Frauen in der Bibel / vor Gott
Hallo zusammen,
Ich bin relativ neu beim glauben und erschrocken über das, was in timotheus 2:12 über die Frauen steht. Ist gott wirklich so frauen unterdrückend?
1. Timotheus 2:12 Hfa
[12] Einer Frau erlaube ich nicht, öffentlich zu lehren oder sich über den Mann zu erheben. Sie soll vielmehr still und zurückhaltend sein.
https://bible.com/bible/73/1ti.2.12.Hfa
Das möchte ich ja nicht hoffen, da ich mich viel wohler fühlen würde mit einem Gott, der mich stark entfalten will als Frau.
Was sagt die Bibel/Gott/Christen dazu?
@beahi Hallo und guten Abend:). Das ist schön.
Also aus der Sicht der Katholischen Kirche wo ich bin, gibt es da zwei Aspekte - zum einen wird ja gerne Kritisiert das Priester immer männlich sind.
Das hat den Hintergrund das der Priester Handlungen vollzieht, wo Christus durch ihn im unsichtbaren handelt. Weil Jesus nun ein Mann war, wird nicht Schrift auch so ausgelegt.
Zum anderen Dann was Kritiker gerne vergessen, das der Mensch mach Jesus mit der höchsten Stellung oder Ehre sozusagen, Maria ist als Mutter von Jesus.Also kein Mann.
Es gibt also durchaus unterschiedliche Dinge bei Mann und Frau, es ist nicht alles gleich wie im Sozialismus. Aber wir als Menschen sind trotzdem Gott gleich, ohne Ansehen der Person. Keiner ist grundsätzlich hier auf der Erde weniger Wert
Gruß Eddie
das der Mensch mach Jesus mit der höchsten Stellung oder Ehre sozusagen, Maria ist als Mutter von Jesus.
Sie wird von allen glücklich genannt werden (Lk 1,48), aber von einer besonderen Stellung kann ich im NT nichts finden. Sie war ein normales, unbedeutendes Mädchen (in Lk 1,6 wird betont, dass Zacharja und Elišabet ein einwandfreies Leben führten, über Maria gibt es keine solche Aussage), und »wie üblich« hat sich Gott für seinen großen Plan ein in menschlichen Augen wenig geeignetes Werkzeug ausgesucht.
Ihr Sohn Jakobus (»der Gerechte«, nicht zu verwechseln mit dem »Kleinen« oder dem Sohn von Zebdäus) war nach dem Weggang von Petrus aus Jerusalem dessen Nachfolger im Amt des Leiters der Muttergemeinde in Jerusalem, in Apg 15 ist er es, der das letzte und somit entscheidende Wort spricht, d.h. auch Petrus hat ihn als Leiter über sich anerkannt. Das sieht für mich so aus,. als ob Jakobus eine höhere Stellung als Maria hatte.
Ist gott wirklich so frauen unterdrückend?
1. Timotheus 2:12 Hfa
Das möchte ich ja nicht hoffen, da ich mich viel wohler fühlen würde mit einem Gott, der mich stark entfalten will als Frau.
Das neue Testament sagt an einigen Bibelstellen aus, dass Männer und Frauen vor Gott gleichwertig sind (siehe z.B. Galater 3,26). Vielleicht war es an dieser Stelle nötig, die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu entdecken und dann auch zu bejahen. Sich unterzuordnen bedeutet in dem Zusammenhang nicht, dass Frauen als minderwertig zu betrachten sind. Wer weiß, möglicherweise ist es sogar eine gewisse geistliche Reife. Den Männern wird in Kolosser 3 ja nicht gesagt, sie sollen sich den Frauen überordnen, sondern sie sollen sie lieben.
In dem angegebenen Vers könnte durchaus auch ein besonderes Lehren gemeint sein, weil Paulus z.B. in Titus 2, 3 ältere Frauen auffordert, Gutes zu lehren. Und er hat ja selbst von Frauen gelernt. Jedenfalls glaube ich nicht, dass Gott so Frauen unterdrückend ist.
Das neue Testament sagt an einigen Bibelstellen aus, dass Männer und Frauen vor Gott gleichwertig sind (siehe z.B. Galater 3,26).
Du meinst sicher Gal 3,28.
Und er hat ja selbst von Frauen gelernt.
Verwechselst du gerade Paulus und Apollus, oder wo steht das in der Bibel?
Du meinst sicher Gal 3,28.
Verwechselst du gerade Paulus und Apollus, oder wo steht das in der Bibel?
Beide Bibelstellen sind zutreffend, also 26 wie auch 28.
Nein, ich dachte schon an Paulus. Spontan fällt mir grad Römer 16 ein (weitere müßte ich gucken), unter den 28 Namen befinden sich schon mal 10 Frauen. Ja, ich weiß, es sind Grüße. Aber lies mal.
Beide Bibelstellen sind zutreffend, also 26 wie auch 28.
26 nicht wirklich. Klar kann man die »Söhne« da geschlechtsneutral als „Söhne und Töchter” interpretieren, das finde ich sogar gut - nur als Beleg für Gleichwertigkeit taugt das nicht.
Spontan fällt mir grad Römer 16 ein
Danke für den Hinweis. Ist indirekt, könnte auch anders interpretiert werden. Dafür haben wir einen relativ eindeutigen Hinweis im Fall der Apostel Andronikus und Junia (offenbar ein Ehepaar, die beide Apostel waren). Wenn auch keinen klaren Beleg, dass Paulus von einer Frau gelernt hat.
Da hab ich auch nix dagegen, nur im Original steht »Söhne«. Man muss also das, was du belegen willst, schon voraussetzen, um zu deinem Schluss zu kommen. Deshalb sagte ich:
nur als Beleg für Gleichwertigkeit taugt das nicht.
Im Zweifelsfall zählt das, was im Original steht, nicht die Übersetzung!
hmm..... spannende Ecke.... Ich hab mal im biblehub interlinear und bei Delitzsch nachgeschaut.
https://biblehub.com/greek/5207.htm zu Söhne, Abstammende/Nachfahren, Erbe
Strong's Konkordanz
huios: ein Sohn
Ursprüngliches Wort: υἱός, οῦ, ὁ
Wortart: Substantiv, Maskulinum
Transliteration: huios
Phonetische Schreibweise: (hwee-os')
Definition: ein Sohn
Verwendung: ein Sohn, Nachkomme.
HELPS Wort-Studien
5207 hyiós - eigentlich ein Sohn (durch Geburt oder Adoption); (im übertragenen Sinne) jemand, der das gleiche Wesen wie sein Vater hat. Für den Gläubigen beginnt die Gotteskindschaft mit der Wiedergeburt (Adoption) durch den himmlischen Vater - durch Christus (das Werk des ewigen Sohnes). Im NT bezieht sich 5207 /hyiós ("Sohn") auch auf weibliche Gläubige (Gal 3,28).
5207 /hyiós ("Sohn") betont die Ähnlichkeit des Gläubigen mit dem himmlischen Vater, d. h., dass er seinem Charakter immer ähnlicher wird, indem er im Glauben lebt ("Gottes eingewurzelte Überzeugungen", siehe 4102 /pístis).
5207 /hyiós ("Sohn") hebt das (gesetzliche) Recht auf das Erbe des Vaters hervor, d. h. wenn der Gläubige in Übereinstimmung mit dem Wesen (der Bestimmung) des Vaters lebt.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Delitzsch in Hebräisch verwendet bnei elohim al-j'dei haemunah bamaschiach jeschua
wörtlich: Söhne/Erben Gottes durch die Hand/Wirkung des Galubens an den Maschiach Jeschua.
Ginge es explizit um männliche Nachkommen, dann würde er sehr wahrscheinlich jeled verwendet haben. Delitzsch war da sehr genau, um den damals verstandenen Sinn zu übertragen.
Also noch mal: Man muss unterscheiden zwischen dem, was da steht, und dem, was gemeint ist.
Da steht eine maskuline Form.
Es gibt gute Gründe dafür, dass das generell gemeint ist, also die nicht erwähnten Töchter mit inbegriffen sind (Paulus hat eben nicht gegendert ;)). Weshalb Übersetzungen wie Luther oder Delitzsch ja nicht zu kritisieren sind.
Aber jeder, der nicht einsieht, dass bei Gott Männer und Frauen gleichberechtigt sind, kann sich natürlich darauf berufen, dass im Original nun mal »Söhne« steht. Also ist das kein Argument - vielmehr ist die Einsicht, was im NT zum Thema Frauen steht, die Grundlage dafür, hier auch mit »Kinder« zu übersetzen. Das wiederum als Argument für Gleichberechtigung von Frauen zu verwenden würde einen Zirkelschluss ergeben.
Im NT bezieht sich 5207 /hyiós ("Sohn") auch auf weibliche Gläubige (Gal 3,28).
Also wenn, dann Gal 3,26-28. In 3,28 kommt huios nicht vor, auch kein Wort, das Kind o.ä. bedeutet.
Also wenn, dann Gal 3,26-28. In 3,28 kommt huios nicht vor, auch kein Wort, das Kind o.ä. bedeutet.
Für mich ist das jetzt nicht heilsnotwendig, ob da Söhne oder Kinder steht. Doch vielmehr, dass wir Christus gehören. Dass wir das neue Kleid der Gerechtigkeit anziehen oder angezogen haben. Irgendwie nimmt da ja Paulus in Galater 3 ja auch Bezug auf die Verse 7 und 9. Römer 12,5 und 1. Kor. 12 ab Vers 12 nehm ich jetzt einfach mal mit rein. Lass uns ein-sein, einssein in einer Person, nämlich in Christus.