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Die Übersetzung von Johannes 1, 1

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Johannes 1,1 wird häufig ungenau wenn nicht sogar falsch übersetzt. Unter Berücksichtigung der bestimmten Artikel vor den Wörtern Gott muss es so klingen:

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei dem Gott und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei dem Gott.

Antwort
25 Antworten
Herbstrose
Beiträge : 14193

Und nun?
Worin besteht nun der Unterschied zu anderen (deiner Meinung nach falschen) Übersetzungen?

Bisher sehe ich nämlich nur einen eingefügten Artikel, der (zumindest in der deutschen Grammatik) sinnfrei ist, denn Eigennamen werden immer ohne Artikel genannt. Wenn wir also beispielsweise berichten, dass eine Person namens Stefan mit dem Zug fuhr, dann schreiben wir ja auch nicht: "Der Stefan fuhr mit dem Zug."

Die Kernaussage ist in allen Übersetzungen die gleiche: das Wort war zu allen Zeiten, also von Anbeginn an, bei Gott. Und Gott selbst ist (im Text heißt es "war") dieses Wort.

herbstrose antworten
3 Antworten
Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523
Veröffentlicht von: @herbstrose

Der Stefan

Im österreichischen Deutsch ist das , glaube ich, durchaus gebräuchlich. 😉

Tja, man muss bei ner Übersetzung auch im Blick haben, ob man dem Sprachgebrauch in der Zielsprache gerecht wird. Da hast du schon recht. 😀

tatokala antworten
Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Namen mit Artikel sind in einigen Regionen gebräuchlich, nicht aber im Hochdeutsch. Zumal im vorliegenden Vers nicht irgendein beliebiger Gott gemeint ist, sondern der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Oder eben "Gott". Es bedarf also keiner besonderen Betonung durch (bestimmte) Artikel.

😁

herbstrose antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3348
Veröffentlicht von: @tatokala

Im österreichischen Deutsch ist das , glaube ich, durchaus gebräuchlich. 😉

Im schweizerdeutsch ist das auch gebräuchlich

"Stefan fahrt mit em Zug."

arcangel antworten


Neubaugöre
Beiträge : 11780

Und nun?
Ich frage wie Herbstrose.
Und nun? Nach 2000 Jahren hast du da was voll Interessantes aufgedeckt, was 2000 Jahre unentdeckt blieb. Was eigentlich?

neubaugoere antworten
Clay
Beiträge : 1322

Die Übersetzer verzichten bei Gott bewusst auf einen Artikel, weil sie wissen, dass Gott weder männlich noch weiblich, sondern geschlechtslos ist.

Im Anfang, also als das Universum geschaffen wurde, war das Wort = der Sohn Gottes, und dieser Sohn Gottes war und ist Gott.
Gott-Vater dachte das Universum in seine Existenz; Gott-Sohn, das Wort, setzte die Pläne des Vaters um und Gott-Heiliger Geist heiligte die Schöpfung für Gott. Deshalb lesen wir im Schöpfungsbericht auch: "Lasst uns Menschen machen ...?

Das räumt allen Zweifel aus: Jesus, der Sohn Gottes war Gott, so kam also Gott selbst als Mensch in diese Welt, um uns zu retten. So heißt es auch, dass 'Gott in Christus war, die Welt mit sich versöhnend'.

Findest Du nicht, dass das wichtiger ist als Artikel?

LG.
Clay

clay antworten
3 Antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Das Wort = Liebe
Hallo Clay,

da können wir auch noch weiter gehen.

Nach 1. Joh. 4, 8 ist Gott Liebe.

Wenn du nun für das Wort = Liebe einsetzt, ergibt es einen deutlicheren Sinn.

Jesus = die Mensch gewordenen göttliche Liebe

Dasselbe schreibt auch Paulus in Korinther 13: Ohne Liebe bin ich nichts

Und genau das macht unser Christ sein aus.

evana antworten
Clay
(@clay)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 1322

Sorry, entschuldige, dass ich erst jetzt darauf eingehe.
Ich danke Dir für diese wichtige Ergänzung, es ist ein wesentlicher Aspekt, wenn nicht der Wesentlichste überhaupt.

Sei gesegnet.

LG.
Clay

clay antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Alles gut. ❤

Veröffentlicht von: @clay

Sei gesegnet.

Danke, du auch.

LG
Evana

evana antworten


andreas
Beiträge : 1642

Das stimmt.
Was aber hat Johannes damit gemeint?

Die in der griechischen Bibel übliche Formulierung für "Gott" ist die mit Artikel, wie übrigens auch bei jedem Eigennamen im Altgriechischen. Man müsste strenggenommen also auch immer "der Jesus" schreiben, wie im süddeutschen Raum bei Eigennamen üblich. Es ist aber klar, dass, wenn der Österreicher "der Schmonki" sagt oder ich als Norddeutscher nur "Schmonki", wir beide Dich damit meinen. (Außer Du bist weiblich, dann gehen wir davon aus, dass der Österreicher das nicht weiß).

Manchmal gibt es auch in der griechischen Bibel Ausnahmen von der Regel mit Artikel.

Es gibt im Johannesevangelium noch mehrere Stellen, an denen "Gott" ohne Artikel gebraucht wird. Die Sicht auf alle diese Stellen macht deutlich, dass der Gebrauch mit und ohne Artikel bei ihm austauchbar ist. Es ist immer der eine Gott gemeint.

(Wir vermuten natürlich alle, dass Du hier nicht über Philologie reden willst, sondern den letzten Trinitätsthread wieder aufwärmen. Der ist aber noch offen, Du kannst also dort schreiben, da wurde es auch schon thematisiert. Und eigentlich ist dort alles dazu gesagt.

Tatsächlich formuliert der griechische Text von Johannes 1 weder so, wie es später in der Trinitätslehre geschah, noch spricht er gegen sie.)

andreas-wendt antworten
2 Antworten
Skenner
(@skenner)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 48
Veröffentlicht von: @andreas-wendt

Was aber hat Johannes damit gemeint?

Am Ende seines Evangeliums sagt er ja was er beabsichtigte mit seinem Zeugnis

Johannes 20:31

Aber die hier aufgezeichneten Berichte wurden geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der versprochene Retter und Sohn Gottes. Wenn ihr an ihn glaubt, habt ihr durch ihn das ewige Leben.

Johannes wollte also zeigen dass Jesus der Sohn Gottes ist und von Gott gesandt wurde und der Messias ist, nicht aber eine konstruierte Lehre der Trinität ein Argument liefern. Als Sohn Gottes wäre er natürlich auch göttlicher Natur. So wie ein menschlicher Sohn von einem Menschen auch Mensch ist. Daraus ein Konstrukt zu machen dass Jesus mit Gott identisch ist, ist etwas was die ersten Christen nie glaubten und aussagten. Ein Sohn Gottes war göttlicher Natur. Das begriffen sie als natürlich, genauso wie sie als Söhne Gottes auch Teillhaber würden an der göttlichen Natur, so wie Petrus es ausdrückt. Weil sie als Söhne Gottes auch von göttlicher Art waren, macht sie dass nicht zu dem Gott, an den sie alle glaubten und konstruiten daraus eine Göttereinheit in einem Gott.

LG Skenner

skenner antworten
andreas
(@andreas-wendt)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 1642
Veröffentlicht von: @skenner

Johannes wollte ... nicht aber einer konstruierten Lehre der Trinität ein Argument liefern.

(Kürzung und grammatische Korrektur des Zitats von mir)
Das stimmt natürlich. Zu behaupten, Johannes schreibe so über Jesus, weil er einer erst Jahrhunderte später formulierten Trinitätslehre Argumente liefern wollte, ist ungefähr so stimmig, wie wenn man sagen würde, ein Apfel fällt nach unten, um der Theorie von der Schwerkraft Argumente zu liefern.

andreas-wendt antworten
lubov
Beiträge : 2420

Brocken werfen -sinnlos?
Moin.

Du hast [url= https://community.jesus.de/forum/ansicht/thread.html?tx_scmforum_pi1 [post_uid]=12846269]grade erst einen Thread eröffnet[/url], der auch nur so ein hingeworfener Brocken war. Ich denke, viele hier würden es begrüßen, wenn du dich erstmal um den kümmerst, anstatt weitere zusammenhanglose Brocken i die Gegend zu schmeißen. Ich jedenfalls fände das sehr begrüßenswert.

Gruß und Segen
lubov

lubov antworten


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