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Geht der dritte Knecht verloren? (Lukas 19, 11-27)


crepuscularray
Themenstarter
Beiträge : 33

Es geht um das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden (Lukas 19, 11-27). Der erste und zweite Knecht wurden belohnt, weil die beiden mit dem anvertrauen Pfund für den Herrn gehandelt haben. Der dritte Knecht bekommt wie erwartet keinen Lohn. Dazu verliert er auch den anvertrauten Pfund, weil er damit nicht gehandelt hat. Wie kann man dies geistlich deuten? Geht er verloren? Ist er nicht gläubig?

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Beiträge : 18002

Ich denke, für eine geistliche Deutung genügt die Erkenntnis, dass für Christen Angst vor Gott und eine ängstliche Haltung im Alltag ein schlechter Ratgeber ist. 
Wenn wir das etwas weiterspinnen wollen, dann sehen wir, dass uns (als Knechten) wertvolle Güter und hohe Verantwortung übertragen wurde. Und diesem Vertrauen, das Gott damit verbindet, werden wir nicht gerecht, wenn wir uns ängstlich wegducken und die Schätze "in Sicherheit" verwahren. Denn wir sollen sie schließlich mehren. 

Der dritte Knecht wurde der Verantwortung nicht gerecht - und es lohnt nicht, dass sich das Gleichnis noch weiter mit ihm und seinem künftigen Schicksal befasst.

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GoodFruit
Beiträge : 2789

@crepuscularray Alles Kapital, das wir haben (Geld, materielle Werte, Fähigkeiten, Gaben und Begabungen) ist wertlos, solange bis wir es einsetzen, bis wir es leben lassen und mit ihm leben.

Der reiche Kornbauer, der sich für clever hielt, weil er sein Gut in Lager sicherte, musste sterben. Er hatte das Gut, das ihm gegeben war, vom Leben abgeschnitten, eingesperrt, für andere (wir reden hier von Lebensmittel) unzugänglich, nicht erwerbbar gemacht.

Das Problem ist aber nicht allein, dass das Gut vergraben wird - das Problem ist auch, dass es aus Furcht vor dem mächtigen Gott geschah. Das zeigt eine gestörte Beziehung und ein gestörtes Gottesbild an.

Gott will seine Macht nicht nutzen, um uns vor Angst erstarren zu lassen (das tut nur der Teufel!). Er will, dass wir leben, denn dafür hat er uns geschaffen. Und da dürfen, da müssen wir mutig mit dem unterwegs sein, was Gott uns gegeben haben. Nur so können Früchte wachsen.

goodfruit antworten
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