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Johannes 16,12 (-15) - Auslegung gesucht


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

"Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen."

Im internet ist zum Vers 12 "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen." nicht viel zu finden.

Ich sehe hier eine Andeutung Jesu auf Künftiges.

Ist die Bibel für Christen nicht ein genauso starres und unbewegliches Instrument geworden, wie das kanonisierte AT für die Hebräer?
Bei unseren elektronischen Geräten achten wir darauf, mit Updates stets auf dem neusten Stand zu sein. Aber durch die Kanonisierung des AT und NT verwenden wir ein mindestens 2000 Jahre altes Betriebssystem.

Hat Jesus Ahnung von Atomphysik, Radar, Laser, Quantenmechanik, Internet, Smartphones, PC's usw. ?
Natürlich, er ist der Schöpfer von allem.
Hätte Jesus mit diesen Themen seine Jünger überfordert?
Natürlich! "So einem durchgeknalltem Typ folgen wir nicht weiter" hätten sie gesagt. Das sagten ja schon Jünger aus geringerem Anlass in Johannes 6,65 Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann von sich aus zu mir kommen. Das kann nur mein Vater bewirken." 66 Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück und folgten ihm nicht mehr. 67 Da fragte Jesus die Zwölf: "Und ihr, wollt ihr mich etwa auch verlassen?"

Ist Leben mit Jesus nicht eher ein dynamischer Prozess, als ein statisches Bewahren alter Dinge? Was wissen wir denn heute noch ganz genau, aus welchem kulturellem Kontext vor 2000 Jahren bestimmte Aussagen überliefert wurden?

Ist nicht vielmehr die Frage angebracht:
WARUM sollen 'normale' Gläubige vielleicht gar nicht zu wissen bekommen, was Jesus noch alles zu sagen hätte?

Aber zuerst mal zur eingangs gestellten Frage, WAS hätte Jesus uns denn noch alles zu sagen?

Antwort
3 Antworten
Plueschmors
Beiträge : 3744

Vom Guten zum Besseren

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ich sehe hier eine Andeutung Jesu auf Künftiges.

Jo, Jesus sagt das ja bei seinem Abschied, um es den betrübten Jüngern leichter zu machen: "Ich gehe jetzt fort und ihr denkt wohl, etwas besseres könne nicht mehr kommen, aber alles wird besser sein, wenn ich nicht mehr bei euch bin. Laßt euch auch von meinem Tod nicht schrecken. Alles wird gut werden und der Heilige Geist wird euch lehren, was ihr jetzt noch nicht lernen könnt".

Die Jünger folgten Jesus nach. Ihrer "Führungskraft". Überall hindurch. Leiblich. Er war ihr Schutz, Hilfe, Trost. Aber "nur" leiblich. Sie werden erfahren, daß sie durch den Heiligen Geist eine "Führungskraft" bekommen, die sie vor allem geistlich schützt, hilft und tröstet. Und das nicht nur eine gewisse Zeit wie Jesus auf Erden, sondern in Ewigkeit!

Das ist es m.E., was Jesus hier sagt: "Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen". - AMEN!

Ich habe also einen etwas anderen Ansatz als Deine vermutete Zukunftsvision von Internet und Quantenmechanik und kann daher zum Rest Deines Beitrags nicht viel schreiben 😉 ...

plueschmors antworten


Clay
Beiträge : 1322
Veröffentlicht von: @wolfskin

Ist nicht vielmehr die Frage angebracht:
WARUM sollen 'normale' Gläubige vielleicht gar nicht zu wissen bekommen, was Jesus noch alles zu sagen hätte?

Die vorrangige Aufgabe der Bibel ist nicht, Wissen zu vermitteln, schon gar nicht allumfassendes Wissen. Die Bibel soll zunächst dazu dienen, Gott zu erkennen, wer und wie Er ist, und eine Beziehung mit Ihm einzugehen.
Die Jünger waren Juden und entsprechend aus dem Tenach belehrt. Für sie hat Jesus die Welt auf den Kopf gestellt, so dass sie zunächst das erst einmal verarbeiten mussten, was Jesus sie gelehrt hatte. Das reichte aber noch nicht aus, doch noch mehr hätte sie überfordert.
Der Heilige Geist war in Stellvertretung für den heimgekehrten Jesus notwendig, um die Jünger in ihrem Auftrag im Willen Gottes zu führen und sie weiter zu belehren.

Wir sind die Nachfolger der Jünger mit demselben Auftrag. So wie der Geist Gottes beim Schreiben der Bibel notwendig war, so ist er es beim Lesen: Er muss uns das, was wir mit unserer sinnlichen Wahrnehmung erfassen und mit unserem Verstand begreifen, uns offenbaren, damit wir den darin verborgenen Sinn verstehen. Diese Offenbarungen haben nichts mit Auslegung zu tun, sondern ist Reden Gottes persönlich in die Alltagssituation des Einzelnen hinein, um im Willen Gottes zu leben.
Die Bibel ist somit eines der verschiedenen Kommunikationsmitteln, die Er nutzt, um zu unseren Herzen zu sprechen.

LG.
Clay

clay antworten
Evana
Beiträge : 924

Hallo Wolfskin,

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ich sehe hier eine Andeutung Jesu auf Künftiges.

Das sehe ich auch so.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ist die Bibel für Christen nicht ein genauso starres und unbewegliches Instrument geworden, wie das kanonisierte AT für die Hebräer?
Bei unseren elektronischen Geräten achten wir darauf, mit Updates stets auf dem neusten Stand zu sein. Aber durch die Kanonisierung des AT und NT verwenden wir ein mindestens 2000 Jahre altes Betriebssystem.

Die Bibel ist für mich "lebendig", d. h. sie spricht in meiner Situation hinein mit ihren Versen. Sie ist somit für mich als Christin das Lebenshilfebuch überhaupt.
Sie wird immer mal wieder "überholt" und in die neue deutsche Sprache übersetzt. So gibt es ja viele unterschiedliche Übersetzungen von der Lutherbibel, zur Elberfelder, Neue Genfer Übersetzung etc.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Hat Jesus Ahnung von Atomphysik, Radar, Laser, Quantenmechanik, Internet, Smartphones, PC's usw. ?
Natürlich, er ist der Schöpfer von allem.
Hätte Jesus mit diesen Themen seine Jünger überfordert?
Natürlich! "So einem durchgeknalltem Typ folgen wir nicht weiter" hätten sie gesagt. Das sagten ja schon Jünger aus geringerem Anlass in Johannes 6,65 Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann von sich aus zu mir kommen. Das kann nur mein Vater bewirken." 66 Von da an zogen sich viele seiner Jünger zurück und folgten ihm nicht mehr. 67 Da fragte Jesus die Zwölf: "Und ihr, wollt ihr mich etwa auch verlassen?"

Jesus war damals als Mensch, den Menschen im Denken und Handeln meilenweit voraus und natürlich ist er es als auferstandener Gott auch. Auch war er als Weisheit vor Grundlegung der Welt/des Weltalls anwesend und hat alles mitgestaltet.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Ist Leben mit Jesus nicht eher ein dynamischer Prozess, als ein statisches Bewahren alter Dinge? Was wissen wir denn heute noch ganz genau, aus welchem kulturellem Kontext vor 2000 Jahren bestimmte Aussagen überliefert wurden?

Auch ich sehe das Leben mit Christus als dynamisch, es gilt für mich, mich immer weiter zu wachsen oder mich von ihm entwickeln zu lassen.

Veröffentlicht von: @wolfskin

Aber zuerst mal zur eingangs gestellten Frage, WAS hätte Jesus uns denn noch alles zu sagen?

Jede Mengen, aber Gegenfrage: Sind wir bereit ihm zuzuhören?

LG
Evana

evana antworten


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