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Gott benutzt Hure und..,

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Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

gibt Befehl den Kindern hässliche und abwertende Namen zu geben.

Hosea 1

Wie lieblos ist das denn?

Musste es so drastisch sein?

Wie sind eure Gedanken?

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68 Antworten
Neubaugöre
Beiträge : 11784

vielleicht noch mal anders, ich versteh grad gar nicht, was du eigentlich sagen möchtest.

neubaugoere antworten
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Herbstrose
(@herbstrose)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

Beiträge : 14193

Hier mal der Text:

Hoseas Ehe – das Zeichen für die Untreue Israels1 Dies ist das Wort des HERRN, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn Beeris, zur Zeit des Usija, Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von Juda, und zur Zeit Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel. 2 Als der HERR anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm:

Lutherbibel 2017Hosea 1Lutherbibel 2017Hoseas Ehe – das Zeichen für die Untreue Israels
1 Dies ist das Wort des HERRN, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn Beeris, zur Zeit des Usija, Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von Juda, und zur Zeit Jerobeams, des Sohnes des Joasch, des Königs von Israel. 2 Als der HERR anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Geh hin und nimm eine hurende Frau und Hurenkinder; denn das Land läuft vom HERRN weg der Hurerei nach. 3 Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblajims, zur Frau; die ward schwanger und gebar ihm einen Sohn. 4 Und der HERR sprach zu ihm: Nenne ihn Jesreel; denn es ist nur noch eine kurze Zeit, dann will ich die Blutschuld von Jesreel heimsuchen am Hause Jehu und will mit dem Königtum des Hauses Israel ein Ende machen. 5 Zur selben Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen in der Ebene Jesreel. 6 Und sie ward abermals schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Nenne sie Lo-Ruhama; denn ich will mich nicht mehr über das Haus Israel erbarmen noch ihnen vergeben. 7 Doch will ich mich erbarmen über das Haus Juda und will ihnen helfen durch den HERRN, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch Bogen, Schwert und Krieg, durch Ross und Reiter. 8 Und als sie Lo-Ruhama entwöhnt hatte, ward sie wieder schwanger und gebar einen Sohn. 9 Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.

herbstrose antworten


Herbstrose
Beiträge : 14193

gibt Befehl den Kindern hässliche[del] und abwertende[/del] bedeutungsvolle Namen zu geben.

Und nein, das ist gar nicht lieblos. Lieblos war Gottes Volk. Durch die Namen der Kinder wird ihm der Spiegel vorgehalten.

herbstrose antworten
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Tatokala
(@tatokala)
Beigetreten : Vor 16 Jahren

Beiträge : 2523

Ja, das ist der Sinn der Geschichte.

Natürlich geht das gar nicht, wenn man heutige Massstäbe anlegen will.

Veröffentlicht von: @herbstrose

Durch die Namen der Kinder wird ihm der Spiegel vorgehalten.

Ist ja eben der Punkt, das Kinder dafür nix können.

Wenn man so will, wird man noch mehr solche Geschichten im AT finden können. Z. B. wird im Buch Richter ein Menschenopfer beschrieben - das war auch völlig ok.

Ich finde, daß man aber auch mal sagen kann, was einem nicht passt, oder daß man mit etwas nicht zurechtkommt.

Eine befriedigende Antwort lässt sich darauf auch nicht finden. Die einzige, die man darauf geben kann, wäre, das die Bibel zwar Gottes Wort ist - aber darin eben auch Menschenwort enthalten ist. (Allerdings ist das eine Antwort, mit der - weiß ich - sich manche Menschen schwer tun...)

tatokala antworten
Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Namen haben nun mal in der Bibel eine starke Bedeutung

Anonymous antworten
1 Antwort
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597

Ich finde die Namen immer noch besser als Schear-Jaschub oder gar Maher-Schalal Chasch-Bas 😊
DIE werden wohl mal unter ihren Namen gelitten haben.

Aber Hallo: Das geht auch modern.
http://www.bifo.de/viewtopic.php?t=817

belanna antworten


DerNeinsager
Beiträge : 1449

Naja (Sarkasmus an) besser eine Untreue Frau wie eine Zänkische (Sarkasmus aus) Die erste Wahl wird es vom Propheten sicher nicht gewesen sein.

Allerdings zeigt uns das wie rigeros das Leben sein kann. Der Prophet tat ja direkt was Gott wollte, er hatte so gesehen die Wahl. Anderen geht es nicht besser und das ohne Wahl.

derneinsager antworten
GoodFruit
Beiträge : 1530

Nun, Huren haben in der Bibel einen anderen Wert, als wie sie grade auch die Stützen der Gesellschaft mit moralisch höchsten Ansprüchen so gerne ein- oder abschätzen. Und zwar so ziemlich zu allen Zeiten. Das war wohl im Alten Testament so, das war zu Zeiten Jesu so und das ist heute nicht anders.
Jeus hat eine Hure im Stammbaum, Jesus hat unter Huren gewirkt und so manche Hure wird eher in denHimmel kommen als wei ein feiner Mensch, der über sie den Stab gebrachen hat.

Von daher also: kein Problem.

Was nun den Namen angeht, so habe ich mich mal bei Wikipedia schlau gemacht:
https://www.wikiwand.com/de/Lo-Ruhama

Sie hieß also die "Nicht geliebte", oder diejenige, die kein Erbahmen findet. Das ist hart. Das ist drastisch - aber mitunter verlangt gott von den Seinen drastische Dinge, damit Gott in der GEsellschaft überhaupt wieder ins Spiel kommt. Das war damals wohl eine Zeit extremer Entfremdung zwischen Gott und seinem Volk. Und so war die Botschaft, die er da durch seinen Propheten verkünden ließt entsprechend drastisch. Briefe von Propheten hat man ja immer mal wieder gerne nicht beachtet oder, wie Jermemia es erleben musste, zeilenweise gelesen und dann verbrannt. Das kommte man mit den Kindern von Hosea nicht so einfach machen. Die aren da, und über die wurde sicher auch gesprochen. Heute würde man von einer perfekten PR sprechen.

Gott wäre aber ja nicht Gott, wenn er nicht das Schicksal wenden könnte und so ist es ungeschickt, Hosea 1 nicht im Kontext zu lesen. Ein paar Verse weiter findet sich die auflösung (ich zitier das hier aus dem Wikipedia Artikel:

In dem Heilsworten Hos 2,1-3 EU und Hos 2,18-25 EU wird der Name Lo-Ruhama aufgegriffen. In Hos 2,3 EU erfolgt eine Umbenennung von Lo-Ruhama („sie findet kein Erbarmen“) in Ruhama („sie findet Erbarmen“). In Hos 2,25 EU spricht JHWH zu Lo-Ruhama („sie findet kein Erbarmen“): „Ich habe Erbarmen mit Lo-Ruhama“.

Eine Anspielung auf diesen Namen findet sich in Röm 9,25 EU, wo es heißt: „Ich will das mein Volk nennen, das nicht mein Volk war, und meine Geliebte, die nicht meine Geliebte war.“ Der Name wird hier auf die beginnende Mission von Nicht-Juden hin gedeutet. Diese werden auch in die Gemeinschaft der von Gott Geliebten aufgenommen.

So wurde Lo-Ruhama zum Vorbild für Gottes Erbarmen zu den Nationen und zu unerer Rettung!

Veröffentlicht von: @meriadoc

Wie sind eure Gedanken?

Gott ist soooo groß!!!

goodfruit antworten
5 Antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16813
Veröffentlicht von: @goodfruit

Nun, Huren haben in der Bibel einen anderen Wert, als wie sie grade auch die Stützen der Gesellschaft mit moralisch höchsten Ansprüchen so gerne ein- oder abschätzen. Und zwar so ziemlich zu allen Zeiten. Das war wohl im Alten Testament so, das war zu Zeiten Jesu so und das ist heute nicht anders.

Was haben Huren denn in der Bibel für einen Wert?

tristesse antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Was haben Huren denn in der Bibel für einen Wert?

Welchen Wert mißt du ihnen denn hier und heute zu?

ungehorsam antworten
tristesse
(@tristesse)
Beigetreten : Vor 2024 Jahren

Beiträge : 16813

Das war weder Punkt der Diskussion, noch meine Frage.

tristesse antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 1 Jahr

Beiträge : 1530
Veröffentlicht von: @tristesse

Was haben Huren denn in der Bibel für einen Wert?

Nun, Huren gab es wohl zu so ziemlich allen Zeiten der Menschheit. Es gab Kulturen, bei denen sie hohe Achtung hatten und die Tempelhuren galten ja gewissermaßen als Gehilfinnen zur Bewußtseinserweiterung, zu weiten des geistigen Horizonts.

Klar, dass das keine Dienerinnen im Tempel Gottes waren sondern es waren da andere Götter und andere philosophische Konstrukte, in denen es das gab.

Aber in diesem Umfeld gab es auch zu allen Zeiten, in denen das Volk Gottes oder Kinder Gottes auf Erden waren, auch Huren, die ihre Zeitgenossinnen waren.

Und wenn man ins Alte Testament schaut, so wurden diese Dienste wohl auch von den Männern Gottes genutzt. Hinweise finden wir da immer nur ganz episodenhaft.

Schauen wir mal in 1. Mose 38.
Dort findet sich die Geschichte Moses und insbesondere auch die Geschichte seiner Schwiegertochter Tamar. Diese hatten einen von Gott verworfenen Sohn Judas geheiratet, Ger - und Ger starb. Dann kommt die etwas bekanntere Geschichte mit dessen Bruder Onan, der seinem Bruder mit der Tamar Nachkommen schaffen sollte aber nicht so recht wollte und dafür dann auch starb. Tamar war weiter kinderlos, Juda vertröstete sie und es ging aber nicht voran. Dann starb Tamars Schwiegermutter, Judas Frau.

Juda ging dann nach einer Zeit der Trauer irgendwann Schafe scheren zu Freunden. Tamar verkleidete sich als Hure und Juda wurde ihr Freier. Da Juda nicht zahlen konnte, ließ er persönliche Gegenstände zurück, die er einlösen wollte. Judas Freund sollte dann die Gegenstände wieder einlösen, aber die Hure, die Juda beschrieb war unauffindbar. Tamar war schwanger, hatte die Gegenstände des Juda und konnte dann so Juda als Vater ihres Kindes nachweisen.

Warum erzähle ich die Geschichte? Nun, offenbar war es einigermaßen normal, dass die Herrschaften, wenn sie zu Geld gekommen waren oder mal nen Stadtbummel machten, auch Unterhaltungsprogramm buchten.

Desgleichen die Botschafter, die Jericho auskundschaften sollten. Diese Botschafter befanden sich im Hause einer Hure, als klar wurde, dass sie als Spione aufgeflogen waren. Was macht ein göttlicher Spähtrupp bei einer Hure. Hab ich mich echt mal gefragt. Die Antwort ist vermtulcih ganz einfach ... Naja, diese Hure Rahab wurde dann ja mit ihrem ganzen Haus gerettet und hat einen ehrenvollen Platz in Jesu Stammbaum.

Das bedeutet natürlich nicht, dass Hurerei in Sinne des Gesetzes OK war. Vor allem für die Frauen war es fatal, nicht ehelichen Beischlaf gehabt zu haben (denn das galt ja schon als Hurerei).
Die Frau war damals Besitz des Mannes. Die Kinder waren alles, was man glaubt in die nächte Generation einbringen zu können. Von daher war es enorm wichtig, dass die Kinder, die man mit der eigenen Frau hatte, auch die eigenen Kinder waren. Da gab es dann diese ganze Tradition mit dem Jungfernhäutchen und dem blutigen Laken, wie es das heute wohl noch bei den Moslems gibt.

Eine Frau, die berührt war, hatte auf den Ehemarkt ihren Wert verloren. Das war sicher nicht ehrenvoll und es war vermutlich ein enormes gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem für diese Frau. Priester durften jedenfalls auf gar keinen Fall eine Hure zur Frau nehmen. Ein Anspruch von Heiligkeit war wohl mit einer Hure nicht vereinbar (3. Mose 21).

In den Sprüchen, die uns ja der gute Salomo hinterlassen hat, seines Zeichens Mann von 1000 Frauen, weist darauf hin, das der Besuch einer Hure teuer ist - aber einem Ehebruch immer noch vorzuziehen:

Spr 6,26 Denn eine Hure bringt einen nur ums Brot, aber eines andern Ehefrau um das kostbare Leben.

Spr 23,27 Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die fremde Frau ist ein enger Brunnen.

Im neuen Testament ist mir keine Stelle bewußt, in der eine Hure direkt erwähnung findet (außer Rahab). Aber wir wissen ja, das Jesus sich auch insbesondere um die verloren Schafe gekümmert hat. Er hat in den gesellschaftlichen Schichten verkehrt, über die die Stützen der Gesellschaft nur die Nase gerümpft haben. Huren dürften da dabei gewsesen sein. Und wenn man an die Frau denkt, die Jesu Füße wenige Tage vor seiner Hinrichtung esalbt hat, so gibt es viele, die annehmen, dass es sich dabei um eine Hure gehandelt hat. (Mt 26, 6 ff).

Ihr Tun führte unte den Gästen zu großer Ablehnung und Unverständnis - aber Jesus hat es gefreut und er lobt sie für ihr tun. Sie hat erreicht, was so mancher gerne geahbt hätte: Einen festen Platz in immerwährenden Geschichtsbuch der Menschheit und sehr wahrscheinlich auch das ewige Leben.

So wie ich die Lehren Jesu verstehe, habe ich kein Recht, einen Menschen zu verachten. Jeder hat da seinen Wert. Damals waren es die Ausgestoßenen, die durch Jesus ihren Wert zurück erhielten, die Aussätzigen, die in sicherem Abstand am Rande der Gesellschaft leben mussten. Die Zöllner, mit denen niemand was zu tun haben wollte - und sicher auch die Huren, deren Dienste sicher so mancher der feinen Herren gerne heimlich genutzt hat, die aber im offenen gesellschaftlichen Kontakt als wertlos hingestellt wurden.

Ich kenne nun keine Hure, aber wenn ich mir überlegen würde: WWJD - dann wäre ich auch berufen, ihr mit Achtung und Liebe entgegenzutreten, genau wie jeden anderen Menschen auch - komplett unabhängig von dessen gesellschaftlich ihm oder ihr beigemessenen Wert. Und da gibt es sicher noch andere Menschen als wie Huren, denen wir mit Jesus im Herzen achten dürfen und ihnen die Liebe Jesu entgegenbringen als Auftrag haben.

Der Begriff der Hure bzw. der Hurerei hat ja aber in der gesamten Bibel noch eine doppelte Bedeutung - und da geht es um die Untreue von Gottes Volk gegenüber seinem Gott, die Gott immer wieder das Herz schwer macht und ihn dazu bringt, über Propheten diesen Misstand anzuklagen. Diese Hurerei hat mit Sicherheit keinen Wert und ist ein echtes Problem, das sich wohl niemand gegen sollte.

goodfruit antworten
B'Elanna
(@belanna)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 1597
Veröffentlicht von: @goodfruit

Im neuen Testament ist mir keine Stelle bewußt, in der eine Hure direkt erwähnung findet

Lukas 7:36 ff und Parallelstellen.

belanna antworten


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