Die Übersetzung von Johannes 1, 1

Johannes 1,1 wird häufig ungenau wenn nicht sogar falsch übersetzt. Unter Berücksichtigung der bestimmten Artikel vor den Wörtern Gott muss es so klingen:
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei dem Gott und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei dem Gott.
Was übersetzt du denn jetzt anders?
Du Übersetzt es doch genau so wie die gängigen Übersetzungen. Die Artikel machen doch kein Unterschied.
Ja, ganz genau so ist es richtig übersetzt. Noch genauer wäre dann noch, nicht beim zweiten mal Gott zu übersetzten sondern mit göttlich. Das Wort war Göttlicher Natur, aber nicht identisch mit dem Gott.
LG Skenner
Hier mal eine kleine Überlegung. Man findet zu Bibelausagen immer wieder auch Paralleltexte, die die Aussagen bestätigen. Was ist denn in euren Augen ein passender Paralleltext zu Johannes 1:1?
LG Skenner

Veröffentlicht von: @skennerHier mal eine kleine Überlegung. Man findet zu Bibelausagen immer wieder auch Paralleltexte, die die Aussagen bestätigen. Was ist denn in euren Augen ein passender Paralleltext zu Johannes 1:1?
1. Mose.... in Bezug zu dem Gebrauch des Wortes Gott hebr. elohim.

Das bedeutet: Das Wort ist gottgleich.
Stimmt, im Grundtext steht „theos“ (Gott) im letzten Teil von Vers 1 ohne Artikel und vor dem Verb „war“.
Was bedeutet das aber?
Es deutet im Griechischen darauf hin, dass es als Prädikatsnomen benutzt wird, also im Sinn von „gottgleich“.
Das Wort ist also gottgleich und nicht etwa der Gott über alle – das ist also nicht austauschbar. Jesus ist nicht der eine Gott, sondern nur der Vater. Das harmoniert auch mit dem Teilsatz vorher „das Wort war bei dem Gott“: Es ist also zu unterscheiden von dem Gott.
Und so harmoniert es auch mit dem Rest der Bibel. Es gibt nur einen Gott über alle und alles und das ist der Vater.

Dass das nicht die einzig mögliche und auch nicht notwendiger Weise die überzeugendste Übersetzung ist, haben wir neulich erst beredet.

Und wieso nicht?
Ach ja? Warum sollte es nicht überzeugend sein?
Weil es nicht zur trinitarischen Lehre paßt? Es kann nicht sein, was nicht sein darf?
Oder gibt es noch einen sachlichen Grund?

Vielleicht liest du da, wo du schon mal mit dabei warst, einfach nochmal nach, ohne hier pampig zu werden. Eine Wiederholung der Diskussion hielte ich, da sie ja eben grade erst stattfand, und angesichts deiner Polemik hier, für redundant.

Nicht nötig. Es gab einfach kein Argument, warum diese Auslegung nicht die einzig mögliche ist.
Außer der Aussage, die ich schon genannt habe (darf nicht sein, kann nicht sein).
Wenn du meinst, es gab ein valides, dann fass du das doch einfach mal kurz zusammen, dann haben wir es hier auch. Kann doch nicht so schwer sein.

Veröffentlicht von: @bleserdarf nicht sein, kann nicht sein
Trifft das nicht auch auf Dich zu?

Deshalb nicht
Veröffentlicht von: @bleserAch ja? Warum sollte es nicht überzeugend sein?
Weil es nicht zur Bedeutung im Griechischen passt.
"und Gott war das Wort" (so die missverständliche wörtliche Übersetzung) besagt, dass das Wort die "Eigenschaft" hat, Gott zu sein.
Soweit die Grammatik.
Das könnte man natürlich mit "gottgleich" ausdrücken, nur dann in einem logischen Salto zu schließen das Wort wäre nicht Gott, das geht eben nicht: Daraus, dass das Wort die "Eigenschaft" hat, Gott zu sein, kann unmöglich ein "das Wort war nicht Gott" abgeleitet werden.
Veröffentlicht von: @bleserWeil es nicht zur trinitarischen Lehre paßt?
Die trinitarische Lehre ist aus vielen Bibelstellen zusammengestellt und systematisiert worden. In einer buchstäblich jahrhundertelangen Diskussion.
Also wenn etwas nicht zur trinitarischen Lehre passt, dann heißt das, dass es auch nicht zu (mindestens) einer Bibelstelle passt.
Womit wir uns jetzt entweder darüber unterhalten können, ob es Widersprüche in der Bibel gibt, oder darüber, welche Bibelstelle(n) das denn sein könnten.
Das wären aber auch wieder ganz andere Themen als hier ...
Helmut
