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mmieks
 mmieks
Themenstarter
Beiträge : 1197

Noch ist das Wetter ziemlich unbeständig und man greift zwischendurch zu einem Buch.

Es gibt doch sicher hier auch "Bücherwürmer" , die ihr Lesefutter mitteilen möchten.

Ich lese gerade Eckard von Hirschhausen, " Mensch, Erde"

Querfeldein geht es um Umweltthemen - d.h. Es lässt sich gut querlesen, ich suche das, was mich gerade beschäftigt - auch mit dem Hintergedanken: was kann ich einzelner tun, um ... tja, ist nicht einfach, wenn dein Essen von einer Großküche kommt und viel Fertigware dabei ist?

 

Das Fazit des Autors: "Wir könnten es so schön haben" - manchmal fürchte ich: Es ist in einigen Bereichen schon zu spät.

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Millie49
Beiträge : 356

Autobiografien von Uschi Glas und Britney Spears 🙂 ! Ich liebe Autobios und finde es interessant, wie Menschen, das geworden sind, was sie sind 😀. 

millie49 antworten
4 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@millie49 Hallo millie49 ... ich habe ein Herz für Britney 😍 ... ist mir glatt eins dieser dubiosen Emojis wert.

Die Biographie hatte ich auch schon in der Hand ... dann wieder auf den Bibliotheksmerkzettel verschoben und vergessen. Lohnt sich ein zweiter Blick ins Buch, aus deiner Sicht?

Viele Grüße!

 

 

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Millie49
(@millie49)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 356

@ladygiant Hallo zurück, ja, aber du darfst nicht zuuu viel erwarten! Mir tut Britney leid; sie hat ein psychisches Problem wie z. B. eine Borderline-Störung oder manische Depressionen, alle wollen ihr Geld, aber nicht den Menschen und mit dem "Alter" schwand ihre Karriere, da sie eine Teenie-Prinzessin war. Ich bin kein Fan von ihr, aber ich lese gerne Autobios. Grüße wohin auch immer! 😊

millie49 antworten
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@millie49 

Im Englischen heißt es so passend: I feel for her.

Ich fühle mit ihr; bewundere sie auch: Ihren Mut. Ihren Lebenswillen. Ihren Enthusiasmus!

Mit dem biographischen "Mist", den ihr das Leben aufs Feld gekarrt hat - hat sie richtig 'was angefangen. Die meisten, die ich kenne, haben nicht halb so viel Probleme und deutlich weniger Mumm. 

Doch ... ich denke, ich bin ein kleiner Fan 😉

Dir auch viele Grüße! Schönen Abend noch.

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schreiberin
(@schreiberin)
Beigetreten : Vor 2 Jahren

Beiträge : 453

@millie49 

Gibt es die Biographie von Britney auch auf deutsch?

schreiberin antworten


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Beiträge : 30188

Ich lese gerade der Tätowierer von Ausschwitz.Ist natürlich keine leichte Kost.Bin noch ganz am Anfang.

Ich habe das Buch schon länger,aber daurch,das das Buch bei Sky als Serie kommt,wollt ich das Buch vorher lesen.

LG

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Jack-Black
Beiträge : 6191

@mmieks 

Kairos

Roman von Jenny Erpenbeck.

Auf den bin ich gekommen, weil ein befreundetes Ehepaar mir das Buch empfahl. Mit den beiden kann ich mich immer gut über Literatur unterhalten, bzw. von denen lerne ich immer mal wieder was Neues kennen, weil sie noch ein gutes Stück belesener sind als ich. Irgendwie machte ich einen dummen Witz über die Aktualität von Theodor Fontane und merkte dann an, dass ja offenbar dessen Jenny (Treibel) gerade den Booker Prize gewonnen habe. "Nee, die heißt Erpenbeck und du solltest mal was von der lesen, bevor du über sie ablästerst.", wurde mir beschieden. Und dann eben Kairos als besonders empfehlenswert genannt.

Wie praktisch, dass dieser Roman tatsächlich auf audible als Hörbuch zu finden war! Von der Autorin selbst (ein-) gelesen.

Worum geht's? Um ein Paar, dass sich im Ost-Berlin der Vor-Wendezeit (1988) trifft, ineinander verliebt und dann eine intensive Auf-und-Ab-Liebe lebt bis ein, zwei Jahe nach der Wende. Sie, Katharina, ist knapp 20, er, Hans, ist um die 60 herum. Sie kennt nur die DDR, er war noch einer der Hitlerjungen. Sie steht am Anfang einer Berufslaufbahn als Bühnenbildnerin, er ist ein arrivierter, aber nicht gerade berühmter, Autor, der sein Geld als "Fester Freier" mit dem Schreiben von Radio-Beiträgen verdient. Für sie ist er die erste große Liebe ("kleinere" Beziehungen hatte sie vorher schon), für ihn ist sie nicht die erste in einer Reihe von wichtigen Liebschaften, die er neben seiner Beziehung zu seiner Ehefrau (die beiden haben einen inzwischen fast erwachsenen Sohn) eingeht.

Gemeinsam haben sie ihren Bildungsbürger-Hintergrund. Obwohl ja eine ungefähr 20-Jährige die wichtigste Erzählperspektive des Romans ausmacht, kommen beispielsweise Rock- und Popmusik der Achtzigerjahre (jeder würde da doch automatisch an die NDW - mitsamt Nenas "99 Luftballons" denken) praktisch nicht vor in dem Buch. Obwohl er zu dem Kreis der Privilegierten gehört, denen Reisen in's westliche Ausland gestattet sind, kommen auch Pop- und Rockmusik der 60er - 80er Jahre nicht als kulturelle Referenzen im Buch vor. Nein, beide finden "ihre Songs", ihre Musikstücke in der deutschen Klassik oder dem Barock: Mozart und Bach und Schönberg hören sie gemeinsam.

Erpenbeck ist hier schlau genug, von dem zu schreiben, was sie vermutlich in- und auswendig kennt: dem Literaten- und Intellektuellenmilieu in Ostdeutschland. Das sich auf den ersten Blick nicht großartig von dem Bildungs(klein)bürger-Milieu Westdeutschland unterscheidet: hüben wie drüben ist auf "die Klassiker" Verlaß, wenn man sich kulturell selbstvergewissern möchte: auch in Differenz zu den "ungebildeteren" Schichten.

Kairos ist von der Handlung her ziemlich banal. Die Protagonisten sind keine Heldenfiguren, sind nicht wirklich wichtig für die große Weltgeschichte, in deren Fahrwasser sie so ihre eigenen kleinen Dramen erleben. Sie kümmern sich auch nicht um die große Weltgeschichte, oder doch nur sozusagen peripher: dort, wo sie in ihrem Privatleben direkt davon betroffen sind, nehmen sie die Weltgeschehnisse durchaus wahr und sind auch nicht dumm oder ignorant. Aber am Ende geht es doch immer nur um ihre Beziehung zueinander. Oder gegeneinander. Kleines Beispiel: das "Begrüßungsgeld", das DDR-Bewohner nach der Wende sozusagen als kleinen Shopping-Gutschein bekamen, wenn sie zum ersten Mal "rüber" fuhren, holt sich die Protagonistin nicht ab, weil sie in den ersten Wochen nach dem Mauerfall es irgendwie unter ihrer Würde empfindet, da rüber zu fahren. Sie war ja schon mal (die Episode wird ausführlicher erzählt) zu einem Verwandtenbesuch im Westen (Köln) und von diesem Westen nicht sonderlich beeindruckt...

 

Erpenbeck schafft es aber gerade, indem sie ihre Figuren ausserhalb der HotSpots des historischen Wandels ansiedelt, zu zeigen, wie das Private sich nicht vom Politischen trennen läßt. Schon erst recht nicht dort, wo die Leute ihr Geld im kulturellen Sektor verdienen (müssen). So sehr Katharina und Hans um ihre intime "Liebe" kreisen, so sehr verhalten sie sich prototypisch. Denn der Traum vom privaten Glück (Geissblattlaubenidylle hatte das mal jemand in Anlehnung an ein Rubens-Gemälde genannt in einem Artikel über Cocooning) ist typisch gerade in gesellschaftlichen Milieus, die es eigentlich besser wissen müßten.

Mich beschäftigt das Buch aus mehrerlei Gründen. Erstens: obwohl die Zeit, in der es spielt, jene Zeit ist, die ich vermutlich am besten kenne (bin fast im gleichen Alter wie Erpenbeck), und das Milieu eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Milieu hat, aus dem ich komme, ist es dennoch ein Blick in eine seltsame Anderswelt. Das fängt natürlich damit an, dass es ein weiblicher Blick ist. Ich werde die Frauen nie wirklich verstehen und das führt dazu, dass ich mir bei solchen Erzählungen nie ganz sicher bin, an welchen Stellen etwas doppelbödig gemeint ist, ironisch, dialektisch zu verstehen usw.. Ohne zuviel spoilern zu wollen, es geht aber doch nicht ohne, also:

 

SPOILERWARNUNG!!!!!

 

 

der große Altersunterschied zwischen Katharina und Hans sorgt selbstverständlich dafür, dass die beiden sich nicht wirklich "auf Augenhöhe" begegnen können. Und jedesmal, wenn von "ihrer Liebe" die Rede ist, fragt man sich ohnehin schon immer: kann das überhaupt eine "richtige" Liebe sein?

Nun wird allerdings Hans im Verlauf der Geschichte, sobald sich erste Probleme in die Anfangs besgeistert Ineinanderverliebtheit Einzug halten, immer unsympathischer. Einerseits besteht er darauf, weiter seine Rolle als verheirateter Ehemann und Vater zu spielen, andererseits reagiert er darauf, von einem "Seitensprung" Katharinas zu erfahren, auf eine Weise, für die wohl der Begriff "toxisch" erfunden wurde. In dieser Beziehung zwischen zwei "selbstverständlichen" Atheisten übernimmt er immer mehr die Rolle der Inquisition und sie die Rolle der Sünderin, von der Reue und äußerste Gewissenserforschung verlangt wird. Wie das dann noch in das größere politische Bild eingefügt wird, erscheint mir die große Kunst an Erpenbecks Roman, aber als Mann empfinde ich es auf Dauer schon als lästig und belastend, wie hier der männliche Part sich immer mehr zum Arschloch entwickelt, während der weibliche Part zum Opfer toxischer Männlichkeit stilisiert wird, von dessen befreiender Selbstermächtigung man endlich, endlich, endlich erzählt bekommen möchte. Ja, sehr gut möglich und sogar sehr wahrscheinlich, dass es derlei Beziehungsmuster nicht nur hier bei uns im Westen, sondern ebenso auch im Osten gab. Wissen wir nicht alle, wie problematisch z.B. des großen Berthold Brechts (der öfter mal erwähnt wir im Buch) Umgang mit den Frauen war?

Naja, jedenfalls bekommt Hans alle Abneigung des Lesers zugeordnet, während man(n) nicht anders kann, als mit Katharina zu sympathisieren und nur gerne mal hätte, dass sie endlich ihre rosarote Liebesbrille abnähme und dem Arschloch endlich den Laufpaß geben möge.

Ich verstehe nun nicht, wieviel davon (dieser ungleichen Aufteilung der Lesersympathie auf die beiden Hauptfiguren) beabsichtigt ist, und wieviel der weiblichen Perspektive geschuldet. In wieweit psycholgisiert die Autorin ihre Figuren? Am Ende des Roman bekommt man als Leser eine Ahnung davon, warum der Unsympath in diesem Buch so handelte, wie er handelte: er hat eben eine etwas längere und kompliziertere Vergangenheit als die jugendliche Protagonistin: Grausamkeit braucht logischerweise mehr Entwicklungszeit als Naivität.

Doppelte SPOILERWARNUNG!!!!!

Aber am Ende des Romans, genauer noch: im Epilog, wird auch eine sehr deutliche Zuordnung der beiden Figuren zu bestimmten Gruppen in der untergegangenen DDR gemacht. Katharina und Hans gehörten nie zusammen, so wenig, wie ein Fuchs und eine Gans zusammengehören können. Ist also die ganze Geschichte der Liebe von Hans und Katharina nur eine einzige große Metapher zu den Verhältnissen in der DDR? Oder, noch allgemeiner: zu den Verhältnissen in totalitären Gesellschaften, in denen die Menschen notwendigerweise kein echtes privates Glück finden können, weil es eben kein wahres Leben im Falschen (Adorno) gibt?

Fremd ist mir also einmal die weibliche Perspektive. Fremd ist mir aber letztlich auch die ostdeutsche Perspektive: erzählt Erpenbeck das, was war? Oder sieht man, wenn man selbst im Osten sozialisiert wurde zu einer ähnlichen Zeit, da dialektische Brechungen und Ironisierungen, die ich nicht sehen/verstehen kann?

Da Hand und Katharina zu den Gebildeten gehören, werden wie selbstverständlich ostdeutsche Literaten und Denker genannt, wird aus sozialistischen Liedern zitiert und so fort und das, soweit für mich zu erkennen, auf einem recht hohen intellektuellen Niveau. Aber der westliche, der westdeutsche Stand der intelektuellen Debatten wird nicht berücksichtigt. Die ganze "Frankfurter Schule" (ich brachte eben ein Adorno-Zitat, auch um zu zeigen, wie selbstverständlich sich die längst in die westdeutsche Kultur eingegraben hatte zu der Zeit, in welcher der Roman spielt) kommt mir als intellektuelle Referenz im Roman nicht vor: ist das Absicht oder beruht es auf tatsächlicher Unkenntnis, bzw. wenigstens auf Desinteresse? Soll hier die piefige Zurückgebliebenheit "hinterm" Eisernen Vorhang gezeigt werden, oder ergibt sich dieses Zeigen von selbst? Wird da etwas demonstriert oder nur geschildert? Oder spricht da schon wieder die Wessi-Arroganz aus mir, die den eigenen Blick auf die Politik für wichtiger und reifer hält als die Ossi-Perspektive? Weil Erpenbeck so klug und gut schreibt, sollte ich vermutlich letzteres annehmen, aber ich kann dann doch nicht erkennen, wo genau die Ost-Perspektive richtiger oder wenigstens ehrlicher gewesen sein soll?

 

Zuguterletzt muss ich gestehen: große Teile der Erzählung, die in der DDR, Moskau und Bulgarien (Rumänien? Ungarn? Hab's schon wieder vergessen...) spielen, sind für mich Geschichten aus einer irgendwie hinter einem Märchenschleier gelegenen fremden Welt. Schon irgendwie interessant, aber eben auf eine Weise interessant wie eine gute Fantasy-Geschichte. Heraus ragt für mich dagegen die Episode, bei der Katharina ihren West-Verwandtenbesuch in Köln absolviert. Einen Besuch, den sie nur zur Hälfte richtig erlebt, während ihre andere Hälfte andauernd in Gedanken beim Geliebten in Berlin ist. Einen "oha!"-Effekt hat für mich die Schilderung der Bettler (Penner, Berber, Punks), auf die Katharina schon bei ihrer Ankunft im Bahnhof stößt und deren Armut für sie ein echter Schock und Skandal ist: Leute, die im reichen Westen um etwas Essen betteln müssen?! Ja, davon wußte sie, aber jetzt: in echt?! Kann das denn wahr sein? Und dann die Schilderung, wie schnell sie sich an diesen Skandal gewöhnt...

Einen weiteren "oha!"-Moment gibt es in dieser Besuchsschilderung für mich. Katharina geht nicht nur mit dem Geld, dass ihre Oma ihr für diese rare Gelegenheit zurückgelegt hat, im Konsumparadies der Einkaufspassagen shoppen (statt es an die hungernden Penner zu verteilen) und lernt in kürzester Zeit, Angebotsrabatte zu nutzen (das kommt mir übrigens einen Tick zu forciert vor), sie nutzt auch die Möglichkeit, einen Sex-Shop zu besuchen.

Dessen Mischung von Faszination und abstoßendem Ekel wird wortgewaltig erzählt. Der Eindruck dieser Sündenpfütze, gemeinsam mit dem Eindruck des Bettler-Skandals - ist der nun typisch für den Blick einer "echten" Ostdeutschen, oder ist er eine Karikatur jener Karikaturen, die im Osten vom heruntergekommenen West-Kapitalismus gezeichnet wurden? Ich weiß nicht zu entscheiden: erzählt Erpenbeck da etwas, das sie persönlich so erlebte und die eindrucksvolle Schilderung ist deswegen so eindrücklich? Oder sind es diese beiden Szenen, weil sie besonders kunstvoll konstruiert wurden, passgenau auf die fiktionale Heldin der Geschichte geschneidert?

 

Fazit: ein Buch, das mich nicht so schnell loslassen wird, über das ich noch ein ganzes Weilchen werde nachsinnen müssen. Ein Buch, das ich noch lange nicht verstanden habe, von dem ich noch nicht mal weiß, ob ich es eher gut oder eher schlechte-Laune-machend finden soll. Ist es melancholisch oder ist es traurig? Macht es mehr Mut oder macht es eher resignativ? Liebt man "die Menschen" nach seiner Lektüre mehr, steigert es also die Empathie? Oder überwiegt doch schließlich eher das Mitleid mit den in ihren aussichtslosen Kämpfen um's große Glück Gefangenen?

Interessieren würde mich die Einschätzungen von Ostdeutschen, am liebsten die von ostdeutschen Frauen in einem ähnlichen Alter wie Erpenbeck...

jack-black antworten
7 Antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@jack-black 

Da das Buch auch auf meinem SUB liegt, habe ich bei der Spoilerwarung aufgehört zu lesen 🙂

Danke für deine Eindrücke, bin sehr gespannt auf dieses Buch! Aber vorher muss ich mich noch mit Thomas Bernhards "Beton"  rumschlagen 😉

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Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@mamba auf meinem SUB liegt

Was ist ein SUB? Irgendwas mit ungelesenen Büchern?

 

habe ich bei der Spoilerwarung aufgehört zu lesen 🙂

Dazu sind Spoilerwarnungen ja da. 😀

 

Thomas Bernhards "Beton"

 

Thomas Bernhard-Lektüre machte mir in der Vergangenheit (vor Jahrzehnten schon) so schlechte Laune, dass ich die erstmal aus meinem Interessen-Zirkel ausgeblendet habe. Gut geschrieben und schlau und hellsichtig? Gewiß, aber eben schlecht für mein Wohlbefinden und meine Liebe zu den Menschen... 😉

 

Wenn Du Kairos irgendwann durch hast, gib gern Deine Einschätzung dazu hier zum Besten, würde mich wirklich interessieren!

 

jack-black antworten
neubaugoere
(@neubaugoere)
Beigetreten : Vor 15 Jahren

Beiträge : 19188

@jack-black 

Stapel ungelesener Bücher ... kam mir als erstes in den Sinn (was korrekterweise hätte dann SuB heißen müssen).

neubaugoere antworten
Jack-Black
(@jack-black)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 6191

@neubaugoere Ergibt Sinn. 🙂

jack-black antworten
Gelöschtes Profil
(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@jack-black 

ihr habt das Rätsel ja schon gelöst. Ich dachte, die Abkürzung sei Viellesern bekannt, schließlich hat doch jeder so einen Stapel. Erst gestern habe ich mir wieder drei Bücher zugelegt. Ich kann so schlecht nein sagen, wenn es um Bücher geht.

Zu Thomas Bernhard bin ich gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Irgendwo las ich, dass es in dem Buch um einen Schriftsteller gehe, der über Felix Mendelssohn Bartholdy schreibe und weil ich ein Fan von FMB bin, wollte ich das natürlich nachlesen. Ich muss gestehen, ich war etwas entsetzt, als ich den ersten Blick ins Buch warf. Das ganze Buch, immerhin um die 200 Seiten, hat keinen einzigen Absatz. Viele verschachtelte Sätze, die ich manchmal dreimal lesen muss, weil ich am Ende des Satzes schon nicht mehr weiß, womit er eigentlich angefangen hat. Ein sich selbst bemitleidender Mensch, der sich darüber auslässt, dass alle möglichen Leute daran schuld sind, dass er nicht fähig ist, einen ersten Satz zu Papier zu bringen zu dem Thema, zu dem er 10 Jahre lang Material gesammelt hat.

Ich gebe zu, die ersten Seiten sind mir sehr schwer gefallen und ich musste mich immer wieder überwinden, trotzdem weiter zu lesen. Aber dann geriet in ich einen gewissen flow und merkte, dass mir die Lektüre Spaß macht

Es ist mein erstes Buch von diesem Schriftsteller, aber vielleicht nicht das letzte.

Gerne melde ich mich wieder, wenn ich Kairos gelesen habe.

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mmieks
 mmieks
(@mmieks)
Beigetreten : Vor 6 Jahren

Beiträge : 1197

@mamba Von Thomas Bernhard habe ich einiges gelesen (und ihn auch bei Lesungen erlebt).

Allerdings wird mein SuB auch immer höher, weil ich momentan mehr kaufe als lese ...  Zur Zeit ist Bernhard Schlink mein Favorit. "Das späte Leben" (sein neuestes Werk) könnte fast meine eigene Biographie sein.

mmieks antworten
Gelöschtes Profil
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Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@mmieks 

Bernhard Schlink lese ich auch sehr gerne. "Das späte Leben" liegt zwar nicht auf meinem SUB, aber wartet auf dem Reader darauf, gelesen zu werden. Gleich neben "Altern" von Elke Heidenreich.

Gestern habe ich mir das neue Buch von Sasa Stanisic gekauft mit dem wunderschönen Titel

"Möchte die Witwe angesprochen werden, plaziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne"

Und auch bei diesem Titel konnte ich nicht widerstehen:

"Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht" (von Julia Jost)

Mir scheint, lange Buchtitel sind im Kommen.

 

 

 

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Koenigstochter
Beiträge : 83

Ich lese gerade von Tim LaHaye und Jerry B. Jenkins Die letzten tage der Erde,Die Heimsuchung ist der 2. Band.

Ist super geschrieben. LG

koenigstochter antworten
Tatokala
Beiträge : 4579
Veröffentlicht von: @jack-black

da etwas, das sie persönlich so erlebte und die eindrucksvolle Schilderung ist deswegen so eindrücklich?

kann schon sein, daß da eine authentische Erzählung (muss gar nicht die Erfahrung von der Autorin selbst sein) hereingeschneidert wurde, kam mir so in den Sinn. Man merkt es als Leser, wenn Bücher aus verschiedenen Quellen zusammengebastelt wurden, sowas ist mir schon untergekommen, und da wusste ich immer nicht so recht, ob ich das jetzt gut finden sollte oder nicht.

Generell als Ostdeutsche: Grundsätzlich sind Schockerlebnisse in diesem Zusammenhang sicher möglich. Ich war damals noch Kind, aber ich erinnere mich noch, wie man sich z.B. an die ganze Kultur der (Fernseh-)Produktwerbung erst gewöhnen musste. Ich habe mich damals eine ganze Zeit lang gefragt: warum macht man so unaufrichtiges Zeug? Was soll das?

tatokala antworten
1 Antwort
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(@deleted_profile)
Beigetreten : Vor 4 Jahren

Beiträge : 30188

@tatokala ... das frage ich mich heute noch.

Lieben Gruß,

L.

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Millie49
Beiträge : 356

Ich habe gerade eine Reihe Romanbios über berühmte Frauen aus dem atv-Verlag gelesen, wie Colette, Vivienne Westwood, Sarah Bernhardt o. Simone de Beauvoir. Gebraucht bestellt und erwartet: Die Biografie von Schauspieler Pinkas Braun. Kennst den Herrn noch jemand? Er war Schweizer jüdischen Glaubens, hat TV (Edgar Wallace/Alle meine Töchter) gemacht und Theater gespielt, sowie Hörspiele eingesprochen.    

millie49 antworten
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