Was liest du gerade?
Noch ist das Wetter ziemlich unbeständig und man greift zwischendurch zu einem Buch.
Es gibt doch sicher hier auch "Bücherwürmer" , die ihr Lesefutter mitteilen möchten.
Ich lese gerade Eckard von Hirschhausen, " Mensch, Erde"
Querfeldein geht es um Umweltthemen - d.h. Es lässt sich gut querlesen, ich suche das, was mich gerade beschäftigt - auch mit dem Hintergedanken: was kann ich einzelner tun, um ... tja, ist nicht einfach, wenn dein Essen von einer Großküche kommt und viel Fertigware dabei ist?
Das Fazit des Autors: "Wir könnten es so schön haben" - manchmal fürchte ich: Es ist in einigen Bereichen schon zu spät.
Die Jugendwerke von Jane Austen 🙂
Ich habe keinen SuB, sondern einen NuB, einen Nachttisch ungelesener Bücher 😀
Aktuell lese ich Thomas Crewe, Das neue Leben. Ein historischer Roman aus dem viktorianischen England, also Ende des 19. Jahrhunderts. Zwei angesehene Männer, der eine schwul, der andere nicht, schreiben und veröffentlichen ein Buch über männliche Homosexualität, die zu der Zeit unter Strafe steht und gesellschaftlich geächtet ist.
Dann liegt da noch rum: Andrian Kreye, Der Geist aus der Maschine - eine superschnelle Menschheitsgeschichte des digitalen Universums. Es geht um die digitale Revolution und ihren Kulturwandel, wie er sich in den letzten 40 Jahren bemerkbar macht.
@peterpaletti Dann liegt da noch rum: Andrian Kreye, Der Geist aus der Maschine
Hört sich interessant an, berichtet mal, wie Du's so fandest. Und warum... 😉
@jack-black Ich habe das Buch jetzt bis zur Hälfte gelesen und finde es schwierig zu lesen, weil mir da etwas schwerfällt, einen roten Faden zu finden. Klar, das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die sich in den Überschriften an den Epochen der Menschheitsgeschichte - Vorgeschichte, Antike, Mittelalter, Renaissance, Aufklärung etc. - entlang hangelt. Aber was jetzt, das Beschriebene mit den Überschriften zu tun hat, mag sich mir nicht erschließen. Das ganze liest sich für mich so als ob der Autor - ein Journallist der Süddeutschen - Zeitungsartikel, die verschiedene Schlaglichter werfen, einfach aneinandergereiht hätte.
Interessant finde ich, dass nicht nur die einzelnen Veränderungen, die mit der digitalen Revolution einhergehen, beschrieben werden, sondern auch was sie in der Politik oder der Kultur oder der Gesellschaft auslösen. Das Ganze ist sehr stark auf die USA als Kernland der digitalen Revolution zentriert. Deutschland kommt als "Kolonie" am Rande vor.
Etwas blöd finde ich, dass handelnde Personen einfach so auftreten, ohne dass sie groß eingeführt werden, als müsste man sie schon kennen. Okay, die Namen Larry Page, Mark Zuckerberg oder Jeff Bezos sollte man schon mal gehört haben, aber es gibt andere, auch deutsche Pioniere wie Sepp Hochreiter oder Jürgen Schmidhuber, die Namen kannte ich jedenfalls vorher noch nicht.
Und was außerdem auffällt: die Geschichte der digitalen Revolution scheint von Männern gemacht. Jedenfalls kommen bislang in dem Buch - außer Noriko Arai - noch keine Frauen vor.
Re: Kairos (von Erpenbeck)
Was Katharina so lange an dieser Beziehung hat festhalten lassen, war wohl auch die große Langeweile, die in der DDR vorherrschte bei Menschen ihres Alters. War doch klar, dass keine große Bewegung hinter den eisernen Vorhang möglich war.
So inszenierte die Kunstszene ihr aufregendes Leben im Rahmen der Theaterbühne. Man blieb unter sich, jeder schlief mit jedem. So war Hans ja auch Katharinas Mutter keine Fremde.
Was ich der Autorin nicht abnahm: dass Katharina fit war in Latein und in der Interpretation geistlicher Musik. Die erste erotische Handlung fand ja entlang des Mozartrequiems statt, das Hans (dem traue ich zu, dass er das Schaf zur Schlachtbank führte - nicht ohne eine große Portion Selbsthass und vor allem -mitleid) aufgelegt hatte.
Typisch für diese Gruppe war, dass Katharina ihren getrennt lebenden Eltern von dieser Beziehung erzählen konnte, ohne reglementiert zu werden. Sie ließen sie machen. Fragten manchmal nach und wunderten sich über ihr Durchhaltevermögen.
Spoiler:
Spätestens beim ersten Bestrafungsritual hätte ich intensiver über die Psyche des Mannes nachgedacht. Und bei der Kassettengeschichte mal in Betracht gezogen, ob der Kollege vllt bereits Erfahrungen als IM gesammelt hat.
Es folgten Durststrecken des Sichbeweisenwollens und Nichtwahrhabenwollens. Auswege in eine gleichgeschlechtliche Erotik. Bis es endlich, endlich vorbei war. Einfach so. Weil eben - Gott sei Dank - alles seine Zeit hat und sich iwann der Schalter einfach umlegt. Und man gehen kann.
Ich lese gerade zwei Bücher, das erste ist eine Sammlung von Artikeln, welches man auch gut bei Seite legen kann uns später weiterlesen. "The Bible Unfilterd" M.S. Heiser
Und das andere, das mich gerade packt, ist von Stephen de Young "The Religion of the Apostels, Orthodox Christianity in the First Century"
Viele der Punkte, die de Young bringt, sind wirklich überzeugend, ich wünschte mir aber er würde mehr Quellen liefern. Einige seiner Argumente sind allerdings ziemlich schwach und konstruiert.
Ahoi in die Lese~Runde,
ich lese, ... schmökere eher, in einem Prosa~Band von Richard Yates.
"Eine letzte Liebschaft"
Ich neige dazu, Yates immer mal wieder zu unterschätzen ... und bin dann angenehm überrascht.
Die Szenerien seiner Wahl waren ja Alltagsbeobachtungen, die ersten Zeilen seiner Stories empfinde ich schnell als banal. Um dann beim Weiterlesen, manchmal erst durch eine Drehung der Perspektive im letzten Absatz, zu begreifen, worin sein Talent lag:
Die Bedeutung der tieferen Gefühligkeiten zu erzählen, die unter dem scheinbar so Dahingesagten liegen. Man könnte sie überhören, was viele Menschen auch tun, ... mir tut das oft weh. Und darin fühle ich mich von RY. dann wieder verstanden. Er ist ein Bewahrer der glänzenden Augenblicke. Die nicht nur glitzern, sondern auf das Echte hinweisen, das gesehen, geschätzt sein will.
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Mein Favorit (bisher): "Ein genesendes Selbstbewusstsein"
Die letzte Story im Buch. Erinnert mich vom Stil her auch ein wenig an Carson McCullers . . . die aber ein eigenes Thema verdient hätte.
Vielleicht lasse ich mir dazu mal etwas einfallen.
Euch sei hier ein lieber Gruß zwischen die Seiten gestreut!