlig irrige Konsequenz eines liebenden Gottes

Richtig!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich denke, du verstehst sie falsch - eventuell aus Angst und wegen falscher Vorstellungen.

Was ist daran falsch zu verstehen?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Mir wäre es lieber, uns wären Höllenvorstellungen über die Jahrhunderte hinweg fremd und wir würden unseren Blick schlichtweg nur nach dem ausrichten, wonach wir uns sehnen -

Das wäre aber fatal...Schönrederei.
Die Hölle ist nun mal christl. Lehre.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nach wie vor bleibt: Es ist eine Sache des Fokus. Wir können Gottes Herrlichkeit, Liebe und Güte erleben, ohne sie zu verstehen und auch dann, wenn wir sie unserer Vorstellung nach an vielerlei Punkten vermissen.

Wo bzw. wann erlebtst du Gottes Herrlichkeit, Liebe und Güte ?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was sind Gedanken der Liebe wert im Vergleich zu ihren Taten?

Den Taten gehen aber immer Gedanken voraus.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wenn Gott ist, dann ist Er - ob du glaubst oder nicht.

Richtig!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Über Gott denken kannst du, was du willst

Wieder richtig....begreifen kann man ihn sowieso nicht.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Hadere nicht, lebe

Ich hadere nicht, bin mit mir im Reinen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wer Gott sucht, wird Ihn finden.

Wir werden sehen.....

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nachsinnen über Gott macht vor allem dann Sinn, wenn du Ihn gefunden hast!

Hm. Muss ich nachdenken....

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Was wir wissen ...
Christliche Lehre - wer lehrt da wen, wann, was? Ausschlaggebend ist für mich die Bibel, Input anderer, Austausch, mein Erleben und Nachdenken.

Was die Hölle angeht - es ist offensichtlich dass da sehr irrige Vorstellungen bestehen. Dafür reicht z.B. ein kurzer Blick in die Kunstgeschichte. Was meine Vorstellung angeht - ich streite Hölle nicht ab. Ich lasse nur offen, wie sie aussieht und für wen sie bestimmt ist. Offensichtlich erscheint mir wofür es ihrer bedarf.

Wir sehnen uns nach einer Welt, nach einer heilen Welt. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit, Frieden, ...
Wir erleben in der Welt gleichzeitig Schlechtes, Böses, Unfrieden in der Welt und sogar in unserem Herzen.

Wie kommen wir dahin, wonach wir uns sehen?
Klares Stichwort der Bibel ist Buße. Umkehr zu Gott, unserem Schöpfer und zu Christus, unserem Heiland. Und das zeigt sich in unserem Leben. Liebe den Herrn, deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzem Verstand und liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Gelingt dies nicht, bleibt die Buße. Gott ist voll Gnade, voll Barmherzigkeit und voller Vergebung. Wird diese nicht angenommen? Was bleibt? Das Böse, Schlechte - es bleibt nichts anderes übrig als es zu vernichten. Das ist für mich Hölle - wie auch immer sich das gestalten wird. Ohne Hölle keinen Himmel - so simpel, so einfach. Wenn du Fürsprecher der Hölle bist à la "darf es nicht geben", zerstörst du den Himmel, wonach du dich sehnst, gleich mit.

Und, warum hat Gott das nicht gleich so gemacht? Damit die Herrlichkeit herrlich sein wird. Gott hat einen Weg für uns bereitet. Was ich jetzt schon davon sehe - in meinem Leben, das lässt mich sicher wissen, dass Nichts umsonst geschehen ist und geschehen wird. Er macht uns bereit - Er bildet uns, Er gestaltet uns, Er formt uns. Wir sind in des Töpfers Hand.
Wie wir nichts konkret Genaues von der Hölle wissen, wissen wir auch nichts genaues vom Himmel. Was wir wissen - wir leben und wir sterben. Und uns ist etwas ins Herz gelebt - eine Sehnsucht, ein Streben, ... Der Himmel wird vor allem anders sein. Und ohne unsere Erde (so wie sie ist), ohne hier Gut und Böse zu erleben und zu überwinden, sind wir nicht bereit für ihn.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Christliche Lehre - wer lehrt da wen, wann, was?

Die großen Kirchen, ....(deren Theologen sind ja auch nicht ganz dumm).

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was die Hölle angeht - es ist offensichtlich dass da sehr irrige Vorstellungen bestehen.

Nun ja, sie ist schwer vorstellbar, aber eines ist sicher:
es ist dort nicht sehr angenehm und es dauert ewig.
Für mich ist es der schrecklichste Ort, der nur vorstellbar ist.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Offensichtlich erscheint mir wofür es ihrer bedarf.

So, für wen denn?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wir sehnen uns nach einer Welt, nach einer heilen Welt. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit, Frieden, ...

Natürlich.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wir erleben in der Welt gleichzeitig Schlechtes, Böses, Unfrieden in der Welt und sogar in unserem Herzen.

Richtig!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Liebe den Herrn, deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzem Verstand und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Das mit der Nächstenliebe ist -für mich- verständlich, nicht aber die Gottesliebe, denn wie kann man jemanden lieben, den man
1. nicht kennt (nur aus einem Buch)
und
2. der so etwas, wie eine ewige Hölle erschaffen hat? (Von den Ungeheuerlichkeiten im AT will ich gar nicht anfangen).

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Das Böse, Schlechte - es bleibt nichts anderes übrig als es zu vernichten

Wenn es nur so wäre!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Das ist für mich Hölle - wie auch immer sich das gestalten wird.

Das stimmt aber nicht, denn sie währt EWIG.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ohne Hölle keinen Himmel - so simpel, so einfach.

Auch das ist nicht stimmig, denn warum nicht das Böse einfach auslöschen? Warum muss es eine EWIGE Bestrafung sein?
Was wird damit denn bezweckt?
Mir fällt nur Rache ein.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Er bildet uns, Er gestaltet uns, Er formt uns. Wir sind in des Töpfers Hand.

Weil du das "Töpfer-Bild" ansprichst:
hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum der Töpfer seine Töpfe so gemacht hat, dass sie ALLE zerbrechen? Wobei er wusste, dass sie es tun werden.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wie wir nichts konkret Genaues von der Hölle wissen, wissen wir auch nichts genaues vom Himmel.

Richtig!

Menschen können sich nichts Ewiges vorstellen, es geht über unseren Verstand.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Lehre, Wissen - klar ist das wesentlich, besser wertvoll. Ich wollte christliche Lehre(n) mit meiner Aussage nicht in Abrede stellen. Aber es eben "nur" Wissen/ Lehre. Es ist nicht alles, es ist nie der Weisheit letzter Schluss. Es bietet letztendlich für jeden "nur" Ansätze, die jeder neu zusammensetzt. Es wird immer so bleiben, dass jeder seine eigne Vorstellung(en) hat. Und in den Fragen, über die wir reden gibt es eben kein tatsächliches "so ist es und nicht anders". Wir alle tasten uns heran - und das ein Leben lang.
Letztendlich ist das mit der ganzen Wirklichkeit so. Was wissen wir schon wahrhaftig? ... Mir ist (theoretisch) bewusst ist, welch großes Wissen die Menschheit errungen hat (und das weltweit wie zu jeder Zeit). Mir ist auch bewusst, wie wertvoll dies ist und wie sehr ich vom Wissen anderer profitiere. Nur unser gesamtes Wissen ist nicht die Wirklichkeit - es beschreibt sie und wir können sie uns so zunutze machen. Und so umfangreich es auch immer sein mag, es ist Stückwerk und wird das auch immer bleiben. Entscheidend ist, was wir daraus machen und ich bin sehr dankbar für alle, die ihr Wissen soweit sie es in der Hand haben "zum Wohle" einsetzen und nicht Profit- oder Machtstreben unterliegen.

Und so wenig ich weiß und so gern ich in vielen Bereichen gerne mehr wissen würde, entscheidend für mich erscheint mir für unsere Fragen hier mehr das (mit)Denken, das Hinterfragen, das Nachvollziehen, das Konstruieren und Verwerfen als das (so oder so nicht gegebene) umfassende Wissen. Bei den großen Fragen ist wohl die Auseinandersetzung damit viel wesentlicher als hieb- und stichfeste Antworten.

seidenlaubenvogel antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Ich verstehe das hier nicht so, dass "menschliche Seelen" in Ewigkeit gequält werden. Es wird das (personifizierte) Böse beschrieben und die Offenbarung hat eine so bildhafte Sprache, die mich u.a. immer wieder überfordert. Was das konkret heißen wird - keine Ahnung. Was es mir sagt - weiß ich noch nicht.

Welche anderen Stellen sind dir bekannt, die deine These stützen? Außer der hier von mir genannten, habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Ich habe das Gefühl -kann mich allerdings auch täuschen-, dass du dir die Sache mit der ewigen Hölle "schönreden" willst.

Ich stelle fest, dass alle großen Kirchen, die Ansicht vertreten, die sie aus der Bibel ableiten, die Hölle gibt es und sie ist ewig.

Natürlich gibt es andere Ansichten, etwa die Allversöhnungslehre, aber die, die diese vertreten, sind in der Minderheit.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Welche anderen Stellen sind dir bekannt, die deine These stützen? Außer der hier von mir genannten, habe ich auf die Schnelle nichts gefunden.

Und viele von denen, die in der Erde ruhen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande.
(Daniel 12,2)

Und dann wird sich der König denen auf der linken Seite zuwenden und sagen: "Fort mich euch, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer, das für den Teufel und seine bösen Geister bestimmt ist!
(Matthäus 25,41)

Und sie werden der ewigen Verdammnis übergeben werden, den Gerechten aber wird das ewige Leben geschenkt.
(Matthäus 25,46)

Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod - der Feuersee. Und alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens geschrieben standen, wurden ebenfalls in den Feuersee geworfen.
(Offenbarung 20,14-15)

Sie werden mit ewigem Verderben bestraft werden und für immer vom Herrn und seiner herrlichen Macht getrennt sein.
(2.Thessalonicher 1,9)

Und sie werden der ewigen Verdammnis übergeben werden, den Gerechten aber wird das ewige Leben geschenkt.
(Matthäus 25,46)

Die Gottlosen müssen hinab zu den Toten. Das ist das Schicksal aller Völker, die Gott nicht achten.
(Psalm 9,18)

Und sie werden sie in den Ofen werfen und verbrennen. Dort werden sie schreien und mit den Zähnen knirschen.
(Matthäus 13,42)

Da bekommen es die Sünder meines Volkes mit der Angst zu tun und die Gottlosen erfasst ein Zittern. "Wer von uns", so schreien sie, "kann in der Gegenwart dieses verzehrenden Feuers überleben? Wer von uns kann ewige Glut ertragen?"
(Jesaja 33,14)

Und seine Seele kam ins Totenreich. Während er dort Qualen litt, sah er in großer Entfernung Lazarus bei Abraham. Der reiche Mann rief: "Vater Abraham, hab Mitleid mit mir! Schicke mir Lazarus, damit er seine Fingerspitze in Wasser tauche und mir die Zunge kühlt, denn ich leide entsetzliche Qualen in diesen Flammen.
(Lukas 16,23-24)

servus
kahei2

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Veröffentlicht von: @kahei2

Ich stelle fest, dass alle großen Kirchen, die Ansicht vertreten, die sie aus der Bibel ableiten, die Hölle gibt es und sie ist ewig.

Veröffentlicht von: @kahei2

Natürlich gibt es andere Ansichten, etwa die Allversöhnungslehre, aber die, die diese vertreten, sind in der Minderheit.

Und wo stehst DU?

neubaugoere antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

wie wir sehen und verstehen
Die Hölle gibt es. Und sie ist ewig. Nur - was ist die Hölle? Und auch hier - wofür ist die Hölle?

Am Rande: Wenn du von allen großen Kirchen schreibst oder wie zuvor von der christlichen Lehre - wie schon zuvor geschrieben - das hat alles seinen Wert. Nur meine Auffassung gilt nach wie vor: Ausschlaggebend ist für mich die Bibel, Input anderer, Austausch, mein Erleben und Nachdenken. Identität, Lebensgeschichte, Sinnverständnis - das erlangt ein jeder für sich selbst.
Die "großen" Theologen, Denker, ... - sie können einem keine eignen Antworten geben, ihr Denken nachvollziehen ist nicht ausreichend klärend. Und allein Wissen (anderer) zu erwerben ist auch nicht ausreichend für das eigene Erkennen. Ein jeder versteht und setzt sich auseinander, wie es sich ergibt, wie es sich ihm erschließt und auch wie es einen zu Themen hinzieht. Suchend und Antworten findet bewegt sich aber jeder für sich selbst.
Schönreden - ja. Ja, ich will mir wohl "alles" schönreden - und das in dem Sinne, dass mir Leben und Tod nur sinnvoll und stimmig erscheint, wenn es rund/ schön/ stimmig/ erstrebenswert/ harmonisch/ ... ist. Das sehe ich auch als vollkommen legitime Basis. 😊 Warum sollte ich nach Antworten suchen, die mir das Leben und den Tod madig machen?
Nur ich möchte dabei offenen Auges vorgehen, nichts ignorieren, ausblenden, ..., was mir nicht gefällt. Und ich will offen für Korrektur in meinem Denken, meinen Vorstellungen sein. Und es ist mir wichtig, dass mir die Bibel Richtschnur ist.

Auf eine Frage hast du mir noch nicht geantwortet.
Was ist dir Gott?

Und gleich eine weitere Frage:
Was ist dir die Bibel?

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Und auch hier - wofür ist die Hölle?

Zur Bestrafung?
Nur, welche Tat kann so schrecklich sein, dass sie eine ewige Strafe erfordert?
Rache?
Schwer vorstellbar.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Die "großen" Theologen, Denker, ... - sie können einem keine eignen Antworten geben, ihr Denken nachvollziehen ist nicht ausreichend klärend. Und allein Wissen (anderer) zu erwerben ist auch nicht ausreichend für das eigene Erkennen. Ein jeder versteht und setzt sich auseinander, wie es sich ergibt, wie es sich ihm erschließt und auch wie es einen zu Themen hinzieht. Suchend und Antworten findet bewegt sich aber jeder für sich selbst.

Leider ist die Bibel so ungenau, so fehlerhaft, so sich selbst widersprechend, dass man alles Mögliche aus ihr ableiten kann....was ja auch geschieht, z Bsp. hier.
Ich frage mich immer, warum den der Allmächtige nicht Botschaften an uns Menschen so abfassen kann, dass sie jeder eindeutig verstehen kann.
Es wird zwar gesagt, der HG würde kommen und uns Menschen die Wahrheit lehren, aber davon ist wenig zu merken, gibt es doch so viele versch. Auslegungen und Meinungen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Schönreden - ja. Ja, ich will mir wohl "alles" schönreden - und das in dem Sinne, dass mir Leben und Tod nur sinnvoll und stimmig erscheint, wenn es rund/ schön/ stimmig/ erstrebenswert/ harmonisch/ ... ist. Das sehe ich auch als vollkommen legitime Basis.

Ich nicht.
Man sollte sich doch an dem "Seienden" orientieren, an dem "was ist", jede einseitige Betrachtung wäre fatal.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Auf eine Frage hast du mir noch nicht geantwortet.
Was ist dir Gott?

Werde ich auch nicht.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Und gleich eine weitere Frage:
Was ist dir die Bibel?

Ein sehr vielschichtiges Buch, voller Weisheit, leider auch voller Fehler und "Unmöglichkeiten", ein Buch dass man sehr verschieden auslegen kann -schon das man es auslegen muss, ist ein Fehler- mit etwas Geschick kann man Verschiedenstes daraus ableiten.

servus
kahei2

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Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

Alles nicht so einfach.
Danke für die Bibelstellen - ich werde darauf noch eingehen. Aktuell denke ich ja noch darüber nach, warum "das Böse" nicht einfach ausgelöscht wird/werden kann. Und wir haben ja schon festgestellt, dass wir Gott nicht denken können. Jetzt merke ich, dass ich auch das Universum nicht denken kann; so wie es mir auch schwerfällt, mir SEIN losgelöst von Raum und Zeit vorzustellen.
Da wird eine Beschäftigung mit den ausgewählten (unangenehmen) Bibelstellen ja richtiggehend angenehm werden. 😉 Nur für heute ist jetzt eher Haushalt und so angesagt. 😌

Alles nicht so einfach. Das halte ich übrigens für eine ausgesprochen positive Bewertung. Wer will's im Leben vorrangig einfach haben? 😉 Der Mensch ist dafür sich nicht geschaffen. 😎

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Aktuell denke ich ja noch darüber nach, warum "das Böse" nicht einfach ausgelöscht wird/werden kann.

Schön. Bin gespannt zu welchen Ergebnissen du kommst.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wer will's im Leben vorrangig einfach haben?

Ich.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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Ich habe nun nur nochmal die Bibelstellen durchgelesen, mir aber nicht die Textzusammenhänge angesehen.

Für mich sagen diese Stellen Folgendes aus:
- Es gibt eine Hölle.
- Es gibt Personen, die sich darin wiederfinden werden.

Ich verstehe die Stellen z.T. als Bilder:
- Sie wecken Aufmerksamkeit
- Sie wirken als Warnung.

Was die Bibelstellen keineswegs aussagen, wer den Gottlosen zuzurechnen ist.
Und am auffälligsten ist mir, dass diejenigen, die es trifft, dies nicht in Frage stellen.

Und was "ewiges Quälen" angeht, das halte ich auch für schwierig. Ich habe unten noch ein post angehängt, das sich kurz damit beschäftigt. Nur wenn ich Beschreibungen in diesen Bibelstellen lese, dann sträubt sich etwas in mir. Leid, Reue, ... - das bringe ich nicht mit Hölle zusammen; denn von meiner Wahrnehmung her "müsste" Gott dann wieder barmherzig sein. Vielleicht liegt das aber auch an der plastischen Beschreibung (die mich Leid und Reue erkennen lässt) während es um ganz andere Dinge geht.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Für mich sagen diese Stellen Folgendes aus:
- Es gibt eine Hölle.
- Es gibt Personen, die sich darin wiederfinden werden.

Eben.....wie kann man das mt einem barmherzigen Gott vereinen?
Ich kann das nicht. 🙁

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was die Bibelstellen keineswegs aussagen, wer den Gottlosen zuzurechnen ist.

Auch hier:
warum ist es so ein Verbrechen -das mit ewiger Hölle bestraft wird- wenn man -aus welchen Gründen auch immer- nicht an den christl. Gott glauben kann/will?
Man kann der größte Massenmörder sein, wenn man seine Taten bereut und an Gott glaubt, ist der Himmel sicher?!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Und am auffälligsten ist mir, dass diejenigen, die es trifft, dies nicht in Frage stellen.

Wen meinst du mit "diejenigen, die es trifft" ?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Und was "ewiges Quälen" angeht, das halte ich auch für schwierig.

Leider muss man das von den entspr. Bibelstellen ableiten....obwohl es auch hier andere Deutungen gibt....wie gesagt, die Bibel ist leider nicht eindeutig.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
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ein bild vom guten und bösen
Wir sind uns einig. Es gibt gut und böse. Wir finden beides in unserer Welt. Wir finden beides im Menschen - auch in uns selbst.
Wenn wir gut und böse voneinander scheiden, nimm das Böse in die Mitte, lass es nach innen abfließen. Das Gute bleibt außen und kann sich endllos ausbreiten. Wer am Bösen festhält - er wird von der Mitte angezogen. Wer am Guten festhält, dessen böse Anteile werden abgesogen - das Gute bleibt, zieht es nach außen.

Wer gottlos ist, sich vom Bösen verschlingen lässt - du scheinst zu wissen, wer das ist. Ich weiß das nicht. Ich stelle keine Regeln auf. Und in den genannten Stellen hat keiner die gegebene Situation in Frage gestellt. Mir macht das Mut. Was mich und meine Mitmenschen angeht - meine Hoffnung ist so groß wie der Himmel reicht. Du setzt Gott zu enge Grenzen, kahei2. Du bist ein wunderbares Beispiel. So vehement wie du deinen Unglauben kundtust, um so deutlicher zeigt sich dein Glaube. Du vermagst ihn nur nicht zu sehen. Eines sollten wir nie vergessen - Gott ist Gott. Mir Menschen definieren, konstruieren. Auch der Glaube ist nur ein Konstrukt. Worauf es ankommt, ist unser Herz. Und genau das ist eben von außen nur bedingt ersichtlich. Es wird sich erweisen, es wird keiner in Frage stellen. Wovon sich ein jeder hat ziehen lassen, ist Teil unserer Freiheit. Und das ist für mich auch Grund, warum Gott uns so geschaffen hat - es ist der Preis der Freiheit.

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wir sind uns einig. Es gibt gut und böse. Wir finden beides in unserer Welt. Wir finden beides im Menschen - auch in uns selbst.

Wie recht du hast!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wenn wir gut und böse voneinander scheiden, nimm das Böse in die Mitte, lass es nach innen abfließen. Das Gute bleibt außen und kann sich endllos ausbreiten. Wer am Bösen festhält - er wird von der Mitte angezogen. Wer am Guten festhält, dessen böse Anteile werden abgesogen - das Gute bleibt, zieht es nach außen.

Das ist für mich schon ein wenig seltsam.
Bei mir ist es so, dass ich auch ein "Monster im Keller" sitzen habe; ich lass es brüllen, füttere es sogar, aber ich lass' es nicht frei.
Mein ganzes Leben lang, habe ich gegen dieses "Monster" in mir gekämpft, ich konnte es nicht besiegen, daher habe ich mich mit ihm "arrangiert", ich habe verstanden, dass es zu mir gehört, wie alle meine anderen Eigenschaften, trotzdem ist es ein "Stachel im Fleisch" dessen ich mich schäme.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wer gottlos ist, sich vom Bösen verschlingen lässt - du scheinst zu wissen, wer das ist.

Um sich vom Bösen verschlingen zu lassen muss man nicht unbedingt gottlos sein.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Du setzt Gott zu enge Grenzen, kahei2.

Nein. Gott ist jenseits meiner Vorstellungskraft, daher kann ich da auch keine Grenzen setzen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

So vehement wie du deinen Unglauben kundtust, um so deutlicher zeigt sich dein Glaube. Du vermagst ihn nur nicht zu sehen.

Du kennst mich nicht, und hier werden wir das nicht klären können, da bedarf es schon ein 4Augen-Gespräch.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Worauf es ankommt, ist unser Herz

Du meinst unser Gefühl?

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Wovon sich ein jeder hat ziehen lassen, ist Teil unserer Freiheit. Und das ist für mich auch Grund, warum Gott uns so geschaffen hat - es ist der Preis der Freiheit.

Auch hier habe ich -schon oft geschrieben- meine Zweifel, ob wir wirklich so frei sind, wie wir uns das immer so vorstellen.
Unserem Gehirn ist nicht immer zu trauen, es erfindet oft Dinge, die es gar nicht gibt.

Schönen Sonntag, dir und deinen Lieben!
kahei2

kahei2 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

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böse, gottlos / frei? / unser herz
Lieber Kahei2,

ich wusste nicht so recht, wie ich auf deinen Beitrag reagieren kann, ich weiß es immer noch nicht; daher reagier ich einfach mal so gut ich kann. 😌

Ich denke, wir verbinden nicht dasselbe mit Worten/Begriffen.

böse, gottlos
Du schreibst: Um sich vom Bösen verschlingen zu lassen muss man nicht unbedingt gottlos sein.
Hast du dafür ein Beispiel?

frei, unfrei
Ja, wir sind beides gleichermaßen.

Herz
Darunter verstehe ich bei meiner Verwendung, einen Teil dessen, was dich ausmacht. Deine Wahrnehmung durch Seele (empfinden / u.a. sozial), Herz (erleben / v.a. geistlich, spirituell) und Verstand (denken / u.a. kulturell), was dir (individuell) ermöglicht Leben nachzuvollziehen und zu erkennen. Diese drei sind das, was (deine) Persönlichkeit bildet.
Mit fühlen hat das in Teilen etwas zu tun, mit Gefühl/en (so wie wir das landläufig gebrauchen) würd ich das überhaupt nicht in Verbindung bringen. Unsere menschlichen Gefühle sind doch eher flüchtig/wechselhaft.

Das Alles (böse, gottlos / frei, unfrei / Herz) bringt mich auf das ultimative Lebensthema: sich auseinandersetzen und überwinden.

Du schreibst:
Du kennst mich nicht, und hier werden wir das nicht klären können, da bedarf es schon ein 4Augen-Gespräch.
Ich will dir nicht zu nahe treten. Das weißt du aber hoffentlich. Ich teile nur mit wie ich dich hier erlebe und dadurch einschätze.

Und zu dem, was du hier schreibst, ist eine Reaktion natürlich extrem schwierig - ich wage es dennoch.
Bei mir ist es so, dass ich auch ein "Monster im Keller" sitzen habe; ich lass es brüllen, füttere es sogar, aber ich lass' es nicht frei.
Mein ganzes Leben lang, habe ich gegen dieses "Monster" in mir gekämpft, ich konnte es nicht besiegen, daher habe ich mich mit ihm "arrangiert", ich habe verstanden, dass es zu mir gehört, wie alle meine anderen Eigenschaften, trotzdem ist es ein "Stachel im Fleisch" dessen ich mich schäme.
Kannst es gleichermaßen akzeptieren wie loslassen? Das wäre - meinem Verständnis nach - das was Auseinandersetzung und Überwindung ausmacht und wo Vergebung und Heilung geschenkt wird. Letztendlich ist es das, was "das neue Leben (in Christus)" ausmacht - bestenfalls bereits zu unseren Lebzeiten auf Erden (sozusagen schon inklusive) oder dann eben im Tod als Übergang zu "neuen Himmel und neuer Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt".

Verzeih mir, wenn dir meine Worte unsinnig erscheinen.
Und danke dir für dein Vertrauen!

Liebe Grüße von Seidenlaubenvogel

seidenlaubenvogel antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Lieber Seidenlaubenvogel!

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

ich wusste nicht so recht, wie ich auf deinen Beitrag reagieren kann, ich weiß es immer noch nicht; daher reagier ich einfach mal so gut ich kann. 😌

Mir geht es ähnlich.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

böse, gottlos
Du schreibst: Um sich vom Bösen verschlingen zu lassen muss man nicht unbedingt gottlos sein.
Hast du dafür ein Beispiel?

Ein Bsp. aus der Geschichte: Pizarro

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

frei, unfrei
Ja, wir sind beides gleichermaßen.

Hm. Kann das sein? Ich denke nicht.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Herz
Darunter verstehe ich bei meiner Verwendung, einen Teil dessen, was dich ausmacht. Deine Wahrnehmung durch Seele (empfinden / u.a. sozial), Herz (erleben / v.a. geistlich, spirituell) und Verstand (denken / u.a. kulturell), was dir (individuell) ermöglicht Leben nachzuvollziehen und zu erkennen. Diese drei sind das, was (deine) Persönlichkeit bildet.
Mit fühlen hat das in Teilen etwas zu tun, mit Gefühl/en (so wie wir das landläufig gebrauchen) würd ich das überhaupt nicht in Verbindung bringen. Unsere menschlichen Gefühle sind doch eher flüchtig/wechselhaft.

Ich sehe das eher nüchtern.
Seele ist einfach ein erfundener Begriff...niemand konnte bislang so etwas wie eine Seele nachweisen...was nicht heißt, dass es sie nicht doch gibt.

Herz = Gefühl.

Verstand + Gefühl + unser Denken sind "Erzeugnisse" unseres Gehirns.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Ich will dir nicht zu nahe treten. Das weißt du aber hoffentlich. Ich teile nur mit wie ich dich hier erlebe und dadurch einschätze.

Ist schon o.k., ich freue mich über deine Worte, die mir sagen, dass du es gut mit mir meinst, und das ist hier, auf j.de, eher selten.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Kannst es gleichermaßen akzeptieren wie loslassen?

Ich kann es nicht loslassen, es ist ein untrennbarer Teil von mir....habe lange gebraucht, das zu verstehen.

Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Verzeih mir, wenn dir meine Worte unsinnig erscheinen.
Und danke dir für dein Vertrauen!

Und ich danke dir für deine Geduld.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17879
Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Was kann dir helfen, Gott umfassend als liebenden Gott zu sehen?

Das weiß ich wirklich nicht.

Hier habe ich mal ein paar Denkansätze in einem Vortrag gefunden, die dich vllt weiterbringen.
Der Vortrag fängt ab Minute 1 an.

Wenn Gott gut ist, warum gibt es dann Leid in der Welt?
https://www.podbean.com/media/share/dir-by4w5-3303f5c

Veröffentlicht von: @kahei2

Gut. Ich liebe.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich habe das schon oft geschrieben:
wer liebt lässt nicht leiden.
Wer liebt lässt keine Sintflut zu.
Wer liebt tötet nicht ganz Völker (um deren Land in Besitz nehmen zu können.)
Wer liebt erschafft keine ewige Hölle.
usf.

Und wenn du nun merkst, dass du einen Anteil an dem Leiden lassen hast, der dir nicht bewusst ist, gerade weil du lieben kannst?

deborah71 antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @kahei2

Wer liebt tötet nicht ganz Völker (um deren Land in Besitz nehmen zu können.)

Aber das stimmt nicht. Die amerikanischen Siedler waren z.B. auch fromme Christen. Oder die südafrikanischen Buren...
Also, das funktioniert schon.
Ein verächtliches An-den-Rand-drängen kommt langfristig auf fast dasselbe raus wie ein schnelles Abschlachten mit dem Hackebeilchen.

tatokala antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17879
Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Gott erscheint dir widersprüchlich. Du hast dein Augenmerk auf Punkte, in denen sich Gott als Gott der Liebe für dich beißt.

Wie wahr!
Ich habe das schon oft geschrieben:
wer liebt lässt nicht leiden.
Wer liebt lässt keine Sintflut zu.
Wer liebt tötet nicht ganz Völker (um deren Land in Besitz nehmen zu können.)
Wer liebt erschafft keine ewige Hölle.
usf.

Auch dazu gibt es ein paar wesentliche Aspekte, die dir vllt weiterhelfen. 😊

Ist die Bibel grausam?
https://www.podbean.com/media/share/dir-iekj4-3303f55

deborah71 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @deborah71

Auch dazu gibt es ein paar wesentliche Aspekte, die dir vllt weiterhelfen. 😊

Leider nein, ziemlich schwach(sinnig) was Herr Hartl sagt.

kahei2 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17879

Es passt nicht in dein Gedankengebäude 😀 ... und schon schleift die Liebe am Boden 😛

deborah71 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

gut/böse
Was wissen wir schon?

Ich weiß, wer mir Gott ist. Das halte ich für das Entscheidenste.

Gott hat das Böse überwunden. Darin bin ich mir auch sicher. Christus ist (mir) Licht und Heil. Dem entgegen stehen Satan und Antichrist/en. Nur was heißt das? Für mich ist das ein neuer Gedanke: Gut und Böse - Kann/muss es denselben Ursprung haben? Was wissen wir von Gott? Wichtig ist, was Er uns ist. Und wir sehen, was von Ihm zeugt. ... wenn Er das Böse überwunden hat, gibt es eine Beziehung, die irritierend sein mag. Wie auch immer - Er bleibt für mich der gute! Hirte.

seidenlaubenvogel antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

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Veröffentlicht von: @kahei2

Der Text wird aber gerne für alle Christen herangezogen und da muss ich schon anmerken, dass er nicht stimmig ist, denn:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
ist im tägl. Leben unzutreffend, denn der Mängel gibt ja viele -auch für Christen.

Wie verstehst Du das Wort "Mängel"? Ein Mangel besteht für mich m. E. dann, wenn mir etwas mangelt, also fehlt. Wenn der Herr mein Hirte ist, fehlt mir dann etwas? Wenn ich vielleicht als Mensch etwas vermisse, heißt das noch lange nicht, dass es mir tatsächlich fehlt. Ich weiß, dass mir der gute Hirte genau das zukommen lässt, was gerade im Augenblick richtig für mich ist, auch wenn ich das selbst vielleicht nicht so empfinde. Aber ich weiß, der gute Hirte sieht das Ende des Weges, wo ich vielleicht gerade mal bis zur nächsten Ecke blicken kann. Denen die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen.
Ich denke, die Lösung liegt einfach in der Frage: "Ist der Herr mein Hirte oder ist Er es nicht!"

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wie verstehst Du das Wort "Mängel"? Ein Mangel besteht für mich m. E. dann, wenn mir etwas mangelt, also fehlt.

Genau!

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wenn der Herr mein Hirte ist, fehlt mir dann etwas?

Ja, oft genug.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich weiß, dass mir der gute Hirte genau das zukommen lässt, was gerade im Augenblick richtig für mich ist, auch wenn ich das selbst vielleicht nicht so empfinde.

1. weisst du das nicht, du glaubst es nur.
2. sagst du das dann auch, wenn du in Folge einer schweren Krankheit dahin siechst, jeden Tag mit Schmerzen zu kämpfen hast?

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Denen die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen.

Leider ist das nur Wunschdenken bzw. Selbstbetrug.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wenn der Herr mein Hirte ist, fehlt mir dann etwas?

Ja, oft genug.

Ist der Herr Dein Hirte?
Wenn nicht, wie willst Du das dann beurteilen?

Veröffentlicht von: @kahei2

1. weisst du das nicht, du glaubst es nur.

Ich vertraue darauf.

Veröffentlicht von: @kahei2

2. sagst du das dann auch, wenn du in Folge einer schweren Krankheit dahin siechst, jeden Tag mit Schmerzen zu kämpfen hast?

Ich bin Gott dankbar, dass ich diese Erfahrung noch nicht machen musste, aber ich weiß von Glaubensgeschwistern, die ebendas durchmachen und trotzdem mit einer großen Freude an der Gewissheit festhalten. Ich durfte eine liebe Glaubensgeschwister kennen, die mittlerweile an Krebs verstorben ist, aber selbst im Blick auf den nahen Tod eine große Freude ausstrahlte, weil sie wusste: Es geht nach Hause.

Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Denen die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen.

Leider ist das nur Wunschdenken bzw. Selbstbetrug.

Was macht Dich so sicher?
Auf der einen Seite stellst Du Dich hier als einer dar, der Antworten sucht. Auf der anderen Seite stellst Du aber solche absoluten Ablehnungen in den Raum. Wie passt das für Dich?

Es grüßt
der Turmfalke

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wenn nicht, wie willst Du das dann beurteilen?

Indem ich mich umschau' in der Welt.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich vertraue darauf.

Auf etwas vertauen ist kein Wissen; du sprichst aber von Wissen.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich bin Gott dankbar, dass ich diese Erfahrung noch nicht machen musste, aber ich weiß von Glaubensgeschwistern, die ebendas durchmachen und trotzdem mit einer großen Freude an der Gewissheit festhalten. Ich durfte eine liebe Glaubensgeschwister kennen, die mittlerweile an Krebs verstorben ist, aber selbst im Blick auf den nahen Tod eine große Freude ausstrahlte, weil sie wusste: Es geht nach Hause.

Eine schwere Krankheit ist gewiss ein Mangel.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Was macht Dich so sicher?

Meine Lebenerfahrung.
Ich kenne einige "Schäfchen", und denen geht es keinesfalls besser, so dass sie keinen Mangel hätten.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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Veröffentlicht von: @kahei2

Indem ich mich umschau' in der Welt.

Und dadurch kannst Du beurteilen, ob eine Sache für den, der den Hirten hat, wirklich einen Mangel darstellt? Kann das nicht nur derjenige selbst - ganz persönlich.

Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Ich vertraue darauf.

Auf etwas vertauen ist kein Wissen; du sprichst aber von Wissen.

Ich vertraue darauf, weil ich es oft genug erfahren und erlebt habe - Sein Friede mitten in äußerer Bedrängnis, Seine Freude mitten in Traurigkeit, ...

Veröffentlicht von: @kahei2

Eine schwere Krankheit ist gewiss ein Mangel.

Nicht für jeden. Man kann auch gerade in einer Krankheit dem guten Hirten ganz tief begegnen.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich kenne einige "Schäfchen", und denen geht es keinesfalls besser, so dass sie keinen Mangel hätten.

Auch hier kommt es wieder darauf an, was man als Mangel empfindet. Empfindest Du es als Mangel, keinen Hirten zu haben?

Es grüßt
der Turmfalke

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Veröffentlicht von: @turmfalke1

Und dadurch kannst Du beurteilen, ob eine Sache für den, der den Hirten hat, wirklich einen Mangel darstellt? Kann das nicht nur derjenige selbst - ganz persönlich.

Natürlich kann ich nicht in denjenigen hineinschaun, meine Sicht ist nur "von außen".

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich vertraue darauf, weil ich es oft genug erfahren und erlebt habe - Sein Friede mitten in äußerer Bedrängnis, Seine Freude mitten in Traurigkeit, ...

Das freut mich für dich...Wissen ist es aber trotzdem nicht.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Nicht für jeden. Man kann auch gerade in einer Krankheit dem guten Hirten ganz tief begegnen.

Auch das mag manchmal vorkommen, in der Regel ist's aber ein "Mangel".

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Empfindest Du es als Mangel, keinen Hirten zu haben?

Hm.
Nachdem ich mich nicht als "Schaf" sehe, eher nicht...obgleich ich es schon gerne hätte, wenn mir jemand sagen würde wo's "lang geht".

servus
kahei2

kahei2 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
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Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @kahei2

Auch das mag manchmal vorkommen, in der Regel ist's aber ein "Mangel"

Das kannst Du vielleicht für Dich so sagen, aber nicht für den, dessen Hirte der Herr ist.

Veröffentlicht von: @kahei2

obgleich ich es schon gerne hätte, wenn mir jemand sagen würde wo's "lang geht".

Willst Du's wirklich hören??? 😉

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Das kannst Du vielleicht für Dich so sagen, aber nicht für den, dessen Hirte der Herr ist.

Na ja, ein wenig hab' ich schon auch von Gläubigen mitbekommen, wie sie mit Schicksalschlägen umgehen...oft ist es nicht so wie du sagst.
Auch hier auf j.de kannman dazu einiges lesen und lernen.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Willst Du's wirklich hören??? 😉

J A

servus
kahei2

kahei2 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Dann wünsche ich Dir von Herzen, dass Du dem Hirten noch begegnest und Er Dein persönlicher Heiland wird.

turmfalke1 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353

Ich danke dir ganz herzlich!

servus
kahei2

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Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ich denke, die Lösung liegt einfach in der Frage: "Ist der Herr mein Hirte oder ist Er es nicht!

Gewiß kann man sich die Dinge /Dimension selber verzerren indem selbstgesetzte Maßstäbe zum Zweifel führen.

Ist der Herr mein Hirte ... wenn ER mit den Mercedes gibt? Oder ist ER es nicht mehr wenn es nur zum Opel reicht, Nachbarn jedoch den Mercedes haben?

Welche Anrechte melde ich in Sachen Gesundheit, Eigentum und Vergnügen an?

Staunt man nicht oftmals wie lange irgendein Gegenstand, den man sehr wohl schätzt, unbenutzt irgendwo verborgen war? Plötzlich ist er wieder da, und trotzdem war kein Mangel!

Welche Stellung messe ich dem Hirten zu? Bin ich das "Schaf", bin ich es wirklich?

Stets wenn es gesungen wird, und Ältere wünschen es sich gelegentlich ...

1. Weil ich Jesu Schäflein bin,
freu' ich mich nur immerhin
über meinen guten Hirten,
der mich wohl weiß zu bewirten,
der mich liebet, der mich kennt
und bei meinem Namen nennt.

2. Unter seinem sanften Stab
geh' ich aus und ein und hab'
unaussprechlich süße Weide,
dass ich keinen Mangel leide;
Und sooft ich durstig bin,
führt er mich zum Brunnquell hin.

3. Sollt' ich denn nicht fröhlich sein,
ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen
werd' ich endlich heimgetragen
in des Hirten Arm und Schoß:
Amen, ja mein Glück ist groß!

(Kinderlied, Autor: Henriette Marie Luise von Hayn)

berührt mich der Inhalt sehr.

Anonymous antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Das Lied bewegt mich ebenfalls sehr.

Hier singen's Kinder:
https://www.youtube.com/watch?v=bGklIBPWBII

Die Frage ist wirklich immer wieder: Lasse ich mir an meinem Hirten genügen? Ist Er es, der allen Mangel füllt? Kann ich mit dem Psalmisten sagen: "Wenn ich nur Dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde." Im Gegenzug - wenn wir noch sehr viel nach anderen Dingen fragen - habe ich dann wirklich den Hirten?

turmfalke1 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1981

Ich habe mich anders gefragt und möchte diese Frage einfach mal weitergeben: Wie gut kennen wir diesen Herrn, von dem wir reden? - Je mehr wir diesen Herrn kennen und mit ihm leben, können wir Vers 1 verstehen. Der große Herr ... Der Herr, von dem wir reden, existiert. - Wer vertrauen lernt kann sagen "mir mangelt nichts".

adjutante antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Genau so ist es.
Und um den Herrn immer mehr kennenzulernen, gibt es zwei Dinge, die wir nie voneinander trennen dürfen, weil sie immer zusammengehören:
1. Studium der Schrift
2. persönliches Leben mit Ihm

turmfalke1 antworten
Seidenlaubenvogel
(@seidenlaubenvogel)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 1063

Wenn wir vom Mangel reden ...
Und wenn wir von Gottes Kindern reden ... Und wenn wir feststellen - allein Gott ist genug. Können wir das im Hunger, in der Mangelernährung sagen? Können wir das im Erleben von Naturkatastrophen, wenn es um das nackte Überleben geht sagen? ...
Oder betrifft das Christen nie? Oder darf solche Situationen nur anführen, wer persönlich davon betroffen ist?

Gott ist im Leid. Ja, da bin ich dabei. Gott stillt den Mangel. Ja, wenn auch nicht immer so, wie ich es erwarte. Nur Christen erleben keinen Mangel, so wie man die Aussage "Mir wird nichts mangeln" ganz simpel verstehen kann - da kann ich Kahei2 schon gut verstehen, dass diese Wahrnehmung irritiert.

Klar kriegen kann ich das nur, weil wir in unterschiedlichen Realitäten (wirklich / geistig ) leben und weil wir - im Gegensatz zu Gott - auf Erden zeitlich verortet sind. Selbstbetrug ist das für mich nicht. Es ist eine Frage der Wahrnehmung, des Glaubens - von Gott geschenkt.

seidenlaubenvogel antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @seidenlaubenvogel

Nur Christen erleben keinen Mangel, so wie man die Aussage "Mir wird nichts mangeln" ganz simpel verstehen kann - da kann ich Kahei2 schon gut verstehen, dass diese Wahrnehmung irritiert.

"Mir wird nichts mangeln" im Sinne von "Mir kann nichts passieren, mir geht alles für voll hinaus", so geht's natürlich nicht. Ich bin kein Vertreter eines Wohlstandsevangeliums, nach dem Motto: "Wem es schlecht geht, der hat nicht richtig geglaubt." Das wäre ein Schlag gerade ins Gesicht der Christen, die um ihres Glaubens willen verfolgt werden und hart zu leiden haben. Es ist ja wohl eher so, wenn ein Mensch sich für Jesus entscheidet, macht der Gegner mobil, man wird angegriffen von allen Seiten. Aber es ist eben der da, der meinen Mangel anfüllt, der Sieger in jeder Schlacht, der mich durchträgt bis zum Ende.

turmfalke1 antworten
Adjutante
(@adjutante)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1981
Veröffentlicht von: @kahei2

Da mag für David zutreffen, dazu kann ich nichts sagen.
Der Text wird aber gerne für alle Christen herangezogen und da muss ich schon anmerken, dass er nicht stimmig ist, denn:
Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
ist im tägl. Leben unzutreffend, denn der Mängel gibt ja viele -auch für Christen.

Ja, als David den Psalm 23 geschrieben hatte, hatte er 'ne Menge Probleme: - vom eigenen Sohn verfolgt - vom Vorgesetzten (Saul) gestrietzt - ein dickes Sündenpaket .... Es wird ihm wohl auch da und dort äußerlich und innerlich gefehlt haben. Vor allem fehlte es ihm ja an Sicherheit ...

adjutante antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81

Paradiesische Gerüchte (Rumours of Glory)
Ich versuche mal, mit reichlich Verspätung, mich hier einzuklinken. Du schreibst:

Veröffentlicht von: @kahei2

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
ist im tägl. Leben unzutreffend, denn der Mängel gibt ja viele -auch für Christen.

Was für Mängel meinst Du? Mangel ist genau wie "Wahrheit" doch immer nur, was wir denken und empfinden. Aber unser Denken und unsere Empfindungen sind immer rein subjektiv. Sie sind weder objektiv, noch sind sie real. Mangel ist ja nun nicht, wenn ich weniger habe als mein Nachbar oder mein Nächster. Als Mangel mag man gelten lassen, dass man hungert, keine Kleidung oder kein Dach über dem Kopf hat. Aber in wiefern ist das ein Mangel? Es zwingt uns in eine Situation, in der wir uns nicht wohlfühlen; vielleicht werden wir sogar in folge von Mangel an Nahrung und Wärme sterben. Aber jeder Mensch stirbt, wann und woran auch immer. Entscheidend ist, was wir, jeder einzelne von uns, aus den Situationen machen, in die wir uns selbst hinein manövriert haben oder in die wir mehr oder weniger unfreiwillig geraten. Zurück können wir nicht. Aber es liegt an uns, Mittel und Wege zu finden, aus der Situation heraus dahin zu kommen, wohin wir wollen, sofern wir das denn überhaupt wissen. Die meisten Menschen wissen es meiner Erfahrung nach nämlich nicht, ich bewußt eingeschlossen.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich weiß es nicht, ich weiß nur Gott hat die Welt SO geschaffen...von Paradies keine Spur (mehr).

Oh, das sehe und erlebe ich aber völlig anders. Von Paradies eine unüberschaubare Menge von Spuren. Der Zauber, der jedem Sonnenauf- oder Untergang eigen ist, das Rascheln von Blättern im Wind, das Wiegen der Bäume, das Umhertollen der Kälber auf den Wiesen, in der Nacht oder im Morgengrauen, mit dem Mountainbike, zu Fuß oder sonstwie unterwegs sein, sich den Wellen und Strömungen des Meeres oder der Schwerkraft auszuliefern, Kinder beim Spielen und Lachen beobachten, einen Streit schlichten zu können, Frieden schaffen, dem Unsicheren Zuversicht vermitteln, dem Verzagten Mut zu machen... das sind nur einige wenige Punkte, die mir spontan zum Thema Spuren des Paradieses einfallen.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ja, denn Gott versorgt uns und wir sind Ihm wichtig. Immer.
Immer? Ich habe eine andere Lebenserfahrung...manche Menschen versorgt er keineswegs.

Das magst Du für Deine Lebenserfahrung halten, aber alle Wahrnehmung ist subjektiv und damit ganz sicher nicht wahr. Von Tatsachen keine Spur. Kein Arzt kann erklären, wie und warum das Herz so schlägt, wie es schlägt. Gute Ärzte können "gesundes" von eher "ungesundem" Verhalten des Herzens unterscheiden, aber erklären, wie und wodurch gesteuert wird, dass der Herzschlag beim Heranwachsen vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen immer langsamer wird, bis er sich zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute einpendelt, wie Herzschlag und Atmung in einander verflochten zusammen wirken, das können sie nicht. Aber jeder Mensch kann sich bewußt machen, dass er weder dafür sorgt noch dafür sorgen kann, dass sein Herz schlägt oder sein Körper atmet. Wer versorgt uns also? Der Zufall? Die Evolution? Die Biologie? Darf ich milde lächeln?

Man kann es auch so sehen, dass Gott jeden Menschen führt. Den einen führt er unbeschwert von der Wiege bis zu Bahre, den anderen von einer "Katastrophe" in die andere. Und es hat praktisch nie damit zu tun, was ein Mensch tut, wie er sich verhält und denkt und handelt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem, was ein Mensch tut und dem, was er erlebt. Es gibt Gerechte und Barmherzige, denen alles Elend begegnet, das Menschen in dieser Welt erleben können. Es gibt A-löcher, die andere seelisch oder körperlich über die Klinge springen lassen und Zeit ihres Lebens in Wohlstand stehen und vor Gesundheit strotzen, von keinerlei Selbstzweifel oder Ungemach geplagt.

Die Auserwählten Gottes haben oft am meisten zu leiden. Mangel, Ungemach und Schmerzen, derer die Welt nicht wert ist. Gott macht das so. Um im Bild des Hirten zu bleiben: Der Hirte weiss, was er welchem Schaf zumuten kann und was welchem Schaf gut tut. Leid, Schmerz und Strapazen können Wachstumsprozesse in Gang setzen und unmöglich Geglaubtes entstehen lassen. Nur wer sich ab und an oder auch viel zu oft außerhalb seiner Komfortzone zu bewegen gezwungen ist, kann über sich hinauswachsen und stark werden.

Ich halte mich hier an den weisen König Salomo: "Ich habe aber erkannt, dass alles, das Gott tut, für ewig sein wird. Es ist ihm nichts hinzuzufügen und nichts davon hinwegzunehmen und Gott hat es also gemacht, dass man sich vor Ihm fürchte."

Es ist ihm nichts hinzuzufügen: Kein Lachen, keine Erleichterung, keine positive Erfahrung. Es ist nichts davon hinwegzunehmen, keine Träne, keine Katastrophe, kein Moment des Leides, kein Sterbenserlebnis.

"Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang; besser der Tag des Todes als der Tag, da einer geboren wird". Das ist kein Pessimissmus, das ist Einsicht und Weisheit. Im Gegensatz dazu halte ich es nicht für weise, zu denken, die Dinge seien so, wie sie uns erscheinen. Praktisch nichts ist so, wie es uns erscheint. Was immer Raum und Zeit sein mögen, sie sind nicht, wofür wir sie halten. Sie sind weder absolut noch gleichförmig. Und wenn schon Raum und Zeit ganz anders sind, als sie uns erscheinen, für wie viele innere und äußere Dinge mag das noch zutreffen?

Die Wahrheit, die Realität, ist uns nicht unmittelbar zugänglich; sie ist uns nicht einmal indirekt zugänglich. Sie ist schlicht größer als wir ahnen, denken und verstehen können. Sie ist übrigens auch größer und schöner als alles, das wir erbitten oder wünschen können. Viel größer. Warum sonst heißt es: "Was kein Auge gesehen, was kein Ohr gehört hat und was in keines Menschen Herz gekommen ist, hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben"

Die Kunst ist, das jetzt schon vorausahnend zu erfassen versuchen und davon zu kosten, in jeder Lebenslage. In besagtem Psalm heißt es doch: "Du deckst mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, du schenkst mir voll ein". Tja, worauf sehe ich? Auf die heranstürmenden oder bedrohlich aufgestellten Feinde, oder auf den gedeckten Tisch mit den voll eingeschenkten Trinkgefäßen? Auf was sehe ich? Auf meine Gebrechen und mein Kranksein oder auf alles, das ich noch tun und genießen kann? Darauf, dass ich gern mehr zu essen hätte oder auf das, was ich zu essen habe? Auf das, das ich hier und jetzt genießen kann - und Essen und Trinken ist nun einmal nicht nur notwendig sondern ein Genuss - oder auf all die Dinge, die ich gerne hätte oder unbedingt haben will, die aber fern oder gar unerreichbar scheinen?

Frieden scheint mir weit aus wichtiger als Überfluss oder Mangel. Aber Frieden kann man sich nicht machen, das Erleben von Überfluss oder Mangel hingegen schon. Das ist Sache der Perspektive. Wahr ist beides nicht. Frieden schon eher.

nagah-tahum antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Was für Mängel meinst Du?

Mängel gibt es viele....Krankheit, Kriege, Hunger, etc.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Aber unser Denken und unsere Empfindungen sind immer rein subjektiv.

Ja.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Sie sind weder objektiv, noch sind sie real.

Sie sind real, man braucht sich ja nur umschau'n in der Welt.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Aber in wiefern ist das ein Mangel? Es zwingt uns in eine Situation, in der wir uns nicht wohlfühlen; vielleicht werden wir sogar in folge von Mangel an Nahrung und Wärme sterben.

Eben...und deshalb stimmt das:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

nicht.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Oh, das sehe und erlebe ich aber völlig anders. Von Paradies eine unüberschaubare Menge von Spuren. Der Zauber, der jedem Sonnenauf- oder Untergang eigen ist, das Rascheln von Blättern im Wind, das Wiegen der Bäume, das Umhertollen der Kälber auf den Wiesen, in der Nacht oder im Morgengrauen, mit dem Mountainbike, zu Fuß oder sonstwie unterwegs sein, sich den Wellen und Strömungen des Meeres oder der Schwerkraft auszuliefern, Kinder beim Spielen und Lachen beobachten, einen Streit schlichten zu können, Frieden schaffen, dem Unsicheren Zuversicht vermitteln, dem Verzagten Mut zu machen... das sind nur einige wenige Punkte, die mir spontan zum Thema Spuren des Paradieses einfallen.

Erst man das Negative, das Leid, die Ungerechtigkeiten ausklammert, dann mag man das so sehen....aber es ist doch eher Schönrederei und Selbstbetrug.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Das magst Du für Deine Lebenserfahrung halten, aber alle Wahrnehmung ist subjektiv und damit ganz sicher nicht wahr

Unsinn!
Du sagst es selber:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Den einen führt er unbeschwert von der Wiege bis zu Bahre, den anderen von einer "Katastrophe" in die andere. Und es hat praktisch nie damit zu tun, was ein Mensch tut, wie er sich verhält und denkt und handelt. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem, was ein Mensch tut und dem, was er erlebt.

Warum schreibst du das....wo es doch subjektiv ist und daher -für dich - nicht wahr?

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Ich halte mich hier an den weisen König Salomo: "Ich habe aber erkannt, dass alles, das Gott tut, für ewig sein wird. Es ist ihm nichts hinzuzufügen und nichts davon hinwegzunehmen und Gott hat es also gemacht, dass man sich vor Ihm fürchte."

Ein Gott vor dem man sich fürchtet? Wie kann man diesen Gott lieben, so wie es gefordert wird?

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

"Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang; besser der Tag des Todes als der Tag, da einer geboren wird". Das ist kein Pessimissmus, das ist Einsicht und Weisheit.

Dazu sag' ich besser nichts.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Die Wahrheit, die Realität, ist uns nicht unmittelbar zugänglich; sie ist uns nicht einmal indirekt zugänglich. Sie ist schlicht größer als wir ahnen, denken und verstehen können. Sie ist übrigens auch größer und schöner als alles, das wir erbitten oder wünschen können.

Für deine Ansicht, dass man die Wahrheit nicht erkennen kann, lehnst du dich aber "ganz schön aus dem Fenster" und gibst doch vor zu wissen.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

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Ich weiß, dass ich nichts weiß
Zum Thema "Mängel" schreibst Du:

Veröffentlicht von: @kahei2

Sie sind real, man braucht sich ja nur umschau'n in der Welt.

Umsehen reicht aber nicht. Alles Sehen ist perspektivisch, subjektiv und infolge der irrationalen Emotionen alles Mögliche, aber sicher weder wahr noch real. Wie Du mir bestätigst, stirbt jeder Mensch. Es ist keine Frage von Mangel, sondern nur eine Frage der Zeit. Manche sterben trotz Überfluss, manche überleben trotz Mangel, nur um an einem anderen Tag zu sterben. Aber dass alle Menschen sterben, heisst noch lange nicht, dass es keinen guten Hirten geben kann. Das Leben in einem Körper, der Geist und Seele enge Grenzen setzt, und durch den nach anfänglicher Euphorie der jugendlichen Kraft uns deutlich vor Augen geführt wird, dass wir nicht Herr unseres Lebens sind, weil Kraft und Mut immer weiter Abnehmen und bei vielen der nackten Angst Platz machen, ist kein Zuckerschlecken.

Sicher, wenn Du der Überzeugung bist, mit dem biologischen Tod wären auch Seele und Geist erledigt, hast Du Recht. Dann ist das Gerede von einem guten Hirten kaum mehr als Augenwischerei. Nur kann niemand seine Überzeugung hinsichtlich dessen, was es mit dem Tod unserer äußeren Hülle auf sich hat, Beweise oder Belege vorbringen. Es ist eine reine Glaubenssache. Du magst glauben, dass das Leben eine Krankheit ist, die in jedem Fall tödlich endet, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Du Genuss erlebst, wenn Du etwas Leckeres trinkst oder isst, einer tollen Musik Zugang zu Deiner Seele gewährst, einen Film immer und immer wieder ansiehst, weil er Deine Seele beflügelt oder wenn Du im Liebesrausch innere Verschmelzung erleben darfst.

Und selbst wenn mit dem Ableben unserer Leiber auch Geist und Seele verschwinden sollten, so sind all diese Momente des Glückes doch erlebt worden. Sie mögen nicht real gewesen sein, aber sie wurden als Glück empfunden. Glück, das das Herz zu weiten vermag, Glück, das milde gegenüber anderen gestimmt hat, Glück, das die Umgebung und das Innere dessen, der es erleben durfte, erhellt hat und damit auch dem einen oder anderen Licht war.

Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst, uns bleibt nur Glaube, Liebe und Hoffnung. Und sollte Dein Glaube wirklich sein, dass das Leben eine unheilbare Krankheit ist, die mit dem Tod endet, kann ich Dir nur von Herzen wünschen, dass Du auf der anderen Seite völlig verdattert aufwachst und aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommst. Bis dahin versuche, Dir und anderen mit Barmherzigkeit, Liebe und Wohlwollen zu begegnen, "denn es gibt nichts besseres unter den Menschen, all die Tage ihres eitlen Lebens, dass einer esse und trinke und seine Seele Gutes sehen lasse bei all seiner Mühe mit der er sich abmüht." (Das ist auch von Salomo)

Veröffentlicht von: @kahei2

Erst man das Negative, das Leid, die Ungerechtigkeiten ausklammert, dann mag man das so sehen....aber es ist doch eher Schönrederei und Selbstbetrug.

Ich klammere das Negative, das Leid und die Ungerechtigkeiten nicht aus, ich habe sie in einem gewissen Übermaß erlebt und erlebe sie bis heute immer wieder. Aber das hält mich nicht davon ab, den Sekt, den ich gerade trinke, in vollen Zügen zu genießen, das Essen, das ich mir gerade zubereitet habe und das mich in einen Rausch der Geschmackserlebnisse versetzt hat, dankbar anzunehmen, und das Wissen zu genießen, dass es Menschen gibt, die ich liebe und wertschätze und dass es auch Menschen gibt, die mich lieben und wertschätzen. Aber über allem und mehr als alles bade ich in der Gewissheit, dass das Wesen, dass sich all das ausgedacht und für mich erfahrbare Wirklichkeit gemacht hat, das sich auch dich und mich ausgedacht hat, dich und mich liebt.

Und ich wage hier einmal eine Wette. Du wirst Dich dieser Liebe nicht ewig widersetzen können. Irgendwann wirst du ihr unterliegen. Sie wird dich überwältigen, das steht jedem Menschen bevor. Aber bei Dir habe ich doch die feste Hoffnung, dass sie Dich nicht nur überwältigen sondern sogar verschlingen wird. Und das wird dich wie so viele vor und nach dir letztlich zur Liebe selbst machen. Stell Dir das mal vor: ein Kahei, der Kraft der ihm innewohnenden Liebe alles aufblühen lässt, dem er begegnet und der von Vielen wertgeachtet, geschätzt und geliebt wird.

Veröffentlicht von: @kahei2

Warum schreibst du das....wo es doch subjektiv ist und daher -für dich - nicht wahr?

Ich schreibe in der vielleicht irrigen Hoffnung davon, dass ich bestenfalls gewisse Ahnungen habe, aber immer noch nur ganz leicht an der Oberfläche der Geheimnisse kratze, die unser Dasein und das gesamte Universum ausmachen, dass auch der eine oder andere dahin kommt, seine subjektiven und emotional gefärbten Wahrnehmungen und Überzeugungen als subjektiv zu erkennen und damit auch jedem anderen dessen subjektive, emotional gefärbten Überzeugungen zu zugestehen.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ein Gott vor dem man sich fürchtet? Wie kann man diesen Gott lieben, so wie es gefordert wird?

Du meinst hier vermutlich nicht Furcht sondern Angst. Ein himmelweiter Unterschied. Angst ist nebulös, unbestimmt und nicht fassbar. Furcht hat mehr mit Ehrfurcht zu tun, mit einem Zittern und Beben vor Glück und erfasst, erkannt worden zu sein, ohne im Moment noch verstehen zu können, was das in der Tiefe bedeutet.

Veröffentlicht von: @kahei2

Für deine Ansicht, dass man die Wahrheit nicht erkennen kann, lehnst du dich aber "ganz schön aus dem Fenster" und gibst doch vor zu wissen.

Dieses Dein Empfinden kann ich Dir nicht nehmen. Ich mag vielleicht mehr wissen als der eine oder andere, aber mit jeder kleinen Antwort, die ich in Erfahrung bringe und vielleicht sogar im Ansatz verstehe, tun sich mindestens zwei neue, noch größere Fragen auf. Um so mehr ich verstehe und erkenne umso mehr wird mir klar, wie viel größer der Teil ist, den ich noch nicht einmal zu erfassen und zu verstehen begonnen habe. Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, wie wenig ich weiß.

Ist wahrscheinlich viel zu umständlich formuliert. Ich gebe nicht vor, zu wissen, ich habe versucht zu erklären, dass und warum ich weiß, dass ich nichts weiß. Gar nichts. Weil das bischen, das ich vielleicht zu wissen meine, nichts im Vergleich mit dem ist, dass es zu Wissen und zu Verstehen gibt. Überdies kann ich für Christen immer nur wieder darauf hinweisen, dass all unsere vermeintliche Erkenntnis am Ende nichts weiter als Makulatur ist. Sie wird hingeggetan werden, wenn das Vollkommene gekommen sein wird. Das kann jeder am Ende des wohlbekannten 13. Kapitels der ersten Briefes an die Korinther nachlesen. Und das Vollkommene wird kommen. Ganz sicher.

nagah-tahum antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Beiträge : 353

...und selbst das weißt du nicht sicher.

Hm.
Dein Beitrag ist ganz schön widersprüchlich, schreibst du doch:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Aber über allem und mehr als alles bade ich in der Gewissheit, dass das Wesen, dass sich all das ausgedacht und für mich erfahrbare Wirklichkeit gemacht hat, das sich auch dich und mich ausgedacht hat, dich und mich liebt.

Du bist dir dessen also gewiss, aber dann schreibst du wieder:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Ich gebe nicht vor, zu wissen, ich habe versucht zu erklären, dass und warum ich weiß, dass ich nichts weiß. Gar nichts.

Ist schon merkwürdig!

Weiter schreibst du:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Umsehen reicht aber nicht. Alles Sehen ist perspektivisch, subjektiv und infolge der irrationalen Emotionen alles Mögliche, aber sicher weder wahr noch real.

Du meinst also man kann die Wahrheit bzw. die Realität nicht wirklich erkennen, verlangst aber von mir, dass ich das:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Wie Du mir bestätigst, stirbt jeder Mensch.

.

bestätige. Nach deiner Ansicht kann ich das aber gar nicht wirklich, weil ich die Wahrheit bzw. die Realität nicht erkennen kann.

Unverständlich ist mir auch, wie du auf das Thema dieses Seitenstranges:
"der Herr ist mein Hirte, es wird mir an nichts mangeln", (den Satz, den ich als nicht zutreffend ansehe),
auf den Tod, Seele und Geist kommst.
-------------

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Du meinst hier vermutlich nicht Furcht sondern Angst

Ich meine Furcht und nicht Angst, ich meine auch nicht Ehrfurcht.
Der christliche Gott ist zu fürchten, denken wir doch nur an die ewige Hölle.
Du meinst die grenzenlose Liebe Gottes zu uns Menschen zu erkennen, aber ich frage mich immer, warum ein liebender Gott DIESE Welt SO erschuf, Menschen erschuf, von denen er bei der Erschaffung schon wusste, dass alle sündigen werden, und alle verdorben sein werden.
Das begreife ich nicht.

Und am Schluss wieder:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Und das Vollkommene wird kommen. Ganz sicher.

Obwohl du weißt, dass du nichts weißt, DAS weißt du auf einmal!?

Merkwürdig.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81

Wissen und Liebe
Nur weil ich mir meines Menschseins bewusst bin, und damit meine ich die allen Menschen auferlegten, sehr zahlreichen und sehr einschränkenden Begrenzungen sich bewusst zu machen und verstehen zu lernen, heißt das noch lange nicht, dass ich in bestimmten Punkten keine subjektive und unumstößliche Gewissheit erleben kann. Das kann ich und das tue ich. Ich behaupte aber nicht, dass diese meine subjektive Gewissheit allgemeinen Charakter hätte und auch von allen anderen anerkannt werden müsse. Andere haben andere Gewissheiten. Ob und wenn ja bis zu welchem Punkt solche subjektiven Gewissheiten unumstößlich sind, zeigt sich meist nur im Extremfall, aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind und bleiben subjektiv. Ein anderes Erleben, Lernen, Erkennen und Begreifen ist meiner Ansicht nach nicht möglich.

Es ist deshalb nicht möglich, weil uns auf grund der oben erwähnten, zahlreichen und teilweise extremen Einschränkungen nur ein ganz kleiner Teil unserer Selbst und der Welt, in der wir leben zugänglich ist. Wir haben nur unsere fünf Sinne: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Es gibt aber viel mehr. Jeder Hai hat zum Beispiel 13 Sinne und damit ein deutlich größeres Wahrnehmungsfenster als wir Menschen.

Dazu kommt, dass jeder Mensch nur ein sehr begrenztes Fassungsvermögen hat und nicht ansatzweise alle relevanten Aspekte eines Themas oder Zusammenhanges, eines Konfliktes oder einer Versöhnung überblicken kann. Ein weiterer Punkt ist, dass jede unserer Wahrnehmungen nicht nur subjektiv ist sondern prakisch immer mit mehr oder weniger intensiven Emotionen einhergeht.

Sollte es eine objektive Wirklichkeit geben, also dass, das wir so gerne als DIE Wirklichkeit oder als Realität bezeichnen, ist sie uns nicht direkt zugänglich. Wir sind nicht einmal in der Lage, einen überzeugenden Beweis dafür zu führen, ob es eine solche Realität überhaupt gibt oder nicht.

Die Welt, in der wir leben, hat mindestens vier Raumdimensionen und mindestens eine Zeitdimension. Vermutlich hat sie sogar bis zu 10 oder 11 Dimensionen. Bestimmte physikalische Theorien und mathematische Gegebenheiten legen dies nahe. Wir tun uns aber schon mit drei Raumdimensionen schwer, weil wir beim Sehen nur zweidimeonsionale Bilder geliefert bekommen, die wir dann in der Netzhaut und später noch detaillierter im Gehirn in ein dreidimensionales Bild extrapolieren und umrechnen. Die vierte Dimension nehmen wir verrückterweise als Kraft war obwohl es nur eine Raumdimension ist, der aber das Licht und alles andere folgt, das sich in Bewegung befindet.

Wenn wir nun schon in den grundlegendsten Dingen der uns umgebenden Welt völlig merkwürdige, widersprüchlich Erfahrungen, Ansichten und Erlebnisse haben, uns Raum und Zeit zum Beispiel als grundsätzlich absolut und gleichförmig vorstellen, wohl wissend, dass sie weder absolut und noch gleichförmig sein können, wieviel widersprüchlicher und merkwürdiger muss es dann erst werden, wenn wir auf Emotionen und Dinge wie Vertrauen oder gar Liebe zu sprechen kommen?

Dass nicht nur mein Beitrag sondern mein ganzes Wesen mehr oder weniger widersprüchlich scheint, hat meines Erachtens mit den eben kurz skizzierten Beschränkungen unserer Wahrnehmung aber zu einem vermutlich noch größeren Teil mit unserem Menschsein zu tun. Vernunftbegabt aber irrational handelnd - trifft doch das Verhalten praktisch aller Menschen recht genau.

Veröffentlicht von: @kahei2

Du meinst also man kann die Wahrheit bzw. die Realität nicht wirklich erkennen, verlangst aber von mir, dass ich das:

Ganz genau und wie eben noch einmal mit anderen Worten erklärt. Und ich habe von Dir gar nichts verlangt. Du selbst hast behauptet, dass alle Menschen sterben und ich stimme Dir zu. Die bisherige Mortalitätsrate liegt bei satten 100%. Will sagen, alle Menschen, die, sagen wir, vor 200 Jahren geboren wurden, sind mittlerweile zu 100% gestorben. Deshalb ist es sinnvoll (und biblisch) davon auszugehen, dass dies auch für alle jetzt lebenden Menschen gilt, insbesondere auch für mich selbst. Biblisch ist der Gedanke unter anderem, weil in einem anderem Psalm, dem Psalm 90 zu lesen ist: "Die Tage unserer Jahre, ihrer sind 70 Jahre und wenn in Kraft 80 Jahre und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit, denn schnell eilt es vorüber und wir fliegen dahin. So lehre uns denn zählen unsere Tage, auf dass wir ein weises Herz erlangen".

Veröffentlicht von: @kahei2

Nach deiner Ansicht kann ich das aber gar nicht wirklich, weil ich die Wahrheit bzw. die Realität nicht erkennen kann.

Du kannst doch aber trotzdem davon erzählen, wie Du die Welt erlebst und dass und warum Du Dir bestimmter Dinge subjektiv sicher bist. Und nur darum ging und geht es. Und weil alles Erleben, jedes Wissen und jede Erkenntnis subjektiv und emotionsbehaftet ist, sollten wir uns hüten, unsere Erkenntnisse und Überzeugungen absolut zu setzen und von anderen zu verlangen, diese als solche absoluten Gewissheiten anzunehmen. Du teilst meine für mein Empfinden unumstößlichen Gewissheiten doch auch nicht, viele zu mindest nicht. In wieder anderen Punkten finden wir uns völlig auf einer Linie wieder.

Das heißt ja nun eben nicht, dass einer von uns beiden Recht hat und der andere im Irrtum sein muss. Es heißt einfach nur, dass wir Menschen nicht ansatzweise erkennen oder überblicken können, was erforderlich wäre, um zur Wahrheit, zur Realität überhaupt durchzudringen, geschweige denn reale Sachzusammenhänge zu begreifen. Jeder Mensch ist Zeit seines Lebens im Irrtum und längst nicht alle sind bereit, Irrtümer als solche zu erkennen und hinter sich zu lassen und die jetzigen Überzeugungen als die Irrtümer von morgen zu sehen.

Veröffentlicht von: @kahei2

Unverständlich ist mir auch, wie du auf das Thema dieses Seitenstranges:
"der Herr ist mein Hirte, es wird mir an nichts mangeln", (den Satz, den ich als nicht zutreffend ansehe),
auf den Tod, Seele und Geist kommst.
-------------

Weil Seele und Geist mehr zum Erleben von Mangel oder Überfluss beitragen als unsere fünf Sinne und weil der Tod für viele als unüberwindbarer Mangel angesehen wird und sei es nur als unerträglicher Mangel an Lebenszeit.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich meine Furcht und nicht Angst, ich meine auch nicht Ehrfurcht.
Der christliche Gott ist zu fürchten, denken wir doch nur an die ewige Hölle.

Und gerade das bestätigt meine Vermutung, dass Du das meinst, das ich als Angst bezeichne. Vielleicht kämen wir mit einer Begriffsdefinition weiter, aber das würde hier wohl zu weit führen. Aber kurz möchte ich hier mal einen Gedanken zur Diskussion stellen. Wer meint, Gott sei auf grund seiner Macht zu fürchten, nach dem körperlichen Tod auch Geist und Seele in der Hölle zu vernichten, muss meines Erachtens von Angst reden, weil Furcht dem Begriff nach etwas Konkretes meint, das man fürchtet, Angst hingegen nicht nur meistens rein emotional und damit bar jeder konkreten Ursache und praktisch irrational ist, sondern sich meist immer auf Dinge gründet, die vielleicht passieren könnten, von denen man aber dennoch keine Vorstellung hat, wie sie konkret daher kommen. Viele haben beispielsweise Flugangst, aber noch nie eine Bruchlandung oder gar einen Absturz mitgemacht.

Veröffentlicht von: @kahei2

Du meinst die grenzenlose Liebe Gottes zu uns Menschen zu erkennen, aber ich frage mich immer, warum ein liebender Gott DIESE Welt SO erschuf, Menschen erschuf, von denen er bei der Erschaffung schon wusste, dass alle sündigen werden, und alle verdorben sein werden.
Das begreife ich nicht.

Das verstehe ich nur zu gut. So lange man selbst meint, verstanden und begriffen zu haben, was und wie Liebe ist, und was Liebe ganz sicher und was sie auf gar keinen Fall jemals tun könne, solange kann man nur einfach kopfschüttelnd dastehen und sagen, dass man das alles nicht versteht.

Ist man aber bereit, sich von der Vorstellung zu verabschieden, Liebe verstanden und erkannt zu haben, kann man in diesem Punkt weiterkommen und ein wenig besser als vorher etwas von der Liebe lernen und vielleicht sogar selbst mehr Liebe zu werden. Nicht dass die neue Erkenntnis dann kein Irrtum wäre. Eben weil alle unsere Erkenntnis bruchstückhaft undeutlich und damit irrtümlich ist, werden wir sie ja alle hinwegtun, wenn uns die Augen geöffnet werden und wir erkennen, wie wir selbst erkannt worden sind. Ein eigentlich ganz bekannter Vers in einem ganz bekannten Kapitel der Bibel, nämlich 1. Korinther 13. Aber offenbar von vielen Bibellesern schlicht überlesen.

Veröffentlicht von: @kahei2
Veröffentlicht von: @###user_nicename###

Und das Vollkommene wird kommen. Ganz sicher.

Obwohl du weißt, dass du nichts weißt, DAS weißt du auf einmal!?

In meinem Herzen bin ich davon überzeugt, ja. Aber das ist kein Wissen. Das ist etwas weit Intensiveres. Etwas Überwältigendes. Ich vermute, es ist Liebe.

Veröffentlicht von: @kahei2

Merkwürdig.

Oh ja, alle Menschen sind höchst merkwürdig. Und die Liebe toppt das mühelos. Sie ist noch merkwürdiger als wir alle zusammen.

nagah-tahum antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Nur weil ich mir meines Menschseins bewusst bin, und damit meine ich die allen Menschen auferlegten, sehr zahlreichen und sehr einschränkenden Begrenzungen sich bewusst zu machen und verstehen zu lernen, heißt das noch lange nicht, dass ich in bestimmten Punkten keine subjektive und unumstößliche Gewissheit erleben kann. Das kann ich und das tue ich.

Du erlebst also subjektive und unumstößliche Gewissheit.
Welche "bestimmte" Punkte wären das?
Hast du dich schon einmal gefragt, bzw. nachgeforscht, woher denn diese Gewissheit kommt?
Ist sie vllcht. gar nur ein "Erzeugnis" deines Gehirns, dass dir diese Gewissheit vorspiegelt?

Alles andere, dass du über unsere Wahrnehmung schreibst, dem stimme ich voll und ganz zu, etwa wenn du schreibst:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Sollte es eine objektive Wirklichkeit geben, also dass, das wir so gerne als DIE Wirklichkeit oder als Realität bezeichnen, ist sie uns nicht direkt zugänglich. Wir sind nicht einmal in der Lage, einen überzeugenden Beweis dafür zu führen, ob es eine solche Realität überhaupt gibt oder nicht.

oder:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Wenn wir nun schon in den grundlegendsten Dingen der uns umgebenden Welt völlig merkwürdige, widersprüchlich Erfahrungen, Ansichten und Erlebnisse haben, uns Raum und Zeit zum Beispiel als grundsätzlich absolut und gleichförmig vorstellen, wohl wissend, dass sie weder absolut und noch gleichförmig sein können, wieviel widersprüchlicher und merkwürdiger muss es dann erst werden, wenn wir auf Emotionen und Dinge wie Vertrauen oder gar Liebe zu sprechen kommen?

------

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Und gerade das bestätigt meine Vermutung, dass Du das meinst, das ich als Angst bezeichne.

Ich meine schon die Furcht, in unserem Fall vor der Möglichkeit einer ewigen Hölle.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Das verstehe ich nur zu gut.

Schön.
Nun schreibst du, du hättest es doch verstanden --das Gott uns nicht "besser" erschuf-- weil du meinst es hätte mit Liebe zu tun.
Ich kann das nicht erkennen, eher das Gegenteil, denn wie soll ich eine ewige Hölle mit Liebe verbinden.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

In meinem Herzen bin ich davon überzeugt, ja.

Siehe oben, frage ich dich: warum???

Für mich ist Liebe von unserem Gehirn erzeugt, fußend auf dem Ererbten und Erlebten, mit viel Gefühl, ein wenig Vernunft und fast gar keine Logik.

servus
kahei2

kahei2 antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81
Veröffentlicht von: @kahei2

Hast du dich schon einmal gefragt, bzw. nachgeforscht, woher denn diese Gewissheit kommt?

Ja, das frage ich mich seit frühester Kindheit.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ist sie vllcht. gar nur ein "Erzeugnis" deines Gehirns, dass dir diese Gewissheit vorspiegelt?

Ja, ist sie vielleicht in der Beziehung, dass auch all meine Erfahrungen von Schmerz, Erschöpfung, Kälte, Verletzung und abgrundtiefer Traurigkeit wie auch die Erfahrung meiner gesamten Existenz nur ein Erzeugnis meines Gehirns sein könnte. Du redest hier mit einem mehr oder weniger überzeugten Konstruktivisten. Trotzdem oder gerade deshalb ist es meine persönliche, subjektive Wirklichkeit, die keinerlei Anspruch auf irgendwie höhere Gültigkeit gegenüber den subjektiven Wirklichkeiten meiner Mitmenschen erheben kann. Aber das ist in gewisser Weise "schwammig", denn gegenüber unserem subjektivem Empfinden und Wahrnehmen halte ich Logik für etwas Universelles und tatsächlich Reales, für mein Empfinden ein Aspekt von Göttlichkeit. Und in bezug auf Logik erlebe ich, dass die Mehrheit meiner Umgebung auf diesen Aspekt keinen Pfifferling gibt: Vernunftbegabt, aber irrational handelnd; und ich schließe mich selbst nicht aus.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich meine schon die Furcht, in unserem Fall vor der Möglichkeit einer ewigen Hölle.

Von der Du genauso wie ich und jeder andere lebende Mensch nicht den leisesten Hauch einer Vorstellung hat. Das ist eben genau der Unterschied zwischen Angst und Furcht. Vor etwas Konkretem, optimaler Weise bereits Erlebten kann man Furcht haben, vor etwas gänzlich Unbekanntem, vor etwas, das man sich ausschließlich vorstellt aber noch nie erlebt hat, empfindet man eben jene Angst, die man auch vor dem empfindet, das möglicherweise eintreten könnte, von dem aber keineswegs sicher ist, dass es eintreten wird. Vor einer Möglichkeit oder etwas Unbekanntem empfindet man Angst, zumindest nach allgemeiner Begriffsdefinition.

Aber das hilft uns hier nicht weiter. Ich staune in letzter Zeit sehr darüber, dass ich offenbar zu einer Minderheit gehöre, die von keinerlei Ängsten geplagt ist. Die meisten Menschen in meinem persönlichen Umfeld erleben mehr oder weniger regelmäßig mehr oder weniger intensive Angst-Attacken, gepaart mit völlig irraitionalen Ängsten. Zum Beispiel der Angst, in der Türkei Urlaub zu machen und statt dessen Urlaub in Griechenland zu buchen. Oder der Angst, einem Flugzeugabsturz oder einem Verkehrsunfall zum Opfer zu fallen, obwohl doch nachweislich die überwiegende Mehrheit aller Menschen in einem Bett liegend und unbeeinträchtigt von äußerlicher Gwalt stirbt.

Veröffentlicht von: @kahei2

Ich kann das nicht erkennen, eher das Gegenteil, denn wie soll ich eine ewige Hölle mit Liebe verbinden.

Ich kann mir da offenbar nur den Mund fusselig reden. Mal im Klartext: Meiner Meinung nach hat kein Mensch auf dieser Welt auch nur eine Ahnung davon, was Liebe wirklich ist. Wer argumentiert, dass Liebe mit bestimmten Dingen nicht in Verbindung gebracht werden kann, nimmt in meinen Augen für sich in Anspruch, zu wissen, was und wie Liebe ist. Und das ist in meinen Augen gleichbedeutend damit, zu wissen, was und wie Gott selbst ist. Und wer so etwas für sich in Anspruch nimmt, stellt sich mit Gott, seinem Schöpfer, auf ein und dieselbe Stufe. Und das erinnert mich an die Worte Jesajas: "Spricht etwa das Bild zum Bildner, warum hast du mich also gemacht? Oder sagt das Bild zum Bildner: Er hat keine Hände?". Äh, geht es noch? Wir, wir allein sind die Träumenden. Wenn einer keine Hände hat, dann sind das wir alle zusammen, die wir "brummen wie die Bären und umhertappen wie die Blinden", übrigens ebenfalls Worte Jesajas.

Veröffentlicht von: @kahei2

Für mich ist Liebe von unserem Gehirn erzeugt, fußend auf dem Ererbten und Erlebten, mit viel Gefühl, ein wenig Vernunft und fast gar keine Logik.

Schön auf den Punkt gebracht. Es sei allerdings die Frage erlaubt, wie etwas so scheinbar Irrelevantes alle Menschen regelmäßig überwältigt und umtreibt? Irrelevant, weil von unserem Innereren erzeugt, gefühlsbedingt und betont und mehr oder weniger bar jeder Logik. Oder ist vielleicht das von uns als "irrelevant" Angesehene am Ende das einzig Relevante, das eine Logik in sich birgt, die wir in unseren lichtesten Momenten bestenfalls schattenhaft und flüchtig zu erfassen vermögen? Sind vielleicht eben diese Momente mehr oder weniger unerklärlichen Glücksgefühls, die Momente, die uns in tiefere Ebenen von Logik und Liebe zu führen vermögen? Und wird am Ende nicht doch die Liebe über die Logik triumphieren? Oder hängen am Ende Liebe und Weisheit über alles erhaben zusammen , wenn Gerechtigkteit und Frieden sich küssen?

Das Schöne ist, wir alle werden die Antworten auf diese und ähnliche Fragen am Ende erkennen und erleben. Wie dieses Erleben sich auf den Einzelnen auswirken mag, ist eine eine sehr persönliche Angelegenheit, die jeder mit seinem Schöpfer ausmachen muss oder die sein Schöpfer mit ihm ausmachen wird. Auf jeden Fall aber, ebenfalls laut Aussage Jesajas, wird dieses Erleben mit einer tiefen inneren Einsicht des Herzens einhergehen, die für den einen oder anderen die Abkehr von allem bedeutet, von dem er vor diesem Erleben überzeugt war. Oder, um mit den Worten Jesajas zu sprechen: "Beschämt werden alle, die wider IHN entbrannt waren"

Ich denke aber nicht, dass Du zu "Jenen" gehörst. Du liebst die Wahrheit und suchst nach ihr. Und Du hungerst und dürstest nach Gerechtigkeit. Und eben auf solchen liegt die Verheißung, das gerade sie gesättigt werden.

nagah-tahum antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 353
Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Aber das ist in gewisser Weise "schwammig", denn gegenüber unserem subjektivem Empfinden und Wahrnehmen halte ich Logik für etwas Universelles und tatsächlich Reales, für mein Empfinden ein Aspekt von Göttlichkeit. Und in bezug auf Logik erlebe ich, dass die Mehrheit meiner Umgebung auf diesen Aspekt keinen Pfifferling gibt: Vernunftbegabt, aber irrational handelnd; und ich schließe mich selbst nicht aus.

Ja, wir Menschen sind schon eine komische Spezies.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Von der Du genauso wie ich und jeder andere lebende Mensch nicht den leisesten Hauch einer Vorstellung hat.

Aber eine Ahnung...und die genügt mir, um dieses "Konzept" abzulehnen....ich glaube nicht daran und das auch als Selbstschutz.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Ich staune in letzter Zeit sehr darüber, dass ich offenbar zu einer Minderheit gehöre, die von keinerlei Ängsten geplagt ist.

Erstaunlich.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Und wer so etwas für sich in Anspruch nimmt, stellt sich mit Gott, seinem Schöpfer, auf ein und dieselbe Stufe. Und das erinnert mich an die Worte Jesajas: "Spricht etwa das Bild zum Bildner, warum hast du mich also gemacht? Oder sagt das Bild zum Bildner: Er hat keine Hände?". Äh, geht es noch? Wir, wir allein sind die Träumenden. Wenn einer keine Hände hat, dann sind das wir alle zusammen, die wir "brummen wie die Bären und umhertappen wie die Blinden", übrigens ebenfalls Worte Jesajas.

Wie bei dem anderen Beitrag geschrieben: eigentlich sollten/müssten wir schweigen.....aber wir tun's nicht.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Sind vielleicht eben diese Momente mehr oder weniger unerklärlichen Glücksgefühls, die Momente, die uns in tiefere Ebenen von Logik und Liebe zu führen vermögen? Und wird am Ende nicht doch die Liebe über die Logik triumphieren? Oder hängen am Ende Liebe und Weisheit über alles erhaben zusammen , wenn Gerechtigkteit und Frieden sich küssen?

*seufz*
Ich weiß es nicht, wie so vieles.

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

Das Schöne ist, wir alle werden die Antworten auf diese und ähnliche Fragen am Ende erkennen und erleben.

Was macht dich da so sicher?

Mir fällt schon wieder eine gewisse Widersprüchlichkeit auf:
einerseits meinst du, man weiß so gut wie nichts --auch meine Meinung, andererseits bist du dir so sicher wenn du schreibst:

Veröffentlicht von: @nagah-tahum

wir alle werden die Antworten auf diese und ähnliche Fragen am Ende erkennen und erleben.

servus
kahei2

kahei2 antworten
kahei2
 kahei2
(@kahei2)
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Hm.
Wie soll ich dein Schweigen interpretieren?

servus
kahei2

kahei2 antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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Gar nicht.
oder:
Wie Du willst.
😊

Er ist nur immer sporadisch hier anwesend und mit immer größer werdenden Abständen ...

neubaugoere antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
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Danke für Dein Verständnis, Du Tochter des Höchsten

nagah-tahum antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81

Vielleicht als Folge von 170% Leistung im Beruf, sprich knapp 70 Stunden pro Woche Arbeit und diversen, persönlichen und mit Hingabe verfolgten Verpflichtungen rein sozial-persönlicher Natur?

nagah-tahum antworten


neubaugoere
Beiträge : 12685

Moinsen,

ich hab mir gestern den Zweiteiler Die zehn Gebote auf BibelTV angetan. Sehr beeindruckend, also nicht der Film, sondern all die "Zusammenhänge", die sich mir mehr und mehr offenbaren. Was Moses so alles durchgemacht hat und welchen Dingen er nach dem Auszug ausgesetzt war, wie sich über die Jahre und Jahrzehnte ein Teilchen neben das andere reiht und eine einzige "Geschichte" ist ... fortlaufend ... und wir heute noch ein Teil dieser Geschichte sind. Beeindruckend.

Beeindruckend, wie er zu Gott geschrien haben muss, der scheinbar schwieg. Wie "schwierig" seine Situationen waren, ohne dass er direkt von Gott etwas hörte und lernte, vorwärts zu gehen im Vertrauen. Genau wie wir heute ... *sinnier* ...

Und doch ist Gott der Hirte, der führt ...
und wir sind seine Schafe, die folgen ...

neubaugoere antworten
34 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Bibeltextverfälschung?: Der Herr ist mein Hirte
In einer Andacht zu Psalm 23 sagte ich etwas, das nicht allen gefiel. Sie meinten sogar-Bibeltextverfälschung.
"Wenn der Herr dein Hirte ist, wird dir nichts mangeln

2 Dann weidet er dich auf einer grünen Aue und führte dich zum frischen Wasser.
3 Er erquickte deine Seele. Er führte dich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchtete ich kein Unglück; denn ER ist bei dir, Sein Stecken und Stab trösteten mich.
5 Er bereitete vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. ER salbte mein Haupt mit Öl und schenkte mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit folgten mir mein Leben lang, und ich bleibe im Hause des HERRN immerdar.

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

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Moinsen,

grad fehlt mir so ein wenig .oO(nein ganz) der Bezug Deiner Gedanken und was Du mir sagen willst ... *zugeb* 🤓

*mpf* 😊

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

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Einfach den Zuspruch.
So wie ich schrieb. *Herz

Veröffentlicht von: @m-poepping

"Wenn der Herr dein Hirte ist, wird dir nichts mangeln

2 Dann weidet er dich auf einer grünen Aue und führte dich zum frischen Wasser.
3 Er erquickte deine Seele. Er führte dich auf rechter Straße um seines Namens willen.
4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchtete ich kein Unglück; denn ER ist bei dir, Sein Stecken und Stab trösteten mich.
5 Er bereitete vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. ER salbte mein Haupt mit Öl und schenkte mir voll ein.
6 Gutes und Barmherzigkeit folgten mir mein Leben lang, und ich bleibe im Hause des HERRN immerdar.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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okay, ich muss auch nicht immer alles verstehen ... *grins*
😊

neubaugoere antworten
holscha
(@holscha)
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Das "Wenn" und "dann" unterstellt die Möglichkeit dass ER dass nicht ist. Eben nur "Wenn..."

Vielleicht wäre "weil" besser?

holscha antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685
Veröffentlicht von: @holscha

Das "Wenn" und "dann" unterstellt die Möglichkeit dass ER dass nicht ist. Eben nur "Wenn..."

Ah, dahin sollte - vermute ich - die Gedankenreise gehen ... ja, ist er dein Hirte oder nicht? ist er der Hirte, dann ... und ja, gerade weil er der gute Hirte ist, geht es mir gut, folge ich ihm ...

wenn ich allerdings an Moses und seine Wanderung denke, gings ihm auch mal nicht so gut, wie uns allen eben ... und dennoch ist Gott der gute Hirte ... wir haben die Möglichkeit, groß zu denken und sind dazu auch aufgefordert und herausgefordert, größer zu denken, geschichtlicher zu denken ...

guter Gedanke
Danke Dir! 😊

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

wenn ich allerdings an Moses und seine Wanderung denke, gings ihm auch mal nicht so gut, wie uns allen eben ... und dennoch ist Gott der gute Hirte ... wir haben die Möglichkeit, groß zu denken und sind dazu auch aufgefordert und herausgefordert, größer zu denken, geschichtlicher zu denken ...

Veröffentlicht von: @neubaugoere

wenn ich allerdings an Moses und seine Wanderung denke, gings ihm auch mal nicht so gut, wie uns allen eben ...

Meinst du, das dann die Worte nicht immer greifen: "Mir wird nichts mangeln","Ich bin auf grünen Auen","Gutes und Barmherzig folgen mir mein Leben lang", "ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar" ?

Veröffentlicht von: @neubaugoere

.. und dennoch ist Gott der gute Hirte ..

Auch wenn sich das Wort nicht an mir erfüllt?

Folgerndes verstehe ich jetzt nicht:

Veröffentlicht von: @neubaugoere

. wir haben die Möglichkeit, groß zu denken und sind dazu auch aufgefordert und herausgefordert, größer zu denken, geschichtlicher zu denken ...

Veröffentlicht von: @neubaugoere

guter Gedanke

Für mich auf jeden Fall.

Menea

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Ich hab für mich festgestellt, dass ich besser verstehe, wenn ich "größer denke". Es ist das "Allumfassende", wonach ich Ausschau halte. In den kleineren Situationen liegt oft "keine Antwort", aber im Großen ist sie zu finden.

Bei den biblischen Worten sind wir gehalten auch "biblisch zu denken". Gott errettet unsere Seelen, um die geht es also immer, wenn er sagt, dass es uns gut geht, mal mit meinem Wortlaut, dass uns nie mangeln wird, wir auf grünen Auen weiden etc. ... wir in ihm und er in uns, Gutes und Barmherziges wird uns folgen, weil es ihm folgt und er in uns ist und wir in ihm ... sein Reich, seine Werke ... er in uns, er mit uns - Friedefürst, Wunderrat - Gottes Sohn.

Das Wort erfüllt sich.
Wie es sich immer erfüllt hat.

Wir sind ein Teil, ein winziger und doch wesentlicher Teil einer riiiiiiiiesigen Liebesgeschichte. Ich denke, dass sollten wir nie vergessen. Die Liebe überwindet alles, sie erträgt alles, hofft alles und hält allem stand. Sie in uns und wir in ihr.

Nachtrag vom 01.01.2019 2208
Sein Leben (in uns) ist ein Geschenk, nichts ist selbstverständlich.
Alles ist uns geschenkt.

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @neubaugoere

Ich hab für mich festgestellt, dass ich besser verstehe, wenn ich "größer denke". Es ist das "Allumfassende", wonach ich Ausschau halte. In den kleineren Situationen liegt oft "keine Antwort", aber im Großen ist sie zu finden.

Das klingt sehr gut!

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Gott errettet unsere Seelen, um die geht es also immer, wenn er sagt, dass es uns gut geht, mal mit meinem Wortlaut, dass uns nie mangeln wird, wir auf grünen Auen weiden etc. ... wir in ihm und er in uns, Gutes und Barmherziges wird uns folgen, weil es ihm folgt und er in uns ist und wir in ihm ... sein Reich, seine Werke ... er in uns, er mit uns - Friedefürst, Wunderrat - Gottes Sohn.

Würde ich beim ersten mal lesen immer auch so denken.
Dann aber traf ich-wenn ich auch die Sekten kenne, die es einseitig diesseitig in eigener Kraft versuchen umzusetzen-

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.

Jesaja 53,4

Geistlische Krankheit allein? Aber dann kommt noch das geistlische: "Aber + der HERR warf unser aller Sünde auf ihn"

Jes 53.11
Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und * durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn + er trägt ihre Sünden

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Das Wort erfüllt sich.
Wie es sich immer erfüllt hat.

Dann ist es wohl doch so, wie das "Wenn der Herr mein Hirte ist,.." angibt, "dann ist es so!" Mangelfrei!

(Klar, wer will dies dem Mangelnden Christen vorhalten, oder daraus die Theologie verbreiten, das die Menschen der Armen Welt eben den HERRN nicht als Hirten haben. ich denke, da sind wir uns einig, das geht nicht! Den Umkehrschluß dürfen wir anderen nicht machen.
Aber uns selbst. Mangel?

Bibelleser wissen auch um einen Paulus, Paulus macht deutlich, dass ihm Mangel nichts ausmacht. Aber hier verbreitet er nicht die Erlösung durch den Knecht Gottes, den Hirten der Seelen.
Er spricht von seiner Nachfolge, jetzt.
Aber, er gibt Mangel nicht als Grundsätzliche Theologie für die Schafe aus, meine ich!

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wir sind ein Teil, ein winziger und doch wesentlicher Teil einer riiiiiiiiesigen Liebesgeschichte. Ich denke, dass sollten wir nie vergessen.

Das ist für mich der Kern des Evangeliums durch Jesus Christus den Gekreuzigten!

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Sein Leben (in uns) ist ein Geschenk, nichts ist selbstverständlich.

Gern nochmal hervorgehoben.
Aber dazu auch die Verpflichtung, dieses geschenk, was man schon empfangen hat, in allem bestens zu entfallten, zu seiner Ehre.

Nachtrag vom 02.01.2019 1236
Zielführung findet sich hier gut beschrieben, meine ich
Jak 1, 2 Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt,
3 und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.
4 Die Geduld aber soll zu einem vollkommenen Werk führen, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und keinen Mangel habt.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Mir ist oft unklar, was Du eigentlich sagen möchtest, was Deine eigentlichen Beweggründe sind ... aber egal.

Veröffentlicht von: @m-poepping
Veröffentlicht von: @m-poepping

Sein Leben (in uns) ist ein Geschenk, nichts ist selbstverständlich.

Gern nochmal hervorgehoben.
Aber dazu auch die Verpflichtung, dieses Geschenk, was man schon empfangen hat, in allem bestens zu entfalten, zu seiner Ehre.

Nein. Gar keine Verpflichtung. Als könnten wir etwas für Gott tun, aus uns heraus. Aus der Liebe heraus: ein Bedürfnis, eine Ehre ... 😌 ... die Liebe als Triebkraft ...

neubaugoere antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

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Veröffentlicht von: @neubaugoere

Mir ist oft unklar, was Du eigentlich sagen möchtest, was Deine eigentlichen Beweggründe sind ... aber egal.

Ja, ist schwer zu erkennen. Immer die gleichen. Ich will verbalisieren um die Wahrheit des Gottes Sohnes zu umkreisen, neu,besser, tiefer zuerkennen durch forchen, Austausch.#

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Nein. Gar keine Verpflichtung. Als könnten wir etwas für Gott tun, aus uns heraus. Aus der Liebe heraus: ein Bedürfnis, eine Ehre ... 😌 ... die Liebe als Triebkraft ...

Genauso habe ich es gemeint. Meine Worte bedeuten dies.
Aber ich gebe zu, "Verpflichtung" kann man bevorzugt auch anders verstehen.
Es ist immer Empfangen. Nie Machen.

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neubaugoere
(@neubaugoere)
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Verstehe.
Ja, das hab ich auch gelernt, dass so Worte eher verwirren können ... 😀 😉

Veröffentlicht von: @m-poepping

Ja, ist schwer zu erkennen. Immer die gleichen. Ich will verbalisieren um die Wahrheit des Gottes Sohnes zu umkreisen, neu,besser, tiefer zuerkennen durch forschen, Austausch.

Na, das kommt eher schlecht rüber oder ich höre auf nem komischen Ohr ...

neubaugoere antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @neubaugoere

Na, das kommt eher schlecht rüber oder ich höre auf nem komischen Ohr ...

Nein, das höre ich immer wieder. Habe wohl ein riesiges Problem.
Ist mir vor 2 tagen nochmal dermaßen aufgefallen.

Mein persöhnliches Programm, geschenkt vom Erlöser Jesus,
der nach mir schaut, und das Ziel des Lebens mit ihm forciert.

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Na, das kommt eher schlecht rüber oder ich höre auf nem komischen Ohr

Ich hoffe, du denkst nur gutes von mir.

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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Wie wäre es mit mehr "ich-Botschaften"? 😉
Wenn ich von mir rede und meiner Sichtweise, dann "berührt" es den anderen nicht, also es greift ihn nicht an ...
Ich hab auch mal gedacht: "wenn denn ... dann isses doch verd... nochmal meine Pflicht, soundso zu reagieren" - ich kenn das, es ist eine sehr schwer verständliche Darstellung meines Gefühls ... also suchte ich nach neuen Worten dafür ... möglicherweise geht's Dir auch so ... ich hatte Gott sei's wirklich gedankt, einen ganz, ganz gelassenen, liebevollen Menschen an meiner Seite, meinen Freund, Seelsorger und ehemaligen Pastor ... der erklärte mir so manches ... ich bin heute noch dankbar für seine große Liebe, Geduld, Fürsorge, Verständnis und Korrektur ...

Veröffentlicht von: @m-poepping

Ich hoffe, du denkst nur gutes von mir.

Ich habe keinen "Anlass", Schlechtes über Dich oder von Dir zu denken. 😊

neubaugoere antworten
Anonymous
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(@Anonymous)
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Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie wäre es mit mehr "ich-Botschaften"? 😉
Wenn ich von mir rede und meiner Sichtweise, dann "berührt" es den anderen nicht, also es greift ihn nicht an ...

Klasse! Ich war grad auf der Pausenterasse und dachte über den Tread nach und unsere Sprech.

Da wurde mir klar, das ich mehr von meinem Leben, daraus Beispiele sagen sollte.

Dann schreibst du:

Veröffentlicht von: @neubaugoere

Wie wäre es mit mehr "ich-Botschaften"? 😉
Wenn ich von mir rede und meiner Sichtweise, dann "berührt" es den anderen nicht, also es greift ihn nicht an ...
Ich hab auch mal gedacht: "wenn denn ... dann isses doch verd... nochmal meine Pflicht, soundso zu reagieren" - ich kenn das, es ist eine sehr schwer verständliche Darstellung meines Gefühls ... also suchte ich nach neuen Worten dafür ... möglicherweise geht's Dir auch so ... ich hatte Gott sei's wirklich gedankt, einen ganz, ganz gelassenen, liebevollen Menschen an meiner Seite, meinen Freund, Seelsorger und ehemaligen Pastor ... der erklärte mir so manches ... ich bin heute noch dankbar für seine große Liebe, Geduld, Fürsorge, Verständnis und Korrektur ...

Passt!

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
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gut, wenn wir einander haben ... *sing*
(hoffentlich kennt sie das jetzt)
😀

neubaugoere antworten
Deborah71
(@deborah71)
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Beiträge : 17879
Veröffentlicht von: @m-poepping
Veröffentlicht von: @m-poepping

Mir ist oft unklar, was Du eigentlich sagen möchtest, was Deine eigentlichen Beweggründe sind ... aber egal.

Ja, ist schwer zu erkennen. Immer die gleichen. Ich will verbalisieren um die Wahrheit des Gottes Sohnes zu umkreisen, neu,besser, tiefer zuerkennen durch forchen, Austausch.#

Da möchte ich dir mal einen Gedanken anbieten, der bei mir entstanden ist bei deinen Zeilen.

Zwischen 1) "Ich will verbalisieren um die Wahrheit des Gottes Sohnes zu umkreisen, neu,besser, tiefer zuerkennen durch forschen" und 2) "Austausch" verstehe ich persönlich zwei unterschiedliche Dinge.

Vieles, was du zu posting bringst, wirkt auf mich wie Gedankenbruchstücke... so nach dem Ausdruck: ich denke mal ins Unreine... stell einfach mal meine Gedanken dahin. Das ist eine Sammlung von Bruchstücken. Kein Austausch.

Der Austausch wäre für mich erst dann gegeben, wenn der Poster schreibt: "Ich schreibe jetzt mal meine Gedankensammlung auf. Wie wirkt die auf dich, mein Gegenüber?" ..und die beiden dann ins Gespräch über die Sammlung gehen.

Vielleicht hilft dir meine Darstellung ein Stück weiter in der Kommunikation.

deborah71 antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @m-poepping

"Wenn der Herr dein Hirte ist, wird dir nichts mangeln

Veröffentlicht von: @m-poepping

Einfach den Zuspruch.
So wie ich schrieb. *Herz

Dieser Text setzt voraus, dass der Herr schon mein Hirte ist.
In dem Text wird das Vertrauen zu ihm ausgedrückt.

Der Zuspruch ist die Aufzählung der guten Taten.

Die Entscheidung, ob der Herr mein Hirte ist, oder lieber nicht, war schon vorher.

LG flöckli

Nachtrag vom 02.01.2019 1219
Wenn...., dann.... -Sätze sind Erpressung.
Gott erpresst uns nicht.
Er beschenkt.

schneeflloeckchen antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

Ja, der Psalm wurde aus der Liebe heraus geschrieben ...
Danke für den guten Hinweis.

neubaugoere antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392

schneeflloeckchen antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Wenn...., dann.... -Sätze sind Erpressung.
Gott erpresst uns nicht.
Er beschenkt.

jep! Ganz dick geschrieben.

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Wenn...., dann.... -Sätze sind Erpressung.
Gott erpresst uns nicht.

täte ich jetzt nicht so sagen ... aber sie sind "bekannt" aus dem Bereich der emotionalen Erpressung (wenn Du mich liebst, dann ...), das ist ein Missbrauch ganz einfacher "Bedingung-Folgen-Zusammenhänge" - Wenn Du ins Wasser gehst, dann wirst Du nass ... oder wenn Du die Wand rot anmalst, dann ist sie nicht mehr grün ... (der Missbrauch ist dann die Erpressung, um von dem anderen etwas zu kriegen, was er im Moment nicht bereit ist, mir zu geben)

neubaugoere antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 2 Sekunden

Beiträge : 0

Wenn..dann: Der Herr ist mein Hirte

Wenn...., dann.... -Sätze sind Erpressung

Veröffentlicht von: @neubaugoere

täte ich jetzt nicht so sagen ... aber sie sind "bekannt" aus dem Bereich der emotionalen Erpressung (wenn Du mich liebst, dann ...), das ist ein Missbrauch ganz einfacher "Bedingung-Folgen-Zusammenhänge

Andere Wenn.dann-Sätze:
Joh 8,36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, dann seid ihr wirklich frei.

Anonymous antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

*möööööööööööööp*
whatt? 😀 😀

sag ich doch ... hier ging's aber eher um Aufklärung, dass es keine Erpressung ist. 😉

neubaugoere antworten
holscha
(@holscha)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 102

Der Psalm ist keine Erpressung
Die Neuerfindung kann als solche wahrgenommen werden.
Aber die ist ja eine menschliche Erfindung

holscha antworten
schneeflloeckchen
(@schneeflloeckchen)
Beigetreten : Vor 12 Jahren

Beiträge : 392
Veröffentlicht von: @m-poepping

Andere Wenn.dann-Sätze: Joh 8,36 Wenn euch nun der Sohn frei macht, dann seid ihr wirklich frei.

Aber dieser Satz wurde doch lange nach Jesus Heilstat am Kreuz von Menschen geschrieben.
Jesus hatte dann doch schon uns frei gemacht.

LG flöckli

schneeflloeckchen antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Dieser Text setzt voraus, dass der Herr schon mein Hirte ist.

Wenn jemand getauft ist, ist er das.

Veröffentlicht von: @schneeflloeckchen

Die Entscheidung, ob der Herr mein Hirte ist, oder lieber nicht, war schon vorher.

Bei den weitaus meisten Christen haben zunächst Eltern und Paten diese Entscheidung getroffen.
Aber ich kann dieses Geschenk annehmen, indem ich mein eigenes "Ja" dazu sage und versuche, mit meinem eigenen Leben darauf zu antworten.

suzanne62 antworten
an.ja
 an.ja
(@an-ja)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 1756

Hallo Suzanne.

Wenn ich getauft bin, bin ich vielleicht Mitglied in einer Kirche.

Ja, ich kann auch christlich als Christ leben und trotzdem ist der Herr nicht mein Hirte.
Ich glaube, dass es eine Spannung gibt, sein Leben selber abzusichern
oder sich auf den Herrn zu verlassen.
Ich glaube, dass viele Ängste der Christen daher rühren, dass sie eben nicht daran glauben, dass der Herr ihr Hirte ist.
Z.B., fühlt sich ein gut gefüllte Konto sicherer an, als sich auf den Herrn zu
verlassen. Das ist normal.

Es gibt jedenfalls auch gute Gründe, im Zweifelsfall nich an den guten
Hirten zu glauben. Auch für Christen. Sondern lieber an den gesunden
Menschenverstand.

Mir hat mal ein Pastor gesagt, dass Psalm 23 nur geistlich zu verstehen ist.
Also in der Praxis können wir uns darauf nicht verlassen.

Lange Rede, kurzer Sinn: es ist nicht selbstverständlich Psalm 23 zu leben,
man muss es lange lernen. Das ist meine Erfahrung.

Gruß Andy

an-ja antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @suzanne62

Wenn jemand getauft ist, ist er das.

Aber ich muss darauf antworten. Es gab und gibt leider viele Menschen, die getauft sind, sind aber weit entfernt davon, die Schafe des guten Hirten zu sein.

turmfalke1 antworten
Suzanne62
(@suzanne62)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 7631
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Aber ich muss darauf antworten.

Absolut richtig.

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Es gab und gibt leider viele Menschen, die getauft sind, sind aber weit entfernt davon, die Schafe des guten Hirten zu sein.

Das kann und will ich nicht beurteilen.

suzanne62 antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806
Veröffentlicht von: @suzanne62

Das kann und will ich nicht beurteilen.

Auch ich kann und will keinen in eine Schublade stecken. Aber ein paar Beurteilungskriterien gibt die Schrift schon her. Mal zwei Extrembeispiele: Ich würde nicht in Erwägung ziehen, dass Hitler und Stalin Schafe des guten Hirten gewesen sind, obwohl sie getauft waren.

Ein Punkt zur Erkennung, woran sich jeder selbt prüfen kann, ob er/ oder sie Schaf des guten Hirten ist - Jesus sagt über Seine Schafe: "Meine Schafe hören Meine Stimme und folgen mir."

turmfalke1 antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81

Beurteilungskriterien?

Veröffentlicht von: @turmfalke1

Ein Punkt zur Erkennung, woran sich jeder selbt prüfen kann, ob er/ oder sie Schaf des guten Hirten ist - Jesus sagt über Seine Schafe: "Meine Schafe hören Meine Stimme und folgen mir."

Ein sehr guter Punkt. Aber leider oder dem Herrn sei Dank kein objektiver. Kein Mensch, kein Ältester, kein Gemeindeleiter, keine Schwester, kein Bruder kein Ehepartner kann dir oder mir ansehen, ob wir seine Stimme hören und ihr folgen. Denn wie sind jene, die vom Geist Gottes geleitet sind? Sie sind wie Wind. Man hört sein Brausen, aber man weiß nicht, woher er kommt und wohin er geht und kein Mensch kann ihn aufhalten. "Der geistliche Mensch beurteilt alles, selbst aber wird er von niemandem beurteilt". Das lesen wir in 1. Korinther 2. Dass Viele (Du nicht) trotzdem versuchen oder sich sogar dazu aufgerufen fühlen, andere zu beurteilen, steht dem krass entgegen.

nagah-tahum antworten
Turmfalke1
(@turmfalke1)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 3806

Wichtig ist, dass wir von IHM erkannt werden. 😊

turmfalke1 antworten
Nagah-Tahum
(@nagah-tahum)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 81
Veröffentlicht von: @turmfalke1

Wichtig ist, dass wir von IHM erkannt werden. 😊

Mein Reden seit '66. Es ist nur eben so, wer vom Herrn erkannt ist, ist noch lange nicht von den Christen anerkannt. Aber von dem einen oder anderen Menschen wird er geachtet und wertgeschätzt. Von dem einen oder anderen Buddhisten, von dem einen oder anderen Muslim, von dem einen oder anderen Juden, von dem einen oder anderen Hindu, von dem einen oder ander Atheisten, sogar von dem einen oder anderen Satanisten, und, man mag es kaum glauben, sogar von dem einen oder anderen Christen.

Aber Du hast völlig Recht. Allein das zählt: Ob ein Mensch von Christus erkannt ist. Denn solche Menschen werden niemals von Jesus hören: "Weichet von mir ihr Übeltäter, ich habe euch nie gekannt". Das Schöne ist, niemand, nicht einmal ein geistlicher Mensch, kann einem anderen Menschen an der Nase, in seinen Augen oder vor dem Hintergrund seines Tuns und Lassens ansehen, ob er von unserem wunderbaren Herrn erkannt worden ist.

Ich denke, dass ist der Grund, warum uns die Bibel überall auffordert, nicht über andere zu richten. Jakobus schreibt sogar: "Seufzet nicht wider einander, Brüder, auf das ihr nicht gerichtet werdet".

nagah-tahum antworten
Suzanne62
Beiträge : 7631

Eine schöne Idee, mit diesem Psalm das Jahr zu beginnen - gerade in schwierigen Zeiten, wenn ich den Eindruck hatte, dass "mir mein Leben um die Ohren fliegt", habe ich ihn immer sehr gerne gebetet.

suzanne62 antworten


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