Erstlingsfrucht
Hallo
Ich lese zur Zeit in einem Buch von der Erstlingsfrucht. Handhabt Ihr das mit der Erstlingsfrucht geben? Und wenn ja, wie?
Der Gedanke hinter der Erstlingsgabe ist ja zum einen, Dankbarkeit zu haben für das was man hat und zum anderen Gott als Geber dieser Gaben zu ehren.
Beide Geisteshaltungen kannst du auf vielfältige Weise in dein Leben integrieren. Dankbarkeit kannst du immer zeigen (seid Dankbar allezeit 1.Thess 5,18) und dir bewusst werden, dass Gott derjenige ist, der dir gibt, ist auch ein Gedanke den du immer pflegen kannst. Wozu dich dann diese Gedanken veranlassen ist ja nicht festgelegt und gibt dir die Freiheit, das vielfältig auszuleben…
Eine Erstlingsgabe deines Lohnes wird übrigens automatisch mit der Kirchensteuer abgezogen…noch bevor du es auf dem Konto hast 😉
Es gab drei Festzeiten im altisraelischen Jahr, an denen von der Ernte gegeben wurde.
Die Erstlingsfrucht ist also keine monatliche Abgabe und es dreht sich um Feldfrucht und Vieh.
Wir haben das rudimentär behalten im Erntedankfest im Oktober.
Das altisraelische Steuersystem hatte den Zehnten (Leviten-, Fest- und Armenzehnt), die Tempelsteuer, Erstlinge und Opfergaben, staatliche Steuern in der Monarchie.
Das ist noch nicht alles.
google doch mal mit den Stichworten 'israelitische Abgaben Bibel' und 'Abgaben im NT Bibel'.
Jesus unterscheidet zwischen kaiserlichen Abgaben der römischen Besatzung (Pflicht) und religiösen Abgaben (Herzenshaltung).
Chag HaBikurim, Fest der Erstlingsfrucht kennzeichnet die Gerstenernte.
Das Fest der Erstlingsfrucht[1] (hebräisch רֵאשִׁית קצִיר Reschit Katzir oder Chag HaBikurim) war im antiken Israel ein jüdisches, agrarisches Fest zur Gerstenernte, das im Rahmen des Pessach (Passahfestes) (im März/April) stattfand und das die siebenwöchige Zählung der Tage bis zum Wochenfest der Weizenernte einleitete. Im christlichen Glauben ist die Auferstehung Jesu Christi am jüdischen Fest der Erstlingsfrucht geschehen, also am Ostersonntag, und das jüdische Wochenfest am 50. Tag darauf entspricht dem christlichen Pfingsten.
Jesus, als Erstgeborener aus den Toten, sein stellvertretendes Opfer und die Auferstehung zeigen eine tiefe Bedeutung und eine Verbindung zum Pessachfest auch wenn die Festtage unterschiedlich terminiert sind.
Nicht überall wird Ostern auch Ostern genannt, sondern z.B. im niederländischen und ostfriesischen Raum ist die Ableitung von Pessach noch zu erkennen: Paaske. So ist der Wunsch am Ostersonntag mit Moije Paaske und die Zeit der Feiertage mit Moije Paaskedagen ausgedrückt. (moi = schön)
Das berührt mich jedes Jahr besonders. Auch deine Frage nach der Erstlingsfrucht, liebe @frischebrise, hat in mir einen Blitzgedanken ausgelöst: Sein Leben für mein Leben gegeben..... das ist der höchste Preis, den es geben kann. Wo versuche ich noch, mein Leben in meiner Hand zu behalten, obwohl es ihm bereits gehört? Danke für diesen Impuls.
Danke für Eure Antworten