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Meine biblischen Kerntexte

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Tojak
 Tojak
Themenstarter
Beiträge : 402

Heute früh kurz vor dem Aufstehen ging mir durch den Kopf, was eigentlich meine biblischen Kerntexte sind, auf die ich immer wieder zurückkomme und die meinen Glauben prägend definieren. Es sind:

1. Die Zehn Gebote (2. Mose (Exodus) 2-17)
2. Die Bergpredigt (Matthäus 5-7)
3. Psalm 23

Wenn ich auch im Detail vieles sonst hinterfrage, vielen Theologen und ihren Lehren sehr kritisch gegenüberstehe, längst nicht alles glaube, was mir in der Kirche und sonstwo gepredigt wird, auf die drei obigen Texte komme ich immer wieder zurück.

Die Zehn Gebote stecken einen ethischen Rahmen ab, in der Bergpredigt stellt Jesus unter anderem klar, dass diese Gebote nicht juristisch, sondern im Geist der Nächstenliebe auszulegen sind, und lehrt uns das Vaterunser als christliches Zentralgebet. Und Psalm 23 ist ein wunderbares Gebet der Geborgenheit in Gott. Mehr brauche ich nicht.

Was sind Eure Kerntexte?

Tojak

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29 Antworten
billy-shears
Beiträge : 1611

Die Zehn Gebote stecken einen ethischen Rahmen ab

Hm, bei den anderen beiden Texten stimme ich dir zu, aber beim Dekalog eher nicht. Abgesehen vom Sabbatgebot und vielleicht noch dem ersten Gebot, finde ich dort nichts außergewöhnliches, und der ethische Rahmen ist ja eher ein Minimum.
Oder anders gesagt: Auf die meisten Gebote des Dekalogs sind andere auch schon gekommen, ohne extra auf‘n Berg zu steigen um da mit Gott zu reden.
Aber ich vermute Du siehst in ihnen vielleicht mehr?

Was sind Eure Kerntexte?

Neben der Bergpredigt sind das für mich noch
Kohelet 1 (über die Nichtigkeit)
Ps 82 & Mt 25,31ff (über Gottes Vorstellung von Gerechtigkeit)
Röm 8 (über die Freiheit und das Leben in Christus)
1Kor 15 (über die Jesu Auferstehung)
und die Gleichnisse Jesu (in ihnen kommt man seiner Gedankenwelt am nächsten)

billy-shears antworten
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Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402
Veröffentlicht von: @billy-shears

beim Dekalog eher nicht. Abgesehen vom Sabbatgebot und vielleicht noch dem ersten Gebot, finde ich dort nichts außergewöhnliches, und der ethische Rahmen ist ja eher ein Minimum.

Eben, und ich finde es wichtig, ein solches Minimum, das ich aber lieber Grundanforderung nennen würde, zu definieren. Wenn sich alle, die sich gläubig nennen, konsequent an dieses Minimum halten würden, wäre die Welt ein gutes Stück besser.

Außerdem gebe ich zu bedenken, dass es bereits im Dekalog Interpretationsunterschiede gibt, z. B. was das Bilderverbot angeht. Der Missbrauch des Namens des Herrn (2. Mose 20,7) ist ebenfalls ein weites Feld, über das es sich gründlich nachzudenken lohnt.

Veröffentlicht von: @billy-shears

Neben der Bergpredigt sind das für mich noch
Kohelet 1 (über die Nichtigkeit)
Ps 82 & Mt 25,31ff (über Gottes Vorstellung von Gerechtigkeit)
Röm 8 (über die Freiheit und das Leben in Christus)
1Kor 15 (über die Jesu Auferstehung)
und die Gleichnisse Jesu (in ihnen kommt man seiner Gedankenwelt am nächsten)

Alles Stellen, die ich ebenfalls gut finde.

tojak antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1611

Eben, und ich finde es wichtig, ein solches Minimum, das ich aber lieber Grundanforderung nennen würde, zu definieren. Wenn sich alle, die sich gläubig nennen, konsequent an dieses Minimum halten würden, wäre die Welt ein gutes Stück besser.

Aah, so kann ich das schon besser nachvollziehen. 😊

billy-shears antworten
billy-shears
(@billy-shears)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 1611
Veröffentlicht von: @billy-shears

Die Zehn Gebote stecken einen ethischen Rahmen ab

Hm, bei den anderen beiden Texten stimme ich dir zu, aber beim Dekalog eher nicht. Abgesehen vom Sabbatgebot und vielleicht noch dem ersten Gebot, finde ich dort nichts außergewöhnliches, und der ethische Rahmen ist ja eher ein Minimum.
Oder anders gesagt: Auf die meisten Gebote des Dekalogs sind andere auch schon gekommen, ohne extra auf‘n Berg zu steigen um da mit Gott zu reden.

Um mal einen (besser: den) außergewöhnlichen Satz Gottes im AT zu nennen, der überraschend und beispiellos ist:

"Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes in Ägypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört; ja, ich kenne seine Schmerzen." (Ex 3,7)

Von keinem anderen Gott der Antike ist eine solche Aussage auch nur im Ansatz vorstellbar.

billy-shears antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0

Als ich als junge Frau (Ausbildung) mal ein Referat in der Berufsschule zum Thema Christentum halten musste, da habe ich als Kerntext den Bibelvers gewählt, der wie ich finde den Kern der gesamten Bibel auf den zentralen Punkt bringt:
"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ER Seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben".
Johannes 3,16
Bergpredigt und Psalm 23 finde ich auch wunderbar, doch die 10 Gebote sind ja zusammengefasst im NT unter der Liebe zum Nächsten, und Sabbat halten ist ja nicht der Christen Ding (wäre ja Samstag).
Auch besondere Tage halten ist uns laut Paulus nicht Gesetz oder entscheidend gegeben, sondern in Freiheit auszuleben (ist heutzutage ja mit vielen wichtigen! Berufen auch gar nicht mehr vereinbar).
Ist auch beim Abrupfen der Ähren durch die Jünger bereits gezeigt, dass es nicht verbindlich ist im gesetzlichen Sinne.

Wie gesagt, Johannes 3,16 finde ich daher den entscheidenden zentralen Kerntext, der die gesamte Bibel von Anfang bis Ende in einem Satz beschreibt.

liebe Grüße
Karibu

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Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402
Veröffentlicht von: @karibu20

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ER Seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben".
Johannes 3,16

Das "Evangelium in einem Satz", habe ich erst relativ spät unter dieser Bezeichnung kennengelernt, finde ich ebenfalls ganz hervorragend.

tojak antworten
Queequeg
Beiträge : 3434

Psalm 139
Wie billy-shears sagt halte ich die 10 Gebote auch nicht für sonderlich christlich originell.

Bei der Berpredigt stimme ich Dir voll zu. Und Psalm 23 ist ebenfalls sehr nahe.

Mir persönlich sagt Psalm 139 aber mehr - mit Ausnahme der Verse 17 und 18, von denen ich keine Ahnung habe, wie die in diesen schönen Psalm hineingerutscht sind.

queequeg antworten
7 Antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

17 Aber wie köstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine große Summe! 18 Sollte ich sie zählen, so würde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.…"

Welches Problem hast Du mit diesen Bibelversen?

Ehrliche Nachfrage, ich finde sie sehr schön und passend?

Liebe Grüße
Karibu

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Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3434

Korrektur
Ich meinte diese hier:

"19 Ach Gott, daß du tötetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen müßten! 20 Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache. 21 Ich hasse ja, HERR, die dich hassen, und es verdrießt mich an ihnen, daß sie sich wider dich setzen. 22 Ich hasse sie im rechten Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden."

queequeg antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0

Ja, die Folgen der Sünde sind hart, in dieser Welt und in der zukünftigen, daher ist Jesus ja für unsere Sünde ans Kreuz gegangen (Johannes 3,16), um uns von ihren schrecklichen Folgen zu erlösen.

Ist Dir Davids Leben und Situation bewusst beim Lesen des Psalms 139 ?

Denn man kann das nicht trennen, wenn auch wie gesagt die Folgen der Sünden (der Gottlosigkeit, der Blutgierigen, der Feinde die ihm (David) ohne Ursache nach dem Leben trachteten!) in der Tat sehr hart sind.

Das Seufzen Davids hatte seine tiefen (Hinter-) Gründe.

Die Feinde Gottes und Davids haben zuerst gehaßt, der Hass ihren Sünden gegenüber ist die Folge davon, verständlich wenn die Feinde Dich bedrohen und bedrängen?

Liebe Grüße
Karibu

Anonymous antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17254

Wie siehst du diese für dich Krisenverse im Licht von Psalm 1?

Wahres Glück
1 Glücklich ist, wer nicht dem Rat gottloser Menschen folgt, wer nicht mit Sündern auf einer Seite steht, wer nicht mit solchen Leuten zusammensitzt, die über alles Heilige herziehen, 2 sondern wer Freude hat am Gesetz des HERRN und darüber nachdenkt – Tag und Nacht. 3 Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist, der Frucht trägt Jahr für Jahr und dessen Blätter nie verwelken. Was er sich vornimmt, das gelingt.
4 Ganz anders ergeht es allen, denen Gott gleichgültig ist: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. 5 Vor Gottes Gericht können sie nicht bestehen. Weil sie seine Gebote missachtet haben, sind sie aus seiner Gemeinde ausgeschlossen. 6 Der HERR wacht über den Weg aller Menschen, die nach seinem Wort leben. Doch wer sich ihm trotzig verschließt, der läuft in sein Verderben.

deborah71 antworten
Queequeg
(@queequeg)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 3434

Was soll ich in diesem Lichte sehen? Das ist die Vorstellung eines Menschen. Die kann richtig sein oder nicht. Jedenfalls sehe ich nicht, dass sie den Psalm kommentiert, den ich hier angeführt habe.

queequeg antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17254

Es kann etwas mit einem machen, je nachdem wohin man sich ausrichtet und mit welchen Menschen man sich umgibt.

Das ist eine Parallele, die ich zwischen beiden Psalmen sehe.

Die andere ist, auf Gott ausgerichtet leben, auf den, dessen Name Existenz und Leben bedeutet.

Gesegnetes neues Jahr 2020

deborah71 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402
Veröffentlicht von: @queequeg

Mir persönlich sagt Psalm 139 aber mehr - mit Ausnahme der Verse 17 und 18, von denen ich keine Ahnung habe, wie die in diesen schönen Psalm hineingerutscht sind.

Psalm 139 ist wunderschön, ich habe ihn mal auswendig gekonnt. Und die Verse 19-22, die du ansprichts (als 17 und 18) haben mich genau so irritiert.

tojak antworten


Arcangel
Beiträge : 3511

Ein Text der den Inhalt meines Glaubenslebens entscheident prägt ist 2.Petrus 1,3-11 und im Umgang mit anderen Christen ist mir vorallem Römer 14,22 wichtig. Und wenn diese beiden Dinge (Gottes befreiendes Wirken und meine Eigenverantwortung vor Ihm) immer fester werden dann bin ich ganz auf St. Augustins Linie. "Liebe und tue, was du willst"

arcangel antworten
2 Antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402

Unter 2. Petrus 1, 3-11, konnte ich mir ohne nachzusehen nichts Konkretes vorstellen. Falls es anderen Mitlesern auch so geht, zitiere ich die Stelle hier (Übersetzung Lut 2017):

3 Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft. 4 Durch sie sind uns die kostbaren und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist. 5 So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis 6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit 7 und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe. 8 Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus. 9 Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden. 10 Darum, Brüder und Schwestern, bemüht euch umso eifriger, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals straucheln, 11 und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus.

Finde ich gut, spricht mich aber wohl nicht ganz so an wie dich.

Römer 14,22

Den Glauben, den du hast, habe für dich selbst vor Gott. Selig ist, der sich selbst nicht verurteilen muss in dem, was er gut heißt.

als Aufforderung zur Ehrlichkeit im Glauben gefällt mir sehr gut.

tojak antworten
Arcangel
(@arcangel)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3511
Veröffentlicht von: @tojak

Finde ich gut, spricht mich aber wohl nicht ganz so an wie dich.

Na für mich verkörpert diese stelle halt exemplarisch, was Gott für uns getan haben und was für Konsequenzen wir daraus ziehen.

arcangel antworten
Deborah71
Beiträge : 17254
Veröffentlicht von: @tojak

Heute früh kurz vor dem Aufstehen ging mir durch den Kopf, was eigentlich meine biblischen Kerntexte sind, auf die ich immer wieder zurückkomme und die meinen Glauben prägend definieren. Es sind:

Interessanter Gedankenanstoß.

Da wären:

Joh 19, 17 Und er selbst trug sein Kreuz und ging hinaus nach der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt, 18 wo sie ihn kreuzigten, und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte.
Als ich diese Zeilen gelesen hatte, sprach Jesus: Das Bin Ich. Und seine Liebe erfüllte und rettete mich.

Und als weitere Ansprache:
Jes 43, 1 Aber jetzt, so spricht der HERR, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. 2 Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten. Wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. 3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, ich, der Heilige Israels, dein Retter.

Ich gehöre Ihm, egal durch welche Schwierigkeiten es geht.

Psalm 118, 17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs erzählen.
Psalm 23
Psalm 16,11
Psalm 84
Joh 15,9 Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

deborah71 antworten
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Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402

Starke Stellen! Mir wären sie jetzt aber nicht auf Anhieb eingefallen.

tojak antworten
Deborah71
(@deborah71)
Beigetreten : Vor 18 Jahren

Beiträge : 17254

Danke 😊

Sie sind auch sehr persönlich gegeben worden. Maßgeschneidert für mein Leben sozusagen...so wie eben auch die Stellen in den anderen Posts für jeden persönlich wichtig sind.

Mir gefällt im Thread die Vielfalt und darin das Aufscheinen, wie Gott jeden einzelnen im Blick hat und ihm dort begegnet, wo er/sie seine Liebe braucht.

Schöne anregende Fragestellung von dir. 😊

deborah71 antworten
Tojak
 Tojak
(@tojak)
Beigetreten : Vor 10 Jahren

Beiträge : 402

Danke! owT
...

tojak antworten


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