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Jesus und der reiche Jüngling

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alexs-692001
Themenstarter
Beiträge : 111

Matthäus 19,16Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19ehre Vater und Mutter« (2. Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 20Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? 21Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! 22Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele Güter. 23Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer ins Himmelreich kommen. 24Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. 25Da das die Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Ja, wer kann dann selig werden? 26Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist’s unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich. 

Jesus wird von diesen Jüngling gefragt, was er tun kann um das EWIGE LEBEN zu erben. Also der junge Mann will, sterben und am Tag des Gerichts das ewige Leben erben, also für immer dann Leben. Jesus sagt, er soll die Gebote halten. Er zählt sie ihm auf, und der junge Mann, sagt, dass er das tut seid frühester Jugend. Also sind das Gebote des Judentums und keine Gebote die Jesus lehrt. Nun meine Frage, warum verweist Jesus nicht, dass er an Kreuz geht?

Antwort
46 Antworten
lhoovpee
Beiträge : 2335

@alexs-692001 

Nun meine Frage, warum verweist Jesus nicht, dass er an Kreuz geht?

Da müsste man schon eine Zeitmaschine erfinden und nutzen, um dies Jesus zu Fragen 😀

Dieses Gleichnis hat für mich zwei Seite: a) Es zeigt auf, dass es für uns unmöglich ist in den Himmel zu kommen b) Die Hoffnung, dass bei Gott nichts unmöglich ist. Und hier dürfen/müssen wir auf Gottes Gnade hoffen. 

Ich wüsste nicht, dass Jesus irgendwo selbst sagt, dass sein Tod am Kreuz Menschen ewiges Leben geben wird. Die Sühnopfertheologie ist eher etwas, dass in den Briefen vorkommt. Aber vielleicht weiß da jemand anderes mehr. 

lhoovpee antworten
3 Antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

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@lhoovpee a) hier irrst du zweimal. Einmal ist der Henoch in den Himmel aufgestiegen und der Prophet Elia.

alexs-692001 antworten
lhoovpee
(@lhoovpee)
Beigetreten : Vor 7 Jahren

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@alexs-692001 Wie wäre es, wenn du mein ganzen Beitrag liest?

lhoovpee antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@lhoovpee Hatte deinen Artikel bis zum Ende gelesen.

alexs-692001 antworten


Deborah71
Beiträge : 17867

und komm und folge mir nach!

Das würde den reichen Jüngling mit auf Jesu Weg nehmen, so dass er bei  Kreuz und Auferstehung landen kann, die Gottessohnschaft Jesu auf dem ganzen Weg erfahren kann und ausgebildet worden wäre, andere auf den Weg zu rufen, Nachfolger Jesu zu werden.

Das sind so meine spontanen Gedanken dazu. Ob Jesus das so im Sinn hatte? möglich.... 

deborah71 antworten
19 Antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@deborah71 da verstehst du etwas sehr falsch vom Text her. Der Jüngling kommt zu Jesus und fragt ihm nach dem ewigen Leben. Jesus sagt, halte die Gebote und zählt sie auf. Da sagt der Jüngling, er täte das von frühester Jugend. Das er diese Gebote hält, ist kein Zufall, sondern das wird ihm eine anderer Lehrer auch so gesagt haben. Dann fragt der Jüngling, was fehlt mir noch? Und die einfache Antwort ist, nichts. Wenn man ein Ziel erreicht hat, dann hat man ein Ziel erreicht. Jesus beginnt nun, ihm vom Himmelreich zu erzählen, aber das will er nicht. Deshalb sagt Jesus, ein Reicher kommt nicht in den Himmel, aber er wird trotzdem Teil der künftigen Welt sein.

alexs-692001 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 

Bei dem Text geht es wohl um jemanden, der sich an Jesus wendet, weil er meint, er könnte sich die Seligkeit durch gute Werke erkaufen. Jesus versucht ihn da raus zu holen, indem er ihn darauf hinweist, dass nur Gott gut ist.

Der Mann erfasst es nicht tief und meint, er hielte doch bereits die Gesetze. Darauf versucht Jesus ihm zur Selbsterkenntnis zu verhelfen, dass Werksgerechtigkeit vor Gott nicht ausreicht. Dass es um das Aufgeben des Irdischen geht. 

Soweit die Erläuterung in meiner Bibel App zur Stelle nach der GANTP.

Wobei ich auch denke, dass in der Beziehung zu Jesus, also unterwegs mit ihm, auch die Erkenntnis kommen kann.

 

goldapfel antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goldapfel ich muss mit Zitaten arbeiten.

Bei dem Text geht es wohl um jemanden, der sich an Jesus wendet, weil er meint, er könnte sich die Seligkeit durch gute Werke erkaufen. Jesus versucht ihn da raus zu holen, indem er ihn darauf hinweist, dass nur Gott gut ist.

Nein, Jesus sagt, Warum nennst du mich gut? Es gibt nur einen der Gut ist. Verweist auf Gott. Wird wohl guter Meister oder guter Rabbi oder so, genannt worden sein. 

Der Mann erfasst es nicht tief und meint, er hielte doch bereits die Gesetze. Darauf versucht Jesus ihm zur Selbsterkenntnis zu verhelfen, dass Werksgerechtigkeit vor Gott nicht ausreicht. Dass es um das Aufgeben des Irdischen geht. 

Also da frage ich mich, ob die Leute bereit sind den Text zu lesen. Denn genau das was du hier widersprichst , sagt Jesus. Er sagt halte die Gebote, zählt sie auf und daraufhin sagt der Jüngling, dass er das schon seid Jugend an macht. Dann fragt er, was ihm noch fehlt. Und die schlichte Antwort ist, nichts. Du hast alles erreicht. Wenn das bei GANTP nicht so drin steht, dann wirf es weg. 

 

Jesus sagt aber nicht, dir fehlt nichts, sondern er spricht vom Himmelreich. Er spricht davon, dass die nächst höhere Aufgabe ist, dass Himmelreich zu erreichen. Aber das will der junge Mann dann doch nicht.

alexs-692001 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 

Es ging bei den Geboten nie bloß darum, einfach etwas zu befolgen, um etwas zu bekommen.

Es ging immer auch um die Herzensbeziehung.

Die Herzensprüfung und das Führen zur Erkenntnis, dass man es alleine nicht schafft, die Gebote eines vollkommenen guten Gottes aus eigener Kraft zu halten, das hat Jesus mit dem jungen Mann gemacht. Und ihm dann ein Angebot gemacht, das dieser leider abgelehnt hat. 

goldapfel antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 Ich frage mich, wo du das

Dann fragt er, was ihm noch fehlt. Und die schlichte Antwort ist, nichts. Du hast alles erreicht
der Bibelstelle entnimmst.
Und warum der Jüngling dann traurig davon ging? Hätte dann ja zufrieden sein können?
 
goldapfel antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goldapfel Nun relativ einfach. Er war enttäuscht, weil das Himmelreich/Reich Gottes nicht erreichen kann. Es ist ein qualitativer Unterschied ob ich sterbe und dann das ewige Leben erhalte, oder ob ich gleich, ohne Tod, zum Himmel aufsteige.

alexs-692001 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 

Dann sei doch bitte so gut und erkläre mir den Unterschied mit den dazugehörigen Bibelstellen. 

Bzw. wie das 'ohne Tod' zum Himmel aufsteigen begründet ist. 

Und bitte auch warum der Jüngling, der ja nur nach dem ewigen Leben fragte, damit plötzlich nicht mehr zufrieden gewesen sein soll?

Deine bisherige Deutung erscheint mir wenig glaubwürdig.

goldapfel antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goldapfel Ganz einfach, Jesus stieg ohne Tod zum Himmel auf. Henoch stieg ohne Tod zum Himmel auf. Elia stieg ohne Tod zum Himmel auf.

alexs-692001 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 OK, damit hat sich das Gespräch für mich erledigt. 🙂 Wir scheinen komplett andere Sprachen zu sprechen. 

 Segen und Frieden dir!

goldapfel antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goldapfel Was ist daran so schwer zu verstehen? Jesus sagt, willst du das ewige Leben erben, dann halte die Gebote. Daraufhin sagt der Jüngling, er täte dies von Jugend an. Was fehlt mir noch, fragt er. Die einfache Antwort ist, NIX. Dann spricht Jesus von Himmelreich. Das ist eine sehr viel höhere Stufe, weil man dort ohne Tod in den Himmel kommt. So wie Jesus. Jesus starb, aber er war wieder lebendig, oder meint ihr eher wie ein Zombi? Er war als Mensch wieder lebendig und sein Himmelfahrt, hat mit der Wiederauferstehung nix zu tun.

alexs-692001 antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@alexs-692001 wenn du den Text weiter liest, findest du, dass die Jünger bedrückt fragen, wer denn dann gerettet werden könne. Sie beziehen sich auf das vorherige Gespräch und den Jüngling.

Es geht immer nur um ewiges Leben. Der Jüngling muss seinen Mangel ja gespürt haben, sonst hätte er nicht gefragt, was ihm noch fehle. Ich vermute, er wollte die Bestätigung haben, dass er ja ganz gut sei und deswegen am Ende alles für ihn so laufen würde, wie er dachte. Diesen Zahn zieht ihm Jesus. 

Mit deiner Unterscheidung und deinen Erklärungen kann ich nichts anfangen. Sie machen für mich keinen Sinn. Finde das auch nicht so in der Bibel.

Segen und Frieden dir 

goldapfel antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17867

@alexs-692001 

da verstehst du etwas sehr falsch vom Text her.

Nein. 🙂  Der Jüngling hat durch das Halten der Gebote keineswegs das ewige Leben erreicht. Und da ist sein Mangel.

und komm und folge mir nach! (sagte Jesus und sagt es noch heute)

.. hast du unter den Tisch fallen lassen. Und so bleibt der Mangel bestehen. Er wird nur als Schaf des Guten Hirten aufgehoben. Psalm 23,1

 

 

deborah71 antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@deborah71 doch Deborah71 das steht im Text. Wer die 6 Gebote hält, wird sterben aber am jüngsten Tag wieder auferstehen und das ewige Leben erben. Ob es dir nun gefällt oder nicht.

alexs-692001 antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17867

@alexs-692001 

Du meinst:

Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. ?

Jesus nennt 8# von 10 Geboten....  und fügt dann die beiden fehlenden an:

2.) 2. Mose 20,3 Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren!
4 Fertige dir keine Götzenstatue an, auch kein Abbild von irgendetwas am Himmel, auf der Erde oder im Meer.  Auf den Münzen war das Bild des jeweiligen Herrschers. > trenne dich von Mammon!  .

1.) 2 Mose 20,2 Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. > folge mir nach!  ( Jesus war dabei...der Felsen, der sie begleitete)

 

# warum zähle ich 8: in  den Nächsten lieben, wie sich selbst sind 3 Gebote zusammengefaßt.

 

deborah71 antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@deborah71 doch Deborah71 das steht im Text. Wer die 6 Gebote hält, wird sterben aber am jüngsten Tag wieder auferstehen und das ewige Leben erben. Ob es dir nun gefällt oder nicht.

alexs-692001 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

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@alexs-692001 

Dann fragt der Jüngling, was fehlt mir noch? Und die einfache Antwort ist, nichts. Wenn man ein Ziel erreicht hat, dann hat man ein Ziel erreicht.

Mich wundert Deine Sicht ein wenig. Demnach wären ja Pharisäer gerettet  - sind sie aber nicht, wie in Mt 5, 20 zu lesen ist.

Nein das reicht einfach nicht. Bloße Taten machen uns nicht gerecht und Frömmigkeit allein ist nicht genug.

Jesus sieht ja viel tiefer in den Menschen - er sieht in sein Herz und da hat er wohl bei dem Jüngling etwas entdeckt, was eine Beziehung zwischen ihm und dem Jüngling im Weg stand: SEin Reichtum, das viele Geld und wie der dies in seiner Prioritätenliste vor Jesus stellte.

Und Jesus spricht den Weg an, der dieses Problem lösen könnte: Aufgeben des Reichtums und dann Nachfolge, um Jesus nahe zu sein.

Es heißt ja, dass Jesus den jungen Mann sehr gerne hatte. Aber das half genauso wenig wie all die Wohltaten und die fromme Einstellung des jungen Mannes. Erst musste das aus dem Weg geschafft werden, was einer tiefen Beziehung mit dem Herrn als Garant für die ewige Errettung im Wege stand.

So wie er jetzt war, war der junge Mann nicht gerettet.

Ich finde es wichtig zu schauen, wie die Geschichte zu Ende geht:

Lk 18, 24 Als aber Jesus sah, dass er sehr betrübt wurde, sprach er: Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich[8] Gottes hineinkommen!
25 Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich[9] Gottes hineinkommt.
26 Es sprachen aber, die es hörten: Und wer kann ⟨dann⟩ gerettet werden?
27 Er aber sprach: Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Wer nicht die ganz umfassende Nachfolge schafft, für den ist es unmöglich aus eigener Kraft oder gegründet auf seine Taten und seinen Lebensstil die Ewigkeit zu erreichen. Kamel durch Nadelöhr geht halt nicht.

Dann aber der Moment der Hoffnung: Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.

Es ist also Gnade, die uns rettet - und darauf muss der Sünder hoffen genau wie derjenige, der glaubt ein gerechtes LEben zu führen. Besonders problematisch wird das dann für den, der das nicht erkennt und meint vom Fundament eigener Frömmigkeit den Sünder verurteilen oder bedrängen zu können. Da kann es dann vor Jesus zu erheblichen Überraschungen kommen ...

 

goodfruit antworten
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goodfruit könnte jetzt ein langes Pamphlet schreiben, will aber nicht.

Mich wundert Deine Sicht ein wenig. Demnach wären ja Pharisäer gerettet  - sind sie aber nicht, wie in Mt 5, 20 zu lesen ist.

Nein das reicht einfach nicht. Bloße Taten machen uns nicht gerecht und Frömmigkeit allein ist nicht genug.

Doch genau das sagt Jesus aus. Wer sich an diese 6 Gebote hält, der wird das ewige Leben ernten. Aber das passt euch nicht, weil nur der Christ dieses Privileg haben sollte. Nun, Gott ist kein Christ. 

Zumal es ein Unterschied ist, ob man von der künftigen Welt/ Ewiges Leben oder Reich Gottes/Himmelreich. Zwei verschiedene Dinge.

alexs-692001 antworten
GoodFruit
(@goodfruit)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 1783

@alexs-692001 Gott ist kein Christ - aber Gott ist der Papa aller Christen.

Und es ist ein Unterschied, ob ich zu Papa gehe oder zu einem Richter, mit dem ich in einem vertraglichen Verhältnis stehe - das ist sogar ein sehr großer Unterschied!

Und aus diesem Grund ist die Beziehung auch so wichtig und im Grunde genommen wichtiger als das Halten von Geboten.

Sicher bin ich bemüht, Gottes Gebote zu verstehen und entsprechend zu handeln. Aber wenn das mal misslingt, dann ist das kein großes Problem, weil die Gebote durch das Opfer Christi ihre verdammende Dimension verloren haben. Ich bin gerettet in Christus und die Gnade, die uns durch das Opfer Christi zu teil wird ist meine Gerechtigkeit und mein Weg zum Vater.

Ich gehöre gewissermaßen zur Familie - meiner wichtigsten Familie! Und da ist es wichtig, den Kontakt zu halten und gemeinsam mit dem Herrn zu leben. Und wenn es da Hindernisse gibt (andere Dinge, an denen das Herz hängt), dann ist es wichtig die auszuräumen, damit ich mit Jesus leben kann - und von ihm nicht nur Weisung über den Heiligen Geist sondern auch Versorgung, Schutz und alles, was ich benötige, bekomme.

Ob es jetzt reicht, die 6 Gebote zu halten? Ich habe da meine Zweifel - nicht dass Gott lügen würde - wenn jemand das sein Leben lang strikt hält, dann wird er vertragsgemäß die Rettung empfangen. Es ist allerdings eine Erkenntnis, dass kein Mensch das überhaupt kann.

In Römer 3 lesen wir dazu:

9 Also wie steht es nun mit den Juden? Drücke ich mich um eine klare Auskunft?[3] Durchaus nicht! Ich habe eindeutig klargestellt, dass die Menschen aus dem jüdischen Volk genauso wie die aus den anderen Völkern in der Gewalt der Sünde sind.
10 So heißt es auch in den Heiligen Schriften: »Kein Mensch kann vor Gott als gerecht bestehen;
11 kein Mensch hat Einsicht und fragt nach Gottes Willen.
12 Alle haben den rechten Weg verlassen; verdorben sind sie alle, ausnahmslos. Niemand ist da, der Gutes tut, nicht einer.
13 Ihre Worte bringen Tod und Verderben, von ihren Lippen kommen böse Lügen, tödlich wie Natterngift sind ihre Reden.
14 Nur Fluch und Drohung quillt aus ihrem Mund.
15 Rücksichtslos opfern sie Menschenleben.
16 Wo sie gehen, hinterlassen sie Trümmer und Elend.
17 Was zum Frieden führt, ist ihnen unbekannt.
18 Sie wissen nichts von Gottesfurcht.«
19 So steht es im Buch des Gesetzes. Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, das gilt für die, denen das Gesetz gegeben ist.[4] Niemand kann sich also herausreden. Die ganze Menschheit ist vor Gott schuldig.
20 Denn das steht fest: Mit Taten, wie sie das Gesetz verlangt, kann kein Mensch vor Gott als gerecht bestehen. Durch das Gesetz lernen wir erst die ganze Macht der Sünde kennen.[5]

In Galater 2 gibt es einen Abschnitt mit ähnlichem Inhalt.

Die Pharisäer haben es versucht und ich bin mit sicher, dass Ihr bemühen sehr aufrichtig war - aber das reicht nicht, damit überschätzen sie sich selber und außerdem erreichen sie damit nicht das Ziel, das Gott mit den Gesetzen verfolgt hat. Es bleibt das eine kalte Nachfolge, eine Nachfolge vom Kopf und nicht vom Herzen her. Und gepaart ist das dann zu allem Überfluss auch noch mit der Einstellung, man sei besser als der Sünder. Dabei kann jeder nur aus Gnade gerettet werden - der Fromme wie der Sünder.

goodfruit antworten
Mt-24-14
(@mt-24-14)
Beigetreten : Vor 5 Monaten

Beiträge : 13

@alexs-692001 Hallo,

Jesus sagt das es ein Reicher schwer hat in den Himmel zu kommen.

mt-24-14 antworten
Goldapfel
Beiträge : 1170

@alexs-692001 

warum verweist Jesus nicht, dass er an Kreuz geht?

Vielleicht, weil die Zeit dafür noch nicht gekommen war? Das erschiene mir zumindest logisch. 

Was aber klar erkennbar ist, dass er die Menschen ruft, ihm nachzufolgen.

Die Gebote des Judentums, die Jesus da aufzählt gelten immer noch. Weil es Gebote sind in Bezug auf Gott und unseren Nächsten. Und der Liebe entspringen. Hielten sich alle daran, sähe es vermutlich auf der Welt besser aus. Wenn ich meinen Nächsten liebe, werde ich ihn achten und darauf achten, ihm nichts übles zu tun. 

An anderer Stelle wird Jesus gefragt, welches das wichtigste Gebot sei. Er antwortet, dass man den Herrn, seinen Gott lieben soll von ganzem Herzen, mit ganzer Kraft und all seinem Verstand. Und das 'Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst,  dem gleich kommt.

Die 10 Gebote entsprechen dem.

 

 

goldapfel antworten
1 Antwort
alexs-692001
(@alexs-692001)
Beigetreten : Vor 8 Jahren

Beiträge : 111

@goldapfel ja genau darum geht es. Das ist der Schlüssel zum ewigen Leben.

alexs-692001 antworten


Praktiker
Beiträge : 467

@alexs-692001 Analysieren wir mal die Bibelstelle .

Die Gebote die er aufzählt ist das Verhalten von Mensch zu Mensch .

Dann kommt es . Der Jüngling fragt danach , was ihm noch fehlt . Und Jesus antwortet : " Wenn Du vollkommen sein willst ..." Er fragt im Prinzip zurück : " Willst Du vollkommen sein ?"

Dann verkaufe alles was Du hast . Im Natürlichen denkt man an Geld . Vielleicht kommt man auch selbst "auf den Trichter" das , wenn ich meinen Reichtum ( Geld , materielle Güter ) den Armen gebe - die sich natürlich sehr darüber freuen würden - man nicht ins Reich Gottes kommt . Die kath. Kirche verfährt nach einem ähnlichen Grundgedanken . Also lügt die Bibel ?

Blöderweise führt einen der hl. Geist in alle Wahrheit und kredenzt sie einem nicht auf dem silbernen Tablett . MEIN Reichtum ist das , was ICH habe . Damit ist hier nicht nur mein materieller Reichtum gemeint , sondern meine Fähigkeit die Dinge so zu handhaben , wie ich dazu in der Lage bin und es für gut befinde . Gebe ich das ab , sprich handle ich nicht mehr nach meinen Fähigkeiten und Gutdünken , sondern nach dem was Gott mir gibt . Ich vermag alles - was Gott von mir will - durch den , der mich kräftigt . In meiner Schwachheit ist er mächtig . Wenn ihr blind wäret , wäret ihr ohne Sünde . Den Unmündigen offenbart er sich . Werdet wie die Kinder . Seine Weisheit über die eigene zu stellen die Dinge zu behandeln .

Sich also selbst zu demütigen , das er durch mich wirken kann .

Tja , und die Armen ? Die wollen doch bestimmt Geld oder zumindest Wertsachen ?! Warum ist er gekommen , den Armen das Evangelium zu predigen ? Hallo ?? Dann braucht er im reichen Europa nicht wirklich damit anfangen . Wir haben im Normalfall mehr als genug um zu überleben . Arm mal so definiert , das man darum kämpfen muß mit knapper Not zu überleben . 

Tja . wer sind die Armen ?

Das sind , die , die das was sie haben , "als Kot erachten" ( O Ton Bibel ) und das haben und praktizieren wollen , was Gott ihnen gibt . Denen kann Jesus sein Wort geben in dem sie wandeln wollen . Den Reichen kann er das nicht . Sie akzeptieren sein Wort nicht so , wie Jesus es ihnen geben will das sie darin gehen sollen .

Ich weis , das das keine leichte Kost . Aber wer Ohren hat zu hören , der höre .

Gruß

Praktiker

 

praktiker antworten
neubaugoere
Beiträge : 12685

@alexs-692001 

Ich gehe mit deborah mit ... Jesus sagt - und das wird gern überlesen - "UND (dann) komm und folge mir nach." Es ist also ein Zusammenspiel aus "alles verkaufen/weggeben" (was uns hindert) und dann folge mir nach. Der reiche Jüngling wie auch wir sind herausgefordert, alles aufzugeben, was uns daran hindert, Jesus nachzufolgen ... loszulassen ... Jesu Weg ist anders ... Ihm folgen ist ein Schritt in die richtige Richtung, das ewige Leben zu erlangen. Liebe wird tätig, nur allein an irgendsoeinen Gott glauben reicht möglicherweise nicht aus, aber Jesus lädt ein, Nabelschau zu halten ... drängt es mich, Jesus nachzufolgen und bin ich (dadurch) schnell(er) bereit, alles loszulassen, zu verlassen, um Ihm auf Seinem Weg zu folgen? Oder entdecke ich in mir gar kein Drängen dieser Art (dann halte ich möglicherweise auch an allem fest und will es nicht hergeben)?

Eine sehr interessante Stelle.

Würde der reiche Jüngling Jesus folgen, folgte er Ihm bis ans Kreuz und darüber hinaus ... das wissen wir heute ...

neubaugoere antworten
15 Antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3589

@neubaugoere 

In meinem ganzen Lebtag ist mir noch niemand begegnet, der tatsächlich alles losgelassen und verlassen hat, um Jesus zu folgen - schon gar nicht, wenn es um materielle Güter geht.

queequeg antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@queequeg 

Es geht nicht immer um die Dinge, die wir vordergründig sehen, die - im Bibelsprachgebrauch -: vor Augen sind. Ganz praktisch hat niemand Jesus damals nachfolgen können, wenn er zu Hause blieb. Jesus zog umher, hatte keine Bleibe, war angewiesen auf die Barmherzigkeit der Menschen, um versorgt zu sein. Da hieß es für die, denen Jesus sagte "folge mir nach" schon, das Zuhause zu verlassen, um bei Ihm zu sein. Auch in der damaligen Zeit, wenn auch vielleicht auf andere Weise als heute, herausfordernd, weil damals die Frauen ohne Männer eher aufgeschmissen waren. Und doch haben die Männer ihre Frauen verlassen, um mit Jesus zu gehen. Sie ahnten oder spürten eine Kraft hinter Ihm, hinter seinen Worten und vertrauten, weil das eine Kraft ist, die dich durchdringt. - Deshalb ist es ein gutes Bild, denke ich. Und nur weil du niemanden kennst, heißt das nicht, dass es niemanden gibt. Ich selbst kenne auch niemanden, aber ich glaube ganz fest daran, dass es auf dieser Welt schon den einen oder anderen bzw. die eine oder andere gibt, die alles - auch materielle Güter - hinter sich gelassen hat, um Ihm zu folgen.

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3589

@neubaugoere 

Ja, deshalb kann man aber eben heute den Wortlaut des Textes nicht mehr so anwenden, als hätten wir heute noch die gleichen Verhältnisse wie damals.

queequeg antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@queequeg 

Warum haben wir nicht die gleichen Verhältnisse? Um Jesus (nach)zufolgen, muss ich meine "Komfortzone" verlassen, muss ich neue Wege gehen, andere, muss ich Dinge hinter mir lassen, aufgeben, um von Ihm versorgt zu werden. - Das ist sicher sehr eingekürzt, aber was genau ist daran heute anders als damals? Weil du Dinge nicht mehr siehst, also Ihn?

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3589

@neubaugoere 

"Warum haben wir nicht die gleichen Verhältnisse?"

Hast Du doch selbst geschrieben: Weil Jesus nicht mehr heimatlos durch die Lande wandert und auf die Caritas der Menschen angewiesen ist.

queequeg antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@queequeg 

Jesus ist heute sogar überall mitten unter uns, wie Er damals nur an einem Ort war. Wir haben immer noch denselben "Feind", haben immer noch dieselben Herausforderungen, haben immer noch denselben Gott, der uns heraus-ruft, der uns sieht, der uns be-ruft. Das alles ist heute nicht anders als damals. Auch wenn sich die Menschheit entwickelt, auch wenn neue Maschinen erfunden wurden, auch wenn Dinge erforscht werden, der Grund unseres Seins ist immer noch derselbe: Geschaffen aus Liebe zu Gott hin, durch Misstrauen getrennt von Ihm, dennoch geliebt, ge-rufen, be-rufen, mit einer Sehnsucht im Herzen.

Und wenn Gott zu dir sagt "folge mir nach" steht jeder Angesprochene, ob vor 2000 Jahren oder heute vor der Herausforderung, Ihm zu folgen, auch wenn das "Folgen" heute anders aussieht, es ist immer noch das Gleiche wie damals ... alles zu verlassen, Dinge hinter sich zu lassen, zu lernen, Dinge anders zu sehen, nämlich mit den Augen Gottes, zu lernen, Dinge anders zu tun, nämlich mit, in und aus Seiner Liebe. Er sieht die Menschen, hat sie immer gesehen, heute wie vor 2000 Jahren.

neubaugoere antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3589

@neubaugoere 

Es ging damals, wie Du selbst geschrieben hast, darum, Jesus zu "versorgen". Und darum geht es heute ganz sicher nicht.

Aber lassen wir es. Hier, wie so oft, sagen die Worte etwas anderes als sie bedeuten sollen.

queequeg antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

Du schaust darauf. - Ich schaue auf die Nachfolge, die heute nicht anders ist als damals, selbst wenn wir heute Pullover und Anzüge tragen und damals Tuniken und Schurze.

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@queequeg 

Kennst du die Geschichte von Sabine Ball ?

Was im Wiki Artikel nicht steht, dass sie im "Stoffwechsel" dann ein sehr bescheidenes Kämmerchen bezogen hat. Aber der Artikel beschreibt schon ziemlich gut, was sie zurück gelassen hat, als sie nach Dresden kam.

goldapfel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@goldapfel 

Wow, sehr berührend. Ich hab mir grad den Film vom Stoffwechsel angeschaut.
Ich empfehle: https://stoffwechsel.org/?cookie-state-change=1666443668297

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@neubaugoere danke für den Link. 

Ich hatte vor Jahren die beiden Bücher über sie und das "Stoffwechsel" gelesen.

goldapfel antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 12685

@goldapfel 

Ich danke dir, dass du Sabine Ball "ins Spiel gebracht" hast. 🙂

neubaugoere antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

Beiträge : 1170

@neubaugoere  der Pass wurde mir gerade 'zugespielt'.

goldapfel antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3589

@goldapfel 

Sicher gibt es das im Raum christlicher Religiosität und in anderen Religionen. Aber ich denke, wenn sich Jesus auf die stützen wollte, die ihm dergestalt folgen, bliebe er ziemlich einsam.

queequeg antworten
Goldapfel
(@goldapfel)
Beigetreten : Vor 12 Monaten

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@queequeg ich habe dir nur ein Beispiel, das mit spontan auf diese

schon gar nicht, wenn es um materielle Güter geht
Aussage hin einfiel.
Außerdem hat Glaube nichts mit Religiosität zu tun. Denke, das hätte Frau Ball auch so unterschreiben können.
 
goldapfel antworten


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