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Mose, Volk, Unglaube, Viehfütterung


Kaffeepott
Themenstarter
Beiträge : 65

Liebe Alle, 

ich höre/lese mich gerade durchs 4.Buch Mose und mir sind ein paar Sachen aufgefallen.

Als ich gerade an die Stelle kam, wo das Volk murrt, weil sie das Manna nicht mehr sehen können (wo sie zur Strafe Wachteln bis zum Abwinken essen müssen), kamen mir zwei Fragen:

Sie hatten doch Vieh dabei. Wieso haben sie davon nichts gegessen?

Was frass eigentlich das Vieh in der Wüste?

Unglaube: das Volk murrt und will zurück nach Ägypten, obwohl sie doch die Gegenwart Gottes (Wolke, Feuerschein) über der Stiftshütte sahen, bzw genug Wunder, aber auch Strafen erlebt haben.

Wirklich erstaunt hat mich aber Mose:

Da wird lang und breit erklärt, dass der Herr selbst das Volk führte. Wenn sich die Wolke erhob, brachen sie auf. Wo die Wolke sich niederliess, da lagerten sie.

Und dann wird ganz nebenbei erzählt, dass der Schwager von Moses nach Hause zu seinem eigenen Volk will und Mose bittet ihn da zu bleiben, weil er sich auskennt und weiß wo das Volk lagern kann?! Wozu, wenn Gott das Volk doch führt? Und das von Mose, zu dem Gott direkt spricht…

Habt ihr Gedanken dazu?

 

Antwort
5 Antworten
Queequeg
Beiträge : 6021

@kaffeepott 

queequeg antworten


Queequeg
Beiträge : 6021

"Unglaube: das Volk murrt und will zurück nach Ägypten, obwohl sie doch die Gegenwart Gottes (Wolke, Feuerschein) über der Stiftshütte sahen, bzw genug Wunder, aber auch Strafen erlebt haben."

Das hat mich immer schon sehr irritiert, dass die Israeliten ja angeblich Gott direkt erlebt und sich trotzdem von ihm abgewandt haben. Das ist einfach nicht glaubhaft. 

queequeg antworten
2 Antworten
Lucan-7
(@lucan-7)
Beigetreten : Vor 14 Jahren

Beiträge : 22244

@queequeg 

Das hat mich immer schon sehr irritiert, dass die Israeliten ja angeblich Gott direkt erlebt und sich trotzdem von ihm abgewandt haben. Das ist einfach nicht glaubhaft. 

In der Tat. Die haben persönlich erlebt, was Gott alles tun kann und über welche Macht er verfügt - und trotzdem stellen sie sich gegen ihn...?

Es gibt Leute, die fanatisch an ihrem Glauben festhalten, ohne jemals so etwas erlebt zu haben... wie stark müsste dann hier der Glaube gewesen sein, wo ständig Wunder passierten und Gott sichtbar war?

Da passt so einiges nicht...

 

 

lucan-7 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 17 Jahren

Beiträge : 6021

@lucan-7 

"Da passt so einiges nicht..."

In der Tat. Als Bericht über irgendwelche reale geschichtliche Vorkommnisse passt sehr vieles nicht.

Als Mythos der Entstehung von allem und insbesondere als Geschichts-Mythos des eigenen Volkes passt es ganz gut, weil für den Mythos Ungereimtheiten kein Problem darstellen.

queequeg antworten
lhoovpee
Beiträge : 2898

@kaffeepott 

Ich bin kein Experte was diese Geschichten angeht. Insgesamt wird dort aber einiges vermischt worden sein. Ein wanderndes Volk passt nicht zu Besitztümer (Acker etc.) und Viehhaltung. Auch die Angaben zum Weg der Wanderung passen nicht so richtig überein.

Allgemeine Info gibt es hier: https://www.bibelwissenschaft.de/stichwort/35070/

 

lhoovpee antworten


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