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Schicksal

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Evana
Themenstarter
Beiträge : 924

Hallo ihr Lieben!

Mein Sohn stellte mir gestern Fragen zum Thema Schicksal.
Da ich mich damit noch nicht so auseinander gesetzt habe, will ich hier darüber diskutieren bzw. auch nach Bibelstellen suchen, um die Wahrheit heraus zu finden. Denn die Wahrheit macht uns frei.

Inwieweit haben wir unser Schicksal in der Hand?

Was ist Vorherbestimmt und was kann ich ändern/verändern in meinem Leben und im Leben anderer mit Gottes Hilfe?

LG
Evana

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20 Antworten
OpaStefan
Beiträge : 968

Hallo Evana,
zunächst die Frage, was du und dein Sohn unter Schicksal versteht? Hier die Erklärung von Wikipedia:

Der Begriff Schicksal hat keine ihm zugrundeliegende eindeutig wertende Bedeutung. Synonym wird das Wort Los verwendet. Zumeist wird als Schicksal eine Art höhere Macht begriffen, die ohne direktes menschliches Zutun das Leben einer Person entscheidend beeinflusst. Beispiele: „Das Schicksal meint es gut mit ihr“, „Er wurde vom Schicksal dazu bestimmt“, „Das Schicksal nahm seinen Lauf“ oder der Schicksalsschlag. In diesem Sinne ist es der Inbegriff unpersönlicher Mächte. Weit verbreitet ist aber besonders die Auffassung, man könne sein Schicksal beeinflussen; daher wird auch davon gesprochen, „sein Schicksal zu meistern“ oder „sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen“.
Die Einstellung gegenüber dem Schicksal reicht
- von völliger Ergebung (Fatalismus) über den
- Glauben an seine Überwindbarkeit (nimmer sich beugen/ kräftig sich zeigen/ rufet die Arme/ der Gottheit herbei – Goethe) bis zur
- völligen Willensfreiheit des Individuums (Voluntarismus).

LG OpaStefan

opastefan antworten
6 Antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo OpaStefan,

dann kommt bei mir die Fragen auf:
Gibt es ein Schicksal? Sind wir dem (schutzlos) ausgeliefert?
Oder ist es ein Aberglaube?

Also ich glaube, dass Gott unser Leben geplant hat. Er hat den Zeitpunkt unseres Lebens bestimmt. Unserer Herkunft, unsere Eigenschaften, unser Aussehen und nimmt auch Einfluss auf unser Leben.
Dennoch denke ich, dass ich mit meinen Entscheidungen, Gebeten usw.
Einfluss nehmen kann.

Von daher glaube ich gar nicht, dass es ein Schicksal/Los gibt,
Vielleicht hatte ich deshalb auch die Schwierigkeit, seine Fragen zu beantworten, oder darüber zu reden.

So wie ich die Erklärung von Wikipedia verstehe, geben sie selbst keine genaue Definition ab.

LG
Evana

evana antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 968

So groß ist der Spielraum nicht, in dem wir unser Leben selbst bestimmen können. Das meiste, ich denke bis zu 80%, ist schon vorbestimmt. Geburtstag, -ort, Geschlecht, Vorfahren und Herkunftsfamilie und die Prägung dadurch usw.. Das kannst du als Schicksal bezeichnen, weil wir darauf keinen Einfluss haben.

Nun ist die Frage, wie wir dazu stehen. Man kann sich als benachteiligt sehen und passiv leiden oder es dankbar annehmen und die Chancen nutzen.

LG OpaStefan

opastefan antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924
Veröffentlicht von: @opastefan

Nun ist die Frage, wie wir dazu stehen. Man kann sich als benachteiligt sehen und passiv leiden oder es dankbar annehmen und die Chancen nutzen.

Genau, wir können herumnörgeln, dass wir so sind wie wir sind.
Dann könnten wir Eingriffe machen (Geschlechtsumwandlung, OP´s etc.) also selbst "Gott sein" wollen. Dadurch öffnen wir uns aber dem Bösen, gehen also die für uns nicht vorgesehenen Wege.

Wenn wir dankbar sind, nehmen wir es von Gott gegeben an, preisen ihn darüber und werden auf diese Weise gelassener, zufriedener, glücklicher.

LG
Ulrike

evana antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Dann könnten wir Eingriffe machen (Geschlechtsumwandlung, OP´s etc.) also selbst "Gott sein" wollen. Dadurch öffnen wir uns aber dem Bösen, gehen also die für uns nicht vorgesehenen Wege.

Ich halte es nicht für zielführend, sein Leben lang mit Gott zu hadern, weil man nicht mit sich (und mit Gott) im Einklang ist.
Wer sagt denn, welcher Weg für uns vorgesehen ist?
Wenn man daran etwas ändern will, öffnet man sich keineswegs dem Bösen, denn Geschlechtsumwandlungen oder kosmetische OPs können sehr wohl positive Auswirkungen auf die Psyche haben. Glückliche Menschen nerven ihre Mitmenschen weniger und erfreuen Gott durch ihren authentischen Lobpreis.

ungehorsam antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339

Hallo Ulrike!

Veröffentlicht von: @evana

Genau, wir können herumnörgeln, dass wir so sind wie wir sind.
Dann könnten wir Eingriffe machen (Geschlechtsumwandlung, OP´s etc.) also selbst "Gott sein" wollen. Dadurch öffnen wir uns aber dem Bösen, gehen also die für uns nicht vorgesehenen Wege.

Mit einer solchen Aussage wäre ich sehr, sehr vorsichtig und zurückhaltend.

Es ist nach meiner Erkenntnis in solchen Fällen gut, ganz bei mir zu bleiben und mit meinem Schicksal Versöhnung zu erlangen.
Oft schwer genug.

Da muss ich nicht auf Menschen zeigen, die ihr Schicksal auf ihre Art und Weise zu meistern versuchen.
Denn ich "gehe nicht in deren Schuhen"!!

fg
Inge

irrwisch antworten
OpaStefan
(@opastefan)
Beigetreten : Vor 11 Jahren

Beiträge : 968
Veröffentlicht von: @evana

Genau, wir können herumnörgeln, dass wir so sind wie wir sind.
Dann könnten wir Eingriffe machen (Geschlechtsumwandlung, OP´s etc.) also selbst "Gott sein" wollen. Dadurch öffnen wir uns aber dem Bösen, gehen also die für uns nicht vorgesehenen Wege.

Ich sehe das Genannte als Versuch, die Vergangenheit oder das Schicksal zu korrigieren, was kaum zur Zufriedenheit gelingen wird, weil man immer wieder was findet (Teufelskreis). Als berühmtes Beispiel nenne ich mal Michael Jackson.
Ich würde es nicht als Öffnung zum Bösen bezeichnen. Man will das Beste und schadet sich dabei selbst. Selbstmitleid, Neid, Hass und Unzufriedenheit fressen uns auf.

Veröffentlicht von: @evana

Wenn wir dankbar sind, nehmen wir es von Gott gegeben an, preisen ihn darüber und werden auf diese Weise gelassener, zufriedener, glücklicher.

Das ist im Gegensatz dazu der Blick nach vorn, der uns fähig macht, unser "Schicksal" anzunehmen. Wir werden befreit zum nüchternen Blick auf die Tatsachen. Dadurch können wir etwas in und an uns verändern. Dazu fordert uns ja Gottes Wort auch auf.

2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

LG OpaStefan

opastefan antworten


Anonymous
 Anonymous
Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @evana

Was ist Vorherbestimmt und was kann ich ändern/verändern in meinem Leben und im Leben anderer mit Gottes Hilfe?

Wie willst Du das wissen? Denn wenn Du einen Lauf veränderst, ist diese Wendung doch bereits selbst wieder vorhergesehen in den göttlichen Augen. Das Empfinden der Freiheit in all diesen Dingen haben wir Menschen, weil wir es ja auch nicht wissen. Wir handeln und es geht seinen Weg. Es ist immer der So-gegangene Weg, auf den wir Blicken.

Wir sind immer beides: vollkommen frei im Geiste, da wir alle Möglichkeiten darin haben, aber zugleich lauter Gesetzen unterworfen.
So auch ist Gott immer beides: vollkommen erhaben über alles, aber gleichsam den Weg mit uns gehend, mit uns fühlend, uns lehrend und streitend, eben wie in einer Beziehung.

In seinem göttlichen Wissen hat bereits alles stattgefunden: "Was da ist, ist längst mit Namen genannt, und bestimmt ist, was ein Mensch sein wird. Darum kann er nicht hadern mit dem, der ihm zu mächtig ist. Denn je mehr Worte, desto mehr Eitelkeit; was hat der Mensch davon? Denn wer weiß, was dem Menschen nützlich ist im Leben, in seinen kurzen, eitlen Tagen, die er verbringt wie einen Schatten? Oder wer will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne?" (Pred 6,10-12)

"Gerechte und Weise und ihr Tun sind in Gottes Hand. Auch über Liebe und Hass bestimmt der Mensch nicht; alles ist vor ihm festgelegt." (Pred 9,1)

"Gleichwie du nicht weißt, welchen Weg der Wind nimmt und wie die Gebeine im Mutterleibe bereitet werden, so kannst du auch Gottes Tun nicht wissen, der alles wirkt." (Pred 11,5)

"Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er´s euch gebe." (Joh 15,16)

"So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Eben dazu habe ich dich erweckt, damit ich an dir meine Macht erweise und damit mein Name auf der ganzen Erde verkündigt werde." So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. (Rö 9,16-18)

usw.usw.

LG

Anonymous antworten
2 Antworten
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Hallo Simonsson,

Dann haben wir also allen Grund zu danken:

Dass wir in Deutschland geboren sind und nicht in Afrika, wo wir genug zu essen und zu trinken haben.

Dass wir fließend Wasser haben und Duschen können, ohne uns die Mühe machen zu müssen, zum Brunnen zu gehen.

Dass er uns zu sich gezogen hat aus lauter Güte und dass er uns liebt.

usw. usw.

Oder wie liest du diese Bibelverse?

LG
Evana

evana antworten
Anonymous
 Anonymous
(@Anonymous)
Beigetreten : Vor 1 Sekunde

Beiträge : 0
Veröffentlicht von: @evana

Dann haben wir also allen Grund zu danken:

Veröffentlicht von: @evana

Oder wie liest du diese Bibelverse?

Ja, genau so.

Ich schrieb mal in einer meiner Andachten: Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt: Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.

LG
Simon

Anonymous antworten
Ungehorsam
Beiträge : 3336

nwieweit haben wir unser Schicksal in der Hand?

Was du nicht in der Hand hast: In welcher Zeit du in welches Land in welche Familie hineingeboren wirst. Welches Geschlecht du hast, welche Hautfarbe und welche Behinderungen.

Mit zunehmendem Alter hast du immer mehr in der Hand, was du aus deinem Leben machst: Berufswahl, Partnerwahl und so weiter. Es gibt nichts, was schon vorher festgelegt wäre, wie es in längst vergangenen Zeiten noch war.
Für die Gestaltung deines Schicksals bist alleine du verantwortlich.

ungehorsam antworten
4 Antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339

hmmmm......
Guten Morgen, lieber Ungehorsam

In vielen Ausführungen hier gehe ih dir rcht.

Aher hier möchte ich Einspruch erheben:

Veröffentlicht von: @ungehorsam

Für die Gestaltung deines Schicksals bist alleine du verantwortlich.

Das kann ich nicht so sehen.

Denn ich kann auch im weiteren Leben längst nicht alles selbst bestimmen.

Ob meine Kinder gesund zur Welt kommen bestimme ich sehr bedingt.
Ob ein lieber Mensch stirbt, habe ich nicht in der Hand.
Zum Beispiel: Ehepartner, Kind, Freundin, Freund, Eltern früh.

Ob Corona oder andere pandemieartiken Krankheiten unser Land lahm legen und mir dadurch der Verlust meiner Gesundheit oder meines Arbeitsplatzes droht oder gar geschieht, liegt auch nicht in meiner Macht.

Ob ich schlimm erkranke, zum Beispiel an Krebs oder einer Hirblutung
liegt ausserhalb meiner Macht.

Ich biete dir eine andere DEfinition an:

Es gibt Dinge und Geschehnisse in unserem Leben, auf die ich keinen Einfluss, über die keine Macht habe.
Solche Geschehnisse rechne ich dem Schicksal zu.

irrwisch antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Deine Einwände sind natürlich berechtigt. Ich fasse sie mal unter dem Oberbegriff "Höhere Macht" zusammen.
Es liegt aber an jedem Einzelnen, wie weit man sich davon bestimmen läßt. Es bieten sich in jeder Lage, und scheint sie noch so aussichtslos, neue Chancen. Es gilt, sie zu erkennen und auch zu nutzen.

ungehorsam antworten
Irrwisch
(@irrwisch)
Beigetreten : Vor 21 Jahren

Beiträge : 3339
Veröffentlicht von: @ungehorsam

Es liegt aber an jedem Einzelnen, wie weit man sich davon bestimmen läßt. Es bieten sich in jeder Lage, und scheint sie noch so aussichtslos, neue Chancen. Es gilt, sie zu erkennen und auch zu nutzen.

Das stelle ich nicht in Abrede.

Jede Schicksalsschlag birgt in sich auch die Chance, daran zu wachsen.

irrwisch antworten
Ungehorsam
(@ungehorsam)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 3336

Na, dann sind wir uns doch einig.

ungehorsam antworten


Seidenlaubenvogel
Beiträge : 853

Das Schicksal hast du nicht in der Hand. Schicksal ist für mich etwas sehr unkonkretes. Damit kann ich nicht viel anfangen.. ... für mich ist das kein wesentlicher Begriff. Denn letztendlich kann alles Schicksal sein. Nur diese Wahrnehmung macht aus meiner Sicht unmündig und eine Auseinandersetzung damit führt zu nichts.

Hilfreich zum Thema "Lebensgestaltung" halte ich zwei Fragen zu dem, was ich in der Hand habe, ...
- wie entscheide ich mich ...?
- wovon lasse ich mich leiten ...?

Und bei diesen beiden Fragen stelle ich mir die Frage, wie frei bin ich tatsächlich bzw wodurch bin ich gebunden/ geprägt?

seidenlaubenvogel antworten
1 Antwort
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Das Schicksal haben wir nicht in der Hand. Es kann uns schlagartig ein Unglück begegnen.
Aber ich denke schon, dass wir mit unseren Gedanken unbewusst Einfluss auf unser Schicksal/Los nehmen:

Haben wir vor etwas Angst, dann kann es dazu führen, dass diese Situation auch eintrifft. So wie bei Hiob. Er klagte: Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und wovor mir bangte, das kam über mich. (Hiob 2,25)

Wenn einer von Schicksalsschlägen getroffen wurde, dann war es Hiob.
- sämtliche Rinder und Eselinnen wurden ihm geraubt und seine Knechte erschlagen (Hiob 1,14+15)

- dies Schafe und deren Hirten wurden verbrannt (Hiob 1,16)

- die Kamele geraubt und die Knechte erschlagen (Hiob 1,17)

- die Söhne und Töchter kamen beim Hauseinsturz ums Leben (Hiob 1,18-19)

- dann böse Geschwüre bei sich selbst (Hiob 2,7)

Das ist ganz heftig, was Hiob da in kurzer Zeit erlebt.Dazu kommt dann Rat-Schläge von den Freunden und Lästerungen, Spott von seiner Ehefrau.

Was wir in der Hand haben, ist der Umgang, wenn uns so etwas passiert. Falle ich ins Negative und fange an zu schimpfen, depressiv zu werden etc.
Wie viele Menschen hätten in der gleichen Lage wohl Suizid gemacht?

oder wende ich mich an Gott und lobe ihn trotz allem.
In seinem Schmerz redete Hiob mit Gott, bekam Antworten und am Schluss bekannte er: Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, jetzt aber hat mein Auge dich gesehen. (Hiob 42,6)

Und Gott gab ihm mehr als er vorher hatte und verlängerte sein Leben.

Auch Jesaja schreibt: Zum Heil wurde mir bitteres Leid. Du, du hast liebevoll meine Seele von der Grube der Vernichtung zurückgehalten, denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.
Jes. 38,17

Ich bin Gott sehr dankbar, dass er da war, wo ich seinen Halt brauchte. Ohne ihn, wäre ich wahrscheinlich auch nicht mehr am Leben, denn auch ich habe viel Schlimmes erlebt.

LG
Evana

evana antworten
Clay
Beiträge : 1322

Es gibt nach meinem Verständnis für uns als Kinder Gottes kein unabwendbares Schicksal, dem wir auf Gedeih und Verderb ausgeliefert wären. Leid, Nöte, Probleme, usw. gehören zu unserem Leben nicht einfach so dazu, weil wir z.B. in einer 'gefallenen Schöpfung' leben oder das zu unserem Menschsein dazugehöre.

Die Bibel lehrt uns, dass wir als Kinder Gottes eine Neuschöpfung sind (2Ko 5,17);
dass Gott unser Vater (Mat 6,4; u.v.a.), Arzt (2Mo 15,26), Versorger (1Mo 22,14), Schutz, Schild Felsen, Burg, Festung, Zufluchtsort, Helfer (1Mo 22,14; 2Mo 15,26; 1Sa 2,2; 2Sa 22,3; Psa 3,3; 14,6; 18,2; 19,14; 31,2-3; 38,22; 40,17; 46,1; 50,15; 59,11.16; 61,3; 62,2-3.7-8; 71,3.7; 91,1-2.4.9; 94,22; 119,114; 140,7; 142,5; 144,2; Jes 25,4; Jer 16,19; 17,17; Joe 3,16), Hirte (Psa 23), usw. usw. ist,
der uns unermesslich und unendlich liebt (Jer 31,1) und unsere vollständige Wiederherstellung (1Ti 2,4) will.
Er ist gut (Psa 147,1, u.a.) und von Ihm kommen nur gute Gaben (Luk 11,13, u.a.).

Aber Gott lässt manches in unserem Leben zu. Es kommt nicht von Ihm, sondern von Satan (vgl. Hiob), aber Er lässt ihn - soweit wie Er will - gewähren. Seine gute Absicht (Röm 8,28) dabei ist, dass wir mit einem besseren Gottesbild, mit einer anderen Denke und einem veränderten Herzen daraus hervorgehen, mit mehr Liebe und Vertrauen zu Ihm.
Und Er erstattet uns doppelt, was Satan uns geraubt hat (vgl. Hiob 42).

Jesus = Gott ist unser HERR, dem wir dienen sollen. Es wird das Bild des jüdischen Sklaven gebraucht, der aus Liebe zu seinem guten Herrn freiwillig bei ihm bleibt und ihm weiter dient, obwohl er frei sein könnte. Das ist unsere Berufung, Gott zu dienen. Deshalb sollen wir zuerst nach dem Reich Gottes trachten und Er kümmert sich dann um unsere Bedürfnisse und versorgt uns mit allem, was wir brauchen (Mat 6,33). Wir sollen die Werke tun, die Er vorbereitet hat, damit wir sie ausführen (Eph 2,10).

So gesehen ist unser Leben vorbestimmt, aber das heißt nicht, dass wir Marionetten wären. Wir können jederzeit Nein sagen und Ihm z.B. nicht dienen. Wir müssen nicht nach seinem Willen fragen, sondern können nach unserem Gutdünken entscheiden. Mit den entsprechenden Konsequenzen so oder so.
Da Gott aber, weil Er zeitlos ist, vom Ende her sieht, kennt Er unsere Entscheidungen bereits vor unserer Geburt und hat sie in seinen Plan integriert.

Als Kind Gottes frage ich mich natürlich, warum sollte ich nicht freiwillig das tun, was Gott für mich als gut und richtig betrachtet, wenn Er mich doch so lieb und den Überblick hat. Wie oft habe ich schon - ohne nach seinem Willen zu fragen - Entscheidungen getroffen, wo ich hinterher sagen musste: "Hätte ich das gewusst, hätte ich anders entschieden ..."
Aber das setzt Vertrauen in meinen himmlischen Vater voraus. Bedingungslos Vertrauen werde ich Ihm aber nur dann, wenn ich Ihn gut kenne. Ich lerne Ihn kennen und lieben und Ihm vertrauen, wenn ich mich damit beschäftige, wer und wie Er ist und wie Er an und mit den Menschen handelt: liebevoll, barmherzig, gütig, gnädig. gerecht, treu, weise, ohne Überforderung und zum Besten jedes Einzelnen, usw. usw.

LG.
Clay

clay antworten
1 Antwort
Evana
(@evana)
Beigetreten : Vor 5 Jahren

Beiträge : 924

Ja, danke.

Gott hat einen Weg für uns aus jeder Situation heraus, in der wir uns verfangen haben. Er ist gut und liebt uns.

God will make a way
https://www.youtube.com/watch?v=1zo3fJYtS-o

LG
Evana

evana antworten


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